Darstellung
von Hobby-Heimatforscher Alois
Renner.
Liebe zum Detail,
Hartnäckigkeit und viel Ausdauer bei oft recht mühsamen
Nachforschungen und beim Hinterfragen von Zusammenhängen
zählen zu den herausragenden Eigenschaften des
Hobby-Heimatforschers Alois Renner. Der gebürtige
Viehhausener entstammt einer alteingesessenen Familie und
hat die Aufbereitung der Geschichte Viehhausens und seiner
Umgebung zu seinem Hobby gewählt.
Bereits als kleiner Bub war er mit Schulfreunden auf der
Suche nach „Altertümern“ und stand andächtig
und staunend vor Marterln, Wegkreuzen und alten
Grenzsteinen, über deren Geschichte nur noch die
„alten“ Viehhausener etwas zu erzählen wussten.
Erste faszinierende Erfahrungen mit der Vergangenheit
sammelte der gelernte Maschinenschlosser, beschäftigt beim
Diesellok-Ausbesserungswerk der Bundesbahn in Regensburg
bei der Aufbereitung der Geschichte des ehemaligen
Braunkohlebergwerks „Ludwigszeche“ mit ihrer
dreißig Millionen Jahre alten Kohle, in der urzeitliche
Fossilien gefunden wurden.
Seit der Schließung der Zeche vor gut dreißig Jahren
sammelte er fleißig, unterstützt von Karl Köglmeier,
Werkzeuge und Gegenstände der Bergleute und verfasste einen
umfangreichen Sammelband mit Postkarten, Fotos und
Schriftstücken, angefangen von der Inbetriebnahme um 1870
mit allen Höhen und Tiefen und ist Mitorganisator des
Hochfestes der Bergleute, des Barbarafestes, das alle paar
Jahre zur Erinnerung an die Blütezeit des Braunkohleabbaus
unter Tage mit einem feierlichen Gottesdienst in der
Viehhausener Pfarrkirche begangen wird.
Einen weiteren Schwerpunkt seiner sehr zeitintensiven
Nachforschungen stellt die ebenfalls längst eingestellte
Labertal-Lokalbahn von Alling über Sinzing nach Regensburg
dar. Sein ganz besonderes Augenmerk gilt seit Jahren den
Kleindenkmälern in und um Viehhausen, deren Erhalt und
Instandsetzung auch ein großes Anliegen des Obst- und
Gartenbauvereins ist, dort arbeitet Alois Renner in der
engsten Vorstandschaft mit. Sein
„Aktionsradius“ erstreckt sich vom Frauenforst
nahe dem niederbayerischen Kelheim über die Wälder und
Fluren der ehemaligen Gemeinden Bergmattig, Viehhausen,
Eilsbrunn bis nach Sinzing. Etliche Aufsätze, Beiträge und
Fotos in der einschlägigen Fachliteratur zeugen vom
Sachverstand und dem unermüdlichen Wirken des talentierten
Heimattreuen. Viel Zeit nimmt die Katalogisierung dieser
stummen Zeitzeugen als unentbehrliche Grundlage seiner
weiteren Forschungsarbeit in Anspruch.
Eine ganze Regalwand im gemütlichen Wohn- und Arbeitszimmer
ist gefüllt mit Sach- und Fachliteratur, in der vor allem
in den Oberpfälzer Ausgaben etliche Beiträge aus seiner
Feder stammen. Gute persönliche Kontakte zu den leitenden
Mitarbeitern der Archive und des Denkmalschutzes
erleichtern so manche Nachforschung. [...]
