
Muss jede Zahn-Lücke
geschlossen werden?

 |
Diese Frage lässt sich nicht mit einem klaren JA oder NEIN
beantworten, sondern ist davon abhängig, wo sich die Zahnlücke im Kiefer
befindet.
- Im sichtbaren Bereich wird sie meist schon vom Patienten mit
einem klaren JA beantwortet, denn Zahnlücken sind OUT, selbst dann, wenn
die Kassen nicht mehr soviel wie früher dazu bezahlen (
Festzuschuß). Hinzu kommt, dass
viele Sprachlaute sich an der Hinterseite der Schneidezähne bilden und
dass die Natur sich etwas dabei gedacht, wenn sie in den Mund besonders
geformte Zähne zum Abbeißen stellte
- Jeder Zahn im Kiefer - lässt man einmal die
Weisheitszähne außer acht
- hat seine Funktion in dem komplizierten Gefüge des
Kausystems. Kommt es nun durch
Fehlen eines oder mehrerer Zähne zu einer Störung dieses Gleichgewichts,
so sind Dauerschäden vorprogrammiert (s. Abb.):
Kippung der
Nachbarzähne in die Lücke hinein
Verlängerung
des/der gegenüberliegenden Zahns/Zähne in die
Lücke
Bissverschiebungen und
Kiefergelenkbeschwerden, sowie Schmerzen an
anderen, am Kausystem beteiligten Strukturen
- Nicht geschlossen werden müssen Lücken, die durch fehlende
Weisheitszähne entstanden oder so klein sind (Lückenschluss,
Lückenverengung), dass eine
befriedigende Abstützung innerhalb der Zahnreihe gewährleistet ist
-
- Nicht ganz einig ist sich die Wissenschaft darin, ob - bei sonst
vollständig vorhandener Zahnreihe - ein Verlust des letzten Backenzahnes
(vor dem Weisheitszahn, Zahn 7) versorgt werden sollte. Unter dem Begriff "verkürzte
Zahnreihe" gibt es durchaus Auffassungen, die diesen Zustand für
ausreichend halten. Wissenschaftliche Langzeituntersuchungen zur
allgemeinen Gültigkeit dieser Feststellung existieren allerdings nicht.

|

Kann jede
Zahnlücke durch eine Brücke versorgt werden? |
Meist JA; Einschränkungen bestehen bedingt bei
einer starken Kippung der Brückenpfeiler oder wenn die Pfeilerzähne
nicht gut im Kiefer verankert sind. Hier hat ein herausnehmbarer
Zahnersatz durch seine Erweiterbarkeit außerhalb des Mundes meist eine
bessere Prognose.
Ebenso muss das Verhältnis eigene Zähne/Implantate zu der Anzahl der
fehlenden Zähne stimmen. Wenn auch hierfür keine Richtzahlen existieren,
da jeder Zahn eine andere
Pfeilerzahnwertigkeit
besitzt, so ist auch für einen Laien klar, dass nicht ein festsitzender
Zahnersatz eingegliedert werden kann, wenn fast alle Zähne fehlen und
nur noch 3 Pfeilerzähne vorhanden wären. Bedenken Sie immer, dass die
Brückenpfeiler für die fehlenden Zähne "Mitbeißen" müssen.
Ist keine gute Mundhygiene
vorhanden und auch der Wille zu einer dauerhaften Veränderung der Zahnhygiene nicht
erkennbar, so sind Brücken und Kronen fehl am Platz, da diese rasch
"abfaulen" - herausnehmbarer Zahnersatz kann bei Verlust eines eigenen
Zahnes erweitert werden, eine Brücke nicht! |

 |
|

Was kostet eine Brücke? |
Jegliche Form von Zahnersatz - egal ob Krone, Brücke oder
Prothese - ist immer eine Maßanfertigung und individuell an die
Mundsituation angepasst. Deshalb ist es auch nicht möglich, Preistabellen
oder ähnliches zu veröffentlichen, da jeder Fall anders gelagert ist und für
ein und denselben Befund verschiedene Techniken und Brückenarten zum Einsatz
kommen können.
Nach einer gründlichen Untersuchung,
der Anfertigung von
Röntgenaufnahmen und der Information über die verschiedenen
Möglichkeiten, wird ein
Heil- und Kostenplan (HKP, "Kostenvoranschlag") aufgestellt. Dieser muss
bei den
Gesetzlichen Krankenkassen vor der Behandlung zur Genehmigung und
Festsetzung des Zuschusses eingereicht werden. Die anteilmäßige Beteiligung
der Kasse - in bestimmten Fällen auch
die vollständige - wird nach einem 2005 eingeführten
Festzuschuss-System berechnet.
Mehr dazu auf einer gesonderten Seite.
Bei Privat Versicherten
ist ein vorheriger ein
Heil- und Kostenplan (HKP, "Kostenvoranschlag") - je nach
Versicherungsbedingungen - nicht
unbedingt notwendig, trotzdem empfiehlt sich dieser, damit nach Abschluss der
Behandlung nicht "unangenehme Überraschungen" auftreten.
EURO-Anhaltswerte für die versch. Brückenarten finden Sie auf einer
gesonderten Seite |

