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Zahnwissen-Lexikon
Ln - Lz |
diese Übersetzung |
Lobene Stain Index
extrinsic stain indix , Messzahl für (extrinsische)
Verfärbungen und
Ablagerungen. Dabei werden die 4
Schneidezähne jedes Kiefers mit
versch. Flächen als Messzahl herangezogen und in 4 Klassen unterteilt (0 = keine,
3 = tief braun bis schwarz verfärbt)
Modifiziert nach Macpherson, wird dieser Index vor allem bei der
Bleich- u. Reinigungswirkung von versch. Methoden und Materialien angewandt.
http://www.dentalcare.com/ ;
http://www.thejcdp.com/ ;
http://ohsrc.ucc.ie/html/clinical_trials.html
| Lochplatte 1.) skelettierte Prothese, Rahmenplatte, engl.: sectional prosthesis; eine Form einer "gaumenfreien Prothese" im Oberkiefer: Der Gaumen wird nicht vollständig von einer Prothesenbasis bedeckt, sondern diese teilt sich in eine vordere und hintere Gaumenquerung ( 2.) Bezeichnung für eine Verschraubungsplatte |
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Lockerungsgrad
Zahnlockerungsgrad,
engl.: degree of tooth mobility o. loosening (recorded as 1st, 2nd
or 3rd degree); Einteilung einer krankhaft erhöhten
Zahnbeweglichkeit
bzw. Auslenkung in 3 Grade:
Locus Kiesselbachii
Kiesselbach Ort, engl.: Little's area; Bereich im vorderen Teil
des Nasenseptums, in welchem zahlreiche Gefäße durch
Anastomosen einen kapillaren Plexus
bilden. Bedingt durch diese starke Durchblutung ist dieser Teil der Nase ein
bevorzugter Ort für
Nasenbluten (Epistaxis).
Löffel
engl.: spoon; 1.) Kurzbezeichnung für einen
Abdrucklöffel (spoon for moulding)
2.) scharfer Löffel (sharp scoop o. spoon): zum
Auskratzen von krankhaften Gewebe in der Chirurgie oder
Kariologie angewandtes
"löffelartiges" Instrument ("Löffelexkavator") mit runder oder ovaler Hohlkerbe
Exkavator
Logan Krone
engl.: Logan crown; historische
Stift-Kronenart (nach M. Logan, amerik. ZA, 1844-1885): Porzellanhülsenkrone mit Silberine-Kern
(= Wismuthaltige Zinnlegierung; Gießtemperatur ca. 600° Grad), worin ein
Platinstift eingebettet ist. Mit diesem Verankerung der Krone in der speziell
dafür angepassten Zahnwurzel. Die Zahnwurzel selbst wird von der L. nicht
umfasst.
Jacketkrone,
Richmondkrone,
Stiftaufbau
Loge
Spatium, engl.: loge; medizinische Schlagwortbezeichnung für einen
vorgeformten Körper(hohl)raum, welcher von Bändern,
Faszien, Muskeln oder Knochen begrenzt
ist. Bekanntes Ausbreitungsgebiet für den sog.
Logenabszess
Logopädie
Stimm- und Sprachheilkunde, engl.: logopedia; vom (Zahn-)Arzt zu
verordnende Therapie mit dem Ziel der Erlangens einer individuell befriedigenden
Kommunikationsfähigkeit (Schulfähigkeit eines Kindes, Wiedererlangung der
Berufsfähigkeit usw.). Die Behandlung erfolgt in Einzel- oder Gruppentherapie. Zu
Beginn einer entsprechenden Behandlung werden Artikulation, Wortschatz,
Grammatik, Verstehen von Sprache, sowie Atem-, Stimm- und Schluckfunktion
getestet. Diese Ergebnisse bilden zusammen mit dem ärztlichen Befund die
Grundlagen für die Auswahl der Behandlungsmethoden.
Medizinische Haupteinsatzgebiete der L. sind:
Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, Aphasiker nach einem Schlaganfall, einer
Hirnoperation oder einem Unfall, Menschen mit Stimmstörungen und andere
Patienten, die an Sprach- und Sprechproblemen leiden. So schätzt man in D allein
die Zahl der Stotterer auf ca. 800.000
Es existieren zur Ausübung dieses Berufes Logopäden (= Berufsfachschule
mit der Möglichkeit sich nach der Ausbildung durch ein ergänzendes Studium
weiter zu qualifizieren) und Akademische Sprachtherapeuten (=
Hochschulstudium).
addental,
Dentallaut, Gesichtsspalte,
Schluckmuster,
S-Kanal
http://www.dbl-ev.de/
Lohnnebenkosten
engl.: employers' costs, ancillary wage cost; Ausgaben, die der
Arbeitgeber für den Arbeitnehmer zahlt, ohne dass diese Bestandteil des
vereinbarten Gehalts (Lohns) sind - somit jener Teil der Personalkosten, der
über das Bruttoentgelt für die Anwesenheitszeit hinaus vom Arbeitgeber zu tragen
ist. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen
Sozialversicherung, der
Feiertagsregelung, Berufsgenossenschaft, Mutterschutzgesetz, und
Betriebsverfassungsgesetz sind freie tarifliche Vereinbarungen (Urlaubs-,
Weihnachtsgeld usw.) erhebliche Kostenfaktoren.
