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Zahnwissen-Lexikon
Dn - Dz |
diese Übersetzung kann entstellend oder falsch sein! |
Dochtdrainage
Fadendrainage,
Kapillardrainage, Weiser
Drainage, engl.: wick drainage; in der
Endodontie bekannt als D.
nach Weiser: Zum Abfluss von Sekret bzw. Entlastung bei einer Gasbildung
wird in den aufbereiteten Wurzelkanal ein dochtartiger Wattefaden in den
Wurzelkanal gebracht und durch den provisorischen Verschlusszement hindurch an
die Kaufläche geführt. Durch die Kapillarwirkung soll so Sekret aus der Tiefe in
die Mundhöhle abgeleitet werden. Methode gilt heute als
obsolet, da die gleiche Kapillarkraft auch
Bakterien aus der Mundhöhle in den Wurzelkanal befördert.
Drainage,
Einlage,
Gangränbehandlung,
Wurzelkanalbehandlung
Doktor
Dr., Doktor med., Doktor med.dent., akademischer Grad als
Namensbestandteil, engl.: doctor; von Laien häufig gebrauchte Anrede für
einen Arzt (med.)/Zahnarzt (med.dent.) ohne dabei Bezug
auf einen tatsächlichen Doktorgrad (Promotion,
doctor's degree) zu nehmen. Ein
medizinischer Doktorgrad (Dr.med., Dr.med.dent.) wird durch die medizinische
Fakultät einer Universität auf Grund einer Dissertation (Doktorarbeit) erworben
werden; er ist nicht automatisch Bestandteil des medizinischen Staats-Examens.
Das Führen dieses akademischen Grades ist nur bei Erlangung an einer in D
anerkannten Universität gestattet. Ansonsten muss der Zusatz der verleihenden
Universität mit aufgeführt werden; z.B. "Dr.med.dent. de universitad de ...".
Nähere Auskünfte erteilen die Kultusministerien der betreffenden Bundesländer.
Von anglo-amerikanischen Bildungseinrichtungen ist der Grad eines "Ph.D."
(Philosophical Doctor, Doctor of Philosophy; gesprochen: "Pie Äitsch Dieh")
bekannt. Dieser grenzt sich vom Medical Doctor (MD) oder
Doctor of Dental Science (D.D.S.) ab,
welcher mit erfolgreichem Studienende vergeben wird. Vorraussetzung zum Ph.D.
ist ein Master-Abschluss oder ein
Bachelor mit Auszeichnung. Im Gegensatz zum "Dr." wird "Ph.D." hinter den Namen
gestellt, die Person aber mit "Doctor" vor dem Namen angeredet.
Approbation,
D.D.S.,
Habilitation,
Master,
Zahnarzt
Dokumentation
von Behandlungen bzw. Therapiemaßnahmen,
Patientenunterlagen,
Aufzeichnungspflicht, engl.: (medical or treatment) documentation; die wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen (z.B.:
Anamnese,
Diagnoseuntersuchungen,
Funktionsbefunde,
Medikation, ärztliche Hinweise für und
Anweisungen an die Funktions- und Behandlungspflege, Abweichung von einer
Standardbehandlung, Behandlungsalternativen) und Verlaufsdaten (z.B.:
Aufklärung bzw. der
Verzicht auf eine Aufklärung durch den Patienten, Operationsbericht,
Narkoseprotokoll, Besonderheiten im Behandlungsverlauf) sind schriftlich zu dokumentieren (=
Dokumentationspflicht). Eine Aufzeichnung in der
Patientenakte
("Karteiblatt")
in Stichworten reicht aus, sofern diese für die mit- oder nachbehandelnden Ärzte
bzw. Gutachter
verständlich sind. Routinehandreichungen und Routinekontrollen müssen
grundsätzlich nicht dokumentiert werden. Die D. ist vor unbefugtem
Zugriff und vor nachträglicher Veränderung nachhaltig zu schützen.
Die Dokumentationspflicht ergibt sich aus folgenden Rechtsvorschriften (2010):
§12 Musterberufsordnung der
Bundeszahnärztekammer
sowie den Berufsordnungen der
Landeszahnärztekammern: Befunde
und Behandlungsmaßnahmen sind chronologisch und für jeden Patienten getrennt zu
dokumentieren.
§ 5 Abs.1 des
Bundesmantelvertrags-Zahnärzte (BMV-Z): über jede Behandlung sind
Aufzeichnungen zu fertigen, aus denen die einzelnen Leistungen, die behandelten
Zähne und, soweit erforderlich, der Befund sowie die Behandlungsdaten
ersichtlich sind.
§ 7 Abs.3
Ersatzkassenvertrag-Zahnärzte (EKV-Z): Befunde, Behandlungsmaßnahmen sowie
die veranlassten Leistungen einschließlich Behandlungstag mit Zahnbezug sind
fortlaufend zu dokumentieren.
