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Auriga (Aurigae, Aur)
Allgemeines
Der Fuhrmann ist ein auffallendes Sternbild des nördlichen Winterhimmels. Es erstreckt sich in RA von 4h 38min bis 7h 31min und in DEC von +27° 50' bis +56° 10' Dabei wird es von den Sternbildern Giraffe (Camelopardalis) Perseus (Perseus) Stier (Taurus) Zwillinge (Gemini) und Luchs (Lynx) umschlossen. Das Sternbild kulminiert im Dezember gegen Mitternacht. Capella (a Aur) bildet mit Aldebaran (a Tau), Rigel (b Ori) Sirius (a CMa) Procyon (a CMi) und Castor (a Gem) das Wintersechseck.
Stellare Objekte
13 a Aur - Capella
ist ein spektroskopischer Doppelstern von 0,1m in 42 LJ Entfernung. Die beiden gelben Komponenten umrunden sich in 104 Tagen, ohne sich zu bedecken. Der Name bedeutet "weibliche Ziege", altarabisch heißt er Alhajot. 34 b Aur - Menkalinan
ist ein bläulich-weißer Bedeckungsveränderlicher von 1,9m in 82 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt alle 3,96 Tage um 0,1m. Der arabische Name bedeutet "linke Schulter des Fuhrmanns" 7 e Aur - Almaaz
ist ein bedeckungsveränderlicher, weißer Überriese in 3.000 LJ Entfernung. Er leuchtet 3,0m hell, doch alle 27 Jahre sinkt die Helligkeit für 22 Monate auf 3,8m ab. Die letzte Verfinsterung war 1983, das nächste Minimum ist im Juli 2010. 8 z Aur - Hoedus I
ist ein bedeckungsveränderlicher, orangefarbener Riese mit einem blauen Begleiter. Das System steht in 800 LJ Entfernung. Alle 972 Tage sinkt die Helligkeit von 3,7m auf 4,0m. Die Verfinsterung dauert 40 Tage
10 h Aur - Hoedus II ist ein Stern von 3,2m in 220 LJ Entfernung. 37 J Aur ist ein bläulich-weißer Stern von 2,7m in 175 LJ Entfernung. Sein weißer Nachbar von 7,1m ist bei ruhiger Luft für Teleskope ab 100 mm Öffnung zu erkennen 3 i Aur - Hassaleh ist ein Stern von 2,7m in 500 LJ Entfernung. 4 w Aur ist ein Doppelstern in 160 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,0m und 8,0m hell. Er ist auch in kleinen Teleskopen zu trennen 14 Aur ist ein Doppelstern in 270 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,0m und 7,9m hell. Auch er ist leicht zu trennen 41 Aur ist ein Doppelstern in 300 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 6,2m und 7,0m hell 48 RT Aur ist ein veränderlicher Stern in 2.000 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt alle 3,73 Tage zwischen 4,9m und 5,8m. UU Aur ist ein tiefroter, halbregelmäßig veränderlicher Stern in 300 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt alle 235 Tage zwischen 5. und 7. Größe.
Deep Sky
M 36 (NGC 1960) ist ein offener Sternhaufen in 4.000 LJ Entfernung. Die etwa 60 Sterne sind mit einem kleinen Teleskop aufzulösen. Er erscheint 6,0m hell. M 37 (NGC 2099)
ist ein offener Sternhaufen mit circa 150 Sternen. Im Fernglas erscheint er als 6,0m heller Nebelfleck, Teleskope ab 100 mm Öffnung zeigen ein schwach funkelndes Sternfeld mit einem orangefarbenen Stern in der Mitte. M 37 ist 4.000 LJ entfernt.
M 38 (NGC 1912) ist ein ausgedehnter, schütterer offener Sternhaufen mit rund 100 Mitgliedern in 4.000 LJ Entfernung. Im Teleskop zeigt er eine auffällige Kreuzform. Er erscheint 6,5m hell. Nahe bei ihm steht der kleinere und weiter entfernte Haufen NGC 1907.
NGC 1931 ist ein Gasnebel von 10,0m in 6.000 LJ Entfernung. NGC 2281 ist ein offener Sternhaufen für das Fernglas. Die rund 30 Sterne stehen 2.000 LJ entfernt. Das Teleskop zeigt eine sichelförmige Gestalt. Er erscheint 6,0m hell.
Meteorströme
a-Aurigiden Dieser Strom ist zwischen dem 6. und 9. Februar zu erwarten. Das Maximum ist nicht sehr ausgeprägt.
d-Aurigiden Dieser Strom ist relativ neu. Es sind schnelle, aber seltene Objekte bis 60 km/h. Dabei sind nur zwei bis drei Meteore pro Stunde zu erwarten. Er tritt im September auf.
Mythologie
Bereits die Babylonier sahen in diesem Sternbild einen Fuhrmann, der mit einer Ziege oder einem Kitz dargestellt wurde. Er gilt laut Überlieferung als der Erfinder der zweirädrigen Kampf- oder Streitwagen. Bei den Griechen handelte es sich um die Ziege Amaltheia, mit deren Milch Zeus (röm. Jupiter) gesäugt worden ist.
Andere Quellen besagen, daß es sich beim Fuhrmann um den unglücklichen Myrtilos handelte. König Oinomaos, ein Pferdeliebhaber, hatte eine Tochter, Hippodameia (Pferdezähmerin) die sich verheiraten wollte. Diesen Gedanken konnte der König nicht ertragen, so daß er zur Bedingung machte, daß ein Freier erst ihn, den König, bei einem Pferderennen besiegen müsse; verlor der Freier, so ließ dieser sein Leben. Das Gespann des Königs wurde vom Gott Ares (röm. Mars) gestellt und war schneller als der Wind, so daß ein Freier nach dem anderen verlor und getötet wurde.
Als nun Pelops, der Sohn des Hermes, an der Reihe war, beschlossen die Götter einzugreifen. Poseidon (röm. Neptun) Gott der Pferde und des Meeres, gab ihm einen goldenen Wagen, der von geflügelten, goldenen Pferden gezogen wurde. Zur Sicherheit schmiedete Pelops mit Hilfe Hippodameias ein Komplott mit dem Fuhrmann des Königs, Myrtilos. Sie tauschten die Zapfen am Wagen des Königs durch wächserne Stifte aus. Mitten im Rennen verlor der Königswagen die Räder und Oinomaos wurde zu Tode geschleift; noch im Todeskampf verfluchte der König seinen Wagenlenker. Als Lohn für seine Tat war Myrtilos die Hälfte des Königreiches und die Hochzeitsnacht mit der Braut versprochen worden. Als er dies einforderte, wurde ihm der Lohn verweigert. Pelops schlug den Fuhrmann nieder und versetzte ihm auf der Heimfahrt den Todesstoß. |
Der Fluß Eridanus ist ein großes südliches Sternbild, welches von überall auf der Erde zu sehen ist, dessen Gesamtansicht man aber erst ab einer Position südlich von 32° nördlicher Breite erhält. Es bleibt aufgrund seiner lichtschwachen Sterne trotzdem nur schwer erkennbar. Es erstreckt sich in RA von 1h 25min bis 5h 11min und in DEC von -3° 50' bis -57° 50' und wird dabei von den Sternbildern Stier (Taurus) Walfisch (Cetus) Ofen (Fornax) Phönix (Phoenix) Tukan (Tucana) Kleine Wasserschlange (Hydrus) Pendeluhr (Horologium) Grabstichel (Caelum) Hase (Lepus) und Orion (Orion) umschlossen. Das Sternbild kulminiert im November gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
a Eri - Achernar ist ein bläulich-weißer Stern von 0,5m in 143 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Ende des Flusses" 67 b Eri - Cursa ist ein bläulich-weißer Stern von 2,8m in 89 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Thron oder Fußbank, in Anlehnung an die Position unterhalb des Fußes von Orion. 18 e Eri ist ein gelber Zwerg von 3,7m in 10,5 LJ Entfernung. Er ist einer der sonnenähnlichsten Sterne in der näheren Umgebung. J Eri - Acamar ist ein Doppelstern mit zwei bläulich-weißen Komponenten von 3,2m und 4,3m in 160 LJ Entfernung. Sie sind bereits in kleinen Teleskopen zu trennen
40 o2 Eri ist ein Dreifachstern in 16,5 LJ Entfernung. In kleinen Teleskopen erkennt man einen 4,4m hellen gelben Zentralstern mit einem weißen Zwerg von 9,5m als Begleiter Teleskope ab 75 mm Öffnung zeigen bei diesem noch einen roten Zwerg 11. Größe. f Eri ist ein Doppelstern in 170 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 4,8m und 5,4m hell p Eri ist ein Doppelstern in 26,6 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind jeweils 5,8m hell 32 Eri ist ein Doppelstern in 220 LJ Entfernung. Bereits kleine Teleskope trennen einen gelben Stern von 4,8m und einen bläulich-grünen Stern von 6,1m 39 Eri ist ein Doppelstern in 210 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 4,9m und 8,0m hell
Deep Sky
NGC 1291 ist eine Galaxie von 9,0m in 40 Millionen LJ Entfernung. NGC 1535 ist ein kleiner planetarischer Nebel von 9,5m in 5.000 LJ Entfernung. Ab 150 mm Öffnung ist ein bläulich-graues Scheibchen zu erkennen.
Mythologie
Eridanus wurde bereits früher mit Flüssen in Verbindung gebracht. Es waren dies der Euphrat, Nil und Padus (Po) Aratos (3. Jhd. v. Chr.) nannte das Sternbild als erster Schriftsteller des Altertums Eridanus.
Aratos bezog sich dabei auf "die armseligen Überreste des Eridanus, des Flusses vieler Tränen" und deutete damit an, daß der Fluß teilweise verbrannt worden sei. Dies und die Lichtschwäche des gesamten Sternbildes bezieht man auf die mythologische Erzählung über Phaeton, den sterblichen Nachkommen des Sonnengottes Helios und der Okeanine (Meeresnymphe) Klymene. Phaeton kam zum Palast des Sonnengottes, um die Wahrheit über seinen Vater zu erfahren. Helios gab die Vaterschaft zu und als Beweis würde er Phaeton jeden Wunsch erfüllen. Dieser wollte für einen Tag den Sonnenwagen lenken. Natürlich verlor er die Gewalt über den Wagen und stürzte in die Tiefen des Alls. Als er die Erde passierte, entzündete der Wagen die Bergspitzen. Schnell breitete sich das Feuer bis in die Täler aus, die Erde verbrannte, die Flüsse trockneten aus. Gäa, die Erdgöttin, schrie vor Schreck laut auf, wodurch sich Zeus (röm. Jupiter) zum Handeln gezwungen sah. Er schleuderte einen Blitz auf den Sonnenwagen, so daß die Pferde ins Meer stürzten. Der brennende Phaeton fiel in den Fluß Eridanus, dessen Wasser die Flammen löschten. Die Najaden (Süßwassernymphen) und die Töchter des Helios kamen, um zu trauern. Ihre Tränen wurden zu Bernstein, sie selbst zu Pappeln am Flußufer. |
Der Adler ist ein kleines, aber schönes Sternbild des nördlichen Sommerhimmels. Es erstreckt sich in RA von 18h 42min bis 20h 38min und in DEC von +18° 40' bis -11° 50'. Dabei wird es von den Sternbildern Pfeil (Sagitta) Herkules (Hercules) Schlangenträger (Ophiuchus) Schwanz der Schlange (Serpens Cauda) Schild (Scutum) Schütze (Sagittarius) Steinbock (Capricornus) Wassermann (Aquarius) und Delphin (Delphinus) umschlossen. Das Sternbild kulminiert im Juli gegen Mitternacht. Atair (a Aql) bildet mit Deneb (a Cyg) und Wega (a Lyr) das Sommerdreieck.
Stellare Objekte 53 a Aql - Atair oder auch Altair ist ein Stern von 0,8m und mit 16,7 LJ Entfernung ein Nachbar unserer Sonne. Der arabische Name bedeutet "Fliegender Adler". 60 b Aql - Alshain
ist ein gelber Stern von 3,7m in 45 LJ Entfernung. Der arabische Name leitet sich vom persischen Namen des Sternbildes, Shahin tara zed, ab. Dies bedeutet "Sternenbesetzter Falke". 50 g Aql - Tarazed ist ein gelber Riesenstern von 2,7m in 500 LJ Entfernung. Der Name hat die gleichen Wurzeln wie b Aql. 30 d Aql ist ein weißer Stern von 3,4m in 50 LJ Entfernung. 17 z Aql - Deneb el Okab ist ein Stern von 3,0m in 84 LJ Entfernung. 55 h Aql ist einer der hellsten Cehpeiden-Veränderlichen. Er steht 1.400 LJ entfernt und seine Helligkeit schwankt alle 7,18 Tage zwischen 3,5m und 4,4m. 52 p Aql ist ein Doppelstern von 6,3m und 6,8m in 500 LJ Entfernung 15 Aql ist ein gelber Riese von 5,4m in 330 LJ Entfernung. Er besitzt einen purpurfarbenen, optischen Begleiter von 7,0m, der 600 LJ entfernt ist 57 Aql ist ein bläulicher Doppelstern von 5,7m in 350 LJ Entfernung, dessen Begleiter (6,5m) bereits in kleinen Teleskopen zu sehen ist R Aql ist ein veränderlicher Stern in 700 LJ Entfernung. Er schwankt mit einer Periode von 280 Tagen zwischen 5,8m und 10,0m.
Deep Sky
NGC 6709 ist ein lockerer, offener Sternhaufen in 2.500 LJ Entfernung. Er hat rund 40 Mitglieder und erscheint 8,5m hell. Dunkle Höhle ist ein mit dem Fernglas erkennbarer Dunkelnebel. Er liegt etwa 1,5° westlich von g Aql und ist zwischen 1.000 und 2.500 LJ entfernt.
Mythologie
Das Sternbild hat seinen Ursprung in Mesopotamien. Der Adler wurde bereits 1.200 v. Chr. in Steinreliefs dargestellt. Im antiken Griechenland unterstand er der Herrschaft des Göttervaters Zeus (röm. Jupiter), wie alle Lebewesen der Luft. Seine Hauptaufgabe bestand darin, die Donnerblitze zu tragen und die vom Gott der Lüfte ausgesandten Donner zurückzuholen. Er galt als König der Vögel, privilegierter königlicher Diener und Kämpfer.
Eine bedeutende Sage berichtet, daß Zeus den Adler aussandte, um den Jüngling Ganymed zu entführen. Er machte ihn zu seinem Geliebten und Mundschenk. Viele Abbildungen zeigen, wie der Adler den Jüngling in seinen Klauen hält. Ganymed wird im Sternbild durch die Sterne im südlichen Teil verkörpert.
Die kämpferische Natur des Adlers wird durch andere Sagen beschrieben, so im Zusammenhang mit Prometheus, "dem Vorausdenkenden" und letzten Titanen. Er, der Sohn von Uranos und der Erdgöttin Gäa, galt als Erschaffer und Beschützer der Menschen. Er lehrte sie Kunst und Wissenschaften, womit Zeus (röm. Jupiter) nicht einverstanden war. Schließlich brachte Prometheus der Menschheit noch das Feuer, welches er von der Sonne nahm und in einem hohlen Fenchelstamm auf die Erde schmuggelte. Erzürnt über diese Tat, schmiedete Zeus den Titanen nackt an einen Felsen im Kaukasus. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang fraß der Adler des Zeus von Prometheus' Leber, die ihm, da er unsterblich war, über Nacht wieder nachwuchs. Auf diese Weise sollte er ewig Qualen leiden. Nach Jahren erhörte Zeus endlich die Bitten des Herakles (röm. Herkules) und erlöste Prometheus. Dafür verzichtete der weise Zentaur Chiron aus seine Unsterblichkeit. Als Zeus nachgegeben hatte, schoß Herakles dem Adler ins Herz.
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Die Andromeda erstreckt sich in RA von 22h 58min bis 2h 39min und in DEC von +21° 40' bis +53° 10'. Dabei wird sie von den Sternbildern Kassiopeia (Cassiopeia) Eidechse (Lacerta) Pegasus (Pegasus) Fische (Pisces) Dreieck (Triangulum) und Perseus (Perseus) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Mitte Oktober gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
21 a And - Sirrah ist ein bläulich-weißer Stern von 2,1m in 98 LJ Entfernung. Der arabische Name leitet sich von Al Surrat al Faras (Pferdenabel) ab und bedeutet Nabel, er wird auch Alpheratz genannt. Von Ptolemäus wurde die Bezeichnung Al Ras al Mar'ah as Musalsalah, "Kopf der angeketteten Frau", übernommen.
43 b And - Mirrach ist ein roter Riese von 2,1m in 200 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Gürtel.
57 g And - Alamak oder Almach ist ein Dreifachstern in 370 LJ Entfernung. Die beiden helleren Komponenten sind gelblich (2,2m) und blau (4,9m)Der schwächere von beiden wird von einem blauen Stern von 6,0m begleitet, der aber erst in Teleskopen ab 220 mm Öffnung erkannt werden kann. Der arabische Name bedeutet Wüstenluchs.
31 d And ist ein orangefarbener Riese von 3,3m in 102 LJ Entfernung. 16 l And ist ein halbregelmäßig veränderlicher Stern in 83 LJ Entfernung. Er schwankt in 54 bis 56 Tagen zwischen 3,7m und 4,0m.
37 m And ist ein weißer Stern von 3,9m in 140 LJ Entfernung.
29 p And ist ein bläulich-weißer Doppelstern von 4,4m in 390 LJ Entfernung, dessen Begleiter (8,7m) bereits in kleinen Teleskopen zu sehen ist.
56 And ist ein optisches Doppelsternpaar von 5,7m und 5,9m in 320 bzw. 900 LJ Entfernung. Es steht nahe von NGC 752. 59 And ist ein Doppelstern von 6,1m und 6,8m in 300 LJ Entfernung.
Deep Sky
M 31 (NGC 224)
ist der bekannte Andromeda-Nebel, eine unserer Nachbargalaxien, die 3 Millionen Lichtjahren entfernt liegt und 4,0m hell ist. Sie erscheint bereits mit bloßem Auge als milchiger Fleck und wird im Fernglas wesentlich eindrucksvoller. Die wahre Größe und Schönheit offenbart sich aber erst in langbelichteten Aufnahmen. M 31 wird von zwei kleineren Galaxien begleitet, M 32 (NGC 221, 8,5m, 3 Millionen LJ) und M 110 (NGC 205, 8,5m, 3 Millionen LJ)
NGC 752 ist ein lockerer offener Sternhaufen mit circa 100 Sternen in 1.500 LJ Entfernung, der im Fernglas schön aufgelöst erscheint. Er erscheint 6,0m hell. NGC 891 ist eine Galaxie von 10,5m in 40 Millionen LJ Entfernung, deren Kantenlage im Teleskop gut zu erkennen ist.
NGC 7662 ist einer der hellsten planetarischen Nebel und ein leichtes Objekt für kleine Teleskope. Bei schwacher Vergrößerung erscheint er als bläulich-grünes Sternchen von 8,5m, welches ab 100facher Vergrößerung seine elliptische Form offenbart. Größere Teleskope zeigen einen dunklen Kern, der Zentralstern ist aber schwer zu erkennen. NGC 7662 wird auch Blauer Schneeball genannt und ist 4.000 LJ entfernt.
Mythologie
Andromeda wurde auf Anraten des Orakels von Ammon nackt an einen Felsen an der Küste nahe der Stadt Ioppa im antiken Palästina gekettet, um dem Meeresungeheuer Ketos (Cetus, Walfisch) geopfert zu werden. Dies wurde nötig, um drohendes Unheil fernzuhalten.
Perseus (Perseus) ein sterblicher Sohn von Zeus, hatte zuvor der Gorgone Medusa das Haupt abgeschlagen, als er auf dem Heimweg Andromeda in ihrer mißlichen Lage erblickte. In manchen Erzählungen trug er die geflügelten Sandalen der Athene, in anderen ritt er das geflügelte Pferd Pegasus (Pegasus) Er bot sich an, die Prinzessin zu retten, wenn er dafür ihre Hand erhielte. König Kepheus (Cepheus) war damit einverstanden. Perseus täuschte das Ungeheuer mit seinem Schatten und tötete es mit einer Sichel oder ließ es in das Antlitz der Medusa schauen, woraufhin das Ungeheuer versteinert wurde.
Neben diesem griechischen Mythos gibt es noch eine dunklere, rätselhaftere Deutung dieses Sternbildes. Den Hinweis gibt der Name Andromeda, "Beherrscherin der Männer". Laut Manilius (röm. Dichter, 1. Jhd. n. Chr.) "wurde der Bezwinger der Gorgone Medusa von Andromedas Anblick bezwungen". Möglicherweise war sie gar nicht passiv und unschuldig, sondern war mit Aphrodite, der Verkörperung weiblicher Lust, zu vergleichen. Das würde zu den mesopotamischen Ursprüngen der Andromeda-Legende passen. Dort war das Sternbild Astarte (babyl. Ischtar) der ägyptischen Göttin der Liebe und des Krieges, gewidmet. In Bildern wurde Astarte als lüsterne Meeresgöttin dargestellt, die in vielen Tempeln entlang der palästinischen Küste verehrt wurde, an der Andromeda geopfert werden sollte. |
Der Drache ist eines der größten und ältesten Sternbilder überhaupt, enthält aber nur lichtschwache Sterne. Es erstreckt sich in RA von 9h 22min bis 20h 54min und in DEC von +47° 30' bis +86° 30' und wird dabei von den Sternbildern Kleiner Bär (Ursa Minor) Giraffe (Camelopardalis) Großer Bär (Ursa Major) Rinderhirte (Bootes) Herkules (Hercules) Leier (Lyra) Schwan (Cygnus) und Kepheus (Kepheus) umschlossen. Die Sterne im Kopf kulminieren um den 22. Juni gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
11 a Dra - Thuban
ist ein weißer Stern von 3,7m in 310 LJ Entfernung. Um ca. 2.800 vor Christus hatte er die Rolle des Polarsternes inne, die inzwischen aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse bei Polaris (a UMi) liegt. 23 b Dra - Rastaban oder Alwaid ist ein gelber Überriese von 2,8m in 370 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Schlangenkopf. 33 g Dra - Eltanin ist ein orangefarbener Riese von 2,2m in 150 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Drachenkopf. 21 m Dra - Arrakis ist ein Doppelstern in 88 LJ Entfernung. Teleskope ab 100 mm Öffnung zeigen zwei cremefarbene Partner von 5,6m und 5,7m, die sich in 480 Jahren umlaufen 24, 25 n Dra - Kuma ist ein Doppelstern in 100 LJ Entfernung. Die beiden weißen Partner von jeweils 4,9m sind bereits im Fernglas zu trennen 47 o Dra ist ein gelber Stern von 4,7m in 400 LJ Entfernung, dessen Begleiter von 8,2m, in kleinen Teleskopen zu sehen ist. 31 y Dra - Dziban ist ein Doppelstern in 72 LJ Entfernung. Die beiden gelben Partner von 4,6m und 5,8m sind bereits im Fernglas zu trennen 26 Dra ist ein Doppelstern in 46 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 5,3m und 8,0m hell. 16, 17 Dra ist ein weites Paar zweier bläulich-weißer Sterne von 5,4m und 5,5m in 400 LJ Entfernung Beim helleren Partner findet man mit kleinen Teleskopen einen engen Begleiter von 6,4m 39 Dra
ist ein Dreifachsystem in 190 LJ Entfernung. Die helleren Sterne von 5,1m und 7,8m sind ein Paar bestehend aus einem gelben und einem blauen Partner Der hellere Partner zeigt in einem kleinen Teleskop einen Begleiter von 7,8m 3,8" 41, 40 Dra ist ein Doppelstern in 170 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 5,7m und 6,0m hell 63 Dra ist ein Doppelstern in 145 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 3,9m und 6,9m hell 75 Dra ist ein Doppelstern in 500 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 5,4m und 6,6m hell
Deep Sky
M 102 (NGC 5866) ist eine Galaxie von 10,5m in 40 Millionen LJ Entfernung. Wahrscheinlich eine Doppelnennung von M 101. NGC 5907 ist eine Galaxie von 10,5m in 40 Millionen LJ Entfernung. Sie ist zwar lichtschwach, besitzt aber eine auffällige Kantenlage. NGC 6503 ist eine Galaxie von 10,5m in 16 Millionen LJ Entfernung. Auch diese Galaxie betrachten wir nahezu in Kantenlage. NGC 6543 ist mit 8,0m einer der hellsten planetarischen Nebel. Im Teleskop erscheint er als bläulich-grünes Scheibchen. Er ist 3.000 LJ entfernt.
