| Zahnwissen-Lexikon
Wa - Wm |
diese Übersetzung |
w
ehemaliges Kürzel in einem Heil-
u. Kostenplan für einen erkrankten, aber erhaltungswürdigen Zahn (wurde
durch "ww" ersetzt). Ab 2005 ersetzt durch:
ew =ersetzter, aber erneuerungsbedürftiger Zahn, kw =
erneuerungsbedürftige Krone, pw =erhaltungswürdiger Zahn mit partiellen
Substanzdefekten, rw = erneuerungsbedürftige
Wurzelstiftkappe, sw =
erneuerungsbedürftige
Suprakonstruktion, tw = erneuerungsbedürftiges
Teleskop, ww =
erhaltungswürdiger Zahn mit weitgehender Zerstörung
Waardenburg-Syndrom ; van
Waardenburg-Syndrom; angeborene (autosomal dominant) multiple Fehlbildungen u.a.
mit Gesichtsdeformationen;
http://de.wikipedia.org/wiki/Waardenburg-Syndrom
Wachs
Dentalwachs, engl.: wax; Oberbezeichnung für eine Vielzahl von
Wachsen oder wachsähnlichen Verbindungen, welche in der
Zahnheilkunde und
Zahntechnik zum Einsatz kommen. Während früher fast nur natürliche Wachse auf
Bienenbasis zur Anwendung kamen, sind heute überwiegend rein oder kombiniert
synthetische W., häufig gemischt mit anderen Stoffen (Parafinen,
Stearinen) und Farbzusätzen anzutreffen. Derartige Mischungen machen einen
individuellen Härtegrad und eine temperaturgesteuerte Erweichung (reversible
Plastizität) möglich.
Untergruppen der W. sind Bisswachse, Gusswachse, Klebewachse,
Modellwachse.
http://www.dentalwax.com
Wachsaufstellung
Zahnaufstellung, Aufstellung,
engl.: set-up,
wax-up; Aufstellen von
künstlichen Zähnen auf eine
Basisplatte mit Wachswällen in einem
Dentallabor mit anschließender Einprobe ("Wachseinprobe", engl.: wax
try-in) im Mund des Patienten, um vor Fertigstellung eine Überprüfung von
Zahnform, Zahnstellung, Zahnfarbe,
Okklusion (statisch u. dynamisch) und
Lautbildung vornehmen zu können. Dadurch, dass die Kunstzähne in einer
Wachs-Umgebung aufgestellt sind, lassen sich leicht entsprechende Korrekturen
vornehmen. Umänderungen der fertigen (Kunststoff-)Prothese bereiten dagegen
einen erheblichen zahntechnischen Arbeits- und Kostenaufwand.
Bisserhöhung,
CPC-Linie,
Mörser-Pistill-Prinzip,
Nasenbasislinie, Vollprothese,
Wachs
Video
| Wachsbiss Wachs-Quetschbiss, einfaches Registrat, engl.: wax-bite; Zusammenbiss der Zähne auf eine erweichte Wachsplatte oder einen Wachswall (auf einer Basisplatte) zur einfachen Bestimmung der Kieferrelation um damit im Artikulator eine Übertragung der Bisslage (Lagebeziehung vom Unterkiefer zum Oberkiefer in Okklusion) vornehmen zu können. |
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Wachseinprobe , engl.: wax try-in;
Wachsaufstellung
Wachsmodell
engl.: wax model o. pattern; gängiges Verfahren bei der
Herstellung von Gussobjekten oder auch
Prothesen: Die spätere Zahnersatzarbeit
wird als Modell exakt in Wachs
modelliert und dann - nach Einbettung
in einen Gipsträger und "Ausbrennen" oder "Auskochen" des Wachses, sodass eine
Negativform entsteht - durch das entsprechende Endmaterial (Kunststoff,
Legierung) ersetzt.
Assembling-Verfahren,
Wachs
Wachstumskurve
engl.: growth curve; graphische Darstellung des Körperlängenwachstums (in
cm pro Zeiteinheit) -
getrennt nach Geschlechtern - als Mitentscheidung bei einer kieferorthopädischen
Behandlung ("Wachstumsanalyse"), wenn es darum geht, den günstigsten
Zeitpunkt für eine bestimmte Therapie zu bestimmen. Gebräuchlich ist die W.
modifiziert nach Greulich und Pyle auf der Basis das Hand-Längenwachstums.
Hand-Röntgenaufnahme
http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/
Wachstumslinie , von Ebner Linie,
Konturlinien, engl.: incremental
line;
Retziusstreifen
Wachswall , engl.:
wax-wall;
Bissschablone
Wahltarif
engl.: selection tariff;
der Leistungsanspruch der
Gesetzlich Versicherten
entspricht dem gesetzlich festgelegten Leistungskatalog ihrer
Krankenkasse. Vereinbart werden können allerdings Varianten bei der
Kostenübernahme
(z.B. Selbstbehalt- oder Beitragsrückerstattungstarife) mit den Kassen.
GKV-WSG (Gesetz zur Stärkung des
Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung),
Zusatzversicherung
Zahnzusatzversicherungen - Bausteine der Versorgung (2013)
o.
© zm-online
WaizmannTabelle -
Zahnzusatzversicherungen im Vergleich
Waldeyer Rachenring ;
Rachenring
Walkhoff
Otto W.,
Berliner Zahnarzt, 1860-1934; bekannt u.a. durch
Gangränbehandlung,
Jodoform,
Phenol
http://www.tarzahn.de/Timbuktu%20Methode/B.Speich_Diss.pdf (ausführlich zu
dieser Materie, Dissertation)
walking bleach ; internes, koronales Bleichen eines
(devitalen) Zahnes;
Bleichen
Walser Matrize , engl.: Walser's matrix; halterlose, X- oder O-förmige Matrize, welche durch Federspannung innerhalb der Zahnreihe befestigt wird
Wanderung von Zähnen ; engl.: tooth
migration;
Zahnwanderung
Wange
Bucca, Backe, engl.: cheek; der die seitliche
Mundhöhlenwand bildende Teil des Gesichtes;
Träger des Backenmuskels (Musculus buccinator,
Jochbogen) und im hinteren Teil des
Masseter Muskels (
Kaumuskulatur). Die paarigen W.
beginnen unterhalb der Augenhöhlen und werden nach hinten durch die Ohren und
nach vorne durch Nase und Unterkiefer begrenzt. Die Farbe der W. wird
seit jeher als Ausdruck der Körpergesundheit gesehen.
