17. Dezember: Engel


Den Engel auf den Tisch stellen.


Jetzt haben die Hirten von Bethlehem endlich alle Schafe auf einen Haufen getrieben. Es ist dunkel geworden und die Schafe legen sich zur Ruhe. Ab und zu blökt noch ein Lämmlein um sicher zu sein, daß seine Mutter noch da ist. Sie antwortet ihm leise und es wird langsam ruhig in der Schafherde. Über dem Feld funkelt der Sternenhimmel. Ein Stern strahlt besonders hell, als möchte er ihnen etwas erzählen. Den habe ich doch gestern schon gesehen, denkt Tobias. Die Hirten haben sich ein Feuer angezündet, machen Brotzeit und legen sich dann auch zur Ruhe. Tobias muß heute wachen und das Feuer am brennen halten, denn es schützt vor wilden Tieren. Es ist sehr ruhig und stockdunkel. Plötzlich schrickt er auf. Was ist das? Es wird hell. Es ist doch noch mitten in der Nacht. Die anderen sind doch gerade erst eingeschlafen. Da, Gesang! "He, Leute wacht auf! Da stimmt was nicht. Wacht auf und schaut!" ruft er. "Was´n loß?" murmelt einer ganz verschlafen. Er blinzelt. Da ist er plötzlich hellwach. Das gibts doch nicht! Es ist taghell um sie herum. Und vor ihnen steht eine helle Gestalt. Ein Engel. Er tritt noch etwas näher und spricht: "Ihr Hirten von Bethlehem, fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren. Ihr werdet ihn finden in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend." Und jetzt sind da auf einmal eine ganze Schar Engel, die singen laut und wunderschön: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!" Schön ist das. Richtig himmlisch! Doch auf einmal wird es wieder leiser. Die Engel verschwinden wieder, es ist wieder dunkel nur über der Stadt leuchtet der wunderbare helle Stern. Die Hirten blicken sich mit aufgerissenen Augen an. "Habt ihr das gehört?" Fragen sie, und "Habt ihr das verstanden?", "Wo werden wir dies wunderbare Kind finden? Das Gotteskind!" "Auf, worauf warten wir? Wollen wir nicht gehen und das Kind suchen?" "Es liegt in einer Krippe hat der Engel gesagt. Wollen wir da nicht zu einem Stall gehen? Vielleicht zu dem, wo dieser wunderbare Stern darüber steht?" "Wir müssen ihm etwas mitbringen!" "Ja, du hast recht! Vielleicht dieses warme Schaffell?" "Und was wird aus den Schafen? Wenn wir alle gehen, sind sie alleine! Hoffentlich geschieht ihnen nichts!" "In so einer wunderbaren Nacht wird Gott auf sie aufpassen. Kommt, laßt uns gehen!"

Den Engel bei den Hirten auf die Komode stellen.