Meteorströme
Juni-Draconiden Dieser Strom ist um den 28. Juni zu erwarten. Oktober-Draconiden
auch d-Draconiden oder Giacobiniden genannt. Dieser temporäre Strom ist vom 7. bis 11. Oktober zu beobachten. Alle 13 Jahre trifft die Erde auf eine recht breit gestreute Trümmerwolke, so daß es zu einem regelrechten Sternschnuppenschauer kommen kann.
Mythologie
Der Drache wurde bereits als Schlange, Flußpferd oder in Indien als Krokodil bzw. Alligator gedeutet. Das heutige Sternbild tauchte erstmals in Mesopotamien als geflügelter Drache auf. Der griechische Philosoph Thales (6. Jhd. v. Chr.) schnitt ihm jedoch die Flügel ab, die er zum Kleinen Bären (Ursa Minor) werden ließ.
Draco stellte den Drachen dar, der die Männer von Kadmos tötete, die zum Brunnen des Ares (röm. Mars) geschickt worden waren, um Wasser zu holen. Kadmos erschlug den Drachen und säte seine Zähne aus, die zu bewaffneten Kriegern wurden. Man nannte sie daher auch "gesäte Männer" oder Spartaner, die Vorfahren der Thebaner.
In anderen Interpretationen stand er für den Drachen Ladon, der von Herakles (röm. Herkules) getötet wurde. Herakles, der dem Eurystheus diente, sollte goldenen Äpfel von dem Baum holen, den Hera bei ihrer Hochzeit mit Zeus von der Erdgöttin Gäa erhalten hatte. Der Baum wurde von den Töchtern des Titanen Atlas, den Hesperiden, gepflegt und von Ladon bewacht. Vom weisen Meeresgreis Nereus erhielt Herakles den Rat, die Äpfel nicht selbst zu pflücken, sondern um die Hilfe des Titanen Atlas zu bitten. Herakles tötete den Drachen und machte so den Weg für Atlas frei. Hera trauerte um den Drachen und versetzte ihn an den Himmel.
In einer anderen Erzählung handelte es sich um den Drachen, der den Titanen im Kampf gegen die Götter des Olymp beistand. Nach zehnjährigen Kämpfen stand der Drache der Göttin Athene (röm. Minerva) gegenüber, die ihn am Schwanz packte und an den Himmel schleuderte. Dort verknotete er sich am Himmelspol und fror, ob der eisigen Kälte, dort fest. |
Der Große Bär, das drittgrößte Sternbild, bedeckt einen Großteil des zirkumpolaren Nordhimmels. Trotzdem ist es eher unbekannt. Weitaus berühmter ist eine Gruppierung von sieben Sternen, die den Rumpf und den Schwanz des Bären darstellen und als Großer Wagen bekannt sind. Sie dient allgemein als Wegweiser zur Auffindung des Polarsterns. Das Sternbild erstreckt sich in RA von 8h 8min bis 14h 29min und in DEC von +28° 20' bis +73° 10' und wird dabei von den Sternbildern Drache (Draco), Giraffe (Camelopardalis) Luchs (Lynx) Kleiner Löwe (Leo Minor) Löwe (Leo) Haar der Berenike (Coma Berenices)Jagdhunde (Canes Venatici) und Rinderhirte (Bootes) umschlossen. Es kulminiert im März gegen Mitternacht.
Stellare Objekt
50 a UMa - Dubhe ist ein gelber Riese von 1,8m in 125 LJ Entfernung. Er hat einen engen Begleiter, der ihn alle 44 Jahre umrundet. Er ist erst in Teleskopen ab 220 mm Öffnung zu trennen. Der Name bedeutet Bär. 48 b UMa - Merak ist ein weißer Stern von 2,3m in 80 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Lende oder Flanke. 64 g UMa - Phecda oder Phad ist ein weißer Stern von 2,4m in 84 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Oberschenkel. 69 d UMa - Megrez ist ein weißer Stern von 3,3m in 81 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Schwanzwurzel. 77 e UMa - Alioth ist ein veränderlicher weißer Stern in 82 LJ Entfernung, dessen Helligkeit alle 5,1 Tage zwischen 1,7m und 1,8m schwankt. 79 z UMa - Mizar
ist ein bekannter Mehrfachstern. Er leuchtet mit 2,3m und steht 80 LJ entfernt. Bereits mit bloßen Augen ist der ebenfalls 80 LJ entfernte und 4,0m helle Begleiter Alcor (80 UMa, Reiter) zu trennen zudem erscheint Mizar in kleinen Teleskopen wiederum doppelt 3,9m, Mizar, dessen enger Begleiter und Alcor sind dazu noch spektroskopisch doppelt. Mizar war der erste Stern, der sowohl im Fernrohr als auch spektroskopisch als Doppelstern erkannt wurde. Der Name bedeutet Gürtel. 85 h UMa - Benetnasch
oder Alkaid ist ein bläulich-weißer Stern von 1,9m in 102 LJ Entfernung. Beide Bezeichnungen leiten sich vom arabischen Wort Ka'id Banat al Na'ash, "Chef der Trauergemeinde", ab. Nach der arabischen Legende wurden die Kinder von Al Na'ash vom Polarstern Al Jadi ermordet. Jede Nacht beschreiten sie auf ihrer Suche nach Rache den zirkumpolaren Weg. n UMa ist ein orangefarbener Riese von 3,5m in 150 LJ Entfernung, der in kleinen Teleskopen ein grünlichen Partner erkennen läßt. x UMa
ist ein Doppelstern in 25 LJ Entfernung, bei dem erstmals Bahnberechnungen durchgeführt wurden. Die beiden gelben Komponenten von 4,4m und 4,8m, die jeweils spektroskopisch doppelt sind, umkreisen sich alle 60 Jahre. 1 o UMa ist ein veränderlicher Stern in 180 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt zwischen 3,3m und 3,4m. VY UMa ist ein orangefarbener veränderlicher Stern in 1.200 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt zwischen 5,9m und 6,1m. 23 UMa ist ein weißer Stern von 3,7m in 82 LJ Entfernung. Er besitzt einen weiten Begleiter von 9,3m. 78 UMa ist ein Doppelstern in 82 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,0m und 7,8m hell 41 Lyn st ein Doppelstern in 290 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,4m und 7,8m hell 41 Lyn wurde vor 300 Jahren durch Flamsteed dem Sternbild Luchs (Lynx, Lyn) zugeordnet. Im Zuge der Neuordnung der Sternbilder durch die IAU im Jahre 1930 wechselte der Standort aber ins Sternbild Großer Bär.
Deep Sky
M 40 ist ein von Messier beschriebener Doppelstern von jeweils 9,0m in 500 LJ Entfernung
M 81 (NGC 3031) ist eine Spiralgalaxie von 7,0m in 13 Millionen LJ Entfernung. Da sie eines der hellsten Objekte dieser Art ist und in etwa die Fläche des halben Vollmondes bedeckt, kann man bereits in kleinen Teleskopen einen hellen Fleck mit zentraler Verdichtung erkennen. M 82 (NGC 3034) ist eine Spiralgalaxie von 8,5m in 13 Millionen LJ Entfernung, die mit ihrer Nachbarin M 81 in Beziehung steht. Bei M 82 sehen wir fast auf die Kante der Galaxie. M 97 (NGC 3587) ist ein großer, aber dunkler planetarischer Nebel von 10,0m in 2.500 LJ Entfernung. Er wird auch Eulennebel genannt. M 101 (NGC 5457)
ist eine Spiralgalaxie von 8,0m in 25 Millionen LJ Entfernung. Wir blicken fast frontal auf die Galaxie, die fast die Fläche des halben Vollmondes einnimmt. Trotzdem erscheint sie in kleinen Teleskopen nur als Lichtfleck. Sie wird auch Spiralrad-Galaxie genannt. M 108 (NGC 3556) ist eine Galaxie von 10,5m in 45 Millionen LJ Entfernung, die wir in deutlicher Kantenlage beobachten können. M 109 (NGC 3992) ist eine Galaxie von 10,0m in 60 Millionen LJ Entfernung. Im Teleskop erkennt man einen helleren Kern. NGC 2841 ist eine Galaxie von 9,5m in 35 Millionen LJ Entfernung. NGC 2976 ist eine Galaxie von 10,5m in 13 Millionen LJ Entfernung. Sie ist ein Begleiter von M 81. NGC 3077 ist eine Galaxie von 10,0m in 13 Millionen LJ Entfernung. Sie ist ebenfalls ein Begleiter von M 81. NGC 3184 ist eine schwer beobachtbare Galaxie von 10,0m in 35 Millionen LJ Entfernung.
Mythologie
Schon in der Frühzeit war der Große Bär (Ursa Major) mit dem Kleinen Bären (Ursa Minor) verbunden. Der Legende nach verschlang Kronos jedes Jahr die Kinder, die ihm seine Gattin Rhea gebar. Eines Tages reichte sie ihm aber anstelle des Babys, es war Zeus (röm. Jupiter) einen in Windeln gewickelten Stein. Zeus wurde von den Nymphen Helike und Kynosura aufgezogen, aber von seinem Vater verfolgt. Zeus entkam und entrückte zuvor seine Ammen an den Himmel: Helike als den Großen Bären und Kynosura als den Kleinen Bären.
Eine andere Sage erzählt, daß die Nymphe Kallisto, eine Dienerin der Jägerin Artemis (röm. Diana), von Zeus vergewaltigt und geschwängert wurde. Sie gebar einen Sohn namens Arkas. Aus Eifersucht verwandelte die Gattin von Zeus, Hera, die von Artemis verstoßene Nymphe in einen Bären, der sich im Wald versteckte. Als Arkas zum Jäger herangewachsen war und Kallisto seine Stimme im Wald hörte, eilte sie herbei, um ihren Sohn zu begrüßen, doch dieser wollte den Bären töten. Zeus griff ein und stellte beide als Großen und Kleinen Bären an den Himmel.
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Das zwölfte Sternbild des Tierkreises erstreckt sich in RA von 22h 51min bis 2h 6min und in DEC von +33° 40' bis -6° 20'. Dabei wird es von den Sternbildern Andromeda (Andromeda) Pegasus (Pegasus) Wassermann (Aquarius) Walfisch (Cetus) Widder (Aries) und Dreieck (Triangulum) umschlossen. Die beste Beobachtungszeit ist zwischen Ende September und Anfang Oktober. In diesem Sternbild überquert heute die Sonne den Himmelsäquator nach Norden, was dem astronomischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel entspricht. Dieser Schnittpunkt heißt Widder- oder bekannter Frühlingspunkt (Frühlingstagundnachtgleiche, Frühlingsäquinoktium) Von ihm aus zählt man die Rektaszension (RA) Vor 2.000 Jahren befand sich dieser Punkt im Sternbild Widder (Aries) woher auch der Name rührt. Die Verschiebung ist eine Folge der Präzessionsbewegung der Erdachse.
Stellare Objekte
113 a Psc - Al Rischa
ist ein Doppelstern in 140 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Knoten oder Strick bzw. Schnur. Er wurde vom babylonischen Wort riksu abgeleitet. Beide Sterne erscheinen bläulich-weiß und 4,2m bzw. 5,2m hell Beide sind spektroskopisch doppelt.
4 b Psc ist ein bläulich-weißer Stern von 4,5m in 500 LJ Entfernung. 6 g Psc ist ein gelber Riese von 3,7m in 130 LJ Entfernung. 86 z Psc ist ein weiter Doppelstern (5,2m/6,3m) in 150 LJ Entfernung 99 h Psc ist ein gelber Riese von 3,6m in 300 LJ Entfernung. 8 k Psc ist ein bläulich-weißer Stern von 4,9m in 98 LJ Entfernung mit einem optischen Begleiter 6. Größe. 93 r Psc ist ein weißer Stern von 5,4m in 98 LJ Entfernung, der mit dem orangefarbenen Riesen 94 Piscium (5,5m, 390 LJ) ein optisches Paar bildet. 74 y1 Psc ist ein weiter Doppelstern in 240 LJ Entfernung. Die fast gleichen Komponenten (5,3m/5,6m) sind im Fernglas zu trennen 19 TX Psc ist ein orangeroter, unregelmäßig veränderlicher Stern in 800 LJ Entfernung, dessen Helligkeit zwischen 4,9m und 5,1m schwankt. 35 UU Psc ist ein Doppelstern von 6,0m und 7,6m in 260 LJ Entfernung 47 TV Psc ist ein veränderlicher Stern, dessen Helligkeit in einer halbregelmäßigen Periode von 50 bis 85 Tagen zwischen 4,7m und 5,3m schwankt. Er ist 500 LJ entfernt.
Deep Sky
M 74 (NGC 628) ist eine Spiralgalaxie von 9,5m in 50 Millionen LJ Entfernung. Einzelheiten erkennt man erst in Teleskopen ab 150 mm Öffnung.
Meteortsröme
Pisciden Dieser Strom ist in der ersten Septemberhälfte zu erwarten. Das Maximum mit bis zu 15 Meteoren stündlich ist um den 20. September.
Mythologie
In der christlichen Kultur wurde der Fisch mit Christus, dem "ersten Fisch" gleichgesetzt, da seine Geburt mit dem Übergang des Frühlingspunktes vom Sternbild Widder in das Sternbild Fische zusammenfiel. Ein neues Zeitalter begann.
Im Altertum soll nur ein Fisch das Sternbild gebildet haben. Der Fischsymbolismus ließ sich vom griechischen Astronomen Eratosthenes (geb. 276 v. Chr.) bis zur syrischen Göttin Derke zurückverfolgen, die halb Fisch, halb Frau war. In der römischen Kultur existierte diese Vorstellung in der Erzählung von Venus und ihrem Sohn Amor (gr. Aphrodite und Eros) weiter. Als der Götterfeind und Titan Typhon die beiden erschreckte, versuchten beide als Fische im Meer zu entkommen. Um sich nicht zu verlieren, banden sie sich an den Schwänzen mit einer Schnur zusammen. |
Die Zwillinge, das dritte Sternbild des Tierkreises, sind ein schönes Sternbild des winterlichen Nordhimmels. Es kulminiert im Januar gegen Mitternacht und erstreckt sich in RA von 6h 1min bis 8h 8min sowie in DEC von +9° 50' bis +35° 20'. Dabei wird es von den Sternbildern Fuhrmann (Auriga) Stier (Taurus) Orion (Orion) Einhorn (Monoceros) Kleiner Hund (Canis Minor) Krebs (Cancer) und Luchs (Lynx) umschlossen. Hier erreicht die Sonne mit DEC +23° 30' den höchsten Punkt ihrer nördlichen Bahn, den Sommersonnenwendpunkt (astronomischer Sommeranfang auf der Nordhalbkugel, Sommersolstitium) Für alle Orte auf 23,5° nördlicher Breite wandert die Sonne an diesem Tag durch den Zenit. Diesen Punkt erreichte die Sonne vor 2.000 Jahren im Sternbild Krebs (Cancer)weshalb dieser Breitengrad heute noch "Wendekreis des Krebses" genannt wird. Die Verschiebung ist eine Folge der Präzessionsbewegung der Erdachse.
Stellare Objekte 66 a Gem - Castor ist ein bläulich-weißer Stern in 52 LJ Entfernung. Er ist als a -Stern eingestuft, obwohl Pollux lichtstärker ist. Es kann sich hierbei um eine Fehleinschätzung Bayers handeln oder er bezeichnete einfach die Sterne in der historisch üblichen Reihenfolge ihrer Nennung. Castor ist ein 6fach-Sternsystem. Ein Teleskop ab 60 mm Öffnung trennt zwei Komponenten von 1,9m und 2,9m die jeweils wieder spektroskopisch doppelt sind. Der fünfte Partner ist ein roter Zwergstern 9. Größe der wiederum ein Bedeckungsveränderlicher ist. 78 b Gem - Pollux ist ein orangefarbener Riese von 1,1m in 33,5 LJ Entfernung. Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.) nannte ihn Pugil, "der Kämpfer" und die Araber Rasalgeuse, "der Zwillingskopf". 24 g Gem - Alhena ist ein bläulich-weißer Stern von 1,9m in 105 LJ Entfernung. Der Name steht für das Brandmal bei Pferden oder Kamelen. 55 d Gem - Wasat ist ein Doppelsternsystem mit einem cremeweißen Stern von 3,5m in 59 LJ Entfernung und einem orangefarbenen Zwerg von 8,1m. 27 e Gem - Mebsuta ist ein gelber Überriese von 3,1m in 900 LJ Entfernung. Ein gutes Fernglas zeigt einen Begleiter 9. Größe.
43 z Gem - Mekbuda innerhalb von 10,2 Tagen zwischen 3,6m und 4,2m. Er steht in 1.000 LJ Entfernung. Er besitzt einen optischen Begleiter von 7,6m der von uns 90 LJ entfernt ist.
7 h Gem - Tejat Prior ist ein veränderlicher roter Riese, dessen Helligkeit in etwa 232,9 Tagen zwischen 3,2m und 3,4m schwankt. Er steht 350 LJ entfernt.
77 k Gem ist ein 145 LJ entfernter gelber Riese von 3,6m mit einem engen Begleiter von 9,5m. 13 m Gem - Tejat Posterior ist optischer Doppelstern von 2,9m und 9,8m in 230 LJ Entfernung 18 n Gem ist ein bläulich-weißer Stern von 4,1m in 450 LJ Entfernung, dessen optischer Begleiter von 8,7m schon mit einem Fernglas zu erkennen ist 38 Gem ist ein Doppelstern in 90 LJ Entfernung mit einer weißen (4,7m) und einer gelben (7,7m) Komponente
Deep Sky
M 35 (NGC 2168) ist ein großer, heller offener Haufen, der gut mit dem Fernglas zu sehen ist. Ein kleines Fernrohr läßt die geschwungene Anordnung der Sterne erkennen. M 35 steht in 3.000 LJ Entfernung und enthält rund 120 Sterne. Er bedeckt eine Fläche größer als der Vollmond und leuchtet etwa mit 5,0m. In enger Nachbarschaft findet man den 14.000 LJ entfernten sternreichen Haufen NGC 2158 (ab 100 mm Öffnung). NGC 2129 ist ein offener Sternhaufen in 6.000 LJ Entfernung. Er ist ein Objekt für das Teleskop und leuchtet etwa mit 7,0m. NGC 2392 ist ein planetarischer Nebel grünlicher Farbe von 9,0m mit einem Zentralstern von 10,5m, der auch als Clowngesicht- oder Eskimonebel bekannt ist. Er ist etwa 2.500 LJ entfernt.
Meteorströme
Geminiden Dieser Strom ist vom 7.12. bis 15.12. zu beobachten. Das Maximum liegt um den 13. Dezember mit bis zu 60 Meteoren pro Stunde.
Mythologie
Fast alle Kulturen sahen in den beiden hellsten Sternen ein Zwillingspaar, deren Ursprung in Mesopotamien zu finden ist. Die Ägypter dagegen sahen in dem Sternbild zwei sprießende Pflanzen und die Phönizier zwei junge Ziegen. Bei den Römern waren es Romulus und Remus, bei den Griechen Castor und Polydeukes (röm. Pollux). Diese Dioskuren (Gottessöhne) schlüpften der Legende nach aus dem Ei der Königin von Sparta, Leda, die von Zeus (röm. Jupiter) in Gestalt eines Schwanes verführt worden war. Eine andere Version besagt, daß Castors Vater der Spartanerkönig Tyndareus war und nur Pollux Zeus zum Vater hatte. Als sie herangewachsen waren, reisten sie ins Land von Idas und Lynkeus. Dort wurde Castor von Idas mit einem Speer und Lynkeus durch den verletzten Pollux getötet. Idas fiel anschließend der Rache Zeus' zum Opfer. Da Pollux nicht alleine unsterblich sein wollte, gestattete ihnen Zeus abwechselnd im Olymp und im Hades zu weilen. Poseidon (röm. Neptun) machte die Zwillinge zu Schutzpatronen der Seefahrer, denen sie sich gelegentlich in Form des Elmsfeuers, einer elektrischen Entladung an den Mastspitzen, zeigen. Sie gehörten zu den Argonauten. Deshalb steht das Sternbild auch hoch über dem Mast des alten Sternbildes Argo Navis (Schiff der Argonauten) welches heute dreigeteilt ist in Schiffskiel (Carina) Hinterdeck (Puppis) und Segel (Vela) |
Das unscheinbare Sternbild erstreckt sich in RA von 1h 47min bis 3h 30min und in DEC von +10° 20' bis +31° 10'. Dabei wird es von den Sternbildern Dreieck (Triangulum) Fische (Pisces) Walfisch (Cetus) Stier (Taurus) und Perseus (Perseus) umschlossen. Die beste Beobachtungszeit ist Herbst und Winter.
Der Widder, das erste Sternbild des Tierkreises, hat heute kaum noch Bedeutung. Jedoch vor circa 2.000 Jahren überquerte in diesem Sternbild die Sonne den Himmelsäquator nach Norden, was dem astronomischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel entspricht. Dieser Schnittpunkt heißt daher auch Widder- oder bekannter Frühlingspunkt (Frühlingstagundnachtgleiche, Frühlingsäquinoktium) Von ihm aus zählt man die Rektaszension (RA) Zur Zeit befindet sich der Frühlingspunkt aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse im Sternbild Fische (Pisces)
Stellare Objekte
13 a Ari - Hamal ist ein gelber Riese von 2,0m in 66 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Widder, Schaf oder Lamm. Gelegentlich wird er auch Elnat arab. "Der mit dem Horn Stoßende" genannt.
6 b Ari - Sheratan ist ein weißer Stern von 2,6m in 59 LJ Entfernung. Dieser ebenfalls arabische Name bedeutet Zeichen. Er wurde auch für g Arietis verwendet, da beide Sterne 300 - 400 vor Chr. nahe dem Frühlingspunkt lagen. Er wird auch Elscheratain arab. "Die beiden Zeichen" genannt. 5 g Ari - Mesarthim ist ein Doppelstern mit zwei weißen Komponenten von 4,6m und 4,7m. Die 200 LJ entfernten Sterne sind bereits in kleinen Teleskopen zu trennen 48 e Ari ist ein Doppelstern mit zwei weißen Sternen von 5,2m und 5,5m in 300 LJ Entfernung und in Teleskopen ab 100 mm Öffnung zu trennen
9 l Ari ist ein Doppelstern mit einer weißen 4,8m und einer gelben 7,3m Komponente. Das System steht in 134 LJ Entfernung und ist bereits mit einem guten Fernglas zu trennen 42 p Ari ist ein bläulich-weißer Stern von 5,2m mit einem Begleiter von 8,3m in 620 LJ Entfernung. Er ist in kleinen Teleskopen schwer zu trennen.
Mythologie
Manilius röm. Dichter, 1. Jhd. v. Chr. nannte das Sternbild "Prinz aller Zeichen", für die Assyrer war es "Altar" oder "Opfer", die Araber sahen darin ein Schaf und die Chinesen einen Hund. Durch seine frühere Lage am Frühlingspunkt war der Widder ein wichtiges Sternbild in der griechischen Mythologie. Es verkörperte die Sage um das Goldene Vlies:
Nach Apollonius von Rhodos 3. Jhd. v. Chr. heiratete König Athamas von Bootia die Wolkengöttin Nephele. Nachdem er das Interesse an seiner Frau verloren hatte, ging er mit Ino eine neue Ehe ein. Diese sah die Kinder aus erster Ehe, vor allem Phrixos, als Bedrohung an. Mit einer List wollte sie den Jungen töten. Sie verbrannte die neue Saat, so daß es zu einer Hungersnot kam. Ein Bote, der das Orakel von Delphi befragen sollte, war vorsorglich von Ino bestochen worden und berichtete deshalb bei seiner Rückkehr, daß das Orakel die Opferung von Phrixos empfohlen hätte. Diese wurde bereits vorbereitet, als ein Widder mit goldenem Fell den Knaben entführte. Das Tier war von Hermes gesandt worden, der damit die Gebete Nepheles erhörte. Helle, die Schwester von Phrixos, wurde ebenfalls durch den Widder gerettet, stürzte jedoch in die enge Wasserstraße zwischen Europa und Asien, die seither Hellespontos, Meer der Helle, genannt wird. Der Widder brachte Phrixos nach Kolchis am Schwarzen Meer. Dort opferte Phrixos den Widder Zeus (röm. Jupiter) und gab das Goldene Vlies König Aietes von Kolchis, der es in der heiligen Höhle des Kriegsgottes Ares (röm. Mars) von einem Drachen bewachen ließ. Später wurde es von Jason (und den Argonauten) aus dieser Höhle gestohlen.