Jochbogen,
zygomatische Falte
Wangenbändchen
engl.: cheek fraenum; ähnlich dem
Lippenbändchen im
Prämolarenbereich befindliche,
unterschiedlich ausgeprägte Schleimhautfalten, welche von der Innenseite der
Wange zum Alveolarfortsatz
verlaufen. Da diese Bänder aktiv bei der Gesichtsmimik mitwirken, kann es bei
stärkerer Ausprägung der W. bei
Vollprothesenträgern derart zu Problemen führen, dass die Prothese
"abgehebelt" wird, also ihre Saugkraft verliert.
Wangenbein ;
Jochbein
Wangenbrand , engl.: gangrenous
stomatitis, noma;
Noma
| Wangenmuskeln Wangenmuskulatur, engl.: cheek muscles; als Hauptmuskel der beweglichen Wange gilt der M. buccinator, welcher im hinteren Bereich vom M. masseter und im oberen Bereich vom M. zygomaticus überdeckt wird. |
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Wangenspalte ,
Meloschisis, Gesichtskolobom, Morian-Spalte, engl.: facial (oblique)
cleft; sehr selten
auftretende Missbildung;
Gesichtsspalten
Wärmetherapie
Wärmebehandlung, engl.: hyperthermia; in der
ZHK selten durchgeführte Maßnahmen zum
Auslösen einer örtlich begrenzten Wärme und damit Anregung einer
Mehrdurchblutung (Hyperämie,
Stoffwechselanregung) in diesem Gebiet durch Gefäßerweiterung. Zum Einsatz können kommen:
Rotlicht
("Infrarotlicht; infrared radiation", meist weiße Lichtquelle mit vorgeschaltetem Rotfilter)
zur Erwärmung der obersten Körperschicht (nur wenige Millimeter tief ins Gewebe;
Cave: Verbrennungen bei zu geringem Abstand und Augenschutz!)
Mikrowellen-Strahlen, welche
etwa in einer Tiefe bis zu 5 cm entstehen und so ihre Wirkung besonders am
Knochen entfalten;
Mikrodiathermie
Umschläge,
z.B. mit Enelbin™-Paste, Fango-Packungen
WANZ Abk. von Wirtschaftlich-Ausreichend-Notwendig-Zweckmäßig;
Wirtschaftlichkeitsgebot
Wartezeit / Termine ;
die Wartezeitunterschiede zwischen GKV- und PKV-Mitgliedern in Arztpraxen sind
marginal, bei der Terminvergabe gibt es jedoch größere Unterschiede.
Anzahl/Art
der (Zahn-)Arztbesuche u. deren Wartezeit (©:
BKK Bundesverband / TNS Healthcare, 2008 u. 2011, Power-Point-Vorlage)
Wasserentkeimung
an zahnärztlichen Behandlungseinheiten, engl.: water sterilisation; das
Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt dazu in seinen Hygienerichtlinien (2006,
©: RKI-2006): :
"... In Dentaleinheiten darf gem. § 3 Trinkwasserverordnung nur Wasser
eingespeist werden, das den Anforderungen dieser Verordnung entspricht. Auch bei
Einhaltung dieses Standards werden die Wasser führenden Systeme (z.B. für
Übertragungsinstrumente, Mehrfunktionsspritzen, Ultraschall zur Zahnreinigung,
Mundspülungen) häufig durch unterschiedliche Mikroorganismen besiedelt. Diese
kolonisieren und vermehren sich an den inneren Wandungen der Wasser führenden
Systeme. Diese Biofilme können in Perioden der Stagnation zu einer z.T. massiven
Kontamination des Kühlwassers führen. ..."
Neben dem Einsatz von Desinfektionsanlagen mit gesicherter Wirkung (es werden
keine Details genannt, vermutlich auf Ozon-
oder Wasserstoffperoxid-Basis) empfiehlt das
Institut u.a.:
"...
Wasser führende Systeme sind zu Beginn des Arbeitstages (ohne aufgesetzte
Übertragungsinstrumente) an allen Entnahmestellen, auch am Mundglasfüller, für
etwa 2 Min. durchzuspülen. Hierdurch kann die während der Stagnation
entstandene mikrobielle Akkumulation erheblich reduziert werden. ..."
"... Die Wasser
führenden Systeme können potenziell auch retrograd über die Mundflora der
Patienten kontaminiert werden. Die Kühlsysteme müssen daher den Rücklauf von
Flüssigkeiten verhindern. Eine mikrobielle Kontamination der Wasser führenden
Systeme durch die Behandlung des vorangegangen Patienten wird durch Spülen der
zuvor im Mund des betreffenden Patienten benutzten Systeme (auch solcher mit
eingebauter Rückschlagverhinderung) über ca. 20 Sekunden vermindert. Am Ende des
Behandlungstages sollten die Wasser führenden Systeme nach Behandlung des
letzten Patienten ebenso gespült werden, um so eventuell vorhandene
Mikroorganismen zu eliminieren. ..."
Gleichwohl ist
sich das RKI darüber im Klaren, dass noch keine
validierten Werte vorliegen und schreibt
deshalb: "... Obwohl das Erkrankungsrisiko für gesunde Patienten oder Behandler
aufgrund der aus einer Biofilmbildung u. U. resultierenden Kontamination des
Kühl- und Spülwassers als gering einzuschätzen ist bzw. ein Zusammenhang mit
zahnärztlichen Behandlungen nur in Form von Einzelfallberichten vorliegt,
entspricht es den allgemein anerkannten Prinzipien der Infektionsprävention, das
Risiko von Gesundheitsschäden durch Verwendung mikrobiologisch unbedenklichen
Wassers zu reduzieren. ..."
Hygiene,
Irrigationswasser
Wasserkrebs ;
Noma
Wasserkühlung , engl.: water cooling
(system) ;
Spray
Wasserstoffperoxid
H2O2, auch Wasserstoffperoxyd,
Wasserstoffsuperoxyd, Wasserstoffdioxid, Hydrogenium peroxydatum, engl.: hydrogen peroxide; die chemisch instabile Verbindung zerfällt relativ rasch in normales Wasser
und einatomigen (naszierenden, "agressiven") Sauerstoff, welcher
kurzzeitig als
Bakteriengift gilt und eine Bleichwirkung auf Gewebe ausübt. Vielfältiger
Einsatz in der ZHK (Desinfektion,
Bleichen) meist in Konzentration von 2
- 3 % zur Spülung (Wurzelkanäle, infizierte Wunden) bzw. 10 - 15 % beim Bleichen.
