| Zahnwissen-Lexikon
Za - Zm |
diese Übersetzung |
| Zahn pl. Zähne, lat.: Dens, pl. Dentes, griech.: odous, pl. odontes, engl.: tooth, pl. teeth; in einer Zahnreihe angeordnetes, sich zweimal bildendes Körperorgan mit den Hauptfunktionen Nahrungszerkleinerung und Lautbildung - entwicklungsgeschichtlich ein Anhangsgebilde der Haut. Seine festen Bestandteile und deren Eigenschaften sind:
Im Inneren des Zahnes befindet sich die weiche Pulpa (= Zahnmark o. laienhaft "Zahnnerv") mit den Eigenschaften:
Das System "natürlicher Zahn" hat nur deswegen eine so hohe Dauerfestigkeit - die höchste im menschl. Organismus -, weil die verschiedenen Werkstoffe Dentin und Schmelz ein ausgezeichnetes Verbundsystem darstellen. Menschl. Zähne durchbrechen den Kiefer im Laufe des Lebens zweimal (
Menschliche Zähne vollbringen täglich Höchstleistungen: 18 Tonnen
Nahrungsmittel kaut der Mensch durchschnittlich in seinem Leben. Das sind
umgerechnet 45 Schweine, für Vegetarier ein Brot in der Länge von
viereinhalb Kilometern oder für Geflügelliebhaber 10.000 Hähnchen. |
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Zahnachse
Zahnlängsachse, "Zentralachse", engl.: tooth (longitudinal) axis; räumliche
Verbindungslinie zwischen der
Wurzelspitze und der Mitte der
Schneidekante (bei einwurzeligen Zähnen) bzw. zwischen der Wurzelgabelung (Bifurkation)
und der Mitte der Kaufläche bei
mehrwurzeligen Zähnen = anatomische Zahnachse.
Die funktionelle Zahnachse bezeichnet in einem Kräftediagramm die
virtuelle Linie, bei welcher unter Krafteinwirkung (Druck) die meisten
Sharpey-Fasern angespannt werden.
axial, Inklination,
Krümmungsmerkmal,
Translation,
Zahnmerkmale
Zahnanlage ,
Zahnkeim
Zahnanomalie
Zahnfehl-/missbildung, engl.: dental anomaly;
Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von angeborenen oder erworbenen
Zahnfehlbildungen wie Zahnüberzahl und -unterzahl, Zahnverwachsungen u.
-verschmelzungen, Zwillingszähne,
Taurodontie usw.
Anomalie, Dens in dente, Gebissreduktion,
Hyperodontie,
Hypodontie,
Tuberculum dentis,
unbezahnt, Zahnentwicklungsstörungen,
Zahngrößen (Breite, Dicke, Länge)
Zahnaplasie
teeth o. tooth aplasia; völliges Fehlen einer oder
mehrerer Zähne. Begriff gebraucht für eine angeborene bzw. genetische Störung
und nicht für ein im Laufe des Lebens erworbenes Fehlen
Anodontie,
Aplasie, Zahnunterzahl
Zahnäquator ,
Äquator
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Zahnarzt Zahnärztin, Zahnmediziner, *), engl.: (lady) dentist, odontologist, dental professional, oral health care professional, dental surgeon; Berufsbezeichnung für Personen, die ein durch das Zahnheilkundegesetz vorgeschriebenes Studium der Zahnheilkunde absolviert haben und auf Grund ihrer Approbation zur berufsmäßigen Ausübung der Zahnheilkunde berechtigt sind. 1952 wurde durch das "Allensbacher Abkommen" der bis dahin parallel existierende Berufsstand der Dentisten integriert (s.u.). Da der Zustand der Mundhöhle und der Zähne als wichtiger Indikator für Erkrankungen in anderen Körperregionen dient, ist in den letzten Jahren ein Wandel vom "Zahn"- zum "Mund"-arzt zu beobachten - die ZHK wird nicht mehr als isolierte Reparaturmedizin gesehen. Überwiegende Tätigkeit in Deutschland als niedergelassener Zahnarzt in eigener, freiberuflicher Praxis als Vertragszahnart oder als Assistent. Die meisten Zahnärzte sind in allen Fachbereichen der ZHK tätig. In 2005 lag der Frauenanteil in D bei 35%. Aufgrund der heutigen Zusammensetzung der Studierenden ist ab 2017 mit mehr als 50 % Frauenanteil bei den Berufsausübenden zu rechnen. Neben der durch die Berufsordnungen vorgeschriebenen Fortbildungsverpflichtung besteht seit 2004 eine gesetzlich vorgeschriebene Fortbildungspflicht für Vertragszahnärzte. Primär wird von Seiten der Zahnärztekammern die mögliche Weiterbildung zum Fachzahnarzt für ... überwacht. Daneben werden in jüngerer Zeit postgraduierte Studiengänge mit einem Abschluss zum Master of Science (MSc) ... durchgeführt. Das Aufgabenfeld des Z. hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben einem umfangreichen medizinischen Wissen gehören Budgetverantwortung, betriebswirtschaftliches Denken, gesundheitsvorbeugende Aufklärung und Qualitätssicherung zum Alltag des niedergelassenen Z.. "Im Jahr 2004 gab es in Deutschland rund 81.000 Z., von denen knapp 56.000 als niedergelassene Zahnärzte in einer Einzelpraxis oder als Partner in einer Gemeinschaftspraxis tätig waren. Rund 9.000 Zahnärzte sind als Assistenten, zahnärztliche Vertretung in freier Praxis oder als Beamte oder Angestellte in Universitätskliniken, Krankenhäusern oder in staatlichen Gesundheitseinrichtungen beschäftigt. Über 16.000 Zahnärzte sind nicht behandelnd tätig, weil sie entweder in anderer Funktion arbeiten oder sich im Ruhestand befinden. Nahezu alle niedergelassenen Zahnärzte haben eine vertragsärztliche Zulassung in der gesetzlichen Krankenversicherung; Ende 2004 waren es 55.441 Zahnärzte oder 99,2 %. Davon widmeten sich 2.915 Zahnmediziner ausschließlich der Kieferorthopädie." (aus "Branchen spezial" Nr. 86) Viele junge Zahnärzte und vor allem Zahnärztinnen scheuen die hohen Investitionskosten von über 368.000 EURO (2008) einer Praxisgründung und sehen die Arbeit in Anstellung als attraktive Alternative an. Mit dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz sind Anstellungsverhältnisse einfacher geworden, und viele Berufseinsteiger bzw. Praxen nutzen diesen Weg. Damit bilden sich größere Behandlungseinheiten. Grundsätzliche gibt es die rechtliche Möglichkeit, dass ein zugelassener Arzt auch zahnärztlich tätig sein darf (ohne Zulassung zu den den gesetzlichen Krankenkassen; als sog. "Privatzahnarzt"). Die Berufsbezeichnung "Zahnarzt" schreibt zwar den erfolgreichen Abschluss eines Zahnmedizinstudiums vor, das Zahnheilkundegesetz lässt sich aber über die Berechtigung durch das ("übergeordnete") Medizinstudium nicht aus. Allerdings dürfte die Berufsbezeichnung "Zahnarzt" für einen nur durch sein Medizinstudium qualifizierten Arzt - ohne Erlangung praktischer zahnärztlicher Fähigkeiten - eine bewusste Irreführung der Patienten darstellen. In 2003 wurde auch dieser juristischer Streit durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH, AZ.: C-35/02) entschieden: Die EU-Richtlinie 78/687/EWG zur "Erlangung zahnärztlicher Diplome" verlangt zur Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit als Zahnarzt ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis, mit dem garantiert nachgewiesen wird, dass der Zahnarzt im Verlauf seiner gesamten Ausbildungszeit angemessene Kenntnisse der wissenschaftlichen Zahnheilkunde erworben hat. Die Richtlinie 78/687/EWG des Rates vom 25. Juli 1978 "ist dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung entgegensteht, die Ärzten, die nicht die nach Artikel 1 der Richtlinie erforderliche Ausbildung absolviert haben, generell die Tätigkeiten des Zahnarztes gestattet. Dagegen sieht Paragraf 1 Absatz 1 des Gesetzes über die Zahnheilkunde (ZHG) vom 31. März 1952 in der Fassung vom 16. April 1987 vor: "Wer im Geltungsbereich dieses Gesetzes die Zahnheilkunde dauernd ausüben will, bedarf einer Approbation als Zahnarzt nach Maßgabe dieses Gesetzes oder als Arzt nach bundesgesetzlicher Bestimmung. Die Approbation berechtigt zur Führung der Bezeichnung als Zahnarzt oder Zahnärztin." . Da aber das EU-Recht eine übergeordnete Norm und der EuGH feststellte, dass §1,1 mit EU-Recht nicht vereinbar ist, muss einem Arzt keine Approbation als Zahnarzt erteilt werden, solange er nicht die Voraussetzungen zur Erlangung des zahnärztlichen Diploms nach Maßgabe der Richtlinie 78/687/EWG erfüllt hat. Historie: Wenn auch der Begriff "Zahnarzt" 1725 in D erstmals verwendet wird, so nahmen doch bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts hinein vorwiegend Bader und Barbiere Verrichtungen an den Zähnen vor. Daneben waren versch. Personengruppen wie z.B. Ärzte, Chirurgen und umherziehende Zahnbrecher mit der Behandlung von Zahnkranken befasst. Die Zahl der sog. Zahnpraktiker stieg nach 1855 schlagartig an, da um diese Zeit neu der Kautschuk als kostengünstiges und leicht zu verarbeitendes Prothesenbasismaterial entdeckt wurde - bis dahin konnten sich nur wohlhabende Bevölkerungsteile Prothesen auf Elfenbein- oder Walrosszahn-Basis leisten. 1851 wird in Preußen eine Kurierverbot erlassen; allerdings: mit dem Erlass der "Neuen Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund" wurde 1869 die sog. Kurierfreiheit dort eingeführt, die übrigen deutschen Länder folgten bis 1873 (eine Approbation benötigte nur, wer sich als "Arzt" bezeichnen wollte). Für die zunächst unter vielen Begriffen bezeichneten "Zahnheilkundigen" setzte sich ab 1900 der Begriff "Dentist" durch. 1909 wird ein ordnungsgemäßes, sieben-semestriges Zahnmedizinstudium an einer medizin. Fakultät etabliert; Promotionsmöglichkeiten bestehen ab 1919 und Habilitationen sind ab 1923 möglich. 1939 wird das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) erlassen, die Zahnheilkunde ist diesem Personenkreis nicht mehr zugänglich. Erst mit dem Zahnheilkundegesetz (1952; in der EX-DDR ab 1949 Neudefinition der ZHK durch die "Anordnung über die Approbation der Zahnärzte") wurde die Kurierfreiheit in der ZHK endgültig abgeschafft und auch der Dualismus mit dem Dentistenstand durch die Approbationsordnung (10-semestriges Vollstudium) von 1955 beendet. Es ist seither nur noch approbierten Personen möglich, die ZHK auszuüben. ( *): Gelegentlich wird der Name "Zahnarzt" zur Disposition gestellt: So schlugen der Wissenschaftsrat und die Kultusministerkonferenz 2005 vor, die Bezeichnung "Zahnarzt" durch "DentalMedizinischer Doktor (DMD)" zu ersetzen und eine Neustrukturierung des Studienabschlusses und der Promotionsordnung durchzuführen, weil die medizinischen und zahnmedizinischen Promotionen "oftmals nicht das wissenschaftliche Niveau erreichen, dass in anderen Disziplinen gefordert sei". Die DGZMK meint, dass der Begriff "Orale Medizin", die Tätigkeit des Zahnarztberufs treffender charakterisiere. |
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Zahnarzthelferin
engl.: dental assistant (auxiliary); anerkanntes Berufsbild
für die zahnärztliche Helferin (Helfer; Frauenanteil in 2003 über 98%) gem.
Berufsbildungsgesetz (BBiG) in
dualer drei-/zweieinhalbjähriger Berufsausbildung. Diese
Berufsbezeichnung ist in D seit dem 1. August 2001 gesetzlich in den Begriff
"Zahnmedizinische Fachangestellte" geändert worden; dies wohl mehr
aus einer "Wortkosmetik" heraus (man glaubte, der Ausdruck "Helferin" sei
negativ besetzt), da sich das Berufsbild dadurch nicht wesentlich geändert hat.
"Zahnmedizinische Fachangestellte",
Aufstiegsfortbildung,
Auszubildende,
Tarifvertrag
Video über des Berufsbild der ZFA
Fortbildungsmöglichkeiten für Zahnarzthelferinnen/Zahnmedizinische
Fachangestellte in Baden-Württemberg als .pdf (©:
LZK B.-W.)
Delegationsrahmen der ©
Bundeszahnärztekammer (2009) als Orientierung
Verband medizinischer
Fachberufe
Delegationsschema
| Zahnärztekammer ZÄK, ZK, engl.: general dental council, dental chamber; Körperschaft des Öffentlichen Rechts (KdÖR). In Deutschland bestehende Übertragung von Staatsaufgaben an einen verkammerten Berufsstand im Rahmen der sog. Selbstverwaltung mit der Maßgabe, dass keine Fachaufsicht, sondern lediglich eine Rechtsaufsicht von Seiten des Staates durchgeführt wird. Es besteht nur eine Z. (Ausnahme: Nordrhein-Westfalen) im jeweiligen Bundesland ( Zahnärztlicherseits besteht in diesen gesetzlich vorgeschriebenen Einrichtung eine Zwangsmitgliedschaft für alle Zahnärztinnen/Zahnärzte - von der Approbation bis zum Tod oder Erlöschen der zahnärztlichen Approbation aus anderen Gründen. Die Organe werden i.d.R. alle 4 Jahre demokratisch neu gewählt, wobei nur zur Kammerversammlung eine Urwahl besteht. Zur Finanzierung der nicht unerheblichen Aufgaben werden von den Mitgliedern entsprechende Beiträge erhoben, welche bundesweit erheblichen Schwankungen unterliegen und im Ø bei 1000 € jährlich liegen dürften. Alle deutschen Zahnärztekammern haben sich 1953 (am 27. März; Rothenburg ob der Tauber) als Dachorganisation in einem e.V. zusammengeschlossen und sich 1990 die Bezeichnung Bundeszahnärztekammer, BZÄK (ehemals: BDZ = Bundesverband der Deutschen Zahnärzte) gegeben. Heute ist es eine vordringliche Aufgabe der BZÄK, die Bedingungen für eine wissenschaftliche, präventionsorientierte Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Voraussetzungen politisch mitzugestalten. Zu den Hauptaufgaben der Z. gehören u.a.:
Innerhalb der EU sind die deutschen Kammern
umstritten, da: Im Gegensatz dazu trifft das OLG Göttingen 2008
folgende Entscheidung zur Zwangsmitgliedschaft: |
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Zahnärztliche Stelle
engl.: ~ dental supervision center according to the x-ray regulation;
Begriff aus der
Röntgenverordnung (
Röntgenverordnung (Stand 2002)
©: Uni-Münster)
mit der Funktion vielfältiger
Qualitätssichernder Maßnahmen im Bezug auf die diagnostische Anwendung von
Röntgenstrahlen und Verarbeitung entsprechender bildgebender Verfahren (z.B.
Verbesserung der Bildqualität, Herabsetzung der Strahlenexposition):
" RöV § 17a Qualitätssicherung durch ärztliche und zahnärztliche Stellen
(1) Zur Qualitätssicherung der Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen
bestimmt die zuständige Behörde ärztliche und zahnärztliche Stellen. Die
zuständige Behörde legt fest, in welcher Weise die ärztlichen und zahnärztlichen
Stellen die Prüfungen durchführen, mit denen sichergestellt wird, dass bei der
Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen in der Heilkunde oder Zahnheilkunde
die Erfordernisse der medizinischen Wissenschaft beachtet werden und die
angewendeten Verfahren und eingesetzten Röntgeneinrichtungen den nach dem Stand
der Technik jeweils notwendigen Qualitätsstandards entsprechen, um die
Strahlenexposition des Patienten so gering wie möglich zu halten. Die ärztliche
und zahnärztliche Stelle hat der zuständigen Behörde
1. die Ergebnisse der Prüfungen nach Satz 2,
2. die beständige, ungerechtfertigte Überschreitung der bei der Untersuchung zu
Grunde zu legenden diagnostischen Referenzwerte nach § 16 Abs. 1
und
3. eine Nichtbeachtung der Optimierungsvorschläge nach Absatz 2 mitzuteilen.
(2) Die ärztliche oder zahnärztliche Stelle hat im Rahmen ihrer Befugnisse nach
Absatz 1 die Aufgabe, dem Strahlenschutzverantwortlichen Maßnahmen zur
Optimierung der medizinischen Strahlenanwendung vorzuschlagen, insbesondere zur
Verbesserung der Bildqualität, zur Herabsetzung der Strahlenexposition oder zu
sonstigen qualitätsverbessernden Maßnahmen, und nachzuprüfen, ob und wie weit
die Vorschläge umgesetzt werden.
(3) Die ärztliche oder zahnärztliche Stelle unterliegt im Hinblick auf
patientenbezogene Daten der ärztlichen
Schweigepflicht. (4) Der Betrieb
einer Röntgeneinrichtung zur Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen in der
Heilkunde oder Zahnheilkunde ist bei einer von der zuständigen Behörde
bestimmten ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle unverzüglich anzumelden. Ein
Abdruck der Anmeldung ist der zuständigen Behörde zu übersenden. Der ärztlichen
oder zahnärztlichen Stelle sind die Unterlagen auf Verlangen vorzulegen,
die diese zur Erfüllung ihrer Aufgaben nach den Absätzen 1 und 2 benötigt,
insbesondere Röntgenbilder, Angaben zur Höhe der Strahlenexposition (z.B.
aufnahmetechnische Parameter), zur Röntgeneinrichtung, zu den sonstigen
verwendeten Geräten und Ausrüstungen und zur Anwendung des § 23. Der
Strahlenschutzverantwortliche unterliegt den von der ärztlichen oder
zahnärztlichen Stelle durchzuführenden Prüfungen.
(5) Andere Stellen dürfen der ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle auf deren
Ersuchen Informationen einschließlich personenbezogener Daten, die sie auf Grund
eines Gesetzes zur Qualitätssicherung in der Heilkunde und Zahnheilkunde oder
zum Schutz von Patienten erhoben haben, übermitteln, soweit dies zur Erfüllung
der Aufgaben der ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle nach dieser Verordnung
erforderlich ist. Gesundheitsdaten von Patienten dürfen nur mit Einwilligung des
Betroffenen übermittelt werden. Im Übrigen bleiben die Bestimmungen zum Schutz
personenbezogener Daten unberührt. "
Die zahnärztlichen Stellen sind bei den
Zahnärztekammern der jeweiligen Bundesländer angesiedelt.
Konstanzprüfung, Röntgenverordnung
Röntgenstelle-Ausschuss der Bundeszahnärztekammer (mit allen relevanten
Verordnungen)
Röntgen: eigene Durchführungsempfehlungen für die Zahnmedizin
Zahnarztregister
engl: dentists register; bei den KZVen
geführte Verzeichnisse. Der Eintrag in ein Z. - an bestimmte
Voraussetzungen geknüpft (Approbation
u. 2-jährige Vorbereitungszeit) -
ist eine der Grundlagen für eine beabsichtigte
Zulassung als
Vertragszahnarzt.

