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Zahnwissen-Lexikon
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Inaktivitätsatrophie
engl.: (inactivity or) disuse atrophy; Geweberückgang in Folge einer
unzureichenden oder Nichtbenutzung des
betreffenden Körperorgans. So führt z.B. ein Zahnverlust zu einem
Rückgang des
Alveolarfortsatzes in diesem Gebiet, welcher sich noch verstärkt, wenn das betreffende Gebiet
nicht durch Zahnersatz funktionell belastet wird.
In-Ceram
®
Alumina, Spinell, Zirconia; Handelsname für eine spezielle Keramik mit hoher
Festigkeit: In-Ceram erreicht seine hohe Festigkeit durch ein spezielles
Verfahren. Auf einem Spezialgipsduplikat des
Meistermodells wird aus einem Aluminiumoxid-Schlicker die Modellation des
Kronen- oder Brückengerüsts vorgenommen. In einem Brennvorgang werden die
Gerüste gesintert. Das daraus resultierende kreideartige Gerüst wird mit
Lanthanglas infiltriert. Dadurch werden die Poren der Keramik aufgefüllt, der
Werkstoff verdichtet. Das Ergebnis ist eine deutliche Steigerung der Festigkeit
(400 bis 600 MPa). Danach wird die Verblendung mit Aufbrennkeramik vorgenommen.
Vorgesinterte, industriell gefertigte In-Ceram-Keramikblocks werden z.B. für die Kopierschleiftechnik mit Celay
und für das CAD/CAM-Fräsverfahren
mit Cerec geliefert. Durch die
vorgesinterten Rohlinge fällt die lange Sinterzeit weg, und wegen der höheren
Kapillarität ist auch die Infiltrationszeit drastisch verkürzt, so dass die
Herstellzeiten in der Praxis bei höherer Materialqualität deutlich geringer
ausfallen.
Eine Sonderstellung bei In-Ceram nimmt das Wolceram-System (auch
Flemming-Cream, bellaDent) für labortechnische
Fertigungszentren ein. Hier wird unter Nutzung moderner Digitaltechnik das
Kronenkäppchen geschlickert, gebrannt und gesintert - und die Festigkeit
ebenfalls durch Infiltration erhöht.
Befestigungszement, Keramik,
Special:
Vollkeramik - eine
Standortbestimmung (2005)
Incisale
In,
Inzisalpunkt,
engl.: do.; Referenzpunkt bei der Schädelvermessung (Kephalometrie):
Die Schneidekanten der oberen bzw.
unteren Schneidezähne (Incisivi).
Die Spitze der Schneidekante des am weitesten nach vorn (labial) stehenden
mittleren oberen (Incision superior) bzw. unteren (Incision inferior)
Schneidezahns wird als Incision bezeichnet.
Incisivus, Inzisivus, Dens incisivus; lat. Bezeichnung für einen
Schneidezahn
Index
Verzeichnis,
pl.: Indizes, in der Medizin für Messzahl, Verhältniszahl, engl.: do.,
indices; aus
versch. Messgrößen zusammengesetzte Messzahl zur Beschreibung eines
(krankhaften) Zustands, um diesen vergleichbar zu machen. Häufig
in der Karies-Prophylaxe und
Parodontologie angewandte
Verfahren, um Erkrankungszustände zu klassifizieren.
API,
Belagsindex,
BMI,
CER-Index,
Cervical Plaque Index (CPI),
Community Periodontal
Index of Treatment Needs, CPITN,
CSI Calculus Surface Index,
DDE-Index,
Dentalindex,
Denture-Hygiene-Index,
Dichotomer Index,
DI-S,
Distal-Mesial-Plaque-Index,
DMF-Index,
EIB,
Eismann Index,
EKF-Index,
Fazialindex,
Fluorose-Index,
Furkationsindex,
Gaumenhöhenindex,
Gaumenindex,
Gesichtshöhenindex,
Gesichtsindex,
Gingiva-Index,
Gingivablutungsindex,
Helkimo-Index (Mobilitätsindex),
ICDDAS-Index,
Irritationsindex (O'Leary),
Keratinisationsindex,
Little-Index,
Lobene Stain Index,
"Lussi-Index",
Marginal Line Calculus
Index,
Maxilloalveolarindex
(Oberkieferindex),
Mejare-Index,
Mesio-Distal-Index,
Miller-Klassen,
Morelli Index,
Mundhygiene-Status (Index),
Oraler Hygiene-Index OHI-S,
PAI-Index,
Papillenblutungsindex,
Papillenverlust -
Klassifikation (papilla presence index, PI),
PAR-Index (Peer Assessment Rating Index),
parodontale Indizes,
Pell-Gregory-Klassifikation,
Periodontal Disease Index,
Pink Esthetic Score,
Plaque-Index (PI),
Plaquebildungsindex (PFRI),
PMA-Index,
Pont Index,
Prämolarenindex ,
PRI Index,
PSI,
Ramfjord_Index,
RCI-Index,
RDF-Index,
Russel Parodontalindex,
SiC-Index,
Sulkus-Blutungs-Index (SBI),
T-F Index, TSIF-Index,
Temporo-Mandibular-Index,
T-Health Index,
Tonn Index,
TSIF-Index,
Unterkieferindex,
Volpe-Manhold Index,
Wyne Index,
Zahnbogenindex,
Zahnsteinindex,
Zahnsteinoberflächen-Index,
Zungenbelagsindex,
Zygion-Alveolar-Index
Indikation , engl.: indication, therapeutisches Vorgehen, Ergreifen einer bestimmten ("indizierten") Maßnahme im Krankheitsfall. Gegenteil: Kontraindikation
Indikatorpaste
Indikatorlack, engl.: indicator paste (paint); Substanzen zum
Auftragen, z.B. auf eine frisch eingegliederte
Prothesenbasis, um zu
prüfen, an
welchen Stellen diese nach kurzzeitigem Einsetzen "weggedrückt" werden. Diese
Stellen sind prädestiniert dafür, in absehbarer Zeit eine
Druckstelle zu entwickeln und können
so vorbeugend abgetragen werden. Ebenfalls als Lack anwendbar bei Passproblemen
von Kronen: der auf die Innenwände der
Krone aufgetragene Lack reibt sich beim Versuch des Einsetzens an den Stellen
ab, an welchen die Krone "zu eng" ist. Wird statt eines speziellen
Lacks für diese Prozedur eine dünn fließende
Abdruckmasse auf Elastomer-Basis verwendet, so spricht man auch von
Innenabformung.
Indirekte Überkappung des Zahnnervs, engl.: indirect
pulp capping;
Calciumhydroxid, Eugenol,
Tertiärdentin,
Überkappung,
Indirekte Unterfütterung einer
Prothese, engl.: indirect relining;
Unterfütterung
Individualprophylaxe
auf den Einzelnen zugeschnittene Vorbeugung, engl.: individuale
prevention;
im Gegensatz zur Gruppenprophylaxe
beim Einzelnen durchgeführte zahnärztliche
Prävention in einer
zahnärztlichen
Praxis; vereinzelt auch als "Professionelle Prophylaxe" bezeichnet.
Ab Ende des
letzten Jahrhunderts auch Bestandteil in den BEMA-Positionen der
Gesetzlichen
Krankenkassen als sog. IP-Positionen und
FU-Positionen geworden.

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Inanspruchnahmeverhalten
Behandlung von (geistig)
behinderten Patienten, Gruppenprophylaxe,
Kariesprophylaxe,
Prävention,
Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin (ZMP)
individueller
Abdrucklöffel
"Indivlöffel; engl.: individual impression cup; auf die individuelle Kiefersituation angepasster
Träger ("Löffel"), welcher zur Aufnahme der
Abdruckmasse dient. Nur so
kann bei präzisen Abformungen eine hohe Genauigkeit erreicht werden, da die
Abdruckmasse in jedem Kieferbereich eine etwa gleiche Stärke aufweist und
individuell ausgeprägte Kiefersituationen - im Gegensatz zum "Konfektionslöffel"
(industriell vorgefertigte Schablonen aus Metall oder Kunststoff) - sicher
erfasst werden.
Abdruck,
Funktionsabdruck,
Schreinemakers-Methode,
Vorabdruck
indolent , engl.: do. or painless; nicht schmerzhaft, unempfindlich gegenüber Schmerzen
Induration ,
lat. durus = hart, engl.: do.; diffuse oder umschriebene krankhafte Verhärtung
eines Gewebes, z.B. bei einer
Aktinomykose.
infaust , ungünstig, schlecht, engl.: do. o. unfavorable; z.B. wird eine unheilbare Tumorerkrankung als "infaust" bezeichnet.
Infektion
Ansteckung,
engl.: infection; Eindringen von
Mikroorganismen in den Körper,
häufig auch gleichgesetzt mit einer Infektionskrankheit oder
Entzündung.
Als odontogene Infektion bezeichnet
man eine Erkrankung, die vom Zahn selbst (z.B.
Granulom, Weisheitszahn) oder
vom Zahnhalteapparat (z.B.
Parodontitis marginalis,
Parodontalabszess) ausgeht bzw. durch Behandlungsmaßnahmen (z.B.
Zahnextraktion) verursacht wird.
Karies und entzündliche
Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis)
zählen weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten.
Aerob-anaerobe
Mischinfektionen sind die häufigste Ursache odontogener Infektionen,
allerdings steigt die Zahl reiner
anaerober Entzündungen an, worauf jüngere
Studienergebnisse hindeuten. Die
Resistenzrate gegenüber Penicillin
ist dabei eher niedrig, Ausnahme stellen anaerobe gramnegative Erreger dar.
Für die Therapie odontogener Infektionen schlagen (Eckert
AW et al.: Keimspektren und Antibiotika bei odontogenen Infektionen. Renaissance
der Penicilline? Mund Kiefer GesichtsChir 2005; 9: 369-376; BSMO, in
FVDZ-NewsLetter vom 16.1.06) folgende Strategien unter Berücksichtigung
regionaler Gesichtspunkte vor:
submuköse
Abszesse mittels
Inzision und Drainage behandeln,
nur bei Ausbreitung
Antibiotikagabe
Logenabszesse mittels Inzision und
Drainage behandeln, Antibiotikagabe - Mittel der Wahl
Penicillin G oder V - u.a. bei
Mehrlogenabszessen
bei schweren Grunderkrankungen
(Immunsuppression) z.B. Amoxicillin, eventuell zusammen mit Clavulansäure;
alternativ Clindamycin.