Einsicht/Überlassung von Behandlungsunterlagen:
Ein Patient hat das Recht, die ihn betreffenden Behandlungsunterlagen ohne
besondere Begründung einzusehen
und auf seine Kosten Kopien oder Ausdrucke von den Unterlagen fertigen zu
lassen. Dies kann verschiedene Hintergründe haben. Denkbar ist z.B. ein
Behandlerwechsel, der Abschluss einer Versicherung oder aber auch das Begehren,
eine durchgeführte Behandlung durch einen Sachverständigen oder Nachbehandler
überprüfen zu lassen. Er kann eine Person seines Vertrauens mit der Einsichtnahme beauftragen.
Der Anspruch auf Einsichtnahme erstreckt sich auf alle objektiven Feststellungen
über den Gesundheitszustand des Patienten (z.B. naturwissenschaftlich
objektivierbare Befunde, Ergebnisse von Laboruntersuchungen sowie von
Untersuchungen am Patienten wie EKG, Röntgenbilder usw.) und die Aufzeichnungen
über die Umstände und den Verlauf der Behandlung (z.B. Angaben über verabreichte
oder verordnete Arzneimittel, Operationsberichte, Arztbriefe und dgl.). Das
Einsichtsrecht erstreckt sich nicht auf Aufzeichnungen, die subjektive
Einschätzungen und Eindrücke des Arztes betreffen. Weitere Einschränkungen des
Einsichtsrechts können bestehen im Bereich der psychiatrischen Behandlung und
wenn Rechte anderer in die Behandlung einbezogener Personen (z.B. Angehörige,
Freunde) berührt werden. Die Rechtslage im Hinblick auf die Überlassung von
Original-Röntgenbildern (Kopien analoger Rö-Bilder zeigen nicht die
Detailschärfe wie die Originale) an den Patienten oder einen von ihm
Bevollmächtigten (z.B. Anwalt) ist höchstrichterlich noch nicht geklärt.
Allerdings dürfte die Herausgabe an einen Nachbehandler unstreitig gegeben sein.
Siehe auch:
©
Auffassung der
Zahnärztekammer Niedersachsen.
Aufbewahrungsfrist, Aufklärung,
Befund,
Behandlung,
Diagnose,
Indexerhebung,
Krankengeschichte,
Legierungspass,
Medizinischer Dienst (MDK),
Patientenrechtegesetz (PatRG),
ausführlich mit
Beispielen (PDF, 1,1 MB, ©: aus "Der Hessische Zahnarzt",
2003)
Anforderungen an die Dokumentation aus juristischer Sicht
(11. Deutschen Medizinrechtstag 2010)
Dokumentationspflicht hat auch Grenzen
Patientenaufklärung und Patienteneinwilligung (zm, 2014)
http://www.oemus.com/archiv/pub/gim/zwp/2010/zwp1110/zwp1110_030_033_langhoff.pdf
Checkliste Aufbewahrungs-
u. Dokumentationsfristen 2010 (©:
Handbuch der LZK-BW)
Vermeidung von Dokumentationsfehlern
| Doldersteg Dolder-Gelenk, engl.: Dolder bar; zu den Geschieben zählende Halte- und Stützelemente, engl.: Dolder bar joint attachment; kennzeichnend ist die sog. "Reiterverankerung zur Abstützung und zum Halt: |
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Dolor
lat. für Schmerz, Weh, engl.: pain or ache; ist einer der
klassischen Entzündungssymptome.
In der ZHK meist bei Nachschmerzen
nach einem Eingriff gebräuchlich: Nachschmerz nach einer
Zahnentfernung = Dolor post
extractionem; Abk.: Dolor post.
Apernyl,
Dry socket,
Wundinfektion
| DoMu-Regel Abk. für Distal-oben, Mesial-unten. Gilt als Einschleifregel des Gebisses bei einer |
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Dontisolon ®
cortisonhaltige Paste (Prednisolon), hauptsächlicher
Einsatz bei Zahnfleischentzündungen
(sog. Tascheninfektionen) als
sinnvolle Unterstützung und Ergänzung der ursächlichen Therapie. Das
Medikament enthielt ursprünglich neben
Prednisolon ein Antibiotikum
(Neomycin) und ein Antiseptikum
(Surfen). Seit einigen Jahren wird Dontisolon® in
Zylinderampullen nur noch als
Monopräparat mit Prednisolon (Corticoid)
als Wirkstoff angeboten.
Cortison,
Druckstelle
| Doppelarmklammer Zweiarmklammer, engl.: double arm clasp; gebogene oder gegossene Klammer als reines Halteelement mit Klammerarmen auf der oralen und vestibulären Seite eines Zahnes. Es erfolgt keine parodontale Abstützung auf dem Klammerzahn - somit können so befestigte Teil-Prothese absinken. Anwendung nur als Klammer bei provisorischen Prothesen. Erfährt diese Klammerart eine Abstützung durch eine Auflage ("Doppelarmklammer mit Auflage"), so spricht man von einer E-Klammer (engl.: circumferential clasp). |
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Doppelbiss
"Sonntagsbiss",
engl.: double bite; Bezeichnung für das Bestehen von zwei
gewohnheitsmäßig (habituell)
eingenommenen Stellungen des Unterkiefers beim Zusammenbiss: Eine nach der Anatomie des Kiefergelenks
bestimmten Stellung (anatomischer Biss) und einer mehr individuellen
(habituellen, meist nach vorn verlagerten) Ausrichtung; beide Zusammenbisse
können vom Patienten problemlos eingenommen werden.