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Zahnärztezahlen 2009 - nach Art der Berufsausübung
Zahnarztsuche
(im Internet), Zahnärzteadressen, engl.: dentist search in the
internet, dentist adresses; vielfältige Datenbanken von
unterschiedlichen Anbietern erreichbar; objektive qualitative Angaben sind
bisher (2011) nicht bekannt, da es kein unabhängiges
Institut gibt, das die Qualität der (Zahn-)Ärzte überprüft. Unter der Adresse
http://www.kzbv.de/m230.htm existieren "offizielle Datenbanken"
von
den
zahnärztlichen Körperschaften der Bundesländern.
Zahnarzt
Zahnarztsuche
(Deutsche Zahnarztauskunft)
barrierefreie
Arzt- und Zahnarztpraxen
Zahnaufhellung , Zahnbleichen,
"Zahnblondieren";
Bleichen von Zähnen
Zahnaufnahme , andere Bezeichnung für eine intraorale Röntgenaufnahme
Zahnaufstellung
, (von Kunstzähnen), engl.:
tooth set-up (of artificial teeth, (plastic o. ceramics) teeth);
Wachsaufstellung
Zahnausfall
engl.: dedentition, von der Ursache her nicht näher beschriebenes
Schlagwort. Hauptsächlich sind damit die Folgen einer
Parodontitis
marginalis progressiva bzw. eine Späterscheinung der "Parodontose"
gemeint.
Skorbut,
Zahnverlust
Zahnbasis , engl.: teeth basis;
apicale Basis
Zahnbefund
Zahnbestand, engl.: tooth finding zahnärztlicher
Untersuchungsbefund, der sich
ausschließlich auf die Befundung der
Zähne (z.B. vorhanden oder fehlend) und nicht auf andere Dinge in der Mundhöhle
bezieht.
Zahnbehandler , Zahnpraktiker,
engl.: dental therapist;
Dentist,
ZahnProthetiker
Zahnbein , engl.: dentine ;
Dentin
| Zahnbelag engl.: accretion, (dental) plaque, tartar, tooth film; Oberbegriff für alle Verunreinigungen auf der Zahnoberflächen und dem Zahnfleischrand. Man unterscheidet harte und weiche Zahnbeläge. Harte Z. sind Zahnstein und Konkremente, weiche Z. - wie Materia alba und Plaque - bestehen zu 80% aus Mundbakterien. Daneben gibt es noch Verfärbungen durch Speisen, Getränke (Tee, Rotwein, Heidelbeeren) und farbgebende Bakterien ( Weicher Z. lässt sich gut mit speziellen Tabletten oder Lösungen für den Patienten sichtbar anfärben (s.Abb.) Entfernt werden die harten Z. heute i.d.R. mit Ultraschallgeräten, die weichen Z. mit gründlichem Zähneputzen oder professionell mit sog. "Pulverstrahl - Geräten" bzw. speziellen Verrichtungen in einer Zahnarztpraxis ( Eine zweimalige Entfernung der Z. pro Jahr in einem sonst gesunden Gebiss - auch wenn nur noch wenige Zähne vorhanden und/oder für einen Laien Beläge optisch nicht sichtbar sind - gilt heute als Standard; individuell kann dieses Intervall davon abweichen. |
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Zahnbett , engl.:
socket of a tooth, periodontium, bestehend aus dem
Zahnhalteapparat und der
Alveole; zu der Vielzahl von
Zahnbetterkrankungen
Parodontopathien
Zahnbeweglichkeit ;engl.: tooth mobility; mit einer Unterteilung in:
Auslenkung,
Periodontometrie, Periotest,
Zahnbewegung,
Zahnbewegungen, Zahnlockerung
Zahnbewegung
engl.: tooth movement or translation; Unterteilung in:
physiologische Zahnbewegung: eine anatomisch vorgegebene leichte
Eigenbeweglichkeit der Zähne. Dieses "Spiel" hat z.B. beim
Kauakt eine wichtige Bedeutung und
schützt den Alveolarknochen vor
übermäßiger Belastung;
Desmodont
physiologische Zahnwanderung: Stellungsänderung von Zähnen oder Zahngruppen,
die durch einen Zahnverlust oder durch
Attrition erfolgt (sog. kompensatorischer Lückenschluss);
Zahnwanderung
orthodontische oder therapeutische Zahnbewegung: mithilfe eines
applizierten, auf biomechanischen Grundsätzen beruhenden Kraftsystems wird eine
Stellungsänderung erzielt;
Zahnbewegungen,
therapeutische
| Zahnbewegungen , therapeutische, engl.: tooth movements; in der Kieferorthopädie durchgeführte, dosierte Maßnahmen zur Veränderung der Zahnstellung im dreidimensionalen Raum. Dabei sind folgende Grundbewegungen möglich, welche einzeln oder in Kombination durchgeführt werden:
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Zahnbezeichnung ,
Zahnbenennung, Zahnnummer, engl.: notation of teeth;
Zahnflächen, Zahnschema
Zahnbogen ; arcus dentalis; engl.: dental arch;
der Form einer Parabel angenäherte bogenförmige Anordnung der Zähne im
Alveolarfortsatz des Ober- und
Unterkiefers. Diese befinden sich normalerweise beim Menschen in
anisognather Beziehung, d.h., der
obere Z. überdeckt den unteren.
Arcus alveolaris,
Fehlstellung von Zähnen,
Zahnreihe
Zahnbogenbreite
engl.: dental arch width; mehrere Methoden zur Erfassung der Z.
im vorderen und hinteren Bereich, und daraus Ableitung von sog. Soll-Werten
(statistische Richtwerte). Bedeutung vor allem in der
Kieferorthopädie zur
Beurteilung einer notwendigen Kieferdehnung oder Abschätzung einer
notwendigen Zahnentfernung.
Abb.
Zahnbogenindex
Abweichung,
Ausgleichsextraktion,
Kölner Sollwerte, Pont-Index,
Zahnbogenindex,
Zygion-Alveolar-Index
http://www.idl-online.de/,
http://archiv.ub.uni-marburg.de/
| Zahnbogenindex engl.: dental arch index; Messzahl zur Klassifizierung der Ausdehnung von Zahnbögen im hinteren und vorderen Bereich der Zahnbogenbreite: Zahnbogenindex = (hintere Zahnbogenbreite x 100) : (hintere) Zahnbogenlänge Daneben existiert noch ein frontaler Zahnbogenindex: Index = (vordere Zahnbogenbreite x 100) : vordere Zahnbogenlänge Da derartige Indizes vor allem für die Diagnostik in der Kieferorthopädie bei Jugendlichen Anwendung finden, beziehen sich Messungen immer nur bis in das Gebiet der Sechsjahrmolaren |
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Zahnbogenlänge
engl.: dental arch length; Länge des Zahnbogens
aller vorhandenen Zähne. Da derartige Untersuchungen vor allem für die
Diagnostik in der Kieferorthopädie
bei Jugendlichen Anwendung finden, beziehen sich Messungen immer nur bis in das
Gebiet der Sechsjahrmolaren;
Abb.
Zahnbogenindex.
Die Beziehung der Zahnbogenlänge zur Länge der
Kieferbasis wird durch die
Arch Length Discrepancy
(ALD) ausgedrückt.
Pont-Index,
Zahnbogenindex
http://www.idl-online.de/
Zahnbreite
engl.: tooth width; mesio-distaler
Durchmesser der Zahnkrone; dabei haben am gleichen Ort stehende Zähne im Milch-
und bleibenden Gebiss eine unterschiedliche Z.; es ergibt sich dadurch
beim Zahnwechsel ein gewisser
Platzgewinn in der Stützzone (
leeway space),
Die Breiten der Molaren und Prämolaren hängen,
statistisch signifikant, von den Breiten der Schneidezähne ab. Das heißt: Große
Frontzähne bei einem Menschen bedeuten auch große Seitenzähne. Die besten Werte
dafür sind in der kieferorthopädischen Standardliteratur von dem amerikanischen
Kollegen Moyers beschrieben, mit unterschiedlichen Signifikanzen, und in einer
Tabelle festgelegt: Die Moyers Wahrscheinlichkeitstabelle trifft
mit etwa 75% Ähnlichkeit am besten auf die europäischen Bevölkerung zu. Da heißt
es zum Beispiel: Wenn die unteren 4 Schneidezähne 24 mm breit sind, beträgt die
Breite der oberen Zähne (Zähne 3, 4, 5) 23,1 mm und die Breite der unteren Zähne
(Zähne 3, 4, 5)
22,8 mm.
Alameter,
Bolton Analyse,
Engstand,
Moyers Analyse,
Neff-Verhältnis,
Platzmangel,
Pont Index,
Prämolarenbreite,
Zahnlänge (Breite, Dicke, Länge),
Zahnreihe
http://www.thejcdp.com/issue016/hashim/hashim.pdf
| Zahnbürste gebräuchlich Abk. für Handzahnbürste, engl.: tooth brush; mechanisches Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnoberfläche und Massage/Säuberung des Zahnfleisches; i.d.R. vollständig aus Kunststoff bestehend. An eine Z. werden heute folgende Anforderungen gestellt:
Wissenschaftler empfehlen regelmäßiges zweiminütiges Bürsten mit einem Druck von 150 Gramm, was dem Gewicht einer Orange entspricht. Bestehender Zahnbelag wird nach mehr als zwei Minuten Putzen und einem Druck von mehr als 150 Gramm nicht mehr geringer; dafür treten u.U. Schäden am Zahnschmelz und an freiliegenden Zahnhälsen auf. Laut einer Umfrage bei Zahnärzten glaubt der Großteil der Bevölkerung, je länger und fester die Zähne geputzt würden, umso besser stünde es um die Mundhygiene. Zur Geschichte der Z. war unter "eDentora"
(Site existiert nicht mehr)
u.a. folgendes zu finden: |
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Zahnbürste, elektrische , engl.: electric tooth brush;
elektrische Zahnbürste,
Sonic Zahnbürste
| Zahnbürstenbaum engl.: Neem tree, "the village pharm"; in Afrika/Orient/Indien beheimateter Busch bzw. schnell wachsender Baum (Azadiracta indica) mit charakteristischen, über die ganze Pflanze verteilten, langen Knospen. Die noch grünen Knospen wurden von der Urbevölkerung umfunktioniert: Ein Ende der Knospe oder ein Astteil wird solange zerkaut, bis es einer "ausgefransten Zahnbürste" ähnelt, welche dann zur Zahnreinigung als sog. "Miswak" oder "Siwak" verwendet wird. Wurzeln und Zweige von Salvadora persica (Arakbaum) werden in den arabisch-islamischen Ländern als sog. Zahnhölzer (Miswak, Siwak) zum Reinigen der Zähne, als Zungenschaber und zur Massage der Gingiva verwendet. Auf diese Weise trägt der "Zahnbürstenbaum" in diesen Regionen zur Aufrechterhaltung der Mundhygiene bei. Noch heute findet man z.B. bei den islamischen Sitten zur Gebetsverrichtung folgende Erwähnung: "... Die erforderlichen Vorschriften des Gebetes nach der Rechtsschule Hanefi sind im folgenden: Zahnbürste aus Zahnbürstenbaum zu benutzen. ..." Zusätzlich beinhaltet der Z. wichtige Mineralstoffe, Rohfasern, Proteine und keimhemmend wirkende Substanzen, wobei insbesondere Ablagerungen feinster Bassanit-Kristalle bei der spontan ausgelösten Selbstreinigung der Zähne durch das Kauen die Putz- und Reinigungswirkung unterstützen. In jüngster Zeit wurde festgestellt, dass die benutzten Hölzer einen hohen Fluoridgehalt von 8 bis 22 ppm (das sind 8 bis 20 tausendstel Promille) aufweisen - offensichtlich war die Bedeutung der Fluordierung der Zähne schon im Altertum bekannt. |
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| Zahnbürstmethoden Zahnputztechniken, engl.: brushing techniques, methods (techniques) of toothbrushing; unter Berücksichtigung einer die Umgebung schonenden Handhabung bei gleichzeitig optimaler Reinigung der Zähne, ihrer Zwischenräume und des Zahnfleischrands und zusätzlich einer entsprechenden Massage des Zahnfleischs. Auch heute noch ist das unkontrollierte Hin- und Her-Schrubben mit allen negativen Folgeerscheinungen, sog. Zahnputzschäden (sog. "Putzläsionen" wie z.B. keilförmige defekte, Rückgang des Zahnfleischs;
Gemeinsam ist diesen Techniken, dass sie relativ schwer zu erlernen und auf Dauer richtig auszuüben sind. Deshalb wird heute vermehrt der Gebrauch von elektrischen Zahnbürsten empfohlen. Noch wichtiger als eine entsprechende Technik ist der regelmäßige Gebrauch der Zahnbürste. Damit alle Zahnbezirke gut gereinigt werden, sollte stets nach einem gleichen Schema vorgegangen werden:
Betrachtet man jüngste Metananalysen,
so haben besonders oszillierende Zahnbürsten einen besseren Effekt als
manuelles Putzen: In einer Metaanalyse (Deery C. et al., Journal of Dentistry
2004) verglich ein britisches Forscherteam die Plaque- und Gingivitis-Scores
nach manuellem Putzen und Putzen mit unterschiedlichen elektrischen Zahnbüsten.
Putzsysteme mit oszillierenden Bürstenköpfen schnitten dabei am besten ab. |
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Zahncreme ,
Zahnpasta
| Zahndurchbruch "Zahnen", engl.: eruption of a tooth; Moment des Erscheinens eines Anteils der Zahnkrone in der Mundhöhle (Durchbruch durch die Gingiva). Dagegen drückt der Ausdruck "Eruption" den gesamten dynamischen Vorgang vom Wachsen des Zahnkeims bis zur fertigen Einstellung in der Mundhöhle aus. Unterteilung in: |
Bild-Klick! |
Zahndurchbruchszeiten
engl.: tooth eruption times, statistisch erfasste, individuell aber
erheblich schwankende Zeiten ("Frühzahner", "Spätzahner") des Erscheinen eines
Zahnes in der Mundhöhle. Der in Laienkreisen immer wieder geäußerte Zusammenhang
mit einer dadurch bedingten Qualität der geistigen Reife kann wissenschaftlich
nicht bestätigt werden.
Dentition,
Dentitionsreihenfolge, Eruption,
Zahndurchbruch;
http://www.merck.com/
| Zahndysplasie Zahnfehlbildung, Zahnmissbildung, engl.: tooth dysplasia; Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von Formen missgebildeter Zähne (Schmelz- und/oder Dentinmissbildungen). Hauptursachen sind Erbanlagen, Zahnkeimschädigungen, Wachstumsstörungen, Infektionskrankheiten, und Stoffwechsel- bzw. Mineralisationsstörungen. Isoliert oder im Zusammenhang von weiteren Missbildungs-Syndromen auftretend. Siehe z.B. unter: |
![]() Bild-Klick! Tonnenzähne |
Zähne
und ihr Einfluss auf den Körper;
Wechselbeziehungen
Zähneknirschen , Zähnepressen,
engl.: teeth gritting, gnashing, bruxism;
Bruxismus,
Knirschen
Zahnektopie
Zahndystopie, engl.: tooth ectopy;
Durchbruch bzw. Lage eines Zahnes an einer ungewöhnlichen Stelle, z.B.
Verlagerung von oberen Eckzähnen in die
Augenhöhle, Kieferhöhle oder Nase
Verlagerung des unteren Weisheitszahnes
in den aufsteigenden Kieferast oder zum Kieferwinkel
Aberration,
Verlagerung
Zahnen
engl.: teething, toothing; laienhafte Bezeichnung für den
Zahndurchbruch, besonders bei
Säuglingen/Kleinkindern.
Zu Komplikationen
Dentitio
difficilis,
Kapuze, Weisheitszahn
Zahnengstand ,
engl.: crowed teeth;
Engstand
Zahnentfernung , Zahnextraktion,
Extraktion, Extraktionstherapie,
Reihenextraktion
Zahnentwicklung
, engl.: odontogenesis;
Odontogenese;
http://www.dental.uni-greifswald.de/ o.
© Uni-Greifswald;
http://jdr.iadrjournals.org/cgi/reprint/7/1/1.pdf oder
© Journal of Dental Research
(anthropologische Aspekte)
| Zahnentwicklungsstörungen engl.: odontogenesis disorders (defects); Genetischbedingte Z. kommen im Gegensatz zu den erworbenen Störungen (s.u.) meist generalisiert im Milch- wie im bleibenden Gebiss vor. Man unterscheidet Störungen der Schmelzbildung ( Erworbene Z. treten auf durch äußere Störungen (z.B. vereiterte Milchzähne, Zahnunfälle im Milchzahngebiss, Medikamente, Fluoridüberdosierungen, Tetrazykline, allgemeine Infektionen (Rachitis, Masern (s. Abb.) Röteln, Lues, Salmonelleninfektion) oder systemische Erkrankungen (Stoffwechselstörungen, hormonale Krankheiten). |
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Zähneputzen , engl.: toothbrushing,
Zahnbürstmethoden,
Mundhygiene
Zahnerhaltungskunde
antiquiert: Sosiodontie, engl.:
conservative dentistry;
wissenschaftlicher Zweig der Zahnheilkunde, der
sich besonders um die Erhaltung bestehender Zähne oder Teilen davon befasst.
Hierzu zählen insbesondere Prävention
und Prophylaxe,
Füllungstherapie und
Endodontie; obwohl von der Bedeutung
und vom Umfang her ein eigenes Fachgebiet, wird in D die
Parodontologie meist als eine
Untergliederung der Z. gelehrt.
Fachgebiete,
Konservierende
Zahnheilkunde
Zahnersatz
ZE, "falsche Zähne",
engl.: denture(s), dental prosthesis, false teeth; dient allgemein der Wiederherstellung von
Kaufunktion, Sprache (Phonetik) und dem Aussehen (Ästhetik).
Diese Forderungen können in der ZHK durch vielfältige
Maßnahmen erreicht werden, wobei grundsätzlich zwischen
herausnehmbaren und
festsitzendem Z. und
Kombinationen beider Arten unterschieden wird. Hinzu kommt die - immer mehr
gebräuchliche - Möglichkeit des Einpflanzens künstlicher Zahnwurzeln (
Implantat) und in wenigen Fällen auch
noch die Möglichkeit einer kieferorthopädischen Schließung von (kleinen)
Zahnlücken. Lehrmäßig und versicherungstechnisch gelten auch noch
künstliche Kronen als
Z., obwohl sie eigentlich keinen Zahn, sondern nur dessen Krone, ganz o.
z.T. ersetzen. Deshalb gilt als klassische Definiton:
Kronen (obwohl kein Zahn
sondern nur Zahnhartsubstanz ersetzt
wird),
Brücken,
Prothesen (Teilprothesen,
Vollprothesen),
kombinierte
Versorgungsformen und
implantatgetragene Kronen, Brücken oder Prothesen. In 2006 waren etwa 2%
der prothetischen Versorgung implantatgestützt.
Im Jahr 2000 zogen Zahnärzte in Deutschland insgesamt 13,5 Millionen
Zähne. Seit Anfang der 90er Jahre ist diese Zahl weitgehend konstant
geblieben. Im Schnitt fehlen den Bundesbürgern schon in der Lebensmitte
zwischen 35 und 44 Jahren sechs (im Westen) bis acht (im Osten) Zähne.