Infektionsprophylaxe:
Desinfektion,
Sterilisation, Impfungen
und Antibiotika gelten
als die Hauptbestandteile einer Infektionsvorbeugung. In der Mundhöhle
mit ihren unzähligen Erregern ist eine besonders gute Mundhygiene
ebenfalls eine gute und natürliche Prophylaxe.
Als Superinfektion
bezeichnet man eine erneute Infektion mit ähnlichen Erregern bei noch
bestehenden Erkrankung oder noch nicht genügender Bildung von Abwehrstoffen.
Eine Sekundärinfektion (secondary infection) bezeichnet eine
zusätzliche Infektion mit einem anderen Erreger; z.B. eine bakterielle
Zusatz-Infektion bei einer Virus-bedingten Grippe.
Abszess, Antibiotika,
Bakteriämie,
Endokarditisprophylaxe,
Hyperinfektion,
Immunsuppression,
nosokomiale Infektion,
Schmierinfektion,
Tröpfcheninfektion,
Virulenz
http://www.rki.de/
inferior ,
engl.: do.; untere(r), niedere(r);
Zahnflächen
Infiltrat
engl.: infiltrate; Bez. für Stoffe, die sich in gesundem Gewebe ein- oder
anlagern, wie z.B. Bakterien, Flüssigkeiten, Fremdkörper, Zellen, Blut mit der histologischen
Unterscheidung nach der Art der Körperreaktion (z.B. eitriges Infiltrat
als Vorstufe eines Abszesses). Bez. auch
für Medikamente, die man in den Körper einbringt (z.B.
Lokalanästhetika =
Infiltrationsanästhesie).
Abszess,
Druckschmerz,
Exsudat,
Herderkrankung
| Infiltrationsanästhesie lokale Schmerzausschaltung, nicht ganz korrekt auch: terminale Anästhesie, "örtliche Betäubung", "Spritze", engl.: infiltration anaesthesia; Unterform der Lokalanästhesie: Durch Einbringen eines Lokalanästhetikums unter die Schleimhaut in das Gebiet der Wurzelspitze eines Zahnes erfolgt mittels Diffusion der Lösung, durch den Knochen hindurch, eine Blockade der feinen afferenten (von der Peripherie zum Zentralnervensystem verlaufenden) Nervenbahnen, es wird auch von einer "pulpalen Infiltrationsanästhesie" gesprochen. Die I. gilt in der ZHK als das Standard-Betäubungsverfahren im Oberkiefer und im Unterkiefer etwa bis zum Zahn 5 (2. kleiner Prämolar), ebenso im gesamten Milchgebiss. Eine Betäubung der Molaren des Unterkiefers ist wegen der Kompaktheit des Kieferknochens - hier ist keine Knochendiffusion möglich - nur mit einer Leitungsanästhesie und/oder anderen Techniken (z.B. intraligamentäre Anästhesie) zu erreichen. Betäubt werden meist der betroffene Zahn und die beiden Nachbarzähne als Folge einer lokalen I. Zum Wirkungseintritt s.u. Lokalanästhesie. |
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infiltrieren ,
engl.: infiltrate; durchdringen, durchtränken;
Infiltrat,
Infiltrationsanästhesie
Inflammation ,
engl.: do.; vom lat.: Brand, Glut; Synonym für
Entzündung
Informationsmaterial
über Zähne, Aufklärungs-/Patientenbroschüren, engl.:
informative (material) over teeth; auf dem Markt befinden sich eine Vielzahl von
Informationsmaterialien. Anlaufadressen sind bei kostenlosen Infos
Zahnarztpraxen, die Arbeitsgemeinschaften für
Jugendzahnpflege (bei den Gesundheits- oder Landratsämtern angesiedelt), die
Krankenkassen und
die Zahnärztekammern. Die
nachfolgenden Nennungen stellen eine kleine Auswahl, aber keine Wertung dar:
infraalveolär
engl.: infraalveolar; unterhalb der knöchernen Begrenzung (Limbus
alveolaris) der
Alveole gelegen.
Bez. gebräuchlich als infraalveoläre Tasche =
Knochentasche
Infradentale
Id,
engl.: do.; Referenzpunkt bei der Schädelvermessung (Kephalometrie):
Schnittpunkt der Vorderkante des unteren
Alveolarfortsatzes und der
Medianebene, die zwischen den mittleren Schneidezähnen liegt.
infrakrestal , unterhalb des
Arcus alveolaris (Limbus
alveolaris) gelegen ;
krestal
Infrakrestalplatik
Verbreiterung des
Alveolarfortsatzes durch Auffüllen von
unter sich gehenden Bezirken mit
Knochenersatzmaterialien,
z.B. mit Hydroxyl-Apatit. Gilt
als chirurgisch-präprothetische Maßnahme zur Verbesserung des
Prothesenlagers
Alveolarkammplastik,
krestal
Infraktur
korrekt: Infraktion, Kroneninfraktion,
engl.: infraction, Cracked-tooth-Syndrom; unvollständiger
Zahn- o. Knochenbruch ("Knochenfissur", hair-line fracture), die Bruchstücke erfahren dabei keine Lageveränderung
(Dislokation).
Bei festem Zubeißen auf den betroffenen Zahn können
erhebliche Schmerzen auftreten, falls dieser
vital ist. I. sind im
Zahnbereich röntgenologisch im
Gegensatz zu vollständigen Frakturen kaum darstellbar, weshalb die
Diagnose meist nur klinisch erfolgen
kann.
intra-radicular splinting,
Kieferbruch, Schraubenaufbau,
Zahnfraktur
|
Infraokklusion Depression, Infraposition, engl.: infraocclusion; Zahnfehlstellung in vertikaler Richtung, bei welcher ein Zahn oder Zahngruppen nicht die Okklusionsebene erreichen und somit keinen Kontakt zum Antagonisten aufweisen. Bei Milchmolaren als Folge eines entsprechenden Wachstumsschubs (selten) auftretend ("Milchzahndepression"). Ein offener Biss zählt nicht zur I., da hierbei die Zähne vollständig durchgebrochen sind, aber durch Kieferknochenverformung die Okklusionsebene nicht erreichen. Gegensatz ist die |
![]() in I. stehender Milch-Backenzahn |
![]() in I. stehender Milch-Backenzahn |
| Infraorbitalanästhesie spez. Leitungsanästhesie, engl.: infraorbital block; bei der I. wird am unteren Orbitalrand in der Nähe des (o. direkt in das) Foramen orbitale zur Ausschaltung des Nervus infraorbitalis (s.Abb.) injiziert. Betäubt werden dabei die Oberkiefer-Frontzähne der betreffenden Seite. Angewandt vor allem bei Kieferoperationen (Wurzelspitzenresektion, Zystenentfernungen) in diesem Bereich. |
![]() |
Infrarotlicht ,
Infrarotlampe, engl.: infrared
radiation;
Wärmetherapie
| Infrawölbung engl.: infra-curvature; der Bezirk einer Zahnkrone, der unter ihrem breitesten Umfang ("Äquator") liegt. Der Bezirk darüber wird als Suprawölbung bezeichnet. Wichtig beim Anfertigen von Klammern: Mindestens ein Teil des Klammerarms muss in der Infrawölbung liegen, um einen Halt am Zahn zu bieten. |
Infrawölbungsklammer ,
Infrawölbung,
Zahnhalsklammer
Infusion
Perfusion, engl.: do.; vom lat. infusio = Aufguss; bezeichnet
allgemein die Zufuhr von Flüssigkeiten in einen Körper; in der Medizin für die
flüssige Zufuhr (in die Arterie, Vene, unter die Haut oder in den Knochen) von
Medikamenten oder
Körperflüssigkeitsersatz ("Volumengabe", "Volumensubstitution") gebraucht; unter
Laien i.d.R. mit einer intravenösen Infusion
gleichgesetzt.
Zum Einsatz kommen meist Schwerkraft-Tropfflaschen (durchsichtige Tropfkammern),
deren Fließgeschwindigkeit über eine Schlauchklemme geregelt wird.
Ingestion , engl.: do. , Nahrungsaufnahme; Aufnahme eines Stoffes über die Nahrung oder den Verdauungstrakt.
Ingrediens
pl.: Ingredienzen, Bestandteil, Komponente, engl.: ingredient; in
der Medizin gebräuchlich für den Bestandteil (egal ob Wirk- oder
Begleitsubstanz) einer Arznei;
Pharmakon
Inhalationsnarkose
engl.: inhalation anesthesia; allgemeine Betäubungsart, bei welcher das
Gas (z.B. Halotan oder
Lachgas) zusammen mit anderen
Gasen (Sauerstoff, Stickstoff) über eine Maske ("Maskennarkose" bei
Kurzeingriffen ohne erhöhte Aspirationsgefahr, in der
ZHK ohne Bedeutung) oder über
einen Schlauch, direkt in die Luftröhre eingeführt (
Intubationsnarkose),
verabreicht wird. Wegen der hohen Dosierung bei alleiniger Verabreichung meist
in Kombination mit einer Injektionsnarkose durchgeführt.
Lachgasanästhesie,
Narkose
http://www.mueller-heinsberg.de/
Inhibitor , Hemmer, Stabilisator; engl.: do.; Substanz, welche eine chemische Reaktion verlangsamt oder ganz unterbindet
Inion
engl.: do.; Messpunkt bei der
Schädelvermessung: Vorsprung der Protuberantia occipitalis externa
(Vorsprung in der Mitte der Squama occipitalis; hier setzen der
M. trapezius und das Ligamentum nuchae an).
Medianebene
Initialbehandlung
Initialtherapie, engl.: initial treatment, initial therapy;
Ausdruck in der ZHK gebräuchlich bei der
parodontalen Vorbehandlung. Gemeint ist damit die Vor- oder Akutbehandlung
einer entzündlichen Zahnfleischerkrankung vor der eigentlichen
Parodontalbehandlung:
Behandlung einer akuten Gingivitis,
Zahnsteinentfernung,
Beseitigung sonstiger krankheitsauslösender Faktoren ("Reizfaktoren",
z.B. schlecht angepasste Kronen- und Füllungsränder),
grobe Anleitung und Motivation zu einer gründlichen
Mundhygiene. Erst nach Abklingen der
akuten Beschwerden bzw. nach Überprüfung, ob eine Mitarbeit (Compliance)
zu erwarten ist, kann mit der eigentlichen Befunderhebung und Therapie - falls
nötig - begonnen werden.
