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Zahnwissen-Lexikon
Ia - Im |
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I ; Abkürzungssymbol für einen
Schneidezahn (vom lat. Incisivus)
Zahnformel
IAP Messsonde
Interdentalbürstchen
iatrogen ,
engl.: iatrogenic; durch einen Arzt verursacht, durch einen ärztlichen
Eingriff entstanden;
z.B. Kieferbruch,
Sinusitis,
Spontanfraktur
Iatrophobie
krankhafte Angst vor einem Arztbesuch, hauptsächlich bedingt durch
unverständlichen Fachbegriffe, bedrohlich aussehende Instrumente und Geräte, die
Scham beim Entkleiden, unangenehme Gerüche (etwa nach Desinfektionsmitteln) oder
fehlendes Verständnis und Mitgefühl für die individuell empfundenen Ängste,
Sorgen und Unsicherheiten.
IBI , interdentaler Blutungsindex, engl.:
(Eastman) interdental bleeding index (EIB);
einer der Indizes der Mundhygiene;
SBI
Ibuprofen
Schmerzmittel , engl.: do.;
Analgetikum mit entzündungshemmender und
fiebersenkender Wirkung. Die empfohlene Dosis von I. beträgt bei oraler
wie rektaler Anwendung täglich 20 bis 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Als
eine wichtige neue Therapieoption für Kinder ab zwei Jahren mit Schmerzen oder
Fieber haben Kinderärzte bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Kinder- und Jugendmedizin (2004) die Ibuprofen-Zäpfchen für Kleinkinder
bezeichnet.
Neuere Studien haben gezeigt, dass systemisch appliziertes I. dazu
beiträgt, die Entstehung von
entzündlichen Veränderungen der Gingiva zu verhindern; eine
Plaque-Neubildung - der Hauptgrund für
derartige Erkrankungen - wird durch diese Maßnahme jedoch nicht positiv
beeinflusst.
Bei gleichzeitiger Einnahme von niedrig dosierter
ASS und I. sind
Wechselwirkungen möglich, weil I. die gerinnungshemmende Wirkung von
ASS verringern kann.
Analgetika
ICD , International Classification of Diseases, von der
WHO aufgestellter, internationaler
5-stelliger Diagnoseschlüssel;
Diagnose
ICDAS
Abk. von International Caries Detection Assessment System ("internationales
System zur Beurteilung des Vorhandenseins einer Karies"). Von der EU-Kommission
entwickeltes Vorgehen, um eine vorhandene Karies quantitativ (nicht nach
dem sonst üblichen "JA-Nein-Prinzip") zu diagnostizieren. Untersucht wird die
getrocknete
Zahnoberfläche, evtl. zusätzlich mit einer stumpfen(!)
(WHO)-Sonde. Im Zweifelsfall wird der geringere Kariesgrad gewählt:
| ICDAS Code |
Codebeschreibung | Konsequenz |
| 0 | Zahnfläche gesund Unveränderte Schmelzverhältnisse liegen vor |
-- |
| 1 | Verfärbung nur am getrockneten Zahn sichtbar | -- |
| 2 | opake oder braun verfärbte, aber nicht defekte Schmelzoberfläche |
Abwarten |
| 3 | Kleiner Schmelzdefekt, Sonde steckt in der Fissur, der Defekt scheint visuell/taktil noch auf den Schmelz beschränkt zu sein |
Abwarten, minimalinvasive Füllung |
| 4 | grau-opak durchschimmernde Kavität, evtl. mit kleiner Öffnung im Schmelz |
normale Füllung |
| 5 | deutliche Dentinkaries oder Sekundärkaries | normale Füllung |
| 6 | Exzessive Dentinkaries | Höckerüberdeckung, Onlay, Krone |
Weiter beschreibt ICDAS die Art der Füllungstherapie:
| ICDAS Code |
Beschreibung der durchgeführten Maßnahme am Zahn |
| 10 | teilweise versiegelt |
| 20 | vollständig versiegelt |
| 30 | zahnfarbene plastische Füllung |
| 40 | Amalgamfüllung |
| 50 | Stahlkrone |
| 60 | Gold- oder Porzellanrestauration |
| 70 | gebrochene Restauration - Material egal |
| 80 | temporäre Restauration |
| 90 | nicht beurteilbar |
ICOI ,
International Congress of Oral Implantologists, Implantologischer Weltverband;
http://www.icoi.org/
ICON ® ;
Kariesinfiltration
idiopathisch
protopathisch,
engl.: idiopatic; Erkrankung, welche ohne erkennbare Ursache
selbstständig entstanden
ist; als Gegensatz z.B. zu "traumatisch" (= durch Gewalteinwirkung
entstanden).
Ideeller Wert / Goodwill einer
Zahnarztpraxis ;
Wert einer Zahnarztpraxis
IDS ; Abk. v. Internationale Dental-Schau;
weltweit größte Messe zu Dentalprodukten. Findet traditionsgemäß alle zwei Jahre
in Köln statt.
http://www.ids-cologne.de/
IDZ
Institut der Deutschen Zahnärzte; 1986 aus dem Forschungsinstitut für die
zahnärztliche Versorgung (FZV, gegr. 1980) hervorgegangen, mit
einem der Hauptschwerpunkte "epidemologische Untersungen" zur Feststellung der
Mundgesundheit der Deutschen
Bevölkerung. Weiter werden wissenschaftliche Untersuchungen zur
Qualitätssicherung und bei der
Entwicklung zukunftsweisender Modelle für die zahnärztliche Versorgungsstruktur
im Gesundheitswesen erforscht. Das IDZ versteht sich als Ansprechpartner für
wissenschaftliche Anfragen und Analysen der zahnärztlichen Versorgung auf
nationaler, europäischer und internationaler Ebene (ERO,
FDI oder WHO).