Biss,
Okklusion
Doppelblindversuch , engl.: double blind study;
Blindversuch
Doppelkrone ;
Teleskopkrone
| Doppelmischabdruck Doppelmischtechnik, engl.: composite impression, putty-wash impression; zu den einzeitigen Abdruckverfahren zählende Technik: Relativ festes Abdruckmaterial und dünnfließendes Abdruckmaterial werden getrennt, aber gleichzeitig ("einzeitig") angemischt. Das feste Material ("putty") kommt in den Abdrucklöffel, das dünnfließende ("wash") in eine Abdruckspritze Auch bei der sog. Heavy-Body-Wash Technik handelt es sich im Prinzip um eine Doppelmischtechnik, nur dass statt einem knetbaren Material ("putty") eine hochvisköse Masse ("heavy bodied") als festere Komponente eingesetzt wird. |
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Doppelvorschubplatten
auch Vorschubdoppelplatte, VD-Platte, VDP, engl.: Double
feed plates; einem modifiziertem
Aktivator ähnliches funktionell-kieferorthopädisches Behandlungsgerät.
Besonders bei Patienten mit Angle Klasse-II/1-Okklusion
geeignet. Der Behandlungseffekt besteht aus einer Kombination von
Wachstumshemmung im Oberkiefer und
anteriorer Positionsänderung des Unterkiefers. Nach Untersuchungen soll ein
Behandlungsbeginn in der späten Phase des
Wechselgebisses keine Nachteile
gegenüber einer frühzeitigeren Behandlung besitzen.
Aktivator, Kieferorthopädie
Doppelzahn ,
Zwillingszahn,
engl.: twin teeth or gemination;
Gemination
Doramad
"radioaktive Zahnpasta"; von der Auergesellschaft in Berlin zwischen 1940
und ca. 1945 hergestelltes Zahnpflegemittel, das nach Herstellerangaben "die
Zellen mit neuer Lebensenergie aufladen" und "die Bakterien" in "ihrer
zerstörenden Wirksamkeit" hemmen sollte. Radioaktivität mit all ihren
Begleiterscheinungen war damals offensichtlich noch nicht allgmein bekannt.
Zahnpasta ;
anderer Blog
Radioaktive Zahnpasta
| Doriot Gestänge engl.: Doriot ('s transmission); nach seinem franz. Erfinder benannte, historische Konstruktion als Bestandteil einer zahnärztlichen Behandlungseinheit zur rotierenden Bewegungsübertragung mittels Transmissionsschnüren von einem Motor (in der Behandlungseinheit) zu dem Hand- oder Winkelstück. Wurde in den 60er Jahren des letzten Jhds. durch Mikromotoren ersetzt, welche sich direkt unterhalb der Hand- oder Winkelstücke anschließen. |
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dorsal, dorsalis, engl.: do.; rückseitig, den Rücken betreffend, zum Rücken hin (nach hinten) gelegen
Dosis , engl.: dose;
Personendosis
| Dosimeter Personendosimeter, Messgerät für die Dosis (Menge) Jede Strahlung, die auf das Dosimeter trifft, schwärzt den eingelegten Film graduell, sodass die Dosimetriestellen die Monatsbelastung des Trägers in Millisievert ermitteln können. Die Einheit benennt die im Körper deponierte Energie der Strahlen, die mit einem jeweils festgelegten Faktor für die biologische Wirksamkeit multipliziert wird und so Auskunft über die Belastung für den Organismus gibt. Rund 300.000 Beschäftigte in Deutschland müssen während ihrer Arbeitszeit ein Personendosimeter tragen. In der ZHK beim Einsatz in der Praxis nicht vorgeschrieben. |
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Double-flare-Technik ; spezielle Methode
der Wurzelkanalaufbereitung;
Step-down-Technik;
http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de , S. 4-5
Dowel pin ,
Modellstift;
Sägemodell
Downpack
Downfill, engl. Sprachgebrauch im Rahmen einer
endodontischen Maßnahme (
Wurzelkanalbehandlung):
Kondensation der thermisch
plastifizierten Guttapercha von
koronal nach
apikal.