Beitragssatz
| Lokalanästhesie örtliche Betäubung, Regionalanästhesie, engl.: local anesthesia; in der ZHK untergliedert in die Infiltrationsanästhesie, Leitungsanästhesie, terminale Anästhesie, Oberflächenanästhesie, intraligamentäre Anästhesie, intraossäre Anästhesie, diagnostische Lokalanästhesie und Heilanästhesie. Die zahnärztliche L. hat heute eine sehr hohe therapeutische Sicherheit; schwerwiegende Nebenwirkungen oder gar Todesfälle sind geringer als bei der Einnahme von ASS oder Paracetamol. So wurde auf der DGZMK-Jahrestagung (2003) berichtet: Bei der Untersuchung von Nebenwirkungen eines bestimmten Präparates (Ultracain, Der Wirkungseintritt bei den klassischen Injektionsmethoden (Infiltrationsanästhesie, Leitungsanästhesie) erfolgt i.d.R. rasch (1-2 Minuten), wobei dieser im Oberkiefer schneller eintritt, da das Medikament leichter den (spongiösen) Knochen durchdringt. Im Unterkiefer, wo im Seitenzahngebiet eine andere Technik angewandt werden muss, der Einstichpunkt individuell versch. liegt und der Nerveintritt in den Unterkieferknochen anatomische Variationen aufweist ( Während und nach einer L. können - wenn auch sehr selten - allgemeine und örtliche Komplikationen auftreten. Dazu zählen: Unruhe, Zittern, Schwindelgefühl, Herzklopfen und Ohnmacht. Ernste Komplikationen stehen zumeist mit einer Grunderkrankung in Verbindung. Örtliche Komplikationen betreffen länger anhaltende Gefühlsstörungen oder Missempfindungen, Blutungen oder Blutergüsse, vorübergehende Lähmungen des Gesichtsnerven (Fazialislähmung), Kanülenbruch, Einatmen oder Verschlucken der Injektionskanüle. Allergische Reaktionen werden auf die früher beigemischten Konservierungsstoffe (Parabene), und nicht auf das L. selbst, beobachtet - aus diesem Grund sind heute die meisten Standardpräparate Parabene-frei. In der zahnärztlichen Praxis gelten als "klassische Methoden" die Infiltrationsanästhesie und die Leitungsanästhesie. In jüngerer Zeit kommt häufig noch die Schmerzausschaltung mittels einer intraligamentären Anästhesie in Betracht. Während bei der Infiltrationsanästhesie örtlich die sensiblen Nervenendigungen durch Umspritzen des Behandlungsbereiches und Injektion direkt unter die Haut bzw. Schleimhaut ausgeschaltet werden, blockiert eine Leitungsanästhesie die Reizweiterleitung im Versorgungsgebiet des jeweiligen Nervs - dies ist i.d.R. in der ZHK der Unterkiefernerv (N. mandibularis). Weiter kommt eine Ausschaltung der Nn. buccalis, mentalis, infraorbitalis, nasopalatinus und alveolares maxillares posteriores in Betracht. Als Nachteile der klassischen Methoden gelten allgemein primäre Anästhesieversager (bis zu 20% bei Leitungsanästhesien im Unterkiefer), ein verzögerter Wirkungseintritt von 2 Minuten und länger, ein bis zu 4 Stunden anhaltendes "taubes Gefühl", mit entsprechenden Behinderungen beim Essen und Sprechen und in seltenen Fällen Nervschädigungen (Läsionen, Gefühlsstörungen usw.); u.U. unbeabsichtigte Aufbissverletzungen ( Als eine Art "Antidot" zu den Lokalanästhetika existiert das Präparat |
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Lokalanästhesie
Geschichte, engl.: history of the local anesthesia; in der
Geschichte der Lokalanästhesie gab es zwei
Höhepunkte (Auszug aus "Die Wege zur
Lokalanästhesie in der Zahnmedizin, I, forum-med-dent/sanofi aventis):
1884: die Einführung des
Kokains,
1905: die Entdeckung des
Procains.
1844 führte der
amerikanische Zahnarzt Horace Wells (1815-1848) die erste Zahnentfernung in
Allgemeinnarkose unter
Lachgas durch
1846 entfernte der
Chirurg John Warren (1778-1856) im Massachusetts General Hospital in Boston
einem Patienten schmerzfrei einen Tumor am
Kieferwinkel, wobei der frühere
Sozius von Wells, der Bostoner Arzt William
Morton (1813-1868), Äther als Narkotikum nutzte.
1847 führte der englische
Gynäkologe James Young Simpson (1811-1870) als dritte wirksame Substanz
Chloroform in die Allgemeinchirurgie ein. Schwerwiegende Nebenwirkungen bis hin
zu tödlich endenden Komplikationen relativierten die Begeisterung für die neuen
Medikamente.