W. wird als potentiell mutagen
diskutiert;
allerdings hängt eine derartige Schädigung von der Konzentration ab. Sie wird
bei zahnärztlichen Anwendungen bei weitem nicht erreicht. Die EU-Richtlinie
schreibt dazu: "... Nach dem Stand unserer derzeitigen Kenntnisse ist das
Produkt weder mutagen, cancerogen noch teratogen. ..."
Akatalasie,
Bleichen von Zähnen,
Mundspüllösungen,
Natriumperborat,
Peroxid
Wasserstrahlgeräte , engl.: water jet;
Munddusche
Waterlase ™ ,
Hydrokinetik
Watterolle
engl.: cotton roll; Standardhilfsmittel aus beschichteter Baumwolle zum "Trockenlegen" eines
zahnärztlichen Behandlungsfeldes, besonders dann, wenn kein
Kofferdam zum Einsatz kommt / kommen
kann. Häufig auch noch als Hilfsmittel zum Stabilisieren des Röntgenfilms bei
intraoralen Aufnahmen oder zum
Druckfixieren beim Einzementieren
einer Restauration eingesetzt. Die
in vielen Größen und Variationen - auch mit Drahteinlagen zur besseren Adaption
- vorhandenen W. müssen unbedingt vor Entfernung aus dem Mund gut feucht
sein, da es sonst zu erheblichen Mundschleimhautverletzungen kommen kann;
spezielle Fabrikate sind mit einem Vlies umwickelt und zeigen ein
hautfreundlicheres verhalten.
Automaton,
Trockenlegen
| Wax up engl.: für in Wachs aufstellen oder planen; in etwa zu übersetzen mit "aus Zahnwachs (Modellierwachs) hergestelltes, der Kiefersituation entsprechendes 1:1 Modell der zukünftigen zahnärztlichen Arbeit ("Simulations-Zahnersatz"; "Simulations-Kaufläche")", um so entsprechende therapeutische Maßnahmen exakt planen und eine vorausschauende Analyse der Auswirkungen einer geplanten Behandlungsmaßnahme durchführen zu können. |
| Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und dem Gesamt-Organismus, Zähne und ihr Einfluss auf den Körper, engl.: dependencies between tooth and organism; umstrittene und wissenschaftlich nicht abgesicherte Zusammenhänge zwischen einzelnen Zähnen/Kieferbereichen und dem übrigen Körper. So soll beispw. eine Erkrankung des mittleren rechten Schneidezahns Störungen an Stirnhöhle, Muskulatur der unteren Extremität, Fuß, Kreuz und Steißbein, Knie, Niere rechts, Blase, Epiphyse, Nebenhoden usw. verursachen können. |
|
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| Wechselgebiss Zahnwechsel, Übergang zwischen Milchzahngebiss zum bleibendem Gebiss mit Zähnen beider Dentitionen in der Mundhöhle, engl.: mixed dentition. Der Durchbruch der bleibenden Zähne erfolgt in Etappen: 5-9 Jahre; Durchtritt Sechsjahrmolar (2. physiologische Bisshebung) und untere mittlere Schneidezähne, dann obere mittlere Schneidezähne, dann nach kurzer Pause unterer seitlicher und nach einem Jahr der oberen seitlichen Schneidezähne. Es folgt die sog. Wechselpause Zuerst erster oberer Prämolar, dann UK Eckzahn und unterer erster Prämolar. Dann zweite oberer und zweiter unterer Prämolar. Als letzte Zähne der Stützzone wechseln oberer Eckzahn und unterer zweiter Prämolar. Dann zweiter Molar (12-Jahr-Molar), (3.phys. Bisshebung) – mit 12,5 - 14 Jahren sollten alle Zähne des bleibenden Gebisses (ausschließlich der Weisheitszähne) vorhanden sein. Durchbruch 3. Molar (Weisheitszahn) im 17. – 25. Jahr (4.phys. Bisshebung)
Menschliche Zähne durchbrechen den Kiefer im Laufe des Lebens zweimal (
Das W. gilt als besonders
Kariesanfällig, da: |
|
|
Wechselspülung ;
Wurzelkanalspülung
Weichteile
engl.: soft parts o. tissues; Oberbegriff für alle Gewebe des
Körpers, die nicht aus Knochen oder Knorpel bestehen (Muskeln, Sehnen, Fett- u.
Bindegewebe, Nerven, Gefäße); genauer: das zum Bewegungsapparat gehörende Gewebe
aus Muskeln und Sehnen mit dem subkutanen Gewebe darüber.
Weichteilzyste
Weichgewebszyste, engl.: soft tissue cyst; Oberbegriff für nicht
odontogene Zysten, welche in den
Körperweichteilen auftreten. Man unterscheidet nach
ihrer Herkunft:
dysontogenetische oder fissurale
Zysten, wie z.B. Dermoidzysten ("Haargeschwulst"), Halszysten
(laterale Kiemengangszysten, Thyreoglossus-Zyste), nasolabiale Zysten
entzündlich-traumatisch Zysten, wie z.B.
Mukozele oder
Atherom
Da keine Knochenbeteiligung vorliegt, gelingt eine röntgenologische Darstellung
der W.
