Gaby Ketterl
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Gabriela Ketterl

Gabriela Ketterl mit ihren Söhnen Florian (10) und Daniel (4). Den leichten Hang zum Verrückten haben die Jungs wohl von der Mama geerbt....

 

Über mich:

Wer bin ich eigentlich??? "Cogito ergo sum.." ...sollte man meinen...

Geboren und mit zahlreichen Unterbrechungen noch immer in München lebend. 

"Behütet" aufgewachsen im ruhigen, beschaulichen Randgebiet des Millionendorfes. 

Freiheitsliebend und immer etwas querdenkend - was das Leben nicht wirklich leichter machte und noch macht. Schon in ganz jungen Jahren (4!!) verschwand die kleine Gabriela stundenlang im nahegelegenen Wald. Dies löste bei den anderen Familienmitgliedern regelmäßig Panikattacken aus, was auch durch die Behauptung des Kindes, von Zwergen entführt und festgehalten worden zu sein, nur minimal gemildert wurde.

Der Schulbeginn war ein erster derber Einschnitt in die Freiheit. Schon bald aber zeigte sich: Das Kind ist ein genialer Geschichtenerzähler. Das ging soweit, dass beim Vorlesen von Aufsätzen der allgemeine Klassentenor lautete: "Die Gaby liest dann wieder, oder?!"
Gaby las und alle lauschten bis irgendwann der Lehrer herausfand, dass einige erst gar nichts mehr schrieben, denn: "Gaby liest ja eh!" Damit war das Erzählmonopol erst einmal flöten.
Von der Logik der Mathematik konstant akut behindert fröhlich zum Abitur durchgearbeitet. (Die Privatschule, die es schaffte den querdenkenden Geist kurzfristig etwas zu zähmen, lag angenehmerweise mitten im Münchner Künstlerviertel Schwabing!)

Nach dem Abitur wurde von Gabriela erwartet, nun sofort und ernsthaft zu studieren. Zuerst jedoch hat diese einmal tief durchgeatmet, dann Geld gezählt. Festgestellt: "Es reicht noch nicht!" Von früh bis spät gejobbt - ein Ziel vor Augen. Endlich mal für längere Zeit weg aus München. Es musste doch da noch etwas anderes geben ...

Wenn schon, denn schon, also gleich richtig weg und für ein paar Monate ab nach Los Angeles. Dort formierte sich auf dem Hollywood Boulevard und im legendären Whiskey à GoGo gerade die bunte Poserszene. Ein irrer, bunter Haufen aus lustigen, verrückten Menschen, die täglich literweise Haarspray und Make-up verbrauchten …
grad schön wars ;-)

Doch es kommt wie es kommen muss. Die schönste Zeit geht immer am schnellsten vorbei:

Munich was calling … again!

Es folgte das Studium der Amerikanistik und der Theaterwissenschaften an der Münchner LMU.

Theaterwissenschaften war dann nicht wahrlich ergiebig. 
Erste Vorlesung: Schillers Werke I. Zweite Semestervorlesung: Schillers Werke II. Die Begeisterung bei der Bekanntgabe der dritten Semestervorlesung hielt sich in erträglichen Grenzen: "Die Faszination des Heckentheaters des 15. Jahrhunderts". Faszination???

Die Anmeldung im Seminar für "Grundlagen der Regie" wurde von Gabriela leider gründlich versiebt. Der Grund könnte das erste Gespräch mit dem Seminarleiter (Ungar) gewesen sein:
"Guten Daag, chaben Sie bäreits Ärfahrung in Räschiee?"
"Äh, also nein, ich denke das ist ein Grundlagenseminar?"
"Müssen Sie chaben ärste Kenntnisse, wäre säähr gut eigenes Projekt zum vorweisen, chaben Sie??"
"Nein, natürlich nicht!"
"Wieso "natürlich"? Ich verstähe nicht."
"Na, weil ich dann nicht hier wäre, um mich in Ihrem dämlichen Seminar anzumelden, sondern in Hollywood um meinen ersten Oscar abzuholen."
"Fählt Ihnen der nötige Ärnst für meine Säminar ... leidäär."

