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Darstellung: Einige wichtige historische Daten der Au: 1030 "Tegernseer Entfremdungsliste": die Orte Munihha und Ovua (die 6.7.1289: erste sichere Urkunde über einen Gutshof in der Au: Der Münchner Bürger Konrad Munstermann verkauf sein Gut in der Au an das St. Klara-Kloster, wie in den Urkunden des Hl. Geistspitals zu lesen ist. Nennung: 1340 Awe ze
Gyesingen. 1612 gab es ein "Gericht Au nebst München", dass bis 1802 bestand 1808 wurde die Au von Karl Theodor zur Vorstadt von München erhoben, sie hatte einen selbständigen Magistrat, ein eigenes Wappen und zwei Jahrmärkte 1813 wurde die Au zur eigenständigen Stadt erhoben 1835 zählte die Vorstadt Au bereits 12.000 Einwohner, was damals ein Drittel der Einwohnerzahl Münchens entsprach 1854 wurde die Au von München eingemeindet 1.9.1992 wurde die Au mit Haidhausen zu einem Stadtbezirk zusammengeschlossen Wissenswertes über die Au Die Au umfasst ein Areal von 158 ha und gliedert sich in die untere und obere Au. Sie liegt auf der östlichen Flussniederung und auf der Isarhochterrasse. Die Hangkante ist ca. 15 m hoch. Ehedem Herbergenviertel der Handwerker und Tagelöhner, entwickelte sich die Au in ihrer geschichtlichen Entwicklung zur Arbeitervorstadt. 1864 wurde die Zentrale des Konsumvereins eröffnet. Der genossenschaftliche Zusammenschluss hatte den Vorteil, dass er durch seine Mitglieder einen festen Kundenkreis hatte. Durch den Grosseinkauf waren die Waren billiger. Außerdem stellte er auch bestimmte Produkte, wie z.B. in München Brot, selbst her. 1920 versorgte sich die Hälfte der Bewohner Münchens mit Lebensmitteln durch die Konsumvereine. 1902 zog die Zentrale in die Auerfeldstraße/Ecke Tassiloplatz wegen dem Bahnanschluss. Der Konsumvereine machte sich natürlich auch Feinde. Etliche Münchner Einzelhändler boykottierten diejenigen Großhändler, die mit dem Verein Geschäfte machten. Mit dem Sozialistengesetz von 1935 der Nazis wurden auch die Konsumvereine verboten. Der Konsumverein in der Au war leider als schwarzer Konsumverein bekannt (nahm ungern Arbeiter als Genossen auf), dagegen gab es z.B. den Sendlinger Konsumverein, der als roter (nahm ungern Bürger und Beamte auf) gilt. 1892 wurde das "Museum für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen" am Kegelhof vom Zentralinspektor für Fabriken und Gewerbe in Bayern eingerichtet. Dies war eine Maßname der Sozialgesetzgebung durch Bismarck. Sie wurden erlassen, um die immer stärker werdende Sozialdemokratie und die Gewerkschaften durch Wohlfahrtsmaßnahmen für die Arbeiterklasse zu bekämpfen. Das Museum gab Aufklärung über das Verhüten von Unfällen, Gewerbehygiene, gesunde Ernährung und über Sicherheits- und Schutzvorrichtungen an Maschinen. Das Versammlungslokal der freien Gewerkschaften war um 1900 im Münchner-Kindl-Bräu, dessen Saal bis zu 5.000 Personen fasste. Wegen seiner Größe und seiner Lage (in der Au an der Grenze zu Haidhausen) war er als Versammlungsort besonders geeignet. Dort trafen sich u.a. Zimmerer, Maurer und Schreiner zu ihren Streikversammlungen. Die Schreiner, die bei ihrem Streik 1898 eine neunstündige Arbeitszeit und eine Lohnerhöhung von 10 % forderten, brachten hier mühelos 3.000 Personen zusammen. Sie erzielten eine neuneinhalbstündige Arbeitszeit. Es mussten aber zehn Stunden bezahlt werden. Bei den Reichstagswahlen 1907 erhielt die SPD in der Au 57,5 %; in ganz München dagegen 44,8 % der Stimmen. Durch die schweren Bombenangriffe 1943 bis 1945 wurden 80 % der Häuser in der Au zerstört. Dabei starben 64 Auer Bürger und 345 sind im Krieg gefallen.
Das heutige Wahrzeichen der Au ist die neugotische Mariahilfkirche. Sie wurde in den Jahren 1831-1839 erbaut (Architekt: Joseph Daniel Ohlmüller). Die Glasgemäldefenster wurden in der königlichen Porzellanmanufaktur im Nazarener Stil hergestellt. Sie dienten als Vorbild für die Fenster des Kölner Domes. Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg zerstört und 1953 vollständig neu aufgebaut. 1971 musste die Turmspitze wegen Einsturzgefahr abgetragen werden, anschließend wurde nur ein Notdach errichtet. Daraufhin hat die Auer Bevölkerung Geld gesammelt. Seit 1981 ziert die Mariahilfkirche endlich wieder eine Turmspitze mit vergoldetem Kreuz. Die Gesamtkosten dafür betrugen 3,5 Millionen DM. Zur Fastenzeit findet jährlich im Salvatorkeller (Paulanerkeller) der Starkbieranstich mit dem traditionellen Politikerderblecken statt. Durch einen Großbrand wurde das Traditionslokal am Nockherberg bis auf die Grundmauern zerstört. Pläne für eine Wiedererrichtung wurden 2001 der Bevölkerung vorgestellt und sollen demnächst realisiert werden. In der Zwischenzeit findet die weit über München hinaus beliebte Veranstaltung in einem Provisorium am Mariahilfplatz statt.
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