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Die Wasserschlange ist das größte Sternbild und erstreckt sich auf über 100°. Teile des Sternbildes sind auf der ganzen Erde zu beobachten. Ähnlich wie bei Eridanus besteht auch die Wasserschlange nur aus lichtschwachen Sternen und ist somit nur schwer zu erkennen. Das Sternbild erstreckt sich in RA von 8h 12min bis 15h 3min und in DEC von +7° 20' bis -35° 40' und wird dabei von den Sternbildern Krebs (Cancer),Kleiner Hund (Canis Minor) Einhorn (Monoceros) Hinterdeck des Schiffes (Puppis) Kompaß (Pyxis) Luftpumpe (Antlia) Kentaur (Centaurus) Wolf (Lupus) Waage (Libra) Jungfrau (Virgo) Rabe (Corvus),Becher (Crater) Sextant (Sextans) und Löwe (Leo) umschlossen. Die Sterne im Kopf des Sternbildes kulminieren Ende Januar, die des Schwanzes im April gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
30 a Hya - Alphard ist ein orangefarbener Riese von 2,0m in 180 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Einsamer in der Schlange". b Hya ist ein bläulich-weißer Stern von 4,3m in 360 LJ Entfernung.
46 g Hya ist ein Doppelstern in 132 LJ Entfernung. Die beiden 3,5m und 6,9m hellen Partner zeigen einen schönen Farbkontrast von blau und gelb. Die Trennung ist erst in Teleskopen ab 75 mm Öffnung möglich.
11 e Hya ist ein Doppelstern in 135 LJ Entfernung. Seine beiden Komponenten sind 3,4m und 6,9m hell 31 t1 Hya ist ein Doppelstern in 57 LJ Entfernung. Seine beiden Komponenten sind 4,6m und 7,2m hell 27 Hya ist ein Doppelstern in 225 LJ Entfernung. Seine beiden Komponenten sind 4,8m und 7,0m hell 54 Hya ist ein Doppelstern für kleine Teleskope in 100 LJ Entfernung. Die beiden gelben und purpurfarbenen Partner sind 5,1m und 7,1m hell
R Hya ist ein veränderlicher roter Riese vom Mira-Typ. Er steht 800 LJ entfernt und seine Helligkeit schwankt innerhalb von 387 Tagen zwischen 4,9m und 9,0m. U Hya ist ein unregelmäßig veränderlicher Stern dunkelroter Farbe in 500 LJ Entfernung, dessen Helligkeit in 115 Tagen zwischen 4,7m und 5,1m schwankt. N Hya ist ein Doppelstern in 87 LJ Entfernung. Seine beiden Komponenten sind 5,6m und 5,8m hell
Deep Sky
M 48 (NGC 2548) ist ein Sternhaufen mit etwa 80 Mitgliedern in 2.200 LJ Entfernung. Er bedeckt die Fläche des Vollmondes und ist ein schönes Objekt für das Fernglas oder das Teleskop bei schwacher Vergrößerung. Er erscheint 6,0m hell. M 68 (NGC 4590) ist ein Kugelsternhaufen von 8,0m in 30.000 LJ Entfernung. Nur im Teleskop sind einzelne Sterne aufzulösen, dann aber bis ins Zentrum
M 83 (NGC 5236) ist eine große Spiralgalaxie von 8,0m in 20 Millionen LJ Entfernung, auf die wir frontal blicken. Die Spiralarme sind in Teleskopen ab 150 mm Öffnung zu erkennen.
NGC 3242 ist ein planetarischer Nebel von 8,0m, der in etwa die Fläche des Planeten Jupiter einnimmt. Er wird deshalb auch "Jupiters Geist" genannt. Das 3.000 LJ entfernte Objekt sollte bereits in kleineren Teleskopen ein bläulich-grünes Scheibchen zeigen.
Meteorströme
Hydraiden Dieser wenig bekannte Strom, wohl ein Zweig der Virginiden, tritt zwischen Mitte März und Anfang April auf. Das Maximum ist nur wenig ausgeprägt.
Mythologie Der Astronom John Flamsteed (1646 - 1719) unterteilte Hydra in vier Sektionen: vom Kopf zum Schwanz oder von Westen nach Osten liegen Hydra, Hydra und Becher, Hydra und Rabe und der weitere Verlauf des Sternbildes. Hydra gilt als weibliche Wasserschlange, im Gegensatz zur modernen männlichen Wasserschlange Hydrus am Südhimmel.
Hydra ist ein altes Sternbild. Man findet Hinweise darauf aus der Zeit um 1.200 v. Chr., wo sie der urzeitlichen Wasserschlange Tiamat Mesopotamiens entspricht, die im großen Krieg der Götter von Marduk getötet wurde. Diese Verbindung findet man auch beim Drachen (Draco) und dem Walfisch (Cetus)
Die bekannteste Erzählung ist wohl die von der lernäischen Hydra, die Herakles (röm. Herkules) als zweite seiner zwölf Aufgaben tötete. Lerna war eine fruchtbare Küstenregion nahe der Stadt Argos, die von der Wasserschlange heimgesucht wurde, die in einem See unbekannter Tiefe lebte. Sie hatte einen Hundekörper und neun Köpfe, die giftigen Atem verströmten. Wurde ein Kopf abgetrennt, wuchsen sogleich zwei oder drei neue nach. Um es zu töten, folgte Herakles dem Rat der Athene: er beschoß das Biest mit brennenden Pfeilen, um es aus seinem Versteck zu locken und hielt während des Kampfes den Atem an. Mit jedem erfolgreichen Schlag wuchsen dem Tier aber Köpfe, zudem schickte Hera noch einen Krebs in das Kampfgetümmel, welcher Herakles in den Fuß zwickte. Der Held zertrat das lästige Tier, wodurch das gleichnamige Sternbild entstand.
Dann kam Herakles Wagenlenker, Iolaos, zur Hilfe. Er setzte einen Teil des Waldes in Brand und verödete mit brennenden Ästen die Wunden des Ungeheuers. So konnten keine neuen Köpfe mehr entstehen. Nun konnte Herakles in der brodelnden Masse den goldenen, unsterblichen Kopf der Hydra ausfindig machen. Er schlug in ab und vergrub ihn. Dann schlitzte er das Tier auf und tauchte seine Pfeile in die giftige Galle, woraufhin diese fortan tödlich wirkten. |
Der Walfisch ist das viertgrößte Sternbild und erstreckt sich in RA von 23h 56min bis 3h 24min und in DEC von +10° 30' bis -24° 50'. Dabei wird er von den Sternbildern Fische (Pisces) Wassermann (Aquarius) Bildhauer (Sculptor) Ofen (Fornax) Eridanus (Eridanus) Stier (Taurus) und Widder (Aries) umschlossen. Die Sterne im Kopf kulminieren Ende November gegen Mitternacht, die im Schwanz einen Monat früher.
Stellare Objekte
92 a Cet - Menkar ist ein roter Riese von 2,5m in 220 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Nase. Im Fernglas erkennt man einen blauen optischen Begleiter von 5,6m.
16 b Cet - Deneb Kaitos ist ein gelber Riese von 2,0m in 96 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Schwanz des Wals". Er wird auch Diphda genannt und galt den Arabern als "zweiter Frosch"; der "erste Frosch" war Fomalhaut (a PsA)
86 g Cet - Kaffaljidhmah ist ein Doppelstern mit einer gelben und einer blauen Komponente von 3,5m bzw. 7,0m in 82 LJ Entfernung
55 z Cet - Baten Kaitos ist ein Stern von 3,7m in 270 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Bauch des Wals". 68 o Cet - Mira
ist der Prototyp einer Klasse von langperiodisch-veränderlichen roten Riesensternen. Der Name bedeutet "Der Wunderbare". Seine Helligkeit schwankt mit einer durchschnittlichen Periode von 332 Tagen, gleichzeitig pulsiert der Stern und ändert seinen Durchmesser zwischen 300 bis 400fachen Sonnendurchmesser. Die Helligkeit schwankt dabei zwischen 3,4m und 9,2m. Er ist 400 LJ entfernt. Mira war der erste veränderliche Stern der astronomischen Geschichte und wurde von David Fabricius 1596 entdeckt. 52 t Cet ist ein gelber Zwerg von 3,5m in 11,9 LJ Entfernung und somit ein Nachbar unserer Sonne. Dabei ist er unserer Sonne sehr ähnlich. Astronomen vermuten, daß er Planeten besitzt, beweisen konnte man es aber bisher nicht. 53 c Cet ist ein Doppelstern von 4,7m und 6,7m in 78 LJ Entfernung
37 Cet ist ein Doppelstern von 5,1m und 7,8m in 80 LJ Entfernung 66 Cet ist ein Doppelstern von 5,7m und 7,6m in 150 LJ Entfernung T Cet ist ein halbregelmäßig veränderlicher Stern mit einer Periode von 159 Tagen. Seine Helligkeit schwankt dabei zwischen 5,3m und 6,1m. Er ist 750 LJ entfernt. UV Cet
ist ein Doppelstern mit zwei roten Zwergsternen in 8,9 LJ Entfernung. Einer der beiden Sterne ist der Prototyp der unregelmäßig-veränderlichen Flare-Sterne, roter Zwergsterne, deren Helligkeit in unregelmäßiger Folge für jeweils einige Minuten stark ansteigt. Bei UV Ceti steigt dabei die Helligkeit von der 13. zur 7. Größe
Deep Sky
M 77 (NGC 1068) ist eine kleine Seyfert-Galaxie (sehr heller Kern, emittiert Radiostrahlung) nahe d Ceti, auf die wir frontal blicken. Zur Beobachtung dieser 9,0m hellen und 70 Millionen LJ entfernten Galaxie benötigt man ein Teleskop ab 150 mm Öffnung. M 77 ist die hellste Seyfert-Galaxie und das wohl entfernteste Messier-Objekt. NGC 246 ist ein planetarischer Nebel von 8,5m, der mit Teleskopen ab 70 mm Öffnung gesehen werden sollte. NGC 247 ist eine große, aber strukturlose Galaxie von 9,0m in 10 Millionen LJ Entfernung.
Mythologie
Der Walfisch (Cetus) steht in der Andromeda-Sage für das Meeresungeheuer Ketos. Ihm sollte die äthiopische Prinzessin geopfert werden, um den Meeresgott Poseidon (röm. Neptun) zu besänftigen, da ihn die eitle Überheblichkeit der Königin Kassiopeia (Cassiopeia) erzürnt hatte.
Der Sage nach erblickte Perseus (Perseus) die Prinzessin hilflos an die Felsen gekettet und das Ungeheuer erwartend. Er verwirrte Ketos mit seinem Schatten und tötete ihn mit der magischen Sichel der Göttin Athene, mit der er schon zuvor den Kopf der Gorgone Medusa abgeschlagen hatte. Vielleicht ließ er das Ungetüm auch einfach nur das Antlitz der Gorgone schauen, woraufhin es zu Stein erstarrte.
Ketos wurde oft als Drachenfisch oder Seeschlange dargestellt, meist jedoch als Walfisch. Die klassische Interpretation findet man in allen Kulturen des Nahen Osten. Im Buch Jesaia (51,9) wurde Rahab von Jehova in Stück gehackt, und aus dem Buch Iob (9,13 und 26,12) erfährt man, daß Rahab das Meer verkörperte und als
Seeschlange dargestellt wurde. Parallelen gibt es zum babylonischen Schöpfungsepos, in dem der Himmelsgott Marduk auf einem geflügelten Pferd ritt und das Seeungeheuer Tiamat, die Personifizierung des anfänglichen Chaos, tötete. Die nordbrasilianischen Indianerstämme sahen im Walfisch einen Unglücksboten. Für sie war es aber ein Jaguar, die Verkörperung des Donnergottes. |
Der Wassermann ist das elfte Sternbild des Tierkreises, aber relativ schwer zu erkennen. Es kulminiert zwischen Ende August und Anfang September gegen Mitternacht. Das Sternbild erstreckt sich in RA von 20h 38min bis 23h 56min sowie in DEC von +3° 20' bis -24° 50'. Dabei wird es von den Sternbildern Pegasus (Pegasus) Füllen (Equuleus) Delphin (Delphinus) Adler (Aquila) Steinbock (Capricornus) Südlicher Fisch (Piscis Austrinus) Bildhauer (Sculptor) Walfisch (Cetus) und Fische (Pisces) umschlossen. In Folge der Präzessionsbewegung der Erdachse wird in etwa 600 Jahren der Frühlingspunkt den Wassermann erreichen.
Stellare Objekte
34 a Aqr - Sadalmelik ist ein gelber Überriese von 3,0m in 800 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Glücksstern des Königs".
22 b Aqr - Sadalsuud ist ein gelber Überriese von 2,9m in 700 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Allerwelts-Glücksstern.
48 g Aqr - Sadachbia ist ein weißer Stern von 3,9m in 150 LJ Entfernung. 76 d Aqr - Skat ist ein weißer Riese von 3,3m in 170 LJ Entfernung. 2 e Aqr - Albali ist ein weißer Stern von 3,8m in 230 LJ Entfernung. 55 z Aqr ist ein Doppelstern mit zwei weißen Komponenten. Er ist 105 LJ entfernt und 4,5m bzw. 4,3m hell. Ein Teleskop ab 75 mm Öffnung trennt das System
91 y1 Aqr ist ein Doppelstern von 4,5m und 9,4m in 500 LJ Entfernung Die Trennung ist in Teleskopen ab 50 mm Öffnung möglich.
12 Aqr ist ein Doppelstern von 5,8m und 7,4m in 500 LJ Entfernung 41 Aqr ist ein Doppelstern von 5,6m und 7,1m in 280 LJ Entfernung 94 Aqr ist ein Doppelstern von 5,2m und 7,4m in 70 LJ Entfernung 101 Aqr ist ein Doppelstern von 4,8m und 7,2m in 320 LJ Entfernung 107 Aqr ist ein Doppelstern von 5,7m und 6,7m in 210 LJ Entfernung
R Aqr ist ein Veränderlicher, dessen Helligkeit in 388 Tagen zwischen 6,0m und 10,0m schwankt. Er ist 800 LJ entfernt.
Deep Sky
M 2 (NGC 7089) ist ein Kugelhaufen von 6,5m in 40.000 LJ Entfernung. Er ist im Fernglas leicht zu finden, benötigt aber mindestens 250 mm Öffnung, um einzelne Sterne aufzulösen. M 72 (NGC 6981) ist ein Kugelhaufen von 9,5m in 60.000 LJ Entfernung. M 73 (NGC 6994) ist ein offener Sternhaufen in 2.000 LJ Entfernung mit 3 bis 4 Sternen, der etwa 8,5m hell ist.
NGC 7009 ist ein als Saturnnebel bekannter planetarischer Nebel in 2.500 LJ Entfernung. In Teleskopen ab 75 mm Öffnung erkennt man eine bläulich-grüne Ellipse von 8,0m mit einem Zentralstern 12. Größe
NGC 7293 ist der als Helix- oder Sonnenblumennebel bekannte nächste planetarische Nebel in 500 LJ Entfernung (7,0m) Mit einer Fläche von 0,25° ist er auch der größte planetarische Nebel (Nebelfilter)
Meteorströme
h - Aquariiden Dieser Strom hat einen wechselnden Radianten und dauert vom 24. April bis 20. Mai. Das Maximum mit stündlich bis zu 40 Meteoren wird um den 5. Mai erreicht Mai-Aquariden
d - Aquariiden Dieser vom 20. bis 30 Juli auftretende Strom bringt bis zu 20 Meteore pro Stunde Juli-Aquariden
i - Aquariiden Dieser um den 6. August auftretende Strom bringt bis zu 8 Meteore pro Stunde.
Mythologie
Der Wassermann war in allen Kulturen bekannt. Die Babylonier stellten ihn vor 4.000 Jahren als überfließende Urne dar, was den "Fluch des Regens" symbolisierte, der sie im Januar/Februar, dem 11. Monat ihres Kalenders, heimsuchte. Die Ägypter huldigten ihm als Hapi, dem Gott des Nils, der Himmel und Erde mit dem Wasser des Lebens versorgte. Sein Krug galt als Glücksquelle einige Sternnamen bedeuten Glücksbringer
Spätere Darstellungen in Europa zeigten einen bärtigen, alten Mann. Dies entsprach aber nicht der klassischen Interpretation, die den Wassermann gemäß Manilius röm. Dichter, 1. Jhd. n. Chr. als "jungen Mann, der Wasser ausgießt (in den Fluß des Wassermanns - Fluvius Aquarii) und einst vom Adler von der Erde entführt wurde" ansieht. Diese Darstellung entspricht der griechischen Sage vom Jüngling Ganymed, "dem Schönsten der Sterblichen". Er war der Sohn König Tros' von Ilon und wurde von den Göttern als Träger der goldenen Schale des himmlischen Nektars auserwählt. Man bedachte ihn mit ewiger Jugend. Spätere Versionen erzählen, daß er von Zeus (röm. Jupiter) begehrt und in Gestalt eines Adlers auf den Olymp entführt wurde, wo er ihm als Mundschenk diente. Die Entführung löste Proteste im Olymp aus. Vor allem Hera war sehr zornig, da ihre und Zeus' Tochter, Hebe, Göttin der Jugend, um ihren bisherigen Posten als Mundschenkin gebracht worden war. Außerdem schämte sie sich, da sich ihr Gatte in einen Jüngling verliebt hatte. Dies erzürnte wiederum den Göttervater, der Ganymed daraufhin als Wassermann in den Himmel versetzte. |
Die Waage ist das siebte Tierkreiszeichen. Das kleine und unscheinbare Sternbild erstreckt sich in RA von 14h 22min bis 16h 2min und in DEC von 0° 30' bis -30° 00'. Dabei wird es von den Sternbildern Jungfrau (Virgo) Wasserschlange (Hydra) Kentaur (Centaurus) Wolf (Lupus) Skorpion (Scorpius) Schlangenträger (Ophiuchus) und Kopf der Schlange (Serpens Caput) umschlossen. Die Waage kulminiert Anfang Mai gegen Mitternacht. Vor circa 2.000 Jahren überquerte in diesem Sternbild die Sonne den Himmelsäquator nach Süden, was dem astronomischen Herbstanfang auf der Nordhalbkugel entspricht. Dieser Schnittpunkt heißt daher auch Waage- oder bekannter Herbstpunkt (Herbsttagundnachtgleiche, Herbstäquinoktium) Heute liegt er aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse im Sternbild Jungfrau (Virgo)
Stellare Objekte
9 a2 Lib - Zubenelgenubi
ist ein bläulich-weißer Stern von 2,8m in 78 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Südliche Schere". Im Fernglas erkennt man 8 a1 Lib, einen weiten weißen Begleiter von 5,2m 27 b Lib - Zubenelschamali ist ein grünlicher Stern von 2,6m in 160 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Nördliche Schere. 38 g Lib - Zubenelakrab ist ein gelber Riese von 3,9m in 150 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Skorpionschere. 19 d Lib ist ein Bedeckungsveränderlicher vom Algoltyp in 310 LJ Entfernung. Die Helligkeit schwankt alle 2 Tage und 8 Stunden zwischen 4,9m und 5,9m. 24 i Lib ist ein Mehrfachstern in 300 LJ Entfernung. Der bläulich-weiße Hauptstern von 4,5m hat einen Begleiter 10. Größe Fernrohre ab 75 mm Öffnung zeigen diesen Begleiter wiederum doppelt. Der mit dem Fernglas zu erkennende Stern 25 Lib gehört vielleicht auch zu diesem System. 7 m Lib ist ein enger Doppelstern von 5,7m und 6,7m in 230 LJ Entfernung für Teleskope ab 75 mm Öffnung 48 Lib ist ein blauer Riese von 4,9m. Er ist ein Hüllenstern wie g Cas und Pleione im Stier, dessen rasend schnelle Rotation am Äquator Materie in einem Gasring davontreiben läßt.
Deep Sky
NGC 5897 ist ein großer, schütterer und wenig heller Kugelhaufen in 45.000 LJ Entfernung.
Meteorströme
Libriden Dieser Strom ist um den 8. und 9. Juni zu beobachten.
Mythologie
Bei den Griechen galten Skorpion und Waage meist als ein Sternbild, wobei die Waage die Zangen des Skorpions darstellte. Daher rühren auch die Bezeichnungen der Hauptsterne. Das Bild der Waagschalen ist vermutlich mesopotamischen Ursprungs. Es heißt, daß noch zu Lebzeiten Julius Cäsars die Römer beide Sternbilder trennten und Libra bildeten, welche seither als Symbol der Rechtsprechung angesehen und von Astraea, der römischen Göttin des Rechts, hochgehalten wird. Diese Göttin findet sich wohl als Sternbild Jungfrau (Virgo) wieder. |
Der Südliche Fisch besteht mit Ausnahme von Fomalhaut (a PsA) nur aus lichtschwachen Sternen, trotzdem ist er leicht unterhalb des Wassermanns (Aquarius) auszumachen. Das Sternbild erstreckt sich in RA von 21h 27min bis 23h 7min und in DEC von -24° 50' bis -36° 30' und wird dabei von den Sternbildern Wassermann (Aquarius) Steinbock (Capricornus) Mikroskop (Microscopium) Kranich (Grus) und Bildhauer (Sculptor) umschlossen. Es kulminiert Ende August gegen Mitternacht und ist in unseren Breiten nur noch als blasses Sternbild in Horizontnähe zu erkennen. Fomalhaut kann unter günstigen Umständen noch bis 60° nördlicher Breite gesehen werden.
Stellare Objekte
a PsA - Fomalhaut
ist ein bläulich-weißer Stern von 1,2m in 25,2 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Mund des Fisches". Fomalhaut gehört zusammen mit Regulus (a Leo) Aldebaran (a Tau) und Antares (a Sco) zu den vier königlichen Sternen Mesopotamiens. b PsA ist ein weites, optisches Paar von 4,3m und 7,8m in 145 LJ Entfernung, das mit kleinen Teleskopen beobachtet werden kann g PsA ist ein Doppelstern in 220 LJ Entfernung, dessen Beobachtung aufgrund des Helligkeitsunterscheides der beiden Komponenten von 4,5m und 8,0m schwierig ist h PsA ist ein enges Paar bläulich-weißer Sterne von 5,8m und 6,8m in 1.000 LJ Entfernung Der Doppelstern ist in Teleskopen ab 100 mm Öffnung zu beobachten.
Mythologie
Der Astronom Julius Staal 1919 - 1986 verfolgte die Geschichte des Südlichen Fisches bis hin zur ägyptischen Mythologie. Der Gott-König Osiris, der Ägypten die Zivilisation brachte, wurde von seinem eifersüchtigen Bruder Seth ermordet, der dessen Körper in 14 Teile zerstückelte und in den Nil warf. Isis, die Schwester und Gefährtin des Osiris, suchte die Teile wieder zusammen und fand alle bis auf den Phallus, den die Nilkrabbe Oxyrhynchus verschluckt hatte. Diese fand am Himmel im Südlichen Fisch, der das Wasser des Lebens schluckt, ihre Entsprechung.
In Überschwemmungsmythen wurde es häufig als Rettung vor Überflutungen angesehen, daß der Südliche Fisch das Wasser aus dem Krug des Wassermanns (Aquarius) aufnimmt. Manchmal wird dieses Sternbild auch mit dem babylonischen Fischgott Oannes in Verbindung gebracht und gilt als Vorfahr der Fische Pisces
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Der Stier ist eines der bekanntesten Sternbilder des nördlichen Himmels, nicht zuletzt wegen des offenen Sternhaufens der Plejaden (M 45). Es erstreckt sich in RA von 3h 23min bis 6h 1min und in DEC von +31° 10' bis -1° 20'. Dabei wird es von den Sternbildern Perseus (Perseus) Widder (Aries) Walfisch (Cetus) Eridanus (Eridanus) Orion (Orion) Zwillinge (Gemini) und Fuhrmann (Auriga) umschlossen. Dieses Wintersternbild ist das zweite Sternbild des Tierkreises. Seine beste Beobachtungszeit ist November und Dezember.