2006 wurde die viel beachtete "Vierte Nationalen Mundgesundheitsstudie" (DMS
IV) veröffentlicht.
Der 1988 konzipierte BZÄK/ KZBV-Arbeitsmittel- und Werkstoffwegweiser
Das
Dental Vademekum hat mit seinen neun Bänden (1989 bis 2007) immer wieder
eine ausgezeichnete und komplexe Übersicht über den deutschen Dentalmarkt vermittelt.
Als sog. "Stabsstelle" ist die Zahnärztliche
Zentralstelle Qualitätssicherung (ZZQ) Teil des IDZ.
Mundgesundheit
http://www.idz-koeln.de
Daten und Fakten 2009
(Stichwort "Forschung")
IGeL
"IGel-Leistungen", Abk.: von individuelle Gesundheitsleistungen,
Selbstzahlerleistungen,
engl.: etwa individual health sevices; Schlagwortbezeichnung für
medizinische Leistungen (Diagnose- und
Behandlungsmethoden), die nicht zum
Leistungskatalog der
Gesetzlichen Krankenversicherung gehören und deshalb nicht von
Vertragsärzten über
Chip-Karte abgerechnet
werden können. Rund zwei Drittel der Ärzte bieten IGeL-Leistungen an - an der
Spitze liegen Augenärzte, Gynäkologen, Urologen, Orthopäden sowie Hautärzte
(2010); insgesamt 28 Prozent der Versicherten erhalten pro Jahr mindestens eine
medizinische Leistung auf Privatrechnung, fünf Jahre zuvor waren es noch 23
Prozent.
medizinisch nicht notwendige Leistungen, Therapiefreiheit
Ratgeber für Patientinnen und Patienten der Techniker Krankenkasse (TK, 2011)
Broschüre der Bundesärztekammer (2008)
Ignipunktur
engl.: ignipuncture; abgeleitet vom lat. igni = Feuer, Brand, pungere =
Einstechen, bezeichnet
I. eine (historische) Behandlung mit "glühenden Nadeln" (Thermokauter-Punktur),
welche ins Gewebe gestochen werden und damit durch eine Narbenbildung zur
Schrumpfung der "behandelten" Stellen führen. Mit I. wurde früher eine
beginnende Parodontitis
marginalis durch Einstechen in die
Zahnfleischtaschen behandelt.
Durch Narbenbildung sollten die entsprechenden Zahnfleischtaschen schwinden.
IGZ
Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände in Deutschland e.V.,
engl.: Community of interests of dental associations in Germany; Zusammenschluss
zahnärztlicher Gruppierungen; von der Grundhaltung her als Gegenpol zum
FVDZ
gegründet. Ziel der IGZ ist es, eine starke, geschlossene und repräsentative
Vertretung der niedergelassenen Zahnärzte in Deutschland darzustellen. Die IGZ
besteht aus acht unabhängigen zahnärztlichen Verbänden in den Bundesländern
Berlin, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Saarland,
Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, die gemeinsam zweimal jährlich die
Zeitschrift IGZ-Kontakte herausbringen.
http://www.zahnaerzteverband-berlin.de/wir.php
I-Klammer
engl.: I-clasp; der Bonyhárd-Klammer
nachempfundene, grazile Klammerart aus Klammerdraht oder als Gussklammer
hergestellt. Im Gegensatz zur Bonyhárd-Klammer fehlt der I-K. der
Kugelkopf. Aus zahnschädigenden Gründen wenig gebräuchlich
Klammer
i.m. , engl.: do. or intramuscular; Abk.: von intramuskulär = in den Muskel hinein, innerhalb des Muskels; meist im Zusammenhang mit Injektionen gebraucht
| Image der Zahnärzte, engl.: popularity of the dentists; bei vielfältigen Untersuchungen als GUT anzusehen - im Gegensatz zu gelegentlichen überzogenen Berichten aus der Boulevard-Presse. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts (1998) ergab, dass bei den Frauen der Gynäkologe an 1. Stelle, gefolgt vom Zahnarzt, steht - bei den Männern rangiert der Zahnarzt an 1. Stelle der Zufriedenheit: Nachfolgende Grafik zeigt die Ergebnisse einer Image-Studie der Fa. Colgate (2004): Bild-Klick! |
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imaging
engl.: = bildgebend; Oberbegriff für alle Aktivitäten im Zusammenhang
mit dem photographischen und digitalen Bild. In der Medizin gebraucht für das
Bearbeiten von gespeicherten Bilder, um z.B. die Auswirkungen einer geplanten
Therapie zu visualisieren. Dies geschieht meist mit digital aufgenommenen
Bildern = Digital Imaging
Imbrikationslinien
Pickerill-Linien, engl.: imbrication lines; dachziegelartig
ausgebildete Schnittpunkte von
Retziusstreifen und Schmelzoberfläche. An den Schnittpunkten entsteht eine
seichte Vertiefung, welche als Kreis in einer horizontalen Ebene um die
Zahnkrone verläuft. Zwischen den I. erhebt sich der Schmelz und bildet
ebenfalls einen wulstförmigen Ring um die Zahnkrone; diese Erhebungen werden als
Perikymatien bezeichnet. Auf den
Kauflächen fehlen diese Linien, zum Zahnhals hin sind sie am dichtesten. Auf
der Schmelzoberfläche eines gerade durchgebrochenen Zahnes sieht man weiter noch
seichte Grübchen ("shallow pits"), die als Abdrücke der
Schmelzbildungszellen (Ameloblasten)
auf dem Schmelz verbleiben.