Parodontalbehandlung
| Initialkaries initiale Schmelzkaries, Kariesinitial, beginnende Karies, (Schmelzkaries, Schmelzläsion), engl.: incipient caries o. initial caries; Bezeichnung für eine Kariesform, welche sich noch oberflächlich im Schmelz befindet und sich als kreidige Verfärbung, dem White Spot (bei leichten Verfärbungen: Brown Spot), darstellt. Die Schmelzoberfläche ist angeraut, es ist aber noch keine Kavitation ("Loch") zu erkennen; als echter Kariesbefall im Sinne eines DMF-T Wertes gelten derartige oberflächliche Veränderungen noch nicht. Eine gute Mundhygiene, Remineralisation/Regeneration durch den Speichel und zahnärztliche Maßnahmen (z.B. Fluoride, antibakterielle Gelées, Fissurenversiegelung, in jüngere Zeit auch viel versprechende Ergebnisse mit Hydroxylapatit) können häufig noch eine natürliche Ausheilung der I. bewirken. Schwer zu unterscheiden ist die I. oft von einer unterminierenden Karies, bei welcher der Zahnschmelz fast intakt erscheint, sich die Karies aber schon tief ins Dentin vorgearbeitet hat ( |
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Injektion
"Einspritzen",
engl.: injection; mit Druck verbundenes Einbringen von therapeutischen Flüssigkeiten
(Medikamenten) ins
Körpergewebe meist mittels einer feinen Hohlnadel (Injektionskanüle,
Kanüle) mit einer Länge zwischen 25
bis 42 mm; in der ZHK gemeinhin als "Betäubungsspritze"
bekannt.
Nach dem Einbringungsort werden versch. I.-Arten unterschieden, z.B.:
in eine
Arterie, intraarteriell = i.a.
in eine Vene,
intravenös = i.v.
in einen
Muskel, intramuskulär = i.m.
unter die
Schleimhaut, in das Unterschleimhautgewebe, submukös = s.m.
in die Haut,
intracutan = i.c.
unter die
Haut, in das Unterhautgewebe, subcutan = s.c.
in das
Zahnligament = intraligamentäre
Anästhesie
in den
Knochen = intraossäre Anästhesie
fraktionierte
Injektion = Nachspritzen eines
Lokalanästhetikums; i.d.R. bei größeren Eingriffen
Nicht durchsetzen konnten sich bisher (2007) nadellose Injektionssysteme,
wie sie neuerdings bei der Zufuhr von Impfstoffen und Insulin in der
Humanmedizin eingesetzt werden. Problematisch ist dabei das dichte Aufsetzen des
Injektors auf der Unterlage. Letzteres Hindernis wurde durch die Einführung
eines Silikonaufsatzes zumindest teilweise gelöst. Das laute Geräusch im
Kopfbereich bei der Auslösung der Injektion, mit dem die Lösung durch die
Schleim- und Knochenhaut hindurch mit hohem Druck appliziert wird, stößt
besonders bei Kindern und ängstlichen Patienten selten auf große Akzeptanz.
fraktionierte
Lokalanästhesie (Injektion),
Injektionsnekrose, Lokalanästhesie,
Luer,
Nadelbruch
Nadelstich-Verletzungen:
Tipps für Praxischef
Injektionsnekrose
engl.: injection necrosis; in der
ZHK äußerst seltene Komplikation
nach einer submukösen Injektion. Es bildet sich um die
Injektionsstelle herum ein nekrotischer Bereich.
Vorkommen meist am Gaumen, wenn die Injektionsflüssigkeit unter großem Druck
eingebracht wurde.
Injektionsverfahren ;
Prothesenbasis
Inklination
, engl.: inclination; Neigung oder
Kippung der
Zahnachse; seltener
gebraucht für eine Neigung der bukkalen
Höcker von
Molaren oder der Neigung
des Kieferwinkels.
Unter Proklination wird eine nach
anterior (nach vorn) abweichende
Zahnachse verstanden
Abweichung,
Angulation,
Fehlstellung von Zähnen,
rekliniert,
Zahnmerkmale
| Inklusion Einengung, Einschluss, engl.: inclusion; in der ZHK Ausdruck gebraucht im Sinne einer Reinklusion eines Zahnes, d.h., der Zahn befand sich ursprünglich in einem Normalstand zur Okklusionsebene hin und wurde dann durch die Nachbarzähne wieder in den Kieferknochen gedrückt. Vorkommen hauptsächlich bei den 2. Milchmolaren (Zahn V), welche nach dem Durchbrechen der bleibenden Nachbarzähne (Zahn 4 und 6) bei Platzmangel und Wurzelresorptionen nicht mehr an der Gebissentwicklung teil nehmen. |
![]() persistierender u. intrudierter Milch-Backenzahn |
INKO
Abk. von Investitions- und Kostenberatungsprogramm; das in
Zusammenarbeit zwischen Organisationen der Heilberufe und der Deutschen
Apotheker- und Ärztebank entwickelte interaktive EDV-Programm versteht sich als
erste Entscheidungshilfe vor einer
Niederlassung. Durch INKO wird es ermöglicht, die Auswirkungen von
wirtschaftlichen Entscheidungen bei der Praxisgründung/-übernahme überschaubar
zu machen und mögliche Risiken darzustellen.
http://www.apobank.de/
inkompatibel , engl.: incompatible; (untereinander) unverträglich
Inkorporation
inkorporiert,
engl.: incorporation, incorporated; Einsetzen, Eingliedern eines Fremdkörpers
in das Körperinnere; in der
ZHK gebräuchlich für das (erfolgreiche)
Einsetzen (und der Adaptation des Organismus daran) eines Zahnersatzes oder
eines Implantats ("erfolgreich
inkorporiert").
Inkrementtechnik ;
Sandwichtechnik
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Inlay Einlagefüllung, engl.: do.; aus hochgoldhaltigem Edelmetall ("Gold-Inlay", Goldguss-Füllung) oder aus kosmetischen Gründen aus Keramik ( Die Übergänge von I. zu Onlays und Overlays sind fließend. Die Inlay-Präparation (inlay-preparation) erfolgt (zur optimalen Retention) möglichst überall parallelwandig ( Die Inlayabformung (inlay-impression) erfolgt nach Präparation mit Präzisionsabformmassen; die Herstellung des I. selbst erfolgt i.d.R. in einem Dentallabor = indirektes Inlay (indirect method for making inlays). Heute nur noch wenig gebräuchlich und auf Metall-Inlays und/oder auf kleine Kavitäten beschränkt ist die direkte Abformung (mittels Inlay-Wachs) des Gussobjektes im Mund = direktes Inlay (direct method for making inlays; |
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Inlaybrücke , inlay-bridge;
Brücke ;
Special
Brücken
Inlayklammer
engl.: inlay-clasp; Bezeichnung mit zweierlei Bedeutung:
Klammerart, bei
der die Auflage in einer zuvor eingearbeiteten Vertiefung des Inlays liegt
Klammerarm im
sichtbaren Bereich, der kurz und klein gehalten und der Form eines Inlays
angepasst ist; dadurch soll der Eindruck vermittelt werden, als würde sich an
diesem Zahn keine Klammer (optischer Hinweis auf einen herausnehmbaren
Zahnersatz), sondern ein Inlay befinden.
Inlay, Klammer
Innenabformung , engl.: internal
impression (?);
Indikatorpaste
| Innenbogen engl.: inner arch; lingual (zungenwärts, im Unterkiefer) oder gaumenwärts (palatinal, im Oberkiefer) an den Zähnen des Kiefers befestigter Draht im Rahmen einer (festsitzenden) kieferorthopädischen Behandlung (sog. "Lingualtechnik"). Die Einführung der Lingualtechnik begann Ende der 70er Jahre des letzten Jhds. Hilfreich war dabei die ebenfalls zu dieser Zeit sich durchsetzende Schmelz-Ätz-Technik. |
|
Innenkonus
Innenteleskop, Primärkrone, Innenkrone, engl.: inner conus or inner telescope crown;
das Primärteil ("Innenteleskop"), welches fest auf den Zahn zementiert wird.
Teleskopkrone
| Innenstand engl.: inner position (displacement); Bezeichnung für die Stellung eines Zahnes oder einer Zahngruppe innenwärts (zur Zunge, zum Gaumen hin) des physiologischen Zahnbogens. Meist bedingt durch einen Platzmangel ( |
![]() Innenstand |
Innenstand/ Außenstand |
I. während des Zahn- durchbruchs |
![]() Eckzahnaußenstand bei einem Engstand |
| Innenventil engl.: interior valve; gebildet aus dem Übergang von verschieblicher zu unverschieblicher Schleimhaut und der Innenseite einer (Voll-)Prothese durch eine adhäsive Anlagerung der vestibulären Mukosa an die Innenflächen des Alveolarfortsatzes der Prothese. Innen- und Außenventil ("Ventilrand") bewirken den Saughalt einer Prothese durch einen sich bildenden Unterdruck. |
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inneres Saumepithel
engl.: inner dental epithelium; heute nicht mehr gebräuchliche Bez. für
die in der Zahnfleischtasche
befindliche unverhornte Gingivabegrenzung. Heute ersetzt durch: orales
Sulkusepithel
Saumepithel,
Sulkus
INR-Wert , International Normalized Ratio, Prothrombinratio; von der
WHO empfohlener Blutgerinnungstest
Quick-Wert,
http://www.dgzmk.de/
Insalivation ,
engl.: do.; Einspeichelung (der Nahrung) ;
Kauakt,
Speichel
Insertion
Hineinpflanzen, engl.: do.; Begriff in der
ZHK gebräuchlich für das chirurgische Setzen
von Implantaten ("Implantatinsertion");
Implantat,
Pilotbohrung
| Insert Insert-Füllung, Inserts, engl.: do.; keramische Füllkörper zur Verbesserung der Füllungsqualität und/oder des Randschlusses bei Kompositfüllungen. Grundgedanke dieses Systems ist eine Verringerung des bis zu einer vierprozentigen Schrumpfung unterliegenden Komposite-Anteils durch das Einbringen vorgefertigter (nicht mehr schrumpfender) industriell gefertigter Keramik-Körper aus "Beta-Quartz" verschiedener Standard-Größen (sog. "Inserts"). Die I. werden nach entsprechender Vorbehandlung in eine noch nicht polymerisierte Komposite-Füllung eingepasst. Dadurch verringert sich die Dimension der absoluten Schrumpfung erheblich. Als Ergebnis einer Studie der Kölner Universität (Vilehr, 2002) sind I. nur bedingt zu empfehlen; dies besonders wegen Abplatzungen und Brüchen der Keramik. In der Praxis haben sich I. bisher (2013) nicht durchgesetzt. |
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Inspektion
engl.: inspection; gründliches Betrachten einer krankhaften Veränderung
bzw. des Zustands eines Patienten; meist kombiniert mit einem Betasten (
Palpation) und Abhören (
Auskultation). Zählt zu den
klassischen medizinischen Befunderhebungen und betrifft in der
ZHK neben dem allgemein sichtbaren
Körperbefund besonders die I. der Zähne, des Zahnfleischs, der Zunge,
des Gaumens und sonstigen Schleimhautbereiche in der
Mundhöhle.
