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Zahnwissen-Lexikon
Ea - Em |
diese Übersetzung |
EADPH
European Association of Dental Public Health; europaweit tätiger Verein
zur Entwicklung von "Mundgesundheitsstrategien" im Bezug auf eine Verbesserung
der öffentlichen Zahngesundheit. Eine enge Kooperation mit der zuständigen
Kommission der EU wird angestrebt.
http://www.eadph.org/
Eagle-Syndrom
nach dem us-amerikanischen HNO-Arzt Watt Weems Eagle benannt, der das Syndrom
1937 erstmals beschrieb und welches auf einen verlängerten Processus styloideus
(Griffelfortsatz des Schläfenbeins) oder ein verknöchertes Ligamentum
stylohyoideum zurückzuführen ist und dadurch das
Zungenbein tangiert. Das Syndrom geht
mit neuralgiformen Schluckbeschwerden, Ohren-, Hals-, Kopf und Nackenschmerzen,
insbesondere bei einseitigen Kopfbewegungen, einher. Weiter bestehen unklare
Gesichts- und Kauschmerzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eagle-Syndrom
(Eastman) interdental bleeding index
(EIB)
SBI
easy to clean Effekt
in der ZHK Schlagwortbez. für
Methoden im Rahmen der Nano-Technologie,
welche die Zahnoberfläche derart versiegeln, dass sich daran kein
Biofilm und damit
kariesauslösenden Bakterien
anhaften können ("Bakterien perlen von der Zahnoberfläche ab"). Sollten
derartige Beschichtungen in die Praxis dauerhaft umzusetzen sein, so könnte ein
drastischer Rückgang bei den Volksseuchen
Karies und Zahnbetterkrankungen
("Parodontose") erreicht werden. Die Forschung konzentriert sich dabei auf
flüssige Nano-Kunststoffe auf
Komposit-Basis (2009).
Experten räumen derartigen Methoden ein großes Zukunftspotential ein.
EBA-Zement
Abk. von Ethoxibenzoeacid; von den
Zinkoxid-Eugenolzementen abgeleitete
Befestigungs- oder
Unterfüllungs-Materialien mit einem
Zusatz von etwa 60 % Ethoxibenzoesäure. Die mechanischen Eigenschaften liegen
zwischen einem provisorischen und definitiven Zement; eine
Reizung des Zahnnervs wird als gering
eingestuft. Bestandteile: Flüssigkeit: Eugenol und Ethoxibenzoesäure, Pulver:
modifiziertes (Zusatz von Aluminiumoxid) Zinkoxid.
Befestigungszemente,
Unterfüllung
EBM , Evidence-Based
Medicine;
Evidenzbasierte Medizin
| ECC Early Childhood Caries, frühe Milchzahnkaries; Krankheitsbezeichnung ohne genauere Definition im Milchgebiss. In der Literatur wird derzeit (2010) überwiegend jegliche Karies bei unter Sechsjährigen mit diesem Ausdruck bedacht, ohne auf genauere Kriterien einzugehen. Hieraus ergeben sich im internationalen Vergleich stark differierende Zahlen im Bezug auf eine Prävalenz. Dadurch bedingt wird auch die unterschiedliche Ätiologie der beiden Hauptkariesformen in diesem Alter vermischt: Nuckelflaschenkaries und gewöhnliche Karies. Entstehung ist - wie bei jeder Karies - multifaktoriell: hohe Zufuhr von Kohlenhydraten und Zucker, weiche Speisen, schlechte Mundhygiene, frühe Infektion mit kariogener Mikroflora, Hypoplasien, Fehlernährung, niedriger Sozialstatus (als häufige Assoziation) usw. . Im Speichel von Kindern mit ECC finden sich im Vergleich zu Speichel von Kindern mit kariesfreien Gebissen erhöhte Konzentrationen der Antikörper sekretorische IgA und IgG. Die erhöhten IgG-Werte werden als Reaktion auf Entzündungsprozesse der Gingiva, die hohe IgA-Konzentration wird als Reaktion auf die hohe Belastung der Kinder mit kariogenen Bakterien, insbesondere St. mutans, interpretiert. Nach Wyne (1999) lässt sich die ECC in die folgenden Typen untergliedern (aus zm-online): Typ I (leicht bis mittelgradig) Isoliert vereinzelte kariöse Läsionen an Milchmolaren und/oder Milchschneidezähnen Ursache: kariogen feste oder halbfeste Nahrung bei unzureichender Mundhygiene Betroffene Kinder: meist zwischen zwei und fünf Jahren Typ II (mittelgradig bis schwer) Kariöse Läsionen an den Milchschneidezähnen im Oberkiefer (abhängig vom Alter mit oder ohne Molaren-/Eckzahnkaries) Schneidezähne im Unterkiefer sind kariesfrei Ursache: verlängerte Trinkzufuhr aus Saugerflaschen oder extrem ausgeprägtes Stillen ("at-will-breast-feeding") bei guter oder schlechter Mundhygiene Betroffene Kinder: bald nach Durchbruch der ersten Milchzähne Typ III (schwer) Kariöse Läsionen an (fast) allen Milchzähnen, auch die unteren Schneidezähne sind betroffen Ursache: insgesamt kariogene Ernährung und unzureichende Mundhygiene Betroffene Kinder: meist zwischen drei und fünf Jahren |
ECDI
European Centers for Dental Implantology; 2009 gegründete Gruppe von
implantologisch tätigen Praxen und
Kliniken, welche sich besondere Qualitätsanforderungen gesetzt haben: Die Ärzte
der Zentren müssen seit mindestens 15 Jahren implantologisch tätig sein und
mindestens 3.000 Implantate gesetzt
haben. Die Zentren sind einer leitliniengerechten und wissenschaftlich
gesicherten Therapie verpflichtet.
http://www.zahnimplantate.com/
| Eckzahn Augenzahn, Hundszahn, dens caninus, dens cuspidatus, engl.: canine or cuspid(tooth), eyetooth für den oberen E.; zu den Frontzähnen gehörender 3. Zahn (von der Mitte nach hinten) im Ober- und Unterkiefer, sowohl im Milchzahn- wie im bleibenden Gebiss; etwa zwischen dem 10. und 12.Lebensjahr als letzter Frontzahn durchbrechend (
|
![]() rechter oberer E. aus versch. Sicht |
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| Eckzahnbreite Eckzahndistanz, EZD, nach Little (1975) engl.: bicanine breadth or width; Abstand zwischen den Eckzahnspitzen eines Kiefers, bzw. zwischen den vermuteten Eckzahnspitzen ibei abgeschliffenen Eckzähnen. Infolge des Kieferwachstums tritt besonders zwischen dem 6. u. 9. Lebensjahrs eine starke Vergrößerung mit nachfolgend abgeschwächter Tendenz auf. |
![]() |
Eckzahnführung
Eckzahn-geführte Okklusion, engl.:
canine guidance or cuspid guidance or canine rise;
dynamische Okklusion unter
Hauptbeteiligung der Ober- und
Unterkiefer-Eckzähne; bei der Seitwärtsbewegung (Laterotrusionsbewegung)
haben nur die Eckzähne von Ober- und Unterkiefer der
Arbeitsseite miteinander Kontakt.
Alle anderen Zähne der Arbeits- und
Balanceseite stehen sofort nach Einsetzen dieser Bewegung außer Kontakt.
Dadurch entsteht ein Schutz der übrigen Zähne vor horizontalen Kräften, welche
auf den Eckzahn selbst aufgrund seiner
parodontalen Stabilität nur wenig Einfluss haben sollen.