Bei Milchzähnen werden derartige Linien
nur am Zahnhals beobachtet.
Imitatkrone ;
ION-Krone,
Provisorium
| Immediatprothese Sofortprothese, Immediatersatz, von "immediat" = sofort, unmittelbar, engl.: immediate denture or prosthesis; herausnehmbarer Zahnersatz, der sofort nach Zahnextraktion eingesetzt wird; besonders bei der Anfertigung einer Vollprothese im stark reduzierten Lückengebiss (Restgebiss) angewandt. Normalerweise muss nach der Extraktion von Zähnen wegen Umbauvorgängen des Kieferknochens (Prothesenlagers) eine gewisse Zeit abgewartet werden, bis der endgültige Zahnersatz eingegliedert werden kann. Bei der Sofortprothese wird ein anderer Weg beschritten: Nach einem Abdruck werden im Dentallabor die noch vorhandenen Zähne auf dem Modell entfernt ("radiert"; es wird versucht, eine Situation herzustellen, die der einem Zustand nach der zahnärztlichen Entfernung der Zähne gleicht) und der Zahntechniker arbeitet den entsprechenden Zahnersatz. Nach Fertigstellung des Zahnersatzes werden die Zähne im Mund extrahiert und die I. unmittelbar danach eingegliedert. Da sich Wundgebiet und Kiefer noch verändern, kann es notwendig sein, den Sitz der I. bis zum Abschluss der endgültigen Wundheilung (~ 6 Monate) mehrmals zu korrigieren. Wegen der oben beschriebenen Umbauvorgänge muss dieser Zahnersatz nach ca. 6 - 9 Monaten dem Kiefer durch Unterfütterung korrekt angepasst werden; nur in seltenen Fällen ist eine Neuanfertigung wegen starkem Knochenschwund erforderlich. |
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Immunisierung
Schutzimpfung, "Impfung", engl.: immunization,
vaccination; Einbringen
eines Immunogens durch einen Arzt (Antigen,
welches in der Lage ist, eine Immunantwort
auszulösen) in den Körper eines Tieres oder Menschens, um dadurch eine eine
Immunreaktion auszulösen. Erreger einer bestimmten
Infektionskrankheit werden in
abgeschwächter Form bei der aktiven I. (Vakzination) dem Körper zugefügt,
sodass dieser aus sich heraus entsprechende Antikörper produziert, welche den
Erreger bekämpfen. Dieser Vorgang wiederum löst die Bildung von sog.
"Gedächtniszellen" aus, welche dann bei einer späteren "echten" Infektion
gezielt den körpereigenen Abwehrprozess steuern. Bei einer passiven I.
wird mit einem Serum geimpft, welches die spezifischen Antikörper gegen den
jeweiligen Krankheitserreger oder dessen Toxin bereits in sehr hoher
Konzentration enthält und so die körpereigene Abwehr unterstützt.
Eine I. gilt als präventive Maßnahme ("Schutz") gegen zahlreiche
Infektionskrankheiten. Grundsätzlich
besteht in D (2008) keine Immunisierungspflicht - dadurch bedingt wird in
den letzten Jahren von einer zunehmenden "Impfmüdigkeit" gesprochen.
In der zahnärztlichen Praxis hat der Arbeitgeber seine MitarbeiterInnen auf eine
I. gegenüber Hepatitis B Viren hinzuweisen (Aufklärung u. Beratung) und die Kosten dafür zu tragen
(falls diese nicht von der
GKV übernommen
werden).
Immunsuppression
engl.: immunosuppression; künstliche Unterdrückung der körpereigenen
Abwehrkräfte, meist eingesetzt bei einer körperfremden
Transplantation. Zum Einsatz
kommen meist Medikamente ("Immunsuppressiva" als eine Kombination mehrerer
Medikamente), seltener eine ionisierende Bestrahlung. Da Medikamente nicht
gezielt, sondern systemisch wirken,
gilt als Hauptnebenwirkung einer derartigen Therapie, dass der Körper verstärkt
anfällig gegenüber Infektionen ist und eine erhöhte Tumoranfälligkeit aufweist.
Stress weist eine hohe I. auf.
Eine Bestimmung der I. durch Blutwerte ist nur bedingt möglich, da sich
nur 2-4 % der dafür verantwortlichen Zellen (meist Leukozyten) in der Blutbahn
befinden.
Immunsystem
Immunsystem
engl.: immune system, vom lat.: Immunität = "frei von Lasten";
Organsystem mit der Funktion, Gebilde innerhalb des Körpers als
eigen oder fremd zu erkennen und diejenigen zu eliminieren, die
fremd sind (so besteht der menschliche Körper aus 1014
(100.000.000.000.000) Zellen, wird aber besiedelt von 1015
(1.000.000.000.000.000) fremden, mikrobiellen Zellen.
Demnach ist nur jede zehnte Zelle an uns menschlich. Daher muss es ein System im
Körper geben, das genau zwischen fremd und eigen erkennen kann). Winzige
Eiweißstrukturen - Tolllike-Rezeptoren (TLR) - sitzen auf der Oberfläche von
Immunzellen. Kommt es zu einer Infektion, erkennen die Rezeptoren bestimmte
Muster im Erbgut der Erreger, die im Lauf der Evolution erhalten geblieben sind,
und lösen daraufhin Abwehrreaktionen aus. Hauptsächlich handelt es sich bei den fremden Strukturen um
Mikroorganismen. Daneben
reagiert das I. auch auf Neoplasmen,
Transplantate und bestimmte Fremdsubstanzen
(z.B. einige Toxine).
