Dr. Valentin Müller

Retter der Stadt Assisi im 2. Weltkrieg

Dr. Valentin Müller

Valentins Müller Tochter Irmgard schrieb 1950 in ihr Tagebuch: „Eine Frau kam auf mich zu, glücklich und sehr bewegt. Sie erzählte von ihrer großen Angst während des Krieges. Doch als der Oberst—il colonello—die Stadt betreten hatte, verließ sie die Angst. Die Einwohner Assisis verehren Müller als den Retter der Stadt. Sie behaupten, es wäre ihm zu verdanken, dass die heiligen Stätten, die mittelalterlichen Mauern, die Kunstschätze ebenso wie die Menschen, unbeschadet blieben. Während des Krieges sagten die Menschen: Wir haben drei Beschützer: Gott, den hl. Franziskus und Oberst Müller.“

Dr. Valentin Müller wurde noch zu Lebzeiten 1950 in Assisi wie ein Held empfangen, als Retter der Stadt. Zuletzt ehrte ihn posthum die franziskanische Universität St. Bonaventure in New York im Jahr 2005 mit einem Ehrenpreis.

Die Geschichte der Rettung Assisis wurde leider nach dem Krieg von einem Kriegsberichterstatter Alexander Ramati, der erst nach der Befreiung nach Assisi gekommen war, verzerrt wiedergegeben. Er veröffentlichte 1984 den Roman Assisi Clandestina, 1985 machte er dazu den Film Assisi Underground, der mit einer internationalen Starbesetzung für großes Aufsehen sorgte.

Einer der wichtigen Zeitzeugen Don Aldo Brunacci kennzeichnet dieses Werk als historische Lüge, das den tatsächlichen Hauptpersonen der Rettung Assisis und der vielen Flüchtlinge, v.a. der Juden, nicht gerecht wird.

Der Film wurde von Kreisen gesponsert, die maßgeblich am "Verschwinden" eines Großteils der medizinischen Ausrüstung beteiligt waren, die Dr. Valentin Müller unter größtem persönlichen Risiko (Hochverrat) dem Bischof und den Einwohnern der Stadt Assisi überlassen hatte.

 



Retter der Stadt Assisi
im 2. Weltkrieg (1944)

geb. am 15. August 1861
in Zeilitzheim
gest. am 31. Juli 1951
in München

 

Lebensbild in 4 Teilen:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4