Bei den Senioren jenseits des 65. Lebensjahres sind die Lücken noch
zahlreicher: Ihnen fehlen zwischen 20 und 23 Zähnen, ein Viertel ist
völlig zahnlos.
Gehen bei jüngeren Patienten einzelne Zähne verloren, werden diese
zumeist nicht ersetzt: Die Z.-Quote liegt nur bei 35 Prozent.
Erst wenn der Zahnverlust zunimmt, wächst auch die Z.-Quote: Bei
älteren Patienten werden drei Viertel der verloren gegangenen Zähne
ersetzt und völlig zahnlose Menschen tragen in Deutschland fast
ausnahmslos Prothesen.
Geht es um "die Dritten", entscheiden sich inzwischen (2006) 1,4 Prozent der
Männer und 3,6 Prozent der Frauen für
implantatgestützten Zahnersatz.
Richtet man sich beim Z. nach den Wünschen der Patienten, so wird fast
immer ein festsitzender Zahnersatz bevorzugt. Häufig sprechen aber im stark
reduzierten Restgebiss konstruktionsbedingte und auch finanzielle Gründe
dagegen, denn feste 3. Zähne sind meist teurer als herausnehmbare. Wie sieht es
aber aus, wenn die Finanzen keine Rolle spielen und die Restgebiss-Situation so
aussieht, dass sowohl festsitzend wie herausnehmbar ersetzt werden kann? Eine
schwedische Forschergruppe ging dieser Frage nach und kam zu einem - selbst für
die Redaktion - überraschenden Ergebnis. Allerdings: Diese Studie sagt nichts
über den ebenfalls von den Patienten hoch eingestuften Tragekomfort und über die
Kosmetik aus - es werden ausschließlich funktionelle Aspekte berücksichtigt:
"Ob partialer Zahnersatz fest oder herausnehmbar verankert ist, scheint sich
nicht wesentlich auf die Auswahl der Nahrung und das Kauvermögen auszuwirken.
Dennoch können Patienten durch festen Zahnersatz bei einigen Kauvorgängen
profitieren. Ursache für die geringen Unterschiede im Kauvermögen zwischen
Patienten mit festverankertem Zahnersatz (ZE) und herausnehmbaren
Partialprothesen sind sehr ähnliche Grundvoraussetzungen. Wissenschaftler aus
dem schwedischen Malmö schlossen in ihre Untersuchung 44 Patienten mit festem ZE
sowie 40 Patienten mit herausnehmbaren Teilprothesen ein, die sich in Hinblick
auf: Anzahl der natürlichen Zähne, Anzahl der ersetzten Zähne sowie den Umfang
okklusaler Kontakte möglichst entsprachen.
Auch der allgemeine Gesundheitszustand und die sozialen Lebensumstände der
Probanden, allesamt Männer im Alter von 68 und 69 Jahren, entsprachen einander
weitgehend. Diese, bis auf die Art der Verankerung ihres Zahnersatzes, sehr
ähnlichen Patientengruppen unterzogen die Forscher nun diversen Tests und
Befragungen. So wurde zum einen das Essverhalten dokumentiert und hierbei vor
allem die Aufnahme harter und weicher Nahrung erfasst. Des Weiteren erhielten
die Probanden in praktischen Übungen die Aufgabe, zwei verschiedenfarbige
Kaugummis miteinander zu vermischen bzw. daraus eine Kugel zu formen. Auch wurde
gezählt wie viele Kauschritte benötigt wurden, um eine ganze Mandel
schluckfertig zu zerkauen. In ihrer Auswertung ermittelten die Forscher weniger
Unterschiede als erwartet. Lediglich bei den beiden Kaugummi-Übungen schnitten
die Träger herausnehmbarer Prothesen etwas schlechter ab. Zudem zeigte sich bei
der Nahrungsauswahl in der Gruppe mit festen ZE eine vergleichsweise stärkere
Vorliebe für harte Kost. Dennoch seien die Differenzen in beiden Gruppen gering,
so das Fazit. Im Mandel-Schluck-Test schnitten beide Gruppen gleich gut ab,
ebenso bei der Bilanzierung der durch die Nahrung aufgenommenen Energie. Das
Kauvermögen ist also auch unter
ernährungsmedizinischen Gesichtspunkten mit
einem gut sitzenden herausnehmbaren Zahnersatz befriedigend wiederherzustellen."
(FVDZ-Fachinfo;
Liedberg B. et al.: Masticatory and nutritional aspects on fixed and removable
partial dentures. Clinical Oral Investigations (2003) published online
(28.08.03)
abnehmbar,
andersartiger Zahnersatz,
bedingt abnehmbar,
Brücke, Dienstvertrag,
Druckstelle,
Eingliedern,
Einprobe,
Einschleifen,
Einzelzahnersatz,
Entfernung von festsitzendem
Zahnersatz, erhaltungsfähig vs.
erhaltungswürdig, Festzuschüsse,
Frontzahnlinie (Lachlinie),
Geschmacksveränderungen,
Geschiebe,
Gewährleistung,
gleichartiger Zahnersatz,
Haftung,
Haftmittel, Haltbarkeit von Zahnersatz,
Kombinationsprothese,
Körperbautypen,
Krone,
Kunstzahn,
Mängelgutachten ("Mängelrüge"),
Prothese, Prothesenreinigung,
Prothesenunfähigkeit,
Regelversorgung, "rosa
Ästhetik", Schwund,
Stereognosie,
Teilprothese,
Vollprothese,
Werkvertrag,
Eigenbeteiligung/Zuzahlung bei
Zahnersatz
http://www.kuratorium-perfekter-zahnersatz.de/ ,
http://www.zahnersatz-info.de/ ;
http://www.onmeda.de/zahnmedizin/zahnbehandlung/zahnersatz.html
Zahnersatz-Richtlinien o.
© KZBV
Kostenvergleich: konventioneller oder implantatgetragener Zahnersatz bei der
verkürzten Zahnreihe
Bundestagsanfrage: Zahnertsatz bei Allergien (2009)
Zahnersatzrichtlinien
engl.: dentures guidelines; der
Gemeinsame Bundesausschuss
hat ab 2005 für Zahnersatz neue Richtlinien
("Zahnersatz-Richtlinien", Änderung der Richtlinien vom 4.6.2003) erlassen,
welche am 18.3.2005 im BAnZ veröffentlicht wurden, Download:
© GBA; im Dezember
2005 erfolgte eine Ergänzung zu dem Komplex "Brücken":
© GBA
alle Richtlinien der
kassenzahnärztlichen Versorgung (Stand 1.1.2005) ,
Download:
© KZBV
Zahnfach , engl.: alveolus ;
Alveole
| Zahnfarbe engl.: tooth color; Bezeichnung für den sichtbaren Teil einer Zahnkrone von natürlichen oder künstlichen Zähnen, welche eine außerordentlichen Vielfalt von Farbnuancen aufweisen. Während es relativ einfach ist, die Form und Oberflächenstruktur des menschlichen Zahnes nachzuempfinden, wird der Zahnarzt bei der Farbauswahl häufig vor größere Probleme gestellt: Milchzähne haben eine, den Namen gebende, kreidig-weiße Farbe, bleibende Zähne entsprechen in ihrer Grundfarbe eher einem elfenbein-weiß mit alters- und individuellen und rassebedingten Tönungen von hellweiß über gelbliche und bräunliche bis hin zu Dunkelgrau; dabei können eine unzulängliche Mundhygiene, nahrungsbedingte Eigenschaften (Nahrungs- und Genussmitteln, hier besonders Rotwein, Kaffee, Tee und Nikotin; Von den oberen Zähnen sind die Schneidezähne (der seitliche Schneidezahn) am hellsten, am dunkelsten der Eckzahn; im Unterkiefer verändert sich die Erscheinung kontinuierlich von vorne nach hinten zu einer dunkleren Z. hin. Verfärbungen: Vom Entstehungsort der Z. abgeleitet, unterscheidet man extrinsische (= von außen, z.B. durch chemische Reaktionen zwischen Nahrungsmitteln, Umwelt und Pellicle) und intrinsische (= von innen, z.B. bei Zahnentwicklungsstörungen wie durch Fluorose oder Tetrazyclinanwendung bedingt) Bestimmung der Zahnfarbe:
Neben dem Messprinzip ist auch die Aufnahmefläche unterschiedlich:
Die Farbmessung innerhalb eines kleinen Areals führen Pikkio, ShadeEye und
EasyShade durch. Die gesamte Zahnoberfläche wird wie mit einer Videokamera
von SpectroShade, ShadeVision und ShadeScan vermessen. Zur (überwiegend durchgeführten) visuellen Bestimmung der Grundfarbe stehen industriell
gefertigte Farbringe zur Verfügung (z.B.
Vita-Zahnfarben,
siehe Abb. oben), welche einen Grundfarbwert liefern,
der zur Erlangung optimaler Ergebnisse - z.B. bei einer Versorgung im
Frontzahnbereich - noch in Details
individualisiert werden muss. Um eine gleich bleibend hohe Qualität der
ästhetischen Therapie zu gewährleisten, wird deshalb die Einhaltung
definierter Bedingungen hinsichtlich Umgebungsgestaltung, Beleuchtung und
Betrachter empfohlen. Als Umfeld für die Farbbestimmung eignen sich
neutralgraue Räumlichkeiten oder Hintergründe. Hier ist zu beachten, dass
auch ausgeprägte Farben an Patient und Behandler die Wahrnehmung
beeinträchtigen. Abschminken der Lippen des Patienten ist unabdingbar, um
einer Verfälschung der Betrachtungsergebnisse vorzubeugen. Hinsichtlich der
Lichtverhältnisse ist tageslichtähnliche Beleuchtung von ca. 2000 Lux zu
empfehlen. Dies entspricht der Intensität von diffusem Nordlicht zur
Mittagszeit, kann aber auch durch dem Tageslicht in Intensität und Spektrum
angepasste Lichtquellen gewonnen werden. Zu hohe Lichtintensität (Lampe am
Behandlungsstuhl: 8000 Lux; grelles Sonnenlicht) führt zu unzureichenden
Ergebnissen. Schließlich ist von Seiten des Betrachters Farbtüchtigkeit,
ausreichende Schulung und ständiges Training zum erfolgreichen Vorgehen
erforderlich. Schwierigkeiten in der Bestimmung ergeben sich auch dadurch,
dass man bei der Betrachtung des Zahnes eine durch die verschiedenartige
Zahnsubstanz bedingte Mischfarbe sieht. Weiter sollten die Zähne jeweils nur
für kurze Augenblicke betrachtet werden, da das Auge zur Adaption neigt und
somit die Farbdifferenzierungsempfindlichkeit rasch nachlässt. Ein noch nicht genauer untersuchter "optischer Effekt" beeinflusst das Farbergebnis bei Komposite-Füllungen, welcher als Chamäleon- oder Vermischungseffekt (VE) bezeichnet wird. Derartige Materialien sind zu einem gewissen Grad in der Lage, die Farben des umgebenden natürlichen Zahnes anzunehmen, was in einer sehr guten Ästhetik resultiert. Farbdifferenzen zwischen Zahn und Füllung sind so viel geringer, als isoliert betrachtet. Es scheint sich bei diesem Phänomen um einen komplexen visuellen Adaptationseffekt zu handeln, der von zahlreichen Faktoren - z.B. der Füllungsgröße und Transluzenz. - beeinflusst wird. Zur "Akzeptanz"
der Z. durch den Patienten - nach Eingliederung von
Zahnersatz - hat das Landgericht Hamburg entschieden (Az. 323 S 20/04):
Lässt sich ein Patient für ihn angefertigte
Veneers einsetzen, nachdem er sie optisch überprüft hat, so hat der
Zahnarzt Anspruch auf die entsprechende zahnärztliche Vergütung. Der Patient
kann die Bezahlung der Rechnung dann nicht mehr mit der Begründung ablehnen,
die Farbgebung sei nicht so wie vereinbart.
Da an Veneers besonders hohe kosmetische Ansprüche gestellt werden, dürfte
dieses Urteil auch auf andere zahnärztliche Versorgungen übertragbar sein. |
|
Zahnfäule , engl.: (dental) caries,
tooth decay;
Karies
Zahnfee
engl.: tooth fairy; mystisches Wesen, welches Kindern nachts
erscheinen soll und über die Zahngesundheit wacht und entsprechend belohnt oder
straft. So wird bspw. ein unter das Kopfkissen gelegter ausgefallener Milchzahn
durch ein Goldstück ersetzt, oder ein auf den Fingernagel des Lutschfingers
aufgemaltes Bild der Zahnfee darf nachts nicht abgelutscht werden, da sonst die
Z. böse wird.
Das mystische Wesen "Zahnfee" entstammt dem angelsächsischen Bereich und wurde
1927 einem größeren Kreis durch das Schauspiel "The Tooth Fairy" von Esther
Watkins Arnold bekannt.
Zahnfehlbildung ,
Zahndysplasien
Zahnfehlstellung , engl.: teeth
malposition;
Aberration,
Fehlstellung
von Zähnen
Zahnfilm , engl.:
(dental) film; doppelseitig beschichteter, kleiner - meist in der
Standardgröße von 5 x 4 cm - Röntgenfilm für intraorale Aufnahmen mit folgendem
Aufbau:
Schutzschicht
lichtempfindliche Emulsion (Silberhalogenide, meist Silberbromid, in Gelatine)
Haftschicht
Filmträger aus Polyester
Haftschicht
lichtempfindliche Emulsion (Silberhalogenide, meist Silberbromid, in Gelatine)
Schutzschicht
rückseitig eine Bleifolie zur Abschirmung von
Streustrahlung
Die Belichtung des Z. erfolgt nur durch die direkt eintreffende
Röntgenstrahlung (meist werden
Filmkassetten mit Verstärkerfolien benutzt). Deshalb benötigt im Vergleich zu
allen anderen Röntgenverfahren der Z. die höchste
Strahlendosis für seine
Belichtung.
Röntgenfilm 2.)
| Zahnflächen engl.: tooth surfaces; Oberflächen- und Richtungsbezeichnungen an einem Zahn; primär auf die Zahnkrone bezogen, werden in der nachfolgenden Aufzählung auch Körperbezeichnungen aufgeführt. Bezeichnet werden an einer Zahnkrone 5 Flächen - i.d.R. mit lateinischen Namen:
|
|
Zahnfleisch ,
engl.: gum(s), gingiva; als Vorsilbe: gum-;
Gingiva
Zahnfleischabtragung , Zahnfleischentfernung, engl.:
gingivectomy;
Gingivektomie
Zahnfleischbluten ; engl.: bleeding of
gums, gingival
bleeding;
Gingivitis,
Zahnfleischentzündung
Zahnfleischentzündung
, engl.: inflammation of the gums; ungebräuchlich:
Ulitis;
Gingivitis,
Parodontitis
Zahnfleischkapuze
Zahnfleischkappe, Schleimhautkapuze, engl.: mucosal o.
tooth hood; vorwiegend beim Durchbruch unterer
Weisheitszähne auftretende
teilweise Abdeckung der Zahnkrone mit einem Schleimhautlappen.
Kapuze
| Zahnfleischklammer engl.: gingivally (approaching) clasp; nicht mehr übliche Verankerung einer Teilprothese an unter sich gehenden Stellen des Alveolarfortsatzes im Sinne eines Halteelementes ("alveoläre Klammer") aus Prothesenkunststoff. Eine Sonderform stellt die durchgehende |
![]() |
| Zahnfleischmaske engl.: gum mask, gingival analog; im sichtbaren Bereich gelegentlich eingesetzte Maske zur optischen Kaschierung eines erheblichen Zahnfleischschundes oder zur Überdeckung bei Implantation im Frontzahnbereich; wird zahnmedizinisch zu den Befestigt wird die Z. an den restlichen Zähnen; sie wird vom Patienten zur Mundhygiene und wenn er nicht im öffentlichen Leben steht abgenommen. Z. nehmen mit der Zeit vom Speichel und aus Nahrungsmitteln, Getränken und Genussmitteln (Nikotin) Färbungen auf und werden deswegen nach ca. 1-3 Jahren aus ästhetisch-hygienischen Gründen erneuert. |
|
|
Zahnfleischnische engl.: (gingival) crater; kraterförmige Defekte als Folge einer Gingivitis o. Stomatitis ulcerosa im Gebiet der Interdentalpapille. Hervorragender Schlupfwinkel für pathogene Bakterien, sodass die Grunderkrankung nur schwer ausheilt (Rezidiv). Beseitigung durch eine Schleimhaut- oder Schleimhaut-Knochen-Plastik. |
Zahnfleischpapille , engl.: gingival
papilla;
Interdentalpapille
Zahnfleischpolyp
engl.: gum polyp; chronisch
entzündliche, gestielte Gingiva-Wucherung
als Folge einer Reizwirkung, wie z.B. durch scharfe Kanten kariöser Zähne oder
überstehender Füllungs-/Kronenränder. Histologische Abklärung nötig, da das
seltenere
Papillom ein
klinisch ähnliches Erscheinungsbild hat.
Zahnfleischrandschnitt ;
Gingivarandschnitt
Zahnfleischsaum , Zahnfleischrand,
engl.: gingival or gum line;
Gingivalsaum
Zahnfleischschund,
Gingivaatrophie
| Zahnfleischtasche
engl.: periodontal pocket, gingival sulcus; Spaltraum zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch, welcher in Form des (Gingival-)Sulkus bei jedem Zahn als "Furche" besteht. Bei entzündlichen Parodontalerkrankungen kann sich eine "Tasche" auf zwei Arten bilden:
|
|
| Zahnfleischverband Parodontalverband, engl.: periodontal pack, occlusive dressing; Schutzabdeckung der Zahnfleischstrukturen nach größeren parodontal-chirurgischen Eingriffen, wie z.B. Lappenoperationen, Gingivektomien, Gingivoplastiken oder gesteuerter Geweberegeneration(GTR). Z. bestehen meist durch Pasten aus Zinkoxid-Eugenol ("Kirkland-Verband") oder auf Kunstharzbasis (z.B. Coe-Pak™) u.U. Beimischung von antibakteriellen Substanzen wie z.B. CHX. Diese Pasten erhärten durch Speichelzutritt und können noch zusätzlich durch Verbandhalter oder Nähte fixiert werden. Die Liegedauer beträgt etwa 6 - 10 Tage |
|
| Zahnfleischwucherung Zahnfleischhypertrophie, engl.: gingival proliferation (overgroth); |
![]() Bild-Klick! |
| Zahnformel Gebissformel, Bolk-Gebissformel, engl.: dental formula, Bolk's denture formula; schematische Darstellung eines Gebisses unter Verwendung von Buchstaben und Zahlen; in der vergleichenden Anatomie der Säuger gebräuchlich. Man fasst die verschiedenen Zahnarten in Gruppen zusammen und bezeichnet sie mit den lateinischen Anfangsbuchstaben: I = Incisivus (Schneidezahn) C = Caninus (Eckzahn) P = Prämolar (kleiner Backenzahn) M = Molar (großer Backenzahn). Diesen Buchstaben stellt man die Zahl der davon vorhandenen Zähne dahinter. So bedeutet "I3" beispielsweise, dass dieses Individuum in einer Kieferhälfte "3 Schneidezähne" besitzt (z.B. der Hund, Schwein, Ursäuger). In der Formel wird über dem Bruchstrich die Zahnanzahl und -art einer Oberkieferhälfte, unter dem Strich die einer Unterkieferhälfte eingetragen. Die Zahlen der Ober- und Unterkieferhälften werden addiert, mit zwei multipliziert (die Kiefer sind symmetrisch aufgebaut) und daraus ergibt sich der Zahnsummenformelwert, welcher hinter einem Gleichheitszeichen rechts neben den Bruchstrich dargestellt wird (s. Abb.). |
|
| Zahnfraktur Zahnunfall, engl.: tooth fracture (break); Bruch (auch Anbruch) einer Zahnkrone, Zahnwurzel oder beiden Teilen durch Gewalteinwirkung bzw. während des Entfernens eines Zahnes. Man unterscheidet (siehe Abb.): Die Brüche können auch unvollständig ("Riss") bzw. ohne räumliche Veränderung (Dislokation) der Bruchstücke sein (s. Abb. unten). Man bezeichnet den ersten Zustand als Infraktur oder Cracked-tooth-Syndrom. Die meisten Z. sind zahnärztlicherseits so zu behandeln, dass der Zahn erhalten werden kann - lediglich Fraktur f) hat meist den Verlust des Zahnes zur Folge; e) und h) gelten als schwierig zu behandeln.
|
|
![]() ©: DERWEB Ltd unfallbedingte tiefe Wurzelfraktur (= g)) |
zahnfreundlich ,
zahnschonend, engl.: harmless (friendly) to teeth.