Fazit: Gabriela brach das Studium nach einer passablen Zwischenprüfung erst einmal ab und entschied sich spontan dazu zwei Jahre auf den Kanaren zu leben. 

Eine wunderbare Entscheidung. Prima Zeit, jede Menge Sonne, Wärme, Spaß und viel, viel Material zum Schreiben. Inspiration ohne Ende: Der Atlantik, Fischerboote auf dem Meer um Mitternacht, um die Wette schwimmen mit Haien (begrenzter Spaßfaktor …), Barbeque am Strand morgens um 03.00, am Strand liegend die Sonne begrüßen ... so gegen 05.30 Uhr, eine Woche das Leben der Guanchen nachempfinden und in einer Höhle leben (Problempunkt waren leider fehlende Steckdosen in den Höhlen ;-), Schatztauchen, Frühstück um 06.00 Uhr auf der Hafenmauer, sich dummerweise an die spanische Siesta gewöhnen, in der Nacht stundenlang im noch warmen, schwarzen Lavasand liegend den endlosen Sternenhimmel bestaunen.

Nach zwei herrlichen, viel zu kurzen Jahren kam der Lockruf des Goldes ... äh Geldes. Gabriela erhielt ein verlockendes Angebot der Siemens AG, verließ (traurig) die Kanaren und verbrachte die nächsten 6 Jahre damit weltweit Veranstaltungen für die Firma zu organisieren. 
Eigentlich für alle ein Traumjob, doch noch heute sitzt sie in hellen Vollmondnächten auf irgendwelchen Bäumen herum und grübelt über die damalige Entscheidung nach.

Doch wie die Briten so schön sagen: "There is no use crying over spilt milk!" 

Es folgten noch diverse Stationen in der so genannten "Businesswelt". Die Welt der Sachverständigen (Sachen gibt's - das würden ganze Buchreihen!), PR-Agenturen (die Reichen und Schönen interviewen ...), IT-Firma (kopfschüttelnd zusehen, wie sich hartgesottene, ach so clevere Investoren über den Tisch ziehen lassen und ihre Millionen in sinnloseste Erfindungen versenken, wie gemobbt und gelogen wird, dass sich die Balken biegen - das wird sicher noch ein Buch!!!).

Gabriela hatte irgendwann dann die Nase voll vom "für jemanden arbeiten" und baute sich gemeinsam mit einer langjährigen Freundin eine eigene Veranstaltungs- und Marketing-Agentur auf. 

Nebenbei wurde fleißig geschrieben. 
Drehbücher entwickelten sich, Kinderbücher entstanden langsam aber stetig. 
Wie es sich schon sehr früh abzeichnete, ist und bleibt es das Schreiben, das so richtig Spaß macht.

Zwei Kinderbücher ("Florian, die Elfe Tatü und das Krullemuck", Edition Zaunreiter, März 2007 und "Bavaricus - Medizin für den Drachen") sind fertig und warten nun auf ihr Erscheinen.
Drehbücher zu richtig tollen Serien sind fertig und tausend Ideen warten noch auf die Umsetzung.

Zwischendurch kamen noch zwei Kinder dazu, die ihrer Mutter schon sehr ähnlich sind ...
Viel Fantasie, Ritterspiele im Kinderzimmer:

"Sag mal spinnst Du, Du kannst mir doch nicht die Axt auf den Schädel hauen?"
"Du musst Dich aufregen, hol lieber den Pfeil aus meinem Helm ...!" 
"Und was wenn nicht?"
"Dann macht mein Kumpel Oberon Dich fertig!"
"Gib Du doch nicht dauernd mit Deinem Elfenkönig an!"

Schön zu wissen, dass einiges sich immer wieder vererbt ;-))