7.Dezember: Straße
Wir legen kleine Kieselsteine in einem Säckchen vor uns auf den Tisch. Jeder darf hineinlangen und sagen was er fühlt.
Wir erzählen:
Ihr wundert euch jetzt sicher über
die Steine. Steine sind hart und kalt. Man kann darüber stolpern.
Was haben die denn mit Maria und Josef zu tun? Die sind doch jetzt
glücklich und warten auf das Kind. Ja, so einfach soll das
anscheinend doch nicht gehen. Die beiden sind nämlich auf
einem steinigen Weg unterwegs, länger als ihnen lieb ist.
"Was? Unterwegs?" Müßt ihr jetzt fragen.
Mit einem Kind im Bauch ist man doch nicht freiwillig auf steinigen
Straßen unterwegs! Ja, da habt ihr allerdings recht. Sie
sind auch nicht freiwillig unterwegs. Es hat ihnen einer im wahrsten
Sinne des Wortes "Stolpersteine" in den Weg gelegt.
Dieser Jemand heißt Kaiser Augustus von Rom. Er hat nämlich
beschlossen, daß er ganz schnell wissen will, wieviel Menschen
in Israel leben. Israel ist das Land in dem auch Maria und Josef
und später Jesus zu Hause sind. Kaiser Augustus hat sich
auch genau überlegt, wie das zu geschehen hat. Und so hat
er seine Boten mit einer Nachricht über Land geschickt. Auch
zu Maria und Josef in ihre Stadt Nazareth kam er und rief aus:
"Der Kaiser Augustus hat befohlen, daß sich alle Einwohner
Israels in eine Zählliste eintragen lassen müssen. Ein
jeder in der Stadt, aus der seine Familie stammt. Das hat alles
sofort zu geschehen! Wer nicht folgt wird bestraft!"
Maria und Josef hatten keine Wahl. Und weil Josefs Familie aus
der Stadt Bethlehem stammte, mußte er seine Frau mit dem
ungeborenen Kind nehmen und sich auf eine lange Reise machen.
Es war sehr anstrengend für Maria, denn damals gab es noch
kein Auto und keine Eisenbahn, mit der man bequem reisen kann.
Die Strassen waren sehr steinig und uneben, deshalb werden wir
jetzt mit diesen Steinen eine Straße nach Bethlehem legen.
Wir legen die Steine als Straße in
die Krippenlandschaft.