2.Dezember : Erde
Wir stellen eine Schale mit feuchter Erde auf den Tisch. Wir
decken die Schale mit einem Tuch ab. Dazu bereiten wir auch ein
Schälchen mit Gras - oder Getreidesamen vor. Wir entdecken
Schritt für Schritt was unter dem Tuch ist. Zunächst
kann man die Kinder tasten und raten lassen. Wir schauen mit den
Kindern die Erde gründlich an. Woher kommt sie wohl? Wie
alt ist sie? Was wächst darin was ist alles schon darin gewachsen?
Wir lassen die Kinder auch fühlen und riechen. Wer braucht
Erde zum Wohnen?
Die Erde will euch etwas sagen. Legt vorsichtig
die Hand auf sie und lauscht. Sie erzählt: Ich bin ein Teil
von der großen Erde da draußen. Von der Erde, die
du siehst, wenn du spazieren gehst. Im Wald, auf der Wiese, im
Garten, im Park. Ich bin ein ganz winziger Teil davon. Ich lasse
mich von der Sonne bescheinen, dann werde ich etwas warm. Ich
sage den Regen auf. Der Schnee deckt mich im Winter zu und bei
Frost werde ich ganz hart. Im Frühling, wenn die Sonne wieder
wärmt, warte ich auf Samen.
Das Schälchen mit den Grassamen wird geholt und herumgereicht.
Wenn Samen in mich hineinfallen, wachsen aus mir Gräser,
Blumen, Sträucher und Bäume. Manche wachsen schnell,
manche ganz langsam und in mir finden sie Nahrung. Wenn dann die
Pflanzen groß gewachsen sind, kannst du dich an ihnen freuen.
Kannst sie ernten und essen oder anschauen und verschenken. Wenn
du möchtest, daß ich zum Leben erwache, dann streue
etwas von den Samen in mich hinein. Gieße mich regelmäßig
und laß Licht auf mich fallen, dann werde ich dir etwas
schenken.
Wir säen die Erde ein und stellen das
Schälchen unter den Stern mit den Worten: Jetzt haben wir hier schon ein "Himmelszeichen"
und ein "Erdenzeichen". Bald werden wir erfahren was
sich zwischen Himmel und Erde alles abspielt.