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Renates und Martins Katzen (Dimitri und Kurt)
mit Infos über das Zusammenleben mit Katzen

Dimitri

Dimitris Geschichte:
In Renates und Martins Kretaurlaub spazierten beide im nass-kalten Wetter durch Chania. Im Gewerbegebiet (liegt am Ortsrand) sahen sie einen Husky an einer sehr kurzen Kette. Es klang so als ob dieser kläglich miauen würde. Bei näherer Betrachtung kroch eine winzige, halb verhungerte, dreckige und stinkige Katze aus einem Loch hervor. Hilfesuchend krallte sie sich an Martins Bein fest und hangelte sich nach oben.  Nachdem weit und breit keine weiteren Katzen zu finden waren und auch die Lagerarbeiter bestätigten, dass die Katze allein war, trugen sie das Fellbündel zum Tierschutzverein Noahs Arche (Chaniascape). Die Leiterin, Silke Wrobel, schilderte, dass das Tierheim schon mehr als überfüllt ist und dass sie versuchen wird, den Kater (zwischenzeitlich haben dies die beiden festgestellt und ihn Dimitri getauft) nach Deutschland zu vermitteln. Bei einem nächsten Besuch im Tierheim und einem längeren Gespräch mit Frau Wrobel, die aus Deutschland kommt, haben sich die beiden entschlossen Dimitri mitzunehmen. Nach vielen Formalitäten und Schwierigkeiten, besonders durch die Olympic-Airways, und einem ersten Tierarztbesuch in Deutschland lebte sich der Kleine langsam hier ein. 

 

Zwischenzeitlich ist er ein Riese geworden. Wir können es immer noch nicht glauben, dass aus dem Winzling solch ein großer stattlicher Kater geworden ist.

Hinweis für alle Kretaurlauber: Falls jemand in Chania vorbeikommt, freut sich Frau Wrobel (Tierschutzverein "Noahs Arche", Daskalogianni 35, Tel. +30 2821 055 030 und Mobil: +30 6946 881 155) über einen Besuch und Unterstützung (z.B. durch Kleider- oder Geldspenden).

Kurt

ist Dimitris Fitnesstrainer. Der "Kleine" ist ein echtes Original und ein Schlawiner, ein echter Kurt halt. Wir haben ihn von einer Tierhilfeorganisation. Er stammt aus Mallorca. Und kam im Alter von 1,5 Jahren nach Deutschland.

Zusammenleben mit Katzen:

Renate meint, ohne Katzen kann man/frau nicht leben aber mit ihnen gibt es immer wieder viele Überraschungen.

Katzen sind

  • wunderschön

  • elegant

  • anschmiegsam und

  • eigenwillig

Wer sich einen Stubentiger anschaffen möchte, sollte folgendes beachten:
Da Katzen keine Einzelgänger sind, sollte man/frau sich mindestens zwei Tiger (vorzugsweise Geschwister oder zwei sehr junge) halten. Katzen sollten frühestens im Alter von 12 Wochen von ihrer Mutter getrennt werden, da in dieser Phase die wichtigsten sozialen Fähigkeiten erlernt werden. Positiv ist es, natürlich Katzen aus dem Tierheim zu holen. 

Wer sich einen Stubentiger anschaffen möchte, sollte folgendes bedenken:
Man/frau braucht jemanden, der sich um die Katzen kümmert, wenn man/frau selbst im Urlaub ist. Katzen haben Krallen und müssen und werden diese an verschiedenen Dingen (z.B. auch das Sofa, Teppiche und Tapeten) schärfen. Die Anschaffung eines Kratzbaumes führt dazu, daß auch dieser benützt wird. Katzen werden zwischen 12 und 20 Jahre alt. So lange sollte man/frau auch gewillt sein, diese zu behalten. Katzen erbrechen manchmal, können aus Protest daneben pinkeln und verteilen ihre Haare auf die ganze Wohnung. Katzen probieren auch gerne Zimmerpflanzen.

Wer sich einen Stubentiger anschaffen möchte, sollte folgendes vorher besorgen:
Katzentoilette (gibt es auch mit Deckel, es stinkt dann weniger und das Katzenstreu fliegt nicht in der ganzen Gegend rum ), Streu, Schaufel zur Entnahme der Fäkalien
Trinkgefäß für das Wasser und Napf für das Futter
Katzenfutter (niemals Essensreste) sondern Dosenfutter kaufen, bei Trockenfutter darauf achten, daß die Katze genug trinkt.
Kamm zum Kämmen des Felles
Krallenschere
Kratzbaum
Katzentransportbehälter

Hurra die Katzen sind da!
Falls die Katzen nicht aus dem Tierheim sein sollten, müssen sie sich selbst um folgende Punkte kümmern:
Impfungen (Tierarzt), Entwurmen, Flohmittel, Sterilisieren oder Kastrieren
Falls die Katzen auch frei herum laufen dürfen, sollte man sie tätowieren und registrieren lassen.
Viel Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen sollte für den Anfang einplant werden.

Katzen einmaleins
Während des Zusammenlebens kann die Katze einige Dinge lernen - wenn sie mag. Katzen bringen einem dazu bestimmte Dinge zu unterlassen, damit sie nicht in Versuchung geführt werden, z.B. nichts Eßbares offen herum stehen lassen und Türen schließen zu Räumen, die die Katzen nicht betreten sollen. Wenn sie doch versuchen wollen, die Katzen zu erziehen,  dann verbieten sie immer das gleiche und werden selbst nicht wankelmütig. Wenden sie keine rohe Gewalt an, sondern sagen bestimmt "Nein". 

Katzen-Freude
Wenn man/frau heimkommt, wird man/frau mit einem Miau begrüßt (Dieses heißt wohl: Warum warst Du so lange weg und wo bleibt mein Fressen?). Man/frau sitzt nicht mehr alleine auf seiner Couch, diese ist sicher schon belegt. Auch die Zeitung, die man/frau gerade lesen will, ist schon belagert. Streicheln der Katze beruhigt die Seele (die eigene). Katzen haben eine höhere Körpertemperatur und eignen sich deshalb als Wärmflasche.

P. S. Echtes Fell ist nur dann schön, wenn es lebt und schnurrt.

Buchtipps:
Catwatching - Die Körpersprache der Katze von Desmond Morris (Heyne Sachbuch)
Katzen - Experten-Rat für die Katzenhaltung mit Herz und Verstand von Katrin Behrend und Monika Wegler (GU-Verlag)

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