Diagnose,
Untersuchung,
Zahnstatus
Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
IDZ
Institut für Qualität
und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG); wurde im Zuge der
Gesundheitsreform am 1. Juni 2004 als eine Einrichtung der Stiftung für Qualität
und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen gegründet und ist im Auftrag des
Gemeinsamen
Bundesausschusses (G-BA) oder des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) tätig.
Finanziert wird das IQWiG durch Zuschläge für stationäre und ambulante
medizinische Leistungen, die überwiegend von der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) erstattet werden.
Zu den Instituts-Aufgaben gehört unter anderem die Bewertung von Operations- und
Diagnoseverfahren, Arzneimitteln sowie Behandlungsleitlinien. Auf der Basis der
evidenzbasierten Medizin erarbeitet das IQWiG außerdem die Grundlagen für neue
Disease Management Programme (DMP) - strukturierte Behandlungsprogramme für
chronisch Kranke. Das Institut trägt so dazu bei, die medizinische Versorgung in
Deutschland zu verbessern. Der umstrittene ehem. Leiter Peter Sawicki wurde 2010
durch Jürgen Windeler abgelöst.
Qualitätsinstitut
http://www.iqwig.de/
Instrumentendesinfektion
Instrumentensterilisation (unter dem Gesichtspunkt
hygienischer Risikofaktoren); zahnärztliche Behandlungsinstrumente werden
z.B. nach Spaulding ( J. Hosp. Res. 1972 ; 9 : 531) unter hygienischen Gesichtspunkten in Risikofaktoren eingeteilt:
| Kategorie | Beschreibung | Anspruch an Desinfektion/Sterilisation |
| Kritische Instrumente | Hohes Infektionsrisiko durch kontaminierte Instrumente. Verwendung der Instrumente in normalerweise sterilen anatomischen Bereichen (Organe, Blutbahn). Beispiele : Nadeln, Skalpelle, Implantate, Dialysemembranen | Sterilisation ; wenige Ausnahmen : high level Desinfektion |
| Semikritische Instrumente | Infektionsrisiko durch kontaminierte Instrumente geringer. Verwendung der Instrumente in nicht sterilen Bereichen mit typischerweise Schleimhautoberfläche. Beispiele : Endoskope, Endotrachealtubus, Spekula | High level Desinfektion ; für gewisse Instrumente Sterilisation einfacher. (Alternativen : chemisch-thermische Desinfektion, Dampfdesinfektion) |
| Nicht kritische Instrumente | Infektionsrisiko gering. Direkter Kontakt nur mit intakter Haut. Beispiele : Gesichtsmaske, Blutdruckmanschette, EKG-Elektroden | Reinigung (Wasser, Detergentien). Low level Desinfektion bei Kontamination durch Körperflüssigkeit |
Flussdiagramme: (© Copyright by Arbeitskreis Qualität
Oktober 2003)

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Ab 2006 gelten in D entsprechende RKI-Empfehlungen, wobei "Semikritische
Produkte" nochmals in Gruppe A und Gruppe B unterteilt werden. Näheres unter
Hygiene
Desinfektion,
Hygiene,
Sterilisation
Hygieneplan der LZK-B.-W.,
Hygieneplan aus
einer Zahnarztpraxis
Video: Instrumentenaufbereitung in der Zahnarztpraxis
(LZK-B.-W., 2014)
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/029-010.htm
Instrumentieren
engl.: passing instruments; Oberbegriff für die manuelle Tätigkeit
einer
zahnärztlichen Mitarbeiterin während einer
Behandlung. Gemeint ist damit das
Bereitstellen und -halten, das Reichen an und das Abnehmen der Instrumente
von dem Behandler.
integrative Medizin
engl.: integrative medicine; vom Amerikaner Dr. med. Edward Taub
geprägter Begriff. Bezeichnet werden solle damit "die ganzheitliche
Anwendung mehrerer Heilverfahren." bzw. die "ganzheitlich-systemische
Beurteilung des Patienten". Er hatte die Vorstellung von
"Gesundheitshäusern" (statt Krankenhäuser), worin Schulmediziner,
Hypnose-Therapeuten, Psychologen, Chiropraktiker, chinesische Mediziner,
Akupunkteure und Energie-Heiler zusammenarbeiten und voneinander lernen. In
D ist dieser Begriff nicht eindeutig definiert und wird so verschieden
gebraucht:
1.) Im Verein für Integrative Medizin e. V. treffen sich Ärzte,
Wissenschaftler und medizinische Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen, mit
dem Ziel durch Zusammenarbeit ärztliche Betreuung für den Patienten
möglichst effizient zu gestalten. Im Fokus stehen nicht nur einzelne
Körperregionen, sondern immer der Mensch als Ganzes.
http://www.vim-ev.de
2.) verbindet moderne schulmedizinische Errungenschaften mit dem
wissenschaftlich gesicherten Erfahrungsschatz der klassischen
Naturheilverfahren. Neben klinischen Verfahren wie z.B. schulmedizinischer
medikamentöser Behandlung, Injektionen, Infusionen, klassischer
Physiotherapie, Lymphdrainage, Massagen oder evtl. Operationen kommen
regulative Verfahren in Frage wie z.B.:
Akupunktur, Pflanzenheikunde
(Phytotherapie), Ernährungsberatung, Chiropraktik, Neuraltherapie,
Magnetfeldtherapie, Homöopathie, Mikrobiologische Therapie,
Bewegungstherapie.
http://www.integrative-medizin.com
3.) Der Begriff
integrative Zahnmedizin (engl.: integrative dentistry), wurde
erstmals von Christoph Arlom, MSc (info@arlom.de
, www.arlom.de) im
GZM Journal
4/2005 geprägt. Er fordert u.a.: "Endpunkt einer Integration ist die
ganzheitlich-systemische Beurteilung des Patienten." Andere Zahnärzte
bevorzugen den Begriff "systemische Zahnmedizin"
alternative
Behandlungsmethoden,
Ganzheitliche
Zahnmedizin,
Holodontie,
Komplementärmedizin,
Naturheilverfahren,
Odonton,
Schulmedizin,
Wechselbeziehungen
http://kwkm.eu/info/Studiengang/Integrative Medizin.html
specials/GZM_ARLOM_IZ_2005.pdf
,
© Ch. Arlom
Integrierte Versorgung
IV, "Praxisnetze", engl.: integrated care; Schlagwortbezeichnung aus der
Gesetzlichen
Krankenversicherung für eine interdisziplinäre Behandlung ("interdisziplinäre-fachübergreifende
Versorgung" ohne nähere Definition des Begriffes "fachübergreifend") mit einer engen
Kooperation unterschiedlicher medizinischer Gesundheitsberufe (z.B. Haus- und
Fachärzte, Zahnärzte, ärztliche und nichtärztliche Leistungserbringer,
Krankenhäuser, Gesundheitszentren, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen,
Arztnetze). Näheres ist im §
140, SGB V geregelt. Sie gilt in D als erster Schritt des Gesundheitswesens
hin zu einer Managed Care.
Mit dem GKV-WSG (Gesetz zur Stärkung des
Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung, 2007) und einer
Konkretisierung des §140a/b sollen Effizienzgewinne (Kosteneinsparungen) im
zahnärztlichen Bereich besonders beim Zahnersatz erreicht werden. Angestrebt
werden besonders von Kassenseite Vereinbarungen zwischen
Krankenkasse,
Vertragszahnarzt und einem
Zahntechniklabor mit oder ohne Beteiligung
einer KZV. Mit über 6.400 Verträgen, einem
Umsatzvolumen von gut 800 Millionen Euro erreichte die IV in 2008 ihren
vorläufigen Höhepunkt.
Im Gegensatz dazu versteht man unter Intergrationsmodellen sog.
Einkaufsmodelle
Claridentis, Gesetzliche
Krankenversicherung,
Selektivvertrag, Sicherstellungsauftrag,
Versorgungsauftrag,
Vertragsarztrechtsänderungsgesetz
Chronik der IV
Gut verzahnte Versorgung - ein Job für Ärzte
| Interalveolärlinie Kammverbindungslinie, engl.: interalveolar line; virtuelle Linie, welche durch die Kieferkamm-Mitte von Ober- und Unterkiefer in einem zahnlosen Kiefer verläuft. Die Bedeutung dieser Linie besteht darin, dass sich die künstlichen Zähne im Backenzahnbereich aus statischen Gründen auf oder innerhalb dieser Linie befinden sollten, damit Kippeffekte vermieden werden. Interalveolärwinkel: Interalveolärlinie und Okklusionsebene bilden den Interalveolärwinkel (interalveolar arch), auch als Kammstellungswinkel bezeichnet. Es gilt beim Aufstellen künstlicher Zähne von der Statik her: Ist der Winkel < 80°, sollten die Backenzähne im Kopfbiss, ist der Winkel < 70° im Kreuzbiss aufgestellt werden. |
|
interdental ,
engl.: do.; Lagebezeichnung für zwischen den Zähnen befindlich, gelegen.
