15. Dezember: Schaf


"So spricht Gott, der Herr: Siehe ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind." Hesekiel 34,11-12

Auf dem Tisch steht ein Körbchen mit einem Schaf. Man kann es aus ungesponnener Wolle und Faden leicht selber basteln. Man kann auch aus festem Papier die Grundform des Schafes ausschneiden, doppelt, so daß es steht. und dann seinen Körper mit flauschigem Material bekleben. In den nächsten zwei Tagen kann man mit den Kindern viele solche Schafe basteln, die dann die Krippenlandschaft füllen.
Es ist zugedeckt. Wir entdecken es, streicheln es, geben ihm einen Namen.

Erzählung:
Den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein waren die Schafe auf den Bergen. Jetzt ist der Winter gekommen. Gefroren hat es. Auf den Bergspitzen liegt der erste Schnee. Die Almwiesen geben kein Futter mehr her. Die Schafe sind von den Bergen herabgekommen. Aneinandergedrängt stehen sie beisammen. Sie spüren das wärmt. Einige Schafe blöken. Es sind die kleineren, die im Sommer auf den Berghöhen zur Welt gekommen sind. Sie haben Hunger. Sie warten auf den Hirten, daß er ihnen zu fressen gibt: duftendes Heu. Wenn es ganz kalt wird, weiß der Hirte für seine Schafe immer einen Stall. Dort sind sie geschützt vor Wind und Wetter. Es ist gut, einen Hirten zu haben, der einen umsorgt, der satt macht und schützt, nicht nur vor der Kälte sondern auch vor dem Wolf. Manch ein Hirte hat schon sein Leben gelassen im Kampf mit den wilden Tieren oder Räubern. Die Hirten sind auch um ihre Schafe froh. Von ihnen bekommen sie Wolle. Damit können sie sich warme Socken und Jacken stricken. Das Schaffell dient als warmer Umhang. Es macht das Bett weich und warm. Der Schafskäse schmeckt köstlich. An manchen Tagen muß ein Lamm sein Leben lassen. Sein Fleisch gibt den Hirten Kraft für ihre Arbeit. Die Hirten müssen aber sehr sparsam mit all den köstlichen Dingen umgehen, damit auch noch etwas zum Verkaufen übrigbleibt. Wenn sie dann Geld verdient haben, können sie sich die anderen Dinge kaufen, die sie zum Leben brauchen.

Wir stellen das Schaf in die Krippenlandschaft.
Aus braunen Tüchern können wir Hügel bilden.