befriedigend nur mit einer
Kontrastmittelfüllung
Marsupialisation,
Zyste
Weingart Zange
engl.: Weingart pliers; mit gerieften Branchen versehene Zange; Einsatz
in der Multibandtechnik und
zum Entfernen von Brackets
Weiser Drainage ;
Dochtdrainage
| Weisheitszahn 3. Backenzahn, 8er, Weisheitszähne (Sapientes), engl.: wisdom tooth, third molar, lat. dens serotinus (= (zu)spät kommender Zahn); der letzte in der Zahnreihe stehende und bei einem normal entwickelten Kiefer am spätestens durchbrechende (zwischen denn 17. und 25. Lbj.) Backenzahn. Häufig aus Platzmangel gar nicht (retiniert) oder nur unvollständig (teilretiniert) durchbrechend, dabei in seiner Lage von der Norm abweichend (verlagert); als Folge einer Gebissreduktion sind einzelne oder alle 4 W. auch gar nicht vorhanden. Der Volksmund bezeichnet in vielen Sprachen diesen Zahn deshalb als "Weisheitszahn", weil der Mensch in diesem Alter (eine mehr oder wenig ausgeprägte ;-) ) Weisheit besitzen sollte. Weisheitszahndurchbruch, engl.: eruption of the wisdom tooth: Wegen Platzmangel in einem zurückgebildeten Kiefer kommt es besonders bei den unteren W. häufig zu Beschwerden während des (Teil-)Durchbruchs (Fachausdruck: Nicht vollständig durchgebrochene oder eingestellte Weisheitszähne sind manchmal die einzigen Gebiete von Zahnfleischentzündungen im ansonsten gesunden Gebiss. Besonders die hinteren Flächen der dritten Molaren weisen dabei häufig eine stark erhöhte Sondierungstiefe mit entsprechendem Befall pathogener Mikroorganismen in den Taschen auf. Vor allem für junge Patienten ist eine solche Situation eine Quelle chronischer Entzündung im Mund. Bei Taschentiefen > 4mm in der Weisheitszahnregion wird daher häufig die prophylaktische Zahnentfernung empfohlen. In seltenen Fällen sind im Oberkiefer zusätzliche (überzählige) W. (Distomolar) zu beobachten. Nach dem internationalen Zahnschema werden diese Zähne mit den Zahlen 19 u. 29 bezeichnet. Von Seiten der Patienten wird die Entfernung von W. gefürchtet und von operativ tätigen Zahnärzten wird dieser Eingriff als mit überdurchschnittlichen Komplikationen behaftet angesehen. Dies hat mehrere Gründe: Für Unterkieferweisheitszähne gilt zusätzlich: • Sensibilitätsstörungen (Gefühlsbeeinträchtigungen): N. alv. inferior 0,4 bis 4,4% ("taube Lippe") N. lingualis 0,06 bis 1,1% bleibende Schäden bei etwa 1% • Wundheilungsstörungen: Alveolitis 0,5 bis 30% Wundinfektionen 1,5 bis 5,8% • Eröffnungen der Kieferhöhle (Oberkiefer): ca. 11% • Risiko der Verletzung des 2. Molaren: 0,3% • Darüber hinaus kann es in seltenen Fällen postoperativ auch zu pathologischen Frakturen des Kieferwinkels kommen. Auch bei Taschentiefen > 4mm in der Weisheitszahnregion - in einem sonst gesunden Gebiss - wird die parodontalprophylaktische Entfernung empfohlen. Aber: in einer neuseeländischen Studie brachen 30 Prozent der Weisheitszähne, die von einem Arzt zum Entfernen vorgesehen, aber dann doch nicht operiert worden waren, später durch das Zahnfleisch, ohne irgendwelche Probleme zu machen. |
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Weissenfluh
Dr. Hans von, Schweizer Zahnarzt aus Zweisimmen gilt als Erfinder der ersten
Munddusche, der "settima™"-Zahnpasta
und Gründer der Fa. Hawe Neos Dental (1934); in der ZHK bekannt durch:
Weißgold
, engl.: white gold; legierungsbedingte Farbveränderung des
Grundmaterials Gold durch Beimischung von Palladium oder Nickel;
Blassgold
Weißmacher Zahnpasten
Bleichzahnpasten, engl.: whitening toothpastes; zu den
Kosmetika zählende Präparate zur
Aufhellung der Zahnfarbe und/oder zum Entfernen von
Zahnverfärbungen. Einteilung
hinsichtlich der Wirkungsweise in 2 Gruppen:
konventionell auf der Basis von
abrasiven Putzkörpern:
Es kommen kleine Partikel mit einer Korngröße zwischen etwa 1 Mikrometer (1 µm)
und 15 µm zum Einsatz. Häufig werden dafür Putzkörpertypen auf Aluminiumoxidtrihydrat-, Aluminiumoxid-, Kalziumkarbonat- (Kreide),
Kieselsäurebasis sowie unlösliche Metaphosphate mit variierender Kornhärte
verwendet. Die Verfärbungen werden durch einen mehr oder weniger starken Abrieb
entfernt; es bleibt nicht aus, dass dadurch auch
gesunde Zahnsubstanz verloren geht.
Einsatz vor allem in "Raucher-Zahnpasten". Jüngere Modifikationen sind spezielle
Putzkörper (z.B. Perlit als Abrasivstoff) oder kleine weiche Kunststoffkügelchen.
auf der Basis chemisch reinigender Wirkstoffe (Einsatz alleinig oder
unterstützend zur konventionellen Gruppe):
Verschiedene Verbindungen (z.B. Pyro- und Polyphosphate) lösen die Verfärbungen
an, um diese dann leichter mit der Zahnbürste entfernen zu können. Weiter binden
diese Substanzen Kalzium-Ionen aus dem Speichel, welche sich in die
Plaque
einlagern können und zu deren
Verkalkung führen. Andere Möglichkeiten sind der Einsatz von
Zitronenextrakten (Zitronensäure) oder dem
Enzym Papain.
Wasserstoffperoxid ist - im Gegensatz zum
US-Markt - EU-weit nur in der wenig wirksamen 0,1%igen Konzentration erlaubt und
kommt deshalb nicht zum Einsatz.
Zahnpasta
Weiterbildung
engl.: postgraduate training, further training; fachliche
Vertiefung der beruflichen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in einem
definierten Gebiet der ZHK, in Verantwortung einer
Zahnärztekammer nach dem
Heilberufe-Kammergesetz. Sie führt zu einer
Gebietsbezeichnung bzw. zum
"Fachzahnarzt für ...". Die W. erfolgt in praktischer Berufstätigkeit und
theoretischer Unterweisung; sie umfasst die für den Erwerb der jeweiligen
Gebietsbezeichnung erforderliche Vertiefung der beruflichen Kenntnisse und
Fähigkeiten. Dauer, Inhalt und weitere Einzelheiten werden in den
Weiterbildungsordnungen der Kammern geregelt.