Interdentalraum,
interproximal,
Zahnflächen
Interdentalbürstchen
Zahnzwischenraumbürste, engl.: interdental brush; feine Bürsten
mit Kern aus Draht ("Pfeifenreiniger") zur optimalen Reinigung schwer
zugänglicher Stellen zwischen den Zähnen (
Interdentalraum), unter Brücken und
Stegen und an
Implantaten; zusätzlich wird eine
Stimulation der Interdentalpapille erreicht.
Anwendung sollte nur nach vorheriger Instruktion in einer Zahnarztpraxis zu
Hause durchgeführt werden, da bei unsachgemäßem Gebrauch Schäden an Zahn und
Zahnfleisch auftreten können. Die richtige Größe kann mit einer IAP
Mess-Sonde (Interdental Access Probing) ermittelt werden (siehe Abb.), da
eine zu kleine Bürste ungenügend reinigt und eine zu große entweder nicht passt
oder Verletzungen bewirkt.

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SOLL und IST beim
jährlichen Verbrauch
Munddusche,
Wurzeleinziehung,
Zahnseide
10 Interdentalbürsten im Vergleich (2011)
Interdentalhölzer
medizinische "Zahnstocher", engl.: interdental pick,
toothpick; dreieckig geformte Hölzchen aus splitterfreiem Material (z.B.
Balsaholz) zur groben Reinigung des
Interdentalraums und Stimulation der Interdentalpapille.
Zahnhölzchen
Interdentalkaries , Zahnzwischenraumkaries, engl.: interdental space caries;
Approximalkaries,
Kariesdiagnostik
Interdentalkeil , Matrizenkeil, engl.: interdental wedge;
Matrize
Interdentalklammer
,
Pfeilklammer
| Interdentalpapille Papille, engl.: interdental papilla; der Teil der Mundschleimhaut (Gingiva), welcher zwischen den Zähnen liegt und im gesunden Gebiss den Zahnzwischenraum weitestgehend ausfüllt. Im Molarenbereich durch den Papillensattel konkav ausgebildet. Knöcherne Unterlage der I. ist das interdentale Knochenseptum ("Interdentalseptum"). Bei Parodontalerkrankungen ist die I. häufig stark verkleinert oder fehlt ganz. |
|
|
|
Interdentalpapillenverlust ;
Papillenverlust - Klassifikation (papilla presence index, PI)
| Interdentalraum Spatium interdentale, Approximalraum, Zahnzwischenraum, Interdentalbereich, Interdentium, engl.: interdentium, geleg. auch embrasure; Raum zwischen den Approximalflächen zweier benachbarter Zähne, welcher nach okklusal durch den Kontaktpunkt und apikalwärts durch die höchste Stelle des Interdentalseptums begrenzt wird. Da der normalen Mundhygiene und der natürlichen Selbstreinigung nur schwer zugänglich, ist der I. ein bevorzugter Ort (= Prädilektionsstelle) für ein Einnisten von Bakterien mit der Folge einer Karies- oder Zahnfleischerkrankung. Ein voll bezahntes Gebiss (incl. der Weisheitszähne) hat 30 Zahnzwischenräume. Zur Reinigung des als kritisch angesehen Gebiets stehen als Hilfsmittel neben Zahnseide unter anderem medizinische Zahnhölzchen und Interdentalraumbürsten zur Verfügung. Mit beiden Methoden können die Plaqueindizes deutlich gesenkt werden; zwischen Zahnhölzchen- und Zahnseide-Gruppe konnten bei Untersuchungen keine signifikanten Abweichungen gefunden werden. Interdentalraumbürsten gelten als besonders effektiv, da sie auch schwer zugängliche Oberflächenkonkavitäten (z. B. bei Wurzeleinziehungen) reinigen, die von Zahnseide nicht erreicht werden können. Einfache Zahnstocher sind hingegen als weniger effektive Hilfsmittel mit erhöhtem Verletzungspotential anzusehen. Innovativ sind die neuen Zahnzwischenraumbürsten aus der elmex Forschung. Die neuen Interdentalbürsten haben im Unterschied zu herkömmlichen Zahnzwischenraumbürsten einen dreieckigen Querschnitt. Sie sind damit optimal an die Form des Zahnzwischenraumes angepasst. Die Bürstchen gibt es in sechs verschiedenen Größen mit Außendurchmessern von zwei bis acht Millimetern und größenspezifischer Farbcodierung. |
|
Interdentalseptum
interdentales Knochenseptum, engl.: interdental septum; dünn auslaufender
Alveolarfortsatz-Knochen
zwischen zwei benachbarten Zähnen; knöcherne Unterlage der
Interdentalpapille
Interdentalstimulator , engl.: interdental stimulator; meist kegelförmig ausgebildete Hilfsmittel aus Gummi oder Kunststoff zur Massage der Interdentalpapille nach vorheriger Instruktion.
Interessensschwerpunkte
ISP, engl.: interest emphasis; wenig aussagekräftiges,
berufsrechtlich nicht geregelte und umstrittene Titulierung auf dem
Fortbildungssektor. ISP sagen nichts über die
die eigentliche Vorbildung des Behandelnden aus. Sie sind eine Selbsteinschätzung und deuten auf
"berufliche Hobbys" hin. ISP können aber juristisch negative Folgen
haben, da bei Zahnärzten mit ISP-Angabe im Streitfall höheres fachliches Wissen und
Können vorausgesetzt werden kann. Die Musterberufsordnung der
Bundeszahnärztekammer (
downloaden
oder ©: BZAEK)
kennt keine ISP. Vielmehr sagt § 21, 2 aus: "Der Zahnarzt darf auf besondere,
personenbezogene Kenntnisse und Fertigkeiten in der Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde hinweisen."

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Wie wird eine Zahnarztpraxis gefunden?
Fortbildung,
Tätigkeitsschwerpunkt
Die Verwendung von Berufs- und Qualifikationsbezeichnungen im Lichte des
Wettbewerbsrechts – eine Rechts- und Rechtsprechungsübersicht
| interforaminal engl.: do.; in der Implantologie gebräuchliche Bezeichnung für das "sichere" Unterkiefer-Gebiet zwischen den beiden Foramina mentale. Da der Unterkieferhauptnerv durch diese Öffnungen den Kieferknochen verlässt, gilt dieser Bereich als weitestgehend komplikationssicher im Bezug auf eine Nervverletzung durch Implantatinsertion. |
|
Interimskrone , provisorische Krone
Provisorium
| Interimsprothese herausnehmbares Provisorium, temporärer herausnehmbarer Zahnersatz, engl.: temporary (or transitional) prosthesis; dient überwiegend als kosmetische (im Backenzahnbereich auch zur Abstützung der Okklusion) Versorgung nach Zahnentfernung bis zur Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes. Da sich Wundgebiet und Kiefer noch verändern, kann es notwendig sein, den Sitz der I. bis zum Abschluss der endgültigen Wundheilung (~ 6 Monate) mehrmals zu korrigieren. Tragezeit - je nach Abheilung (Knochenumbau) - 4 bis 9 Monate; ist dann wertlos. |
|
| Interinzisalwinkel IOK-IUK-Winkel, kephalometrischer Winkel, welcher aus den Achsen der mittleren Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers gebildet wird. Der Normwert beträgt für 9jährige: 130° +/- 5°; größere Winkel zeigen einen Steilstand, kleinere eine Protrusion an. |
![]() |
| Interkalarlinie Aufbisslinie, Wangensaum, Linea alba, interkalar = eingeschaltet, zwischengeschaltet, engl.: intercalary line; in Höhe der Okklusionsebene im Wangenbereich sichtbarer Wulst, u.U. mit Teilabdrücken der Backenzähne durch (nervöses) Aufbeißen. I.d.R. mit einer Leukoplakie oder Vorstufe davon in diesem Gebiet vergesellschaftet. |
|
Interkondylarachse ,
Scharnierachse
| interkoronal engl.: intercoronal; zwischen zwei (künstlichen) Kronen befindlich; Ausdruck gebraucht besonders bei Geschieben: z.B. interkoronales Geschiebe als Geschiebe, welches in den Zwischenraum zweier Kronen eingearbeitet ist ( |
![]() interkoronal |
![]() intrakoronal |
![]() extrakoronal |
Interkuspidation
I. = Zusammenschluss, Interkuspidationsposition, IKP ,
habituelle I.,
engl.: intercuspidation; Zusammenbiss der Ober- und Unterkieferzahnreihen
im maximalen Vielpunktekontakt; auch als statische Okklusion bezeichnet.
Weitere Bezeichnungen dafür sind:
maximale Okklusion o.
maximale Interkuspidation (engl.: maximal intercuspal position or
maximal intercuspidation)
Veraltet taucht noch der Begriff "Terminalokklusion"
auf.
AufbissSchiene, Okklusion,
Schlussbiss,
Zentrik
Interkuspidationskontaktpunkte
, engl.: intercuspal contact points; Berührungspunkte der Zähne beim
Zusammenbiss.
Kontaktpunkt,
Okklusion,
Okklusionsfeld
Interkuspidationstiefe , engl.: intercuspal depth; Tiefe der Verzahnung eines Höckers mit dem des Antagonisten. Ist im starken Abrasionsgebiss annähernd Null
Interleukin-1-Polymorphismus ;
Parodontitisrisikofaktor
| Interlock-Geschiebe engl.: interlock (attachment); starre (nicht aktivierbare) interkoronale Geschiebeart, welche sich zwischen zwei verblockten Pfeilerkronen als Teil der Verblockung befindet. Anwendung meist mit nicht abgestützten ("parodontal gelagert") Freiendprothesen |
![]() |
intermaxillär
1.) engl.: maxillomandibular; zwischen
Ober- und Unterkiefer gelegen
(befindlich); z.B. intermaxilläre
Verschnürung
2.) auch: intermaxillar, engl.: do., zwischen den beiden
Oberkieferhälften gelegen; z.B. zwischen den
Alveolarkämmen
| intermaxilläre Verschnürung auch: intermaxilläre Fixation, engl.: maxillomandibular tie fastening; zeitweilige Fixierung der Zahnreihen des Unterkiefers an die des Oberkiefers. Nach Anbringen von Halteelementen an den Zähnen (Brackets, Kappenschienen) wird der Unterkiefer mittels Gummizügen oder Drähten mit dem Oberkiefer fest verschnürt und so ruhig gestellt. Vereinzelt noch im Rahmen einer Kieferbruchbehandlung oder bei speziellen Operationen (z.B. Progenie-Op) angewandt. |
intermittierend , engl.: intermittent; zeitweilig auftretend oder aussetzend, "kommend und gehend"
internal derangement
(temporomandibular joint), diskoligamentäre Dysfunktion mit Binnenschaden,
"innere Störung des Kiefergelenks";
engl. Schlagwortbezeichnung für eine Funktionsstörung des Kiefergelenks: Das
Erkrankungsbild ist definiert durch intraartikuläre Funktionsstörungen aufgrund
von Form-, Positions- und Strukturveränderungen der beteiligten Gelenkanteile.