Zu seiner Funktion bedient sich das I. zweier
Mechanismen: Die unspezifische (angeborene) und die spezifische
(erworbene) Immunität (= veränderte Reaktionsbereitschaft des I.
gegenüber Antigenen). Die beiden Systeme stehen miteinander in
Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig.
Spezialisierte Zellen unseres Immunsystems, die Neutrophilen, stellen in
der Abwehr von Krankheitserregern die erste Verteidigungslinie dar. Sie nehmen
in den Körper eingedrungene Bakterien
auf und zerstören diese. Neue Forschungsergebnisse aus dem Berliner
Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie (2004) zeigen nun, dass Neutrophile
noch einen ganz anderen Abwehrmechanismus einsetzen: Sie produzieren
extrazellulär eine faserige Struktur und werfen gewissermaßen ein Netz aus, in
dem die Bakterien gefangen und abgetötet werden.
Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) zirkulieren mit dem Blut durch den
ganzen Körper und verlassen die Blutbahn nur dort, wo sie für die Immunabwehr
benötigt werden, wie zum Beispiel in der Nähe von
Entzündungsherden.
Die T -Lymphozyten (T -Zellen, benannt nach dem Thymus, in dem deren
Reifung ausgehend von Stammzellen stattfindet) sind für die zelluläre Immunität
verantwortlich. Sie kontrollieren virusbefallene Körperzellen und wehren Pilzen
und Parasiten ab. T-Helferzellen sind weiße Blutkörperchen, die dazu beitragen,
andere Immunzellen zu aktivieren, wenn der Körper von Viren oder Bakterien
befallen wird. Gleichzeitig helfen sie, eigenes Gewebe zu tolerieren,
Entzündungen zu verhindern oder diese einzudämmen.
Die B-Lymphozyten (B-Zellen) sind für die humorale Immunität
verantwortlich. Humoral weist daraufhin, dass die Immunität über Flüssigkeiten
vermittelt wird und nicht über Zellen direkt. B-Zellen reifen im
Knochenmark. Sie tragen auf ihrer Oberfläche Antikörper (AK),
die ins Blutplasma, das heißt in die Blutflüssigkeit ohne Zellen und ohne
Wundverschlusssystem, abgegeben werden können. AK binden spezifisch
Antigene von Mikroorganismen, die somit für Abwehrreaktionen als Fremdkörper
markiert werden.
AK beziehungsweise Immunglobuline sind eine Familie von Y-förmigen
Proteinen (Eiweißen), die an den Y-Enden Antigene binden können. Die
Bindungsstellen, die sich rein zufällig während der Reifung der B-Zellen
ergeben, sind bei verschiedenen Immunglobulinen sehr unterschiedlich. Der Stamm
des Y-förmigen Moleküls weist wesentlich geringere Unterschiede auf. Demnach
werden Immunglobuline des Menschen in nur fünf Klassen eingeteilt: IgA, IgD, IgE,
IgG und IgM, die jeweils unterschiedliche Aufgaben haben. IgA kommt in
Speichel,
Tränen, Schweiß, Lungen und im Verdauungssystem vor. Es verhindert die
Anlagerung von Bakterien und deren Giftstoffen (Toxine) an Körperzellen. IgD ist
hinsichtlich seiner Funktion noch nicht definiert. IgE findet sich im Plasma von
Gesunden nur in geringer Konzentration, die nur bei allergischen Reaktionen und
Infektionen mit Parasiten erhöht ist. IgG neutralisiert vor allem Toxine und
bindet Mikroorganismen, so dass diese besser "gefressen" werden können. IgM wird
als erstes nach Kontakt mit einem Antigen gebildet und richtet sich besonders
gegen Mikroorganismen." (nach Dr. Alexander Huwig, Schaan/Lichtenstein)
Antikörper, Autovakzine,
Biofilm,
Cortison,
Diabetes,
Herpes,
HIV, Immunsuppression, Kariesimpfung,
Lichen ruber planus,
Lymphknoten,
Mundflora,
Naturheilverfahren,
Parodontitis,
Parodontitisrisikofaktor, Plaque,
Sensibilisierung,
Sjögren Syndrom, Stress
Impaktion
Impaktierung, impaktierter Zahn, engl.: impaction,
impacted tooth; anatomisch-mechanische Behinderung ("Einkeilung" als physikalisches
Hindernis) eines
durchbrechungswilligen Zahns, z.B. aus Platzmangel oder falscher Lage; häufig
bei Weisheitszähnen auftretend.
Dagegen wird das Ausbleiben der Eruption
eines normal gelegenen und entwickelten
Zahnkeimes ohne physikalisches Hindernis als primäre Retention
bezeichnet.