"Die Weiterbildung zum Fachzahnarzt einerseits und der Erwerb des PhD und die
Habilitation andererseits sind die höchsten Stufen der postgradualen
Qualifizierung. Die Weiterbildung besteht grundsätzlich aus einem theoretischen
und einem praktischen Teil. In den Weiterbildungsordnungen sind meist
Mindestanforderungen (z.B. OP-Katalog - Oralchirurgie) definiert und sie wird
beendet mit einer Prüfung vor der zuständigen Kammer. Bei dem PhD und der
Habilitation handelt es sich hingegen um eine primär wissenschaftlich
orientierte Zusatzqualifizierung deren Mindestanforderungen an
wissenschaftlichen Leistungen von den medizinischen Fakultäten definiert und die
mit Prüfungen innerhalb der Fakultäten abgeschlossen werden. (aus
einem Positionspapier von DGZMK und VHZMK, 2008)"
Zur Einordnung der Weiterbildung in der
ZHK:
die zahnärztliche Ausbildung
unterliegt der Studien- und
Approbationsordnung und ist in D den Universitäten vorbehalten. Mit
Erlangung der Approbation wird ein
„berufsfähiger“ Zahnarzt erwartet. Eine "Praxisfähigkeit" ist i.d.R. noch nicht
vorhanden (
Vorbereitungszeit)
die zahnärztliche Fortbildung
ist eine Berufspflicht und
u.a. im Heilberufsgesetz und
in den Kammergesetzen geregelt
die zahnärztliche Weiterbildung
bedeutet eine Zusatzqualifikation auf Grund gesetzlicher Bestimmungen
(praktische Tätigkeit, theoretische Unterweisung). Wird von den
Zahnärztekammern geregelt und
muss von diesen anerkannt werden, sonst darf keine entsprechende
Gebietsbezeichnung geführt werden.
ECTS-Leistungspunktesystem,
Fachzahnarzt für ..., Fortbildung,
Fortbildung
(postgraduierte), Implantologie
(Bezeichnungen, Titel), Master,
Parodontologie, Stomatologie
Muster-Weiterbildungsordnung der Bundeszahnärztekammer (2012) o.
© BZÄK
Weiterbildungsordnung der ©: Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg (2009)
Weltgesundheitsorganisation;
WHO
Werbung
engl.: publicity; Information und Kommunikation über das Leistungsangebot
und die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Der sensible Bereich der Werbung
im Gesundheitswesen bedarf dabei - anders als in der freien Wirtschaft -
besonderer Kriterien, denn schließlich sollte der Patient als Laie darauf
vertrauen können, dass die Informationen zutreffend sind. Mit einer Integration in
den europäischen Binnenmarkt und durch höchstrichterliche Entscheidungen ist in
den letzten Jahren eine erheblich Liberalisierung zu beobachten, dies vor
allem im Sinne eines gesteigerten Informationsbedürfnisses der Patienten.
Bedingt durch diese Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, ist das (zahn-)ärztliche
Berufsrecht nicht mehr allein
maßgeblich. Hier greifen vor allem das Heilmittelwerbegesetz (HWG,
http://www.aufenthaltstitel.de/) und
das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG,
http://transpatent.com); siehe auch "Urteil:
Ärzte dürfen sich im Kittel zeigen, doch viele andere Verbote bleiben bestehen". Am häufigsten wird dabei
gegen Paragraph 11 HWG verstoßen, der die im normalen Geschäftsleben üblichen
suggestiven Werbemethoden für das Gesundheitswesen verbietet. Mit Dankschreiben
von Patienten oder Empfehlungen Dritter etwa darf ein Arzt deshalb ebenso wenig
werben, wie mit Werbeaussagen, die falschen Eindrücke erwecken.
In den (zahn-)ärztlichen
Berufsordnungen
ist ein entsprechendes Verhalten bei der Außendarstellung der Berufsangehörigen
vorgeschrieben.
Im Verlauf der letzten Jahre hat der Bundesgerichtshof (BGH) seine
Rechtsprechung zur Arztwerbung gelockert und weiter den Vorgaben des
Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs angepasst. Nach
einem Urteil ist Werbung in Berufskleidung (umstrittener Paragraf 11 des
Heilmittelwerbegesetzes *)) nun nur noch
verboten, wenn sie "geeignet ist, das Laienpublikum unsachlich zu beeinflussen
und dadurch zumindest eine mittelbare Gesundheitsgefährdung zu bewirken".
*) im Paragraf 11
Heilmittelwerbegesetz heißt es: 1. Außerhalb der Fachkreise darf für
Arzneimittel, Verfahren, Behandlungen, Gegenstände oder andere Mittel nicht
geworben werden … 2. mit Angaben, dass das Arzneimittel, das Verfahren, die
Behandlung, der Gegenstand oder das andere Mittel ärztlich, zahnärztlich,
tierärztlich ... fachlich empfohlen oder geprüft ist oder angewendet wird ... 4.
mit der bildlichen Darstellung von Personen in der Berufskleidung oder bei der
Ausübung der Tätigkeit von Angehörigen der Heilberufe, des Heilgewerbes oder des
Arzneimittelhandels ...

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Wie wird eine Zahnarztpraxis gefunden?
Ein bemerkenswertes Urteil zur Liberalisierung der Werbung hat das
Bundesverfassungsgericht 2011 veröffentlicht (entnommen
aus zm-aktuell):
"Verfassungsgericht erlaubt Zahnärzten und Ärzten mehr Werbung
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erlaubt Zahnärzten und Ärzten mehr
Werbung. Ein Zahnarzt dürfe in Anzeigen auch unter Verwendung von Fotos mit der
technischen Ausstattung seiner Praxis werben, entschied das Gericht in einem
Beschluss.
Auch sei es zulässig, neben der Praxis zugleich für die Dienstleistungen eines
Zahnlabors und eines Fachverlags zu werben. Die grundrechtlich geschützte
Berufsfreiheit von Ärzten und Zahnärzten umfasse das Recht auf "berufsbezogene
und sachangemessene Werbung", so die Richter.
Ein Zahnarzt aus Nordrhein-Westfalen hatte in einer Anzeige gleichzeitig für
seine Praxis, sein Labor und seinen Fachverlag geworben. Die Berufsgerichte
sahen darin einen Verstoß gegen die zahnärztliche Berufsordnung. Dem
widersprachen die Verfassungsrichter: "Es gibt keine Gründe des Gemeinwohls, die
ein generelles Verbot der Verbindung von zahnärztlicher und gewerblicher
Tätigkeit im Bereich der Werbung (...) rechtfertigen können", heißt es in der
Begründung.
Bereits in früheren Entscheidungen hatte das Gericht ein grundsätzliches Recht
von Zahnärzten und Ärzten auf Werbung anerkannt. Traditionell sind die
Werbemöglichkeiten für Ärzte aus berufsrechtlichen Gründen stark beschränkt.
