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Ostfriedhof

Der in Obergiesing gelegene Münchner Ostfriedhof wurde 1821 errichtet und ist heute noch in Betrieb. Der Ostfriedhof in München hat über 30 Hektar Gesamtfläche und ca. 34700 Grabplätze. Die Gemeinde Au ließ den Friedhof errichten. Er umfaßte die Gräberfelder I mit 9. 1854 mit der Eingemeindung Au zu München wurde der Ostfriedhof dann von der Stadt München übernommen. Zwischenzeitlich gehört er zum Stadtviertel Obergiesing.  Die Leichenhallen und Nebengebäude wurden 1894 bis 1900 erbaut. Dazu nun ein Text aus der Deutschen Bauzeitung von 1903 und der Wiener Allgemeinen Bauzeitung von 1901:

St. Martinsplatz

"Erbaut 1894/1900. Architekt Dr. Ing. h. c. ans Grässel, städtischer Baurat. Monumentale, symmetrische Bauanlage, gegen den freien Platz mit Vorhof und gedeckter Unterfahrt, gegen das Gräberfeld mit Terrasse, vorgelagertem Schmuckplatz und Ehrengrabstätten, abschließend mit großer plastischer Gruppe von Bildhauer Georg Müller. Verputzter Backsteinbau mit Kupferblechbedachung, Säulen und Portale aus Donaukalkstein, die Leichensaalpfeiler aus poliertem Juramamor, der Gebäudesockel aus niederbayerischem Granit. Die reich ausgestattete Trauerversammlungshalle besitzt 20 m Durchmesser, 24 m lichte Höhe und ein großes Kuppelbild, darstellend "Das Jüngste Gericht", gemalt von Joseph Guntermann. Dasselbe hat 63 m Umfang und 12 m Höhe, etwa 270 Figuren bilden seine Gruppen. Ueber der Vorhalle verdeckte Musikempore. Die Leichenhallen für gleichzeitige Aufbahrung von 40 Leichen Erwachsener und 20 Kinderleichen sind 4,6 m breit und 10 m hoch, haben Preßluft=Lüftung, Kühlanlage, Gasöfen, elektrische Beleuchtung. In den Amtsräumen und Wohnungen ist Ofenheizung eingerichtet. Kosten des Baues M. 1097800, der Einrichtungen M. 57 400. "

Das frühere alte Leichenhaus des Auer Friedhofes diente als Kapelle. Diese wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Die soeben beschriebene Trauerversammlungshalle steht noch; aber es fehlt das Kuppelbild.

Ein Friedhof hat seine eigene und ganz besondere Stimmung.
Fotoimpressionen erwarten Sie hier.

Mehr zu Geschichte des Ostfriedhofs finden Sie bei Wikipedia.

Ein Besuch des Ostfriedhofes lohnt sich.

Öffnungszeiten:
Oktober bis Februar    8.00 - 17.00 Uhr
März und September   8.00 - 18.00 Uhr
April bis August            8.00 - 19.00 Uhr

Prominente, die auf dem Ostfriedhof beerdigt worden sind:

      Grabstelle
Rudi Brunnenmeier 1941 - 2003 Fußballer beim TSV 1860
Deutscher Meister 1965/1966
36b-2-63
Rex Gildo (Ludwig Hirtreiter) 1936 - 1999 Schlagersänger 122-1-21
Adolf Gondrell 1902 - 1954 Schauspieler, Kabarettist
"Ein Münchner im Himmel"
114-21-6
Bernhard von Gudden 1824 - 1886 Psychiater
mysteriöser Tod mit Ludwig II. im Starnberger See
Mauer links -5/6
Erich Hallhuber 1951 - 2003 Schauspieler, Kabarettist 133-1-10
Friedrich Holländer 1896 - 1976 Komponist 60-1-20
Simon Knoll 1828 - 1907 Stadtpfarrer M-li-37/39
Peter Kreuder 1905 - 1981 Komponist, Leiter der Münchner Kammerspiele 55-19-2
Hans Leibelt 1885 - 1974 Schauspieler Urnenhalle -H 22
Klaus Löwitsch 1936 - 2002 Schauspieler 88-11-4
Christian Anton Mayer (Carl Amery) 1922 - 2005 Autor  
Rudolf Mooshammer 1940/1945 ?-2005 Mode-Unternehmer 60
Dr. med. h.c. Karl Scharnagl 1881 - 1963 1. Bgm. der Stadt München 55-19-6
Gustav Schiefer 1876 - 1956 Vors. des Allg. Deutschen Gewerkschaftsbundes 114-17-4
Hans Steyrer 1849 - 1906 bayerischer Herkules 46-5-12
Joe Stöckel 1894 - 1959 Schauspieler, Filmregisseur 77-3-9
Ruppert Stöckl 1928 - 1999 Maler und Restaurator 154-5-22
Uschi Ledersteger (Barbara Valentin) 1940 - 2002 Schauspielerin Mauer links -183
Thomas Wimmer 1887 - 1964 Oberbürgermeister 1948 - 1960 61-1-2a-d
Wastl Witt 1882 - 1955 Volksschauspieler 28-10-16

Plan im PDF-Format vom Ostfriedhof: Ostfriedhofplan

Informationen zu den Friedhöfen Münchens von der Stadt München gibt es bei der Friedhofsverwaltung.

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