Eruption, Retention
Imperator ™
,
Winkelstück; heute nicht
mehr gebräuchliches Bohrerhandstück; abgelöst durch schnell-laufende
Winkelstücke oder Turbinen
Bohren
Impfung gegen Karies , engl.: caries vaccination;
Kariesimpfung
| Implantat künstliche Zahnwurzel, engl.: (dental) implant; welche in den Knochen des Ober- oder Unterkiefers eingebracht werden. Auf oder an dieser kann herausnehmbarer oder festsitzender Zahnersatz verankert werden. Die Anzahl der gesetzten Implantate in Deutschland ist erheblich gewachsen, die geschätzte Summe der Implantationen in Deutschland stieg von 200.000 Implantaten im Jahr 2001 auf schätzungsweise über 1 Millionen in 2010. Etwa 80 Prozent der Implantate werden von 20 Prozent der implantierenden Zahnärzte eingepflanzt. In D waren in 2007 etwa 5% der prothetischen Neuversorgungen implantatgestützt. Damit hat die Implantologie noch immer einen geringen Anteil im Vergleich zur konventionellen Versorgung, selbst wenn die Nachfrage nach dieser Versorgungsform steigt. In neuerer Zeit (2009) werden I. praktisch nur noch aus Titan hergestellt. Dieser, auch in der Allgemeinmedizin sehr erprobte und vielfältig eingesetzte Werkstoff, geht mit dem Kieferknochen eine feste Verbindung ein ( Nach der Art der Bedeckung durch die Mundhöhle unterscheidet man in:
Von der Vorgehensweise und der Operationstechnik werden unterschieden, wobei beide Formen zu den halboffenen Implantaten gehören:
Das Implantat selbst kann liegen:
Von der Länge her wird unterschieden.
Die Abformung eines
I. zur Aufnahme der Suprakonstruktion kann im Prinzip auf drei
versch. Wegen erfolgen: Implantatmaterialien sind:
Wissenschaftlich noch nicht endgültig abgeklärt ist die Frage der
Implantatoberfläche: Nachgewiesen ist, dass in Hinsicht auf eine frühere
Belastungsmöglichkeit eine raue I.-Oberfläche ideal ist ( Noch fehlen der Implantologie Ergebnisse der so genannten
Evidenz-basierten Medizin, welche
die Wirksamkeit von Therapien nach strengen wissenschaftlichen Kriterien
und aufgrund der Analyse vieler Studien beurteilt ( I. werden - bis auf wenige Ausnahmen - nicht von den
gesetzlichen
Krankenkassen bezahlt oder bezuschusst (Stand 2011, Der Bundesgerichtshof (BGH) hat 2004 ein grundsätzliches Urteil ("Leitsatzentscheidung") zur Berechenbarkeit von Implantatnebenkosten (Vorratshaltung, Bohrer) gefällt. Downloadbar (als PDF-File) unter BGH-Urteil oder von direkt von dieser Seite (falls der vorhergehende Link nicht funktioniert, ©: Bundesgerichtshof).
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Implantatanzahl
Anzahl der Implantate,
engl.: quantity of implants; gerade im zahnlosen
Oberkiefer stellt sich immer wieder die
Frage, wie viele Implantate allein schon aus statischen Gründen nötig sind, um
die - im Vergleich zum Unterkiefer - schlechtere Knochensituation nicht zu
überfordern. Als Richtschnur kann gelten, dass mindestens 60 mm
Implantatfixierung vorhanden sein sollten. Dies bedeutet, dass wenn 1
Implantat 10 mm im Knochen fixiert werden kann, noch weitere 5 Implantate
gleicher Fixierungstiefe gesetzt werden sollten. Sollten wegen zurückgebildeter
Kieferverhältnisse (Atrophie) diese
Richtzahl nicht mehr erreicht werden können, ist ein
Sinuslift u.U. indiziert.
Neuere Untersuchungen (2010,
http://www.implantate.com/der-einfluss-der-implantatanzahl-sowie-der-befestigungsart-auf-die-maximale-kaukraft-bei-zahnersatz-im-unterkiefer-eine-retrospektive-studie.html)
lassen diese Richtschnur relativieren: "Innerhalb der Grenzen dieser Studien
wurde geschlussfolgert, dass unabhängig von der verwendeten Anzahl an
Zahnimplantaten, diese die MBF (=
maximale Kaukraft)
bei zahnlosen Patienten steigern. Während Männer eine höhere Kaufkraft zeigen,
scheinen die Parameter Patientenalter und Befestigungstyp keine wichtige Rolle
zu spielen."
Implantate - Indikationsklassen, Implantaterfolg,
Sinuslift
Mehr über
die Kosten von Implantaten im Implantatforum:
http://www.implantatforum.org/forum16.html
Implantbett , engl.:
bone bed or (implant) bone supporting area;
Knochendichte,
Knochenlager
Implantatbrücke ,
engl.: implant bridge;
Brücke,
Implantat
Implantate - Indikationsklassen
die maßgebenden Verbände (BDO, DGMKG, DGI und DGZI) haben 2008 ein sog. "Konsensuspapier"
verabschiedet und folgende Indikationsklassen zur Implantattherapie
erlassen:
"Die optimale Therapie des Zahnverlustes
ist der Ersatz jedes einzelnen Zahnes durch ein Implantat. Dabei ist der
Zahn 8 eines Quadranten in der Regel nicht zu ersetzen. Da die optimale
Therapie aus verschiedensten Gründen (anatomische, aber auch
wirtschaftliche) nicht immer durchgeführt werden kann, wurden die
nachfolgenden Empfehlungen - Indikationsklassen - für
Regelfallversorgungen aufgestellt:
Klasse I Einzelzahnersatz und
Schaltlücke:
Klasse Ia Frontzahnersatz
Wenn Zähne der Oberkiefer-Front fehlen
1 Implantat
je fehlendem Zahn
Wenn Zähne 32-42 der Unterkiefer-Front fehlen
Indikation
für 2 Implantate
Wenn Zähne 33-43 der Unterkiefer-Front fehlen
Indikation
für 2-4 Implantate unter Berücksichtigung der speziellen anatomischen
Verhältnisse
Einzelzahnlücken der Unterkiefer-Front
Indikation
für 1 Implantat
Klasse II Reduzierter
Restzahnbestand und
Freiendlücke:
Grundsatz:
Bei der implantologischen Versorgung des reduzierten Restgebisses ist
die Bezahnung des Gegenkiefers zu berücksichtigen. Darüber hinaus gelten
die Regeln konventioneller Prothetik.