Diese Beschränkungen sind nach der Rechtsprechung aber nur gerechtfertigt,
soweit sie zum Schutz des Vertrauens in die Integrität der Ärzteschaft
erforderlich sind. Der Patient soll "darauf vertrauen können, dass sich der Arzt
nicht von kommerziellen Interessen leiten lässt".
BVerfG - Az.: 1 BvR 233/10 und 1 BvR 235/10"
Berufsordnung,
Freie Berufe,
Interessensschwerpunkte,
Prophylaxeshop
2013: Für "Irreführung" liegt die Latte heute viel höher
Der werbende Zahnarzt - Erlaubte Informationen und berufswidrige Werbung
Die Verwendung von Berufs- und Qualifikationsbezeichnungen im Lichte des
Wettbewerbsrechts – eine Rechts- und Rechtsprechungsübersicht
Kein Patent fürs "perfekte Lächeln"
AMG-Novelle - Arztwerbung: Jetzt gelten neue Regeln
Früher Risiko – heute (2013) Chance: Vorher-Nachher-Fotos
Dürfen Zahnärzte mit Gewinnspielen oder Preisausschreiben werben?
Werkstoffkunde
auch: Material- und Werkstoffkunde, engl.: (dental) materials science;
Wissenschaft, die sich mit Eigenschaften und Verhalten verschiedener Werkstoffe
(metallische u. nichtmetallische) bezüglich Belastung, Verschleiß, Korrosion,
Optimierung und Wiederverwendung befasst.
Propädeutik,
Sicherheitsdatenblätter
Deutsche
Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V. (DGPro);
http://www.dgpro.de/
Biokompatibilität zahnärztlicher
Werkstoffe:
http://www.hartgewebe.de/FH_Biolokompatibilitaet.html
Metalle im Mund
Verträglichkeit
(Zytotoxizität) dentaler Werkstoffe:
http://www.db-thueringen.de/
Erfolg und Misserfolg – Materialien und Unverträglichkeiten (S. 33)
Die
Biokompatibilität von Komposit-Kunststoffen (©: Zahnärztliche
Mitteilungen, 2006)
Werkvertrag
engl.: contract for work and labour; nach § 631 BGB gilt:
(1) Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen
Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.
(2) Gegenstand des Werkvertrags kann sowohl die Herstellung oder Veränderung
einer Sache als ein anderer durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender
Erfolg sein.
I. d. R. in der
ZHK bei
prothetischen Behandlungen mit dem
Dienstvertrag (der keinen Erfolg
garantiert) kombiniert. So stellt z.B. die
handwerkliche Anfertigung
(von einem Zahntechniker) einer
Prothese oder
Krone ein „Werk“ dar - ähnlich dem
eines Tisches beim Schreiner - und garantiert einen Erfolg. So wie der Tisch
nicht wackeln darf und nicht unter der Last einer Tafel zusammenbrechen darf,
muss z.B. die Okklusionsfläche einer Krone
so stark sein, um nicht schon nach kurzer Zeit durchgebissen zu sein.
Mängelrüge ist bis zu 2 Jahren möglich (z.B. versteckter oder arglistig
verschwiegenen Mangel: die Goldkrone aus angeblich hochwertigem
Edelmetall entpuppt sich als billige Messingkrone).
Dentallabor,
Dienstvertrag, Honorar
Wert einer Zahnarztpraxis
finanzielle Bewertung einer Praxis, Verkehrswert, engl.: (market)
value of a dental practice; versch. Methoden zur Bestimmung des Wertes
einer Praxis, wobei eine rechtlich verbindliche Methode zur Feststellung nicht
existiert. Bei Gerichten herrschen zwei verschiedene Bewertungsverfahren vor,
die Ärztekammermethode und die Ertragswertmethode. Beide Verfahren unterscheiden
zwischen Substanzwert und ideellem Wert (sog. Goodwill), wobei
letzterer i.d.R. höher ist:
Gemeinschaftspraxis,
Niederlassung
http://www.praxisbewertung-praxisberatung.com/artikel-iww-praxisbewertung.htm
Weski
Oskar, Berliner Zahnarzt (1878-1952), bekannt durch die Ursachen und
Behandlungsforschung in der
Parodontologie; gilt als einer der Beschreiber eines
systematischen Behandlung von
Parodontopathien:
Weskis Gedanken bildeten über Jahrzehnte (seit 1928) die Grundlage der mit den Gesetzlichen Krankenkassen abgeschlossenen Parodontalverträge (PA-Vertrag). Besonders wegen einer Übergewichtung der allgemeinen und funktionellen Faktoren (z.B. wird dem okklusalen Trauma eine zu große Bedeutung zugemessen) gilt die "Weski Trias" heute als zu wenig differenziert in ihrer Beschreibung und den daraus folgenden Behandlungskonsequenzen.
Wetjets ;
Kofferdam
Weyers-Syndrom ,
IridoDentales Syndrom
Wharton Gang, -Gänge
; andere Bez. für den paarigen Ductus submandibularis = Ausführungsgang der
Unterkiefer-Speicheldrüse
Whip-Mix Artikulator
™
kiefergelenkbezogener, teiljustierbarer
Artikulator mit zwei künstlichen,
umschraubbaren Gelenken, die die Führungsfunktion der
Kiefergelenke imitieren (sog. Typ
IV-Artikulator); der
Interkondylarabstand ist in drei Größen veränderbar (Position S (small) = 90
mm ; Position M (middle) = 110 mm ; Position L (large) = 130 mm).