Fehl- und Überbelastungen des Kiefergelenks können zu Formabweichung der
Gelenkkomponenten führen. Da der Discus
articularis die beiden inkongruenten Gelenkkörper der Fossa articularis und
des Condylus mandibulae abgleicht,
werden dort auch abnorme Scher- und Druckbelastungen abgefangen und können zu
Schäden führen.
Als Ursache kommen zu weite Exkursionsbewegung des Unterkiefers, wie zum
Beispiel beim Gähnen, bei der Intubationsnarkose oder bei maximaler
Mundöffnung
bei zahnärztlicher Behandlung in frage. Die Bandstrukturen des Gelenks werden
dadurch überdehnt. Traumatische Einflüsse, wie Gelenkkompression und
Schleudertrauma, führen zusätzlich zu intraartikulären Weichteilverletzungen.
Ebenfalls haben psychogene Faktoren einen Einfluss.
Funktionsanalyse,
Kiefergelenk,
Kiefergelenksbeschwerden,
Subluxation
International Academy of
Periodontology
IAP; Zusammenschluss weltweiter, unabhängiger Fachleute für parodontale
Erkrankungen mit der Zielsetzung, die Öffentlichkeit über die Indikation
Parodontitis aufzuklären und einen
Beitrag zu deren Bekämpfung zu leisten. Die Mitglieder der IAP arbeiten eng mit
der FDI World Dental Federation zusammen.
Ein Hauptaugenmerk der Organisation gilt der Aufklärungsarbeit in Ländern der
Dritten Welt und den sogenannten Schwellenländern. Als ein weiteres Instrument
zur Zielerreichung hat die IAP ein Programm ins Leben gerufen, das frei
verkäufliche Mundhygieneprodukte untersucht und bewertet.
http://www.perioiap.org/
internes Granulom ;
Granulom
Interokklusalabstand
engl.: interocclusal distance; Abstand ("Intraokklusalabstand") der
Seitenzähne von Ober- und
Unterkiefer bei Einnehmen der Ruhelage
bzw. der Bestimmung des engsten
Sprechabstandes
interproximal
engl.: do.; Lagebezeichnung für das Gebiet, welches zwischen den
Approximalflächen
(Berührungsflächen) der Zähne liegt. Während die Bezeichnung "interdental"
den gesamten Raum zwischen zwei Zähnen (Krone, Zahnhals, Wurzel) bezeichnet,
beschränkt sich i. nur auf die Zahnkrone.
Zahnflächen
Interproximal Access Efficacy
(IAE)
"Effektivität der Erreichbarkeit des Zahnzwischenraums"; seit 1983 weltweit
gebräuchliche Testmethode um die Fähigkeit von Borsten einer
Zahnbürste zu bewerten, in die
Zahnzwischenräume vorzudringen. Dabei werden
nachempfundene Front- beziehungsweise Seitenzähne vertikal oder horizontal
geputzt. Die Werte werden anschließend kombiniert, um die gesamte Erreichbarkeit
der Zahnzwischenräume festzustellen.
interradikulär
engl.: interradicular; Lagebezeichnung bei mehrwurzligen (Backen-) Zähnen
für das Gebiet, welches zwischen den Wurzeln liegt (Bifurkation
bei zweiwurzligen, Trifurkation bei
dreiwurzligen Zähnen).
Zahnflächen
Interzeptivbehandlung
engl.: interceptive orthodontics; eine Art
kieferorthopädische
Frühbehandlung, um eine sich anbahnende Fehlentwicklung in relativ kurzer
Zeit zu therapieren, im Sinne einer Teil- oder Vorbehandlung zur Verringerung der
sich anbahnenden Anomalie.
Kieferorthopädie-, Frühbehandlung
| Interzeptor "Reflexschiene", nach W. Schulte (1988), "Auf- oder Abfänger", engl.: Schulte's interceptor; spez. Aufbiss-Schiene mit Frühkontakten aus Metall im Prämolarenbereich; Anwendung bei Parafunktionen (Bruxismus, habituelle Subluxation des Kiefergelenks) . Nicht anwendbar bei Deck- und Tiefbiss |
|
intraalveolär ,
engl.: intra-alveolar; innerhalb des Zahnfachs (Alveole);
Zahnflächen
intrakoronal , engl.: intracoronal;
interkoronal
Intrakutantest
Intrakutanprobe, Intradermaltest, engl.: intradermaltest; sog.
Provokationstest durch Injektion einer geringen Menge einer als
Allergen
verdächtigen Substanz in die Haut. Dadurch wird bei empfindlichen
Patienten eine lokale Hautreaktion ausgelöst, welche Rückschlüsse auf eine
Allergie gibt. Angewandt zur
Erkennung einer Soforttyp-Allergie und Prüfung der Immunitätslage gegen
bestimmte Krankheiten.
Allergietestung
intraligamentär
engl.: intra-ligamentous; Bereich der Verbindungsstrukturen zwischen Zahn
und Alveolarknochen; der sog. Desmodontal-
oder Parodontalspalt.
Zur sprachlichen Einordnung:
"intraligamental" beschreibt die Richtung, in die das
Anästhetikum appliziert wird
und ggf. auch die Technik für diese Injektion.
"intraligamentär" bezeichnet die Ausbreitung und Wirkung der
Anästhesie
intraligamentäre Anästhesie
| intraligamentäre Anästhesie ILA, intradesmodontale Anästhesie, Einzelzahnanästhesie, spez. Form der örtlichen Betäubung ins Ligamentum circulare via Sulcus gingivalis zur Erreichung einer Einzelzahn-Schmerzausschaltung mit einer Wirkungsdauer von ca. 45 min, engl.: intra-ligamentary anesthesia, periodontal ligament anesthesia (PDL); 1903 in Frankreich erstmals von dem Zahnarzt Granjeon angewandt, hat diese spez. Form der örtlichen Betäubung bis heute (2012) keine allgemeine Verbreitung gefunden. Es gilt folgendes Prinzip: Mit einer speziellen "Druckspritze" ("Druckinjektor"; z.B.: HSW SOFT - JECT®) wird eine geringe Menge (ca. 0,2 ml) eines Betäubungsmittels mit gefäßverengendem Zusatz ( Das Anästhetikum (Betäubungsmittel) breitet sich entlang der Zahnwurzel (im Ligament) aber viel stärker durch den Zahn umgebenden Knochen aus. Dadurch werden sehr schnell die den Zahn umgebenden Nervenendigungen desensibilisiert. Innerhalb von ca. 30 Sekunden erreicht das Anästhetikum die Wurzelspitze und betäubt den Zahnnerv an der Zahn-Eintrittsstelle (am Foramen apikale). Es gibt praktisch keine Latenzzeit zwischen Injektion und Eintritt der Anästhesie. Zur Injektion des Anästhetikums ins Desmodont genügt ein geringer Druck; eine Krafteinwirkung von 5 Newton kann bereits zu einer Zahnauslenkung in der Alveole führen. Als Kanülen wurden systemadaptierte ILA-Injektionsnadeln mit einem Durchmesser von 0,3 Millimetern, kurzer Länge von 13 Millimetern mit extra kurzem Anschliff ausgewählt. Injektionsnadeln für die ILA sollten keine Länge unter zwölf und über 16 Millimeter haben. So ergeben sich folgende Vor- und Nachteile: Als Hauptanwendungsgebiete der ILA gelten:
Zur sprachlichen Einordnung: |
|
intraoral , enoral, i.o. ,
engl.: do.; innerhalb des Mundes (gelegen oder stattfindend);
extraoral,
Zahnflächen
intraorale Röntgenaufnahme, "Zahnfilm",
"Mundaufnahme"; engl.: intraoral view;
Röntgenfilm
| intraossäre Anästhesie spez. Form der örtlichen Betäubung, engl.: intra-osseous anaesthesia; mit Hilfe einer speziellen Führungshülse direkte Einspritzung des Lokalanästhetikums in den Knochen des Alveolarfortsatzes zur lokalen Betäubung einzelner Zähne. Ähnlich der intraligamentären Anästhesie werden nur geringe Dosen des Betäubungsmittels injiziert. Wegen möglicher Verschleppung von Oberflächenkeimen in die Tiefe wird der Gebrauch unterschiedlich diskutiert. In der ZHK selten angewandt. |
|
| intra-radicular
splinting Schienung einer Zahnwurzel bei einer Wurzelfraktur durch Schrauben oder Stifte, welche in den Wurzelkanal eingebracht werden. Verfahren besonders dann erfolgreich, wenn die Bruchstücke nicht verschoben sind (Infraktur). |
|
intravenös
gängige Abk.: i.v. , engl. intravenous; in der Vene befindlich, in
die Vene einbringen. Bei einer intravenösen Injektion (i.v. ; Infusion,
Perfusion) wird eine
Flüssigkeit (Pharmakon) in eine
bestimmte Vene (Blutgefäß) eingebracht.
Infusion
intrinsisch ,
engl.: intrinsic; von innen her (angeregt), innerhalb (eines Zahnes); Gegenteil:
extrinsisch.