Für eine
festsitzende Versorgung im Oberkiefer werden in der Regel 8 Pfeiler
benötigt, im Unterkiefer in der Regel 6 Pfeiler. Natürliche Zähne können
angerechnet werden, wenn diese an statisch günstiger Position stehen und
eine gute Prognose aufweisen.
Für eine
herausnehmbare Versorgung im Oberkiefer werden in der Regel 6 Pfeiler
benötigt, im Unterkiefer in der Regel 4 Pfeiler. Natürliche Pfeilerzähne
können angerechnet werden, wenn diese an statisch günstiger Position
stehen und eine gute Prognose aufweisen
Klasse IIa
Freiendlücke
Zahn 8 fehlt:
in Ausnahmefällen
Indikation zur Implantation
Zähne 7 und 8 fehlen:
Indikation
für 1 Implantat
Zähne 6 bis 8 fehlen:
Indikation
für 1-2 Implantate
Zähne 5 bis 8 fehlen:
Indikation
für 2-3 Implantate
Zähne 4 bis 8 fehlen:
Indikation
für 3 Implantate
Klasse III Zahnloser
Kiefer :
Für die Verankerung eines festsitzenden Zahnersatzes
im zahnlosen Oberkiefer:
8 Implantate
im zahnlosen Unterkiefer:
6
Implantate"
Häufig müssen aus
finanziellen Gründen (
Implantatkosten)
Kompromisse eingegangen werden. Allerdings ist sorgfältig abzuwägen,
ob dadurch der Implantaterfolg nicht nachhaltig
gefährdet wird und deshalb besser auf konventionelle Methoden
zurückgegriffen werden sollte.
Implantat,
Implantatanzahl,
Implantatindikation
| Implantaterfolg Erfolgskriterien in der Implantologie, eng.: criteria of success in implantology; für die Erfolgsdefinition zahnärztlicher Implantate gibt es bis heute keinen allgemeingültigen Konsens (sog. Standards), obwohl international verschiedene Kriterienvorschläge aufgestellt wurden, die den Erfolg mittels klinischer und röntgenologischer Kontrollparameter bewerten. Grundsätzlich wird unterschieden in:
Bei der Vielzahl der Erfolgsdefinitionen sind dies die am meisten angewendete
Erfolgskriterienvorschläge: Albrektsson-Kriterien (im ersten Jahr ca.
1mm, in den darauffolgenden Jahren ca. 0,2 mm Knochenverlust/Jahr), Jahn-d'Hoedt-Kriterien,
Buser-Kriterien, NIH-Kriterien, Naert-Kriterien.
Eine neuere Definition stammt von der "Pisa Consensus Conference
2007". Hierzu steht in der Veröffentlichung von Dr. Miriam Thöne-Mühling,
Prof. Dr. Ulrich Lotzmann u. Prof. Dr. Reiner Mengel in "ZPW
online vom Juni 2011": Vorsicht ist bei Aussagen wie "nach 5 Jahren noch 97 % an Ort und Stelle"
angebracht, da mangels eindeutiger Erfolgskriterien nichts darüber ausgesagt
wird, wie der Zustand dieser Implantate ist; andere Statistiken zählen das erste
Jahr der Implantateinpflanzung (stillschweigend) gar nicht erst mit, da in
dieser Zeit der größte Verlust auftritt. |
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Implantatidentifikation
Identifizieren eines Implantats, "Implantatsteckbrief", engl.: dental
implant identification; immer neue Implantatsysteme und die in der Vorzeit
der allgemeinen Implantation teilweise "exotischen" Systeme machen die
Identifikation dessen, was in den Kiefer inseriert wurde schwierig, denn in der
Anfangszeit der Implantation waren Dinge wie Implantpass oder
Komformitätserklärung nach dem MPG
noch unbekannt. Allein in D sind derzeit (2010) mehr als 100 versch.
Implantatsysteme erhältlich, welche vom Grundprinzip her ähnlich sind, sich aber
im Implantatdesign, der Oberflächenbeschaffenheit und der
Aufbautenvielfalt unterscheiden. Häufig führt ein Anruf bei dem Kollegen, der das Implantat
gesetzt hat, zu einem Erfolg. Hilft dies nicht weiter, so besteht eine gute,
wenn auch aufwendige Chance, das System aufgrund einer Röntgenaufnahme zu
identifizieren. Hauptkriterien sind dabei:
die äußere Form
mit der Zahl der Gewinde sowie Schneidewinkel und Steigung der Gewindegänge
apicale Öffnung
bzw. Abrundung
evtl. vorhandene
Kunststoffanteile
Form des
Durchtrittsbereichs durch die Gingiva und die Koppelung mit dem
Abutment
Nachfolgende Links können bei der Identifikation im Internet hilfreich sein:
Das Identifizieren eines Implantats (Registrierung
erforderlich)
Implantatsuche
(Hersteller) von inserierten Implantaten aufgrund des Röntgenbildes bzw.