1866 berichtete der
Londoner Zahnarzt Benjamin Ward Richardson (1828-1896) über seine Erfolge mit
örtlich versprühtem Äther.
Am 20. Oktober 1884,
knapp drei Wochen nach der Erstbeschreibung, nutzte der in New York tätige
Zahnarzt Morgan J. Howe (1844-1914) Kokainlösung zur Betäubung vor einer
Zahnextraktion. John P. Carmichael (1856-1946) aus Milwaukee wandte Kokain zur
gleichen Zeit zur Schmerzausschaltung bei der Spaltung von Abszessen oder beim
Einpassen von Kronenringen an. Die oberflächlich wirkende Anwendung des Kokains
wurde bald durch methodische Neuerungen in ihrer Anwendbarkeit ausgedehnt, was
besonders für die Zahnärzte wichtig war.
1885 : Der in New York
arbeitende Chirurg William Stewart Halsted (1852-1922) führte die
Leitungsanästhesie in die Narkosetechnik ein. Er umspritzte in Tierversuchen
Nervenstämme mit Kokain und erreichte damit die Ausschaltung des gesamten
Versorgungsbereiches. Seine ersten Anwendungen erfolgten im Bereich der
Zahnmedizin, wobei die
Mandibularanästhesie die entscheidende Methode zur Verbesserung der
therapeutischen Möglichkeiten darstellte. Neben Oberflächen- und
Leitungsanästhesie entwickelte sich die Infiltrationsanästhesie als dritte Säule
in der Anwendung von Kokain.
1888 berichtete der
Genter Arzt Camille Redard (1841-1910) über den Einsatz des Chloräthylsprays.
1903
durch Beigabe von Adrenalin verlängert
der Leipziger Chirurg Heinrich Braun die Wirkdauer und -tiefe
1904-1905 Synthese von Procain durch
Alfred Einhorn. Dieses Medikament gilt über Jahrzehnte als Standardanästhetikum
in der ZHK
1914
Entwicklung eines praktikablen Injektionsgerätes ("Spritze") durch Fischer;
dadurch Durchbruch der Lokalanästhesie in der
ZHK
1930
Synthese von Tetracain
Entwicklung der heute (2008) gebräuchlichen
Lokalanästhetika:
1943
Synthese von Lidocain
1957
Synthese von Mepivacain
1960
Synthese von Prilocain
1963
Synthese von Bupivacain
1969
Synthese von Articain.
Lokalanästhetika
Einz.: Lokalanästhetikum, örtliche Betäubungsmittel, engl.: (local
or topic) anesthetic; chemische Verbindungen zur örtlich
begrenzten Ausschaltung/Empfindungslosigkeit von Nerv-Reizleitungen, bei nur geringer
Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems. Sie arbeiten auf folgender
Grundlage (Wirkungsweise):
Im Ruhezustand eines Nervs besteht an seiner Membran ein elektrochemisches
Ruhepotenzial zwischen den an der Membranaußenseite dominierenden Natrium-Ionen
und den an der Membraninnenseite dominierenden Kalium-Ionen. Kommt es nun zu
einer Erregung des Nervs, so entsteht eine Permeabilitätssteigerung
(Durchlässigkeitssteigerung) für Natrium, die zu einer Umkehrung des
Membranpotenzials führt (Depolarisation). Lässt die Erregung des Nervs wieder
nach, so lässt ebenfalls die Durchlässigkeit der Membran für Natrium nach, Kalium
strömt wieder in die Nervenzelle ein, bis das Ruhepotenzial erreicht ist. Die
Wirkungsweise der L. besteht nun darin, dass sie in die
elektrophysiologischen Mechanismen der Nervenmembran derart eingreifen, dass die Depolarisationsschwelle erhöht wird, die Leitungsgeschwindigkeit erniedrigt und
die Refraktärperiode (Zeit nach einer Depolarisation in der keine weitere
Depolarisation folgen kann) verlängert wird. Letztlich kommt es dadurch zur
eingeschränkten oder kompletten
Blockade der Nervenfaser.
Neben den Natriumkanälen blockieren L. eine Reihe von spezifischen
G-Protein gekoppelten Rezeptor-Molekülen. Dadurch wird ein entzündungshemmender Effekt ausgelöst (
Heilanästhesie). Diese Blockierung findet nicht nur
bei Nervenzellen, sondern auch bei anderen Zelltypen statt. So produzieren etwa
Leukozyten weniger Sauerstoffradikale, die Entzündungsreaktionen in Gang halten
können.
Grundsätzlich werden die heute gebräuchlichen zahnärztlichen L. in
zwei Gruppen eingeteilt, die der Ester (Ester der
Paraaminobenzoesäure) und die der Säureamide (Amide aus Anilin und einer
Carbonsäure). Die Molekülstruktur besteht aus einem aromatischen Rest, einer
Aminogruppe und einer Zwischenkette. Die Art der Zwischenkette ist maßgebend für
die Zuordnung der L. zur Hauptgruppe der Ester oder Amide.