| Down-Syndrom Trisomie 21, veraltet: Mongolismus; engl.: Down syndrome or trisomy 21; es ist mit 1 auf 650 Geburten die häufigste durch eine Chromosomenstörung verursachte Erkrankung (in D wird die Zahl der Erkrankten auf bis zu 50 000 geschätzt), wobei das Chromosom Nr. 21 oder ein Teil davon dreifach statt üblicherweise zweifach in jeder Zelle vorhanden (Trisomie 21) ist; dadurch kommt es unter anderem zu Reifungsstörungen des Gehirns. Kinder mit D.-S. haben häufig ein chronisch obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Neben körperlichen und geistigen Behinderung, werden zahnärztlicherseits häufig Zahnfehlstellungen und -unterzahlen, Schmelzhypoplasien, eine große Zunge (Makroglossie), hoher Kariesbefall und Zahnfleischerkrankungen beobachtet. Zum Syndrom gehören weiter multiple Begleiterkrankungen, unter anderem an Herz, Lunge und Schilddrüse, die im Behandlungsablauf (z.B. bei der Anästhesie) bedacht werden sollten. Mit einer sogenannten Multiplex-Sequenzierung lässt sich die Trisomie 21 eines Fötusses im Blut der Mutter nachweisen. Nachteil sind allerdings die extrem hohen Kosten. Die oft erhebliche Makroglossie, muss evtl. vor Therapiebeginn chirurgisch korrigiert werden, um ausreichenden Zugang zur Mundhöhle zu gewährleisten. Der vergleichsweise hohe Kariesbefall ist nicht allein auf die häufig anzutreffende Schmelzhypoplasie zurückzuführen, sondern hat seine Ursache oft auch in der eingeschränkten Pflege. Von Seiten der Patienten erschwert eine mehr oder minder ausgeprägte geistige Behinderung die Kooperationsfähigkeit. Aus diesen Gründen ist bei D.- S.-Patienten eine intensive Individualprophylaxe unabdingbar Auch das problematische, oft aggressive Verhalten von immerhin 50% der geistig behinderten Patienten, stellt ein Problem für die Integration in die Behandlung dar. Häufig liegt die Ursache in einer simplen Hyperakusis: Vor allem laute Geräusche werden nicht toleriert und lösen aggressives Verhalten aus. Dagegen zeigt Musik einen durchweg positiven Einfluss auf Verhaltensauffälligkeiten. Unterschätzt wird auch häufig die eingeschränkte Fähigkeit vieler Patienten, Schmerzempfinden entsprechend auszudrücken. Nicht nur aus zahnärztlicher Sicht führt dies meist zu einer zu spät erfolgenden und dann rein schmerzorientierten Therapie. Auch wenn Patienten mit D. manchmal nur sehr schwer konventionell zu behandeln sind, sollte vor einem vorschnellen Einsatz der noch immer risikobehafteten Narkose jedoch immer anderen Behandlungsstrategien der Vorzug gegeben werden: Dem Einsatz von Kommunikationshilfsmitteln (ähnlich dem in der Kinderzahnheilkunde) bei der Vermittlung von Präventionsinhalten und gegebenenfalls einer unterstützenden Analgo-Sedierung. |
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Doxycyclin
halbsynthetisches, lipophiles Tetracyclin, engl.: do.; mit guter
Verträglichkeit und einer guten Verfügbarkeit in der Mundhöhle - besonders in
den meisten parodontalen Strukturen
(wie z.B. der Gingivaflüssigkeit)
durch reversible Chelatbildung.
Einsatz zur unterstützenden systemischen Therapie bei schweren bzw. behandlungsresistenten
Zahnfleischerkrankungen; z.B.: für 3-5 Tage, 2x1 Kapsel (100mg), morgens und abends,
später dann 1x täglich über 21 Tage, jeweils nach dem Essen. Auch bei längerer
Einnahme (über Monate, z.B.: Doxcxylin 100 Ratiopharm 2x1 für 1 Woche, dann 1x1
für 3 Wochen, anschließend Doxyderma(50mg) tgl. 1x für einen Monat, dann 1x1/2
für 1 Jahr) scheinen sich keine kritischen Veränderungen in der mikrobiellen Flora oder ihrer antibiotischen
Resistenz zu ergeben;
eine Kontrolle der Leberwerte wird empfohlen.
In jüngerer Zeit vermehrt lokaler Einsatz in niederer Dosierung (SSD, noch nicht
antibiotisch wirksam) als
hochwirksamer, reversibler Hemmer (
MMP) des Knochenabbaus
in der Parodontologie.
Niedrig dosiertes D. (subantimicrobial dose) wirkt sich auch günstig auf
den Wundheilungsprozess nach einer Kürettage aus, bedingt durch dessen
Wirkung als
Proteinasehemmer
Matrix-Metalloproteinasen
- MMP.
D. darf nicht gemeinsam mit Milch, Joghurt oder anderen Milchprodukten
eingenommen werden, da die Wirkung durch die kombinierte Einnahme abgeschwächt
wird. Sollen trotzdem Milchprodukte verzehrt werden, sollten mindestens zwei bis
drei Stunden Abstand zwischen dem Verzehr der Nahrungsmittel mit
Wechselwirkungen und der Einnahme eingehalten werden.
D. ist auch Grundlage des medienwirksam angepriesenen Präparates "Periostat®
- die Pille gegen Zahnausfall". Der amerikanische Hersteller "Colla Genex"
behauptet, dass die Pille eine Entfernung der die Krankheit verursachenden,
bakterienhaltigen Zahnbeläge dadurch überflüssig mache, da das Mittel die den
Zahnhalteapparat zerstörenden Bakterienenzyme (sog.
Kollagenasen)
unterdrücke.
Atridox™,
lokale Antibiotikazufuhr,
MHK, PMIK
("antiinfektiöse Therapie"),
Winkelhoff-Cocktail
Doxycyclin in der
PA-Therapie ; ©: Niedersächsisches
Zahnärzteblatt 1/2011
http://www.sciencedirect.com/
http://www.zahnarzt-brueel.de/
Drainage
Dränage, engl.: do.; Ableitung von Wundsekreten (z.B. Eiter aus
einem Abszess, Blut) durch Gummi- oder
Kunststoffstreifen bzw. -Schläuche oder Gaze (sog. Drain).