Aktion zahnfreundlich
Zahnführung
geführte Okklusion, engl.: tooth guidance; mechanische Dominanz
von Zähnen des Oberkiefers bei einer
dynamischen Okklusion des Unterkiefers
Eckzahnführung,
Frontzahnführung,
Gruppenführung,
Okklusion
Zahnfurche
auch: primitive Z., engl.: (primitive) dental groove; in der 4.
Embryonalwoche sich entwickelnde rinnenartige Vertiefung im Alveolarwall, aus
welcher sich später die Zahnleiste entwickelt.
Gelegentlich auch Synonym für eine Fissur
Zahngesundheit , engl.: dental health;
weitgehendes Fehlen von Karies und
Zahnbetterkrankungen.
Im zahnmedizinischen Bereich wurde seitens der WHO als Fernziel von
Präventionsmaßnahmen die Formel "22-77-99"
aufgestellt, was heißen soll, dass bei 77jährigen noch mindestens 99 % der
Bevölkerung 22 eigene Zähne haben sollten. Häufig auch mit
Mundgesundheit
gleichgesetzt.
FST-Index,
Gesundheit,
Krankheit,
Prävention,
Prophylaxe,
Salutogenese,
T-Health Index
Zahngesundheitsindex ;
T-Health Index
Zahnglocke , engl.: enamel organ;
Schmelzorgan
Zahngröße ,
engl.: tooth size;
Zahnlänge
|
Zahngruppen engl.: classes of teeth; Zähne mit ähnlichen Merkmalen, in der ZHK eingeteilt in: Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren (kleine Backenzähne), Molaren (große Backenzähne) oder Unterteilung in Frontzähne und Seitenzähne |
![]() |
|
Zahnhals Cervix, Zervix, engl.: neck of tooth, collum (cervix) dentis; leicht eingezogene Übergangsstelle zwischen dem (sichtbaren) Zahnschmelz (der Zahnkrone) und dem Wurzelzement des Zahnes. Bei gesunden Zahnfleischverhältnissen von der Gingiva überdeckt. Zahnhalsfüllung Zahnhalskaries |
|
| Zahnhalsklammer engl.: cervical or gingival clamp; verschiedene Klammerarten, deren Klammerarme dem Zahnhals anliegen. Da derartige Klammern vereinzelt bei Zähnen mit geringer Wölbung des prothetischen Äquators ( |
|
|
Zahnhalteapparat , engl.: periodontic
apparatus;
Parodontium
Zahnhartsubstanz, engl.: hard tooth
structure; Oberbegriff für
Zahnschmelz,
Dentin (Zahnbein) und
Wurzelzement;
Zahn
Zahnhartsubstanzdefekte
Zahnhartsubstanzschäden, engl.:
defects (faults) of
calcified tooth structure; als Folge von versch. Einflüssen, welche präeruptiv (vor dem Durchbruch) oder
posteruptiv entstehen können und
das Zahnbein (Dentin) und/oder den
Zahnschmelz betreffen.
Unterteilung z.B. nach:
prä-eruptive Schäden:
Hypo-
oder Dysplasien von Schmelz und/oder
Dentin während der Zahn-Bildungs- und -Reifungsperiode. Entstanden entweder
durch genetische Fehlfunktionen (Zähne
isoliert oder als Teil eines Syndroms) oder als infektiös-entzündlicher,
pharmakologischer, alimentärer
(ernährungsbedingter), metabolischer (Stoffwechsel bedingter) und
traumatischer
Schaden perinatal (Zeit um die Geburt, d.h. zwischen 39. Schwangerschaftswoche
und 7. Lebenstag) bzw. postnatal (nach der Geburt).

posteruptive Schäden: neben den durch Unfälle bedingten Schäden (
traumatische
Zahnverletzungen) sind dies besonders zwei große Verursacher:
Osteogenesis
imperfecta,
Sichelzahn,
Tetrazyklin,
Zahndysplasie,
Zahnentwicklungsstörungen
Zahnheilkunde
ZHK, Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Zahnmedizin, Dentologie,
Odontologie,
Odontostomatologie, Odontiatrie, engl.: dentistry, odontology;
abgegrenzter, eigenständiger Bereich der Medizin als wissenschaftliche Lehre vom Bau, von der Funktion und den Krankheiten des
Gebisses (Zähne, Zahnhalteapparat, Zahnfleisch und Kiefer). Die Ausübung der
ZHK erfolgt in Deutschland auf
dem Boden des Zahnheilkundegesetz; sie
umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung aller Erkrankungen im
Zahn-, Mund- und Kieferbereich. Als Teilgebiete gelten (2010):
Zahnärztliche
Chirurgie; Oralchirurgie im Rahmen
einer Weiterbildung
Konservierende
Zahnheilkunde (
Zahnerhaltungskunde)
Parodontologie (Heilkunde der
Erkrankungen des Zahnhalteapparates
und deren Vorbeugung)
Prothetische Zahnheilkunde
(Zahnersatzkunde) und
Werkstoffkunde
Implantologie
Kieferorthopädie
Öffentliches
Gesundheitswesen,
BZÖG
im weiteren Sinne zählen noch als Teil- bzw. Arbeitsgebiete:
Kinderzahnheilkunde u.
zahnärztliche
Psychosomatik
Die
Mund-, Kiefer-
und Gesichtschirurgie gilt nicht als Teilgebiete der Zahnmedizin,
sondern ist ein gemeinsames Fachgebiet der Medizin und Zahnmedizin.
Fachgebiete,
Gender Dentistry,
Rezept,
Schulmedizin
Zahnmedizin in der Karikatur
Zahnheilkundegesetz
ZHG, ZHKG,
engl.: law of dentistry; Grundlage für die Ausübung der
Zahnheilkunde in D.; zuletzt geändert durch das
Gesetz zur Änderung der Bundesärzteordnung und anderer Gesetze vom 21.7.2004,
BGBl I 2004. Es beschreibt die zahnärztlichen Tätigkeiten ("Ausübung der
Zahnheilkunde ist die berufsmäßige auf zahnärztlich wissenschaftliche Erkenntnis
gegründete Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.
Als Krankheit ist jede von der Norm abweichende Erscheinung im Bereich der
Zähne, des Mundes und der Kiefer anzusehen, einschließlich der Anomalien der
Zahnstellung und des Fehlens von Zähnen.") und die Zuständigs- bzw.
Delegationsmöglichkeiten. So besagt beispw. § 1 Abs. 5
Zahnheilkundegesetz aus:
"Approbierte Zahnärzte können
insbesondere folgende Tätigkeiten an dafür qualifiziertes Prophylaxe-Personal
mit abgeschlossener Ausbildung wie zahnmedizinische Fachhelferin,
weitergebildete Zahnarzthelferin, Prophylaxehelferin oder Dentalhygienikerin
delegieren: Herstellen von Röntgenaufnahmen, Entfernen von weichen und harten
sowie klinisch erreichbaren subgingivalen Belägen, Füllungspolituren, Legen und
Entfernen provisorischer Verschlüsse, Herstellen provisorischer Kronen und
Brücken, Herstellen von Situationsabdrücken, Trockenlegen des Arbeitsfeldes
relativ und absolut, Erklärung der Ursache von Karies und Parodontopatien,
Hinweise zu zahngesunder Ernährung, Hinweise zu häuslichen Fluoridierungsmaßnahmen, Motivation zu zweckmäßiger Mundhygiene, Demonstration
und praktische Übungen zur Mundhygiene, Remotivation, Einfärben der Zähne,
Erstellen von Plaque-Indizes, Erstellung von Blutungsindizes,
Kariesrisikobestimmung, lokale Fluoridierung zum Beispiel mit Lack oder Gel,
Versiegelung von kariesfreien Fissuren.", wobei zusätzlich zu bemerken ist, dass
diese Leistungen nur nach Anweisung durch einen Zahnarzt durchgeführt werden
können."
Das Gesetz heutiger Prägung trat am 1. April 1952 in Kraft. Es beendete
damals einen fast 80 Jahre dauernden Dualismus zwischen Zahnärzten und
Dentisten in Deutschland ("Allensbacher Abkommen") und hielt u.a. fest, dass die
Ausübung der Zahnheilkunde nur Zahnärzten (Ärzten) vorbehalten ist und ein
Hochschulstudium mit Approbation
voraussetzt. Damit wurde eine Professionalisierung geschaffen, die in vielen
anderen europäischen Ländern schon früher bestand.
In 2003 wurde auch ein juristischer Streit durch den Europäischen
Gerichtshof (EuGH, AZ.: C-35/02) darüber entschieden, ob Arzt-Approbation zur
Ausübung der Zahnheilkunde berechtigt:
Die EU-Richtlinie 78/687/EWG zur "Erlangung zahnärztlicher Diplome" verlangt zur
Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit als Zahnarzt ein Diplom, Prüfungszeugnis
oder sonstigen Befähigungsnachweis, mit dem garantiert nachgewiesen wird, dass
der Zahnarzt im Verlauf seiner gesamten Ausbildungszeit angemessene Kenntnisse
der wissenschaftlichen Zahnheilkunde erworben hat. Dagegen sieht Paragraf 1
Absatz 1 des Gesetzes über die Zahnheilkunde (ZHG) vom 31. März 1952 in der
Fassung vom 16. April 1987 vor: "Wer im Geltungsbereich dieses Gesetzes die
Zahnheilkunde dauernd ausüben will, bedarf einer Approbation als Zahnarzt nach
Maßgabe dieses Gesetzes oder als Arzt nach bundesgesetzlicher Bestimmung. Die
Approbation berechtigt zur Führung der Bezeichnung als Zahnarzt oder
Zahnärztin." . Da aber das EU-Recht eine übergeordnete Norm und der EuGH
feststellte, dass §1,1 mit EU-Recht nicht vereinbar ist, muss einem Arzt keine
Approbation als Zahnarzt erteilt werden, solange er nicht die Voraussetzungen
zur Erlangung des zahnärztlichen Diploms nach Maßgabe der Richtlinie 78/687/EWG
erfüllt hat.
Approbation,
Delegation,
Heilberufsgesetz,
Öffnungsklausel,
Zahnarzt, Zahnmedizinische Fachangestellte
http://www.rechtliches.de/info_ZahnHKG.html,
Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde,
Fortbildungsmöglichkeiten für Zahnarzthelferinnen/Zahnmedizinische
Fachangestellte in Baden-Württemberg als .pdf (©:
LZK B.-W.)
http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/7_02/pages2/bpol1.htm
Zahnhöcker , engl.: (dental) cusp;
Höcker
Zahnhölzchen
medizinische, Zahnhölzer, "Zahnstocher", engl.: tooth
pick; meist dreieckig geformt Stäbchen aus einem weichen Werkstoff, wie z.B. Holz (z.B. Balsa)
oder (in jüngerer Zeit) speziellen Kunststoffen zur
Zahnzwischenraumreinigung und - bei richtiger Technik - zur Stimulation der
Interdentalpapille. Die Z.
können z.B. mit Fluoriden zur
Kariesprophylaxe oder
antibakteriellen Wirkstoffen getränkt sein.
Mehr Schaden als Nutzen bringen dagegen unzweckmäßige Geräte wie harte
Hölzer, Büroklammern, Metallstreifen, nicht bruchfester Kunststoff usw.
Sowohl mit Z., wie auch mit Zahnseide können die
Plaqueindizes deutlich gesenkt
werden; zwischen Zahnhölzchen- und Zahnseide-Gruppen konnten bei Untersuchungen
keine signifikanten Abweichungen gefunden werden.
Interdentalhölzer, Interdentalraum,
Mundhygiene,
Zahnseide
Zahn im Zahn
,
Dens in dente
|
Zahnimpressionen Zahneindruck, engl.: tooth impressions, tooth indentations; Negativform von Zähnen, welche auf anderen Körperteilen (eigenen, fremden) oder Gegenständen hinterlassen werden. Neben den professionell durchgeführten Zahn- und Kieferabdrücken, werden Z. bei Habits und Parafunktionen (s. Abb. u.) sowie Weichteilschwellungen nach Operationen oder einer übergroßen Zunge beobachtet. Davon abzugrenzen sind Biss- oder Saugimpressionen, wie sie z.B. in der Haut und Schleimhaut sichtbar werden können. Derartige Impressionen haben in der forensischen Medizin bei der Überführung des Verursachers Bedeutung. |
![]() Bild-Klick! ![]() Bild-Klick! |
Zahnintrusion, zentrale
Zahnluxation, engl.: do. o. tooth
depression;
Intrusion, Milchzahnpersistenz
Zahnkaries , in
der ZHK nicht gebrauchter Ausdruck für
Karies. Medizinisch: Abgrenzung zur
Knochenkaries (bone caries)
| Zahnkeim engl.: tooth germ o. tooth bud; Bezeichnung für einen im Kiefer liegenden Zahn (Milchgebiss, Wechselgebiss), dessen Krone schon ausgebildet (mineralisiert), dessen Wurzelwachstum aber noch nicht abgeschlossen ist. Das frühe Stadium eines Z. wird auch als Zahnscherbchen bezeichnet. |
|
![]() |
|
Zahnkeimentzündung
engl.: tooth germ (or: tooth bud) inflammation; nur selten über
den Blutweg (hämatogen; z.B. Nabelschnurinfektion; Osteogingivitis neonatorum)
ausgelöste Entzündung des Zahnkeims, welche sich in
seltenen Fällen zu einer Zahnkeimosteomyelitis (Folliculitis expulsiva,
engl.: tooth germ sequestration) entwickeln kann. Normalerweise erfolgt
der Infektionsweg bei dieser seltenen Erkrankung aus der Mundhöhle über eine
Zahnfleischtasche am Milchzahn oder eine Unfallverletzung
Hypodontie, Osteomyelitis,
Säuglingsosteomyelitis,
traumatische
Zahnverletzungen
Zahnkeimpaarung ; engl.: twin teeth
or gemination;
Gemination
Zahnkeimtransplantation
Zahnkeimverpflanzung,
engl.: tooth germ transplantation; autoplastische
Transplantation im Sinne
einer Verpflanzung wurzelunreifer Zähne - meist des
unteren Weisheitszahns - in ein
entsprechend vorbereitetes Zahnfach an
eine andere Stelle innerhalb der Zahnreihe; bevorzugt sind die
Molarenalveolen der
1. u. 2. Backenzähne des Unterkiefers. Die
"Überpflanzung" erfolgt einschließlich des
Zahnfollikels und erfordert wegen einer möglichen Zahnkeimschädigung eine
vorsichtige Vorgehensweise. Die Verpflanzung erfolgt entweder sofort in die
frische Extraktions-Alveole oder (bei Vorliegen von
apikalen Entzündungen des
entfernten Zahnes) verzögert nach 3-6 Wochen.
Zahnkeimverlagerung
engl.: tooth germ transposition;
Verlagerung eines Zahnkeimes an eine andere Stelle im
Kiefer (anomale Keimlage); meist schon embryologisch (Aberration
von Keimgewebe) verursacht, seltener durch ein
Milchzahntrauma.
Folgen sind ein Durchbruch des Zahnes an falscher
Stelle innerhalb oder außerhalb der Zahnreihe oder eine
(Teil-)Retention.
Verlagerung,
Zahnektopie
Zahnkeimzyste , engl.: dentigerous
or follicular cyst;
Zyste
Zahnknospe , engl.: tooth bud;
Schmelzorgan, Zahnleiste
Zahnkranz
engl.: basing arch; zahntechnische
Bezeichnung für den Teil eines
Sägemodells (Abb.), welcher die Zähne, Präparation und eine relativ
dünne Gipsunterlage mit Teilen des Kiefers enthält. Besteht aus einem besonders
harten Gips (Gipsklasse IV)
Zahnkrone , engl.: crown, corona
dentis;
(künstliche) Krone,
(natürlicher) Zahn
Zahnlänge
Zahngröße,
engl.: tooth length; Strecke zwischen der Schneidekante bzw. Höckerspitze
und der Wurzelspitze. Individuell stark schwankend und altersabhängig. Allgemein
kann festgestellt werden, dass die Unterkiefer-Schneidezähne
am kürzesten und die Oberkiefer- Eckzähne ("Augenzahn") am längsten sind. Neben
der altersabhängigen Länge (Verkleinerung mit zunehmenden Alter durch
Abrasion und
Wurzelresorption; größte Länge
etwa 2 - 3 Jahre nach dem Zahndurchbruch) spielt
auch die Gesichts-/Schädelform eine Rolle und spiegelt sich häufig in der Länge
der Zähne wieder. Das Verhältnis Zahnkronenlänge : Zahnwurzellänge ist etwa 1 :
2 . Für die kosmetische Größe der Zahnkrone gilt ein Längen-Breiten-verhältnis
von 1 : 0,75 bis 0,8 als angenehm.
