4.Dezember: Wurzel/Rose
Es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isai und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn. Jesaja 11,1-2

Eine Wurzel wird in die Mitte gelegt. Jeder darf sie einmal berühren und mit den Fingern erforschen.
Wir überlegen miteinander was diese Wurzel wohl einmal für eine Aufgabe hatte. Was ihr Platz im Leben war ( War es ein großer Baum? Wo stand er? Wie alt war er? Was hat er erlebt?...)

Wer Lust hat kann eine kleine "Wurzelübung" mit den Kindern machen: Wir stellen uns fest mit beiden Füßen auf die Erde, Strecken die Arme nach der Seite, schließen die Augen und stellen uns vo,r wir seien Bäume, die im Wind leise schwanken. Die Füße sind die Wurzeln. Wir brauchen sie. Sie halten uns auf der Erde fest. Sie halten uns im Gleichgewicht.

Diese Wurzel ist schon tot. Sie kann nicht mehr blühen.
Wenn es Winter ist, können wir uns auch manchmal nicht vorstellen, daß die Bäume und Sträucher, die jetzt so kahl aussehen, jemals wieder grün werden. Den ganzen Winter stehen sie da wie tot. Und im Frühling, wenn die Sonne wieder warm scheint, dann, ganz plötzlich, werden die alten Bäume wieder lebendig. Dann spitzen überall frische, kleine, grüne Knospen heraus. Alles fängt wieder an zu blühen und zu duften.
Manchmal haben die Menschen keine Hoffnung mehr. Sie sind traurig und niedergeschlagen und können nicht glauben, daß sie jemals wieder froh sein können. Sie können sich nicht vorstellen, daß es für sie jemals wieder neues, fröhliches Leben geben wird. Daß sie sich wieder wie im Frühling fühlen werden.

Wir stellen eine Rose neben die Wurzel: Stellt euch vor diese Rose würde aus der Wurzel herauswachsen. Das gibt es nicht? Das wäre sonderbar? Ja, da habt ihr schon recht, aber manchmal müssen ganz sonderbare Dinge passieren, damit die Menschen wieder froh werden. In den nächsten Tagen bis Weihnachten werden wir von ganz wunderbaren Dingen hören, die Gott geschehen läßt, damit die Menschen wieder Hoffnung haben können und sich freuen.
(Am 6. Dezember ist Barbaratag. Wir können die Geschichte mit fogendem ergänzen: Die Heilige Barbara lebte zu einer Zeit, in der die Menschen oft schwer bestraft wurden, wenn sie an Gott glaubten und nicht an die Götter ihrer Herrscher. Barbara war ein Mädchen, das für ihren Glauben ins Gefängnis mußte. Eine Geschichte erzählt, daß sie auf dem Weg dorthin an einem Strauch hängenblieb und ein Zweig sich an ihrem Gewand verfing. Im Gefängnis entdeckte sie ihn und stellte ihn in Wasser. Sie freute sich sehr als sie beobachten konnte, daß der Zweig zu blühen anfing und ihr damit zu einem Bild der Hoffnung auf Gott wurde. Wir stellen in Erinnerung daran an ihrem Tag Zweige ins Wasser, die dann bis Weihnachten zu blühen anfangen.)

Wir suchen für die Rose und die Wurzel einen Platz auf der Komode.

Lied: Es ist ein Ros entsprungen....