Bei der Redon Drainage (Redon's drainage) wird ein Drain in
eine sonst verschlossne Wunde gelegt und Sekrete durch Unterdruck abgesaugt.
Dochtdrainage, Mundbodenphlegmone,
Parazentese,
perimandibulärer Abszess
Drehbewegung , Rotationsbewegung ,
engl.: rotary movement;
Zahnbewegungen
Dreh-Gleit-Bewegung , engl.:
rotary-gliding-movement;
Unterkieferbewegungen
Dreh-Gleit-Gelenk , engl.:
rotary-gliding-joint;
Kiefergelenk
Drehbrücke , Drehgelenk ; engl.:
rotary bridge;
Torsionsgeschiebe
| Drehstand engl.: tooth irregularity (rotary position); anormale Stellung eines Zahnes durch Drehung um seine Längsachse; meist auftretend im Frontzahnbereich infolge von Engständen. Unterscheidung einmal nach der Lage der Drehachse = zentrische Drehung (sog. Pflugscharstellung; s. Abb.) oder exzentrische Drehung und zum anderen nach der Richtung der Drehung der Zahnaußenfläche = Mesialrotation (zur Zahnbogenmitte hin gedreht; s. Abb.) bzw. Distalrotation (zum Zahnbogenende hin gedreht; s. Abb.) |
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zentrischer Drehstand mit Mesialrotation; sog. Schmettelings- stellung |
Dreiecksklammer
engl.: triangular clasp; der
Ösenklammer ähnliches
Halteelement; Einsatz vorwiegend bei kieferorthopädischen Apparaturen.
| Dreiecksstellung engl.: tooth irregularity (triangular position); anormale Stellung vornehmlich der 2. Prämolaren zur Mundhöhle hin infolge von Engständen |
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Drei-Punkt-Abstützung ,
Drei-Punkt-Artikulation ;
Tripodisierung
| Dreiviertelkrone engl.: three-quarter crown; zu den Teilkronen gehörend; es wird nicht die gesamte Zahnkrone zur Aufnahme einer Zahnersatz-Krone beschliffen. Es bestehen keine klaren Übergänge zwischen großflächigen Inlays bzw. Onlays o. Overlays, Halbkronen und D. |
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Dronabinol
(delta-9-THC), Schmerzmittel auf Cannabis-Basis, engl.: do. (Marinol™);
internationaler Freiname für das pharmakologisch wirksamste
Delta-9-Tetrahydrocannabinol (auch Tetrahydrocannabinol oder Dronabinol genannt)
wird aus dem Hanf, Cannabis sativa, gewonnen; unterliegt in Deutschland den
Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes. Da in Deutschland oder der EU keine
Fertigarzneimittel zugelassen sind, müssen diese
aus den USA importiert werden, wo es z.B. als Marinol™ am Markt ist, oder als
Rezepturarzneimittel auf Betäubungsmittel-Rezept verschrieben werden:
Ölige Dronabinol-Tropfen 2,5 Prozent, 10 ml (entsprechend 250 mg Dronabinol).
Dosierung einschleichend beginnen mit 2 x 3 Tropfen (entspricht zweimal 2,5
mg). Oder: 100 Kapseln à 5 mg Dronabinol, entsprechend 500 mg Dronabinol.
Dosierung: 2 x 1 Kapsel täglich.
Der Apotheker stellt nach diesen Angaben Kapseln oder Tropfen her. D.
wird in Deutschland von den Unternehmen Delta 9 Pharm und THC Pharm produziert.
Seit etwa 5 Jahren erfolgt der Einsatz dieses
Pharmakons vermehrt in der
Schmerztherapie: Es wirkt analgetisch, spasmolytisch auf die glatte und
quergestreifte Muskulatur, antianorektisch, antiemetisch, in höherer Dosis
sedierend, anxiolytisch und in gewissem Umfang euphorisierend. Wie bei den
Opioiden beginnt man die Dronabinol-Therapie in niedriger Dosierung: Beginnend
mit zweimal 2,5 mg pro Tag, steigert man die Dosis, bis die individuell
erforderliche Erhaltungsdosis erreicht ist - das sind meist zwischen 5 bis 10 mg
dreimal täglich. Es gibt keine definierten Tageshöchstdosen. Allerdings werden
mit mehr als 30 mg pro Tag die meist unerwünschten sedierenden Effekte stärker
zutage treten, so dass diese Dosis zur Zeit als Höchstdosis betrachtet werden
muss. D. eignet sich nicht, einen Akutschmerz rasch zu lindern.
Extrakte der Hanfpflanze Cannabis werden traditionell in der Volksmedizin
gegen Entzündungen eingesetzt.
Anfang des letzten Jahrhunderts gab es das Naturheilmittel noch in jeder
Apotheke. Wegen der berauschenden Wirkung des Inhaltsstoffs THC (Tetrahydrocannabinol)
verschwand die Pflanze jedoch in den 30er Jahren aus den Regalen.