Stellare Objekte
87 a Tau - Aldebaran ist ein roter Riese von 0,9m in 66 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Der Nachfolgende", da er den Plejaden und Hyaden zu folgen scheint; er gehört aber nicht zu den Hyaden. In Mesopotamien war er neben Regulus (a Leo)Antares (a Sco) und Fomalhaut (a PsA) einer der vier Königlichen Sterne. 112 b Tau - Elnath ist ein blauer Riese von 1,7m in 130 LJ Entfernung. Dieser ebenfalls arabische Name bedeutet "Das Horn" oder "Der Zustoßende". Er wird auch Al Nath genannt. 68 d3 Tau ist ein Doppelstern von 4,4m und 7,6m in 150 LJ Entfernung 123 z Tau ist ein bläulich-weißer Stern von 3,0m in 400 LJ Entfernung. 77 J1 Tau
ist ein Doppelstern mit einem weißen (78 J2 Tau, 3,4m) und einem gelben (77 J1 Tau, 3,8m) Riesen in 155 LJ Entfernung, der mit bloßem Auge oder Fernglas zu trennen ist 65 k Tau ist ein weißer Stern von 4,2m in 75 LJ Entfernung mit dem weißen 67 Tau (5,3m) in 120 LJ Entfernung als optischen Begleiter (mit bloßem Auge erkennbar 35 l Tau ist ein Bedeckungsveränderlicher des Algoltyps. Seine Helligkeit schwankt alle 4 Tage zwischen 3,4m und 3,9m. Entfernung: 360 LJ. 91 s1 Tau ist ein Doppelstern. Beide Komponenten (91 s1 Tau, 92 s2 Tau) sind weiße Sterne von 4,7m und 5,1m in 110 LJ Entfernung (Distanz: 7,1') Er ist ein Objekt für das Fernglas. 94 t Tau ist ein Doppelstern von 4,3m und 7,1m in 400 LJ Entfernung
52 j Tau ist ein Doppelsternsystem mit einem orangefarbenen Riesen von 5,0m in 290 LJ Entfernung und einem weißen Stern von 8,7m als optischen Begleiter Es ist ein Objekt für kleine Fernrohre. 59 c Tau ist ein Doppelstern mit einer blauen und einer goldgelben Komponente (5,4m und 8,7m) in 320 LJ Entfernung (Objekt für kleine Fernrohre). 28 BU Tau - Pleione ist von 4,9m bis 5,2m unregelmäßig veränderlich und 390 LJ entfernt. 47 Tau ist ein Doppelstern von 4,9m und 7,3m in 350 LJ Entfernung 88 Tau ist ein Doppelstern von 4,3m und 7,8m in 150 LJ Entfernung 118 Tau ist ein Doppelstern von 5,9m und 6,7m in 500 LJ Entfernung
Deep Sky
Hyaden
Dieser offene Sternhaufen leuchtet etwa 1,0m hell und hat mehr als 200 Mitglieder in einer Entfernung von rund 155 LJ auf einer Fläche von ca. 5°. Am besten mit bloßem Auge zu beobachten. Der Name bedeutet "Die Verregneten". Plejaden (M 45)
Dieser bekannte offene Sternhaufen leuchtet etwa 1,5m hell und ist 390 LJ entfernt. In einem Feld von 1° sind sieben Sterne mit bloßem Auge gut zu erkennen. Insgesamt gehören rund 250 Sterne dazu. Der griechische Name bedeutet "Tauben".
M 1 (NGC 1952) Der Krebsnebel ist ein Gasnebel und der Überrest einer Supernova des Jahres 1054. Den Namen erhielt er von Lord Rosse, der als erster 1848 seine Umrisse erkannte. Er ist 8,0m hell und 4.000 LJ entfernt. NGC 16 ist ein großer offener Sternhaufen, der etwa 6,5m hell ist und in 2.000 LJ Entfernung steht. Er zeigt bereits im Fernglas viele Einzelsterne.
Meteorströme
Tauriden
Der Radiant liegt bei e Tauri. Sie sind von Ende September bis Anfang Dezember zu beobachten. Dieser Strom scheint in zwei Teile zu zerfallen: die S-Tauriden mit ihrem Maximum um den 3. November mit bis zu 12 Meteoren pro Stunde und die N-Tauriden mit einem Maximum um den 13. November.
Mythologie
Die Abbildung des Stiers wurde in Babylonien bereits um 2.000 v. Chr. verwendet, sicher ist aber nicht, ob auch der Stier damit gemeint war. Dagegen ist bestätigt, daß das Sternbild vor 5.000 Jahren verehrt wurde, weil hier zu dieser Zeit der Frühlingspunkt lag. Überall auf der Welt erkannte man Taurus als Stier oder Krähe. Zum Ende der ägyptischen Hochkultur verband man den Stiergott Osiris und seine Schwester Isis mit diesem Sternbild. Ihre Mondsichel stellte das Horn dar und könnte der Ursprung des astrologischen Zeichens sein. In der griechischen Sagenwelt war es Zeus, der in Gestalt eines weißen Stiers, Europa entführte. Eine andere Geliebte Zeus', Io, wurde von Hera in eine Kuh verwandelt. Im persischen Sonnenkult war Mithras der Stiergott, der auch den Römern bekannt war. Hier stand er für den Weingott Bacchus. Zu seinen Festen umringten tanzende Mädchen (Hyaden, Plejaden) einen blumengeschmückten Stier.
Die Hyaden hießen in der griechischen Mythologie Aisola, Ambrosia, Dione, Thyene, Korionis, Eudore und Polyxo, ohne aber die Namen bestimmten Sternen zuzuordnen. Sie galten als Töchter von Atlas und Aethra und waren somit Halbschwestern der Plejaden. Die Hyaden werden auch als Regengestirn bezeichnet, denn sie wurden von Bauern und Seeleuten als schlechtes Omen angesehen, da ihr heliakischer Auf- und Untergang (erstes Erscheinen in der Morgendämmerung und letztes Erscheinen nach Sonnenuntergang) mit der Zeit schwerer Stürme und Regenfälle zusammenfiel (im Altertum Ende Mai und November). Ovid röm. Dichter, 43 v. Chr. - 17 n. Chr. schrieb, daß die Schwestern um ihren toten Bruder Hyas weinten, der in einem Brunnen ertrunken war. Eine römische Legende bezeichnete sie als Schweinchen. Plinius 1. Jhd. n. Chr. versuchte dies damit zu erklären, daß die durch die Schwestern verursachten Regenfälle die Straßen aufweichten und die Hyaden in ihnen wie Schweine wateten. Die Araber sahen in den Hyaden kleine weibliche Kamele und Aldebaran war das große Kamel.
Die Plejaden, auch Siebengestirn, "Die sieben Schwestern", Gluckhenne oder Leiterwagen genannt, sind seit dem Altertum bekannt und manchmal auch als eigenes Sternbild angesehen worden. Für die Hindus war es eine dem Feuergott Agni geweihte Flamme oder ein kurzstieliges Rasiermesser. Oder man interpretierte sie als Vögel, wie im Mittelalter als "Hennen und Hühner". In Verbindung mit dem römischen Weingott Bacchus sah man sie als Weinrebe. Die bekannteste Darstellung ist aber die als Mädchen oder Schwestern. Demnach sahen die Griechen in ihnen Nymphen, die Töchter von Atlas und Pleione, die ihrerseits als achter und neunter Stern der Gruppe angesehen wurden. Die anderen waren Alkyone, Elektra, Maia, Merope, Taygete, Kelaino und Asterope. Der Legende nach waren die Plejaden auch die jungfräulichen Begleiterinnen der Göttin Artemis. Als der Jäger Orion (Orion) ihnen nachstellte, erhörten die Götter ihre Hilferufe und setzten sie als Tauben (gr. Plejaden) an den Himmel. Genau wie die Hyaden weinten die Plejaden unaufhörlich. Ein Grund war vielleicht die dauernden Belästigungen Orions. Ein anderer wird im Verlust einer Kameradin gesehen. Dies könnte sich auf einen längst verblaßten Stern beziehen oder auf die nur schwer zu erkennende Asterope.
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Der Steinbock, das zehnte und kleinste Sternbild des Tierkreises, kulminiert im August gegen Mitternacht, bleibt aber wegen des hellen Himmels und seiner südlichen Lage unscheinbar. Er erstreckt sich in RA von 20h 7min bis 21h 59min sowie in DEC von -8° 20' bis -27° 40'. Dabei wird er von den Sternbildern Adler (Aquila) Schütze (Sagittarius) Mikroskop (Microscopium) Südlicher Fisch (Piscis Austrinus) und Wassermann (Aquarius) umschlossen. Hier erreichte die Sonne vor 2.000 Jahren mit DEC -23° 30' den für uns höchsten Punkt ihrer südlichen Bahn, den Wintersonnenwendpunkt (astronomischer Winteranfang auf der Nordhalbkugel, Wintersolstitium). Für alle Orte auf 23,5° südlicher Breite wandert die Sonne an diesem Tag durch den Zenit, weshalb dieser Breitengrad auch heute noch "Wendekreis des Steinbocks" genannt wird. Die Verschiebung in das Sternbild Schütze (Sagittarius) ist eine Folge der Präzessionsbewegung der Erdachse.
Stellare Objekte
5 a1 Cap - Algedi
ist ein Mehrfachstern, der mit bloßem Auge den gelben 5 a1 Cap von 4,3m und den orangefarbenen 6 a2 Cap von 3,6m zeigt.
Es handelt sich hierbei nur um ein optisches Paar da die Sterne 700 LJ bzw. 108 LJ entfernt sind. Im Fernrohr erscheinen beide wiederum doppelt. Der schwächere Stern hat einen weiten optischen Begleiter 9. Größe während der andere ein echter Doppelstern mit einem Partner 11. Größe ist. Mit Teleskopen ab 100 mm Öffnung sieht man diesen Begleiter nochmals doppelt (11. Größe) Algedi wird auch Giedi genannt, beides bedeutet Ziege.
9 b Cap - Dabih ist ein goldgelber Stern von 3,1m in 320 LJ Entfernung. Er hat einen weiten blauen Begleiter von 6,1m Der arabische Name lautet Al Sa'd al Dhabih, "Glücksgestirn des Schlachtenden" 40 g Cap - Nashira ist ein weißer Stern von 3,7m in 130 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Glücksstern. 49 d Cap - Deneb Algiedi ist ein Bedeckungsveränderlicher in 38,5 LJ Entfernung, dessen Helligkeit alle 24,5 Stunden zwischen 2,8m und 3,1m schwankt. Der arabische Name bedeutet "Schwanz der Ziege". 12 o Cap ist ein Doppelstern von 5,9m und 6,7m in 220 LJ Entfernung 10 p Caap ist ein bläulich-weißer Stern von 5,3m in 470 LJ Entfernung mit einem engen Begleiter von 8,3m. 11 r Cap ist ein optischer Doppelstern von 4,8m und 6,6m in 98 LJ bzw. 800 LJ Entfernung
Deep Sky
M 30 (NGC 7099) ist ein Kugelhaufen von 7,5m in 25.000 LJ Entfernung. Er erscheint in kleinen Teleskopen zur Mitte hin aufgehellt, mit radialen Sternketten.
Meteorströme
a-Capricorniden Dieser Strom dauert vom 15. Juli bis 10. August an. Er hat sein Maximum mit bis zu 12 Meteoren pro Stunde um den 30. Juli.
Mythologie
Die Darstellung als Ziegenfisch ist assyrisch-babylonischen Ursprungs und geht vermutlich auf Oannes, den Gott der Weisheit zurück, der halb Fisch und halb Mensch war. Dieses Wesen lebte in Gestalt einer Meerjungfrau im Persischen Golf und lehrte die Menschen Kunst und Wissenschaften.
Die lateinischen Schriftsteller kannten den Steinbock als "Neptuni proles" "Nachkomme des Neptun" Dieser römische Gott (gr. Poseidon) war der Herr des Meeres. Die Inder stellten das Sternbild als Krokodil oder Flußpferd mit Ziegenkopf dar.
In Griechenland verband man das Sternbild mit dem Waldgott Pan (kleinasiat. Priapus) Er soll die Panflöte erfunden haben und wurde als Mensch mit Bocksfüßen, Hufen und Hörner abgebildet. Er half den Göttern im Kampf gegen die Titanengöttin Rhea und das Meerungeheuer Typhon. Auf der Flucht vor Typhon sprang Pan in einen Fluß und verwandelte sich in einen Fisch. Dies gelang nicht richtig und so mußte er wieder an Land, wo er sich als Steinbock vor dem Ungeheuer verbarg. In dieser Zeit zerstückelte Typhon Zeus. Mit Pans Hilfe konnte der Götterbote Hermes (röm. Merkur) die zerstreuten Glieder einsammeln und wieder zusammenfügen. Zum Dank wurde Pan von Zeus als Satyr mit dem Unterleib eines Fisches in den Himmel gestellt.
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Der Skorpion ist eines der prächtigsten Sternbilder, aber leider ist die Sichtbarkeit des achten Tierkreiszeichens in unseren Breiten auf die nördlichen Teile begrenzt. Das Sternbild erstreckt sich in RA von 15h 47min bis 17h 59min und in DEC von -8° 20' bis -45° 40'. Dabei wird es von den Sternbildern Waage (Libra) Wolf (Lupus) Winkelmaß (Norma) Altar (Ara) Südliche Krone (Corona Australis) Schütze (Sagittarius) und Schlangenträger (Ophiuchus) umschlossen. Der Skorpion kulminiert im Juni gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
21 a Sco - Antares ist ein roter Überriese von 300fachem Sonnendurchmesser in 450 LJ Entfernung. Der griechische Name bedeutet Rivale des Ares bzw. Äquivalent zu Ares (Gegenmars) Er wird auch als Cor Scorpii, "Herz des Skorpions", bezeichnet und ist zusammen mit Regulus (a Leo) Aldebaran (a Tau) und Fomalhaut (a PsA) einer der vier Königlichen Sterne Mesopotamiens. Es handelt sich um einen halbregelmäßig veränderlichen Stern, der in 4 bis 5 Jahren zwischen 0,9m und 1,1m schwankt. Er besitzt einen blauen Begleiter von 5,5m, der in Teleskopen ab 75 mm Öffnung bei sehr ruhiger Luft zu erkennen ist
8 b Sco - Acrab ist ein auffälliger Doppelstern von 2,6m in 600 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Skorpion. Im Arabischen wird er auch Graffias, Krebs (Klauen) genannt. Er besitzt einen bläulich-weißen Partner von 4,9m, der leicht auch in kleinen Teleskopen zu erkennen ist
7 d Sco - Dschubba ist en bläulich-weißer Stern von 2,3m in 450 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Vorderseite oder Stirn.
26 e Sco ist ein orangefarbener Riese von 2,3m in 65 LJ Entfernung.
J Sco - Sargas ist ein gelblich-weißer Überriese von 1,9m in 270 LJ Entfernung. Der Name ist mesopotamischen Ursprungs.
35 l Sco - Shaula ist ein bläulich-weißer Stern von 1,6m in 600 LJ Entfernung. Der Name wurde von Al Las'ah, Stachel, abgeleitet.
m1 Sco ist ein veränderlicher Stern, der mit einer Periode von 1,5 Tagen zwischen 2,9m und 3,2m schwankt. Er steht in 550 LJ Entfernung und bildet mit m2 Sco (3,6m) ein Doppelsternsystem
14 n Sco ist ein Vierfachstern in 420 LJ Entfernung. Kleine Teleskope zeigen ein weites bläulich-weißes Sternenpaar von 4,4m und 6,7m Teleskope ab 75 mm Öffnung zeigen den schwächeren Partner doppelt 6,7m/7,8m, während der hellere Partner erst in Teleskopen ab 150 mm Öffnung getrennt
x Sco ist ein berühmter Mehrfachstern in 100 LJ Entfernung. In kleinen Teleskopen sieht man ihn als enges Paar von 4,2m und 7,3m mit einem orangefarbenen Begleiter von 6,9m Im gleichen Gesichtsfeld findet man Struve 1999, ein lichtschwaches Paar von 7,2m und 8,0m, welches gravitativ an x Scorpii gebunden ist. Der hellste Stern ist ein enger Doppelstern mit zwei gleichhellen Komponenten von 4,9m. u Sco - Lesath ist ein Stern von 2,7m in 600 LJ Entfernung. RR Sco ist ein veränderlicher Stern, der mit einer Periode von 277 Tagen zwischen 6,0m und 10,0m schwankt. Er steht 1.000 LJ entfernt.
Deep Sky
M 4 (NGC 6121)
ist ein großer Kugelhaufen von 6,0m. Er ist ein Objekt für das Fernglas, Teleskope ab 100 mm Öffnung lösen Einzelsterne im Randbereich auf und zeigen einen auffallenden "Sternbalken" quer über das Haufenzentrum. Seine Entfernung beträgt etwa 7.000 LJ.
M 6 (NGC 6405) ist ein eindrucksvoller offener Sternhaufen mit der Fläche des Vollmondes. Er enthält etwa 50 Sterne zu radialen Ketten gruppiert und ist 1.800 LJ entfernt. Er wird deshalb auch Schmetterlingshaufen genannt. Er ist 4,5m hell.
M 7 (NGC 6475) ist ein großer, glänzender und mit bloßem Auge erkennbarer offener Sternhaufen in 900 LJ Entfernung. Seine Ausdehnung beträgt etwa 1° Ein Fernglas oder kleines Teleskop zeigt den Haufen in etwa 50 Mitglieder aufgelöst. Er ist das südlichste Messier-Objekt und etwa 3,5m hell. M 80 (NGC 6093) ist ein kleiner Kugelhaufen von 7,5m, der rund 30.000 LJ entfernt ist. NGC 6124 ist ein 2.000 LJ entfernter offener Sternhaufen, der bereits im Fernglas teilweise aufgelöst werden kann. Er ist etwa 6,0m hell.
NGC 6231 ist ein großer, rund 5.000 LJ entfernter offener Haufen, der Teil des größeren, aber schütteren Haufens lichtschwacher Sterne mit Namen H 12 1° nördlich ist. Er ist etwa 3,5m hell. Die Sternketten zwischen beiden Haufen sind ein Spiralarm unser Galaxie. NGC 6388 ist ein 40.000 LJ entfernter Kugelhaufen von 7,0m. Das Zentrum ist hell, man kann den Kugelhaufen aber nicht auflösen.
Meteorströme
Scorpius-Sagittariiden Dieser Strom mit wechselndem Radianten hat sein Maximum mit bis zu 20 Meteoren pro Stunde um den 14. Juni. Er beginnt bereits im Mai und dauert den ganzen Juni an.
Mythologie
Die Maori sahen in diesem Sternbild einen Fischerhaken. Als der maorische Held Maui fischte, zog er ein Stück Land aus dem Ozean. Die Kanten dieses Landes wurden mit der Zeit immer gezackter, so daß es in zwei Teile zerbrach. Neuseeland war entstanden. Maui zog den Haken mit solcher Wucht aus der Insel, daß dieser in den Himmel geschleudert wurde.
Zu Beginn der mesopotamischen Kultur vor etwa 5.000 Jahren markierte Antares die Position der Sonne im Herbstpunkt. In Ägypten galt der Skorpion lange als Schlange. In Griechenland und Rom waren die Sterne der heutigen Waage (Libra) bis zum 1. Jahrhundert vor Christus Teil der Klauen des Skorpions, bis diese abgetrennt und zu einem eigenständigen Sternbild wurden.
Der Skorpion hatte immer einen schlechten Ruf. Einige griechische Sagen erzählten, daß die Erdgöttin Gäa dem Skorpion befahl, Orion (Orion) zu stechen. Orion starb, wurde aber von Äskulap wiederbelebt. Noch heute verfolgt der Skorpion den Jäger Orion am Himmel: wenn der Skorpion aufgeht, geht Orion unter (stirbt) Geht Orion am Morgen auf (er wurde wiederbelebt), geht der Skorpion unter (er wird von dem über ihm stehenden Schlangenträger (Ophiuchus) scheinbar zertreten)
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Der Schütze, das neunte Sternbild des Tierkreises, ist ein schönes Sternbild des sommerlichen Südhimmels. Leider ist es aufgrund seiner negativen Deklination in unseren Breiten nur teilweise sichtbar. Es kulminiert im Juni und Juli gegen Mitternacht und erstreckt sich in RA von 17h 43min bis 20h 29min sowie in DEC von -11° 40' bis -45° 20'. Dabei wird es von den Sternbildern Schild (Scutum) Schwanz der Schlange (Serpens Cauda) Schlangenträger (Ophiuchus) Skorpion (Scorpius) Südliche Krone (Corona Australis) Teleskop (Telescopium) Indianer (Indus) Mikroskop (Microscopium) Steinbock (Capricornus) und Adler (Aquila) umschlossen. Hier erreicht die Sonne mit DEC -23° 30' den für uns höchsten Punkt ihrer südlichen Bahn, den Wintersonnenwendpunkt (astronomischer Winteranfang auf der Nordhalbkugel, Wintersolstitium). Für alle Orte auf 23,5° südlicher Breite wandert die Sonne an diesem Tag durch den Zenit. Diesen Punkt erreichte die Sonne vor 2.000 Jahren im Sternbild Steinbock (Capricornus), weshalb dieser Breitengrad heute noch "Wendekreis des Steinbocks" genannt wird. Die Verschiebung ist eine Folge der Präzessionsbewegung der Erdachse. Einige Sterne des Schützen bilden die Umrisse einer Teekanne, andere erkennen darin einen Sahnelöffel gerade richtig für diesen üppigen Teil der Milchstraße. Im Schützen liegt auch das Zentrum unserer Galaxie, welches durch die Radio- und Infrarotquelle Sagittarius A markiert wird. Ein direkter Blick ist aber durch Dunkelwolken versperrt.
Stellare Objekte a Sgr - Rukbat ist ein bläulich-weißer Stern von 4,0m in 175 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Knie. Er wird auch Al Rami genannt, was Bogenschütze bedeutet.
b1 Sgr - Arkab Prior ist ein mit bloßem Auge erkennbarer optischer Doppelstern. Er ist bläulich-weiß, 4,0m hell und 380 LJ entfernt. Weiterhin besitzt er einen Begleiter von 7,1m Der Name bedeutet "Vorderteil des Beines". b2 heißt Arkab Posterior, was "Rückseite des Beines" bedeutet. Er ist ein weißer Stern von 4,3m in 130 LJ Entfernung. Arkab bedeutet Achillesferse.
10 g Sgr - Al Nasi ist ein gelber Riese von 3,0m in 97 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Spitze des Pfeiles". 19 d Sgr - Kaus Meridionalii
ist ein orangefarbener Riese von 2,7m in 300 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Mitte des Bogens". 20 e Sgr - Kaus Australis ist ein bläulich-weißer Stern von 1,8m in 145 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Südlicher Teil des Bogens".
h Sgr ist ein Doppelstern von 3,1m und 7,8m in 150 LJ Entfernung
22 l Sgr - Kaus Borealis ist ein orangefarbener Riese von 2,8m in 78 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Nördlicher Teil des Bogens".
38 x Sgr - Ascella ist ein Stern von 2,6m in 90 LJ Entfernung. Der Name stammt vom lateinischen Wort axilla, Achsel.
34 s Sgr - Nunki ist ein bläulich-weißer Stern von 2,0m in 220 LJ Entfernung.
Deep Sky
M 8 (NGC 6523) ist der als Lagunennebel bekannte Gasnebel, der auch schon mit bloßem Auge erkannt werden kann (4,5m) Im Teleskop erkennt man ein dunkles Staubband durch das Zentrum (Nebelfilter) Er umgibt den im Ostteil liegenden Sternhaufen NGC 6530 (25 Sterne 7. Größe und kleiner). M 8 hat etwa 1° Ausdehnung und ist 6.000 LJ entfernt.
M 17 (NGC 6618) ist als Omega-, Schwanen- oder Hufeisennebel bekannt. In kleinen Fernrohren ist er nur als verwaschener Fleck zu sehen, in größeren Geräten zeigt sich seine Bogenform (Nebelfilter) Er ist 6.000 LJ entfernt und 6,0m hell. 1° südlich steht der lockere offene Haufen M 18 (NGC 6613, 4.000 LJ, 7,0m)
M 20 (NGC 6514) ist als Trifidnebel bekannt. Auch in Teleskopen mittlerer Größe ist nur ein verwaschener Fleck zu erkennen (6.000 LJ, 7,3m) Staubbänder teilen den Nebel in drei Bereiche, woher auch der Name rührt (Nebelfilter) Nahe bei M 20 liegt der offene Haufen M 21 (NGC 6531, 4.000 LJ, 6,5m) mit etwa 50 Sternen von 8m bis 12m.
M 22 (NGC 6656) ist ein sternreicher Kugelhaufen, der drittgrößte am Himmel. Seine elliptische Struktur zeigt sich erst im Fernrohr. Das Zentrum ist nicht so stark verdichtet wie bei anderen Kugelhaufen. M 22 ist 10.000 LJ entfernt und 5,5m hell.