http://whipmix.com/catalog/occlusion/
http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/habil-online/00/00H136/habil.pdf
| White Spot „white spot lesions“ (WSL), Initialkaries, Initialläsion, "Kreidefleck", beginnende sichtbare Karies, incipient caries, engl.: auch initial caries; beginnende sichtbare "kreidige" Veränderung (Entkalkung) des Zahnschmelzes und einer rauen, unter Trockenlegung opak erscheinenden Oberfläche; i.d.R. an den Zahnhälsen auftretend. Diese Veränderungen resultieren aus schrittweise auftretenden pH-Schwankungen im Biofilm der Plaque, welche durch Bakterien-Stoffwechselprodukte verursacht werden. Die Opazität zeigt den Grad des Demineralisationsprozesses an: Mineralverlust in den oberen Schmelzschichten führt zu erhöhter Porosität. Diese hat eine unterschiedliche Lichtbrechung und den Verlust der normalen Transluzenz des Zahnschmelzes zur Folge. Durch geeignete Maßnahmen - lokale Fluoridzufuhr, antibakterielle Gelees, gute Mundhygiene - ist in diesem Stadium noch eine "Ausheilung" der Karies im Sinne einer Remineralisation möglich. Bräunliche Verfärbungen, als "Brown Spot" bezeichnet (Abb. re. außen), resultieren aus der Einlagerung von Farbstoffen bei einer zum Stillstand gekommenen Karies, welche das Stadium des W. S. nicht überschritten hat. Im Gegensatz zur Zahnhalskaries ist dieser Bezirk nicht durch Karies fühlbar erweicht. |
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Whitestrips™
Bleichplaster, Bleichfolien zum häuslichen Gebrauch beim
Bleichen der Zähne; im
Jahr 2000 in den USA als "Bleichsystem ohne Schienen" für den häuslichen
Gebrauch eingeführt. Allerdings:
Beim Bleaching mit W. gelangen rund doppelt so hohe Konzentrationen von
Peroxiden in den Speichel wie durch den Einsatz von konventionellen
Schienensystemen; die Werte liegen jedoch noch immer weit unter den
Konzentrationen, die nach heutigen Kenntnissen systemische Nebenwirkungen verursachen könnten.
Bleichen/Bleaching der Zähne
WHO
World Health Organisation, Weltgesundheitsorganisation;
1948 als Sonderorganisation (Unterabteilung) der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf
gegründet; 193 Mitgliedsstaaten (2010). Eines ihrer Ziele ist
laut Definition: "einen Zustand des völligen körperlichen, geistigen
und sozialen Wohlbefindens, und nicht nur als die Abwesenheit von Krankheiten
und Gebrechen" bei allen Völkern der Erde herbeizuführen. Erhebung des
Mundgesundheitszustandes ihrer
Mitgliedsländer. Beschlüsse der WHO haben keine gesetzlich bindende Kraft, wohl
aber eine moralische Verpflichtung für jeden Staat.
Im zahnmedizinischen Bereich wurde seitens der WHO als Fernziel von
Präventionsmaßnahmen die Formel "22-77-99"
aufgestellt, was heißen soll, dass bei 77jährigen noch mindestens 99 % der
Bevölkerung 22 eigene Zähne haben sollten.
Mundgesundheit
WHO-Datenbank "Gesundheit für alle" mit zahlreichen europäischen
Informationen (in Deutsch)
http://www.who.int/
| WHO Sonde standardisierte Parodontalsonde, Messgerät zur Zahnfleischtaschentiefe, engl.: WHO probe; von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Zahnfleischtaschen-Sonde, welche eine Kugel von 0,5 mm Durchmesser an der Spitze trägt. Im Bereich von 3,5 bis 5,5 mm ist sie mit einem schwarzen Band markiert (s. Abb.). Weltweiter Standard bei der Messung der Zahnfleischtaschentiefe im Rahmen von sog. Indexerhebungen. Für die Sondierung soll nur ein leichter Druck von 0.25N (25g) angewandt werden. In jüngerer Zeit wird eine Messung der Taschentiefe erst nach einer parodontalen Vorbehandlung (Initialtherapie: Symptomatische Therapie, Mundhygiene, Ultraschall) empfohlen, da sonst die Ergebnisse verfälscht sein könnten: Entweder stößt die Sonde in der Zahnfleischtasche auf Konkremente, oder sie touchiert entzündetes Gewebe und verletzt dieses. Dadurch sind Fehlmessungen bis zu 2 mm nicht ausgeschlossen. |
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Wickham Streifung,
Lichen ruber planus
Widman-Neumann Operation, engl.:
Widman flap;
Lappenoperation
Wiegold
Phantommetall auf Messingbasis (Kupfer-Zink-Legierung mit weiteren
Zusätzen wie Al, Co, Fe, Pb, Sn, Zn). Eingeführt im 1. Weltkrieg, dient W.
heute noch als Werkstoff für Zahnersatz-Übungsarbeiten
Legierung,
Palliag,
Randolf
| Wild-Klassen engl.: Wild's categories (classifications); Einteilung von Zahnlücken. Im Vergleich zu den anderen Klassifikationen (Eichner, Kennedy) einfache Unterscheidung in Schaltlücke, Freiendlücke und eine Kombination aus beiden Lückenarten. Details siehe Abbildung |
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Willebrand-Jürgens-Syndrom
auch: Von-Willebrand-Syndrom, vaskuläre Pseudohämophilie A, engl.:
von Willebrand's disease; nach dem finn. Entdecker benannte
Blutgerinnungsstörung
mit dominantem Erbgang. Gilt als die häufigste vererbbare Blutgerinnungsstörung
überhaupt. Etwa 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland soll die
genetische Veranlagung dafür haben,
wobei die Stärke unterschiedlich ausgeprägt ist. Bei der echten
"Bluterkrankheit" (Hämophilie, betrifft nur das männliche Geschlecht) ist
zuwenig Faktor VIII vorhanden. Bei dem W.-J.-S. fehlt ein Cofaktor, der
die Bildung von Faktor VIII unterstützt. Zur Blutungs-Prophylaxe bei
zahnärztlichen Eingriffen kann dieser Faktor injiziert werden.
Blutgerinnungsstörung
Wissenswertes zum Von-Willebrand-Syndrom
http://www.netzwerk-vws.de/
| Wilson Kurve transversale Okklusionskurve, engl.: Wilson's curve, transversal curvature; im Gegensatz zur |
Winkelhalbierungstechnik
Halbwinkeltechnik,
engl.: bisection (line of an) angle technic; Begriff aus der Röntgenologie für ein spezielles
Aufnahmeverfahren zur Verzerrungsfreien Darstellung des Aufnahmeobjektes. Das
1907 eingeführte Verfahren gilt wegen seiner Ungenauigkeit bei der Einstellung
exakt auf eine imaginäre Ebene als überholt.
Halbwinkeltechnik,
laterale Zahnaufnahme,
Paralleltechnik, Rechtwinkeltechnik,
Tubus
Winkelhoff-Cocktail
nach van Winkelhoff (van Winkelhoff et al. 1989, J Clin
Periodontol, Vol.16: 128-131),
Kombination von Amoxicillin und
Metronidazol,
engl.: do.; Empfehlung zur Behandlung einer akuten, aggressiven
Parodontitis: 3
x 375 mg Amoxicillin & 3 x 250 mg
Metronidazol über 8 Tage.