"Der Anbau und Besitz von Hanfpflanzen und der Handel damit ist in Deutschland
verboten – dennoch hat laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung etwa ein
Drittel aller 18- bis 25-jährigen bereits Haschisch konsumiert. Der Wirkstoff
Tetrahydrocannabinol (THC) ist verstärkt im Drogenhanf enthalten, dessen Blüten
getrocknet und dann entweder geraucht oder zum Beispiel in Form von Keksen
konsumiert werden" (aus einer PM 2013).
Analgetika
Nutzenanalyse - Bei welchen Krankheiten Cannabis hilft (2014)
Druckabformung ,
Kompressionsabdruck
Druckgeräte,
Druckbehälterverordnung;
©:
LZK-B.-W. (Handbuch, 2009) ;
BuS-Dienst
Druckinjektor ;
intraligamentäre
Anästhesie
Druckknopfanker ;
Ceka-Anker,
Kugelanker
Druckschmerz
DS, engl.: tenderness, pressure pain; Oberbegriff für eine
Schmerzart, die vielfältig
entstehen kann:
beim
Untersuchen: durch Drücken an den typischen Druckpunkten des
Trigeminusnerven (sog.
Nervenaustrittspunkte)
als Folge von
Entzündungen im Mund-Kiefer-Bereich
(z.B. apikale oder
marginale Entzündungen)
dann, wenn unter der Schleimhaut oder im Kieferknochen liegende Sekrete/Gase
nicht nach außen abgeleitet/durchbrechen können (
Abszess,
Infiltrat)
Überbelastung
von Zähnen (z.B. bei einer
traumatischen Okklusion)
beim Druck
auf des Kiefergelenk bei
Kiefergelenkserkrankungen oder -verletzungen
bei
Hämatomen als Folge von
Verletzungen
| Druckstelle Prothesendruckstelle, Dekubitus, engl.: pressure or denture sore; schmerzhafte Schleimhautveränderung (Ulzeration) mit Nekrosen; i.d.R. hervorgerufen durch nicht an das Prothesenlager angepasste Prothesen, einer Überbelastung eines Prothesenteiles durch falschen Zusammenbiss, altersbedingter Veränderung des Prothesenlagers (Knochenabbau) oder bei Eingliederung von neuem Zahnersatz - besonders dann, wenn Zähne frisch entfernt wurden (Immediatersatz). Eine Behandlung erfolgt durch Beseitigung der störenden Bezirke an der Prothesenunterseite bzw. deren Rand und/oder durch Mundspülungen (z.B. Kamille) verbunden mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Salben ( |
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Drucktamponade
engl.: pressure tamponade; mechanische Blutstillung bei stärkeren
Nachblutungen im Kieferbereich. Tampons
oder Tupfer ("Aufbisstupfer") aus
Gazestreifen (meist mit einem blutstillenden Mittel getränkt) werden unter Druck
in das Operationsgebiet eingebracht und nach dauerhaftem Stehen der Blutung
wieder entfernt. In Körperhöhlen werden auch
resorbierbare Materialien eingesetzt.
Tamponade,
Sickerblutung
Drum Schiene ;
Miniplast-Schiene
Dry Socket
lat.: alveolitis sicca,
trockene Alveole; klinisches Bild einer
Wundinfektion nach einer
Zahnentfernung infolge Zerfalls des
Blutkoagulums. Der Kieferknochen liegt "trocken" frei und zeigt keinerlei
Anzeichen einer Heilung; starke, neuralgiforme Beschwerden, welche durch
Einlage von
schmerzstillenden Tamponaden gelindert
werden können. Die Bildung einer D. s. ist eine der häufigsten
Komplikationen nach Entfernung der unteren
Weisheitszähne. Bakterielle
Besiedlung und Verlust des Blutkoagulums können zu Schmerzen, Entzündung und
Irritationen bis hin zur Kieferklemme
führen. In der Literatur wird eine Häufigkeit von 3-4 % bei
Routine-Zahnextraktionen und ein Prozentsatz von 45 bei Weisheitszahnentfernung
angegeben.
Bewährte Einlagen zur
Schmerzstillung und Heilung sind Präparate wie Socketol® (Perubalsam, Thymol,
Lidocain) oder
Chlorphenol-Kampfer-Menthol (ChKM) bzw.
Jodoform (Jodotamp®)
bzw. Behandlung mit "Wundersalbe nach Prof. Weiß, Nürnberg": Jodotamp + "Eugenol-Salbe"
(in der Apotheke gemischt: Pantocain 4,0g, Eugenol 0,1g, Menthol 0,5g, Lanolin
23,0g, Vaseline aa 100g).
Apernyl, Alveolitis,
Koagulum,
Wundheilung,
Wundinfektion, Wundrevision
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Dual-Arch-Abformtechnik Okklusionsabdruck, engl: dual-arch impression technique; simultane Abformung beider Kiefer(hälften) bei gleichzeitiger Schlussbisssituation (habituelle Interkuspidation) mit einem speziellen Abdrucklöffel aus Kunststoff (z.B. Tripple Tray™; siehe Abb.) oder Metall (z.B. Bite-Relator™). |
Dual härtend
eng.: binary hardening; Bezeichnung für
Füllungsmaterialien und
Befestigungszemente auf
Kunststoffbasis (z.B. Komposite),
welche entweder durch ein Pasten-Katalysator-Gemisch oder durch
Photo-Polymerisation
chemisch aktiviert werden. Wenig gebräuchlich.