Frontzahnführung, Gnathologie,
Gruppenführung,
Okklusion,
Okklusionskonzepte,
Zentrik
| Eckzahnlinie engl.: cuspid line; eine der Kennlinien bei der Herstellung von Vollprothesen. Neben der Mittellinie, Lachlinie, Kauebene bzw. Lippenschlusslinie dient diese Bezugslinie dem harmonischen Aufstellen der Kunstzähne. Sie wird im zahnlosen Kiefer als Senkrechte, anliegend an den Nasenflügeln, definiert. |
![]() |
Eckzahnlücke ;
Affenlücke
Eckzahnrelation ;
Molarenrelation
ECM-Methode , (= electrical caries monitor,
Lode Medical Technology, Groningen, NL),
elektrische Widerstandsmessung, engl.: electrical resistance test;
Kariesdiagnostik
ECTS-Leistungspunktesystem
"ECTS" ist die Abk. von "European Credit Transfer System". System zur
Anrechung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen; 1989 im Rahmen
von ERASMUS eingeführt. Die Deutsche Hochschulrektorenkonferenz hat in 2004
beschlossen "... Kreditpunkte sollen an allen Hochschulen zügig eingeführt
werden und auch für hiesige Studierende wichtig werden. Neben den bisherigen
absoluten Noten sollen die Hochschulen künftig zusätzlich relative nach dem
Muster des ECTS vergeben... ... ECTS basiert auf der Übereinkunft, dass das
Arbeitspensum von Vollzeitstudierenden während eines akademischen Jahres 60
ECTS-Credits ergibt. Das definierte Arbeitspensum liegt in Europa im
Durchschnitt bei 1500 Stunden pro Jahr; in Deutschland geht man von 1800 Stunden
aus. Das bedeutet, dass ein Credit 25-30 Arbeitsstunden entspricht. Das
Arbeitspensum bezieht sich auf die Zeit, die die Lernenden im Durchschnitt
benötigen, um die für die jeweilige Veranstaltung oder das Modul genau zu
definierenden Lernergebnisse zu erzielen ...". Ausführlich unter:
http://www.hrk.de/de/beschluesse/109_276.php?datum=98.
Bologna-Prozess,
Master
Reaktion aus der Schweiz (Uni-Basel) zum Bologna-Prozess in den
zahnmedizinischen Fächern (2009)
EDA
European Dental Association; die EDA wurde 1999 als Dachverband für Fortbildungsorganisationen
und –Institutionen gegründet. Sie bietet die Möglichkeit eines Zusammenschlusses
aller Gruppen und Institutionen, die in der Weiterbildung engagiert sind sowie
Einzelmitgliedschaften für Zahnärzte, die sich in einem oder mehreren
Fachbereichen spezialisieren wollen oder bereits spezialisiert haben.
http://www.eda-eu.org/
Edelmetalle
engl.: precious (noble) metals; hierzu gehören nach
Definition chemisch besonders beständige Metalle (
Korrosion) wie Gold, sowie die
Platinmetalle: Platin, Iridium, Osmium, Palladium, Rhodium, Ruthenium und im
weiteren Sinn auch:
Silber und
Quecksilber; hinzu kommen noch weitere
Metalle, die eine noch höhere
Korrosionsbeständigkeit besitzen aber nicht zu den E. gezählt werden:
Titan,
Zirkonium, Hafnium, Vanadium, Nion,
Tantal, Chrom, Molybdän und Wolfram.
E. werden von Salzsäure nicht angegriffen.
In der
ZHK gebräuchliche E. für Zahnersatz:
Legierungen. Die E.
liegen dabei selten in reiner Form vor, sondern aus Stabilitäts- und/oder
Kostengründen als Legierungen.
Duktilität, Legierungen,
Legierungspass,
NEM (NichtEdelMetalle),
Schwund,
Spannungsreihe v. Metallen,
Spargold
Edentation , engl.: do.; teilweise oder vollständige Zahnlosigkeit, welche durch eine Zahnentfernung bedingt ist
Edgewise-Technik
festsitzende kieferorthopädische Behandlung mittels runden Drähten und
Vierkantaußenbögen (Kantenbogentechnik) zur
körperlichen Bewegung von Zähnen;
Gable Biegung,
Light-wire-Technik,
Multibandbehandlung,
Straight-wire-Technik
EDI ,
European Association of Dental Implantologists;
BDIZ EDI (Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa);
http://www.bdizedi.org/
Edlan-Mejchar Operation
parodontalchirurgisches Vorgehen
mittels gestieltem
Schleimhautlappen mit dem Ziel einer Vergrößerung der
befestigten Gingiva bzw. einer
Vertiefung der Umschlagfalte als
Alternative zur klassischen
Verstibulumplastik; als
präprothetische Maßnahme
tritt dadurch eine relative Erhöhung des
Alveolarfortsatzes ein.
EDTA
Abk. von Ethylene Diamine Tetra-Acetate, engl.: do., auch ÄDTA
= Äthylendiamintetraacetat , Editinsäure, Ethylendiamintetraessigsäure;
es handelt sich um einen organischen Chelatkomplex eines von 2 N- und 4 O-Atomen gebildeten
Oktaeders, dessen 12 Kanten z.T. durch (leicht sich auflösende) O-O-Brücken
verbunden sind; bei Kontakt mit
Natriumhypochlorid (NaOCl) wird naszierender
Sauerstoff freigesetzt. EDTA bildet mit Metallionen lösliche Komplexe (Chelate);
Einsatz bei der Wurzelkanalaufbereitung (Auffinden und Erweitern von
Wurzelkanälen, "chemische Wurzelkanalaufbereitung") und bei der
mechanischen Aufbereitung in Gel-artiger Konsistenz als "Gleitmittel" empfohlen.
EDTA bewirkt weiter eine interne Bleichung
und eine Auflösung der präparationsbedingten
Schmierschicht. Da EDTA lediglich
eine auflösende, aber keine reinigende Wirkung hat, wird die Kombination mit
Natriumhypochlorid (NaOCl) als
Spüllösung empfohlen.
Handelsnamen: z.B. Calcinase™, Glyde-Gel™.
Weiter findet sich EDTA auch als Zusatz in versch.
Lokalanästhetika: als
zusätzlicher Stabilisator der beiden Wirkstoffe, des Vasokonstriktors (z.B.
Adrenalin) und des Anästhetikums (z.B. Articain).
EDTA ist seit 1948 als Medikament in den USA für die Ausschwemmung von
Schwermetallen und seit 2002 für die Notfallmedizin bei Hypercalcämie und
Arrhythmie zugelassen.
MTAD, Natriumhypochlorid,
Wurzelkanalbehandlung
EDV
in der Zahnarztpraxis, Dental-EDV, Praxiscomputer, engl.:
EDP
in the dental practice, practice computer; etwa ab 1980 vereinzelt
eingesetzte, im Jahr 2007 in fast allen Zahnarztpraxen
vorhanden. Der einschlägige Software-Markt ist schwierig zu durchschauen: Viele
Angaben der Hersteller lassen sich nicht miteinander vergleichen bzw.
interpretierbar (
Seite der
Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung mit Anbieterliste und Datenbankrecherche).
Insgesamt waren 2009 93 Programme auf dem Markt.
Im Abrechnungsverkehr mit den KZVen darf nur
eine von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV)
geprüfte und zugelassene Software ("KZBV-Modul") eingesetzt werden. Bei
der Vielzahl der Softwareanbieter werden etwa /
der Marktanteile von den 4 großen Softwareanbietern ZVG, CompuDent, ChreMaSoft
und Dampsoft gehalten, wobei die Firmen CompuDent, ZVG, ChreMaSoft und CompuPlan
zur CompuDent-Gruppe gehören und mehr als die Hälfte des Marktes ausmachen.
Ab 1. Januar 2012 müssen alle Praxen ihre vertragszahnärztlichen
Leistungen mit ihrer KZV grundsätzlich in
papierloser Form abrechnen. Das gilt für sämtliche Leistungsbereiche, also
konservierend-chirurgische Leistungen ebenso wie Leistungen in den Bereichen
Parodontalerkrankungen, Kieferorthopädie, Kieferbruch und Zahnersatz. Auch
Leistungen von zahntechnischen Fremdlaboren sollen zukünftig in die
elektronische Abrechnung einbezogen werden. Es wird Übergangsregelungen geben,
die in Ausnahmefällen weiterhin eine Papierabrechnung erlauben. Die Einführung
der papierlosen Abrechnung ist durch das
Sozialgesetzbuch V
vorgeschrieben.