Zahlen zur Z. (gesamter Zahn, d.h. Zahnkrone und Zahnwurzel) sind wegen
der klinischen Bedeutungslosigkeit nur vereinzelt bekannt. Bedeutung hat dagegen
- vor allem für endodontische Maßnahmen
- die
Wurzelkanallänge
Nach Mühlreiter - De Jonge werden folgende mittleren Werte zur
Zahngröße angegeben:
| Zahn (Oberkiefer) |
Größen |
Zahn (Unterkiefer) |
Größen |
|
| mittlerer Schneidezahn |
Kronenbreite 8,4 (6 - 7,5) (gemessen am incisalen Rand) Kronenlänge 11,6 (6 - 7,3) (gemessen an der vestibulären Fläche) Zahnlänge 24 (17 - 19) (vom incisalen Rand bis an die Wurzelspitze) |
|
mittlerer Schneidezahn |
Kronenbreite 5,4 (3,6 - 5,5) (gemessen am incisalen Rand) Kronenlänge 9,4 (5 - 6,6) (gemessen an der vestibulären Fläche) Zahnlänge 21,4 (15 - 19) (vom incisalen Rand bis an die Wurzelspitze) |
| seitlicher Schneidezahn |
Kronenbreite 6,5 (4,2 - 6,6) (gemessen am incisalen Rand) Kronenlänge 9,0 - 10,2 (5,5 - 6,8) (gemessen an der vestibulären Fläche) Zahnlänge 22,5 (14,5 - 17) (vom incisalen Rand bis an die Wurzelspitze) |
|
seitlicher Schneidezahn |
Kronenbreite 5,9 (3,8 - 5,9) (gemessen am incisalen Rand) Kronenlänge 9,9 (5,6 - 7) (gemessen an der vestibulären Fläche) Zahnlänge 23,5 (15 - 19) (vom incisalen Rand bis an die Wurzelspitze) |
| Eckzahn | Kronenbreite 7,6 (6,2 - 8) (Strecke mesiale bis distale Kronenecke) Kronenlänge 10,9 (6,5 - 7,8) (gemessen zwischen Basis u. Spitze) Zahnlänge 27 (17,5 - 22) |
|
Eckzahn | Kronenbreite 6,7 (5,2 - 7) (Strecke mesiale bis distale Kronenecke) Kronenlänge 11,4 (6,5 - 8,1) (gemessen zwischen Basis u. Spitze) Zahnlänge 25,4 (17,5 - 22) |
| erster Prämolar | Kronenbreite 6,8 (vestibulär gemessen) Kronenlänge 8,7 (vestibulär gemessen) Zahnlänge 21,7 |
erster Prämolar | Kronenbreite 6,9 (vestibulär gemessen) Kronenlänge 8,9 (vestibulär gemessen) Zahnlänge 22,8 |
|
| zweiter Prämolar | Kronenbreite 6,5 (vestibulär gemessen) Kronenlänge 7,9 (vestibulär gemessen) Zahnlänge 21,5 |
zweiter Prämolar | Kronenbreite 7,3 (vestibulär gemessen) Kronenlänge 8,5 (vestibulär gemessen) Zahnlänge 23,2 |
|
| erster Molar | Kronenbreite 10,1 (6,6 - 7,8) (oral gemessen) Kronendicke 11,7 Kronenlänge 7,7 (5,8 - 6,5) (vestibulär gemessen) Zahnlänge 21,3 (14 - 17) (an der oralen Wurzel gemessen) |
erster Molar | Kronenbreite 11,5 (7,5 - 8,5) (oral gemessen) Kronendicke 10,4 Kronenlänge 8,3 (6,6 -7) (vestibulär gemessen) Zahnlänge 22,8 (14 - 17) (an der mesialen Wurzel gemessen) |
|
| zweiter Molar | Kronenbreite 9,8 (8,3 - 9,3) Kronendicke 11,5 (9 - 10,2) Kronenlänge 7,7 (6 - 6,7) Zahnlänge 21,1 16,5 - 18,5) |
zweiter und dritter Molar |
Kronenbreite 10,7 (10 - 11,5) Kronendicke 9,8 (8,5 - 9,5) Kronenlänge 8,1 (6,5 - 7,2) Zahnlänge 21,8 (17,5 - 19,5) (an der mesialen Wurzel gemessen) in der Regel 3, in ca. 1/3 der Fälle 4 Wurzelkanäle |
|
| dritter Molar | keine Angaben |
Dentalindex nach Flower,
Endometrie, Zahnmerkmale
| Zahnleiste Schmelzleiste, Epithelleiste, engl.: dental ridge, dental lamina, toothed lath; im Embryonalstadium gebildete (vom Alveolarwall in der 6. Woche ausgehend), den Kiefern angepasste schnurartige Ansammlung von Zellen als bogenförmige Einstülpung, aus welcher sich die Anlagen für die Milchzähne und in einer zweiten Z. die für die bleibenden Zähne herausbilden. |
![]() Bild-Klick! Zahnleiste mit Zahnknospen |
Zahnlockerung
gomphiasis, odontoseisis,
engl.: tooth loosening; abnorm erhöhte
Zahnbeweglichkeit, ausgelöst durch
Abbau des Kieferknochens,
entzündliche Prozesse der Wurzelhaut
bzw. an der Wurzelspitze, große
Zysten oder durch ein
Trauma
Lockerungsgrad,
Parodontalstatus,
Periotest,
Stabilisierungsschiene,
traumatische
Zahnverletzungen,
Zahnbeweglichkeit
zahnlos
Zahnlosigkeit, engl.: edentulous; Fehlen der Zähne, bedingt durch:
eine Nichtanlage aller Zähne,
Anodontie
durch chirurgische Zahnentfernung
aller Zähne (Edentation) oder
traumatische Einflüsse
natürlich: vor dem Durchbruch
des 1. Zahnes im Milchgebiss
adental,
unbezahnt
| Zahnlücke "Lücke", engl.: gap between the teeth, (tooth space); natürliche oder krankhafte Veränderung im Kiefer bedingt durch versch. Umstände:
Aus funktionellen - im sichtbaren Bereich auch aus kosmetischen Gründen -
ist i.d.R. eine zahnärztliche Versorgung der Lücken (mittels Zahnersatz,
kieferorthopädischer Behandlung, Implantaten, Verpflanzung von Zähnen)
geboten: |
|
Zahnluxation , engl.: tooth luxation;
traumatische
Zahnverletzungen
Zahnmark , engl.: dental pulp;
Pulpa
Zahnmedizin ,
Zahnheilkunde
Zahnmedizinische
Fachangestellte
ZFA, ehemals:
Zahnarzthelferin,
zahnärztliche Helferin, engl.: (literal, da deutsche Wortschöpfung) dental expert employee or (better) dental assistant;
anerkanntes Berufsbild für
die Zahnmedizinische Fachkraft gem. Berufsbildungsgesetz (BBiG) in dualer
drei- bzw. zweieinhalbjähriger Berufsausbildung. Dabei gelten folgende
Übergangsregelungen:
alle
Auszubildenden, die ab dem 1. August 2001 ihre Ausbildung beginnen und im Jahr
2004 beenden (die Ausbildungszeit beträgt normalerweise 3 Jahre), tragen die
neue Berufsbezeichnung "Zahnmedizinische Fachangestellte" (ZFA)
Eine formell
rückwirkende Änderung für schon abgeschlossene Ausbildungen der
Berufsbezeichnung "Zahnarzthelferin" in "ZFA" ist nicht möglich
Die Verwendung "ZFA"
im allgemeinen Sprachgebrauch für alle Helferinnen ist dagegen zulässig
Die
Zahnärzteschaft betont ausdrücklich, dass die Gleichwertigkeit beider
Berufsbilder gegeben ist.
http://www.bzaek.de/service/oav10/artikel.asp?lnr=200
Historische Entwicklung:
http://www.bzaek.de/service/oav10/artikel.asp?lnr=325
Der Tätigkeitseinsatz (
Einsatzrahmen, Delegation,
Delegationsschema) von ZFAs ist deutschlandweit nicht
einheitlich geregelt; er resultiert im Prinzip aus einer - juristisch durchaus
verschieden zu wertenden - Interpretation des
Zahnheilkundegesetzes.
Der Weltzahnärzteverband (
FDI)
sagt zum Einsatzrahmen aus:
1. Einführung
Der Zahnarzt trägt dem Patienten gegenüber die Verantwortung für die Diagnose
und Beratung sowie die Bereitstellung von Mundgesundheitsversorgung in
Übereinstimmung mit dem geltenden Gesetz. Daraus folgt, dass der Zahnarzt
ebenfalls für die Unterstützung, Führung und Beaufsichtigung der Hilfskräfte
innerhalb des Praxisteams verantwortlich ist.
2. Definitionen
2.1 Zahnärztliche Hilfskraft: Mitglied des Praxisteams, dem der Zahnarzt
in Einklang mit der aktuellen Gesetzgebung bestimmte Aufgaben im Rahmen der
Mundgesundheitsversorgung der Patienten übertragen kann.
2.2 Beaufsichtigung: Betreuung der Hilfskraft bei der Ausführung ihrer
Aufgaben und Pflichten.
3. Aufgaben und Pflichten
3.1 Der Zahnarzt ist verpflichtet:
Dafür zu sorgen, dass die berufliche Kompetenz aller Mitglieder des
zahn-ärztlichen Teams stets dem aktuellen Wissensstand entspricht und
Hilfskräfte Schulung in Bezug auf die ihnen übertragenen Aufgaben erhalten.
Die Hilfskräfte beruflich zu betreuen und ihre Leistungen zu überwachen, um
optimale Qualität der erbrachten Mundgesundheitsversorgung zu sichern.
3.2 Die Hilfskraft ist verpflichtet:
Von den Aufgaben, die an sie delegiert werden, nur diejenigen auszuführen, für
die sie im Rahmen der im jeweiligen Land zulässigen Berufspraxis angemessen
qualifiziert bzw. ausgebildet ist und alle Aufgaben abzulehnen, für die sie
nicht ausgebildet bzw. qualifiziert ist.
Den Zahnarzt darauf hinzuweisen, wenn eine Behandlungsmaßnahme ihre Ausbildung
bzw. Fachkompetenz als Hilfskraft überschreitet.
Am 1. April 2005 trat eine Novelle des Berufsbildungsgesetzes in
Kraft. Diese 26. Aktualisierung des rechtlichen Rahmens - gültig auch für die
Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) - beinhaltet u. a.:
Verlängerung der Probezeit von drei
auf vier Monate
Möglichkeit, zeitlich begrenzte
Abschnitte (maximal ¼) der Berufsausbildung im Ausland zu absolvieren - bei ZFAs
also maximal neun Monate
Prinzipielle Zulässigkeit einer
Verkürzung der regulären Dauer der Ausbildungszeit nicht nur in Bezug auf die
Gesamtdauer (drei Jahre), sondern "bei berechtigtem Interesse" auch in der
täglichen oder wöchentlichen Zeitdimension
Verkürzung des Tätigkeitsnachweises in
der Praxis für "Externe" als Voraussetzung für die Zulassung zur Teilnahme an
der Abschlussprüfung von bisher sechs auf jetzt 4 ½ Jahre.
Im Jahr 2007 waren im deutschen Gesundheitswesen 203.000 Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) beschäftigt plus rund 35.000 Azubis.

Aufstiegsmöglichkeiten
einer ZFA
Vom Berufsbildungsausschuss beschlossen wurde die Einführung einer
"Zahnmedizinischen Fachangestellten Light Ausbildung" ("Zahnarzthelferin
Light") mit 2-jähriger Berufsausbildung bei einer Vergütung, die nach
Abschluss dem Ausbildungsgehalt einer ZFA im 3. Lehrjahr entspricht. Ein
offizieller Name existiert noch nicht. Ebenfalls in der Versuchsphase ist die
"Zahnarzthelferin Light" mit nur einjähriger Ausbildung nach der EQJ (EinstiegsQualifikation
Jugendliche).
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung,
Aufstiegsfortbildung, Delegation,
Dentalberaterin,
Dental Hygenist,
Fortgebildete Zahnmedizinische
Fachangestellte mit Qualitätsbezeichnung,
Fortgebildete
Zahnmedizinische Fachangestellte ohne Qualitätsbezeichnung,
Fortbildungsmöglichkeiten für
Zahnarzthelferinnen/Zahnmedizinische Fachangestellte in Baden-Württemberg als .pdf
(©: LZK B.-W.),
Kieferorthopädische Fachassistentin
(Zahnmedizinische Kieferorthopädie-Assistentin)
Röntgen:
rechtliche Probleme bei schwangeren zahnmedizinischen Fachangestellten
Video über des Berufsbild der ZFA
Verband medizinischer
Fachberufe
Berufsordnung des "Verband medizinischer Fachberufe"
Delegationsrahmen der ©
Bundeszahnärztekammer (2009) als Orientierung
Fortbildungsangebote für Assistenzberufe
Markierte Wege durch den Dschungel
http://www.stieglmeier.de/Lexikon-Arbeitsrecht.html
Gehalt:
http://www.gehalt-tipps.de/ ;
http://www.zahnjob.de/gehaltsrechner.htm
Zahnmedizinische Fachhelferin
ZMF, engl.: (sinngemäß) tooth-medical specialized assistant; mit
einer systematische und umfassende Aufstiegsfortbildung gem. § 46 BBiG auf
Grundlage der Fortbildungs- und Prüfungsordnung der jeweiligen "Zuständigen
Stelle" (i.d.R. die jeweilige Zahnärztekammer)
mit einem Fortbildungsumfang von mind. 700 UStd.; Kursteilnahme nach den
Zulassungsvoraussetzungen der jeweiligen Kammer. Abschlussprüfung gemäß § 46
Abs. 1 Berufsbildungsgesetz vor der "Zuständigen Stelle" (i.d.R. die jeweilige
Zahnärztekammer).
Zu den Tätigkeitsfeldern gehören - nach entsprechender
Delegation - besonders:
Aufstiegsfortbildung,
Auszubildende, Delegation,
Dentalhygienikerin,
Fortgebildete ZFA,
Tarifvertrag
Fortbildungsordnung für
Assistenzberufe der ©:
Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg (2006)
Musterfortbildungsordnung ZMF ist auf
den
Internetseiten der Bundeszahnärztekammer abrufbar (
Ersatzweise unter © BZAEK)
Delegationsrahmen der ©
Bundeszahnärztekammer (2009) als Orientierung
Delegationsschema
Verband medizinischer
Fachberufe,
Berufsordnung des "Verband medizinischer Fachberufe"
Fortbildungsangebote für Assistenzberufe
Markierte Wege durch den Dschungel
Gehalt:
http://www.zahnjob.de/gehaltsrechner.htm
Zahnmedizinische Kieferorthopädie-Assistentin
;
Kieferorthopädische Fachassistentin
Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin
ZMP, "Prophylaxehelferin", engl.: dental prophylaxis assistant; mit einer umfassenden und
speziell ausgerichteten Aufstiegsfortbildungsmaßnahme mit Qualifikation zur
ZMP für Individualprophylaxe in allen Bereichen der Zahnarztpraxis
nach entsprechender Delegation. Dazu
gehört unter anderem die Gewinnung, Übernahmen und Interpretation von (Hygiene-)Befunden,
die Durchführung präventiver und therapeutischer Maßnahmen und die Vermittlung
fachlicher Grundlagen in den Bereichen Gesundheitserziehung, -vorsorge und
-aufklärung in patientenverständlicher Kommunikation und Pädagogik. Hinzu kommt
die Motivierung der Patienten zur Verhaltensänderung im Sinne einer verbesserten
Mundhygiene.
Diese Aufstiegsfortbildung wird entweder in Vollzeitform oder berufsbegleitend
durchgeführt. Für die ZMP ist der Umfang auf etwa 350-400 Stunden festgelegt.
Beendet wird sie mit einer Abschlussprüfung gemäß § 46 Abs. 1
Berufsbildungsgesetz vor der "Zuständigen Stelle" (i.d.R. die jeweilige
Zahnärztekammer).
Aufstiegsfortbildung, Delegation,
Fortgebildete ZFA,
Fortbildungsordnung für
Assistenzberufe der ©:
Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg (2006)
Musterfortbildungsordnung ZMP ist auf
den
Internetseiten der Bundeszahnärztekammer abrufbar (
Ersatzweise unter © BZAEK)
Delegationsrahmen der ©
Bundeszahnärztekammer (2009) als Orientierung
Delegationsschema
Fortbildungsangebote für Assistenzberufe
Markierte Wege durch den Dschungel
Gehalt:
http://www.zahnjob.de/gehaltsrechner.htm
Buchtipp: "Lehrbuch Prophylaxeassistentin" von Jean-Francois Roulet,
Susanne Fath, Stefan Zimmer
| Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (-helferin) ZMV, engl.: dental administrative assistant; mit eigenverantwortlichen Tätigkeitsfeldern auf folgenden Gebieten nach entsprechender Delegation:
Systematische und umfassende Fortbildungsmaßnahme (Aufstiegsfortbildung gem.
§ 46 BBiG) auf der Grundlage der Fortbildungs- und Prüfungsordnung der
jeweiligen „Zuständigen Stelle“ (i.d.R. die jeweilige
Zahnärztekammer) und einem Fortbildungsumfang
von mind. 350 Ustd.; Kursteilnahme nach den Zulassungsvoraussetzungen der
Kammer. |
|
Zahnmerkmale
Erkennungsmerkmale, engl.: characteristic dental features; charakteristische
Zeichen jedes einzelnen Zahnes, welche besonders zur Bestimmung der
Seitenzugehörigkeit bzw. der richtigen Einordnung in den 4
Zahnquadranten dienen. Typisch für jeden Zahn sind das / die:
Zahn,
Zahngrößen (Breite, Dicke, Länge)
Zahnmissbildung ,
Zahndysplasie
Zahnnerventzündung , besser: Zahnmarkentzündung, engl.:
endodontitis;
Pulpitis
Zahnoberfläche
engl.: tooth surface; im Sprachgebrauch gleichbedeutend mit der
sichtbaren, aus Schmelz bestehenden
Oberflächenschicht der Zahnkrone. Individuell versch. stark ausgeprägte
rillenförmige vertikale Eindellungen und horizontal verlaufende feine
Imbrikationslinien
reflektieren auffallendes Licht unterschiedlich und verleihen so dem Zahn seine
individuelle Note
Zahnoberhäutchen ,
engl.: enamel cuticle, Nasmyth's membrane;
Schmelzoberhäutchen
Zahnorgan
Odontium
Zahnpasta
Zahncreme, Zahnpaste,
engl.: toothpaste, dentifrice; unterstützendes
Zahnreinigungs- und -pflegemittel auf Pasten- oder Gelbasis, welches dazu dient, weiche Beläge (Plaque
und deren Vorstadien) von der Zahnoberfläche und dem
Zahnfleischrand zu entfernen. Zur
besseren Wirkung dieses Reinigungsvorgangs (meist mit Putzkörpern aus feinem
Sand) werden wasserbenetzende Mittel (Tenside
wie z.B. Natriumlaurylsulfat,
NLS) sowie Abrasiv- bzw.
Polierstoffe verwendet. Gleichzeitig
erfolgt bei den heute gebräuchlichen Pasten eine Anreicherung mit
Fluoriden (maximal 0,15% (= 1500
ppm); bei Kindercremes 0,05% (= 500 ppm)), bzw. mit anderen (z.B.
Plaquehemmenden oder
beruhigenden) Zusätzen. Diese Anreicherung ist manchmal nicht
unproblematisch, da die Zusatzstoffe mit den Pastenbestandteilen eine Reaktion
eingehen können, und dann im Prinzip wirkungslos sind.
Mit der Absicht, die Effizienz der
Plaquekontrolle noch weiter zu verbessern, sind neben den Fluoridpasten in
den letzten Jahren verstärkt Pasten mit dem Wirkstoff
Triclosan auf den Markt gekommen.
Vom breit wirksamen antimikrobiellen
Triclosan in Konzentrationen von 0,1-1% verspricht man sich insbesondere bei
schwierigen Putzsituationen eine bessere Keimreduktion.
In D waren 2007 ca. 80 Präparate auf dem Markt, bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von
4,3 Tuben/Jahr.
Die Reinigungsleistung einer Paste wird durch den
PCR-Wert (PCR = pellicle cleaning
ratio) ausgedrückt. Dieser beschreibt, inwieweit die jeweilige Paste das
Zahnoberhäutchen (
Pellicle) stört,
indem angefärbte Auflagerungen
entfernt werden.