Dublieren
Doublieren, engl.: doubling; Anfertigung eines identischen zweiten
Modells ("Duplikationsmodell");
meist in einem zahntechnischen Labor,
um die fertige Zahnersatzarbeit auf dem Ausgangsmodell auf Passgenauigkeit
überprüfen zu können, da das Erstmodell meist während der Verarbeitung
beschädigt/zerstört wird.
Begriff auch gebräuchlich bei der Neuanfertigung einer
Vollprothese, welche "identisch" zu der
bisher getragenen Prothese sein soll ("Prothese nach Vorlage").
Dubowitz-Syndrom
engl.: do.; 1965 erstmals beschriebener, autosomal-rezessiver, stark
ausgeprägter Minderwuchs; mit multiplen angeborenen Anomalien und geistiger
Retardierung. Am Schädel fallen u.a. eine hohe fliehende Stirn, flache
Supraorbitalleisten, Unterentwicklung von Jochbein und Unterkiefer, kurze
Lidspalten, ein breiter und flacher Nasenrücken und eine ungewöhnliche Mundform
auf.
Dübelkrone ;
Davis Krone
Ductuszyste
Duktuszyste, Ductus-Incisivus-Zyste, nasopalatinale Zyste,
engl.: nasopalatine duct cyst; zu den
dysgenetischen, nicht odontogenen
Zysten zählendes Geschwulst, entstanden
aus Epithelzellresten an den Vereinigungsstellen des embryonalen Gaumens mit dem
Zwischenkiefer. Lage im Gaumen hinter den
mittleren Schneidezähnen.
Alveolarfortsatzzyste,
Zyste
Duktilität
Dehnbarkeit, Kaltverformung, Verformbarkeit, Schmiedbarkeit, engl.: ductility;
häufige Eigenschaft von Edelmetallen bzw. deren Legierungen, sich im Kaltzustand
unter Belastung dauerhaft zu verformen. Während Glas bei Krafteinwirkung auf die
Oberfläche sofort bricht, können Metalle (z.B. Gold), sich primär verformen,
bevor sie brechen/reißen.
Legierung
Dunlop Methode
Zahnfleischdruckverband, "Taschenpackung", engl.: Dunlop's
method; historisches Vorgehen zur Einebnung von Zahnfleischtaschen bzw.
Erweiterung der Zahnfleischtasche:
Paraffin oder Zement wird für eine gewisse Zeit unter Druck in eine Tasche
gebracht, wodurch eine Erweiterung eintritt und dadurch bedingt eine bessere
Zugänglichkeit für therapeutische Maßnahmen unter Sicht gegeben ist.
| Duraphat ® Handelsname für einen häufig eingesetzten Fluoridlack (NaF, 2,5 oder 5 prozentig) mit Langzeitwirkung (bis zu einem halben Jahr) zur Kariesprophylaxe und (seltener) Behandlung überempfindlicher Zahnhälse. Mit seinen Experimenten zur Entwicklung eines an den Zähnen haftenden, dadurch Tiefenwirkung erzielenden Fluoridlackes begann Professor Schmidt 1960 an seiner Hochschule in Marburg. Nach über 10-jähriger Forschungsarbeit erzielte er schließlich im Jahre 1970 den Durchbruch mit einem hydrophilen Fluoridlack, der durch seine Lösung in Alkohol die Feuchtigkeit auf den Zähnen aufnahm und damit eine bessere und längere Haftungszeit als bisher erreichbar ermöglichte. Anfang der 70er Jahre kam dieses Produkt unter dem Namen „Duraphat“ auf den Markt. |
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Durchbruchszeiten
der Zähne , Dentitionszeiten, engl.: tooth eruption times;
Dentition,
Gebiss,
Mineralisationszeiten,
Wechselgebiss
Durchleuchtung ,
Kariesdiagnostik (Diaphanoskopie)
Durchschnittsgesicht , engl.: biometry
face;
Biomet-Gesicht
| DVT digitale Volumentomographie, , engl.: digital volume(tric) tomography or CBCT = Cone Beam Computed Tomography (Cone = konusförmig, Beam = Strahl), "Cone Beam Technik", dreidimensionales bildgebendes Verfahren, 1982 entwickelt, 1998 in die ZHK eingeführt. Der digitale Volumentomograph besitzt eine um 360 Grad rotierbare Röntgenröhre mit einem dreidimensionalen Nutzstrahlbündel, der Detektor ist ein Bildverstärker, die Bilderfassung erfolgt mittels CCD-Chips. Bei der Bilderstellung rotieren Röntgenröhre und Bildverstärker um die fixierte Patientenliege. Dabei wird pro Grad ein Einzelschnittbild erstellt und alle 360 Bilder zu einem 3-dimensionalen Rohdatensatz ("Volumen") durch gerätespezifische Software zusammengerechnet. Aus den Axialschichten der primären Rekonstruktion werden, je nach Bedarf, weitere sekundäre Rekonstruktionen errechnet. Im Volumen findet eine isometrische Auflösung der favorisierten Hartgewebe (Knochen, Zähne) statt. Das DVT bedient sich zur Berechnung seiner dreidimensionalen