Bisher nur unbefriedigend gelöst ist das Problem der dokumentensicheren
Archivierung dann, wenn es sich um eine reine EDV-Praxis ("papierlose
Praxis") handelt. Fachspezifische Vorschriften bestehen bisher nicht. Eine aktuelle
Gerichtsentscheidung (OLG, 2010) ist durch
Anklicken dieses Textes zu lesen.
Datenschutz und
Datensicherheit in der Zahnarztpraxis o.
©: KZBV (3/2011)
Datenschutzbeauftragter
nach dem Bundesdatenschutzgesetz
Daten und Fakten 2009
(Stichwort "Digitales Gesundheitswesen - EDV für die Praxis")
http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/20_08/pages2/edv1.htm
Seite der
Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung mit Anbieterliste
Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht, Datenschutz und Datenverarbeitung
in der Arztpraxis
Effektive Dosis , engl.: effective
dose;
Personendosis
EFQM ,
Abk. von European Foundation for Quality Management;
Qualitätsmanagement
http://www.efqm.org/
;
http://www.qm-infocenter.de/
eGK, eCard, Gesundheitspass;
elektronische Gesundheitskarte
eHealth
Schlagwortbez. für medizinische Tätigkeiten, Qualitätsverbesserungen und
Rationalisierungsmaßnahmen die durch Instrumente wie Telemedizin und
Telematik (elektronische Übertragung
von Datenerfassungs- und Kommunikationsprozessen) erzielt werden.
| Ehricke-Löffel nach einem Berliner Zahnarzt (1890-1970) benannte, konfektionierte, metallische Abformlöffel für den bezahnten und unbezahnten Kiefer. Galten Jahrzehnte als Standard-Abformlöffel und wurden von Einmal-Löffeln aus Kunststoff überwiegend abgelöst. Abb.: perforierte E.-L. für den bezahnten Ober- und Unterkiefer. |
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Eichner-Klassen
engl.: Eichner's categories (classifications); sehr umfangreiche
Klassifizierung beider Kiefer der versch. Ausprägungen eines
Lückengebisses nach der Anzahl der
bestehenden Stützzonen.
Erläuterungen siehe Abbildung.

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Andere Einteilungen (
Kennedy-Klassen;
Wild-Klassen) orientieren sich
an der konkreten Lage der Lücken innerhalb eines Kiefers und nicht an den
Stützzonen
Abstützung
Eid des Hippokrates , Hippokratischer Eid, engl.: Oath of Hippocrates, Hippocratic
oath;
Hippokrates
Eigenbeteiligung , Selbstbeteiligung,
engl.: co-payment,
Festzuschüsse,
Selbstbehalt, Zuzahlung,
Eigenbeteiligung/Zuzahlung bei
Zahnersatz
Einbetten
engl.: embedding; Schlagwortbezeichnung für eine bei der Herstellung von
Zahnersatz gebräuchliche Technik: Das
Ersatzstück wird in Wachs gearbeitet und in eine mit spez. Gips (
Einbettmasse) vorbereitete
Küvette oder
Muffel (= Behältnis) gebracht. Das rückstandsfrei entfernbare Wachs wird nach
Abbinden des Gipses durch Wärme entfernt
("ausgebrüht" o. "ausgebrannt") und hinterlässt damit eine Hohlform des späteren
Werkstückes, welche mit den entsprechenden endgültigen Materialien
ausgegossen/ausgespritzt wird. Ein ähnliches Vorgehen wird beim Anfertigen von
metallischem Zahnersatz ("Metallguss, Goldguss") angewandt.
Gegenteil von E. ist: Ausbetten, Ausküvettieren, engl.:
deflasking
Inlay,
Wachsmodell
Einbettmasse
engl.: (dental) investment compound or cast; gipsartige,
feuerfeste Substanz auf der Basis von Quarz o. Cristobalit mit einem feuerfesten
Bindemittel, in welche das Wachsmodell im Rahmen des Ausgießens (
Muffel) "eingebettet"
wird. Derartige Massen erfahren beim Abbinden und Erhitzen auf Schmelztemperatur
bewusst eine definierte Expansion (sog. Expansionseinbettung"), welche zum Ausgleich der Kontraktion des
Gussobjektes beim Abkühlen auf Raumtemperatur ("Gussschrumpfung") dient.
Einfachsatz , GOZ-Einfachsatz,
Schlagwortbezeichnung für eine Liquidierung
zu den niedrigsten Sätzen der
GOZ
Eingliedern
Eingliederung von Zahnersatz, engl.: incorporation (of (artificial)
dentures); dauerhaftes Einbringen ("Einsetzen") von
Zahnersatz in die Mundhöhle:
Das E. besteht nicht nur aus dem Einsetzen (z.B. Festsetzen mit
Befestigungszement) der
Restauration in die Mundhöhle,
sondern bedingt auch eine Anpassung dieser in die biologischen Strukturen und
eine Unterweisung über den richtigen Gebrauch und die Pflege. Weiter können in
der Nachfolgezeit noch geringfügige Korrekturen (z.B.
Einschleifen, Entfernen von
Druckstellen) erforderlich sein. Versicherungstechnisch gilt als Tag der
Leistungserbringung der Tag des E. des Zahnersatzes. U.U. kann dem E.
ein provisorisches Einsetzen einer Arbeit ("Probetragen") vorausgehen.
Einprobe,
Fertigstellung, Probeeinsetzen,
Zementieren
Einkaufsmodell
"Integrationsmodelle",
"Sonderverträge", engl.: "purchasing model" ; mögliches
Honorierungssysteme im Rahmen der
Gesetzlichen
Krankenversicherung: Krankenkassen können auch außerhalb der Rahmenverträge
(
BEMA) mit den
Kassenärztlichen
Vereinigungen Leistungen „einkaufen“. Hierzu gehören ärztliche/zahnärztliche
Leistungen bei Vertragsärzten deren
Gemeinschaften und Gesellschaften, Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel sowie Krankenhausleistungen
und Pflegeleistungen; Leistungen, Preise und Qualitätsstandards könnten frei
verhandelt werden. Die Grundsätze dazu sind im § 63
SGB V geregelt.
Vor dem Abschluss entsprechender Verträge sollte bedacht werden:
Regelungen, die den Vertragszahnarzt schützen und zu einer Konfliktvermeidung
bzw. -lösung beitragen (z. B. das vertraglich vereinbarte
Gutachterwesen) gelten nicht
mehr
Der
Vertragszahnarzt muss die
Vertragskonditionen mit den
Krankenkassen
selbst aushandeln. Er kann sich hierbei nicht mehr auf das Kollektiv der
Vertragszahnärzte in Form der KZV berufen
Auswirkungen bestehen aber nicht nur in Bezug auf die Vergütung der Leistungen.
Es können bspw. auch verlängerte
Gewährleistungsfristen Gegenstand der Vertragsverhandlungen sein.
Ein
einzelner Vertragszahnarzt wird weniger Gewicht in den Vertragsverhandlungen
haben - und damit möglicherweise Ziele schwerer oder gar nicht durchsetzen
können als im Kollektiv. Regelungen, die den Vertragszahnarzt schützen und zu
einer Konfliktvermeidung bzw. -lösung beitragen
Die
Einzelpraxis ist wesentlich abhängiger von den
Krankenkassen, da letztere die Versicherten in die
integrierte Versorgung
bringen
Mit dem
Vertragsarztrechtsänderungsgesetz wurde eine Ausweitung dieser Modelle präferiert
und sog. Selektivverträge auf
der Basis des § 140a
SGB V von
Kassenseite angestrebt.
