diese Übersetzung
kann entstellend
oder falsch sein!
Implantate
|
Implantate, auch bekannt unter dem Namen "künstliche Zahnwurzeln"
oder "eingepflanzte Zähne", sind der Wunsch vieler Patienten,
denen einzelne oder alle eigenen Zähne unfallbedingt, erkrankungs-
oder altershalber fehlen. Seit einigen Jahrzehnten sind
Zahn-Implantate in Gebrauch und heutzutage ein fester Bestandteil
der zahnärztlichen Therapie. |
Häufig wird aber
bei dem Wunsch nach Implantaten von Patienten übersehen, dass
diese Fremdkörper nicht für jeden Organismus geeignet sind und
eine außerordentlich gute
Mundhygiene
voraussetzen. |
|
|
In der Medizin bezeichnet man das operative Einbringen von lebenden Organteilen in den Körper als Transplantation, das von künstlich geschaffenen, die jeweilige Organfunktion nachahmenden Gebilden, als Implantation. Das "eingepflanzte" Teil - welches die Funktion mehr oder weniger gut übernimmt - heißt Implantat (z.B. Hüftgelenk, Gefäßprothese, Herzklappe). In der Zahnmedizin versteht man
darunter entweder ein
Kieferknochenimplantat, wenn es darum
geht, alters-, erkrankungs- oder unfallbedingt verloren gegangen
Kieferknochen wieder aufzubauen oder das Einpflanzen einer
künstlichen Zahnwurzel auf (selten) bzw. in den Kieferknochen zur Befestigung
von Kronen,
Brücken und herausnehmbarem
Zahnersatz. |
|
|
Die Versorgung mit Implantaten gliedert sich in drei große Abschnitte auf:
|
|
|
|
|
|
Im Prinzip JA, wenn folgende Grundvoraussetzungen stimmen:
|
|
|
Auch wenn heute noch kein ideales
Implantatsystem zur Verfügung steht (s.u.),
sind die bisherigen, nach wissenschaftlichen Kriterien
untersuchten Erfolge beachtlich:
|
|
|
Die Kosten können - je nach Implantatsystem - unterschiedlich sein. Als Richtwert kann ein Betrag (incl. zahnärztlichem Honorar) von 900 - 1.300 Euro- pro Implantat - ohne den darauf befestigten Zahnersatz ("Suprakonstruktion") und zusätzliche chirurgische Maßnahmen (z.B: Sinuslifting) - gelten.
|
|
|
Geschlossene Implantate - wie oben dargestellt - auf die im Rahmen dieser Darstellung nicht näher eingegangen wird.
Halboffne Implantate,
welche entweder
auf dem
Kieferknochen (wenig verbreitet; Fachausdruck: 'subperiostal')
oder im Kieferknochen (Fachausdruck: 'enossal') befestigt sind (Osseointegration). |
|
Suprakonstruktion: Verschrauben oder Zementieren? |
Es
gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, DAS, was auf das Implantat
gesetzt wird - die sog. Suprakonstruktion -, mit dem Implantat zu
verbinden:
|
|
|
Es existieren eine Vielzahl von Implantatarten und -formen. Je nach anatomischen Verhältnissen und Verwendungszweck kann unter versch. Formen und Techniken ausgewählt werden. Nachfolgend die wichtigsten Typen:
|
Vor- und Nachteile von implantatgetragenem Zahnersatz
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Bei den Materialien haben sich
das Metall Titan und versch.
Keramikarten (Glaskeramik,
Aluminiumoxydkeramik,
Zirkonkeramik) durchgesetzt:
|
|
|
Das Einsatzgebiet für Implantate
ist sehr umfangreich:
|
![]() Überarbeitete Graphik nach einer Vorlage der Fa. http://www.lifecore.de/ |
Es gibt versch. Verfahren und Operationsmethoden:
|
|
|
Sofortbelastung: Neuere Untersuchungsmethoden zur Knochenqualität und verbesserte chirurgische Techniken lassen die als klassisch zu bezeichnende Wartephase für die Fälle, dass die Implantate durch den darüber liegenden Zahnersatz "geschient" bzw. fixiert sind, für die Zukunft ins Wanken geraten; z.Zt. birgt die Sofortbelastung allerdings aufgrund mangelnder Beurteilungskriterien noch ein erhöhtes Risiko; auf jeden Fall stehen bisher (2008) fundierte Langzeituntersuchungen aus. |
|
|
Komplikationen - bis hin zum
Verlust des Implantates - treten auf (
|
|
|
Die implantologischen Verbände (BDO, DGMKG, DGI und DGZI; s.u.) haben 2008 ein sog. "Konsensuspapier" verabschiedet und folgende Indikationsklassen zur Implantattherapie erlassen:
|
|
|
Es existieren eine Vielzahl von
Web-Adressen zu diesem Thema, nachfolgend zwei
vom Autor geprüfte Adresse: 2011 existieren in D mehrere Vereinigungen mit über 100 Mitgliedern, welche den implantologisch tätigen oder interessierten Zahnärzten zur Seite stehen. Sie untergliedern sich in:
|
|
|
Für Implantate gibt es einen Hygieneratgeber im Internet. Unter dem Titel "Implantate - lange haltbar, lange schön" wird ausführlich und bebildert erklärt, worauf man besonders rund um die künstlichen Zahnwurzeln achten muss. Download unter: http://www.bdiz.de/service/oav10/artikel.asp?lnr=90 oder: Tel.: 0228 9359244 zum Anfordern der kostenlosen Broschüre.
Ebenfalls kostenlos ist der Ratgeber der Deutschen
Gesellschaft für Parodontologie. Die Broschüre gibt Auskunft über
Vorbehandlung, Pflege und Erhalt von Implantaten. Außerdem nennt sie
Vorteile und nötige Voraussetzungen für eine Implantatbehandlung. Zudem
gibt sie Tipps zur richtigen Mundhygiene nach einer Implantation. |
weitere Infos im Lexikonteil
(Stichwort "Implantat" und weitere)