Aminoester (z.B.
Procain, ein Abkömmling der
Paraaminobenzoesäure, Tetracain)
Aminoamide (z.B.
Lidocain
(Xylestesin®, Xylocain®), Mepivacain (Scandicain®),
Bupivacain (Carbostesin®), Prilocain (Xylonest®)
und
Articain
(Ultracain®; typisches Mittel bei
Behandlungen in der
Schwangerschaft)).
In der Blutbahn werden L. vom Estertyp, wie Procain und Tetracain, durch
die Plasmacholinesterase gespalten und dadurch unwirksam; L. vom Amidtyp,
wie z.B. das Lidocain, werden hauptsächlich in der Leber durch Monooxygenasen
oxidativ aufgespalten und abgebaut.
I.d.R. enthalten die L. blutgefäßverengende Zusätze (
Vasokonstriktoren) und bei größeren
Darreichungsformen (20 o. 50 ml, "Stechflaschen") ein
Konservierungsmittel (z.B. Methylparaben = Methyl-4- Hydroxybenzoat). Alle L. mit
Katecholaminzusatz (Adrenalin,
Noradrenalin) enthalten
Sulfit oder Disulfit, ein Antioxidans, welches das sauerstoffempfindliche Adrenalin
stabilisiert und eine zu schnelle Oxidation und damit einen zu raschen
Wirkungsverlust verhindert.
Das in den Anfangszeiten gebräuchliche Procain
(Handelname:
Novocain®) wird heute wegen
gelegentlicher Nebenwirkungen (meist allergische Reaktionen), schlechter
Gewebediffusion und kurzer Wirkungsdauer kaum noch angewandt.
Ultracain ist das weltweit am meisten untersuchte und verabreichte Mittel für die
zahnärztliche Praxis.
Bis Ende 2001 lagen keine Berichte über keimschädigende Wirkungen von L.
bei der Behandlung schwangerer Patientinnen vor. Prophylaktisch sollten
Mittel mit hoher Eiweißbindung (z.B. Articain,
Bupivacain) vorgezogen werden, da
so der Übergang auf den Fetus sich nur langsam vollzieht; empfehlenswert sind
ebenfalls Präparate mit nur geringen blutgefäßverengenden Zusätzen; hier wird
Adrenalin in niedriger Dosierung (1:200.000) empfohlen, Noradrenalin und
Felypressin sind kontraindiziert
Umrechnungen:
Umrechnung von Prozent in Milligramm: % x 10 x ml = Gesamtmenge (mg),
z.B. 30 ml Bupivacain 0,5 %: 0,5 x 10
x 30 = 150 mg.
Beispiel für Umrechnung der Maximaldosis von mg in ml
Bupivacain: max. Einzeldosis 150 mg = 30 ml Bupivacain 0,5 %
(1 % Lösung enthält 1 g Wirksubstanz in 100 ml).
Dosierung am Beispiel Ultracain®:
Patientin, 50 kg, operative Entfernung von 4 retinierten und verlagerten
Weisheitszähnen in Lokalanästhesie:
1 ml Ultracain D-S/ D-S forte enthält 40 mg
Articain
Höchstdosis:
7 mg Articain (Ultracain")/kg KG (Körpergewicht)
50 kg (Körpergewicht) x 7 mg entspricht 350 mg Articain (Ultracain)
Die individuelle Grenzdosis beträgt 8.75 ml Ultracain D-S/ D-S forte
Grenzdosis Adrenalin (kardialer
Risikopatient) beträgt 40 ug Adrenalin
1 ml Ultracain D-S enthält 5 pg Adrenalin
40 ug entsprechen 8 ml Ultracain D-S
Grenzdosis Adrenalin (gesunder Patient) = 0,2 mg Adrenalin
0,2 mg Adrenalin entsprechen 20 ml Ultracain D-S forte oder 40 ml
Ultracain D-S
Als eine Art "Antidot" zu den Lokalanästhetika existiert das
Präparat "OraVerse", welches das Taubheitsgefühl etwa um die Hälfte verkürzt
(
http://www.oraverse.com/dental-professionals/index.html )
Adrenalin,
Anästhesieversager,
Behandlung in der
Schwangerschaft, Carpule,
Clonidin,
Eugenol,
Fokus,
Geschichte der Lokalanästhesie,
Heilanästhesie,
Hyaluronidase,
Kälteanästhesie,
Lidocain,
Lido-Hyal A ®, Lokalanästhesie,
Nerv,
Novocain,
Octapressin,
Oraqix,
OraVerse,
Risikopatient,
Tetracain,
Vasokonstriktoren,
Verkehrsfähigkeit
Die Lokalanästhesie - Welche Risiken bestehen aus allgemeinmedizinischer Sicht?