integrierte Versorgung, Manged Care,
Selektivvertrag
| Einkommen der Zahnärzte, engl.: income of dentists; der Zahnärztliche Nachrichtendienst (zänd) schreibt hierzu im April 2008: "Berechnungen zum durchschnittlichen Einkommen der Zahnärzte in Deutschland haben nur wenig Aussagekraft. Dies geht aus den statistischen Basisdaten zur vertragszahnärztlichen Versorgung hervor, die im „Jahrbuch 2007“ nun von der KZBV veröffentlicht wurden. Demnach ist die Streuung bei den Einkommen enorm groß: 50 Prozent der Zahnärzte hätten 2006 mit ihrem Einkommen vor Steuern bei über 93.120 Euro pro Jahr gelegen, 20 Prozent erreichten den Angaben zufolge nicht einmal einen Einnahmen-Überschuss von 50.000 Euro. Nach Abzug der zu zahlenden Steuern und der Beiträge für die soziale Sicherung ergab sich laut KZBV für einen verheirateten Zahnarzt mit zwei Kindern, der genau das rechnerisch mittlere Einkommen erzielte, im Jahr 2006 ein verfügbares Einkommen von rund 54.5000 Euro im Bundesdurchschnitt. „In den alten Bundesländern lag das verfügbare Einkommen 2006 bei 56.900 Euro, in den neuen Bundesländern bei 47.500 Euro“, heißt es in der Auswertung. Verglichen mit einem Arbeitnehmer mit 13 Monatsgehältern entspreche dies einem verfügbaren Einkommen des Zahnarztes von rund 4.200 Euro monatlich im Bundesdurchschnitt (alte Bundesländer: 4.380 Euro, neue Bundesländer: 3.650 Euro). Dabei sei noch zu berücksichtigen, dass der Zahnarzt eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 48,1 Stunden in den alten Bundesländern und 47,8 Stunden in den neuen Bundesländern habe, die erheblich über der durchschnittlichen Arbeitszeit in der Bevölkerung liege" und weiter heißt es: "Ende des Jahres 2006 wurden in den Zahnarztpraxen in Deutschland insgesamt rund 227.000 Arbeitnehmer entgeltlich beschäftigt. Der in den deutschen Zahnarztpraxen erwirtschaftete Gesamtumsatz habe im Jahr 2006 rund 19 Milliarden Euro betragen." |
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| Einlage medikamentöse, engl.: medicated filling; Schlagwortbezeichnung für eine im Rahmen einer Gangrän- oder Wurzelkanalbehandlung gebräuchliche Methode zur Desinfektion des infizierten Wurzelkanals für einen bestimmten Zeitraum; vereinzelt auch für das Einbringen eines Medikamentes bei Es wird eine mit einem bakterienabtötenden Medikament (z.B. ChKM, Chorhexidin) getränkte Papierspitze in den Wurzelkanal gebracht und ggf. mehrmals gewechselt. Andere Methoden bringen in den infizierte Wurzelkanal desinfizierende Calciumhydroxyd- oder Antibiotika- / Corticoidhaltige Pasten (z.B. Ledermix®) ein. Ein neues Präparat ("Speikosept") arbeitet mit einem 2-prozentigen Chlorhexidin-Gel. Zur Frage, ob nach einer Wurzelkanaleinlage der präparierte Wurzelkanal offen gelassen werden sollte, geht man heute davon aus, dass nur bei sehr akuten Prozessen der Kanal zur Druckentlastung maximal einige Tage lang offen gelassen werden sollte, in den meisten Fällen aber nach Spülen mit NaOCl und entsprechender Trocknung, diese mit einer E. oder gleich mit dem endgültigen Wurzelfüll-Präparat abgefüllt und provisorisch verschlossen werden sollten, um eine Reinfektion aus der Mundhöhle vorzubeugen ("One Step Technik"). Medikamentöse Einlagen mit Cortison-Präparaten (z.B. Ledermix®) oder Paraformaldehyd, wie sie früher üblich waren, sind heute obsolet. |
![]() Ausheilung eines apicalen Defektes mittels ChKM ©: Dr. Robin Mohr |
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Einlagefüllung
Inlay,
Gussfüllung engl.:
inlay; Füllung zur Versorgung eines defekten Zahnes aus
Legierungen o.
keramischen Massen bzw. einer
Zwischenform beider Werkstoffe (sog.
Galvano-Inlays). E. haben einen langen Bestand in der Mundhöhle, sind
aber auf Grund der aufwendigen Herstellung sehr viel teurer als
Amalgam- oder
Kompositefüllungen.
Inlay, Keramik-Inlay
Einlagerungsosteoplastik
engl.: (sinus) inlay particulate graft; kieferchirurgisches Vorgehen zur
Beseitigung eines Knochendefektes (Unfälle,
Zysten oder bösartige Veränderungen) bzw.
zur Gewinnung von autogenem
Knochen für ein späteres Implantatbett,
i.d.R. beim
Sinuslift angewandt.
Zum Aufbau von fehlendem Knochen stehen mehrere Operationstechniken zur
Verfügung, die teilweise auch miteinander kombiniert werden (
auch unter
Augmentation):
Einlagerungsosteoplastik
Anwendung meist im Oberkieferseitenzahnbereich: man transplantiert Knochen
oder bei kleinen Defekten auch Knochenersatzmaterialien an den Boden der
Kieferhöhle;
Sinuslift
Auflagerungsosteoplastik
man transplantier Knochen auf den atrophischen Kieferkamm. Diese Technik,
welche nicht auf bestimmte Kieferregionen beschränkt ist, benötigt Knochen
(keine
Knochenersatzmaterialien), da meist größere zusammenhängende
Knochenstückchen (z.B. aus dem Beckenkamm) dem noch vorhandenen Knochen
aufgelagert und fixiert (aufgeschraubt) werden. Im Anschluss daran wird die
umgebende Schleimhaut mobilisiert und das Transplantat damit vollständig
bedeckt.
Sandwich-Osteoplastik
man transplantiert Knochen zwischen den noch vorhandenen Knochen; dabei muss
eine Restknochenstärke von ca. 8mm vorhanden sein. Man trennt diesen Knochen
sandwichartig auf und bringt in den vergrößerten Spalt Knochen ein. Auch bei
diesem Verfahren eignen sich wegen der Größe des Ersatzgewebes nur bedingt
Knochenersatzmaterialien.
Angewandt meist im Oberkiefer-Frontzahngebiet, da die ursprüngliche
Knochenoberflächenstruktur erhalten bleibt.
Distraktionsosteogenese
(
Distraktionsosteotomie)
man zieht einen vorher gespaltenen Knochen mit einer entsprechenden Apparatur
kontinuierlich auseinander (ca 0,7 mm/Tag). Im Gegensatz zur vorher
beschriebenen Sandwich-Technik wird der Spalt dabei durch körpereigenes Material
(Kallus) aufgefüllt. Wegen der Tragedauer der Apparatur im Mund (auch nach der
Distraktion noch ca. 3 Monate) nur selten angewandt und auf spezielle Fälle
beschränkt.
http://web.tu-dresden.de/sorg/mkg/Dys.pdf
Einmalhandschuhe
Schutzhandschuhe, engl.: disposable gloves, single-use gloves; im
medizinischen Bereich vielfach angewandte Handschuhe, um die untersuchende
Person und/oder den Patienten vor Infektionen zu schützen. Zum Einsatz kommen
dafür hauptsächlich Materialien auf Latexbasis,
bei Allergien auch auf Nitril- oder
Vinylbasis. Im Handel in versch. Größen (XS-XXL) angeboten als gepuderte und
ungepuderte E. sowie fabrikmäßig
steril bzw. unsteril.
Einmalspritze ,
engl.: disposable syringe;
Rekordspritze
| Einphasenabformung Einkomponentenabformung, engl.: single phase impression; Präzisionsabformung eines Kiefers oder Teilen davon ( Da bei diesem Vorgehen der nötige "Staudruck" fehlt, werden Strukturen innerhalb der Zahnfleischtasche unbefriedigend wiedergegeben. Zusätzlich ist das Auftreten von "Saugnasen" nicht ganz zu vermeiden. Solange keine Strukturen in der Zahnfleischtasche dargestellt werden müssen (z.B. Inlay, Teilkrone, supragingivaler Kronenrand) ist mit dieser Methode in Kombination mit einem Individuellen Löffel äußerst genaue Abformungen erreichen. |
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Einprobe
von Zahnersatz, Anprobe, engl.: try-in, mock-up;
Tätigkeit der erstmaligen Überprüfung einer
Restauration vor der endgültigen
Fertigstellung und dem Einsetzen im Mund des Patienten. Neben dem korrekten Sitz
der Arbeit werden in dieser Phase besonders funktionelle und kosmetische
Faktoren überprüft. Das Werkstück befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch in
einem Stadium, wo Korrekturen ohne erheblichen zahntechnischen und finanziellen
Aufwand möglich sind. Ggf. erfolgt eine E. mehrmals.