Bleichen,
Erosion,
Verfärbung von Zähnen
| Intrusion Zahnintrusion, zentrale Zahnluxation, "Eindrücken", intrudiert, engl.: do. o. tooth depression; auch als zentrale Zahnluxation (s. Abb.) bezeichnet. Neben einer anatomisch bedingten Wachstumsstörung (Überwachsen eines Milchzahns infolge des Durchbruchs der Nachbarzähne, sog. Milchzahndepression; s. Abb. re. oben) sind es vor allem traumatische Zahnverletzungen, welche bereits durchgebrochene Zähne wieder tief in das Knochenfach (Alveole) hineindrücken ("Intrusionsluxation") - oft bis zur Unsichtbarkeit der Zahnkrone. Eine Therapie ist davon abhängig, wie weit der Zahn eingedrückt und ob das Wurzelwachstum schon abgeschlossen ist. Sie erfolgt meist durch einen chirurgischen Eingriff, nach Möglichkeit im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Trauma. Bei Milchzähne kann der intrudierte Zahn (sog. Milchmolarendepression) den Keim des bleibenden Zahnes in seiner Ausbildung und seinem Wachstum behindern - u.U. ist eine unverzügliche Entfernung erforderlich. |
![]() |
|
| Intubationsnarkose endotracheale, ITN, engl.: endotracheal anesthesia; Narkoseart, bei welcher - nach entsprechender Prämedikation - das Narkose-(Luft-)Sauerstoff-Gas entweder durch den Mund (orotracheal) oder durch die Nase (nasotracheal) mittels eines Gummirohrs ("Trachealtubus", "Guedel-Tubus"; "Intubation") via Luftröhre der Lunge zugeführt wird. Standardverfahren bei der Allgemeinbetäubung; daneben existieren noch als Sonderformen die Larynxmaskennarkose (setzen einer Kehlkopfmaske in den Rachengrund über den Kehlkopfeingang) und die Maskennarkose (legen einer dichten Maske auf Mund u. Nase bei sehr kurzen Eingriffen). Die am häufigsten angewandte Narkoseart hat den großen Vorteil, dass bei einer relativ niedrigen Narkosemenge eine ausgezeichnete Freihaltung der Atemwege besteht ("Aspirationprophylaxe", zusätzlich mittels aufblasbarer Gummimanschette am Tubusende). Zahnsanierungen unter ITN stellen wegen einer Risikoabwägung eine große Ausnahme dar und sollten, wenn notwendig, einzeitig ("Alles auf einmal") erfolgen. Anschließend müssen präventive Maßnahmen derart greifen, dass eine spätere Behandlung unter normalen Bedingungen möglich ist. Eine Übernahme der Anästhesiekosten durch die Gesetzlichen Krankenkassen ist bei behandlungsunwilligen Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr dann gegeben, wenn eine andere Art der Schmerzausschaltung nicht möglich ist; über dieses Alter hinaus nur dann, wenn es sich um eine Phobie handelt, die vom Anästhesisten einem ICD-10-Schlüssel zugeordnet werden kann. |
invasiv , eindringend,
engl.: invasive; Diagnostik bzw.
Therapie unter
chirurgischer Eröffnung des Körpers;
minimal-invasiv
|
Invisalign Zusammensetzung von engl.: invisible = unsichtbar; align = ausrichten, Aligner-Schienen; jüngeres Konzept einer kieferorthopädischen Behandlung; 1997 von der Fa. Align in Kalifornien entwickelt. Nach Firmenangaben sollen mit dieser Methode fast 70 Prozent aller kieferorthopädischen Behandlungsfälle allein oder in Kombination mit anderen Techniken ästhetisch kaum störend behandelt werden können. Die Umformung geschieht mittels dünner klarsichtiger Tiefziehfolien (Abb. oben) über einen Zeitraum von 10-18 Monaten. Die Vorteile dieser Methode liegen in dem großen "Tragekomfort", einer uneingeschränkten Mundhygiene und einem ästhetisch kaum störenden Behandlungsverfahren. Der Hauptindikationsbereich umfasst dentoalveoläre Korrekturen (Umstellungen/Umformungen von Zähnen und Kiefern) bei: Bedingt geeignet sind Aligner-Schienen bei: Nicht angezeigt bzw. wirkungslos sind Behandlungen bei: Verfahren: Der Ausgangsbefund (Ist-Zustand; Abb. Mitte) wird nach einem Mundabdruck 3D-visualisiert und mittels aufwendiger Computerberechnung das gewünschte Ergebnis (Soll-Zustand) festgelegt. Für die einzelnen Schritte (die Menge der Zwischenschritte wird von spezialisierte Kieferorthopäden der Fa. Align festgelegt) der behutsamen Umformung wird jeweils eine entsprechende Schiene (Abb. oben) angefertigt - dies können je nach Schwierigkeitsgrad bis zu 50 einzelne Folien sein. Etwa alle zwei Wochen wird die Schiene gegen ein neues Modell ausgetauscht - dieser Prozess muss nicht unbedingt in einer Fachpraxis erfolgen. Nicht anwendbar ist dieses System bei Bisslageverschiebungen, da die Schiene immer nur auf einen Kiefer einwirkt, bei stärkeren Bewegungen (> 1-2 mm) mehrerer Zähne, bei größeren Drehungen einzelner Zähne und im wachsenden Kiefer. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass es sich bei diesem System vorwiegend um eine Korrekturmaßnahme für nicht so gravierende Fälle in der kieferorthopädischen Erwachsenbehandlung handelt. |
|
in vitro
im Reagenzglas, engl.: do.; Prüfung eines Medikamentes/Stoffes nicht am
lebenden Körper (
in vivo), sondern
Versuchsdurchführung in einem Labor mit dem im Organismus nachgeahmten Bedingungen.
I. v. Versuche können immer nur einen groben Anhalt geben und nicht auf den
lebenden Organismus übertragen werden.
Blindversuch,
in vivo,
klinische Studie
in vivo
am lebenden Körper, engl.: do.; Versuchsdurchführung an einer lebenden
Person; i.d.R. mit sehr aussagekräftigen - allerdings individuellen - Werten.
Blindversuch,
in vitro,
klinische Studie
Involution , engl.: do; natürliche Rückbildung
eines Organs bei mangelnder Funktion; i.d.R. altersbedingt;
Alveolarkammatrophie
Inzidenz
Messzahl für Neuerkrankungen, engl:, incidence; Zahl der neu auftretender
Erkrankungen in einer definierten Bevölkerung pro Zeiteinheit (i.d.R. pro Jahr),
bezogen auf die gleiche Bevölkerung (z.B. pro 1.000 oder pro 100.000).
Prävalenz,
Screening
inzisal
incisal, engl.: incisal; auf der Schneidekante, die Schneidekante
betreffend, so bedeutet der Begriff "Inzisalkante"
Schneidekante;
Zahnflächen
Inzisalpunkt , engl.: incisor point;
Berührungspunkt der unteren Schneidezähne mit den oberen;
Incisale, Inzisivenpunkt,
Okklusionsebene,
Posselt-Diagramm
Inzisalstufe ,
Frontzahnstufe
| Inzisalstift funktionstragendes Element eines Artikulators, welcher durch seine Abstützung am Inzisaltisch (auch "Führungsteller"; plane oder geneigte Abstützfläche als vorderes Führungselement eines Artikulators) eine Frontzahnführung simulieren kann. |
|
Inzision
Incisio, Aufschneiden, Einschneiden, Spalten, engl.: incision;
von Gewebe, Abszessen mit einem scharfen
Instrument (
Skalpell)
Abszess,
Abszesseröffnung,
Gaumenabszess,
Mundbodenphlegmone,
Parazentese,
RST-Linien,
Spaltung,
Stichinzision
Inzisivenpunkt , engl.: incisor teeth point; Berührungspunkt der mittleren Schneidezähne im Ober- bzw. Unterkiefer
Inzisivus , Incisivus;
Schneidezahn
Inzisivuszyste ; Inzisivuskanalzyste,
naso-palatinale Zyste;
Ductuszyste
Inzisur
lat.: incisura, engl.: incisure; Einschnitt, Einbuchtung,
Einsenkung an Körperteilen
IOK-IUK-Winkel ,
Interinzisalwinkel
Ionendosis
engl.: ion dose; physikalische Einheit zur Messung ionisierender
Strahlung; sog. SI- Einheit
in Coulomb/Kilogramm, C kg–1, früher als Röntgen (R)
bezeichnet; 1 Röntgen ist gleich 258 µC/kg. Sie ist die durch
radioaktive Strahlung in Luft (T = 0°C; p =
1013 hPa) erzeugte Ladung pro Masse (die Menge an Strahlung, die beim Durchtritt
durch ein Kilogramm Luft (T=0°C; p=1013 hPa) eine Ladung von 1 Coulomb
hervorruft). Heute beim
Strahlenschutz durch die Relation zur Äquivalentdosis (Personendosis)
abgelöst.
Die
Ionendosisleistung ist die Ionendosis x Zeit
Dosimeter,
Personendosis,
Röntgendermatitis
http://www-med-physik.vu-wien.ac.at/
Ionen-Zahnbürste
engl.: Ion-Toothbrush,
Zahnbürstenart, welche mit Spannungen und "Ionenströmchen" das Zähneputzen
revolutionieren soll. Das Prinzip ist dabei, dass beim Putzen die Zahnoberfläche
negativ aufgeladen werden soll, um so die Bakterien elektrisch "abzustoßen".
Erreicht werden soll dieser Effekt mit unterschiedlichen Metalleinlagen im
Bürstenkopf und im Griff, welche einen
Galvanismus auslösen - teilweise mit oder ohne zusätzlicher Batterie. So schreibt ein
deutscher Vertreiber:
"... Galvanismus: Ionenkraft von zwei verschiedenen Metallen: Pures Gold (+) und
Metall (-) Schichten am Boden der Bürsten produziert Ionen in Ihrem Mund, die
beim Bürsten Zahnbelag entfernen und schlechten Atem verhindern. Sie können den
Effekt deutlich spüren, sobald Sie die Zahnbürste verwenden."
"Gutachten" wissenschaftlich "unbedeutender" Institute belegen diesen
therapeutischen Wunsch-Effekt
und "erhärten" die Werbeaussagen wie "Entgiftung der Mundhöhle", "weißere Zähne"
oder "schnelle Zahnbelagszersetzung". Für keines der angepriesenen Systeme
konnte bisher eine klinisch nachprüfbare Wirkung belegt werden.
alternative
Behandlungsmethoden,
oligodynamische Wirkung
ionisierende Strahlen
ionisierende Strahlung, engl.: ionizing
radiation; Oberbegriff für aus schnell bewegten Ionen bestehenden Strahlen.