Lokalanästhesie im Alter
Special:
Schwangerschaft (Fremdlink auf
www.Zahnwissen.de)
http://www.zahnheilkunde.de/beitragpdf/pdf_3305.pdf
| lokale
Antibiotikazufuhr Lokalantibiotika, engl.: local antibiotics therapy; Einbringen antibiotisch wirkender Medikamente (Antibiotika, Chemotherapeutika) vor allem in die infizierte Zahnfleischtasche - gelegentlich in infizierte Extraktionswunden, Wurzelkanäle oder apicale Prozesse (z.B. mittels Neomycin®). Sinn dieser Therapie ist es einmal, den Wirkstoff lokal - und dies in möglichst hoher Konzentration - an den eigentlichen Entzündungsherd zu bringen und zum anderen die negativen Begleiterscheinungen einer systemischen Zufuhr zu vermeiden. Allerdings zeigen vergleichende Untersuchungen, dass die l. A. allein meist zu keiner Besserung der Erkrankung führt. Vermutet wird dabei, dass das Erreger-Reservoir der gesamten Mundhöhle durch die lokale Anwendung nicht erfasst wird und so eine Re-Infektion leichter möglich ist. Hinzu kommt, dass es eine Vielzahl an Studien zur l. A. gibt, die Ergebnisse aber widersprüchlich sind. Da gerade die entzündete Zahnfleischtasche einen regen Stoffwechsel aufweist (in einer 5 mm tiefen Tasche wird die Flüssigkeit ca. 40mal / Stunde ersetzt), ist eine hohe Substantivität der Substanzen nötig, um eine lang anhaltende, konstante (Depot-)Wirkung zu erzielen. Ebenso ist vorher ein Debridement erforderlich, um den schützenden Biofilm zu zerstören oder zumindest aufzureißen. Insofern ist dieses Vorgehen nur als eine Kombination von mechanischen und chemotherapeutischen Maßnahmen Erfolg versprechend. Bei der lokalen Therapie unterscheidet man:
Folgende Methoden sind in der Parodontologie im Einsatz:
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Lokalisierte Juvenile
Parodontitis, LJP;
Special: Parodontalerkrankungen
long centric ;
Okklusionsfeld
long face syndrom
zu den vertikalen Gesichtsanomalien gehörendes Krankheitsbild mit einer
Gesamtzunahme der Gesichtshöhe des
Untergesichtes ("vertikaler Überschuss"). Hauptsächlich als Begleitsymptom bei
einem ausgeprägtem Schmalkiefer und
einem frontal Offenen Biss.
http://d-nb.info/972089632/about/html ; Abb.:
http://www.facesthatsmile.com/gummysmile.html
Longitudinalstudie ,
Longitudinaluntersuchung,
engl.: longitudinal study;
Querschnittsstudie
Loops
kieferorthopädische Schlagwortbezeichnung für versch. geformte
Drahtschlaufen in den Bögen von Behandlungsgeräten. Durch Formveränderungen von L. kann eine Verlängerung/Verkürzung dieser Bögen herbeigeführt
werden.
Lophodontie
engl.: lophodont tooth; bei pflanzenfressenden Säugetieren anzutreffende
Kauflächen im Backenzahnbereich:
zwischen den Höckern befinden sich quer
verlaufende Schmelzleisten ("Querjoche")
Abb.:
http://animaldiversity.ummz.umich.edu/
LS-Duobloc-Aktivator ; Aktivator nach Leger-Sörensen; Modifikation des klassischen Progenieaktivators mit beiderseits distal eingearbeiteten Schrauben und einem horizontalen Sägeschnitt
| Lückengebiss Restgebiss, engl.: (partially) edentulous (dental) arch; Gebissbefund nach Zahnverlusten oder von Geburt aus fehlenden Zähnen mit unterschiedlicher Einteilung. Siehe unter: Gelegentlich auch gebraucht für Gebisszustände, bei denen keine Zähne fehlen, aber aufgrund zu kleiner Zahnbreiten und/oder zu großem Kiefer ("Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße") lückige Zahnstellungen (spaced teeth) vorliegen - korrekte Bezeichnung dafür: Lückenstand. Der menschliche Körper ist auf Effizienz ausgerichtet. Er erhält, was er braucht und baut ab, was er nicht benötigt. Bei den Muskeln ist dieser Mechanismus offensichtlich, aber er betrifft in gleicher Weise das Knochengewebe im Kiefer. Wird es weniger belastet, verringert es sich und der Halt für die verbliebenen Zähne nimmt ab. Sind mehrere Lücken vorhanden, kann dieser stetige Knochenabbau sogar zu einer veränderten Gesichtsform führen. Es ist daher grundsätzlich anzuraten, Zahnlücken im sichtbaren und funktionellen Bereich möglichst zeitnah zu schließen. Bei der zahnärztlichen Versorgung des L. gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten. Deren Bedeutung für den individuellen Patientenfall kann dabei sehr verschieden bzw. nicht möglich sein: -- Brücken, Freiendbrücke (Extensionsbrücken), Adhäsivbrücken -- Teilprothesen -- kombinierter Zahnersatz -- Implantate (allein oder in Kombination mit konventionellen Maßnahmen) |
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Lückenhalter ,
engl.: space maintainer (retainer);
Platzhalter, Zahnwanderung
| Lückenhalterplatte engl.: removable space maintainer (plate); herausnehmbares Behandlungsgerät ("Platte") welches allein oder in Kombination mit anderen kieferorthopädischen Maßnahmen die Folgen von einem frühzeitigem Milchzahnverlust kompensieren hilft.