Eingliedern,
Fertigstellung,
Wachsaufstellung,
Zementieren
Einschleifen
von Zähnen (natürlichen o. künstlichen), Okklusionskorrektur, engl.: (spot) grinding,
occlusal contouring;
Verrichtungen an den Kau-/Schneidekantenflächen natürlicher oder künstlicher Zähne
zur Harmonisierung der Okklusion und
Artikulation, um
funktionelle Störungen zu vermeiden oder
diesen vorzubeugen bzw. parodontologische und kosmetische Verbesserungen zu erreichen. Ziel ist dabei,
eine störungsfreie Artikulation und eine stabile
Okklusion herzustellen. Man
unterscheidet:
Aus den bislang vorliegenden
randomisierten kontrollierten klinischen Studien liegen keine
Nachweise dafür vor, dass systematisches okklusales E. mit einem
Nutzen verbunden ist. Zum Zwecke der Behandlung oder Prävention von
CMD kann diese Therapie deshalb nicht
ausschließlich empfohlen werden (aus einer Stellungnahme der
DGZMK). Ein selektives E. (spot grinding) wird nach gleicher
Quelle bei ausgewählten Indikationen (z.B. okklusale Vorkontakte nach
Eingliederung von Restaurationen,
zum Stillstand gekommene
Kiefergelenksveränderungen) für sinnvoll erachtet.
adjustiert,
BoLu-Regel,
Dekuspidation,
diagnostisches
Einschleifen,
DoMu-Regel,
Eingliedern,
Einschleifregeln,
Kaubewegung,
Kaufläche, Malokklusion,
Okklusionsfolie,
Vorkontakt,
TMD
Einschleifregeln ; engl.: grinding rules;
kurzgefasste Ausdrücke (Abkürzungen der jeweiligen Technik) für das empfohlene
Vorgehen beim
systematischen Einschleifen. Mehr
unter
BoLu-Regel,
DoMu-Regel
|
Einschubrichtung engl.: direction of insertion; diejenige Richtung, bei welcher Zahnersatz auf die Pfeilerzähne gesetzt ("geschoben") wird. Während bei festsitzendem Zahnersatz (Brücken) eine starke Parallelität der Pfeilerzähne erforderlich ist, um das Werkstück einzusetzen, hat herausnehmbarer Zahnersatz größere Toleranzen, bzw. können diese durch entsprechendes Einschleifen geschaffen werden. |
![]() |
![]() |
Einser , engl.: incisor;
Schlagwortbezeichnung für einen der mittleren
Schneidezähne;
Zahnschema
Einsetzen ;
Eingliedern
Einsicht in Behandlungsunterlagen ;
Dokumentation
einspannig , single-span (bridge)
Brücke
Einstellverfahren
"Einstellung", engl.: (X-ray) adjustment procedure,
positioning; Begriff aus der
Röntgenologie. Gemeint ist damit
die Position des Sensors (Röntgenfilm)
im Bezug auf das Objekt und die Richtung der Strahlenquelle. So wird z.B. bei
der
Winkelhalbierungstechnik der Zentralstrahl auf die Winkelhalbierende
"eingestellt", um dadurch auf dem Sensor eine etwa gleichgroße Abbildung des
Objektes (Zahnes) zu erhalten.
laterale Zahnaufnahme
Einstückgussprothese ,
Modellguss
Einweginstrumente
Einmalinstrumente, engl.: one-way instruments; vor allem in
der zahnärztlichen Chirurgie gebräuchliche Instrumente zum einmaligem Gebrauch;
dies vor allem aus hygienischen Gründen. Bekannte Vertreter sind
Handschuhe,
Spritzen,
Kanülen und
Skalpelle. Weiter während der
zahnärztlichen Behandlung in Form von Spülbechern, Lätzchen, Mundschutz usw. .
Der Gebrauch derartiger Materialien stellt inzwischen vom Umfang her ein nicht
zu unterschätzendes Entsorgungsvolumen dar, ist aber z.T. aus
hygienischen Gründen vorgeschrieben bzw.
gefordert.
Einwilligung
, engl.: informed consent, operative permit ;
Aufklärung
Einzelabformung
engl.: single cast o. impression; Einzelabformung eines Kiefers
oder (historisch) einzelner Zahnstümpfe (Kupferring-Kerr-Abdruck)
Abdruck ,
Einzelabformung (Fremdlink)
Einzelleistungsvergütung
engl.: fee for service; Vergütungsform in der
gesetzlichen
Krankenversicherung:
Jede ärztlich/zahnärztlich erbrachte
Sachleistung während einer Behandlung wird in einer vom
BEMA festgelegten Höhe von den
Krankenkassen ohne Abschläge ausbezahlt. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jhds.
in der Zahnheilkunde übliche Vergütungsform, welche auch heute noch auf dem
Papier besteht, aber durch die übergreifende
Budgetierung ausgehebelt worden ist. In der Praxis heißt dies, dass zwar
eine Honorierung nach einer E. erfolgt, das Praxisbudget als
Gesamtjahresvorgabe (festgelegt im
Honorarverteilungsmaßstab) i.d.R. die
E. aller Jahresleistungen
erheblich nach oben beschränkt.
Nach Feststellungen des IDZ bestehen
folgende Auswirkungen (positiv/negativ) bei einer E.:
umfassende
medizinische und therapeutische Versorgung
Honorierung eng
mit dem Umfang den Bemühungen und erbrachten Leistungen verknüpft
Vermeidung von
Überweisungen
kostenminimale
Produktion
Nutzung des
technischen Fortschritts
kurze
Wartezeiten
Spezialisierung,
auch aufwendige Medizin wird angewendet
ermöglicht eine
leichte Beurteilung der Praxis des Anbieters
tendenziell
steigende Gesundheitsausgaben
Erbringung
medizinisch unnötiger Leistungen (Überversorgung/-therapie)
unnötig viele
Wiederbestellungen, da jede Leistung honoriert wird, dadurch viele kurze
Arzt-Patienten-Kontakte und Erhöhung der Zeit- und Wegekosten für den Patienten
vergleichsweise
wenig Prävention
BEMA,
Degression,
Festzuschuss,
Fallpauschale,
Gesamtvergütung,
Honorarverteilungsmaßstab,
Komplexgebühr,
Kopfpauschale,
Sachleistung
| Einzelpraxis engl.: single practice (office), solo dentistry practice; in Deutschland die "klassische Form" der zahnärztlichen Berufsausübung (~ 80% der Praxen in 2009 mit absteigender Tendenz). Eindeutiger Vorteil der • Praxisort • Art u. Umfang der Praxiseinrichtung • Zahl, Qualifikation und Persönlichkeit der Mitarbeiter • Praxisorganisation • Arbeitszeit und Freizeit • Kostenaufwand für die Praxisführung • Honorargestaltung bei Privatbehandlungen Nachteil der E. ist, dass der gesamte Betrieb von einer Person abhängt. Ausfallzeiten durch Krankheit, Urlaub oder Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen lassen die Betriebskosten weiterlaufen, bringen aber keine Einnahmen. Die Vertretung des Praxisinhabers durch andere Praxen birgt u.U. die Gefahr, dass Patienten abwandern bzw. deren diagnostische Unterlagen der Vertretung nicht zur Verfügung stehen. Auch ist in der Einzelpraxis die Möglichkeit zu ständiger fachlicher Kommunikation nicht vorhanden. In der Sozietät - gleich welcher Art - gibt es diese Nachteile nicht. Hinzu kommt noch die Kostenersparnis durch die gemeinsame Nutzung von Räumen, Einrichtung und Personal.
|
|
Einzelzahnanästhesie
,
intraligamentäre Anästhesie
Einzelzahnersatz
engl.: single-tooth denture, Zahnersatz eines einzelnen fehlenden Zahnes
innerhalb einer geschlossenen Zahnreihe. Bis auf provisorische Versorgungsformen
(
Interimsprothese) immer in Form einer festsitzenden Restauration, z.B.
durch eine Brücke oder ein
Einzelzahnimplantat
Einzementieren , engl.:
cementation ; Schlagwortbezeichnung für das definitive Einsetzen einer
zahnärztlichen Restauration.