Nach Verbraucheranalysen verwenden 93% der Deutschen mindestens einmal täglich
eine Zahnpasta, mehr als 95% davon enthalten Fluoride.
Zum Gebrauch gelten folgende Empfehlungen: Nur eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf die Bürste geben, lange
(2-3 Minuten) und
überall putzen, dann ausspucken und nicht ausspülen. Längeres Ausspülen
vermindert die Fluoridwirkung.
Z. gehört im Warenverkehr zu den kosmetischen Mitteln.
Der Begriff "kosmetische Mittel" umfasst nicht nur dekorative
Kosmetika, sondern
auch pflegende Mittel wie Hautcremes oder Mittel zur Körperreinigung wie
Zahnpasten, Seifen, Haarshampoos etc. . Kosmetische Mittel sind nicht
zulassungspflichtig; wohl aber unterliegt die Z. dem deutschen
Lebensmittelrecht.
Erst bei bereits vorgeschädigten Zähne können Zahnpaste und
Zahnbürste durch mechanische Beanspruchung
abrasive Verletzungen verursachen.
In vitro Studien haben gezeigt, dass
Zähneputzen mit abrasiven Z. Abnützungen am
Dentin produzieren (
RDA-Wert). Die Übertragung
dieser Befunde auf in vivo Effekte ist
jedoch schwierig, legt aber nach Meinung britischer Wissenschafter der Bristol
University (M. Addy et al.) nahe, dass eine normale Anwendung von Zahnbürste und
Zahnpaste nur eine begrenzte Abnützung der Bezahnung bei lebenslänglicher
Anwendung bewirkt. Vernachlässigbare Schäden am Dentin entstehen allein durch
die Anwendung der Zahnbürste (bei richtiger
Putztechnik). Die meisten Z. haben nur eine niedrige relative
Schmelzabrasivitätsrate und haben allein keinen Einfluss auf den
Schmelz. Fehlanwendung oder das
Zusammentreffen mit Erosionen
kann die Abnützung des Dentins aber auf pathologische Werte steigern. Durch
erosive Einflüsse geschädigter Schmelz kann leicht durch jede - auch ohne Z.
- mechanische Aktion beseitigt werden.
Leider geben nicht alle Hersteller - da nicht vorgeschrieben - auch die
Inhaltsstoffe an. Seriöse Z. haben nichts zu verbergen und geben - wie am
Beispiel der elmex™ beschrieben - an:
|
Nachfolgendes Dosierungsschema bei der Aufnahme von Fluoriden wird heute (2003) von den wissenschaftlichen Fachgesellschaften präferiert. Dieses Schema gilt vorbehaltlich einer individuellen Fluoridanamnese:

Neuerdings befinden sich sog. Bleichzahnpasten (
Weißmacher Zahnpasten) auf dem Markt, welche
eine Aufhellung der Zähne und eine bessere Reinigungswirkung versprechen, ohne
dass bisher Langzeiterfahrungen vorliegen: Britische Wissenschafter (A. Joiner
et al.) verglichen die Belagsentfernung und Präventionseffizienz einer
Bleichzahnpaste mit derjenigen einer Standardzahnpaste. Ziel der Studie war es
festzustellen, ob eine Zunahme des Zahnbleichungseffektes durch die Zunahme an
Schmelzabrasion verursacht wird. Der
Bleicheffekt der Produkte wurde an
bovinen Zähnen im Labor festgestellt. Die Putzkraft und Präventionswirkung wurde
in einem Messprotokoll über vier Wochen beobachtet. Die Schmelzabrasion wurde in
einem in vivo Modell bestimmt, wobei Schmelzblöcke auf einem Zahnersatz
platziert und für vier Wochen im Mund getragen wurden. Diese wurden zweimal
täglich mit einem der Produkte gereinigt. Es zeigte sich, dass die
Bleichpastensysteme statistisch effektiver in der Beseitigung des Belages im
Vergleich zu einer Standardzahnpaste waren, ohne eine statistisch signifikante
Zunahme des Ausmaßes der Schmelzabrasion zu zeigen.
Die regelmäßige Anwendung einer fluoridhaltigen Z. führt zu einer höheren
Oberflächenhärte des Schmelzes - eine zusätzliche Vorbehandlung mit einem
fluoridhaltigen Zahnlack bringt indes keinen weiteren Vorteil. Zu diesem
Ergebnis kam eine In-vitro-Studie, die
unter praxisnahen Bedingungen mit wechselnden
pH-Werten die
Remineralisation des
Zahnschmelzes und die Fluoridaufnahme in den Zahn prüfte.
Zur Geschichte:
"Die Zahnpasta des Herrn von Mayenburg" (Apotheker in Dresden, Löwen-Apotheke,
Handelname Chlorodont, was auf griech. soviel bedeutet wie "frischer Zahn")
wurde als Tubenpaste 1907 erfunden. Wichtigster Grundstoff war Naturkalkstein,
als Geschmacksstoff diente Pfefferminze.
Zahnpasten (Fluoridgehalte)
Abrasivität,
AFT,
Doramad,
Erosion,
Fluoride: Wirksamkeit
verschiedener Applikationsformen,
Kosmetika,
RDA-Wert,
Stomatikum,
Triclosan,
überempfindliche Zähne,
Weißmacher Zahnpasten,
Zahnbürste,
Zahnputztablette
Dentinabrasion von Zahnpasten (S. 16)
Chemie der Zahnpflegemittel
http://www.zahnpasten.hcbe.ch/ ,
http://www.dental-education.ch/opl/ , http://www.zahnpastainfo.de/
Zahnpflege , engl.: dental care o. hygiene;
Mundhygiene, Zahnbürstmethoden
Zahnpflegekaugummi
engl.: dental care gum; zuckerfreies, Pflegemittel für die "Reinigung
zwischendurch", d.h. dann, wenn keine anderen
mechanischen Reinigungsgeräte zur Verfügung stehen. Die Reinigungswirkung
ist allerdings begrenzt; so werden Zahlen (nach dreiminütigem Kauen) von 20%
angegeben - im Gegensatz zu 70-90% bei einer Zahnbürste. Zusatzstoffe sind meist
der Zuckeraustauschstoff
Xylitol und/oder
Fluoride
Kaugummi
Zahnprothese , "falsche Zähne",
engl.: dental prosthesis, dentures, dental plate, false
teeth;
Zahnersatz,
Teilprothese,
Vollprothese
ZahnProthetiker
im deutschsprachigem Raum aus der Schweiz bekannt Berufsbezeichnung (zugelassen
in den Kantonen Zürich, Nidwalden und Schwyz) für Personen, die sich
ausschließlich mit prothetischen Maßnahmen
am Patienten befassen ("umfassend geschulte Fachperson für die dritten Zähne").
Ungefähr vergleichbar mit dem in D nicht mehr existierenden
Dentistenstand. In den Fällen, wo
medizinische Leistungen bei den Verrichtungen anfallen, hat der Z. einen
Zahnarzt "in Vertrag", der diese Leistungen erbringt.
Tätigkeitsschwerpunkt vor allem bei der Anfertigung/Eingliederung von
Vollprothesen.
Voraussetzungen: abgeschlossene Lehre als
Zahntechniker/in und mindestens zehnjährige Berufserfahrung, absolvierter
Studiengang Zahnprothetik mit folgenden Fächern: Anatomie, Physiologie,
Histologie, Pathologie, Hygiene, Erste-Hilfeleistung, Total- und Teilprothetik.
Ausbildung existiert nur im Kanton Zürich.
Im EG-Raum kennen lediglich die Niederlande ("tandprotheticus") und Finnland
eine vergleichbare Ausbildung.
http://www.zahnprothesen.ch/
Zahnputztablette
engl.: dental cleaning tabs; von der Fa. ProDentum 2003 auf den Markt
gebrachte "Zahnpasta in Trockenform" mit einem
RDA-Wert von 35. Als Zusammensetzung
wird vom Hersteller angegeben: Mikrofeine Zellulose-Fasern (zur Politur,
Füllstoff), Kieselerde (Putzkörper), Natriumhydrogencarbonat (»Natron«, zusammen
mit Vitamin C zur pH-Wert-Regulierung von 5,5), Natriumlaurylsulfat (Tensid,
Schaumbildung), Aspartam (Geschmacksstoff, enthält eine Phenylalaninquelle),
Ascorbinsäure (Speichelflussanregung), Magnesiumstearat (pflanzlicher
Hilfsstoff), Natriumfluorid (Kariesprophylaxe).
http://www.denttabs.de/
Zahnputztechniken
, engl.: brushing techniques;
Zahnbürstmethoden
Zahnregulierung, engl.: orthodontic
treatment, straightening of teeth, "Regulierung";
Kieferorthopädie
| Zahnreihe Zahnbogen, engl.: dental arch; Gesamtheit aller (sichtbaren bzw. in normaler Stellung durchgebrochenen) Zähne eines Kiefers, mit einer Unterteilung in: Normalerweise geht man davon aus, dass nach Zahnverlust die vollständige Rekonstruktion einer Zahnreihe notwendig sei, um die Stabilität des Gebisses zu sichern. Im Rahmen der Kostendiskussion im Gesundheitswesen und der Abkehr von einer "100-Prozent-Versorgung" (um im Falle enger finanzieller Grenzen des Patienten bei Zahnersatzbehandlung die richtigen Prioritäten setzen zu können) wurde in Untersuchungen geprüft, wie viele Zähne funktionell und kosmetisch unbedingt nötig sind. Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass es zur Not ohne hintere Backenzähne gehe. Die wichtigsten Aufgaben erfüllen die so genannten "Top 20": Die zentralen zehn Zähne - Frontzähne sowie erster und zweiter kleiner Backenzahn (Prämolaren) - im Ober- und Unterkiefer, unter der Voraussetzung, dass diese gesund bzw. funktionstüchtig restauriert sind. Mit dieser Konstellation waren die meisten Aufgaben der Zähne gut abzudecken. Die Frontzähne stellen vor allem Abbeißen, Sprechen und Ästhetik sicher, die Okklusion bleibt stabil und die Funktion des Kiefergelenks wird i.d.R. nicht beeinträchtigt. Von dem Initiator der bedeutendsten Untersuchung - Prof. Kerschbaum, Köln - wird allerdings klar gestellt, dass die verkürzte Zahnreihe nur das existenziell Notwendige, wie ein Dach über dem Kopf, sei. Er stellt weiter dar, dass jeder zusätzliche Zahn ein weiteres Plus an Lebensqualität bedeute. Weiter rät er, für die Versorgung von finanziell schwach gestellten Patienten zunächst die so genannten "Top 20" zu versorgen und diese in bestem Funktionszustand zu erhalten. Ohne Schaden zu befürchten könne man mit der Versorgung der Molaren so lange warten, bis die Notwendigkeit wirklich erkennbar sei. Liegt später eine stärkere finanzielle Decke des Patienten vor, kann z.B. mit Hilfe der Implantologie ein zahnlos gewordener hinterer Kieferbereich wieder naturnah versorgt werden. |
|
Zahnreinigung , engl.: tooth
cleaning, odontexesis,
Professionelle
Zahnreinigung (PZR), Zahnbürstmethoden
| Zahnsäckchen Zahnfollikel, Saccus o. Sacculus dentalis; Bezeichnung für eine bindegewebige Schicht bei der Zahnentwicklung, die das Schmelzorgan und die Zahnpapille umhüllt. Es bildet die Anlage für Wurzelzement, Parodontalligament und z.T. auch des Alveolarknochens |
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| Zahnschema Gebiss-Schema, Zahnzahl, engl.: dental chart, chart system of teeth; System zur dokumentarischen Darstellung der menschlichen Zähne (Milchzähne u. bleibende Zähne). Während es in der Historie viele Schemata gab, hat sich international das FDI-Schema - FDI-Two-Digit-System (Internationales Zahnschema der Federation Dentaire Internationale) - durchgesetzt. Es ist ein Vier-Quadranten-System, welches von Pirquet 1924 vorgeschlagen und 1970, von der FDI modifiziert, weltweit als verbindlich erklärt wurde. Es ist nach folgender Logik aufgebaut:
Von untergeordneter Bedeutung sind heute die Schemata (Systematik s. Abb.):
Aus forensischen Gründen existiert noch das sehr viel ausführlichere Odontogramm Neben diesen wissenschaftlichen Klassifikationen existieren auch noch
Jargonbezeichnungen für:
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![]() Internationales Zahnschema |
| Zahnscherbchen engl.: tooth shard?, early tooth germ?; historische Bezeichnung für die ersten, im Röntgenbild sichtbaren (verkalkten) Anteile eines sich bildenden Zahnes (Zahnkeims) |
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| Zahnschlüssel engl.: alligator grip wrench; Clef de Garengeot, Fothergill-Schlüssel; historisches krallenähnliches, mit dem Pelikan verwandtes Instrument mit einem Türschlüssel-ähnlichen Griff zur Zahnentfernung von Backenzähnen. Andere Interpretationen führen den Namen auf das "schlüsselartige herausdrehen der Zähne" oder auf den "krallenähnlichen Bart" zurück. |
![]() Bild-Klick! http://www.zene-artzney.de/ |
Zahnschmelz , engl.: dental enamel,
adamantine substance of tooth;
Schmelz
Zahnschmerz
Dentalgie, Odontalgie, engl.: toothache; Bezeichnung für Schmerzen, die im
Zusammenhang mit Zähnen stehen; Auslöser sind vor allem
Entzündungen des
Zahnnervs,
akute Vereiterungen der Wurzelspitze,
überempfindliche Zähne und
Zahnfleischentzündungen.
Zur Überbrückung bis zum Zahnarzttermin werden bei Z.
homöopathische Globuli als
Alternative zu Schmerzmitteln empfohlen
(
http://www.globuli.de/tipps-beschwerden.php). Bei den oft durch Wärme ausgelösten
Beschwerden, die sich durch kaltes Wasser oder an der frischen Luft bessern,
sollen Belladonna C30, Bryonia C30 oder Pulsatilla C6 lindern. Davon sollen alle
zehn Minuten fünf Globuli eingenommen werden - insgesamt bis zu sechsmal.
Belladonna sei besonders geeignet bei Schmerzen, die sich durch Ruhe bessern,
Bryonia bei Beschwerden, die durch Druck auf dem Zahn gelindert werden, und
Pulsatilla bei Schmerzen, die sich durch kalte Anwendungen bessern.
Bei Schmerzen nach dem Zahnarztbesuch (z.B. Legen einer Füllung) sollen
Arnica D30 und Nux vomica D30 in einer Dosis von dreimal drei Globuli pro Tag an
bis zu drei Tagen helfen.
Daneben gilt die Gewürznelke
(Bestandteil Eugenol) als "klassisches Hausmittel" bei Schmerzen, welche durch
eine schmerzende Karies ausgelöst werden.
Aerodontalgie, Schmerzen,
Spontanschmerz,
Zahnschmerzarten
Zahnschmerzarten , Zahnschmerzformen,
Schmerzen
| Zahnschmuck Oberbegriff für eine Vielzahl von stark modisch bestimmten Zahnverziehrungen, wie Brillies oder Dental Jewels, Dazzler, Tatoos und Twinkels. Gemeinsam ist allen Schmuckarten, dass sie bei fachgerechter Anwendung keine Schäden am Zahn hinterlassen, da sie - ähnlich wie bei Brackets in der Kieferorthopädie - mit speziellen Klebern (meist auf Komposit-Basis) auf die Zahnoberfläche gebracht werden. Man unterscheidet: Da es sich beim Z. um eine kosmetische Leistung handelt, gelten keine Gebühren nach der GOZ; erfahrungsgemäß variieren die Kosten nach eingesetzter Technik und Praxis stark und dürften zwischen 40 und 100 € liegen. Die "Apotheken-Umschau" schreibt in 2011 folgendes: "Glitzersteine, Tattoos, Keramik-Verblendschalen oder spezielle Bleichmethoden - es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, die Zähne zu verschönern. Die meisten Deutschen stehen jedoch derartigen kosmetischen Maßnahmen eher zurückhaltend gegenüber, wie eine repräsentative Umfrage der "Apotheken Umschau" zeigt. Zahnschmuck ist beim Gros der Befragten wenig beliebt. Nur zwei Prozent (2,2 Prozent) geben an, mit Schmucksteinen, Goldfolie oder Tattoos ihr Gebiss aufzupeppen. Noch weniger gefragt sind so genannte Veneers. Lediglich etwas mehr als ein Prozent (1,5 Prozent) der weiblichen und männlichen Umfrageteilnehmer hat sich solche hauchdünnen, aus Keramik gefertigten Verblendschalen auf die Zähne setzen lassen, um Unregelmäßigkeiten, Fehlstellungen und Verfärbungen auszugleichen oder angegriffenen Zahnschmelz zu ersetzen. Auch ein strahlend weißes Hollywood-Lächeln scheint für die meisten nicht sehr erstrebenswert zu sein. Für immerhin die Hälfte (51,8 Prozent) der Befragten kommt eine Aufhellung des Gebisses aus rein optischen Gründen überhaupt nicht in Frage. Bei ihrem Zahnarzt haben sich einem solchen auch Bleaching genannten Verfahren gerade einmal drei (3,1 Prozent) Prozent schon einmal unterzogen. Mit 1,5 Prozent noch niedriger ist der Anteil derjenigen, die mit Aufpinsellösungen, Aufhellungsgels oder beschichteten Klebestreifen in dieser Hinsicht bereits selbst der Natur nachgeholfen haben." |
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zahnschonende Süßwaren ,
engl.: harmless to teeth, toothfriendly sweets;
Aktion zahnfreundlich
Zahnschutz
,
Mundschutz
| Zahnseide engl.: dental floss; effektives, bei Ungeübten aber nicht so einfach zu handhabendes Reinigungsmittel für Zahnzwischenräume, Unterseite eines Brückengliedes oder bei festsitzenden kieferorthopädischen Apparaturen. Z. besteht entweder aus Nylonfäden unterschiedlicher Strukturierung oder aus gefalteten PTFE-Strängen. Erhältlich in versch. Ausführungen:
Zur richtigen Anwendung - Schlagwort "Fädeln" - benötigt man etwa
50 cm Z.: Davon wird jeweils ein möglichst kurzer Fadenabschnitt
zwischen beiden Händen von Daumen und Zeigefinger gestrafft und dann
zwischen zwei Zähne geführt und entsprechend bewegt (s. Abb.).
Für jeden Zwischenraum wird ein neuer, sauberer Fadenabschnitt zwischen
Daumen und Zeigefinger aufgespannt.
Ein voll bezahntes Gebiss (incl. der
Weisheitszähne) hat 30 Zahnzwischenräume - ein richtiges Fädeln nimmt
je nach Übung für alle Zähne zwischen 10 u. 20 Minuten Zeit in Anspruch.
Dies ist sicher einer der Gründe, weshalb sich der Gebrauch der Z. -
auch in anderen Ländern - nie richtig durchgesetzt hat. |
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Zahnstatus
Dentalstatus,
sichtbarer Gebisszustand,
engl.: dental chart; ausführliche (schriftl.)
