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steine in den augen,

unbedachte worte.unter den brückenbögen des herzens ,

unterweltseingänge.

in stücke gerissen,

das wort"ich liebe dich!"  

foto: benno v. rechenberg

foto: benno v. rechenberg

wenn ich die hand auf die baumrinde lege,spür ich die zeit.aber sie ängstigt mich nicht,sondern sie tröstet.

das neue jahr reisst den vorhang auf,

über eimem meer voll todesangst.

im gewebe der unendlichkeit ein loch

und doch lebt die liebe und stirbt nicht.




steinzeitherz und feuersbrunst. in diamantenen höhlen der feind. verwundet ist der duft des sommers. engelsgerippe brennen in den kirchen. das ziffernblatt der lebensuhr verglüht.dieses jahrhundert kehrt in den käfig von gestern zurück....menschenrechte....in die jauchegrube.......

das paradies verkaufen wir jeden tag. unser planet ist ist ein ort des verschollenen gottes.er hat uns nie vertrieben. wann begreifen wir das endlich.


immer denke ich, dass in uns allen ein herz schlägt. lauter töne in der ganzen Welt erzählen dass wir geschwister einer erde sind.eine zärtliche kompositionen  aus menschenherzen hat uns gott geschenkt. was machen wir daraus?    TOD!  benno v. rechenberg hat den baum fotografiert. auch in jenem schlägt das herz der schöpfung.

ein wiegenlied schwebt hinter kreisenden dohlen.


verschnittener nachthimmel.   hinter kreuz und halbmond

noch immer der tod.


fremdling aus kristall. flirrend die sense.

aber im kirschbaum flötet die amsel.

gott träumt die welt,

gott träumte auch mich.


das lächeln der sehnsucht

im rauschen von blattgold.

im schatten des zimmers

uralte trauer,gezähmt.


die stille

vor dem sein und

dem öffnen des augenblicks,

ein Baldachin voll blut.


winterdürr im schwarzen kleid

mein heimweh.

wie ein pochen im herzensgemach

die winzigen finger des kinder -gotts.


von kastanienzweigen fällt der mond in in den nachmittag.

eine trompete umspielt den tosenden herbststurm.

dein zärtlicher atem, mein trost.


die letzten rosen,duft von thymian.

verfallen das sternenzelt.

aber abendglocken. Schein des feuers im kamin.

dein blauer mantel gott,

über stoppelfeldern

und kriegsgeschrei.


wenn in scheuen Augenblicken

dein straßengrau verschwindet,

zehr ich davon,

ein ganzes leben lang.


irgendwann wirst du wieder

 himmelweiße rosen finden.

zarte träume warten schon

auf den fahrbereiten gondeln


in den lichtseen deines schattenreichs.


ohne heiligenschein müssen wir leben.

wir, die gott ganz anders sehen,

schreiben mit eulenfedern:"ich liebe dich !"

in der welt ist es kalt.

durch gitter betracht ich den himmel.


folterkammern oben wie unten.

messerklingen und wehgeschrei.

in den armen des windes

kommt gott zu mir.


seine farbe ist schnee

und trägt einer mutter antlitz.

verloren vor der zeit

bist du mir nicht,


du glanz auf meinen lippen,

du sehnsucht in meinem herzen. 



trauernde finsternis, doch du bist mein morgenversprechen.

hinter meiner herzensbrandung

geh ich in die stille.

wunderworte erfinde ich dann

und wassertiefen aus den tränen

des vormittags.

blauer lotos entzündet blaue laternen.

im wind flattert mein grünes haar.

du bist mein geliebter mit dem feigenblatt.

ein blasser schatten in meinem erinnern.

auf alten wanderwegen gehn wir zur zweit..

versenken die augen in

durchsichtige spinnwebgebilde.


dunkle jahre,

der sterne blut gespeichert.

im schatten des baums

die traurige kindheit.

doch mondener glanz

im gold deiner augen.


resedenduft,

wundmale und totenkammer.

morsch das schutzgitter meines herzens.

aber die sonnenblumen

tragen blaue flügelfalter.