Metronidazol wirkt in dieser Kombination nicht als Antibiotikum, sondern auf den
Biofilm und ermöglicht somit dem
Amoxicillin erst den Zugang zu den Keimen.
Als praktische Empfehlung gilt z.B.: Amoxihexal® 750
mg, 20 Tabl., alle 8 h eine halbe Tabl. über 7 Tage; Arilin®
250, 2x12 Tabl., alle 8 h eine Tabl. über 7 Tage (beide Präparate zusammen
einnehmen).
Antibiotikazufuhr bei
Zahnfleischerkrankungen, Doxycyclin
http://www.ingentaconnect.com/ ;
http://www.joponline.org/
Doxycyclin in der
PA-Therapie ; ©: Niedersächsisches
Zahnärzteblatt 1/2011
Winkelmerkmal , engl.: angle characteristic;
Zahnmerkmale
| Winkelstück abgewinkeltes Präparationsinstrument, "abgewinkelter Bohrer", engl.: contra-angle o. right-angle (dental drill); Schlagwortbezeichnung für ein rotierendes Bohrinstrument zur abgewinkelten Kraftübertragung von einem (Mikro-)Motor; in der ZHK zur Zahnbearbeitung ( Je nach Einsatz mit normalem Schaft oder FG-Schaft auf dem Markt. Unter einem Feilwinkelstück versteht man ein W., welches keine rotierende, sondern eine oszillierende Bewegung durchführt. Einsatz z.B. zur Glättung des Interdentalraumes oder bei der Wurzelkanalaufbereitung. |
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Wipla ™ Legierung
Abk. von "Wie Platin";
Modellguss-Stahl mit Chrom-Nickelzusätzen. Vor Entwicklung der
Gusstechnik wurden starke Stahlbleche aus Wipla entsprechend geprägt um eine
Stahlbasis zu erhalten ("Wipla™
Prägetechnik").
Wirtschaftlichkeitsgebot
"wirtschaftlich",
engl.: efficiency principle; Begriff aus dem
Sozialgesetzbuch und
Richtlinie für die Behandlung einer
gesetzlich
versicherten Person. Danach hat eine Behandlung
wirtschaftlich, ausreichend,
notwendig und zweckmäßig ("WANZ") unter Berücksichtigung der
zahnmedizinischen Regeln zu erfolgen. Dieses sozialrechtliche Gebot bedeutet
nicht, dass darüber hinausgehende Maßnahmen überflüssig seien. Vielmehr besteht
bei der "schwammigen Definition" oft eine Diskrepanz zwischen sozialer
(kassenwirtschaftlicher)
und medizinischer Notwendigkeit. Die Übergänge zu einer
medizinisch optimalen Behandlung sind nach dem Gebot fließend - ja manchmal gar
nicht möglich - und bieten mitunter Streit zwischen dem
Behandler und der
sachleistungspflichtigen Krankenkasse. Beispielhaft sei hier der große Kreis der
prophylaktischen Leistungen erwähnt.
Obwohl über den Sinn und die Erfolge derartiger, vorbeugender Behandlungen
medizinisch kein großer Diskussionsbedarf besteht, werden von den
Gesetzlichen
Krankenkassen nur wenige dieser sinnvollen Leistungen übernommen. Wünscht
der Versicherte trotzdem derartige Leistungen, so müssen diese von ihm auf der
Grundlage der amtlichen Gebührenordnung (GOZ)
selbst bezahlt werden. Problematisch ist weiter, dass die Hochschulmedizin
i.d.R. mit neuen Methoden den Fortschritt in die Zahnmedizin einführt, ohne auf
eine Leistungserbringung unter dem Sozialrecht einzugehen bzw. neue Methoden
nicht nach Evidenz- und Wirtschaftlichkeitskriterien bewertet.
Daraus ergibt sich juristisch folgende Problematik:
Jeder Gesetzlich
Versicherte hat stets Anspruch auf eine angemessene Behandlung, die
Honorare der Ärzte sind aber begrenzt
(
Budget). Weiter muss das W.
beachtet werden. Haftungsrechtlich
besteht aber nur dann eine Sicherheit, wenn stets das Optimale angeboten wird.
Zur Überprüfung des Wirtschaftlichkeitsgebots, der sog.
Wirtschaftlichkeitsprüfung (eng.: economic feasibility check)
existiert ein bei den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen angesiedelter
Prüfungsausschuss
BEMA,
erhaltungsfähig vs.
erhaltungswürdig,
Festzuschüsse,
Gemeinsamer Bundesausschuss,
GKV-Versorgungsgesetz,
GMG,
Grundversorgung,
IGel-Leistungen,
Kassenabrechnung,
Kostenerstattung,
MDK,
medizinisch notwendig,
Priorisierung, Prüfungsausschuss,
Regelversorgung,
Regress,
Selbstverwaltung,
Sozialgesetzbuch,
Tagesprofilen,
Therapiefreiheit,
Vertragszahnarzt
Wirtschaftlichkeitsprüfung
,
Wirtschaftlichkeitsgebot
Wischdesinfektion
engl.: wipe disinfection; hygienische Maßnahme zum oberflächlichen
Desinfizieren von
Behandlungsutensilien, welche anderen Formen der Keimabtötung / -verminderung
nicht zugänglich sind. In der ZHK
gebräuchlich zur hygienischen Reinigung der Behandlungseinheit, damit
verbundener, nicht sterilisierbarer
Geräte und der Fußböden. Zum Einsatz kommen Präparate auf Basis (allein oder in
Kombination) von aromatischen Alkoholen, quartären Ammoniumverbindungen und
nichtionischen Tensiden, so z.B.
Terralin™
Hygiene
| Wismutsaum engl.: bismuth (sulfide) line; heute nur noch äußerst selten anzutreffende schiefergraue bis schwarze Wismutsulfidablagerungen in der Gingiva längs des Zahnfleischrandes sowie in der gesamten Mundschleimhaut (Stomatitis bismutica). Gaben von Wismut-Präparaten bei der heute obsoleten Syphilis-Therapie und Lichen Behandlung waren dabei die Hauptquelle. |
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wissenschaftlich anerkannt
engl.: scientifically recognized; nicht näher geregelte Bezeichnung für
ein Material bzw. eine Methode, welche sich nach Untersuchung unterschiedlicher
wissenschaftlicher Arbeitsgruppen bewährt hat und reproduzierbar ist.
Evidenz,
klinisch getestet;
Praxiserprobt,
unbedenklich.
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Autor:
Dr. Klaus de Cassan
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