Messieland
Das alltägliche Chaos
Erste Schritte
Systematisch das Chaos besiegen
Tipps und Tricks
geistliche Aspekte
Anmeldung DML

Geistliche Aspekte

Wie auf der Hauptseite schon anklingt, hat die Unordnung weitreichende seelische und geistliche Folgen. Mit unserem Motto "Das Gegenteil von Unordnung ist Friede" möchte ich auf diese Zusammenhänge hinweisen. Dieses Motto ist von einem Bibelwort abgeleitet: "Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens." (1. Korinther 14,33).

Ich gehe hier von einem christlichen, an der Bibel orientierten Weltbild aus. Ich habe nämlich entdeckt, dass die Bibel ein sehr praktisches Buch ist, das den Menschen sehr gut kennt. Gott hat uns hier eine Gebrauchsanweisung für unser Leben gegeben, und der hat uns ja schließlich gemacht. Wir kaufen uns ja auch keine teuren, elektronischen Geräte, und lesen dann die Gebrauchsanleitung nicht. Warum sollten wir es mit unserem Leben so machen?

Die Schöpfung

Das hört sich jetzt ziemlich weit entfernt an, aber schon bei diesen Grundlagen wird es enorm praktisch. Ich habe erstaunliche Parallelen entdeckt zwischen dem Schöpfungsbericht und einem Leben, das aus dem Chaos findet. Steigen wir ein: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser." (1. Mose/Genesis 1,1-2).

Das erste, was Gott nach der Erschaffung der Welt tut, ist, ratet mal, ja, aufräumen.

a) Gott schafft Ordnung

Warum die Erde auf einmal wüst und leer war, ist eine theologische Streitfrage, auf die ich hier nicht eingehen will. Tatsache war aber, dass sie "Tohuwabohu" war (das ist hebräisch und heißt auf Deutsch "wüst und leer"). Und wer von uns hat nicht schon seine Eltern sein chaotisches Kinderzimmer so nennen hören? Ich habe es öfter gehört, und ich bin nicht gerade in einem frommen Elternhaus aufgewachsen. Es ist das sprichwörtliche Chaos, das herrscht.

Und was macht Gott? Er räumt auf. Das lesen wir im Rest des Schöpfungsberichtes. (Er geht dann gleich noch darüber hinaus, und erschafft das Leben. Welch ein wunderbarer Gott ist das!) Es ist Teil unserer Gottes-Ebenbildlichkeit, dass wir als Menschen Chaos nicht gut ertragen können. Es geht uns auf die Nerven. Es macht uns sogar auf Dauer krank - psychisch und körperlich. Wer weiß das besser als wir Messies. Doch kommt jetzt ein sehr tröstlicher Teil. "Der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser."

"Trotz des Chaotischen ist der Geist überlegen zugegen. Das gilt auch für meine kleine, oftmals wirre Lebenswelt. Der Heilige Geist kann Knoten lösen! Aber er will auch uns selbst immer tiefer lösen und uns befreien von unserer Alt-Adams-Gesinnung (ein biblischer Ausdruck für den 'inneren Schweinehund.' CHE). Unter der Herrschaft des Heiligen Geistes darf ich selbst in großer Not ein gelassener und liebevoller Mensch Gottes werden." (Aidlinger Bibellesezettel vom 6. März 2004).

Ja, selbst wenn ich im Chaos sitze. Gott möchte nicht, dass ich darin versinke, aber durch den Geist Gottes hilft er mir heraus. Wer noch nicht weiß, ob er den Geist Gottes wirklich hat, kann einmal im Johannesevangelium das erste und das dritte Kapitel lesen, da wird ganz ausführlich erklärt, was Schöpfung und heiliger Geist miteinander zu tun haben. Nehmt euch mal die Zeit, um das nachzulesen. Vielleicht wird das nicht nur euer Messie-Sein revolutionieren, sondern auch noch euer restliches Leben.

b) Gott schafft Licht

"Und Gott sprach: Es werde Licht! und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war." (1. Mose/Genesis 1,3-4).

Das ist seine erste Tat. Man kann endlich etwas sehen. Vorher war die Schöpfung zwar da, aber sie war in der Finsternis gefangen. Auch uns muss erstmal "ein Licht aufgehen." Wir müssen erkennen, dass unser Chaos schlecht ist, und dass wir uns daraus befreien sollten. Wer diesen Schritt nicht gemacht hat, wird immer wieder scheitern, weil er letztlich gar nicht einsieht, warum er sich überhaupt die Mühe macht. Solange wir unser Chaos noch übersehen, es leugnen oder schönreden, können wir letztlich nicht aktiv werden.

Dieser Schritt kann sehr schmerzlich sein. Viele von uns haben ihn schon getan. Es gehört eine ganze Menge dazu, sich einzugestehen, dass man gescheitert ist, dass der bisherige Lebensstil nichts bringt, und dass man sich ändern muss. Der nächste Schritt aber ist dann, dass man sich nicht verdammt, sondern so annimmt, wie man ist, und an sich arbeitet. Auch Gott handelt mit den Menschen so. Er nimmt sie als seine Kinder an, auch wenn sie nicht in Ordnung sind. Dann schenkt er ihnen den Heiligen Geist, damit sie so werden können, wie er sie sich vorgestellt hat. Er wird weiter daran arbeiten, auch wenn wir einmal wieder in alte Wege zurückfallen.

Und doch ist Licht befreiend. Wie befreiend, sich nicht mehr verstecken zu müssen. Sich nicht selbst Dinge einreden zu müssen, die einfach nicht stimmen. Nicht da stecken bleiben zu müssen, wo man steht.

Und ein drittes ist das Licht: Es macht uns erst klar, wo wir anfangen sollen. Wir sehen was Sache ist, aber wir können nun auch planen. Wir können überlegen, wo wir anfangen sollen, wo es weitergeht, und wie wir weiter kommen. Welche Bereiche muss ich sofort angehen, wo darf ich ein wenig langsamer gehen. Welches Ziel habe ich? Wie komme ich hin? Alle diese Fragen werden z. B. in der DML behandelt. Dort können wir drüber reden, bekommen feedback, ob unsere Vorstellungen realistisch sind, usw. Auf dieser Seite bekommen wir Hilfen zum anfangen und weitermachen.

Seitenanfang


Letzte Änderung: 20.03.2004
© 2000 Christiane Eichler, alle Rechte vorbehalten