Befestigungszement
Eisensulfat
engl.: iron sulphate; Einsatz in der ZHK
zur Blutstillung bei
chirurgischen Eingriffen sowie in Verbindung mit
Retraktionsfäden zur
Verdrängung der Gingiva (z.B. Visco Stat™
- Tissue Management System). Dabei kommt es zu einer Komplexbindung zwischen dem
Bluteiweißen und E. und dadurch zu einem mechanischem Verschluss der
Blutgefäße.
Mortalamputation
Eismann Index
Index zur Ermittlung des KfO-Behandlungserfolgs,
engl.: do.; von Eismann 1970 entwickelter ("numerische Erfolgsbewertung
kieferorthopädischer Therapie") und 1973 von Schmuth einer breiten
Fachöffentlichkeit vorgestellter morphologische Messzahl zur Einteilung von
Dysgnathien aufgrund einer
Modellanalyse. In der
Bewertungstabelle nach Eismann werden 15 Kriterien aufgeführt, die nicht nur
Ästhetik und Funktion, sondern auch die Wahrscheinlichkeit potentieller
Folgeerkrankungen, wie vor allem Karies
und Parodontopathien bewerten.
Wegen der Kompliziertheit des Verfahrens konnte sich der E. in der Praxis
nicht durchsetzen.
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/4726/1/Ochlich_Anita.pdf (S. 26)
Eiter
Pus,
engl.: pus; zerstörte infizierte Gewebszellen in flüssiger Form. Die
typischen Eiterbakterien sind
Staphylo- und Streptokokken;
die Verflüssigung erfolgt durch Leukozyten ("weiße Blutkörperchen").
Abstrich, Abszess,
Autovakzine,
Exsudat,
Infiltrat,
ubi pus ...,
Ulzeration,
Vereiterung
Eiterbakterien
Schlagwortbezeichnung für Bakterieanarten,
welche eitrige
Entzündungen verursachen. Als typische Vertreter gelten die kugelförmigen
Staphylo- und
Streptokokken
Abstrich,
Abszess, Eiter
EKF-Index (Abk. von Extraktion,
Karies, Füllung); auch in D nicht mehr gebräuchliche Messzahl,
ersetzt durch den
DMF-Index
E-Klammer , engl.:
circumferential clasp ;
Doppelarmklammer
|
Ektomolare ekm, am weitesten seitlich (außen) gelegener Punkt an der Außenfläche der Alveolarfortsatzes. Dieser Punkt liegt gewöhnlich auf den Alveolarrändern der zweiten Molaren, bei Affenschädeln im Bereich der dritten Molaren. Der Abstand E. zu E. wird als Maxilloalveolarbreite bezeichnet. |
![]() |
ektopisch , engl.: ectopic; nicht an der typischen Stelle
befindlich oder liegend; zuweilen gebraucht
für
verlagerte Zähne
Ekzem
Ekzema,
engl.: eczema; nicht ansteckende, in vielfältig auftretende juckende
Entzündung der Haut meist auf dem Boden einer Überempfindlichkeit. Wird ein E. durch eine allergische Reaktion
ausgelöst, wird dies als Kontaktallergie bezeichnet (Typ IV-Allergie)
Allergie
Elastizitätsmodul ; engl.: modulus of elasticity;
Polymerisationsschrumpfungskraft
Elastomere
Elaste, engl.: elastomer; Oberbegriff für eine große und weit verbreitete
Gruppe von elastisch-plastischen (elastisch-irreversibel)
Abdruckmaterialien wie die Silikone und die
Polyether-Gummimassen und
Polysulfide mit unterschiedlicher
Konsistenz (dünn-, mittel-, schwerfließend, knetbar). Ihr wesentliches Merkmal
ist die sog. Gummielastizität: sie lassen sich auf mindestens das
Doppelte ihrer Länge dehnen und kehren beim Loslassen in ihren Ausgangszustand
zurück.
Die Anwendung erfolgt bei der zahnärztlichen Abdrucknahme stets
nach dem gleichen Prinzip: Eine Basispaste wird mit einer Aktivator- und
Katalysatorpaste vermischt, wobei die Konsistenz der Basispaste durch
Füllstoffe, Strukturbildner und Fließhilfsmittel verändert und so den jeweiligen
Gegebenheiten des Abdruckobjektes angepasst werden kann. Nach der Abbindung
entstehen (hart-)gummiartige, durch die Zusatzmittel unterschiedlich elastische
Abdrücke, welche ein sehr präzises Rückstellungsvermögen besitzen und sich in
ihrer Form nur noch unwesentlich verändern.
Abdruck
Elbrecht
Klammer
engl.: Elbrecht's clasp; ungebräuchliche Klammerart, wobei der
Klammerstiel in der zentralen Fissur über
die Kaufläche verläuft. Angewandt historisch meist auf dem letzten UK-Molaren,
wenn kein Gegenbiss vorhanden ist (fehlender
Antagonist).
Klammer
Elbrecht Schiene
Parodontalschiene, "Parodontoseschiene",
"Krallenschiene", engl.: crib splint; durch den Patienten
abnehmbare Schienungsklammer, welche ursprünglich die Zähne von
oral und
vestibulär umfasste und so einen gewissen Halt im parodontal vorgeschädigten
Gebiss bewirkte. Kauflächenauflagen
verhindern ein Absinken der E. . Aus kosmetischen Gründen wird eine
(kosmetisch unbefriedigende) Modifikation derart vorgenommen, dass der
labiale Teil der Schiene durch
interdentale Greifer ersetzt wird. Weiter wurden Kombinationen mit partiellem
Zahnersatz vorgenommen. Gilt wegen der Gefahr von Kariesbildung durch das Tragen
und einer ungünstigen Hebelwirkung in Kombination mit partiellem Zahnersatz
heute als obsolet.