TAUSEND SCHATTEN

IN EINEM FENSTER AUS NICHTS:

albträume im zwielicht der angst.

mein blut von deinem getrennt.

verzweifeltes schluchzen.

wer zähmt die schwarzen totenvögel?



ich flehe um rettung.

nach jedem schweigen

kehren die sterne zum himmel zurück.

versunkenes herz, erinnere dich.


ohne gesicht.

ich bin magdalena , die

stundenlange ewigkeit ;

aber mein name bleibt.


ich war jesus.

ich vertraute dir.

ich war ein mann.

ich habe dich zu meinem weib genommen.















das herz blutet mir.

der himmel

in den abgrund gestürzt.

ich trage

wie ein tuch.

die dunkelheit.








.



gesprungener marmor,



ein herbstwind stöhnt.

gläserne pfade,

nachtseiden dein lächeln.

ich fliege ohne flügel,

im weissen nordwind.


am boden der stille

weisheit und trauer.

fremde körper tauchen

in meinen liedern auf.

satt von erinnerungen

gelingt mir die flucht.


ein schleier aus nebel

singt für das meer

schwarz sind die tropfen ,

das meer liegt im sterben.

zwar fällt der regen

zum boden noch  immer,

doch reifen die körner im acker zu schnell.

erstickt sind die fische.

nur der wasserfall trauert.

Doch keiner hört zu....


schattenflug des nachmittags.

schmerzhaft verzogen die buckligen häuser.

Staub auf israels mund.

sehnsucht treibt mich dich zu hören.

dich kind aus dem einsamen zimmer im dorf.

doch der jordanfluß schweigt.


 


unsichtbar im wipfel der linden

sind die sterne ausgestreut.

licht in meiner verrosteten hoffnung.


die spinnenpiraten schlafen schon.

die zeit summt ein wiegenlied

sie verbirgt die blutenden  straßen.


süßer atmet die luft und lächelt.

die dämmerung entwurzelt

den gewitterbaum und taucht ins abendrot.


über dem raureif der fichten, gläserne seifenblasen.

gefällt sind die alten pappelbäume.

henkerbeile und dummheit!

sommertraum bleib!


die dächer im wolkenstrom

tragen narrenkappen.

in jedem zimmer wohnen narren.

sie reden von gott

und meinen nur geld.

sie reden von menschenliebe

und sind nur rassisten.

sie reden von wissen und

faulen im herzen.

schüttelfrost!

nimm meine hand, mein freund!


roter mohn am grauen straßenrand.

krähen, die die düfte der dämmerung verspeisen.

mit hilfloser gebärde winkt die alte mutter.


manchmal rüttelt der wind am fenster.

trommelwirbel aus erinnerungen preschen vor.

doch dann mit weichen schritten kommt die nacht und tröstet


der regenbogen hat einen blauen riss.

die raben kreischen und scharren im hagelfeld.

von wegen blaue stunde.

eine deutsche geisel wurde erschossen im niemandsland afganistans.


die gestade des himmels sind mit licht gefüllt.schwalben flitzen durch die dämmerung.

aber deine pfirsichhaut , sie atmet schwermut. 



der aufruf zur hoffnung ist heute ein aufruf zum widerstand! max frisch

sie haben ihnen die hoden abgeschnitten und in den mund gesteckt! das ist krieg! sie haben ihnen den schwanz stückweise abgehackt! das ist krieg! sie haben ihn in ein teerfass gesteckt und es angezündet! das ist krieg!sie haben seine zunge in der pfanne gebraten! das ist Krieg!Das haben ganz normale soldaten getan. niemand kann mir helfen beim vergessen !!!   nach einer lesung gegen gewalt und krieg für liebe und hoffnung. 



   weihnachtszeit, staade zeit


bettelbriefe jeden tag,

stille nacht auf wühltischen eingepackt.


kinderaugen ausgebrannt,

skelette , deren bäuche satt aussehen.