M 23 (NGC 6494) ist ein ausgedehnter offener Haufen mit etwa 120 Sternen in 2.200 LJ Entfernung. Er ist etwa 6,0m hell. M 24 ist eine helle, ausgedehnte Sternwolke in der Milchstraße. Für das bloße Auge ist M 24 ein auffälliger Bereich von 4,0m in 8.000 LJ Entfernung, der südlich von M 17 und M 18 liegt.
M 25 (IC 4725) ist ein schütterer Haufen mit 50 Sternen von 6. Größe und darunter in 2.500 LJ Entfernung. Er erscheint 5,0m hell. Zum Haufen gehört der d -Cepheide U Sgr, der alle 6,75 Tage zwischen 6,3m und 7,1m schwankt. M 28 (NGC 6626) ist ein Kugelhaufen von 7,0m in 20.000 LJ Entfernung. Das Zentrum ist hell, ansonsten ist M 28 kaum aufzulösen. M 54 (NGC 6715) ist ein Kugelhaufen von 8,0m in 80.000 LJ Entfernung. Das Zentrum ist hell, aber M 54 ist nicht auflösbar. M 55 (NGC 6809) ist im Fernglas ein nebelhafter Kugelhaufen von 7,0m in 18.000 LJ Entfernung, dessen Randbereiche im kleinen Teleskop in Einzelsterne auflösbar sind. M 69 (NGC 6637) ist ein Kugelhaufen von 8,0m in 30.000 LJ Entfernung. Der Rand ist im Teleskop teilweise aufzulösen. M 70 (NGC 6681) ist ein Kugelhaufen von 8,0m in 30.000 LJ Entfernung. Das Zentrum tritt deutlich hervor, der Rand ist dagegen gerade so aufzulösen. NGC 6723 ist ein Kugelhaufen von 7,5m in 30.000 LJ Entfernung. Er erscheint im Teleskop aufgelöst. NGC 6818 ist ein planetarischer Nebel von 9,5m in 6.000 LJ Entfernung. Im Teleskop erscheint er als grünliches Scheibchen. NGC 6822 ist eine Galaxie von 9,0m in 2 Millionen LJ Entfernung. Es handelt sich hierbei um Barnards Galaxie, einer unserer galaktischen Nachbarn. NGC 6864 ist ein Kugelhaufen von 9,0m in 60.000 LJ Entfernung. Das Zentrum ist hell, aber ansonsten ist das Objekt nicht aufzulösen.
Meteorströme Scorpius-Sagittariiden Dieser Strom mit wechselndem Radianten hat sein Maximum mit bis zu 20 Meteoren pro Stunde um den 14. Juni. Er beginnt bereits im Mai und dauert den ganzen Juni an.
Mythologie
Der Schütze wird als Zentaur, halb Mensch, halb Pferd, angesehen, der mit Pfeil und Bogen auf den Skorpion (Scorpius) zielt. Im Gegensatz zum Sternbild Kentaur (Centaurus), der den sanften Typ darstellt, gehört der Schütze zur aggressiven Sorte seiner Gattung.
Die Griechen sahen in diesem Sternbild den Satyr Krotos (halb Mensch, halb Ziege, mit einem langen Pferdeschwanz) Bei den Römern stand es für den sanften Zentauren Chiron, was zu Verwechslungen mit dem Sternbild Kentaur (Centaurus) führte. Dabei unterscheiden sich beide Wesen stark: der Schütze, ein Jäger, geht auf Nergal, den mesopotamischen Schützengott, zurück. Man verband ihn auch mit der rachsüchtigen Kriegs- und Feuergöttin Irra (gr. Ares, röm. Mars). Chiron (Kentaur, Centaurus) dagegen war sanft und gelehrt. |
Der Schwan ist ein schönes Sternbild des nördlichen Sommerhimmels und wird auch als Kreuz des Nordens bezeichnet. Es erstreckt sich in RA von 19h 8min bis 22h 3min und in DEC von +27° 40' bis +61° 20'. Dabei wird es von den Sternbildern Drache (Draco) Leier (Lyra) Füchschen (Vulpecula) Pegasus (Pegasus) Eidechse (Lacerta) und Kepheus (Cepheus) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Ende Juli gegen Mitternacht. Deneb (a Cyg) bildet mit Wega (a Lyr) und Atair (a Aql) das Sommerdreieck.
Stellare Objekte
50 a Cyg - Deneb ist ein bläulich-weißer Überriese von 1,3m in 2.000 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Schwanz.
6 b Cyg - Albireo ist einer der schönsten Doppelsterne am Himmel. Er steht in 390 LJ Entfernung. Bereits im guten Fernglas offenbart sich ein gelber Riese von 3,1m mit einem bläulich-grünen Begleiter von 5,1m Der Name geht aus einer Fehlübersetzung aus dem Arabischen hervor. Der Übersetzer dachte dabei an die Blume mit Namen Iris und wählte die lateinische Bezeichnung "ab ireo", "von der Iris". Daraus wurde dann Albireo.
37 g Cyg - Sadr ist ein gelber Überriese von 2,2m in 1.400 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Brust. 18 d Cyg ist ein enger Doppelstern in 170 LJ Entfernung. Er umfaßt einen bläulich-weißen Stern von 2,9m und einen 6,5m hellen Begleiter 53 e Cyg - Gienah ist ein gelber Riese von 2,5m in 72 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Flügel. 13 J Cyg ist ein optischer Doppelstern von 4,5m und 6,5m in 61 bzw. 600 LJ Entfernung 54 l Cyg ist ein Doppelstern von 4,8m und 6,1m in 900 LJ Entfernung
78 m Cyg ist ein Doppelstern in 73 LJ Entfernung. Seine weißen Komponenten von 4,8m und 6,2m sind in Teleskopen ab 100 mm Öffnung zu trennen (Distanz: 1,8" Mit einem Fernglas ist ein weiter Begleiter von 6,9m zu erkennen, der aber nicht zum System gehört
31/30 o1 Cyg ist ein optischer Doppelstern, der bereits mit dem Fernglas zu trennen ist Im Aussehen erinnert er an Albireo. Die orangefarbene Komponente von 3,8m ist 1.400 LJ entfernt, der türkis schimmernde Partner von 4,8m nur 750 LJ. Ein Teleskop zeigt neben der helleren Komponente noch einen bläulichen Begleiter von 7,0m
c Cyg ist ein langperiodisch-veränderlicher roter Riese in 340 LJ Entfernung, dessen Helligkeit alle 407 Tage zwischen 6. Größe und 12. Größe schwankt.
24 y Cyg ist ein Doppelstern mit zwei weißen Komponenten von 5,0m und 7,4m in 290 LJ Entfernung. Sie sind bereits mit einem kleinen Teleskop zu trennen 46 w2 Cyg ist ein Doppelstern von 5,4m und 6,6m in 430 LJ Entfernung
34 P Cyg ist ein veränderlicher blauer Überriese in 5.000 LJ Entfernung, dessen Helligkeit plötzlich von etwa 6m auf 3m ansteigen kann. Er scheint nahe seiner Stabilitätsgrenze zu stehen.
W Cyg ist ein veränderlicher Stern mit einer halbregelmäßigen Periode von circa 130 Tagen, in der seine Helligkeit zwischen 5,4m und 6,2m schwankt. Er steht in 600 LJ Entfernung. 16 Cyg ist ein Doppelstern von 6,0m und 6,2m in 70 LJ Entfernung 26 Cyg ist ein orangefarbener Riese von 5,1m in 550 LJ Entfernung mit einem weiten, optischen Begleiter 9. Größe. 29 Cyg ist ein optischer Doppelstern von 4,9m und 6,6m in 135 bzw. 2.000 LJ Entfernung
61 Cyg gehört mit 11,4 LJ Entfernung zu unseren Nachbarn. Ein Teleskop zeigt zwei orangefarbene Zwergsterne von 5,2m und 6,0m 1838 konnte Friedrich Wilhelm Bessel an diesem Paar die erste Fixsternparallaxe messen. 79 Cyg ist ein optischer Doppelstern von 5,7m und 7,0m in 270 bzw. 370 LJ Entfernung
Deep Sky
M 29 (NGC 6913) ist ein unauffälliger offener Sternhaufen mit nur wenigen Sternen. Er ist 4.000 LJ entfernt und erscheint 7,0m hell.
M 39 (NGC 7092) ist ein großer, schütterer offener Sternhaufen mit etwa 25 helleren Sternen in 1.000 LJ Entfernung. Er ist ein Objekt für das Fernglas und erscheint 5,0m hell.
NGC 6826 ist der Blinkende Planetarischer Nebel von 8,5m in 3.000 LJ Entfernung, der in Teleskopen ab 75 mm Öffnung als blaßblaues Scheibchen erscheint. Erst in Teleskopen ab 150 mm Öffnung wird er zu einem lohnenden Objekt. Man sieht den Nebel durch indirektes Sehen, ansonsten nur den Zentralstern von 10,5m.
NGC 6960 bildet zusammen mit NGC 6992 - 6995 den Cirrus- oder Schleiernebel. Zur Beobachtung ist dunkelster Himmel und nur geringe Vergrößerung nötig (Nebelfilter). Die Supernovaüberreste stehen in 1.500 LJ Entfernung und erscheinen 7,5m bis 9,0m hell.
NGC 7000 ist der bekannte Nordamerikanebel, der unter guten Bedingungen bereits mit einem Fernglas zu erkennen ist. Aufgrund seiner geringen Flächenhelligkeit ist er kein leichtes Objekt (Nebelfilter). Auf langbelichteten Aufnahmen tritt seine charakteristische Form deutlich hervor. Er steht in 2.500 LJ Entfernung und erscheint 5,0m hell.
NGC 7027 ist ein leicht sichtbarer planetarischer Nebel in 3.500 LJ Entfernung. Er erscheint 8,5m hell und bleibt außer bei sehr hoher Vergrößerung punktförmig.
IC 5067 ist der Pelikannebel. Er ist, wenn überhaupt, nur bei kleinster Vergrößerung sichtbar (Nebelfilter). Der Pelikannebel steht in 2.500 LJ Entfernung und erscheint 7,0m hell.
Meteorströme
k-Cygniden
Dieser Strom ist in der Zeit vom 12. August bis 6. Oktober aktiv, sind aber nicht reich an Objekten. Im Maximum um den 18. August bringen sie es deshalb auch nur auf 5 bis 10 Meteore pro Stunde zu rechnen.
Mythologie
Schon in vorgriechischer Zeit wurde das Sternbild mit einem Vogel in Verbindung gebracht. In Mesopotamien kannte man es als Urakhga, der Vorläufer des arabischen Ruhk, der wiederum bei uns als Riesenvogel Roch aus "Tausendundeiner Nacht" bekannt wurde. Auf Sindbads zweiter Reise fand er das Ei dieses Vogels, welches er mit 60 Schritt umrunden mußte. Als der Elternvogel zum Gelege zurückkam, hielt sich Sindbad an dessen Krallen fest und wurde ins Tal der Diamanten getragen, aus welchem er als reicher Mann zurückkehrte.
Griechische Sagen erzählen von jungen Männern, die in Schwäne verwandelt wurden. Auch soll der Legende nach Zeus (röm. Jupiter) Leda, die Gemahlin König Tyndareos von Sparta, in Gestalt eines Schwanes verführt haben. Sie gebar daraufhin aus zwei Eiern Helena von Troja und die beiden Dioskuren (Gottessöhne) Kastor und Pollux.
Beim Schwan soll es sich auch um einen Freund des Phaeton, dem Sohn des Sonnengottes, handeln. Er wurde zum Trost als Schwan an den Himmel versetzt, als er Phaeton durch dessen Unfall mit dem Sonnenwagen verloren hatte. Eine andere Sage berichtet, daß Orpheus in einen Schwan verwandelt und zusammen mit seiner Harfe (Leier, Lyra) an den Himmel versetzt wurde.
Andere Kulturen, vornehmlich die Araber, sahen in diesem Sternbild eine Henne. |
Der Schlangenträger besteht nur aus lichtschwachen Sternen, weshalb er nur mühsam zu erkennen ist. Die südlichen Teile liegen in einer sternreichen Gegend der Milchstraße unweit des galaktischen Zentrums, so daß man dort viele Sternhaufen und Nebel findet. 1604 beobachtete man in diesem Sternbild die bisher letzte Supernovaexplosion in der Galaxis. Der Schlangenträger erstreckt sich in RA von 16h 2min bis 18h 46min und in DEC von +14° 20' bis -30° 10' und wird dabei von den Sternbildern Herkules (Hercules) Kopf der Schlange (Serpens Caput) Waage (Libra) Skorpion (Scorpius) Schütze (Sagittarius) Schwanz der Schlange (Serpens Cauda) und Adler (Aquila) umschlossen. Er kulminiert Anfang Juni gegen Mitternacht und ist auf der nördlichen Hemisphäre im Sommer und der südlichen Hemisphäre im Winter zwischen 60° nördlicher Breite und 76° südlicher Breite voll zu sehen.
Stellare Objekte
55 a Oph - Ras Alhague ist ein weißer Stern von 2,1m in 47 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Kopf des Schlangenbeschwörers".
60 b Oph - Kelb Alrai ist ein gelber Riese von 2,8m in 82 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Hundeherz.
52 g Oph ist ein bläulich-weißer Stern von 3,8m in 95 LJ Entfernung.
1 d Oph - Yed Prior ist ein orangefarbener Riese von 2,7m in 170 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "erster Stern der Hand"
2 e Oph - Yed Posterior ist ein orangefarbener Riese von 3,2m in 109 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "letzter Stern der Hand".
13 z Oph ist ein bläulich-weißer Stern von 2,2m in 460 LJ Entfernung.
35 h Oph - Sabik ist ein bläulich-weißer Stern von 2,4m in 83 LJ Entfernung.
10 l Oph - Marfik ist ein Doppelstern in 170 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 4,2m und 5,2m hell
39 o Oph ist ein Doppelstern in 350 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 5,1m und 6,6m hell
5 r Oph ist ein reizvoller Mehrfachstern für kleinere Teleskope in 420 LJ Entfernung. Der hellste Stern von 5,0m hat einen engen Begleiter von 5,7m Zu beiden Seiten stehen weitere Komponenten von 6,8m und 7,3m
69 t Oph ist ein Doppelstern in 170 LJ Entfernung. Die beiden cremefarbenen Partner von 5,2m und 5,9m umrunden sich alle 280 Jahre. Zur Trennung benötigt man ein Teleskop mit mindestens 75 mm Öffnung
7 c Oph ist ein unregelmäßig veränderlicher Stern in 500 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt zwischen 4,2m und 4,7m.
36 Oph ist ein enger Doppelstern in 19,5 LJ Entfernung. Bei den jeweils 5,1m hellen Komponenten handelt es sich um zwei orangefarbene Zwerge
61 Oph ist ein Doppelstern in 500 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 6,2m und 6,6m hell 67 Oph ist ein Doppelstern in 2.000 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 4,0m und 8,1m hell
70 Oph ist ein Doppelstern in 16,6 LJ Entfernung. Das System aus einem gelben und orangefarbenen Partner von 4,2m und 6,0m umrundet sich alle 88 Jahre. Die Trennung ist in Teleskopen ab 100 mm Öffnung möglich
72 Oph ist ein optischer Doppelstern in 83 bzw. 400 LJ Entfernung. Die beiden Partner sind 3,7m und 7,5m hell
Bernards Pfeilstern ist ein Stern von 9,5m in 5,94 LJ Entfernung. Er ist der Stern mit der größten bisher beobachteten Eigenbewegung von 10,4" pro Jahr. Er ist der nächste von Europa aus zu beobachtende Stern. Im Jahre 2015 beträgt die Entfernung nur noch 5,93 LJ.
Deep Sky
M 9 (NGC 6333) ist ein Kugelsternhaufen von 8,0m in 25.000 LJ Entfernung, der im Teleskop kaum aufzulösen ist.
M 10 (NGC 6254) ist ein Kugelsternhaufen von 7,0m in 15.000 LJ Entfernung. Er ist mit dem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu erkennen.
M 12 (NGC 6218) ist ein Kugelsternhaufen von 7,0m in 18.000 LJ Entfernung. Er ist ebenfalls mit dem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu erkennen. Seine Sterne scheinen aber lockerer verteilt zu sein als bei M 10.
M 14 (NGC 6402) ist ein Kugelsternhaufen von 8,0m in 30.000 LJ Entfernung. In ihm sind keine Strukturen oder Einzelsterne beobachtbar. M 19 (NGC 6273) ist ein Kugelsternhaufen von 7,0m in 30.000 LJ Entfernung. Dieser ovale Kugelsternhaufen ist im Randgebiet in Einzelsterne auflösbar. M 62 (NGC 6266) ist ein Kugelsternhaufen von 7,0m in 20.000 LJ Entfernung. M 107 (NGC 6171) ist ein Kugelsternhaufen von 8,5m in 20.000 LJ Entfernung, welcher selbst im Teleskop kaum aufgelöst werden kann. NGC 6369 ist ein planetarischer Nebel von 11,0m in 4.000 LJ Entfernung. NGC 6572 ist ein planetarischer Nebel von 8,5m in 2.000 LJ Entfernung. Teleskope ab 75 mm Öffnung zeigen eine kleine, bläulich-grüne Ellipse.
NGC 6633 ist ein schütterer offener Sternhaufen von 5,0m in 1.000 LJ Entfernung. Im Fernglas erkennt man etwa 65 Mitglieder. IC 4665 ist ein lockerer und unregelmäßig erscheinender offener Sternhaufen von 4,5m in 1.000 LJ Entfernung. Das Fernglasobjekt enthält etwa ein Dutzend Sterne.
Mythologie
Der Schlangenträger und die Schlange, die ihn umwindet, galten früher als ein Sternbild. Der Dichter Manilius 1. Jhd. n. Chr. sagte, daß "der Kampf so lange andauern wird, solange er mit gleichen Mitteln und gleicher Stärke geführt wird" Ophiuchus bedeutet im Griechischen "hart arbeiten", doch trägt kein Held der Antike diesen Namen. Das Sternbild wurde mit dem Heilsgott Äskulap in Verbindung gebracht, von dem Hippokrates geb. um 460 v. Chr. der große Arzt von Kos, abstammen soll. Auf ihn geht das Symbol des ärztlichen Standes, der schlangenumwundene Äskulapstab, zurück.
Der Gott Apollo warb um Äskulaps Mutter Koronis und sandte ihr zur Bewachung eine weiße Krähe. Koronis liebte jedoch Ischys, und obwohl sie von Apollo schwanger war, verband sie sich mit ihrem sterblichen Liebhaber. Apollo war zornig darüber, daß die Krähe Koronis nicht die Augen ausgehackt hatte und verdammt das Tier deshalb, schwarz zu sein. Apollo beschwerte sich bei seine Schwester, der Jägerin Artemis, über die Untreue von Koronis. Diese feuerte daraufhin einen ganzen Köcher Pfeile auf sie ab. Erst als der Leichnam aufgebahrt wurde, empfand Apollo Reue. Da er aber nichts mehr für Koronis tun konnte, schnitt Hermes das ungeborene Kind aus dem Leib der Mutter, so wurde Äskulap gerettet und vom weisen Kentauren Chiron (Kentaur, Centaurus) aufgezogen, der ihn in der Kunst der Medizin unterwies. Doch die Fähigkeit Äskulaps, Tote aufzuwecken, war dem Herrn der Unterwelt, Hades (röm. Pluto), ein Dorn im Auge und er beschwerte sich bei Zeus (röm. Jupiter). Zeus tötete Äskulap mit einem Blitzschlag, woraufhin Apollo Kyklops umbrachte, der diese Blitze für Zeus herstellte.
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Der Rinderhirte ist im Frühjahr und Frühsommer ein auffallendes Sternbild des nördlichen Himmels. Es erstreckt sich in RA von 13h 36min bis 15h 49min und in DEC von +7° 20' bis +55° 00'. Dabei wird es von den Sternbildern Großer Bär (Ursa Major) Jagdhunde (Canes Venatici) Haar der Berenike (Coma Berenices) Jungfrau (Virgo) Kopf der Schlange (Serpens Caput) Nördliche Krone (Corona Borealis) Herkules (Hercules) und Drache (Draco) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Anfang Mai gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
16 a Boo - Arcturus ist ein roter Riese von 0,0m in 36,5 LJ Entfernung. Er hat etwa die Masse der Sonne, aber 27fachen Sonnendurchmesser. Der griechische Name bedeutet Bärenhüter. 42 b Boo - Nekkar ist ein gelber Riese von 3,5m in 220 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Hirte. 27 g Boo - Haris ist ein weißer Stern von 3,0m in 86 LJ Entfernung. Er wird auch Seginus genannt. 49 d Boo ist ein gelber Riese von 3,5m in 118 LJ Entfernung. Er besitzt einen weiten Begleiter von 7,8m 36 e Boo - Izar ist ein Doppelstern in 210 LJ Entfernung. Es handelt sich um einen orangefarbenen Riesen von 2,5m mit einem engen, blauen Begleiter von 4,9m. Zur Trennung benötigt man ein Teleskop ab 75 mm Öffnung bei mindestens 100facher Vergrößerung Dann wird auch klar, warum das Paar den Beinamen Pulcherrima, "die Schönste" trägt. Izar bedeutet Gürtel oder Lendentuch. 8 h Boo - Mufrid ist ein Stern von 2,7m in 36,5 LJ Entfernung. Der Name leitet sich vom arabischen Wort Al Mufrid al Ramih ab, was "einsamer Stern des Lanzers" bedeutet.
21 i Boo ist ein weiter Doppelstern von 4,8m und 8,1m in 98 LJ Entfernung Die Distanz zu k Bootis beträgt nur 36'. 17 k Boo ist ein Doppelstern von 4,5m und 6,6m in 165 LJ Entfernung, der bereits in kleinen Teleskopen zu trennen ist
51 m Boo - Alkalurops ist ein Dreifachstern in 120 LJ Entfernung, der mit bloßem Auge als bläulich-weißer Stern von 4,3m erscheint. Im Fernglas erkennt man bereits einen weiten Begleiter der in Teleskopen ab 75 mm Öffnung wieder als Doppelstern mit zwei Komponenten von 7,0m und 7,6m zu erkennen ist Der Name bedeutet Wander- oder Hirtenstab.
52/53 n1/2 Boo ist ein optischer Doppelstern, dessen weiße Komponente (5,0m) 170 LJ entfernt ist und die andere, ein orangefarbener Riese (5,0m) 330 LJ. Er ist bereits im Fernglas zu trennen.
29 p Boo ist ein optischer Doppelstern in 320 LJ Entfernung. Seine bläulich-weißen Komponenten sind 4,9m und 5,8m können bereits in kleinen Teleskopen getrennt werden 37 x Boo ist ein Doppelstern für kleine Teleskope in 21,9 LJ Entfernung. Er besteht aus einem gelben (4,7m) und einem orangefarbenen (6,9m) Stern
44 i Boo ist ein Doppelstern in 42 LJ Entfernung mit einem Hauptstern von 5,1m und einem veränderlichen Begleiter, dessen Helligkeit mit einer Periode von 0,27 Tagen zwischen 6,0m und 6,6m schwankt.
34 W Boo ist ein halbregelmäßig veränderlicher Stern, der in einer Periode von 30 bis 450 Tagen zwischen 4,7m und 4,9m schwankt. Er steht 800 LJ entfernt.
39 Boo ist ein Doppelstern von 6,2m und 6,6m in 230 LJ Entfernung
Meteorströme
Quadrantiden
Dieser Strom ist zwischen dem 1. und 6. Januar zu beobachten. Das Maximum um den 4. Januar bringt bis zu 70 Meteore pro Stunde. Der Name stammt vom früheren Sternbild "Quadrans Muralis" (Mauerquadrant) welches heute im Bootes integriert ist. Der Strom wird deshalb auch Bootiden genannt.