Dosimeter, Gonadendosis,
Hormesis,
Ionendosis,
Röntgendermatitis, Röntgenstrahlen,
Röntgenstrahlen und
Schwangerschaft, Strahlenrisiko,
Strahlenschutz,
Strahlensterilisation,
Strahlentherapie
| ION-Krone ™ von 3M Espe hergestellte, mikro-glasfaserverstärkte, kaltverformbare, temporäre Polycarbonat-Kronen für den Front- und Seitenzahnbereich als |
|
Ionomere
Salze von organischen Polysäuren. Diese Polymere besitzen ionischen Gruppen,
welche einen besseren Zusammenhalt der Molekülketten bewirken. Einsatz in der
ZHK bei Füllungsmaterialien
Glasionomerzement
Ionophorese ,
engl.: ionophoresis;
Elektrophorese
| Iontophorese Depotphorese, engl.: iontophoresis; wenig erforschte und wissenschaftlich umstrittene Methode zum gezielten Transport von Medikamenten unter die Haut bzw. die Nähe von Erkrankungsherden bzw. in bestimmte Bezirke des Zahns - besonders in solche, die mit konventionellen Methoden nicht erreicht werden können ( |
|
![]() |
IP-Positionen
Individual-Prophylaktische Leistungsbeschreibungen ("Positionen") innerhalb des
BEMA; zur
Zahnprophylaxe berechtigt sind
gesetzlich
Versicherte vom 6. bis einschl. 18. Lebensjahr (ab 18. Geburtstag nicht
mehr!); zusätzlich gilt für die IP 5 (s.u.), dass diese für Bundeswehr und ZIVIs
ohne Altersbegrenzung zugänglich ist. Erbringung bei jüngeren u. älteren
Patienten nur nach (ähnlichen oder analogen) Positionen in der
GOZ. Man unterscheidet:
FU-Positionen,
Individualprophylaxe,
Papillen-Blutungs-Index
specials/BEMA2004_gr.pdf
(ab Seite 67)
IPR , engl. Abk. v.: Intraoral Pressuredependent Registration
(
http://www.ipr-original.com/), im Mund
durchgeführte, kraftabhängige Registration zur objektiven Bestimmung der
neuromuskulären Leistung des Unterkiefers.
Registrat
"Wenn die Bisslage ... verloren
geht", © Dr. W. Burk, www.OldenBurk.de
IPS-Empress™ ,
Presskeramikverfahren,
Empress
Iridium
zu den Platinmetallen gehörendes äußerst hartes
Edelmetall von dunkel-silbriger
Farbe, welches in geringfügiger Konzentration (etwa 0,1 m%) zahnärztlichen
Legierungen zur Optimierung eines
feinkörnigen Gefüges beigemischt wird.
IridoDentales Syndrom
Weyers-Syndrom, seltene erbliche Fehlentwicklung mit Loch- u.
Schlitzbildung der Regenbogenhaut, Entrundung der Pupille,
Zahnentwicklungsstörungen
(Zahnunterzahl u.
Mikrodontie) sowie abweichender
Geschlechtsentwicklung.
Irradiation
engl.: do.; in der Medizin: Ausstrahlung von Schmerzen, Gefühlen, Affekten. In
der ZHK gelegentlich für unklare,
ausstrahlende Schmerzen, ausgelöst durch eine
Pulpitis oder
Neuralgie, verwendet
Irrigationswasser
Irrigation = Ausspülung, Durchspülung (z.B. eines
Wurzelkanals); wissenschaftliche Bezeichnung für das zur
Kühlung und Reinigung dienende Wasser ("Spray"), welches
sich in allen zahnärztlichen Behandlungssystemen und Geräten befindet.
Seit Jahrzehnten wird, besonders wegen der steigenden Anzahl immunsupprimierter
Patienten, eine Infektion durch dieses Medium diskutiert. Bisher existieren noch
keine wissenschaftlich beschriebenen Fälle einer Infektion auf diesem Wege, deshalb sind
derartige
Überlegungen rein theoretischer Natur, aber wohl vorstellbar. Das
Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt dazu in seinen Hygienerichtlinien (2006):
"... Ob ein Infektionsrisiko im Zusammenhang mit der Anwendung von Wasser aus
Dentaleinheiten durch Legionellen, Pseudomonaden (vor allem P. aeruginosa) und
ubiquitäre (nicht tuberkulöse) Mykobakterien für abwehrgeschwächte Patienten
besteht, ist bisher nicht abschließend zu beurteilen ..."
Als prophylaktische Empfehlungen gelten:
für chirurgische Eingriffe sollte
steriles Wasser oder besser sterile Kochsalzlösung aus einer vom normalen
Leitungssystem unabhängigen Quelle ("Einwegwasser") verwendet werden.
Spülung der Wasserleitungen in den
zahnärztlichen Behandlungseinheiten vor und nach dem Arbeitstag.
Montage von Rückschlagventilen an den
wasserführenden Teilen der Behandlungseinheit.
Absaugen, Hygiene,
Wasserentkeimung
Irritationsfibrom ,
Fibrom
Irritationsindex
Plaque-Irritationsindex, engl.: (plaque)
irritation index; von O´Leary et al. 1972 eingeführte, wenig gebräuchliche Messzahl, welche primär die
Ausdehnung des Plaquebefalls in vier Stufen unterteilt. Hinzu kommen noch als
zusätzliche (Reiz-)Faktoren: Zahnstein
(supra- und subgingival) und überstehende Füllungs- und Kronenränder, verursacht
durch überhängende oder defekte
Restaurationen.
Index, Plaque,
Plaqueindex
Ishihara-Test
eng.: Ishihara Test for Color Blindness; Untersuchung zur Aufdeckung einer
Rot-Grün- oder Gelb-Blau-Sehschwäche. In der
ZHK eingesetzt zum zuverlässigen
Screening der Farbtüchtigkeit bei der
Zahnfarbenbestimmungen.
http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000005770
| ISO Internationale Standardisierungs Organisation, engl.: International Standardization Organization; geschaffen zur globalen Normung u.a. dentaler Produkte, weist sie im zahnärztlichen Bereich insgesamt sieben Unterkomitees für die verschiedenen Produkt bereiche auf. Traditionsgemäß ist die FDI mit einem Repräsentanten bei der Jahreshauptversammlung und einem ISO-Repräsentanten in der FDI Wissenschaftskommission vertreten. Die Normungen entsprechen z.T. den deutschen DIN Normungen. ISO-Nummern: In D durchgesetzt haben sich die sog. ISO-Nummern ( |
|
ISO 9000 ;
Qualitätsmanagement
Isodromie
von Isodrom = Gleichrichter, engl.: isodrome technique; versch.
Methoden, welche ein paralleles Beschleifen mehrerer Zähne bzw. gleichgerichtete
Bohrungen im Kieferknochen mit Hilfe von Schablonen im Mund ermöglichen. Die
meist sehr klobigen Apparaturen werden im Mund nur selten angewandt.
Implantate,
Parallelometer,
Präparation
isognath
engl.: isognathous; Bezeichnung z.B. für einen
Zahnbogen, der im Ober- und
Unterkiefer etwa gleich groß ist; so wird z.B. im Tierreich das Gebiss des Schweins
als i. bezeichnet, da die untere und die obere Zahnreihe genau
aufeinander treffen.
Eugnathie,
anisognath
Isomaltulose
auch: Palatinose,
Zuckeraustauschstoff; mild-süßes, dem Zuckergeschmack nahe kommendes
natürliches Disaccharid (meist aus Rübenzucker gewonnen), das auch in geringen
Konzentrationen in Honig und Zuckerpflanzen vorkommt. I. kann von den
Kariesbakterien nicht zu zahnschädigenden Säuren abgebaut werden und wirkt nicht
laxativ (abführend).
Aus
Wikipedia: "Genau wie Zucker wird Isomaltulose voll verstoffwechselt und
weist deshalb denselben kalorischen Wert von 4 kcal/g auf. Doch im Gegensatz zu
Zucker findet dieser Prozess wesentlich langsamer statt, sodass die glykämische
Wirkung sehr niedrig ist und die Glukose dem Körper über einen längeren Zeitraum
zur Verfügung gestellt wird."
Einsatz als Süßungsmittel z.B. in "zahnfreundlichen"
Eistees oder Schokolade (2009);
http://www.zahnmaennchen.de/content/produkte.php
Isomaltulose sorgt für zahnfreundliche Kindertees
Isometrie-Regel ;
Cieszynski-Dieck-Technik
isotonische (isoionische) Kochsalzlösung ,
Natriumchlorid
ISQ , Implantat-Stabilitäts-Quotient,
Resonanzfrequenzanalyse
IST-Gerät
, IST = Intraorale-Schnarch-Therapie, engl.: intraoral snore therapy;
Apnoe
Isthmusfraktur
engl.: isthmus breakage; bevorzugter Bruch einer mehrflächigen
Füllung am Übergang von der okklusalen
zur approximalen Fläche,
bedingt durch eine zu geringe Tiefe einer der beiden Kavitäten (meist der
okklusalen). Vorkommen
besonders bei der Füllungsversorgung von Milchzähnen, da hier aus anatomischen
Gründen (Eröffnung der Pulpa) nicht statisch stabil präpariert werden kann
Behandlung von
Milchzähnen, Präparation
| Ivory
Matrizenspanner engl.: Ivory matrix retrainer, matrix clamp of Ivory; nicht eindeutig definierte Bezeichnung für einen Matrizenspannertyp: 1.) klassische Ivory Matrize ("Halbbandmatrize"): ein abgerundetes Kreissegment aus Stahlblech mit entsprechenden Perforationen wird in den I. M. eingespannt und deckt an einem präparierten Zahn eine Approximalfläche ab (Black I+II-Kavität). 2.) Bandmatrize; ein ringförmiges Band umschließt die gesamte Zahnkrone. Anwendung bei MOD-Kavitäten; wenig Möglichkeiten zur Kontaktpunktkonturierung; s. Abb. rechts außen |
klassischer I. M. |
Bandmatrize |
IZA , Informationen über Zahnärztliche Arzneimittel;
Arzneimittelkommission
|
[
Autor:
Dr. Klaus de Cassan
]
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