http://osseosource.com/dental-implants
| Implantatindikation engl.: implant indication; ist an strenge Voraussetzungen geknüpft: |
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Implantationszeitpunkt
1.) frühester bei Jugendlichen
frontaler Oberkiefer: Mädchen 15 Jahre, Jungen 17 Jahre
lateraler Oberkiefer: nach Beendigung des
skelettalen Wachstums
frontaler Unterkiefer: schon im Kindesalter, vor allem bei angeborener
Zahnlosigkeit bzw. -unterzahl
lateraler Unterkiefer: nach Beendigung des skelettalen Wachstums
2.) nach einer Zahnextraktion, engl.:
time of implantation (after a tooth extraction); Zeitpunkt des Setzens
eines Implantates im Anschluss an eine
Extraktion. Nach der
IPI-Konsensus-Konferenz
(2003) wird nach "Typen" unterteilt:
Typ 1 :
Sofortimplantation
Typ 2 : 6-8
Wochen nach Extraktion. Die Weichgewebsheilung ist weitgehend abgeschlossen
Typ 3: 3-4 Monate
nach Extraktion. Das Weichgewebe ist abgeheilt, der Knochen beginnt zu heilen;
als Goldstandard bezeichnet (2007)
Typ 3: ab 6
Monate nach Extraktion. Spätimplantation im abgeheilten Knochen
Allgemein gilt, dass sich ein- bis zweiwurzlige Zähne wegen einer guten
Primärstabilität besser für
eine Typ 1 oder Typ 2 - Implantation eignen; bei dreiwurzligen Zähnen
(Oberkiefer-Molaren) besteht häufig eine
Diskrepanz zwischen Implantat und umgebenden Knochen, da bei prothetisch
gewünschter Implantatposition das Implantat meist in das Gebiet zwischen den Wurzeln
(Wurzelseptum) gesetzt werden muss.
Implantatkinematik ,
Auslenkung
Implantat - Komplikationen
die Insertion dentaler Implantate gilt als sicheres chirurgisches Verfahren.
Chirurgische Komplikationen, die vor allem in ungünstigen anatomischen
Verhältnissen und/oder reduziertem Knochenangebot auftreten, können die
Verletzung von Nachbarstrukturen involvieren. Eine sachgerechte prothetische
Versorgung erfordert eine ausreichende präoperative Planung unter funktionalen
Aspekten. Biologische und mechanische Grenzen müssen berücksichtigt werden.
Durch Knochenersatzmaterial verursachte Komplikationen können anatomische
Defekte vergrößern.
Zu diesen hauptsächlichen Komplikationsfaktoren hat der Bundesverband der
implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDZI EDI) 2010 einen
Leitfaden herausgegeben:
http://www.bdiz.de/service/oav10/Grafik/awu10030251-2.pdf oder
©
Bundesverband
der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDZI EDI)
Implantatidentifikation,
Tübinger
Implantatregister
|
Implantat-Kronen-Ästhetik-Index ICA = Implantat Crown Aesthetic Index; aus neun Parametern bestehende Messzahl zur Bewertung einer Implantatkrone und der darum befindlichen Weichgewebe. Bei ästhetischen Abweichungen im Vergleich zu einem gewählten Referenzzahn werden "Strafpunkte" vergeben. |
![]() kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis |
Implantatlager , engl.:
bone bed or (implant) bone supporting area;
Knochendichte,
Knochenlager
Implantatprophylaxe
engl.: implant prophylaxis; Oberbegriff für vielfältige Maßnahmen,
besonders auf dem Gebiet der
Implantatreinigung und Implantatnachsorge im Sinne eines
Langzeiterfolges einer Implantatinsertion.
Implantatprothetik ;
besser: Impantologieprothetik, engl.: implant prosthodontics;
Schlagwortbez. für eine prothetische Maßnahme auf der Basis von
Implantaten
Implantatreinigung
Implantoplastik,
engl.: implantant cleaning; der biologische Schwachpunkt jedes
Implantates ist die Übergangsstelle von der Mundhöhle in den Kieferknochen am
Implantathals. Diesen beim natürlichen Zahn
bakteriendichten Verschluss kann es
bei einer künstlichen Zahnwurzel nicht geben. Umso mehr muss gerade dieses
Gebiet besonders gut gereinigt und gepflegt werden, soll es nicht durch
eindringende Bakterien zu der gefürchteten
Periimplantitis mit einem
möglichen Abstoßen des Implantates kommen.
Ziel ist eine schonende und gründliche Entfernung von
Plaque und
Zahnstein (
PZR) an allen Zahn- und
Implantatoberflächen einschließlich der
Suprakonstruktionen. Dafür stehen
grundsätzlich Ultraschallinstrumente, Handinstrumente und
Pulver-Wasser-Strahlgeräte zur Verfügung.
Um Zahnstein an Implantatoberflächen zu entfernen, ist auf den Einsatz von
Metallinstrumenten zu verzichten, diese könnten zum Verkratzen der Oberfläche
und so zu Kristallisationspunkten für die schädliche
Plaque führen. Für Schall-
und Ultraschallgeräte gibt es deshalb spezielle Kunststoff- oder Karbon-Aufsätze.
Auch der Einsatz von Pulver-Wasser-Strahlgeräten hinterlässt eine glättere
Oberfläche als herkömmliche Instrumente. Nachteilig ist allerdings bei diesen
unter Druck arbeitenden Geräten, dass das dem Implantat anliegende Zahnfleisch
bei unsachgemäßer Anwendung verletzt werden kann. Deshalb wird die Politur am
besten mit einem weichen Gumminapf und feiner Polierpaste durchgeführt, wenn
hierfür ein Zugang gegeben ist. Ferner
empfiehlt sich der Einsatz von Zahnseide und die regelmäßige
Spülung mit einer
Chlorhexidinhaltigen-Lösung.