Mythologie
Eine Legende setzt Bootes mit dem Athener Ikarios, dem Vater der Erigone, gleich. Der Gott Dionysos (röm. Bacchus) lehrte Ikarios den Weinanbau, der diesen Wein an einige Bauern ausschenkte. Die Bauern wurden betrunken und dachten, Ikarios habe sie vergiftet, woraufhin sie ihn erschlugen. Erigone suchte mit Hilfe des Hundes Maira das Grab ihres Vaters. Als sie es entdeckt hatte, übermannte sie die Trauer und erhängte sich. Zeus (andere Quellen sprechen von Dionysos selbst) setzte sie als Sternbild Jungfrau (Virgo) an den Himmel, Ikarios wurde zu Bootes und Maira entweder zu Procyon im Kleinen Hund (Canis Minor) oder einem der Hunde im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici)
a Bootis heißt Arcturus, was Bärenhüter bedeutet. Dies bezieht sich auf die Tatsache, daß er dem Großen und Kleinen Bären (Ursa Major, Ursa Minor) beständig um den Nordpol folgt. Dies deckt sich auch mit der gebräuchlichen Darstellung des Sternbildes als einen Hirten, der einen Bären über den Himmel führt. Darüber hinaus hielt er auch oft die Leine der Jagdhunde (Canes Venatici) Im Altertum war Arcturus einer der meist beobachteten Sterne, so berichtet es der griechische Dichter Hesiod im 8. Jahrhundert vor Christus. Er galt zu dieser Zeit als Vorbote eines Sturms und in der späteren Astrologie als Überbringer von Reichtum und Ruhm. |
Der Pegasus ist ein Herbststernbild und erstreckt sich in RA von 21h 9min bis 0h 15min und in DEC von +2° 20' bis +36° 30'. Dabei wird er von den Sternbildern Schwan (Cygnus) Füchschen (Vulpecula) Delphin (Delphinus) Füllen (Equuleus) Wassermann (Aquarius) Fische (Pisces) Andromeda (Andromeda) und Eidechse (Lacerta) umschlossen. Die östliche Seite des markanten Vierecks entspricht fast dem Äquinoktial-Kolur (Äquinoktien = Schnittpunkte der Ekliptik mit dem Himmelsäquator, Kolur = 0h RA) Das Sternbild kulminiert im September gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
54 a Peg - Markab ist ein bläulich-weißer Stern von 2,5m in 140 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Sattel. 53 b Peg - Scheat ist ein roter Riese in 200 LJ Entfernung, dessen Helligkeit alle 30 Tage zwischen 2,4m und 2,6m schwankt. Der Name bedeutet Schienbein; er wird auch Menkib, Schulter, genannt
88 g Peg - Algenib ist ein bläulich-weißer Stern von 2,8m in 360 LJ Entfernung. Er ist ein Variabler der Klasse b-Cephei, dessen Lichtwechsel innerhalb von 3 Stunden 40 Minuten mit bloßem Auge unsichtbar ist. Der Name bedeutet Flügel oder Seite.
8 e Peg - Enif ist ein gelber Überriese von 2,4m in 700 LJ Entfernung. Kleinere Teleskope zeigen einen bläulichen Begleiter von 8,7m, in größeren Teleskopen wird noch ein enger Begleiter 11. Größe sichtbar. Der Name bedeutet Nase.
42 z Peg - Homam ist ein weißer Stern von 3,4m in 205 LJ Entfernung. Der Name kommt vielleicht von Sa'd al Humam, "Glücksstern des Helden", der Mann, der das himmlische Roß reiten konnte. Er wurde auch Al Hammam, Flüsterer, genannt. Eine Anlehnung an die geheime Zigeunerkunst des Zähmens, das Pferdeflüstern.
44 h Peg - Matar ist ein gelber Riese von 2,9m in 220 LJ Entfernung. Der Name kommt von Al Sa'd al Matar, Glücksregen.
26 J Peg - Baham ist ein Stern von 3,5m in 97 LJ Entfernung. 48 m Peg - Sadalbari ist ein Stern von 3,5m in 117 LJ Entfernung. 29 p Peg ist ein sehr weiter, optischer Doppelstern mit einem weißen (4,3m) und einem gelben (5,6m) Partner in 250 LJ bzw. 260 LJ Entfernung.
1 Peg ist ein gelber Riese von 4,1m in 155 LJ Entfernung. Sein Begleiter ist 9. Größe und auch in kleinen Teleskopen zu erkennen.
72 Peg ist ein Doppelstern von 5,6m und 5,9m in 500 LJ Entfernung
Deep Sky
M 15 (NGC 7078) ist eine reicher heller Kugelhaufen von 6,5m in 35.000 LJ Entfernung. Fernrohre zeigen ein nebliges Leuchten und ab 150 mm Öffnung sind die Randbezirke aufzulösen.
NGC 7331 ist eine Spiralgalaxie von 10,0m in 40 Millionen LJ Entfernung. Unter guten Bedingungen ist sie in Teleskopen ab 100 mm Öffnung als länglicher Nebelfleck erkennbar. 30' südwestlich findet man Stephans Quintett (5 Galaxien von 13m, sehr schwierig)
Mythologie
Die Darstellung als geflügeltes Roß geht wohl auf die mesopotamische und etruskische Astrologie zurück. Pegasus wurde gezeugt, als der Meeresgott Poseidon (röm. Neptun) als Pferd verkleidet, die jungfräuliche Dienerin Athenes, Medusa, verführte. Diese wurde aufgrund des Verlustes ihrer Jungfräulichkeit von Athene in ein Monstrum verwandelt. Als nun Perseus (Perseus) die Gorgone Medusa enthauptete, entsprang Pegasus ihrem Körper.
Pegasus wurde aber auch mit Poesie in Verbindung gebracht: Als er seinen Huf auf den Berg Helikon stampfte, entsprang eine den neun Musen geweihte Quelle.
Ursprünglich war Pegasus das Pferd des Helden Bellerophon. Ihm war Athene mit einem Zaumzeug aus Gold im Traum erschienen, um ihm zu raten, Pegasus zu reiten. Pegasus ließ das auch willig zu. Andere Stellen berichten, daß der Held Perseus das Flügelroß ritt, als er Andromeda (Andromeda) vor dem Meeresungeheuer Ketos (Cetus, Walfisch) rettete. |
Der Perseus erstreckt sich in RA von 1h 30min bis 4h 51min und in DEC von +31° 00' bis +59° 10'. Dabei wird er von den Sternbildern Kassiopeia (Cassiopeia) Andromeda (Andromeda) Dreieck (Triangulum) Widder (Aries) Stier (Taurus) Fuhrmann (Auriga) und Giraffe (Camelopardalis) umschlossen. Dieses Sternbild kulminiert im November gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
33 a Per - Algenib ist ein gelber Überriese von 1,8m in 600 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "Auf der rechten Seite"´ Er wird auch Mirfak genannt, was Ellbogen heißt.
26 b Per - Algol ist der Prototyp einer Klasse von Bedeckungsveränderlichen, bei denen sich periodisch zwei Sterne gegenseitig verfinstern. Alle 2,87 Tage fällt die Helligkeit für 10 Stunden von 2,1m auf 3,4m ab. Algol steht 93 LJ entfernt. Der arabische Name bedeutet Teufels- bzw. Dämonenstern oder "Kopf der Gul", ein böser arabischer Dämon. Bei den Griechen stellte er den bösen, zu Stein wandelnden Blick der Medusa dar. Bei den Hebräern stand er für den "Kopf des Satan" oder Lilith, die erste Frau Adams, die zu einem Vampir wurde.
23 g Per ist ein gelber Riese von 2,9m in 250 LJ Entfernung. 39 d Per ist ein blauer Riese von 3,0m in 600 LJ Entfernung. 45 e Per ist ein Doppelstern von 2,9m in 600 LJ Entfernung. Der Begleiter ist nur 7,5m hell, wodurch er für kleine Teleskope schwer zu erkennen ist
44 z Per - Menkib ist ein blauer Überriese von 2,8m in 1.200 LJ Entfernung mit einem Begleiter von 9,4m, der auch in kleineren Teleskopen zu sehen ist.
15 h Per - Miram ist ein orangefarbener Überriese von 3,8m in 1.200 LJ Entfernung, dessen blauer Begleiter (8,6m) bereits in kleinen Teleskopen zu sehen ist 38 o Per - Atik ist ein Stern von 3,8m in 1.200 LJ Entfernung. 25 r Per ist ein roter Riese in 310 LJ Entfernung, der halbregelmäßig zwischen 3,3m und 3,5m schwankt. 57 Perist ein Doppelstern von 6,1m und 6,8m in 220 LJ Entfernung
Deep Sky
M 34 (NGC 1039) ist ein offener Sternhaufen, der gerade noch mit bloßem Auge zu erkennen ist. Mit 80 Sternen enthält er weniger Sterne und ist auch weniger dicht als h + c Persei. Der Haufen ist etwa 1.400 LJ entfernt. Er erscheint 5,5m hell.
NGC 869/NGC 884 ist der bekannte offene Doppelsternhaufen h + c Persei. Beide sind bereits mit bloßem Auge zu erkennen, entfalten ihre Pracht aber erst im Fernglas. Jeder von ihnen bedeckt eine Fläche größer als der Vollmond, wobei NGC 869 heller ist und mehr Sterne (rund 350) enthält als NGC 884 (rund 300) Beide Haufen sind etwa 8.000 LJ entfernt. Sie erscheinen jeweils etwa 4,0m hell.
Meteorströme
Perseiden Dieser berühmte Strom ist vom 23. Juli bis 20. August zu beobachten. Während seines Maximums um den 12. August sind stündlich bis zu 75 Meteore zu sehen. Feuerkugeln oder Boliden sind bei diesem als "Tränen des Laurentius" bekannten Strom keine Seltenheit. Der Radiant liegt bei g Persei.
Mythologie
Perseus, der Held, vollbrachte seine erste gute Tat, als er seine Mutter Danae vor der Lüsternheit des Königs Polydektes schützte. Damit der König von seiner Mutter abließe und eine andere heirate, mußte Perseus versprechen, das Haupt der Gorgone Medusa zu bringen. Medusa war eine ehemalige Dienerin Athenes und wurde von Poseidon (röm. Neptun) vergewaltigt. Zur Strafe für den Verlust der Jungfräulichkeit verwandelte Athene sie in ein Wesen, aus dessen Kopf Schlangen sprossen und deren Blick andere zu Stein verwandelte. Perseus erhielt von Athene vor dem Kampf eine Sichel, um den Kopf Medusas abzuschlagen und ein poliertes Schild, in dem er die Gorgone sehen konnte ohne ihr direkt ins Antlitz schauen zu müssen. Perseus überraschte Medusa im Schlaf und köpfte sie. Auf dem Heimweg rettete er mit Hilfe dieses Kopfes Andromeda, die dem Meeresungeheuer Ketos (Cetus, Walfisch) als Opfer dargebracht werden sollte. |
Der Orion ist das wohl auffälligste Sternbild am Himmel. Es erstreckt sich in RA von 4h 43min bis 6h 26min und in DEC von +22° 50' bis -11° 00' und wird dabei von den Sternbildern Stier (Taurus) Eridanus (Eridanus) Hase (Lepus) Einhorn (Monoceros) und Zwillinge (Gemini) umschlossen. Der Orion kulminiert Mitte Dezember gegen Mitternacht und ist dann, außer in den Polregionen, überall vollständig zu beobachten. Rigel (b Ori) bildet mit Sirius (a CMa)Procyon (a CMi) Capella (a Aur) Aldebaran (a Tau) und Castor (a Gem) das Wintersechseck.
Stellare Objekte
58 a Ori - Beteigeuze oder auch Betelgeuse ist ein roter Überriese in 350 LJ Entfernung, dessen Durchmesser aufgrund seiner Instabilität zwischen 300fachem und 400fachem Sonnendurchmesser schwankt. Seine Helligkeit schwankt deshalb halbregelmäßig mit Perioden von 420 Tagen und circa 6 Jahren zwischen 0,3m und 0,9m. Der arabische Name bedeutet "Achsel des Mittleren"
19 b Ori - Rigel ist ein bläulich-weißer Überriese von 0,1m in 800 LJ Entfernung. Er hat einen Begleiter von 6,8m, der in kleinen Teleskopen nicht leicht zu entdecken ist Der Name bedeutet "Bein des Riesen".
24 g Ori - Bellatrix ist ein blauer Riese von 1,6m in 240 LJ Entfernung. Der Name leitet sich von der mittelalterlichen Übersetzung des arabischen Al Najid, "der Eroberer" ab und bedeutet Kämpferin.
34 d Ori - Mintaka ist ein komplexer Vielfachstern in 1.200 LJ Entfernung. Mit bloßem Auge erscheint er als bläulich-weißer Stern von 2,2m, dessen weiter Partner von 6,8m bereits im Fernglas zu sehen ist Zudem ist die Hauptkomponente ein Bedeckungsveränderlicher, der alle 5,7 Tage seine Helligkeit um 0,1m verändert. Der Name bedeutet Gürtel. d Ori, e Ori und z Ori bilden die Gürtelsterne, auch als "Jakobsstab" bekannt.
46 e Ori - Alnilam ist ein blauer Überriese von 1,7m in 1.200 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Perlenkette.
50 z Ori - Alnitak ist ein Dreifachstern in 1.200 LJ Entfernung, der dem bloßen Augen als bläulich-weißer Stern von 1,9m erscheint. Teleskope ab 75 mm Öffnung zeigen einen engen Begleiter von 4,0m und in größerer Distanz einen dritten Partner 10. Größe.
28 h Ori ist ein komplexer Vielfachstern in 1.200 LJ Entfernung. In Teleskopen ab 100 mm Öffnung erkennt man ein enges Sternenpaar von 4,0m und 4,9m (Distanz:1,7" dessen hellerer Partner ein Bedeckungsveränderlicher mit einer Periode von 8 Tagen (Dauer: 15 Stunden) bei einer Helligkeitsänderung zwischen 3,6m und 4,0m ist.
41 J1 Ori ist ein Mehrfachstern in 1.400 LJ Entfernung und liegt im Herzen des Orionnebels. Er wird auch Trapez genannt, da man in kleinen Teleskopen hier vier Sterne in der Anordnung eines Trapezes erkennen kann. T eleskope ab 100 mm Öffnung zeigen zusätzlich zwei Sterne 11. Größe. Die Eckpunkte des Trapezes sind 5,1m, 6,7m, 6,7m und 8,0m hell. Die Distanzen betragen: J1-J2 140"; 5,1-6,7 13,3"; 5,1-6,7 12,7" und 6,7-8,0 8,7" In direkter Nachbarschaft liegt J2 Orionis.
43 J2 Ori ist ein Doppelstern von 5,1m und 6,4m in 1.400 LJ Entfernung
44 i Ori ist ein Doppelstern von 2,8m und 6,9m in 1.400 LJ Entfernung, der bereits in kleinen Teleskopen zu trennen ist Im gleichen Gesichtsfeld liegt auch Struve 747, ein Paar bläulich-weißer Sterne (4,7m/5,6m
53 k Ori - Saiph ist ein blauer Überriese von 2,1m in 750 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Schwert.
39 l Ori - Heka ist ein bläulich-weißer Stern von 3,6m in 12400 LJ Entfernung mit einem engen Begleiter von 5,5m. Dieser ist in kleinen Teleskopen erst bei starker Vergrößerung sichtbar
27 r Ori ist ein orangefarbener Riese von 4,5m in 280 LJ Entfernung mit einem Begleiter von 8,6m. Er ist durch den starken Helligkeitsunterschied in kleinen Teleskopen nicht leicht zu erkennen.
48 s Ori ist ein bläulich-weißer Stern von 3,8m in 1.200 LJ Entfernung. Das Teleskop zeigt einen bläulichen und einen rötlichen Begleiter von jeweils 6,6m und noch näher am Zentralstern einen Begleiter 10. Größe. Mit im Gesichtsfeld steht der lichtschwache Dreifachstern Struve 761, ein Dreieck aus Sternen 8. und 9. Größe. VV Ori ist ein veränderlicher Stern in 1.200 LJ Entfernung, dessen Helligkeit mit einer Periode von 1,5 Tagen (Dauer: 6 Stunden) zwischen 5,3m und 5,7m schwankt.
14 Ori ist ein Doppelstern in 180 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,8m und 6,6m hell 22 Ori ist ein Doppelstern in 1.200 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 4,7m und 5,7m hell 23 Ori ist ein Doppelstern in 1.200 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,0m und 7,2m hell 32 Ori ist ein Doppelstern in 300 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 4,5m und 5,8m hell 33 Ori ist ein Doppelstern in 1.200 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,8m und 6,9m hell 42, 45 Ori ist ein optischer Doppelstern in 1.400 bzw. 380 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 4,6m und 5,2m hell Er liegt in NGC 1973
52 Ori ist ein Doppelstern in 450 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind jeweils 6,0m hell
Deep Sky
M 42 / M 43
NGC 1976 und NGC 1982, ist der berühmte Orionnebel, eine Gas- und Staubwolke mit einem Durchmesser von 15 LJ in 1.400 LJ Entfernung. Sie erscheint 3,5m hell. In ihr bildet sich zur Zeit ein Sternhaufen. Hinter dem sichtbaren Teil des Orionnebels, der durch J1 Orionis zum Leuchten angeregt wird, befindet sich ein noch größere Dunkelwolke, die von Radioastronomen entdeckt wurde. Der Orionnebel ist etwa ein Quadratgrad groß und wird durch ein Band dunkler Materie, den "Fischmund" in M 42 und M 43 (8,0m, 1.400 LJ) unterteilt.
M 78 (NGC 2068) ist kleiner, länglicher, aber heller Reflexionsnebel um einen Doppelstern 9. Größe. Er ist 1.200 LJ entfernt und erscheint 8,0m hell. In großen Amateurteleskopen ist seine zarte Struktur zu erahnen. 15' nördlich findet man den Reflexionsnebel NGC 2071 von 10,0m. NGC 1788 ist ein schwieriger Reflexionsnebel von 9,0m in 1.400 LJ Entfernung mit einem Stern von 10,0m.
NGC 1977 ist ein kleine Nebelwolke um 42 Orionis, unmittelbar nördlich des Orionnebels. Sie ist schwierig zu beobachten und ist in dreigeteilt NGC 1973, 1975 und 1977 Sie erscheint 8,0m hell und ist 1.400 LJ entfernt.
NGC 1981 ist ein schütterer offener Sternhaufen nördlich von NGC 1977. Er erscheint 4,5m hell und ist 1.400 LJ entfernt. Teil dieses Haufens ist der Doppelstern Struve 750 mit Sternen 6. und 8. Größe.
NGC 2024 ist ein leuchtendes Gebiet von etwa einem halben Grad um z Orionis. Ein Nebelfetzen erstreckt sich in südlicher Richtung bis zum Pferdekopfnebel, einer Dunkelwolke mit entsprechendem Aussehen. Beide Gebilde sind aber als fotografische Objekte anzusehen. NGC 2024 erscheint 5,0m hell und ist 1.200 LJ entfernt.
NGC 2175 ist ein unauffälliger offener Sternhaufen in 7.000 LJ Entfernung. Er erscheint 7,0m hell. Ein Nebelfilter zeigt 10' nördlich den Gasnebel NGC 2174.
Meteorströme
Orioniden Dieser Strom ist in der Zeit vom 14. bis 28. Oktober aktiv. Während seines Maximums um den 21. Oktober treten etwa dreißig bis vierzig Meteore pro Stunde auf.
Mythologie
Orion war ein tapferer Jäger in der griechischen Mythologie. Er prahlte damit, alle lebenden Tiere töten zu können. Dies erzürnte die Erdgöttin Gäa, so daß sie den Skorpion (Scorpius) sandte, um den Jäger zu töten. Diesen Ablauf kann man auch am Sternenhimmel verfolgen: steigt Skorpion im Osten auf, geht Orion tödlich verletzt im Westen unter. Versinkt dagegen Skorpion im Westen, in die Erde getreten durch den Heilsgott Äskulap, dargestellt durch den Schlangenträger (Ophiuchus), wird Orion durch diesen Gott wiederbelebt und erscheint erneut im Osten.
Das Thema von Tod und Wiedergeburt findet man aber auch in älteren Kulturen, wie z. B. bei den Ägyptern. Fünf Pyramiden der vierten Dynastie auf dem Gizeh-Plateau sind auf die Sterne des Orion ausgerichtet. Der Nil stellt dabei die Milchstraße dar. Der Südschacht der Großen Pyramide orientiert sich an den Gürtelsternen, und zwar an z Orionis, wie er um 2.700 bis 2.600 v. Chr. stand. Damals sah man in Orion Osiris, den Gott des Todes und ersten Königs von Ägypten. Man glaubte, daß der König diese Sterne nach seinem Tode auf irgendeine Weise befruchtete, um zu gewährleisten, daß der Sonnengott Horus in seinem Nachfolger wiedergeboren wird. |
Die Nördliche Krone ist ein kleines, aber durchaus ausgeprägtes Sternbild. Es erstreckt sich in RA von 15h 16min bis 16h 25min und in DEC von +25° 30' bis +39° 40'. Dabei wird es von den Sternbildern Rinderhirte (Bootes) Kopf der Schlange (Serpens Caput) und Herkules (Hercules) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Mitte Mai gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
5 a CrB - Gemma ist ein bläulich-weißer Stern von 2,2m in 75 LJ Entfernung. Es handelt sich hierbei um einen Bedeckungsveränderlichen des Algol-Typs, dessen Helligkeit innerhalb von 17,4 Tagen aber nur um 0,1m abnimmt. Gemma bedeutet "ungeöffnete Knospe einer Blumenkrone" und wird auch Alphecca genannt.
3 b CrB - Nusakan ist ein Stern von 3,7m in 116 LJ Entfernung. 8 g CrB ist ein Doppelstern in 145 LJ Entfernung mit zwei Komponenten von 4,1m und 5,5m 7 z CrB ist ein Doppelstern in 450 LJ Entfernung, dessen blaue Komponenten von 5,0m und 6,0m, bereits in kleinen Teleskopen zu trennen sind 2 h CrB ist ein Doppelstern in 59 LJ Entfernung mit zwei Komponenten von 5,6m und 5,9m 20/21 n1/2 CrB ist ein weiter, optischer Doppelstern mit zwei gleichhellen orangefarbenen Komponenten von 5,4m, die 420 bzw. 490 LJ entfernt sind. 17 s CrB ist ein Doppelstern in 71 LJ Entfernung, dessen gelbe Komponenten von 5,6m und 6,6m bereits in kleinen Teleskopen zu trennen sind R CrB ist ein gelber Überriese in 4.000 LJ Entfernung. Üblicherweise ist er ein Stern 6. Größe (5,7m bis 6,3m) dessen Helligkeit aber plötzlich innerhalb weniger Wochen auf 14. Größe schrumpfen kann. Danach steigt sie wieder über mehrere Monate auf den alten Wert. Dies geschah zuletzt 1962, 1972 und 1977.
T CrB ist der "Flammende Stern", den man als wiederkehrende Nova bezeichnen kann. Seine Helligkeit kann plötzlich von 11. Größe auf 2. Größe ansteigen. Die letzten Ausbrüche wurden 1866 und 1946 beobachtet.
Mythologie
In der griechischen Mythologie stand die Nördliche Krone für die Krone bzw. den Kranz der Ariadne, Tochter des kretischen Königs Minos. Es war das Brautgeschenk von Dionysos röm. Bacchus bzw. der Venus (je nach Quelle Alle neun Jahre ließ der König sieben Jungfrauen und sieben Jünglinge aus Athen dem Minotaurus opfern. Einem Wesen, halb Mensch, halb Stier, welches in einem Labyrinth wohnte, aus dem es kein Entkommen gab.
Theseus, der Thronerbe Athens, bot sich als Opfer an. Doch Ariadne verliebte sich in ihn und gab ihm ein Knäuel aus goldenem Garn, mit dessen Hilfe er den Weg aus dem Labyrinth finden würde. Er tötete den Minotaurus und kehrte nach Athen zurück. Ariadne, die auf Naxos zurückgelassen worden war, starb aus Verzweiflung. Dionysos setzte ihre Krone an den Himmel.
Für die Perser und Araber stellte das Sternbild "den Derwischteller", "die bettelnde Schale" oder "den zerbrochenen Teller" dar. |
Der Löwe ist eines der eindrucksvollsten Sternbilder des nördlichen Himmels
und erstreckt sich in RA von 9h 21min bis 11h 58min und in DEC von +33° 00' bis -6° 40'. Dabei wird es von den Sternbildern Kleiner Löwe (Leo Minor) Luchs (Lynx) Krebs (Cancer) Wasserschlange (Hydra) Sextant (Sextans) Becher (Crater) Jungfrau (Virgo) Haar der Berenike (Coma Berenices) und Großer Bär (Ursa Major) umschlossen. Das fünfte Sternbild des Tierkreises ist am besten Anfang März zu beobachten. Hier findet sich auch ein unscheinbarer roter Zwergstern von 13,5m namens Wolf 359, der aber mit 7,6 LJ Entfernung unser drittnächster Nachbarstern ist.