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![]() |
Lückenschluss
engl.: space closure;
kieferorthopädische Maßnahme zum Beseitigen einer bestehenden Zahnlücke
(Wiederherstellen eines
Approximalkontaktes). Diese kann durch Nichtanlage, traumatischem Verlust
oder Extraktion von einzelnen oder mehreren Zähnen entstanden sein. Erweitert
werden darunter auch chirurgische/prothetische Maßnahmen verstanden, welche die Lücke - meist
durch einen festsitzenden Zahnersatz (
Brücke) bzw. chirurgische Eingriffe
(z.B. Implantate) - funktionell und/oder
ästhetisch wieder schließen.
Lückenstand ;
Lückengebiss
Ludwig Angina ;
Mundbodenphlegmone
| Ludwigs Prothese Vollprothese nach Ludwigs, (Horst L., ZTM), "physiologische Funktionsprothese", engl.: Ludwigs' full denture; besonders bei Problemfällen angewandte Prothesenart nach der "Ludwigs-Technik": Die Prothesenbasis besteht aus dem strapazierfähigen, weichbleibendem Material LUTEMOLL, welches einer Metallbasis aufsitzt. Neuerdings ist die Indikation dieser Technik erweitert worden: Die "physiologische Funktionsprothese II" kann auch bei Restbezahnung bis max. 4 Zähne (o. Implantate) eingesetzt werden (s. Abb.). Diese auf Basis der Ludwigs-Technik entwickelte Abformmethode wird als "IAS (Integrative Abform Systematik) nach Engels" bezeichnet. |
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Lüftung , apicale Lüftung, engl.:
cortical trephination;
Schrödersche Lüftung
Luer
Wülfing,
auch: Lüer;
dtsch. Instrumentenmacher, gest. Paris 1883; in der
ZHK bekannt durch:
Luer Knochenzange
(Alveolarzange, "Knochenknabberzange"): chirurgische Zange mit dem Hohlmeißel nachgeahmten
Backen zum Entfernen von dünnen Knochenpartien
Luer Spritze: historische
Injektionsspritze mit einem Glaskolben
Luer Ansatz: Ansatzstelle
einer Injektionsspritze in zwei Ausführungen: konischer Luer Slip-Ansatz
(ohne Arretierung, für kleiner Spritzen, ca. 2-5 ml) und Luer-Lock-Ansatz,
auf welchen eine Kanüle per Drehung festgeschraubt werden kann.
Injektion
| Lues connata angeborene Syphilis, engl.: do. o. congenital syphilis (treponemiasis); Infektion des Fetus durch eine syphilitische Mutter mit den Haupterscheinungsbildern der Die Infektion auf den Fetus erfolgt i.d.R. erst nach dem 6. Fetalmonat. Generell ist die Syphilis - hervorgerufen durch den Erreger Treponema pallidum - in den letzten Jahren wieder im Zunehmen begriffen: So wurde ein verstärktes Auftreten der infektiösen Syphilis, besonders in Europa, aber auch in den USA registriert. Im Mund sind meist atypische und schmerzlose Ulzerationen hochinfektiös und treten im Rahmen der in mehreren Stadien verlaufenden Syphilis-Infektion als Primäraffekt auf. Eine Diagnose ist nur serologisch möglich, wobei möglichst mehrere der Syphilis-Parameter VDRL, RPR, TPHA und FTA-IgM und TFA-IgG bestimmt werden sollten. Bei Nichterkennung/-behandlung kann es Jahre später zur Tertiärinfektion mit Bildung von Gummen ( |
|
Luftdusche ;
Politzer-Dusche
Luft-Pulver-Wasserstrahl-Instrumentierung
,
Pulverstrahlgeräte
Lugolsche Lösung
nach Jean Lugol, 1786–1851, Arzt, Paris, engl.: Lugol's solution; mit der
Zusammensetzung: Tinctura Jodi + KJ (Kaliumjodid) [20 + 5; Aqua dest. ad 200]. Anwendung zum
Nachweis von Stärke, Schwefeldioxid, Ascorbinsäure oder als
Desinfektionsmittel. Ein weiteres
Einsatzgebiet ist die Färbeendoskopie, auch Chromoendoskopie genannt. Sie
erlaubt es, Tumore besser
und vor allem frühzeitiger als bisher zu erfassen. Bei diesem Verfahren werden
im Rahmen der endoskopischen Untersuchung im Bereich verdächtiger Areale
Farblösungen, wie die L., aufgesprüht, welche von neoplastischen Zellen
nicht aufgenommen werden. Dadurch lässt sich Tumorgewebe von gesundem Gewebe
abgrenzen (sog. Jodprobe)
Jodkaliumjodid-Lösung ,
Schiller Jodprobe
| Lumineers