Implantat,
Implantatprophylaxe,
Periimplantitis
Special:
Implantate
(Fremdlink auf www.Zahnwissen.de)
Mehr über
die Kosten von Implantaten im Implantatforum:
http://www.implantatforum.org/forum16.html
Implantat
Risikofaktoren, engl: implant: risk factors; folgende
Gegebenheiten gelten hauptsächlich als Risikofaktoren für eine erfolgreiche
Implantation. Je nach Schwere verbieten sie ggf. eine Implantation ganz:
Implantat,
Implantaterfolg, Implantatidentifikation, Implantat -
Komplikationen, Osseointegration,
Tübinger
Implantatregister
Special:
Implantate
(Fremdlink auf www.Zahnwissen.de)
Mehr über
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http://www.implantatforum.org/forum16.html
Patientenbezogener Laufzettel "Überweisung / Konsil vor Bisphosphonat-Therapie"
Implantat-Stabilitäts-Quotient (ISQ,
implant stability quotient);
Resonanzfrequenzanalyse
| Implantat temporäres, provisorisches Implantat, engl.: temporary implant; besonders wegen eines weiteren chirurgischen Eingriffs und aus Kostengrünen wenig praktiziertes Vorgehen im Rahmen einer Implantation oder bei Kieferorthopädischen Behandlungen. T. I. können provisorische prothetische Versorgungen aufnehmen und so Weich- und Hartgewebe schonen, als kieferorthopädische Verankerung dienen (Befestigung von Regulierungsapparaten in zahnlosen Kieferabschnitten) und helfen, die Bohrschablone bei der definitiven Implantation zu fixieren (Herstellung einer Bohrschablone durch Doublierung der Interimsversorgung; dies erlaubt ein präzises Platzieren der definitiven Implantate an vorher festgelegter Lokalisation). |
Implantatverlust
engl.: implant loss; unterteilt nach:
der "Survival rate", d.h., das
Implantat selbst ist vorhanden, der Zustand (normal eingeheilt oder Störungen
wie z.B. Periimplantitis) wird
nicht berücksichtigt
dem echten Verlust
Über 90 Prozent aller Implantate sind im Sinne einer "Survival rate" noch zehn Jahre nach der Implantation erhalten. Doch 16 Prozent der
Patienten und 7 Prozent der Implantate zeigen nach 9 bis 14 Jahren
Entzündungszeichen
Periimplantitis. Das belegt eine Untersuchung aus Schweden (2005).
Risikofaktoren waren Rauchen
und eine vorausgegangene
Parodontitis. Ebenso spielen genetische Faktoren eine noch nicht genauer
bekannte Rolle (2005). So scheinen beispielsweise bestimmte Variationen (Gen-Polymorphismen)
in der genetischen Bauanleitung von Entzündungs- und Immunbotenstoffen wie
Interleukinen das Risiko für eine Parodontitis zu erhöhen. Ebenso berichten
Forscher , dass das Verhältnis zwischen bestimmten Rezeptoren und Liganden,
welche die Bildung und das Überleben von
Osteoklasten steuern, bei einer
Periimplantitis verändert sind.
Bisphosphonate, Implantat,
Implantatidentifikation,
Implantat: Risikofaktoren,
Osseointegration,
Tübinger Implantatregister
Implantologie
engl.: implantology; Lehre von dem Einpflanzen körperfremder (alloplastischer)
Materialien zum Ersatz eigener (verloren gegangener) Organfunktionen mit dem
Ziel der gewebeverträglichen Einheilung (Biointegration).
Implantat, Implantologie (Bezeichnungen, Titel),
implantologische
Fachgesellschaften
Implantologie
Bezeichnungen, Titel, engl.: designations, titles in Implantology; bisher
gibt es in D keinen klassischen Fachzahnarzt für
Implantologie, da diese Art der Weiterbildung in den entsprechenden
Ordnungen nicht existiert (2007). Folgende Titel in der Implantologie bestehen
beispielhaft, wobei
das öffentliche Führen u.U. problematisch sein kann; nähere Auskünfte durch die
Zahnärztekammern; in Klammern die jeweiligen verleihenden Organisationen:
Executive Master in Oral Medicine in
Implantology, (IMC)
Master of Science Dental, (Donau
Universität Krems)
Master of Science in Oral Implantology,
(Universität Amsterdam – ACTA)
Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie,
(Praxisschildfähig je nach Landeszahnärztekammer)
Spezialist Implantologie, DGZI
Spezialist für Implantologie, EDA
implantologische
Fachgesellschaften, Weiterbildung
Special:
Implantate
(Link auf www.Zahnwissen.de)
implantologische
Fachgesellschaften
engl.: associations of oral Implantologists; 2009 existierten in D
mehrere
implantologische Vereinigungen mit
über 100 Mitgliedern, welche den implantologisch tätigen oder interessierten
Zahnärzten zur Seite stehen. Sie untergliedern sich in:
Implantoplastik ;
Implantatreinigung
Impregum ® ,
bekanntes Abdruckmaterial für
Präzisionsabformungen.
Polyether;
Video
Impressionsfraktur
"eingedrückter Knochenbruch", engl.: depression fracture; meist
durch stumpfe Gewalteinwirkung (Hammer, Stein) verursachtes Eindrücken des
Knochens nach innen, welcher im Extremfall zu einem Loch- oder Stanzbruch führen
kann. Hauptsächlich an der Schädelkalotte
beobachtet.
Kieferbruch
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[
Autor:
Dr. Klaus de Cassan
]
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