12.Dezember: Stall
Wir bauen einen Stall. Er kann auch aus Rinde und Zweigen
oder aus Holz gebaut sein. Er wird die eigentliche Weihnachtskrippe.
Wir erinnern uns an die Handbewegungen, die wir gestern ausprobiert
haben.
Da gibt es tatsächlich jemanden
in der Stadt, der auch die einladende Handbewegung kennt und zu
gebrauchen weiß. Es ist Anna, die Tochter des Wirts. Sie
hat alles mitangesehen und gehört. Sie hat gleich gesehen,
daß die Frau schwanger ist. Bald wird die Stunde der Geburt
da sein. Es hat ihr ein Stich ins Herz gegeben, als ihr Vater
die beiden abgewiesen hat, weil sie arm sind. "Ob sich einer
noch unser erbarmt?" hat der Mann traurig gefragt. "O,
doch", war die Antwort der Frau, "jemand hat sicher
Erbarmen mit uns." Ein Lächeln war über ihr feines
Gesicht gehuscht.
Jetzt fällt Anna etwas ein: Unser Stall draußen vor
der Stadt bietet Platz. Dort ist es warm. Das Heu und Stroh, die
Tiere sie machen ihn warm. Dort könnten die beiden übernachten
und vielleicht auch das Kind bekommen. Sie zeigt hinaus vor die
Stadt auf die Felder in Richtung des Stalles. "Dort seid
ihr geschützt vor dem Wind. Dort könnt ihr schlafen"
Maria und Josef atmen auf. Es ist als ob ihnen der Himmel mit
seinen vielen Sternen viel heller leuchte, der große neue
Stern begann besonders schön zu strahlen.
Wir setzen Maria und Josef und den Esel
in den Stall.