™ by Cerinate™; in der Stärke (~ 0,3mm) den Kontaktlinsen ähnliche Verblendschalen zur dauerhaften Korrektur von Zahnunregelmäßigkeiten, kleinen Zahnlücken oder Verfärbungen im Frontzahnbereich. Sie stellen nach Herstellerangaben eine Weiterentwicklung der bekannten Veneers dar und bestehen aus einer leuzitverstärkten Keramikmasse (Presskeramik), auf welche eine bis zu 20-jährige Garantie gewährt wird. L. werden i.d.R. ohne Abschleifen auf die Zähne geklebt - lediglich im Bereich der Schneidekanten wird der Schmelz leicht konturiert. Die Zähne werden in der Vorbereitung gründlich gereinigt und etwas angeraut ("konditioniert"). Eine leichte Entfernbarkeit soll möglich sein. Haupteinsatzgebiet ist die Verblendung ganzer Zahngruppen (6-8 L.). Langzeitergebnisse liegen bisher nicht (2009) vor, die kosmetischen Ergebnisse werden kontrovers diskutiert. |
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| Lumineffekt Begriff für das unterschiedliche Farbverhalten von Stoffen (z.B. Zähnen), bei Tageslicht eine andere Farbe als bei Kunstlicht anzunehmen. Während ein natürlicher Zahn bei Tageslicht leicht gelblich erscheint (durch die im Tageslicht enthaltenen UV-Strahlen) entfällt dieser Effekt bei Kunstlicht; der Zahn nimmt eine leicht rötliche Farbe an (s. Abb.). Bei versch. Kunstzähnen ("Luminzähnen") wird die Tageslichteigenschaft natürlicher Zähne bei normalem Kunstlicht durch Zugabe lumineszierender Stoffe nachgeahmt; unter extremen Lichtbedingungen wirkt dieser Effekt allerdings nicht mehr, die Kunstzähne beginnen zu leuchten ("Discozähne") |
![]() |
Lumineszenz
Eigenleuchten, "kaltes Leuchten", engl.: luminescence;
besondere Form der Lichtemission, die nicht durch die sonst typische Verbrennung
von Stoffen ausgelöst wird;
Leuchten eines Stoffes ohne gleichzeitige Temperaturerhöhung, mit einer
Unterscheidung in Fluoreszenz (ohne Nachleuchten) und Phosphoreszenz
(langsam abklingendes Nachleuchten).
Lumineffekt, Röntgendiagnostik
Luniatschek Tamponstopfer
nach dem gleichn. Zahnarzt benanntes chirurgisches Instrument zum Auffassen von
Tupfern und Streifen und Applikation derselben in eine Wunde bzw. Körperhöhle.
Das Instrument besitzt ein beidseitiges, schwalbenschwanzförmiges Arbeitsteil.
Tamponade
Lupenbrille
probates Hilfsinstrument zur Durchführung diffiziler Arbeiten und Kontrolle
zahnärztlicher Befunde im Nahbereich. Es existieren eine Vielzahl von Geräten
auf dem Markt.
| Lupus erythematodes, (lat. lupus = Wolf; griech. erythematodes = errötend), engl.: lupus erythematosus; systemische Autoimmunerkrankung mit den drei Hauptformen: Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Hautlupus und medikamenteninduzierter Lupus erythematodes; Ursache bisher unbekannt (eine hormonelle Komponente wird vermutet, da die Erkrankung hauptsächlich bei geschlechtsreifen Frauen auftritt). Der Name "Wolf" soll dabei einen Bezug auf die teilweise auftretenden Gesichtsverstümmelungen ("Wolfsbisse") geben. Je nach Ausprägung des L. treten Veränderungen der Mundschleimhaut auf. Bei der sog. systemischen L. sind rund ein Drittel der Patienten betroffen und bei diesem Drittel dann zu 80 % der weiche und harte Gaumen, seltener die Wangenschleimhaut oder die Zunge. Bei der chronischen Ausprägung finden sich Symptome häufig an den Lippen und im Bereich des Lippenrotes, weniger im Inneren des Mundes. Eine Xerostomie (Mundtrockenheit) kann vorkommen. Im Gesicht fällt bei der Hälfte der Betroffenen eine typische Hautrötung (Schmetterlingserythem, "Schmetterlingsflechte") auf. Weiter kommt es zu Gelenksschmerzen, Durchblutungsstörungen der Finger, Organbeteiligungen und allgemeinen Krankheitssymptomen. Für die Behandlung von Patienten mit L. sind die verzögerte Wundheilung und Infektionsgefahr durch Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, ebenso zu beachten wie die mögliche Sekundärinfektion durch einen Mangel an weißen Blutkörperchen. Außerdem können die Patienten allergisch auf Penicillin oder Sulfonamide reagieren und die Blutungsneigung kann durch einen Mangel an Thrombozyten erhöht sein. |
Bild-Klick! |
Luschka Lippenpolster
auch: Luschka-v. Pfaundler-Lippenpolster; markant vom übrigen Lippenrot
abgesetzter Querwulst der Lippen beim sehr jungen Säugling, welcher die Lippen
noch besser zur Brustwarze hin abdichtet und so den Saugeffekt erhöht.