fortlaufende Klammer,
Parodontalschiene
| elektrische Zahnbürste engl.: electric tooth brush; seit Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhundert auf dem Markt befindlich ("Urtyp": broxodent™) Zahnreinigungsgeräte, welche in der 1. Generation den Handzahnbürsten unterlegen waren und nur für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik empfohlen wurden. Durch eine konstante Weiterentwicklung sind sie heute (2005) bei richtiger Anwendung den Handzahnbürsten i.d.R. überlegen; ihr Marktanteil wird in 2005 mit 35 % angegeben. Entscheidend ist immer die richtige Putztechnik und -dauer. Bürsten mit sog. Timern sind deshalb zu bevorzugen. Die modernen elektr. Z. werden in zwei Produktklassen unterteilt:
Ein großes und auf Dauer teures Problem sind die Ersatzbürsten dieser
Geräte. Ebenfalls
sollte vor einem Kauf abgeklärt werden, wo Bürstenköpfe, defekte Akkus oder
eine Reparatur möglich sind. |
|
| Elektroakupunktur nach Voll, EAV, Vega-Test, engl.: Voll's electroacupuncture, Vega's test; 1971 zur Verträglichkeits-Testung und zum Auffinden spezieller Akupunkturpunkte eingeführt. Nach den Vorstellungen des Arztes VOLL ist seine Methode als eine Kombination der traditionellen chinesischen Medizin mit modernster Elektrotechnik zu sehen. Dabei soll folgendes geschehen: Zwischen den einzelnen Körperorganen sollen tiefreichende Wechselbeziehungen bestehen, welche durch ein Fließen in Kanälen der Lebensenergie 'Chi' erfolgt. Krankheiten jeder Art sollen diesen Energiefluss hemmen oder behindern. Eine der Möglichkeiten zur Behebung derartiger Fließstörungen soll das Einstechen von Nadeln in die Kanäle an entsprechenden, organspezifischen Punkten der Haut (Akupunkturpunkten) sein. VOLL will mit seiner Methode diese Akupunkturpunkte nachweisen und durch elektrische Reizung zum Zwecke der Heilung stimulieren. Dabei ist der diagnostische Teil seines Gerätes im Prinzip ein simples Widerstandsmessgerät mit selbstdefinierter, bezugsloser Skaleneinteilung; der therapeutische Teil besteht aus einer regelbaren Wechselspannungsquelle, die die Zufuhr von niederfrequenten Impulsen geringer Spannung zur Behebung des Energiegleichgewichtes ermöglicht. Durch zusätzliches Einbringen von Substanzen in den Messkreislauf soll einerseits deren individuelle Verträglichkeit, andererseits deren schädigende Belastung - falls sie sich schon im Mund befinden - getestet werden. Dazu werden diese Stoffe in homöopathischer Konzentration in Glasampullen gegeben und diese in eine "Wabe" gestellt. Dieser aus Metall bestehende "Diagnoseblock" wird als Nebenschluss in den Patientenmesskreis oder mittels einer "Antenne" mit diesem in Bezug gebracht. Dadurch soll der Stromkreis der Leitwertmessung beeinflusst und aus dem Ergebnis entsprechende Behandlungskonsequenzen gezogen werden. Sowohl unter physikalischen wie auch medizinischen Aspekten kann dieser Test nur als "pseudowissenschaftlicher Unfug" (Prof. Visser, Göttingen) bezeichnet werden. Als Allergietestung ist dieses Verfahren - trotz gegenteiliger Behauptungen - nicht geeignet. Abschließend eine Meldung in "Die Welt" vom 7.4.2006: Eine Fachkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) bewertet die alternativmedizinischen Verfahren der "Bioresonanz" und "Multiresonanz" sowie die Elektroakupunktur nach Dr. Voll nach eingehender Begutachtung als "diagnostischen und therapeutischen Unsinn". Die physikalischen Grundlagen dieser Verfahren hätten sich nach der Überprüfung durch Physiker als falsch herausgestellt. Die Diagnosen sind zufällig, die Diätempfehlungen irrational und die vermeintlichen Therapieerfolge in kontrollierten Studien nicht wiederholbar. Die vom Züricher Allergologen Professor Dr. Brunello Wüthrich angeführte Kommission konstatiert in der Fachzeitschrift "Aktuelle Dermatologie": "Mangels gesetzlicher Interventionsmöglichkeiten möchte die SGAI Patienten vor diesen unsinnigen Diagnose- und Behandlungsmethoden warnen" Eine Variante der EAV ist der sog. Vega-Test (Vega's test): Während VOLL über 1000 Akupunkturpunkte kennt, kommt der Vega-Test mit nur einem Punkt aus. |
|
Elektroanalgesie
Elektroanästhesie, Schmerzausschaltung mittels Schwachstrom,
engl.: electroanalgesia; mit unterschiedlichem Erfolg angewandte Methode
zur lokalen Schmerzausschaltung im Kieferbereich bei nicht-chirurgischen
Anwendungen. Durch Überlagern eines Schwachstroms im Mikro-Ampere-Bereich können
die für die Empfindlichkeit eines Zahnes verantwortlichen Nervenfasern gehemmt
und die Reizempfindlichkeit vermindert werden.
Anästhesie,
Analgesie,
TENS
Elektrochirurgie
engl.: electrosurgery; Oberbegriff für chirurgische Eingriffe mittels
kleinflächiger aktiver Elektrode (chirurgische
Diathermie, Thermokaustik);
Gewebezerstörung mittels Joule-Wärme an der aktiven Elektrode; i.d.R. als
Skalpellersatz, aber auch zur
Blutstillung (Kautern).
Herzschrittmacher,
HF-Chirurgie
Elektrodesiccation ,
Elektrodesikkation, Desiccation = Trocknung, Ausdörrung;
HF-Chirurgie
Elektrofulguration , fulgur = Blitz;
HF-Chirurgie
Elektrokauter
Elektrokauterisation, engl.: electrocautery, durch Strom erhitzte
Drahtschlinge ("Glühschlinge"), Kugel oder Messer zur örtlichen Gewebezerstörung (Verbrennung, Verkochung,
Verschorfung) von störendem Zahnfleisch o. zur örtlichen Blutstillung. Relativ
primitive Geräte, da im Gegensatz zur modernen
HF-Chirurgie keine Steuerung
der Stromstärke und damit Wärmeentwicklung möglich ist. Hierdurch große Gefahr
der Verletzung vitaler Strukturen in der Nachbarschaft.
Elektrokoagulation ; Koagulation = Ausflockung, Gerinnung;
HF-Chirurgie
Elektrometrie , elektrometrische
Längenbestimmung,
Endometrie
Elektromyostimulation
engl.: electro-myostimulation;
auch: EMS; geht von der Tatsache aus, dass jeder lebende Organismus
fein abgestimmt in einer definierten Art und Weise harmonisch und kohärent
schwingt.
Aus der Literatur ist bekannt, dass Störungen der Muskulatur, Verletzungen und
deren Folgen durch eine EMS verbessert werden können; gelegentlich auch bei
Kiefergelenkserkrankungen eingesetzt.
Elektronische
Gesundheitskarte
eGK, Gesundheitspass, eCard, engl.: electronic health insurance card; nach § 291 a
SGB V
vorgeschriebener maschinenlesbarer Ausweis als Nachfolger der seit 01.01.1995
geltenden Krankenversichertenkarte ("Chip-Karte")
mit zum System gehörender elektronischer Patientenakte. Ziel des
Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ist es, mithilfe der eGK das
Gesundheitswesen in Deutschland grundlegend zu modernisieren. Die Karte gilt
dabei als "Schlüssel" zu einer neuen
Telematik-Infrastruktur. Wie die bisherige
Krankenversichertenkarte (Chip-Karte)
wird sie zunächst nur zum Einlesen der Versichertenstammdaten dienen.
Längerfristig sollen weitere Funktionen hinzu kommen.
Mit der gesetzlichen Verpflichtung der Krankenkassen, in 2011 erste
Gesundheitskarten auszugeben, müssen alle Praxen im Bundesgebiet mit neuen
Lesegeräten ausgestattet werden. Diese bundesweite Ausstattung der Praxen muss
bis zum 30.09.2011 abgeschlossen sein. Die Ausgabe der eGK an die Versicherten
wird ab dem 01.10.2011 beginnen. Die Einführung der eGK erfolgt zunächst mit
eingeschränkten Anwendungen; die bisherige Chip-Karte gilt paralell weiter. Beim
sog. "Basis-Rollout" muss die Praxis vorerst nur die Versichertenstammdaten
auslesen und ins Praxisverwaltungssystem übernehmen – analog zur heutigen
Krankenversichertenkarte (Chip-Karte).
Weitere Funktionen sind später vorgesehen.
elektronischen Gesundheitskarte (eGK) - Praxisnahe
Informationen der KZBV vom 24.1.2011 oder
©:
KZBV
Chip-Karte,
gematik,
ZOD
http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/1_10/pages2/aktthem.htm
Werdegang der eGK aus IT-Sicht
Elektrophorese
Ionophorese, engl.: electrophoresis, ionophoresis; Wanderung von Ionen in einem
elektrischen Gleichstromfeld. Anwendung: Trennung von Stoffgemischen versch.
Ladung oder Molekülgröße; in der Medizin gebräuchlich zur biochemischen
Bestimmung von Eiweißen und Nukleinsäuren. Wandern bei diesem Vorgang
niedermolekulare Teilchen, so spricht man von Ionophorese.
Iontophorese
Elektrosensibilität
engl.: (self-reported) electromagnetic hypersensitivity; als bisher
ungelöstes medizinisches Problem: Betroffene Menschen schreiben zahlreiche
Symptome wie Kribbelgefühle, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen,
Schlafstörungen, Reizbarkeit, Geschmacksstörungen usw. dem Einfluss elektrischer
und magnetischer Felder im häuslichen Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Mundhöhle
oder anderswo zu. Nach wie vor existiert jedoch kein verlässlicher medizinischer
oder biologischer Indikator mit dem sich die Existenz dieser subjektiv erlebten
Befindlichkeitsstörung beweisen ließe, ebenso wenig ein Untersuchungsverfahren.