Geborn ist uns ein kindelein..

weihnachten ist dann,wenn wir anfangen unser herz zu öffnen!!!



ein einziger baum wuchs noch auf der erde, die wüst und leer sich am himmel drehte.nicht einmal die krähen ließen sich auf ihr nieder. menschen waren ausgerottet. der baum wußte selbst nicht, warum er überlebt hatte. feuerstürme hatten ihn nicht verbrennen lassen,auf ihn schien die sonne und fiel der regen. ein paar meter weiter, war es dunkel und eisig, die stürme wirbelten grauen staub durch die vergiftete luft. der baum blühte im frühling und duftete süß. zeit spielt für ihn keine rolle mehr. er fühlte sich einsam. als der mond im dezember über ihm stand, entdeckte er plötzlich, dass auf einem ast ein kind saß.der baum glaubte an einen traum. aber er hörte, wie das kind sang und merkte wie mitten im winter sich seine knospen entfalteten. das kind legte seine winzigen hände um den stamm des baumes und der spürte, dass das kind ihn liebte.er antwortete ihm , mit einem zarten rauschen und breitete seine äste sehnsüchtig nach ihm aus.da öffnete sich der himmel ganz blau und ein vogel flog herab zum kind. in seinem schnabel trug er grassamen und bald kam ein sanfter wind und brachte süßen regen, der den staub fortspülte. Der alte Baum aber  wußte auf einmal, wer das kind war. "du hast mich gemacht,ich kann mich erinnern!du bist zurück gekommen!" das kind sah ihn mit großen augen an.  glücklich öffnete der baum seinen stamm und das kind legte sich vertrauensvoll in die höhle hinein. "ich schütze gott, dachte der Baum . er hat den menschen verziehen!"  sein holz roch nach frischem harz und auf die erde kam das gras zurück, das die ersten christen  so verehrt hatten.


an fensterscheiben seufzen schneeanemonen.

in lange einsamkeiten fällt das neue jahr.

morscher rost wartet hinter den gittern der macht.

mit kälte bepackt, die gesichter der galgenvögel.

fastnachtsmasken treiben am horizont dahin.

südwinde erfüllen die räume der brücken und kirchen.saatkrähen fressen die abfälle vergangener zeiten.

ich umstäubt von silbrigem licht, umarme das göttliche kind.


i wui net

i wui net,dass a kind vahungert!

i wui net,dass a kriag beginnt!

i wui net,dass in meiner homat,

as gift aus alle bacherl rinnt!

i wui net,dass a jeda fremd geht!

i wui net,dass die liab varreckt!

i wui net,dass in jedem mo,

a stilla massenmörder steckt!

i wui net,dass die bäume sterben,

dass es die schmettalinge kaum no gibt!

i wui net,dass ma kinder abtreibn!

in klinikmüll grad einaschiabt!

i wui net,dass ma feinde machn,

aus menschn hier in unsam land!


i wui,dass mir mitnander lachen

und trotzn diesem unverstand!                 


Du bist mei himmelszelt,mei fluss,mei baum.

du bist mei ackerfeld,mei schönster traum.

du bist mei regengwand,mei oides haus.

mei liaba gartenzwerg,mei fledamaus.

du bist mei gwittasturm,du bist mei mo.

wann i di net oschaug,fliagst mir davo.


DAS MIR uns ewig liabn,des woaß i gwiss.

weil unsa hoamatstern vatrauen is.   


weite reise

auf meinen schuhen

haften teer und staub.

zwischen gestern und morgen

hockt braunschwarz die traurigkeit.


so lange schon dauert meine reise.

die jungen aufwärtswinde aber

trösten mich.

in den himmelsschalen glühn johannisfeuer.

seltsame falten wirft die kühle luft.

auf den schwimmenden schatten

des meeres sind deine Augen

wie leuchttürme liebster!



   hinter dem licht träumen die ungeborenen .dunkelheit als schutz  !