Ergebnisstrukturen zweidimensionaler Bilder als Datensatz für die Software, während ein CT mit einer eindimensionalen Detektion arbeitet. Somit ergeben sich erhebliche Qualitätsunterschiede zugunsten des DVTs. Technisch bedingt kann ein DVT keine Bilder unterhalb des Kopfes erzeugen. Nachteilig bekannt sind bei allen digitalen Röntgentechniken die sog. zervikalen Burnout-Effekte an metallischen Rekonstruktionen (Metallfüllungen, -kronen). Diese - auch als Aufhärtungsartefakte bezeichneten - Veränderungen täuschen dem Betrachter eine (zirkuläre) Karies vor ( Bezüglich der Strahlenexposition liegt die DVT zwischen konventioneller Diagnostik und CT (Geräteabhängig; Dosisreduzierungen sind bei der weiteren Entwicklung zu erwarten)*). Da mit der DVT die Hochkontrastunterschiede zur Darstellung gebracht werden und die Ebene frei gewählt werden kann, ergibt sich für die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde eine breite Indikationsstellung; so ermöglicht z.B. DVT eine eindeutige Lagebestimmung des Weisheitszahns zu seinen anatomischen Nachbarstrukturen. Insbesondere die Lagebeziehung zum N. alveolaris inferior kann vor der Operation eindeutig bestimmt werden. Komplikationen bei Weisheitszahnentfernungen, die sich aus der anatomischen Ausgangsituation ergeben, können somit durch dieses bildgebende Verfahren reduziert werden. Wegen der auch bei einem CT bekannten Auslöschungs- und Aushärtungsartefakten können teilweise krankhafte Strukturen vorgetäuscht werden, weshalb derartige Geräte zur Kariesdiagnostik weniger geeignet sind. Als Einsatzgebiete werden angegeben: Nach der geltenden Rö-Verordnung (2004) ist der Betrieb eines derartigen Gerätes in einer Zahnarztpraxis durch den Zahnarzt erlaubt. *) Vergleich verschiedener Rö-Untersuchungstechniken in der ZHK betreffs Strahlenbelastung (Faustregel, Geräteabhängig): 4 intraorale Aufnahmen = 1 Panoramaaufnahme 4 Panoramaaufnahmen = 1 DVT 4 DVTs = 1 Dental-CT Für den
Betrieb einer DVT-Anlage reicht die normale
Fachkunde nicht aus.
Hier müssen zusätzlich eine Sachkunde über 8 Std. und 25 Untersuchungen
nachgewiesen werden. |
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Dysfunktion , engl.: dysfunction;
Fehlfunktion, erblich bedingte oder als Krankheit erworbene Funktionsstörung
von Organen; Gegenteil ist
Eufunktion,
Habits
dysgenetisch , engl.: dysgenic; von
Dysgenese = anlagebedingte (embryonale) Fehlentwicklung einzelner oder mehrerer
Organe; z.B.
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten;
genetisch
| Dysgnathie Gebissfehlstellung, von der Norm abweichende Gebisszustände, engl.: dysgnathia; dabei können diese Unterschieden werden von der Norm ( Nach dieser Systematik ergeben sich 9 versch. Abweichungen in sagittaler Richtung (s. Abb. unten)
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Dysmorphophobie
körperdysmorphe Störung, engl.: body dysmorphic disorder; krankhafte Unzufriedenheit eines Menschen
mit dem Erscheinungsbild seines Körpers oder Teilen davon - er nimmt sich als
hässlich oder entstellt wahr. Die Erkrankung beginnt typischerweise in der
Pubertät.
http://www.aerztezeitung.de/
Dysodontie
engl.: dysodontiasis; wenig gebräuchlicher, nicht klar definierter
Ausdruck für Störungen der Zahnanlage, Zahnfehlstellungen und
Dentitions-Störungen;
DLS-Syndrom
Dysokklusion,
Malokklusion
Dysostose
engl.: dysostosis; auf einzelne Knochenskelett-Abschnitte begrenztes
Störung der Knochenentwicklung bis hin zum völligen Fehlen der betreffenden
Partien
Franceschetti - Syndrom,
Kieferbogensyndrom,
Kiefergelenkagenesis
Dysphagie , Schluckstörung, engl.:
dysphagia; Unfähigkeit, den
Schluckakt auszuführen;
Veitstanz
Dysplasie , Dysplasia, engl.: do.;
Fehlbildung, Fehlentwicklung eines Gewebes;
mengenmäßig korrekt gebildete Zahnhartsubstanz, die jedoch strukturelle Mängel
aufweist.
Zahnhartsubstanzdefekte
D.Z.O.I.
Deutsches Zentrum für orale Implantologie eV
http://www.dzoi.de/ ;
implantologische
Fachgesellschaften
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Autor:
Dr. Klaus de Cassan
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