Stellare Objekte
32 a Leo - Regulus ist ein bläulich-weißer Stern von 1,4m in 77 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Kleiner König". Regulus ist auch unter dem Namen Cor Leonis oder arab. Kabeleced, Löwenherz, bekannt. Er hat einen Begleiter von 7,9m 94 b Leo - Denebola ist ein weißer Stern von 2,1m, steht 36 LJ entfernt und hat einen weiten Begleiter von 8,5m Der Name bedeutet Löwenschwanz.
41 g Leo - Algieba ist ein Doppelstern mit zwei goldgelben Riesen von 2,3m und 3,5m Der Name bedeutet Löwenmähne oder Stirn. Die 125 LJ entfernten Sterne sind bereits in kleinen Teleskopen mit 50 mm Öffnung zu trennen. Dazu gehört noch ein optischer Begleiter 5. Größe.
68 d Leo - Zosma ist ein bläulich-weißer Stern von 2,6m in 58 LJ Entfernung. 17 e Leo - Ras Elased Australis ist ein gelber Riese von 3,0m in 260 LJ Entfernung.
36 z Leo - Aldhafera ist ein weißer Stern von 3,4m in 260 LJ Entfernung. Bereits im Fernglas erkennt man einen orangefarbenen optischen Begleiter von 5,8m in geringer Distanz und einen weiten optischen Begleiter von 6,0m. 70 J Leo - Coxa ist ein Stern von 3,3m in 170 LJ Entfernung.
78 i Leo ist ein schwieriger Doppelstern in 80 LJ Entfernung für Teleskope ab 150 mm Öffnung Die beiden Komponenten haben Helligkeiten von 4,1m und 6,7m. 4 l Leo - Alterf ist ein Stern von 4,3m in 320 LJ Entfernung. 24 m Leo - Ras Elased Borealis ist ein Stern von 3,9m in 134 LJ Entfernung. 14 o Leo - Subra ist ein Stern von 3,5m in 134 LJ Entfernung. 2 w Leo ist ein Doppelstern von 5,9m und 6,5m in 112 LJ Entfernung 54 Leo ist ein Doppelstern von 4,5m und 6,3m in 290 LJ Entfernung R Leo ist ein veränderlicher roter Riese vom Mira-Typ in 300 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt in 312 Tagen zwischen 5,8m und 10,0m.
Deep Sky
M 65, M 66 NGC 3623 und NGC 3627 sind ein Galaxienpaar in 40 Millionen LJ Entfernung von 9,5m bzw. 9,0m. Die längliche Form ist erst in Teleskopen ab 100 mm Öffnung zu erkennen. M 95, M 96
NGC 3351 und NGC 3368 sind ein Galaxienpaar in 40 Millionen LJ Entfernung von 10,0m bzw. 9,5m. In kleinen Teleskopen als runde Nebelflecken zu erkennen. M 105 (NGC 3379) ist eine elliptische Galaxie von 9,5m, die etwa 1° von
M 95/M 96 entfernt liegt. Entfernung ca. 40 Millionen LJ. NGC 2903 ist eine Galaxie von 9,0m in 25 Millionen LJ Entfernung. NGC 3384 ist eine Galaxie von 10,0m in 40 Millionen LJ Entfernung. NGC 3628 ist eine Galaxie von 10,0m in 40 Millionen LJ Entfernung.
Meteorströme
d -Leoniden Dieser schwache Strom dauert vom 5. Februar bis 19 März. Das Maximum wird um den 26. Februar erreicht. g -Leoniden Dieser Strom hat seinen Radianten nahe g Leonis und erreicht um den 17. November mit stündlich bis zu 10 Meteoren sein Maximum. Er dauert vom 15. bis 20. November. s -Leoniden Bereits Ende März treten die ersten Vertreter dieses schwachen Stromes auf, dessen Maximum um den 17. April zu erwarten ist.
Mythologie
Regulus liegt auf der Ekliptik und gehörte in Mesopotamien zu den vier Königlichen Sternen oder Aufsehern. Die anderen drei waren Aldebaran (a Tau), Antares (a Sco) und Fomalhaut (a PsA)
Der Löwe wurde bereits seit den Anfängen der mesopotamischen Zivilisation mit der Sonne in Verbindung gebracht. Die Ägypter verbanden den heliakischen Aufgang (erstes Erscheinen in der Morgendämmerung) von Sirius (a CMa) und die Nilschwemme im Sommer mit ihm, da beide Ereignisse stattfanden, wenn die Sonne in diesem Sternbild stand. Dies erklärt auch, warum griechische und römische Architekten häufig Löwenköpfe an Quellen und Brunnen errichteten und auch die ägyptischen Kanalschleusen damit verziert waren.
Eine der zwölf Aufgaben des Herkules war es, den nemeischen Löwen zu töten, den nun das Sternbild Löwe darstellt. Er hatte eine Haut aus Stein und Metall. Herkules konnte das Tier erwürgen und anschließend mit Hilfe einer Pranke abhäuten. Das Fell diente ihm als Rüstung und der Kopf als Helm. Auch stellte Leo den Löwen in der traurigen Geschichte des Liebespaares Pyramus und Thisbe dar. In den Metamorphosen des Ovid 43 v. Chr. - 17 n. Chr. hieß es, daß die Eltern des Paares die Verbindung ablehnten. Sie konnten sich nur heimlich durch einen Spalt in der Mauer unterhalten und vereinbarten ein Treffen außerhalb der Stadt. Der Treffpunkt war ein Maulbeerbaum mit weißen Früchten. Als Thisbe dort ankam, traf sie auf einen Löwen mit blutigen Pranken und floh. Dabei verlor sie ihren Schal, den der Löwe zerriß. Pyramus fand den Schal und nahm an, Thisbe sei der Bestie zum Opfer gefallen, woraufhin er sich aus Gram mit seinem Schwert tötete. Als Thisbe zurückkehrte und ihren Liebsten fand, tötete sie sich ebenfalls. Das Blut der Liebenden färbte die weißen Maulbeerfrüchte so wie sie heute noch sind, rot. Diese Erzählung diente als Warnung für alle Eltern, sich nicht den Kindern in den Weg zu stellen. Zeus setzte Thisbes Schleier als Coma Berenices (Haar der Berenike) an den Himmel, wo es neben dem Löwen zu finden ist.
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Die Leier ist ein kleines, aber schönes Sternbild des nördlichen Sommerhimmels. Es erstreckt sich in RA von 18h 13min bis 19h 28min und in DEC von +25° 40' bis +47° 40'. Dabei wird es von den Sternbildern Drache (Draco) Herkules (Hercules) Füchschen (Vulpecula) und Schwan (Cygnus) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Anfang Juli gegen Mitternacht. Wega (a Lyr) bildet mit Atair (a Aql) und Deneb (a Cyg) das Sommerdreieck. Bei der Bewegung unserer Sonne um das galaktische Zentrum steuern wir mit einer Geschwindigkeit von 20 km/s relativ zu unseren Nachbarsternen auf Wega zu. Dieser Stern wird in etwa 14.000 Jahren die Rolle des Polarsternes übernehmen. Dies geschieht aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse.
Stellare Objekte
3 a Lyr - Wega ist ein bläulich-weißer Stern von 0,0m in 25,3 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "herabstoßender Raubvogel / Adler"
10 b Lyr - Sheliak ist ein Dreifachstern in 800 LJ Entfernung. In kleinen Teleskopen zeigt sich ein Doppelstern mit einem cremefarbenen und einem blauen Partner Der blaue Stern ist 7,2m hell, während der andere Stern ein Bedeckungsveränderlicher ist, dessen Helligkeit alle 12,94 Tage zwischen 3,3m und 4,2m schwankt.
14 g Lyr - Sulafat ist ein bläulich-weißer Stern von 3,2m in 700 LJ Entfernung.
12 d2 Lyr ist ein optischer Doppelstern, der theoretisch bereits mit bloßem Auge zu trennen ist. Er umfaßt einen bläulich-weißen Stern von 4,2m in 900 LJ Entfernung und einen roten Riesen in 720 LJ Entfernung, dessen Helligkeit unregelmäßig zwischen 4,5m und 6,5m schwankt.
4/5 e1/2 Lyr ist ein Vierfachstern in 160 LJ Entfernung. Mit dem Fernglas oder schon mit bloßem Auge erkennt man zwei Sterne von 4,6m und 4,7m Ein Teleskop ab 75 mm Öffnung zeigt beide nochmals doppelt (5: 5,2m, 5,5m, Distanz: 2,4" und 4: 5,0m, 6,1m, 6/7 z Lyr ist ein Doppelstern in 155 LJ Entfernung. Seine beiden Komponenten von 4,3m und 5,7m sind bereits im Fernglas leicht zu trennen
20 h Lyr - Aladfar ist ein bläulich-weißer Stern von 4,4m in 880 LJ Entfernung, bei dem mit kleinen Teleskopen ein Begleiter von 8,7m zu erkennen ist. 13 R Lyr ist ein halbregelmäßig veränderlicher Stern in 350 LJ Entfernung, dessen Helligkeit alle 12,94 Tage zwischen 4,0m und 4,3m schwankt.
RR Lyr ist ein Riesenstern und Prototyp einer Klasse von veränderlichen Sternen, die als "Standardkerzen" der Entfernungsbestimmung dienen. Man findet sie oft in Kugelhaufen, weshalb man sie auch Haufenveränderliche nennt. Diese Pulsationsveränderlichen verändern ihre Helligkeit innerhalb eines Tages um eine Größenklasse. Bei RR Lyrae schwankt sie innerhalb von 0,57 Tagen zwischen 7,4m und 8,6m.
Deep Sky
M 56 (NGC 6779) ist ein schwächerer Kugelsternhaufen, der schwierig in einzelne Sterne aufzulösen ist. Er steht 30.000 LJ entfernt und erscheint 8,5m hell.
M 57 (NGC 6720) ist der Ringnebel, ein planetarischer Nebel in 1.800 LJ Entfernung. Er ist einer der hellsten planetarischen Nebel mit einem scheinbaren Durchmesser größer als Jupiter. Kleine Teleskope zeigen ihn als elliptisches, nebliges Scheibchen, während größere Teleskope ein zentrales Loch erkennen lassen (Nebelfilter) Er erscheint 8,5m hell.
Meteorströme
April-Lyriden Dieser Strom ist in der Zeit vom 12. bis 24. April aktiv. Im Maximum um den 22. April ist mit 10 bis 20 Meteoren pro Stunde zu rechnen. Juni-Lyriden Dieser Strom tritt vom 10. bis 20. Juni auf. Er bringt in seinem Maximum um den 16. Juni etwa 8 Objekte pro Stunde.
Mythologie
Im antiken Griechenland war die Lyra das Instrument, welches Hermes als Kind erfunden hatte und Apollo seinem Sohn Orpheus gab. Dieser suchte in der Unterwelt seine Braut, Eurydike, die von einer Viper getötet worden war. Hades (röm. Pluto), der Herr der Unterwelt, war von Orpheus Musik so berührt, daß er im erlaubte, seine Geliebte mitzunehmen, falls sie sich nicht mehr umwandten. Im letzten Moment schaute Orpheus dennoch zurück und die Seele Eurydikes war verloren. Das Sternbild wurde auch als Adler oder Geier gedeutet, worauf auch der Name Wega beruht. |
Der Krebs ist das vierte und unauffälligste der zwölf Tierkreiszeichen. Es erstreckt sich in RA von 7h 55min bis 9h 22min und in DEC von +6° 30' bis +33° 10'. Dabei wird es von den Sternbildern Luchs (Lynx) Zwillinge (Gemini) Kleiner Hund (Canis Minor) Wasserschlange (Hydra) Löwe (Leo) und Kleiner Löwe (Leo Minor) umschlossen. Die beste Beobachtungszeit ist Ende Januar und Anfang Februar. Im Altertum erreichte die Sonne in diesem Sternbild mit DEC +23° 30' den höchsten Punkt ihrer nördlichen Bahn, der den astronomischen Sommeranfang auf der Nordhalbkugel symbolisiert (Sommersonnenwendpunkt, Sommersolstitium Das bedeutet, daß für alle Orte auf 23,5° nördlicher Breite die Sonne an diesem Tag durch den Zenit wandert. Dieser Breitengrad trägt daher auch den Namen "Wendekreis des Krebses". Zur Zeit befindet sich der Sommersonnenwendpunkt aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse im Sternbild Zwillinge Gemini
Stellare Objekte
65 a Cnc - Acubens
ist ein weißer Stern von 4,3m und 175 LJ entfernt. Der arabische Name bedeutet Zange. Fernrohre ab 75 mm Öffnung zeigen einen Begleiter 11. Größe. 17 b Cnc - Altarf ist ein orangefarbener Riese von 3,5m in 300 LJ Entfernung. 43 g Cnc - Asellus Borealis ist ein weißer Stern von 4,7m in 160 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Nördlicher Esel" 47 d Cnc - Asellus Australis ist ein gelber Riese von 3,9m in 135 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "Südlicher Esel"
16 z Cnc ist ein Mehrfachstern in 84 LJ Entfernung. Kleine Fernrohre zeigen zwei gelbe Sterne (5,6m und 6,1m, ab 100 mm Öffnung erkennt man bei der helleren Komponente einen engen Begleiter von 6,0m 48 i1 Cnc ist ein gelber Riese von 4,0m in 300 LJ Entfernung mit einem bläulich-weißen Begleiter von 6,5m 57 i2 Cnc ist ein Doppelstern von 6,0m und 6,3m in 370 LJ Entfernung
53 r2 Cnc ist ein Doppelstern von 6,3m in 800 LJ Entfernung mit dem optischen Begleiter 55 r 1 Cnc von 6,0m in 41 LJ Entfernung
23 j2 Cnc ist ein Doppelstern von 6,2m und 6,3m in 280 LJ Entfernung RS Cnc ist ein Veränderlicher, der halbregelmäßig in 120 Tagen zwischen 5,3m und 6,3 mag schwankt. Er ist 420 LJ entfernt.
Deep Sky
M 44 (NGC 2632) ist als Praesepe (Futterkrippe) oder Bienenstock bekannt. Ein ziemlich ausgedehnter offener Sternhaufen 1,5° in 580 LJ Entfernung. Den schönsten Anblick bietet ein Fernglas, in kleinen Teleskopen erkennt man circa 75 Sterne. Er ist etwa 3,5m hell.
M 67 (NGC 2682) ist ein offener Sternhaufen in 2.500 LJ Entfernung. Ein Teleskop ab 75 mm Öffnung zeigt etwa 60 Sterne. Er ist etwa 7,0m hell.
Mythologie
Für die Babylonier war der Krebs das Tor zur Wiedergeburt. Hier haben wir eine Übereinstimmung mit der ägyptischen Mythologie, in der der Krebs den Sonnengott Chephre verkörperte, die göttliche Personifikation des Skarabäus-Mistkäfer Dieser galt als Symbol für Fruchtbarkeit, Leben und Wiedergeburt. Für die Griechen war es der Krebs, der versuchte, Herakles röm. Herkules, dt. Held in den Zeh zu zwicken, als er mit der Hydra (Wasserschlange) kämpfte. Dieser zertrat ihn aber mit einem kräftigen Tritt. Außerdem soll Zeus den Krebs ausgesandt haben, um eine badende Nymphe festzuhalten. |
Der Kleine Hund erstreckt sich in RA von 7h 7min bis 8h 12min und in DEC von +13° 10' bis -0° 20'. Dabei wird er von den Sternbildern Zwillinge (Gemini) Einhorn (Monoceros) Wasserschlange (Hydra) und Krebs (Cancer) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Mitte Januar gegen Mitternacht. Procyon (a CMi) bildet mit Capella (a Aur) Aldebaran (a Tau) Rigel (b Ori) Sirius (a CMa) und Castor (a Gem) das Wintersechseck.
Stellare Objekte
10 a CMi - Procyon ist ein gelblich-weißer Stern von 0,4m in 11,4 LJ Entfernung, also ein Nachbar unserer Sonne. Er wird wie Sirius (a CMa) von einem weißen Zwerg begleitet, der mit 11,0m aber noch schwerer zu entdecken ist. Procyon bedeutet "der vor dem Hunde (aufgeht)". Er wird auch Elgomeisa genannt, "Sirius mit vom Weinen verklebten Augen".
3 b CMi - Gomeisa ist ein blauer Stern von 2,9m in 170 LJ Entfernung. Der Name bedeutet "mit wäßrigem Auge" oder weinend.
Mythologie
Für die Babylonier war der Kleine Hund ein Wasserhund, was damit die arabische Bezeichnung Al Ghumaisa "mit wäßrigem Auge" erklärt. Dies paßt auch auf die arabische Mythologie, die in dem Großen und Kleinen Hund zwei Schwestern sahen, von denen eine, der Große Hund (Canis Major) weglief und die andere im Stich ließ. |
Der Kleine Bär ist in unseren Breiten zirkumpolar. Sein letzter Schwanzstern, Polaris (a UMi) bezeichnet den himmlischen Nordpol. Seine Distanz zum Pol wird bis 2100 auf knapp 28' schrumpfen, um dann wieder zu steigen. Das Sternbild erstreckt sich in RA von 8h 40min bis 23h 50min und in DEC von +65° 20' bis +90° 00'. Dabei wird es von den Sternbildern Kepheus (Cepheus) Giraffe (Camelopardalis) und Drache (Draco) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Mitte Mai gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
1 a UMi - Polaris ist ein gelber Überriese in 430 LJ Entfernung. Er gehört zu den Cepheiden-Veränderlichen mit geringem Lichtwechsel. Die Schwankung liegt alle vier Tage zwischen 2,1m und 2,0m. Zudem ist Polaris ein Doppelstern mit einem Begleiter 9. Größe, der bereits in kleinen Teleskopen zu trennen ist In der hinduistischen Kultur war er der Gott Dhruwa und wurde "Angelpunkt der Planeten" genannt. Die Araber nannten ihn Al Kutb, "die Achsel" oder Giedi, den Mörder des Mannes, um den die Sterne im Großen Bären trauern. Seltener wird er auch Alrukaba, Knie, genannt. 7 b UMi - Kochab ist ein orangefarbener Riese von 2,1m in 125 LJ Entfernung. 13 g UMi - Pherkad ist ein bläulich-weißer Stern von 3,0m in 460 LJ Entfernung. Er hat den mit bloßem Auge sichtbaren Stern 11 UMi (5,1m) als optischen Begleiter. 23 d UMi - Yildun ist ein bläulich-weißer Stern von 4,4m in 180 LJ Entfernung. 22 e UMi ist ein gelber Riese von 4,2m in 350 LJ Entfernung mit einem dunkleren Begleiter, der ihn alle 39,5 Tage bedeckt und für eine Helligkeitsabnahme um 0,1m sorgt. 16 z UMi ist ein bläulich-weißer Stern von 4,3m in 370 LJ Entfernung. 21 h UMi ist ein weißer Stern von 5,0m in 97 LJ Entfernung.
Mythologie
Der Kleine Bär geht wahrscheinlich auf den griechischen Astronomen Thales (um 600 v. Chr.) zurück. Er bemerkte, daß sich die phönizischen Seefahrer nach diesem Sternbild richteten und nicht nach dem Großen Bären (Ursa Major)
In den meisten Sagen tritt dieses Sternbild nur im Zusammenhang mit dem Großen Bären auf. Der deutsche Kosmograph Petrus Apianus (1495 - 1522) schrieb ihm dagegen eine eigene Legende zu, wonach es sich dabei um die Hesperiden, die Töchter des Titanen Atlas handeln solle. Aigle, Erythea, Arethusa, Hestia, Hespera, Hesperusa und Hespereia hüten im Atlasgebirge einen Baum mit goldenen Äpfeln, der später von der Erdgöttin Gäa Hera und Zeus (röm. Jupiter) als Hochzeitsgeschenk überbracht worden ist. Diese Äpfel zu gewinnen, war auch eine der zwölf Aufgaben des Herkules (Hercules) |
Der Kepheus erstreckt sich in RA von 20h 2min bis 9h 00min und in DEC von +53° 20' bis +88° 40' Dabei wird er von den Sternbildern Ursa Minor (Kleiner Bär) Drache (Draco) Schwan (Cygnus) Eidechse (Lacerta) Kassiopeia (Cassiopeia) und Giraffe (Camelopardalis) umschlossen. Das zirkumpolare Sternbild kulminiert Ende August gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
5 a Cep - Alderamin ist ein weißer Stern von 2,5m in 49 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet "rechter Arm"
8 b Cep - Alfirk ist ein veränderlicher Doppelstern in 750 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Schwarm oder Herde. In kleinen Teleskopen erkennt man einen blauen Riesen von 3,2m, dessen Begleiter 7,9m hell ist Er ist der Prototyp einer Klasse von Pulsationsveränderlichen (auch als b Canis Majoris-Sterne bekannt) die ihre Helligkeit im Rhythmus weniger Stunden geringfügig ändern. Hier beträgt die Schwankung weniger als 0,1m alle 4,5 Stunden.
35 g Cep - Er Rai ist ein gelber Stern von 3,2m in 45 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Hirte.
27 d Cep ist der Prototyp der d -Cepheiden, pulsierender Veränderlicher. Er wurde 1784 vom englischen Astronomen John Goodricke entdeckt, der 1782 auch Algol entdeckt hatte. Goodricke war taubstumm und verstarb 1786 im Alter von nur 21 Jahren. Der Durchmesser dieses gelben Riesen variiert innerhalb von 5 Tagen und 9 Stunden zwischen 35 und 32 Sonnendurchmessern. Hierdurch schwankt seine Helligkeit zwischen 3,4m und 4,2m. Daneben besitzt er noch einen weiten, bläulichen Partner von 6,3m Er ist 1.000 LJ entfernt.
m Cep - Erakis ist der bekannte, tiefrote Granatstern. Er steht 3.000 LJ entfernt. Er ist der Prototyp einer Klasse halbregelmäßig Veränderlicher. Die Helligkeit dieses Überriesen schwankt ohne erkennbare Periode zwischen 3,9m und 4,5m.
17 x Cep ist ein Doppelstern mit einer bläulich-weißen und einer gelben Komponente (4,4m und 6,5m Er steht 100 LJ entfernt. 34 o Cep ist ein 210 LJ entfernter gelber Riese von 4,9m mit einem engen Begleiter von 7,1m. Teleskope ab 60 mm Öffnung sollten sie trennen 33 p Cep ist ein Doppelstern von 4,5m und 6,8m in 225 LJ Entfernung T Cep ist ein veränderlicher Stern in 700 LJ Entfernung. Er schwankt mit einer Periode von 400 Tagen zwischen 5,6m und 10,0m.
Deep Sky
NGC 6939 ist ein offener Sternhaufen in 5.000 LJ Entfernung. Er ist schwierig in Einzelsterne aufzulösen und erscheint 8,0m hell. NGC 6946 ist eine 9,0m helle Galaxie in 20 Millionen Lichtjahren Entfernung.
IC 1396 ist ein 3.000 Lichtjahre entfernter verstreuter offener Sternhaufen, der 4,0m hell erscheint. Er ist besser im Fernglas zu beobachten. Der ihn umgebende Gasnebel wird mittels Nebelfilter sichtbar.
Meteorströme
Cepheiden Dieser wenig bekannte Strom ist um den 18. August aktiv. Man kann mit stündlich etwa 10 Meteoren rechnen.
Mythologie
Der äthiopische König Kepheus ist der Vater der Andromeda (Andromeda) und Gemahl der eitlen Kassiopeia (Cassiopeia). Erst durch diese beiden wird Kepheus bekannt.
In Mesopotamien wurde Kepheus mit dem König des Stadtstaates Babylon verbunden, dem irdischen Sohn von Bel (alttest. Baal, sum. Enlil) Die Babylonier unterteilten das Firmament in die drei Straßen Ea, Enlil und Anu. Enlil beherrschte die innerste Straße, die zirkumpolaren Sterne und somit auch Kepheus. Er wurde oft als autoritäre und königliche Person dargestellt, womit er sich seiner Abstammung vom Himmelsgott Enlil als würdig erwies. Der römische Dichter Manilius (1. Jhd. v. Chr.) stellte ihn selbstherrlich und machtlüstern dar.