| Lutschen und Nuckeln, engl.: suck and suck on; kraftvolles Saugen an Fingern (bes. am Daumen) und anderen Gegenständen. Gilt als eines der Hauptursachen von Kieferverformungen ( Nuckeln und Lutschen sind häufig die sprachlosen Bitten um Liebe und Zuwendung. Auch größere Kinder äußern sich so, wenn sie keinen adäquaten sprachlichen Ausdruck finden. Nicht befriedigte seelische Bedürfnisse werden dann durch materielle Befriedigung kompensiert. Wer schon früh die Erfahrung macht, bei jeder Unlustäußerung etwas in den Mund gestopft zu bekommen, wird sich an diese Form der Tröstung gewöhnen. |
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lutschoffener Biss , engl.: sucking
related open bite;
Lutschen,
Offener Biss
Luxation
Luxatio, Verrenkung, Ausrenkung, engl.: do. or
dislocation, eines Gelenks; vorübergehende
oder dauernde, vollständige Verlagerung der Gelenkflächen, unter gleichzeitiger
Überdehnung bzw. Zerreißung von Teilen der Gelenkkapsel oder des Bandapparates.
Häufig wiederkehrende L. (meist durch eine traumatische Erstluxation
ausgelöst) werden als
habituelle Luxation bezeichnet.
Begriff auch bei Zahnverletzungen (
traumatische
Zahnverletzungen) gebräuchlich.
Eine unvollständige L. wird als
Subluxation bezeichnet.
Der Begriff "Luxation" wird in der neueren Literatur z.T. durch "Verlagerung"
ersetzt; z.B.: statt "Diskusluxation" wird "Diskusverlagerung" gebraucht.
Da ein Zahn "gelenkartig" mit dem
umgebenden Kieferknochen
verbunden ist, spricht man bei der
Zahnextraktion auch von einem "Luxieren aus dem
Knochenfach"
Avulsion,
Hippokrates-Handgriff, Kiefergelenk,
Kiefergelenkluxation, Subluxation,
Verriegelungsoperation
Luxation und Avulsion – extraoral behandelt
Luxationsfraktur
Verrenkungsbruch, engl.: dislocation fracture; gleichzeitiges
Bestehen einer Verrenkung und einer Knochenfraktur in
Gelenknähe; gern mit einer Verlagerung
des Bruchstückes verbunden. Im zahnärztlichen Bereich bei einer
Collumfraktur vorkommend.
Kieferbruch,
Stauchungsfraktur
luxieren
"Heraushebeln", engl.: dislocate; in der
ZHK gebräuchliche Bezeichnung für das
"Heraushebeln" eines Zahnes/Zahnwurzel aus der
Alveole im Rahmen einer
Extraktion oder einer
Osteotomie.
Luxation
Lyell Syndrom
Epidermolysis acuta toxica, Epidermolysis bullosa, "Syndrom der
verbrühten Haut"; meist durch Medikamente ausgelöste, seltene, allergische
aber schwerwiegende Hautveränderung (blasige Ablösungen der Epidermis).
Daneben ist bei Kleinkindern das staphylogene Lyell-Syndrom bekannt,
welches durch das Exotoxin Exfoliatin von
Staphylococcus aureus ausgelöst
wird.
Abb.:
http://dermis.multimedica.de/
Lymphadenitis
reaktive Lymphknotenschwellung, engl.: do.;
entzündliche Lymphknotenschwellung im Abflussgebiet
und der Zufuhr von Lymphgefäßen. Eine Lymphgefäßentzündung wird als
Lymphangitis bezeichnet
| Lymphangiom engl.: lymphangioma; gutartige, schlecht abzugrenzende Gebilde aus versprengtem lymphatischen Gewebe; sie werden im Gegensatz zu den Hämangiomen - als echten Neubildungen - den anlagebedingten Malformationen zugeordnet. L. sind eine typische Erscheinung im Kindesalter: 90 % aller L. treten im Alter bis zu zwei Jahren auf. Neben der extraoralen Manifestation im hinteren Halsdreieck finden sie sich enoral vor allem im Bereich der Zunge und können so eine Makroglossie vortäuschen. |
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| Lymphknoten auch (falsch) als "Lymphdrüse" bezeichnet, engl.: lymph node; Filterstation im weit verzweigten Lymphgefäßsystem. Bei einem entzündlichem Prozess im Kieferbereich sind die entsprechenden regionalen L. schmerzhaft vergrößert ("Lymphdrüsenschwellung"). Dabei münden die Lymphgefäße im Versorgungsgebiet der Unterkieferfrontzähne in die submentalen L.; alle anderen Zahnbezirke in die submandibulären L. (tastbar unterhalb des Unterkieferrandes in der Nähe des Kieferwinkels). |
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Lymphozytentransformationstest , LTT, Allergietest, engl.: lymphocyte transformation test;
Allergietestung
Lyrakiefer ;
Omega-Kiefer
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Autor:
Dr. Klaus de Cassan
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