Dokumentation (i.d.R. als
bildliche Darstellung) des
gegenwärtigen Zustandsbildes eines Gebiss; auch als "Status praesens" des
Gebisses bezeichnet. Im Gegensatz zu einer einfachen
Untersuchung liegt hierbei das Schwergewicht in der
Inspektion der Zähne (Anzahl, Karies,
Füllungen, Zahnersatz, Zahnlockerungen, fehlende Zähne, Implantate,
Fehlbildungen und sonstige Besonderheiten; evtl. noch zusätzlich: geplante
zahnärztliche Maßnahmen). Weitergehende Befunde (z.B.
funktionelle Untersuchung,
PA-Status)
werden dabei höchstens begleitend erhoben.
Status
| Zahnstein Sedimentum dentale (historische Bez.), Calculus dentis, verkalkte Plaque, engl.: tartar, odontolith, dental calculus, scale, calcified plaque; feste Zahnauflagerungen als Folge von einer Mineralisation von Zahnbelag (Plaque) auf der Zahnoberfläche - laienhaft häufig gleichgesetzt mit jeglicher Verfärbung und Verunreinigung des Zahnes. Die Plaque mineralisiert verschieden stark und schnell im neutralen Speichel an den Stellen, an welchen hohe Calcium- und Phosphationenkonzentrationen zu finden sind, besonders aber am Austrittsbereich der großen Speicheldrüsen (im Oberkiefer an der Austrittsstelle der Parotis, im Unterkiefer-Frontzahnbereich an der Austrittsstelle der Unterzungenspeicheldrüse). Aus diesem Grund ist der Z. überwiegend an den inneren (lingualen) Flächen der unteren Schneidezähne und den Außenflächen (bukkalen) der 1.-2. großen Backenzähnen im Oberkiefer anzutreffen (sog. Prädilektionsstellen). Unterschieden wird in supragingivalen (oberhalb des Zahnfleisches zur Zahnkrone hin, = sichtbar; s.u.) und subgingivalen Z. (auf der Zahnwurzel befindlich, in der Zahnfleischtasche, = nicht sichtbar). Die moderne Nomenklatur bezeichnet den nicht sichtbaren Z. als Konkremente. Je nach Liegedauer und Zeitpunkt der letzten Entfernung unterscheidet man noch zusätzlich zwischen jungem (leicht entfernbar, fast weiß) und altem Z., welcher durch eingelagerte Farbstoffe meist eine gelb-braune Farbe aufweist. Z. besteht aus vier verschiedenen Kalziumphophatkristallen: Supragingivaler Zahnstein spielt im Rahmen der Ätiologie einer Parodontitis eine entscheidende Rolle. Probleme verursacht er hauptsächlich als Hygienehindernis aufgrund seiner plaque-retentiven porösen Oberfläche und der Verblockung interdentaler Schmutznischen. Sein direkter Kontakt mit dem Zahnfleischsaum scheint Entzündung und gingivale Rezession zu fördern. Supragingivaler Zahnstein ist aber auch von Lakunen und Kanälen durchzogen. In diesen unmineralisierten Bereichen besteht ein großes Reservoir für Bakterien, welche darin ideale Wachstumsbedingungen finden: Feucht, warm und Nahrung im Überfluss.
Einmal gebildeter Z. kann durch häusliche Pflegemethoden ( |
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Zahnsteinentfernung
engl.: scaling of calculus; Zahnstein stellt einen erheblichen
biologischen Störfaktor
im menschlichen Gebiss dar. Dies nicht nur aus kosmetischen Gründen - viele
Patienten suchen nur deshalb eine Zahnarztpraxis auf - sondern vielmehr dadurch,
dass diese Ablagerung, ebenso wie die dentale
Plaque, eine Vielzahl von Bakterien beherbergen, welche in der Mundhöhle
(feucht, warm und Nährstoffe) ideale Vermehrungsbedingungen vorfinden. Eine
zweimalige Entfernung des Z. pro Jahr in einem sonst gesunden Gebiss -
auch wenn nur noch wenige Zähne vorhanden sind - gilt heute als Standard;
individuell kann diese Reinigung häufiger oder weniger häufig erforderlich sein.
Seit dem 1. Januar 2004 haben gesetzlich Versicherte in D nur noch einmal pro
Kalenderjahr Anspruch auf eine Z. zu Lasten der
Gesetzlichen
Krankenkasse.
Eine Z.
kann generell auf 2 versch. Weise erfolgen, mit:
Handinstrumenten (Scaler
und Küretten)
Schall- oder Ultraschallscalern
Ein von manchen Anbietern behaupteter
Einsatz von Laser-Geräten ist
derzeit nicht klinisch nachgewiesen und scheint auch dem Autor z.Zt. (Stand
2006) nicht möglich.
Chemische "Zahnsteinlöser" (im
Prinzip Mineralien auflösende Säuren) sind wegen erheblicher Nebenwirkungen
nicht in der Mundhöhle geeignet;
Netzmittel oder Chelatkomplexe
wirkungslos.
Gracey Kürette,
Herzschrittmacher,
Kavitation, Lasereinsatz in der
Zahnheilkunde, PerioScan,
Professionelle
Zahnreinigung (PZR),
Ultraschallgeräte, Vector,
Zahnstein,
Zahnsteinoberflächen-Index,
Zuzahlungen
Zahnstein-Index
engl.: calculus index (CI), CI-S = Calculus Index
Simplified, "simplified" = vereinfacht; als Bestandteil des
Mundhygiene-Status.
Ausführliche Erläuterungen (in engl.) auf der WHO-Seite
Marginal Line Calculus
Index, Mundhygiene-Status
Zahnsteinoberflächen-Index
nach Ennever, ZSI, engl.: (Ennever's) calculus surface index,
CSI; Maßzahl zur kurzzeitigen Überprüfung der Effektivität von
zahnsteinverhindernden Medikamenten oder anderer prophylaktischer Maßnahmen.
Methode:
jeder der 4 Unterkieferschneidezähne
wird in 4 Flächen eingeteilt (eine labiale, eine linguale und zwei interdentale)
jede Fläche mit Zahnsteinbefall erhält
einen Punkt
der Zahnsteinbefall aller Oberflächen
wird addiert. Minimalzahl = 0, Maximalzahl = 16
Marginal Line
Calculus Index,
Zahnsteinindex
http://www.medal.org/
Zahnstellungsanomalien,
Stellungsanomalien, engl.: anomaly of tooth position;
Kieferorthopädie.
| Zahnstumpf "beschliffener Zahn", zahnärztlich bearbeitete natürliche Krone, engl.: tooth stump, zur Aufnahme einer Restauration.
|
|
![]() Z. mit gegossener Aufbaufüllung |
Zahntechnik
engl.: denture prosthetics, prosthetic dentistry; handwerkliche
Anfertigung von (hauptsächlich) Zahnersatz, kieferorthopädischen Geräten,
Einlagefüllungen, Schienen, Obturatoren, Biss- und Abdruckbehelfen usw. in einem
zahntechnischen Labor (
Dentallabor,
Praxislabor) auf der Grundlage eines
Werkvertrags. Grundlage derartiger
Arbeiten sind Vorgaben eines Zahnarztes (Kieferabformungen, Bissregistrierungen
usw.).
Zahntechniker
| Zahntechniker engl.: dental technician (mechanician); nach der Berufsordnung zur Gruppe der Metallfeinbauer gehörender hochqualifizierter Handwerker der In D existierten im Jahr 2006 rund 9.400 gewerbliche Dentallabors mit 66.400 Mitarbeitern. Der Gesamtumsatz betrug 4,2 Milliarden EUR (Jahr 2004, hinzu kommen noch ca. 1,6 Milliarden Euro aus Leistungen der Praxislaboratorien). Die Interessen werden in 24 Zahntechniker-Innungen im Dachverband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) vertreten. International weist D ein hohes Zahnarzt:Zahntechniker-Verhältnis auf: Kamen 2005 in D etwa 1 Zahnarzt auf einen Zahntechniker, so sind diese Zahlen in etwa für A u. CH 1:0,3, Schweden 1:0,2 und USA 1:0,12. Vor allem ein geschätztes Etablieren der CAD/CAM-Techniken in der ZHK in naher Zukunft und eine damit verbundene Verlagerung von zahntechnischen Arbeitsschritten direkt in das zahnärztliche Behandlungszimmer, dürfte das Problem des Überangebotes an Z. noch weiter verschärfen. Hinzu kommt ein sich rasch öffnender Markt in sog. Billiglohnländern (vor allem Fernost) mit zunehmenden Exporten von Zahnersatz nach D. |
|
Zahntumoren
odontogene Tumore, engl.: tumors of dental origin; i.d.R. gutartige
Gewebsneubildungen, die von an der Zahnbildung beteiligten Strukturen ausgehen (Zahnleiste,
Schmelzglocke, Zahnpapille und
deren Überresten); sehr seltene Erscheinungen (0,002% aller Tumoren).
Ameloblastom,
Myxom, Odontoameloblastom,
Odontom,
Odontosarkom,
Osteoodontom
Neoplasmen und andere
Tumoren des odontogenen Apparates (Einteilung)
ausführliche Darstellung:
http://www.kinzel-web.de/
Zahnüberzahl , engl.: polyodontia, supernumerary teeth;
Hyperodontie, Mesiodens
Zahnunfall
, engl.: tooth accident;
traumatische
Zahnverletzungen, Unfall, Zahnfraktur
Zahnung , engl.:
tooth eruption, teething;
Dentition,
Zahnen
Zahnunterzahl engl: hypodontia;
Anodontie,
Aplasie,
Dentinogenesis imperfecta,
Hypodontie,
Oligodontie,
Zahnaplasie
Zahnverfärbungen
Verfärbung von Zähnen
Zahnverlagerung
Verlagerung
| Zahnverlust fehlende Zähne, engl.: loss of teeth; die dritte deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS) von 1999 des Institutes der Deutschen Zahnärzte (IDZ) gibt an, dass die häufigste Ursachen für einen Z. Karies (~ 32%) gefolgt von Zahnfleischerkrankungen (~ 28%) sind. Weniger Bedeutend sind mit ~ 12% Zahnentfernungen bei der Anfertigung von Zahnersatz, ~ 10 % sind bedingt durch das Entfernen von Weisheitszähnen und ~ 8% sind als Folge einer kieferorthopädischen Planung notwendig. Ein unfallbedingter Zahnverlust ist nur als gering einzustufen. Weiter wird festgestellt: etwa ab 40 Jahren sind Zähne, welche durch Zahnfleischerkrankungen verloren gehen, deutlich in der Überzahl (siehe Grafik). Ab 55 liegt die Fehlquote bei durchschnittlich zehn Zähnen, ab 65 bei 15,4. Nur noch jeder hundertste Deutsche in diesem Alter ist noch im Vollbesitz seiner eigenen Zähne. Die Hauptursache für den Verlust von Backenzähnen ist Karies, Schneidezähne gehen hauptsächlich durch Zahnfleischerkrankungen ("Parodontose") verloren. Generell werden im Alter zwischen 50 und 60 Jahren die meisten Zähne entfernt. Eine andere Untersuchung (Prof. Kerschbaum, Köln) stellt fest, dass die "Midlifecrisis" die meisten Zähne kostet: 40- bis 60-jährige verlieren in dieser Zeit zwischen 10 und 15 Zähnen. In 2011 schreiben BZÄK/KZBV in einer "Die Zahl der jährlichen Extraktionen ist deutlich zurückgegangen: von über 16 Mio. Anfang der neunziger Jahre auf ca. 13,4 Mio. im Jahr 2009 in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dennoch bleiben Karies bei 29,7 Prozent und Parodontitis bei 28,5 Prozent aller Fälle ursächlich für die Extraktion. Ab Mitte 40 nehmen die Zahnverluste deutlich zu und erreichen bei den 66- bis 70-Jährigen einen Höhepunkt. Mit zunehmendem Lebensalter ist Parodontitis der Hauptgrund für Zahnverlust." Fehlende Zähne können durch herausnehmbaren Zahnersatz, Brücken oder Implantate ersetzt werden. |
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| Zahnverschmelzung Zahnverwachsung, Synodontie; im Zahnkronen- bzw. Zahnkörperbereich mit gemeinsamen Dentinkörper, Dentes confusi, engl.: tooth fusion, synodontia; entstanden durch unvollständige Keimspaltung. Erfolgt die Verwachsung nur im Wurzelbereich, so spricht man von einer Zahnverwachsung (Dentes concreti); entstanden durch unvollständige Keimspaltung oder Hyperzementosen. |
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![]() |
Zahnwanderung
Zahnverschiebung, Aufwanderung, engl.: tooth migration;
1.) als Folge von Zahnverlust
eintretende Verschiebung ("Aufwanderung", "Wanderung") von Nachbarzähnen in die entstandene
Lücke, bzw. Verlängerung von Zähnen in die Lücke des
Gegenkiefers (
Okklusionseinheit).
Z. erfolgen besonders stark direkt im Anschluss an eine Extraktion; nach
Monaten sind diese nicht mehr so stark ausgeprägt. Bis auf die
Unterkieferprämolaren erfolgt die Wanderung in einem Kiefer
kippend nach
mesial.
Bedingt durch die unterschiedliche Knochenstruktur des Ober- und Unterkiefers
(der Unterkiefer hat eine kompakte, der Oberkiefer eine lockere Struktur),
vollzieht sich die fast immer "kippende" Wanderung im Oberkiefer sehr viel
schneller als im Unterkiefer. Das rechtzeitige Eingliedern einer Brücke bzw.
Teilprothese oder eines Lückenhalters
beugt einer Z. vor.
2.) physiologische mesiale
Zahnwanderung, welche durch interstitielle
Abrasion der
Kontaktpunkte aufgrund der
Mesialdrift verursacht wird.
Dadurch, dass sich diese punktförmigen Berührungen abnutzungsbedingt in
Kontaktflächen umwandeln und die Zähne "nach vorn wandern", wird der
ursprüngliche Zahnbogen um 0,5 - 1 cm kürzer.
3.) iatrogene Zahnverschiebung
im Rahmen einer
kieferorthopädischen Behandlung.
Zahnbewegung,
Zahnbewegungen, Zahnreihe
Zahnwechsel , engl.: exfoliation;
Dentition,
Wechselgebiss
Zahnweiss-Pulver
auch "Bleaching mit der Zahnbürste"; Handelsname:
ULI BREITER Zahnweiss-Pulver. Wirkstoffe: Blüte der
weißen
Mangrove (Laguncularia racerosa) und die Schale des weißen Reiskorns (Oryza
Sative Bran), sowie die zugelassene Lebensmittelfarbe C.I.45430 (synthetischer
Farbstoff). Bei täglich dreiminütiger Anwendung sollen besonders
Verfärbungen
durch den Genuss von Nikotin, Kaffee, Tee, Rotwein nachhaltig beseitigt und die
Zahnoberflächen spürbar geglättet werden. Ein dem Autor bekannter Test der Fa. Dermatest bescheinigt dem Produkt nur eine schwach bleichende Wirkung -
allerdings bei einer starken Streuung innerhalb der Testpersonen.
Bleichen/Bleaching,
Weißmacher Zahnpasten
| Zahnwurzel engl.: tooth (dental) root; aus Zahnbein (Wurzeldenzin) bestehender und mit Wurzelzement überzogener "Verankerungsteil" des Zahnes im Kieferknochen (Alveole). Die versch. Zahngruppen haben unterschiedlich viele Z.; grob lässt sich sagen, dass die Schneide-, Eck- und kleinen Backenzähne eine (Ausnahme 1. oberer kleiner Backenzahn mit zwei Wurzeln in 50-70% der Fälle), die unteren großen Backenzähne zwei und die oberen großen Backenzähne drei Z. besitzen. Die größten Abweichungen hiervon bilden die Weisheitszähne. Ebenso sind die Zahnwurzeloberflächen (root surfaces) versch. groß: so werden für Frontzähne Werte von 200 qmm angegeben. Bei gesunden Mundverhältnissen sind die Z. vom Kieferknochen umgeben und mit Zahnfleisch bedeckt; Erkrankungen des Zahnhalteapparates bzw. altersbedingter Zahnfleischschwund lassen die Z. frei liegen und so den Zahn - da die Z. nicht mit dem äußerst widerstandsfähigen und isolierenden Schmelz umgeben ist - besonders anfällig gegen äußere Einflüsse (z.B. Wurzelkaries, keilförmige Defekte, überempfindliche Zahnhälse usw. werden). Auch nach Abschluss des Zahndurchbruchs wächst die Z. noch über einen Zeitraum von 2 - 3 Jahren weiter, bis sie ihre endgültige Ausprägung erhält. Das Foramen apicale ist in diesem Stadium noch weit geöffnet. |
|
|
Zahnwurzel-Karies-Index ,
RCI-Index
Zahnzahl ,
Zahnschema
Zahnzange , engl.: dental or
xtracting forceps;
Extraktionszange
Zahnzusatzversicherung ,
engl.: tooth additional insurance; mit Online-Berechnungsmöglichkeiten
http://www.hanswaizmann.de/index.php ;
http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Zahnversicherung/1734566/1734566/1737577/1737578/
Leitfaden
"Zahnzusatzversicherungen" der KZV Baden-Württemberg
Zahnzwischenraum
,
Interdentalraum
Zahnzyste , odontogene Zyste, engl.:
dental cyst ;
Zyste
| Zalex ® "Doppelzangen-Extraktionstechnik", "Zwei-Zangen-System"; neuartiges Verfahren zur schonenden Zahnentfernung im Oberkiefer-Molarenbereich, indem der Zahn auf einer fiktiven Längsachse extrahiert wird. |
![]() |
ZÄN
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.;
engl.: Central association of the physicians for nature welfare procedures and
regularization medicine
http://www.zaen.org
Zange,
Extraktionszange
Zangenbiss , engl.: edge to edge bite
or occlusion, end to end bite or occlusion,
Kantenbiss,
Kopfbiss
| Zapfenzahn Dens emboliformis, Griffelzahn, Kegelzahn, "Odontoid", engl.: peg-(shaped) tooth; verkümmerte Ausbildung eines Zahnes (besonders der Zahnkrone), hauptsächlich an den seitlichen oberen Schneidezähnen vorkommend (s.Abb.). Erklärt wird die Bildung eines Z. mit einer genetisch bedingten Gebissreduktion. |
|
ZÄV ,Zahnärztlicher Verbindungsausschuss in der EU;
ERO, FDI
Zauberpaste
Schlagwortbez. ; in der ZHK z.B. für eine 1:1
Mischung aus cremeartig angemischtem N2, welchem
unmittelbar vor der endodontischen Behandlung
gangränöser Milchzähne
Ledermix beigemischt wird. Hinweis:
N2 hat, bedingt durch das Nachzulassungsverfahren für Arzneimittel eine
Kontraindikation für die Behandlung von Kindern.
http://www.tarzahn.de/
Zehn-Uhr-Position ;
Uhr-Position
Zement
In der ZHK von zweierlei Bedeutung:
der Zement =
selbstaushärtendes Verbindungsmittel:
Befestigungszement
das Zement = Hartsubstanz
des Zahnes:
Wurzelzement, Zementoblasten,
http://www.dental.pitt.edu/
Zementdysplasie
periapicale, engl.: periapical dysplasia; periapikale fibröse
Dysplasie; in Form von
Wurzelzementabscheidungen an der
Wurzelspitze eines vitalen
Zahnes.