Zweifelhafte Therapie mittels "Stromsanierung" (z.B. Entfernung von
Amalgamfüllungen)
Galvanismus im Mund,
Spannungsreihe v. Metallen
Elektrotomie , -tomie = schneiden;
HF-Chirurgie
Elevatorium
engl.: (e)levator; stumpfes chirurgisches Gerät zum
Lösen/Anheben
der Knochenhaut (Periost) vom Knochen
Hebel,
Periotom
![]()
![]()
Eliminatio dentis , völlige
Umfließung der Zahnurzel mit
Taschenepithel ;
Parodontitis marginalis
E-Linie
nach Ricketts, "Esthetic-Line" engl.: Ricketts
esthetic line; Verbindungslinie zwischen den Punkten No und
Pgs (Nasenspitze
und Weichteilkinn) . Diese Linie dient
als sagittaler Bezug zur Lippenposition bei der
Profilanalyse.
Ästhetiklinie,
Fernröntgenbildanalyse,
Mundtangente,
Nasolabialwinkel
| Ellbogen Effekt Ellbogen-Trichter-Effekt, Isthmus-Trichter-Effekt, engl.: elbow-zip-effect; nicht beabsichtigte Stufe beim Aufbereiten eines Wurzelkanals in der Nähe der Wurzelspitze. Ausgelöst durch einen abgekrümmten Wurzelkanal und/oder nicht biegsame Wurzelkanalinstrumente. Kann in der Konsequenz zu einer tiefen " |
|
Ellis Klassen, engl.: Ellis classes; Einteilung
bei Zahnfrakturen;
traumatische Zahnverletzungen
| Elongation engl.: do.; Herauswachsen eines Zahnes aus seinem Zahnfach, "scheinbare Verlängerung"; meist auf Grund des Fehlens des Gegenzahnes oder bei hochgradrigider Parodontitis. Zur regelrechten Okklusion ( |
|
Eluxation ,
Avulsion
Elyzol ™
- Dentalgel (Handelname),
Metronidazol-Antibiotikum. Das
gebrauchsfertig Gel sollte nach erstmaligem Scalen und Wurzelglätten in die
entzündete Zahnfleischtasche
eingebracht werden. Nach Vertreiberangaben (Colgate-Palmolive) soll E.
besonders gegen die "Markerkeime"
Porphyromonas gingivalis, Prevotella intermedia, Bacteroides fosythus und
Treponema denticola wirksam sein.
Emdogain ™
EMD, Schmelz-Matrix-Protein, "Protein des Amelogenin", engl.: enamel
matrix protein; gewonnen aus Zahnkeim-Extrakten von Schweinen soll es zur
Förderung der regenerativen Erneuerung von verloren gegangenen parodontalen
Strukturen (
Parodontium) dienen.
Es wird deshalb in der
parodontalen Therapie zur Förderung der Geweberegeneration eingesetzt. Daneben soll E.
antibakterielle Eigenschaften besitzen und auch zur
direkten Pulpenüberkappung eingesetzt
werden können. Nicht geeignet für eine geschlossene
Parodontaltherapie, wo keine
signifikante Regeneration eintritt.
E. wird als Gel in entsprechende Knochendefekte (Knochentaschen)
eingebracht. Nach Herstellerangaben (Fa.
Biora; Straumann, Basel) erfolgt dabei eine "biologische Regeneration" der Knochentasche,
welche bis zu einem Jahr dauern kann. Dabei wird dem E. eine "biologische
Barrierefunktion" nachgesagt, welche epitheliales Tiefenwachstum (
GTR) verhindert.
Bei Replantationen und
Transplantationen von nicht
mehr im Kiefer befindlichen (avulsierten)
Zähnen können Schmelz-Matrix-Derivate wie z.B. E. der
Resorption an beschädigten
Wurzeloberflächen vorbeugen und den parodontalen Heilungsprozess anregen.
Der eigentliche Wirkstoff des E. ist das Protein des Amelogenin, das vom
menschl. Körper (von den Zellen der Hertwigschen Epithelzellen) während der
natürlichen Zahnentwicklung produziert wird. Es ist maßgeblich zur
Differenzierung von Wurzelzement
bildenden Zellen während der Zahnreifung beteiligt. Dieses Eiweiß wird bei
erkrankten Zähnen auf die gereinigte Wurzeloberfläche aufgebracht und führt
unter Nachahmung der natürlichen Prozesse zu einer Wiederherstellung von
Wurzelzement,
parodontalem Ligament und
Alveolarknochen; in Kombination
mit einem koronalen Verschiebelappen auch zur Deckung von
Rezessionen.
Defekte, welche mit E. versorgt werden, sollen auch i.d.R. schneller und
komplikationsloser heilen, obwohl Amelogenin allein kein antibakterielles Potenzial
besitzt. Diese Tatsache wird der Trägersubstanz des Schmelzmatrixderivates - ein
Propylen-Glykol-Alginat (PGA) -Träger - zugeschrieben; zudem enthält das Gel
wärmebehandeltes E.. Letzteres soll das Infektionsrisiko senken.
Der genaue Wirkungsmechanismus ist bisher (2010) nicht restlos aufgeklärt.
Gesteuerte
Geweberegeneration,
parodontale Regeneration, Parodontitis,
Trans-Replantation
wissenschaftliche Untersuchungen zu E.
Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V.
(wissenschaftliche Stellungnahme)
EMF = Edelmetall-frei (EMF-Legierung) ;
NEM
Eminektomie
engl.: eminectomy; chirurgische Höhenabtragung der Eminentia articularis
(Eminetia = Vorwölbung, Wulst) am
Tuberculum articulare zur
dauerhaften Behandlung der rezidivierenden kondylären Kiefergelenksluxation.
Durch diesen, vor allem bei älteren Patienten durchgeführten Eingriff, kann sich
der Kondylus leichter in die
Gelenkpfanne zurückbewegen; außerdem wird die Mobilität im oberen Gelenkraum
eingeschränkt, sodass der Kondylus
daran gehindert wird, vor den Vorsprung zu treten.
Kiefergelenk
EMOM , Executive Master of Oral Medicine;
Master
empfindliche Zähne,
oder Zahnhälse, engl.: sensitive teeth, sensitive
tooth necks;
überempfindliche Zähne
Emphysem
krankhafte Luft(Gas-)ansammlung im Körpergewebe, engl.: emphysema; z.B. bei zu starken Einblasen von Luft in den Wurzelkanal
(Insufflation) bzw. "Überspülung" mit
Wasserstoffperoxid im Rahmen einer
Wurzelkanalbehandlung oder durch
gasförmige bakterielle Stoffwechselprodukte. Führt zum typischen Knistergeräusch
("Schneeballknirschen) der darüber liegenden Haut beim Abtasten (Palpation).
Pergamentknistern, Wurzelkanalspülung
| Empress ® auch IPS-Empress (IPS = Ivoclar Porcelain Systems), sog. "Presskeramik", engl.: pressed all-ceramic restorations; 1989 von der Fa. Ivoclar (Lichtenstein) entwickeltes und heute vielfach angewandtes Pressverfahren zur Herstellung von Kronen, Inlays und (bedingt) kleinen Brücken auf Glaskeramikbasis (Prinzip: s. Abb. re.). Diese Glaskeramik besteht aus Siliziumoxid, Aluminiumoxid und Kaliumoxid mit Leuzit als Kristallbildner und ist der Urvater vieler Presskeramiken, die heute am Markt sind. Special: Vollkeramik - eine Standortbestimmung (2005)
|
|
Empyem ,
engl.: empyema; Eiteransammlung in bestehenden
Körperhöhlen wie der
Kieferhöhle, Stirnhöhle, Gelenken, usw.
Sinusitis
EMS ,
Elektromyostimulation
|
[
Autor:
Dr. Klaus de Cassan
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