In der griechischen Sage wurde er dagegen als Schwächling dargestellt, der sich völlig seiner Gemahlin Kassiopeia unterwarf. Der Dichter Aratos (3. Jhd. v. Chr.) schilderte ihn als "einen, der beide Hände ausstreckt". Wohl um die Gnade Poseidons (röm. Neptun) zu erflehen, der das Land überschwemmte, um die Königin für ihren Hochmut zu strafen. |
Die Kassiopeia ist aufgrund ihrer W-Form ein sehr auffälliges Sternbild, welches in unseren Breiten zirkumpolar ist. Sie erstreckt sich in RA von 22h 57min bis 3h 40min und in DEC von +46° 40' bis +77° 40'. Dabei wird sie von den Sternbildern Kepheus (Cepheus) Eidechse (Lacerta) Andromeda (Andromeda) Perseus (Perseus) und Giraffe (Camelopardalis) umschlossen. Das Sternbild kulminiert im Oktober gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
18 a Cas - Schedar ist ein gelber Riese von 2,2m in 240 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Brust. Er hat einen weiten Begleiter 9. Größe. 11 b Cas - Caph ist ein weißer Stern von 2,3m in 55 LJ Entfernung.
27 g Cas - Cih ist ein 600 LJ entfernter Hüllenstern. Er wirft aufgrund seiner hohen Rotationsgeschwindigkeit in unregelmäßigen Abständen Materieringe ab. Seine Helligkeit schwankt deshalb zwischen 2,2m und 2,5m.
37 d Cas - Ruchbah ist ein bläulich-weißer Stern von 2,7m in 100 LJ Entfernung. Der Name bedeutet Knie. 45 e Cas - Segin ist ein blauer Riese von 3,4m in 450 LJ Entfernung. 24 h Cas - Achird ist ein Doppelstern in 19,4 LJ Entfernung. Seine gelben und roten Partner sind 3,5m bzw. 7,4m hell
i Cas ist ein Dreifachstern-System in 140 LJ Entfernung. Teleskope mit 60 mm Öffnung zeigen einen weißen Stern von 4,6m mit einem weiten Begleiter 8. Größe. Ab 100 mm Öffnung erkennt man bei der hellen Komponente einen weiteren, engen gelben Begleiter von 6,9m
7 r Cas ist ein halbregelmäßig-veränderlicher Stern in 6.000 LJ Entfernung. Seine Helligkeit schwankt zwischen 4,4m und 4,6m.
8 s Cas ist ein Doppelstern in 1.500 LJ Entfernung. Teleskope ab 75 mm Öffnung trennen die 5,0m und 7,2m hellen Partner Größere Öffnung lassen die blaue bzw. grüne Färbung erkennen. 34 j Cas ist ein Doppelstern von 5,0m und 7,0m in 5.000 LJ Entfernung
36 y Cas ist ein gelber Riese von 5,0m in 240 LJ Entfernung mit einem weiten Begleiter 9. Größe. Bei starker Vergrößerung erkennt man diesen Begleiter ebenfalls als engen Doppelstern.
4 Cas ist ein Doppelstern von 5,0m und 7,6m in 750 LJ Entfernung 48 Cas ist ein Doppelstern von 4,7m und 6,7m in 117 LJ Entfernung AR Cas ist ein Doppelstern von 4,9m und 7,0m in 600 LJ Entfernung SU Cas ist ein unregelmäßig Veränderlicher mit einer Periode von knapp 2 Tagen. Seine Helligkeit schwankt zwischen 5,7m und 6,2m. Er ist 1.500 LJ entfernt.
Deep Sky
M 52 (NGC 7654) ist ein offener Sternhaufen mit rund 120 Sternen in 5.000 LJ Entfernung. Teleskope ab 75 mm Öffnung zeigen den nierenförmigen Haufen aufgelöst. Er erscheint 7,0m hell. M 103 (NGC 581) ist ein schütterer offener Sternhaufen mit circa 60 Mitgliedern in 7.000 LJ Entfernung. Bereits ein Fernglas zeigt ihn aufgelöst. Die Mitte ist rautenförmig verdichtet und er erscheint 7,5m hell. NGC 281 ist ein Gasnebel von 7,5m in 7.000 LJ Entfernung. Mit Nebelfilter wird er ein Objekt für das Teleskop.
NGC 457 ist eine lockere Gruppe lichtschwacher Sterne, die zu Ketten gruppiert erscheinen. Der offene Sternhaufen ist 5.000 LJ entfernt und erscheint bereits im Fernglas gut aufgelöst. Er erscheint 6,5m hell. NGC 559 ist ein offener Sternhaufen in 4.000 LJ Entfernung, der im Teleskop aufgelöst werden kann. Er erscheint 8,0m hell. NGC 654 ist ein offener Sternhaufen in 7.000 LJ Entfernung, der viele schwache Sterne enthält und deshalb nur nebelhaft erscheint. Er erscheint 7,0m hell.
NGC 663 ist ein offener Sternhaufen mit rund 80 Sternen in 7.000 LJ Entfernung, der bereits im Fernglas einen schönen Anblick bietet. Er ist in zwei Gebiete mit lichtschwachen Sternen aufgeteilt. Er erscheint 7,0m hell.
NGC 7789 ist ein offener Sternhaufen in 6.000 LJ Entfernung mit sehr vielen Mitgliedern, der nur im Teleskop aufgelöst werden kann. Er erscheint 7,0m hell.
Mythologie
Kassiopeia, die ebenso schöne wie überhebliche Königin Äthiopiens, Gemahlin des Kepheus (Cepheus) und Mutter der schönen Andromeda (Andromeda) ist die Ursache der Andromeda-Sage. Sie behauptete voller Hochmut, daß sie sogar schöner als die Meernymphen, die Nereiden, sei. Die Nereiden waren die 50 bezaubernden und gütigen Töchter des Nereus, des weisen Meergreises. Beleidigt durch Kassiopeias Worte, beschwerten sich die Nymphen bei ihrem Beschützer Poseidon (röm. Neptun) Poseidon wühlte voll Zorn mit seinem Dreizack die Meere auf, so daß die Küste Palästinas überflutet und das in den tiefen des Meeres schlummernde Ungeheuer Ketos (Cetus, Walfisch) aufgeweckt wurde.
Kepheus befragte das Orakel von Ammon, was zu tun sei, und erfuhr, daß er seine Tochter Andromeda opfern müsse. Sie wurde nackt an die Felsen an der Küste gekettet, wo sie das Ungeheuer erwartete. Just zu dieser Zeit kam der Held Perseus (Perseus) an dieser Stelle vorbei. Er hatte zuvor das Haupt der Gorgone Medusa abgeschlagen. Er bot an, die Prinzessin zu retten, wenn er dafür ihre Hand erhielte. Das Königspaar stimmte freudlos zu. Perseus tötete das Meeresungeheuer und nahm Andromeda zur Frau. Bei den Feierlichkeiten führte Phineus, ein eifersüchtiger ehemaliger Freier Andromedas, mit Kassiopeias Hilfe 200 Krieger gegen das glückliche Paar. Perseus zog aber einfach den abgeschlagenen Kopf der Medusa und alle Angreifer, die ihn erblickten, erstarrten zu Stein.
Als Strafe für ihre Eitelkeit wurde Kassiopeia von Poseidon an den Himmel gesetzt, jedoch in einer seltsamen und ruchlosen Haltung. Der griechische Dichter Aratos (3. Jhd. v. Chr.) berichtete: "Nun sitzt sie nicht mehr auf dem Thron ..., sondern stürzt kopfüber wie ein Taucher mit gespreizten Knien". Dieser Sturz erklärt sich aus der engen zirkumpolaren Stellung, durch die das Sternbild in rascher Folge auf- und absteigt. Eine andere Erzählung berichtet, daß die Königin in einen Marktkorb gepreßt wurde, in dem sie fortan kopfüber sitzen mußte.
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Die Jungfrau ist das sechste und zugleich zweitgrößte Sternbild des Tierkreises. Es erstreckt sich in RA von 11h 37min bis 15h 11min sowie in DEC von +14° 20' bis -22° 40'. Dabei wird sie von den Sternbildern Haar der Berenike (Coma Berenices) Löwe (Leo) Becher (Crater) Rabe (Corvus) Wasserschlange (Hydra) Waage (Libra) Kopf der Schlange (Serpens Caput) und Rinderhirte (Bootes) umschlossen. In diesem Sternbild liegt der Herbstpunkt, an dem die Sonne den Himmelsäquator in Richtung Süden überquert (Herbsttagundnachtgleiche, Herbstäquinoktium) Für die Nordhalbkugel bedeutet dies den astronomischen Herbstbeginn. Früher lag dieser Punkt im Sternbild Waage (Libra) weshalb er auch Waagepunkt genannt wird. Die Verschiebung ist eine Folge der Präzessionsbewegung der Erdachse. Die beste Beobachtungszeit ist im Frühjahr. Die Jungfrau enthält eine reiche Ansammlung von Galaxien, denVirgo-Haufen, mit mehr als 3.000 Mitgliedern in rund 60 Millionen LJ Entfernung.
Stellare Objekte
67 a Vir - Spica ist ein bläulich-weißer Stern von 1,0m in 260 LJ Entfernung. Der lateinische Name bedeutet Kornähre. Die Araber nannten ihn Azimech, von Al Simak, "Der Wehrlose" oder Unbewaffnete, da er von den umliegenden Sternen vernachlässigt schien. Er ist ein Bedeckungsveränderlicher mit einer Schwankung von 0,1m alle 4 Tage.
5 b Vir - Zavijava ist ein gelber Stern von 3,6m in 35,5 LJ Entfernung. Der arabische Name bedeutet Ecke, da er in der Frühzeit am Rande einer Hundemeute stand.
29 g Vir - Porrima ist ein Doppelstern mit zwei gelblich-weißen Komponenten von jeweils 3,5m. Die 39 LJ entfernten Sterne sind zur Zeit mit Teleskopen ab 75 mm Öffnung zu trennen Der Name stammt von der römischen Göttin der Weissagung, die auch Carmenta genannt wurde.
43 d Vir - Minelauva ist ein roter Riese von 3,4m in 200 LJ Entfernung.
47 e Vir - Vindemiatrix ist ein gelber Riese von 2,8m in 103 LJ Entfernung. Der lateinische Name bedeutet Winzer oder Weinleserin, da zu jener Zeit der heliakische Aufgang (erstes Erscheinen im Morgengrauen) mit der Weinlese zusammenfiel.
15 h Leo - Zaniah ist ein Stern von 3,9m in 260 LJ Entfernung. 51 J Vir ist ein Doppelstern mit zwei bläulich-weißen Komponenten von 4,4m und 8,6m in 400 LJ Entfernung, der mit einem kleinen Teleskop zu trennen ist. 93 t Vir ist ein 220 LJ entfernter optischer Doppelstern von 4,2m und 9,5m, der ein Objekt für kleine Fernrohre darstellt. 105 j Vir ist ein gelber Riese von 4,8m in 95 LJ Entfernung mit einem orangefarbenen Begleiter von 9,2m. Er ist in kleinen Teleskopen nicht leicht zu erkennen.
Deep Sky
M 49 (NGC 4472) ist eine elliptische Riesengalaxie von 8,5m. Sie ist 60 Millionen LJ entfernt und eines der hellsten Mitglieder des Virgo-Haufens. Man kann sie mit Teleskopen ab 75 mm Öffnung erkennen.
M 58 (NGC 4579) ist eine Spiralgalaxie von 10,0m mit einem auffallend hellen Kern. M 60 (NGC 4649) ist eine auffällige elliptische Riesengalaxie von 9,0m. Zwischen M 60 und M 58 liegt nach einem Viertel des Weges die Galaxie M 59 (NGC 4621, 10,0m). M 61 (NGC 4303) ist eine Galaxie von 10,0m. M 84, M 86 NGC 4374 und NGC 4406 bilden ein Paar elliptischer Galaxien von je 9,5m M 87 (NGC 4486) ist eine elliptische Riesengalaxie, die als Radioquelle Virgo-A bekannt ist und zudem noch Röntgenstrahlung emittiert. Sie ist 9,0m hell. M 89 (NGC 4552)ist eine Galaxie von 10,0m mit kreisrundem hellen Kern. M 90 (NGC 4569) ist die größte Galaxie des Virgo-Haufens und 10,0m hell. M 104 (NGC 4594) ist eine 50 Millionen LJ entfernte Spiralgalaxie von 8,5m, die aufgrund ihres Aussehens als Sombreronebel bekannt ist. NGC 4216 ist eine Galaxie von 10,5m mit schöner Kantenlage. NGC 4526 ist eine asymetrische Galaxie von 10,0m, deren Kern nicht zentral liegt. NGC 4697 ist eine strukturlose Galaxie von 9,5m mit hellem Kern. NGC 4762 ist eine Galaxie von 10,5m mit spindelförmigem Kern.
Meteorströme
Virginiden Diesen schwachen Strom beobachtet man während des ganzen März besonders gegen Mitternacht. Das Maximum liegt um den 3. April.
Mythologie
Bereits zu assyrisch-babylonischen Zeiten sah man die Jungfrau so wie heute. Sie galt immer als weiblich und stellte die Spannungen zwischen Fruchtbarkeit und Reinheit dar. Die Babylonier sahen in ihr die Göttin Ischtar, auch Aschtoreth oder Astarte. Auf letztere geht die sächsische Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, Eostre, zurück. Hier liegen die Wurzeln des Osterfestes, das gefeiert wird, wenn die Jungfrau am Abendhimmel auftaucht.
Der Legende nach stieg Ischtar in die Unterwelt hinab, um den Leichnam ihres Geliebten, des Erntegottes Tammuz, zu suchen. Sie wurde gefangen und brachte in ihrem Unglück Leid über die Welt, woraufhin sie freigelassen wurde. Parallelen zur griechischen Mythologie findet man bei Persephone (röm. Proserpina), die von Hades (röm. Pluto) verführt und in die Unterwelt gebracht wurde, woraufhin ihre Mutter, Demeter (röm. Ceres), die Ernte vernichtete.
Andere Quellen sagen, daß die Jungfrau die Tochter der Morgenröte (Aurora) gewesen sein soll. Außerdem kennt man sie noch als Astraea, die römische Göttin der Justiz, die die Waage (Libra) der Gerechtigkeit hält.
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Die Jagdhunde erstrecken sich in RA von 12h 6min bis 14h 7min und in DEC von +27° 50' bis +52° 20'. Dabei werden sie von den Sternbildern Großer Bär (Ursa Major) Haar der Berenike (Coma Berenices) und Rinderhirte (Bootes) umschlossen. Das Sternbild kulminiert Anfang April gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
12 a CVn - Cor Caroli ist ein Doppelstern mit zwei bläulich-weißen Komponenten von 2,9m und 5,5m in 110 LJ Entfernung Der Name bedeutet "Herz des Karl", nach dem englischen König Karl I der 1649 enthauptet wurde. Er soll bei der Ankunft Karl II. (29.05.1660) und zur Wiedereinführung der englischen Monarchie besonders hell geleuchtet haben.
8 b CVn - Asterion ist ein gelber Stern von 4,2m in 27,3 LJ Entfernung. Er wird auch Chara genannt. Y CVn - La Superba ist ein tiefroter halbregelmäßig veränderlicher Stern in 800 LJ Entfernung, dessen Helligkeit alle 157 Tage zwischen 5,2m und 5,6m schwankt.
17, 15 CVn ist ein optischer Doppelstern in 200 bzw. 1.000 LJ Entfernung. Die beiden Komponenten sind 5,9m und 6,3m hell
25 CVn ist ein Doppelstern in 190 LJ Entfernung. Seine beidenKomponenten sind 5,0m und 7,0m hell
Deep Sky
M 3 (NGC 5272) ist ein sternreicher Kugelsternhaufen, der erst mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop als Nebelfleck zu entdecken ist; erst ab 100 mm Öffnung sind im Randbereich einzelne Sterne aufzulösen. M 3 steht in 45.000 LJ Entfernung.
M 51 (NGC 5194) ist die bekannte Feuerrad- oder Whirlpool-Galaxie, bei der am Ende eines Spiralarmes eine kleinere Satellitengalaxie (NGC 5195, 10m, 30 Millionen LJ) steht. Sie ist 30 Millionen LJ entfernt und erscheint 8,5m hell. D er Anblick ist in kleineren Teleskopen aber eher enttäuschend. M 51 war die erste Galaxie, bei der Lord Rosse 1845 in Birr Castle (Irland) mit seinem 1,8 m-Spiegel eine Spiralstruktur entdeckte. M 63 (NGC 5055) ist eine Spiralgalaxie in 30 Millionen LJ Entfernung, die 9m hell erscheint. Der Kern ist deutlich sichtbar, die Spiralarme aber unbeobachtbar. M 94 (NGC 4736) ist eine kompakte Spiralgalaxie, auf die wir fast frontal blicken. In kleinen Teleskopen erscheint sie fast wie ein Komet mit einem elliptischen Halo. Sie ist 20 Millionen LJ entfernt und erscheint 8,5m hell.
M 106 (NGC 4258) ist eine Spiralgalaxie in 30 Millionen LJ Entfernung, die 8,5m hell erscheint. In ihrer Nähe befinden sich die 11,5m hellen Galaxien NGC 4217 (35' westlich) und NGC 4220 45' nordwestlich) NGC 4244 ist eine lichtschwache Galaxie von 10,5m in 16 Millionen LJ Entfernung, die aber eine auffällige Kantenlage besitzt. NGC 4449 ist eine 9,5m helle irreguläre Galaxie in 16 Millionen LJ Entfernung. NGC 4490 ist eine 10m helle Spiralgalaxie in 40 Millionen LJ Entfernung, die zu der 4' nördlich gelegenen Galaxie NGC 4485 (12m) eine Lichtbrücke bildet.
Mythologie
Das Sternbild wurde vom Danziger Astronomen Johannes Höwelcke (Hevelius) 1690 eingeführt und bis heute beibehalten. Er stellte sich die beiden Jagdhunde Asterion und Chara vor, die von ihrem Herrn Bootes (Rinderhirte) an der Leine geführt, den Bären (Ursa Major) um den Himmelsnordpol treiben. Julius Staal 1917 - 1986 sah darin die Hunde, die die Tochter (Jungfrau, Virgo) des Ikarios (Rinderhirte, Bootes) zu seinem Leichnam führten. Eine ältere Überlieferung, die aber astronomisch weniger gut paßt, schreibt diese Rolle dem Kleinen Hund (Canis Minor) zu.
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Der Herkules ist ein nicht sofort auffallendes Sternbild des nördlichen Himmels. Es erstreckt sich in RA von 15h 49min bis 18h 58min und in DEC von +3° 40' bis +51° 20'. Dabei wird es von den Sternbildern Drache (Draco) Rinderhirte (Bootes) Nördliche Krone (Corona Borealis) Kopf der Schlange (Serpens Caput) Schlangenträger (Ophiuchus) Adler (Aquila) Pfeil (Sagitta) Füchschen (Vulpecula) und Leier (Lyra) umschlossen. Das Sternbild kulminiert im Juni gegen Mitternacht.
Stellare Objekte
64 a Her - Ras Algethi ist ein roter Überriese in 400 LJ Entfernung. Mit 600fachem Sonnendurchmesser ist er einer der größten bekannten Sterne. Er ist halbregelmäßig veränderlich mit einer Periode von 50 Tagen bis 6 Jahren. Dabei schwankt seine Helligkeit zwischen 2,6m und 3,4m.
In einem kleinen Teleskop zeigt sich bereits ein bläulich-grüner Begleiter von 5,4m Der arabische Name bedeutet "Kopf des Knienden"
27 b Her - Kornephoros ist ein gelber Riese von 2,8m in 156 LJ Entfernung. Er wird auch Ruticulus genannt. 20 g Her ist ein weißer Stern von 3,7m in 200 LJ Entfernung mit einem weiten Begleiter 10. Größe. 65 d Her - Sarin ist ein weißer Stern von 3,1m in 78 LJ Entfernung. Bereits kleine Teleskope zeigen einen optischen Begleiter von 8,8m.
40 z Her ist ein Doppelstern in 35 LJ Entfernung. Das enge Paar besteht aus einem gelben Stern von 3,1m und einem roten Begleiter von 5,6m. Der größte Abstand wurde 1990 erreicht, doch selbst da benötigte man ein Teleskop von mindestens 100 mm Öffnung. 7 k Her - Marfak ist bereits in kleinen Teleskopen als Doppelstern zu erkennen. Der 400 LJ entfernte gelbe Riese von 5,0m hat einen Begleiter von 6,2m
75 r Her ist ebenfalls in kleinen Teleskopen als Doppelstern zu erkennen. Das System ist 400 LJ entfernt und umfaßt einen bläulich-weißen Stern von 4,5m und einen Begleiter von 5,5m
95 Her ist ein Doppelstern in 500 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind ein goldfarbener Stern von 5,1m und ein silberfarbener Stern von 4,9m. Er ist bereits in kleinen Teleskopen zu trennen
100 Her ist ein Doppelstern in 240 LJ Entfernung. Seine Komponenten sind 5,8m und 5,9m hell 30 g Her ist ein halbregelmäßig veränderlicher Stern, der mit einer Periode von 70 bis 90 Tagen zwischen 4,5m und 5,2m schwankt. Er steht in 360 LJ Entfernung. 68 u Her ist ein veränderlicher Stern, der mit einer Periode von 2 Tagen (Dauer: 10 Stunden) zwischen 4,8m und 5,5m schwankt. Er steht in 900 LJ Entfernung.
Deep Sky
M 13 (NGC 6205) ist ein Kugelsternhaufen in 25.000 LJ Entfernung. Er enthält etwa 300.000 Sterne und ist im Fernglas nicht zu übersehen. Die Randbereiche sind mit einem kleinen Teleskop aufzulösen. Er erscheint 6,0m hell . M 92 (NGC 6341) ist ein Kugelsternhaufen in 30.000 LJ Entfernung. Auch er ist im Fernglas leicht zu finden, doch aufgrund seiner größeren Entfernung benötigt man ein stärkeres Teleskop, um die Randbereiche aufzulösen. Der Kern ist stärker verdichtet als bei M 13. Er erscheint 6,5m hell.
NGC 6210 ist ein planetarischer Nebel in 5.000 LJ Entfernung, der sich in Teleskopen ab 75 mm Öffnung als bläulich-grüne Ellipse darstellt. Er erscheint 9,0m hell.
Meteorströme
t-Herkuliden Dieser unauffällige Strom tritt vom 19. Mai bis 14. Juni auf und erreicht sein Maximum um den 3. Juni.
Mythologie
Das Sternbild wird oft als kopfüber kniender Mann dargestellt. Für die Schriftsteller des Altertums war es ein Rätsel. Eine Verbindung zum griechischen Helden Herakles (röm. Herkules) geht auf das 5. Jahrhundert vor. Christus zurück. Noch älter ist die Hauptfigur der babylonischen Schöpfungsgeschichte Gilgamesch. Bereits seit dem 4. Jahrtausend vor Christus kennt man einen Mann, der auf einem Bein kniet und einen Fuß auf den Drachenkopf (Drache, Draco) stützt.
Die griechische Mythologie stellte Herakles tapfer und großherzig dar, aber auch unbesonnen. Seine sterbliche Mutter Alkmene hatte sich unwissend mit Zeus (röm. Jupiter) verbunden. Hera, Zeus' ständig eifersüchtige Frau, schwor Rache und trieb Herakles vorübergehend in den Wahnsinn. In diesem Zustand tötete er seine Frau Megara und seine drei Söhne. Nach dieser Tragödie freundete sich Theseus mit dem späteren Helden an und brachte ihn nach Athen. Doch er konnte seinen Freund nicht von dessen Schuldgefühlen befreien. So befragte Herakles das Orakel von Delphi, welches ihm empfahl, sein Heil in der Strafe zu suchen. Herakles stellte sich deshalb unter die Herrschaft des Königs von Mykene, Eurystheus, seinem Vetter. Dieser stellte ihm zwölf Aufgaben: den nemeischen Löwen und die lernäische Hydra zu töten, die windschnelle kerynitische Hirschkuh und den erymanthischen Eber einzufangen, die Ställe des Augias auszumisten, die stymphalischen Vögel zu töten, den kretischen Stier zu zähmen und die menschenfressenden Rosse des Diomedes zu bändigen, der Amazonenkönigin Hippolyte ihren Gürtel abzunehmen, die Rinder des dreileibigen Riesen Geryoneus einzufangen, die goldenen Äpfel der Hesperiden zu gewinnen und schließlich den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt zu holen.
Herakles starb durch ein tödliches Gift, welches ihm seine zweite Frau eingeflößt hatte, in dem Glauben, es handele sich um einen Liebestrank. Noch auf dem Sterbebett wurde Herakles in den Olymp entrückt, wo er sich mit Hera versöhnte und in die Reihen der Unsterblichen aufgenommen wurde. |
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