Hyperzementose,
Zementom
Zementfuge, Zementspalt,
engl.: cement line;
Befestigungszement,
Passgenauigkeit,
Randspalt
Zementieren
Einzementieren, engl.: cementation; Schlagwortbezeichnung und
Oberbegriff für folgende Tätigkeiten beim
Eingliedern von
festsitzendem Zahnersatz:
Vorbereiten des Zahnersatzes zum Z.:
Überprüfung der Passgenauigkeit
und Okklusion im Mund; Abdecken der nicht
mit dem Zahnstumpf in Verbindung
stehender Teile mit Vaseline, um so später Überreste besser entfernen zu können
Anmischen des Befestigungszements
gleichmäßiges Einfüllen in das zu befestigende Zahnersatz-Werkstück und
Einbringen auf die präparierten Zahnstümpfe
Passung des Zahnersatzes optisch und mit einer
Sonde überprüfen
vorsichtiges Zubeißen lassen; dabei überprüft der Patient die korrekte Höhe
(grob)
Patient auf Watterollen beißen lassen
Zementprobe zur Kontrolle des Aushärtungsvorganges
Zementreste sorgfältig und vollständig entfernen
Kontrolle der statischen und dynamischen
Okklusion; evtl. Einschleifen dieser (in minimalen Dimensionen, da die
korrekte Okklusion schon vor dem Zementieren bei der
Einprobe überprüft wurde)
Ein provisorisches Einzementieren durchläuft im Prinzip die gleichen
Arbeitsgänge; es wird lediglich ein provisorischer
Befestigungszement (engl.:
temporary cement) verwendet.
Befestigungszement,
Eingliedern,
Probeeinsetzen
24 konventionelle Befestigungszemente im direkten Vergleich
(2011)
Zementikel
engl.: cementicle; kleine, dem
Wurzelzement aufgelagerte Kügelchen; Zementpartikel, die frei in der
Wurzelhaut liegen (= freie
Zementikel). Haften Z. der
Wurzelzementoberfläche an, werden sie als adhärente Zementikel
bezeichnet; sind sie in die
Wurzelzementschicht eingeschlossen, so bezeichnet man dies als
interstitielle Zementikel.
Zementom
http://www.dental.pitt.edu/
Zementoblasten
engl.: cementoblasts; das
Wurzelzement bildende Zellen. Primär entstammen Z. den
ektomesenchymalen Zellen des Zahnsäckchens; später
können Z. aus undifferenzierten Zellen des
Desmodonts gebildet werden.
Nach einer
traumatischen Zahnverletzung entscheidet das Überleben der Z.
darüber, ob der Zahn
parodontal regeneriert oder im Sinne einer
Ersatzresorption auf Dauer verloren
geht.
Zementozyten
http://www.dental.pitt.edu/
Zementoklasten ,
Dentoklasten,
http://www.dental.pitt.edu/
| Zementom Zementoblastom (= echtes Z.), engl.: cementoma; einer Hyperzementose ähnliches, gutartiges und langsam wachsendes, von der Wurzelhaut ausgehendes Geschwulst des Wurzelzements, vorwiegend an der Wurzelspitze (auch vitaler Zähne) vorkommend. Röntgenologisch im unreifen Stadium mit einem apicalen Granulom (der Zahn ist aber vital!), im reifen Stadium mit einer Hyperzementose identisch. Vorwiegend bei Frauen mittleren Alters auftretend. Bedarf i.d.R. keiner Therapie. |
Zementozyten
engl.: cement cells, cementocyts; den Osteozyten gleichende
Zellen, deshalb auch als "spezialisierte" Osteozyten bezeichnet. Z.
entstehen aus in Hohlräumen liegenden Zementoblasten.
http://www.dental.pitt.edu/
Zementrissfraktur
engl.: cemental fracture or cementum tear; Ablösungen von
Zementbezirken aus der Dentinunterlage
durch Überbelastung des Zahnes. Dabei
sind die den Zahn in der Alveole
haltenden Sharpey-Fasern stabiler
als der Dentin-Zement-Verbund.
Wurzelzement
Zentrale
nach Andresen, engl.: "Central"; Schlagwortbezeichnung für zwei
sich winkelrecht in einem Punkt - als "Zentrale" bezeichnet - schneidenden
Linien. Es sind dies die Ohr-Nasen-Ebene (liegt etwa parallel zur
Camper-Ebene) mit einer Senkrechten
- auch als "Profil-Zentral-Achse" bezeichnet - dazu, die den weitest
dorsal gelegenen Punkt des Nasenflügels (Alare)
berührt. Z. deshalb, weil dieses Gebiet ein Zentrum im
gnatho-physiognometrischen System
darstellt.
Kennlinien
zentrale Projektion , engl.: central
or orthoradial projection;
laterale Zahnaufnahme
| Zentralstiftfüllung Zentralstifttechnik, engl.: single cone method, single point technique; gängige Verfahrenstechnik bei einer normalen Wurzelkanalfüllung. Ein an den aufbereiteten Wurzelkanal angepasster Stift (meist aus Guttapercha) wird in den zuvor mit einem Wurzelfüllmaterial abgefüllten Wurzelkanal geschoben. Dadurch, dass auf das Einführen weiterer seitlich davon gesetzter Stifte ( |
![]() Bild-Klick! |
Zentralstrahl
Hauptstrahl,
engl.: central beam or ray; bei der Einstellung zur
Projektionsrichtung bei der Anfertigung einer Röntgenaufnahme wird von einem
Z. gesprochen ("... der Zentralstrahl der Röntgenröhre trifft dabei
senkrecht ..."). Gemeint ist damit die Mitte des Strahlenbündels, da ein
einziger "Strahl" nicht existent ist.
laterale Zahnaufnahme
| Zentrik zentrische Position, zentrische Kondylenposition, retrale Kontaktposition, RKP, zentrische Relation, Gelenkzentrik, engl.: centric relation; Bezeichnung für die Lage der Kiefergelenkköpfchen in der terminalen (am weitesten nach hinten gelegen) Scharnierachsenposition, die Kiefergelenkköpfe befinden sich im Zenith der Gelenkgrube. Exakte Bestimmung meist nur auf Grund von Röntgenaufnahmen möglich, wobei auch hier individuelle Unterschiede bestehen. In der Praxis ist es dem erfahrenen Behandler überlassen, die für den Patienten richtige Z. einzustellen, da es "DIE" Zentrik aufgrund von Messpunkten oder teuren elektronischen Hilfsmitteln nicht gibt, Die Punkt-Zentrik (point centric) bedeutet eine maximale Verzahnung in der Interkuspidationsposition - die tragenden Höcker haben Dreipunktkontakt in den Grübchen der Antagonisten. Neben der zentrischen Kondylenposition werden noch beschrieben:
Unter "Freiheit in Zentrik" - freedom of centric,
fälschlicherweise auch als "long centric" bezeichnet - versteht man
einen relativ kleinen Spielraum bei maximaler
Interkuspidation. Ohne
seine horizontale Ebene zu verlassen, kann sich der Unterkiefer bis zu 0,5
mm in sonst allen Richtungen bewegen. Diese Freiheit ist nicht in jedem
Gebiss anzutreffen. ( |
|
Zentrikschiene
, engl.: centric splint;
Fixierungsschiene
Zertifizierung
engl.: certification; Vorgang, mit welchem eine
Zertifizierungsorganisation (z.B. Zahnärztekammer,
DIN-Organisation, TÜV)
bescheinigt, dass z.B. die zu zertifizierende Fortbildung die Gesamtheit der in der
Norm enthaltenen Anforderungen und die intern definierten Vorgaben erfüllt.
Fortbildung,
Qualtitätssicherung
zervikal, cervical, engl.: cervical; den
Zahnhals betreffend, am Zahnhals gelegen ;
Zahnflächen
ZESAR
Abk. v. Zentrale zur Abrechnung von Arzneimittelrabatten GmbH; ab 2011 gilt
eine gesetzliche Regelung, dass auch
Privat Versicherte und
Beihilfeberechtigte in den Genuss von Rabatten der Pharmahersteller kommen,
so wie vergleichbar eine Regelung mit den
Gesetzlichen KK
besteht (im Rahmen des „Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der
gesetzlichen Krankenversicherung (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz –
AMNOG)“ vom
22.12.2010). Diese Rabattansprüche werden von den Versicherungen und
Beihilfestellen bei einer zentralen Stelle - ZESAR - angefordert.
ZESAR hat dabei nach "PKV publik"
mehrere Funktionen: Zunächst übernimmt das Unternehmen die Arzneimitteldaten von
den anspruchsberechtigten PKV-Unternehmen und den Beihilfeträgern. Im weiteren
Verlauf werden Rechnungen an die jeweiligen Arzneimittelhersteller geschrieben
und anschließend erfolgt eine Überweisung der eingezogenen Rabatte an die
Versicherungen und die Beihilfestellen. So kommen die Rabatte zuguterletzt bei
den Versicherten und Beihilfeberechtigten an.
ZESAR
ausführliche Erläuterungen o. ©
PKV publik
ZHK ,
gebräuchliche Abkürzung für Zahnheilkunde
Zielinsky-Modus
nach dem Berliner Zahnarzt benannte Theorie zur regelrechten Einstellung (Neutralbiss-Stellung)
des 6-Jahr-Molar in der ersten
Wechselgebissperiode trotz geradem distalen Abschluss der
Postlaktealebene. Z.
begründet seine Theorie damit, dass die lückig werdenden
Zahnreihen im beginnenden
Wechselgebiss im Oberkiefer größer sind als im Unterkiefer, und sich so die
gesamte untere Zahnreihe gegenüber der oberen nach vorn verschiebt.
=>
Postlaktealebene
Zinkoxid-Eugenol
ZnEu, Zinkoxid-Nelkenöl, ZnNÖ, engl.: zincoxide-eugenol;
Flüssigkeit-Pulver-Mischung aus Eugenol
und Zinkoxid welche nach Erhärtung als
Zinkoxid-Eugenolat vorliegt. Eugenol und Nelkenöl unterscheiden sich nur
unwesentlich und haben fast identische Eigenschaften. Vielfältige Anwendung in
der ZHK:
Zinkoxid-Phosphatzement
,
Phosphatzement
Zinkoxyd
Zinkoxid, ZnO, Zinkweiß, engl.: zinc oxide;
bakteriostatisch, betäubendes,
bakteriostatisches und
entzündungshemmendes schwach basisches mineralisches Pulver.
In der Medizin als Bestandteil Zinksalben, -pasten und
-pflastern (z.B. Leukoplast) sowie Sonnenschutzmitteln; in der
ZHK als Zusatz von
Wurzelfüllpasten und bei der
Behandlung infizierter Zahnwunden; meist in Kombination mit
Eugenol (Nelkenöl). Ebenfalls als
Bestandteil von
Befestigungszementen oder provisorischen Verschlussmaterialien.
Neuere Untersuchungen (2005) zeigen, dass ZnO auch einen Schutz vor
Karies im Zahnwurzelbereich ("Wurzelkaries")
bieten kann, wenn es 1%ig Zahnpasten oder
Mundspüllösungen zugesetzt
wird. Man vermutet, dass der Mineralstoff auf Grund seines
astringenten Effektes die
organischen Komponenten des Dentins
stabilisiert und so einer
Entmineralisierung entgegenwirkt.
Alveolitis,
Cavit,
Harvard Zement,
N2,
Phosphatzement,
Steinzement
Zinksulfatzement , engl.: Fletscher's cement;
Fletscher Zement
Zinn
Sn, Stannum, engl.: tin; Verwendung in der ZHK (Prothetik)
in Form von Stanniolpapier (= ausgewalztes Z. (tin foil), abgeleitet vom lat.
Stannum) als Platzhalter oder Isolierung auf Arbeitsmodellen (z.B. zur
Vermeidung von Druckstellen) oder
als Grundlage (nicht mundbeständiger) leicht schmelzender Spar-Legierungen
bzw. Bestandteil der Amalgamfeilung und
Beimischung zahlreicher
Edelmetall-Legierungen.
Früher auch als Beschwerung in der
Prothesenbasis ("Zinnbasis") unterer
Vollprothesen.
Zinnfluorid
ZnF, antibakterielles
Medikament; engl.: tin-fluoride; Verbindung von
Fluor mit Metallionen des
Zinn, wobei
die antibakterielle Eigenschaft hauptsächlich dem Zinn zugeschrieben wird,
welches eine bakterizide Wirkung auf
Plaquebakterien ausübt. Z. allein ist in Zahnpasten wenig stabil, deshalb Zusatz
vom Aminfluorid als Stabilisator. Bekanntes Medikament mit ZnF-Inhalten ist
meridol™.
Fluoride, meridol,
Mundspüllösungen
Zinnkrone
Zinnhütchen, Zinnkäppchen, engl.: tin cap; ungebräuchliche
Art der provisorischen Versorgung
eines Zahnstumpfes nach Präparation mit
einer "Fertigkrone" auf Zinnbasis.
konfektionierte
Krone
| Zirkoniumoxid Zirkoniumdioxid, ZrO2, Hochleistungskeramik, Oxidkeramik, Zirkonia, Zirkonoxid, "keramischer Stahl", Y-TZP, engl.: zirconia oxide, "ceramic steel"; Oxid des zu den Metallen zählenden Elements Zirkonium, begriffsverwirrend auch unter dem Namen Zirkonoxid bekannt (Zirkon ist ein Mineral aus der Gruppe der Silikate). Z. wurde schon im 18. Jhd. durch den Chemiker Martin Klaproth, Wernigerode entdeckt und in den 90er Jahren des letzten Jhds in die ZHK eingeführt. Die Ursache für die lange Entwicklungszeit bis zur Praxisreife lag in der Schwierigkeit, die Eigenschaften von Z. technisch zu beherrschen. Zur Herstellung von Z. verwendet man heute Zirkonsande aus China, Südafrika oder Australien. Diese werden in mehreren Schritten chemisch gereinigt. Das reine Produkt wird mit Yttriumoxid (Y2O3) legiert und anschließend wärmebehandelt (kalziniert) und gemahlen. Für die Qualität einer Zirkonoxid-Zahnersatzarbeit spielen Faktoren wie das Pulver für den Rohling, die Pressformgebung und der Sinterprozess eine entscheidende Rolle, um später ein homogenes Materialgefüge zu erhalten. Die chemisch korrekte Bezeichnung für die in der ZHK verwendete Variante des Werkstoffs lautet ‚"Yttriumoxid stabilisiertes tetragonales polykristallines Zirkoniumdioxid", kurz "Y-TZP". Einsatz in der Prothetik (Gerüste für Kronen und Brücken, s.u.), Endodontie (z.B. Wurzelstifte) und in der Implantologie (Z-Lock - Implantat, Z. nimmt unter den keramischen Werkstoffen eine Sonderstellung ein: Herausragende mechanische Eigenschaften, insbesondere Festigkeit (Endfestigkeiten bis zu 1.200 Mpa), Langzeitstabilität und Zähigkeit. Die Besonderheit von Z. liegt darin, dass es Schäden, die unter Belastung größer werden "selbst repariert" (sog. Umwandlungsverstärkung). Bedingt durch den geringen Partikeldurchmesser (ca. 0,5 µ) bilden sich kaum Plaqueablagerungen an daraus hergestelltem Zahnersatz. Derartige Keramiken (i.d.R. mit einer 5 gewichtsprozentigen "Zulegierung" von Yttriumoxid, Y2O3 als "Selbstreparaturmasse") werden als Basis für die Anfertigung von dreidimensionalen (auch im Seitenzahnbereich) Gerüsten mit Hilfe des CAD/CAM-Verfahrens und bei Wurzelstiften genommen und zeichnen sich durch eine 2-3fach höhere Biege- und Bruchfestigkeit bei ausgezeichneter Biokompatibilität aus. Y-TZP besteht fast ausschließlich aus einer tetragonalen Kristallphase, die eine sehr kleine Korngröße aufweist. Erst durch den dichten und homogenen Aufbau werden die herausragenden mechanischen Eigenschaften dieses Materials erreicht. Bedingt durch die
kosmetisch störende stark milchig-weiße Farbe des Y-TZP, eignet sich
dieser Werkstoff kosmetisch nur als Unterbau (Käppchen, Gerüste) für die
eigentliche Keramik - er ist in etwa vergleichbar dem
Metallgerüst einer
VMK-Arbeit. Diese Gerüste
müssen mit einer geläufigen Keramik
verblendet werden. Hier haben sich drei Techniken durchgesetzt, die sich
vor allem im ästhetischen Ergebnis u. Preis unterscheiden - funktionell
bestehen kaum Unterschiede: Bedingt durch die vielen Anbieter von Z. auf dem Dentalmarkt fällt eine qualitative Beurteilung der Zirkonoxid-Rohlinge schwer, da deren Leistungsfähigkeit - trotz gleicher chemischer Zusammensetzung - von zahlreichen Faktoren im Herstellungsprozess abhängig ist. Von Bedeutung für die Qualität sind z.B. die Korngröße des Ausgangsmaterials und deren Verteilung, eine exakte Steuerung der Vorsinterungs- und Sinterparameter sowie die homogene Verdichtung des Materials im Pressprozess. Diese Faktoren beeinflussen u.a. Passgenauigkeit, Transluzenz, Festigkeit und Langlebigkeit von Zirkonoxidversorgungen. "Die
Verarbeitung von Z. erfolgt im
Dentallabor oder in spez.
Fräszentren mittels
CAD/CAM-Technologie. Es gibt zwei voneinander abweichende Werkstoff- und
Verarbeitungskonzepte. Zum einen wird Z. im durchgesinterten, „gehipten"
(HIP - hot isostatically pressed) Zustand gefräst. Diese Keramik ist
durch eine Biegefestigkeit von 1.200 MPa, annähernde Poren- und
Defektfreiheit, sehr gute
Transluzenz und optimale Gefügequalität charakterisiert. Vertreter
hierfür sind DCS Precident" (Fa. DCS Dental, Allschwil, Schweiz), Digident
(Fa. Girrbach Dental, Pforzheim) und Everest`" (Fa. KaVo, Leutkirch). Die
hervorragenden physikalischen Eigenschaften der HIP-Keramik lassen den
Fräsprozess zeitaufwändig und geräteintensiv werden.
Klinische
Langzeiterfahrungen
wie für die
Verblend-Metall-Keramik
liegen für dieses Material noch nicht in ausreichendem Umfang vor (2011).
Bei den Zwischenergebnissen von
prothetischen Studien gab es bisher keine auffälligen absoluten
Misserfolge in Form von Gerüstfrakturen (dem Unterbau aus Z.). Allerdings sind mit 2,6 bis 11
Prozent die Abplatzraten( Zur Frage
nach der Bewährung von Z. als
Implantatmaterial nahm Prof.
Dr. Dr. Jörg Wiltfang (Kiel) 2008 Stellung: |
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zirkumscript , engl.: circumscript; im Gegensatz zu diffus: scharf begrenzt auf eine bestimmte Ausdehnung
Zirkumzision , Umschneidung
zm
Abk. von Zahnärztliche
Mitteilungen; 1910 gegründet, sind die zm das offizielle Presse- u.
Mitteilungs-Organ von
Bundeszahnärztekammer und
Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung. Schwerpunkte: Berufspolitik,
Zahnmedizin/Medizin/Wissenschaft, Praxismanagement, Finanzen, Recht,
Leserservice; umfangreicher Annoncenteil
ZMF
,
zahnmedizinische Fachhelferin
ZMP
,
zahnmedizinische Prophylaxeassistentin
ZMV
,
zahnmedizinische Verwaltungsassistentin
|
[
Autor:
Dr. Klaus de Cassan
]
[
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