verschiedene Brückenarten |
Ähnlich den künstlichen
Zahnkronen gibt es eine Vielzahl von Brückenarten. Man kann nach dem Aussehen (z.B. metallisch oder zahnfarben), den
verwendeten Materialien, nach der
Präparation, nach der Größe oder nach der Verankerung am/im Zahn
unterscheiden. Hinzu kommt noch die Form der Brücke selbst: Ist das
Brückenglied wie bei einer natürlichen Brücke "schwebend" - sitz also
dem
Zahnfleisch
nicht auf - so spricht man von einer
Schwebebrücke. Bei einem Aufsitzen auf
dem Kiefer - dies ist aus kosmetischen und funktionellen Gründen häufig zwingend
erforderlich - spricht man von einer
Basisbrücke. Und schließlich wird bei der Größe und der
Pfeileranzahl einer Brücke zwischen ein-
und mehrgliedrig und ein- und mehrspannig
getrennt.
Allen konventionellen Arten gemein
ist die Herstellung nach
Präparation und Abdrucknahme in
einem
zahntechnischen Labor.
-
Schwebebrücke
das Brückenglied liegt dem Kiefer nicht auf - es ist "unterspülbar";
gilt als "Standardanwendung" im nichtsichtbaren Backenzahn-Bereich;
(s. Abb. rechts, Mitte)
-
Basisbrücke
das Brückenglied sitzt dem Kieferkamm mehr oder weniger ausgedehnt auf;
gilt als Standardversorgung; (s. Abb. rechts, unten)
-
Freiendbrücke
unter Umgehung ideal-statischer Gesichtspunkte grenzt das Brückenglied
nicht beidseitig an einen Brückenpfeiler (= Endpfeilerbrücke) an
-
Verbundbrücke
dieser Name kann einmal besagen, dass die Brücke selbst aus verschiedenen,
miteinander "verbundenen" Materialien besteht, wird aber meist für eine
Kombination der Brückenpfeiler aus eigenem Zahn und Implantat gebraucht
-
Klebebrücke
auch unter dem Namen Maryland-Brücke bekannt, wird diese wenig
gebräuchliche Art vorwiegend im jugendlichen Gebiss angewandt
-
Inlaybrücke
statt Kronen als Pfeilerzähne werden Gussfüllungen oder Keramikinlays zur
Verankerung an den natürlichen Zähnen gewählt
-
herausnehmbare Brücke
durch eine spezielle Konstruktion ist diese Brücke - meist vom Patienten
selbst - zur Reinigung herausnehmbar, hat aber sonst die Merkmale einer
konventionellen Brücke
|


Schwebebrücke o. Basisbrücke zum Lückenschluss
|
|

welche
Materialien
kommen zum Einsatz? |
Eines vorweg: Grundsätzlich dürfen in Deutschland nur nach
dem qualitätssichernden
Medizinproduktegesetz
zugelassene Stoffe verarbeitet und in den Mund eingesetzt werden. Es ist
meist eine reine Kostenfrage, ob aus einem vorbeugendem
Gesundheitsschutz heraus oder aus besonderen Ansprüchen hinsichtlich
Aussehen auf teurere Materialien zurückgegriffen wird -
auch bei preiswerten Materialien wird kein "Gift in den Mund eingebaut".
Sollte eine Allergie bekannt
sein oder eine Neigung zu derartigen Reaktionen bestehen, so empfiehlt sich
immer vor der Behandlung ein anerkannter
Allergietest bei einem Spezialisten (Allergologe, Hautarzt).
- Edelmetall-freie Metalle
sog. NEM-Werkstoffe, auch als
"Sparlegierung" bezeichnet;
im Lexikonteil
- Edelmetall-haltige Metalle
sog.
Goldlegierungen,
welche einen mehr oder weniger hohen Anteil an versch. Edelmetallen,
gemischt mit unedlen Metallen, haben;
im Lexikonteil
(Legierung")
- Metall-freie Materialien
sind im sichtbaren Bereich zunehmend Einsatzgebiet der
keramische Massen. Moderne Verfahren
wenden auch modifizierte Kunststoffe an, die ähnliche Eigenschaften haben
sollen -
bisher fehlen aber häufig Langzeiterfahrungen
- gemischte Materialien
hauptsächlich in der Kombination
Edelmetall und
Keramik.
Derartige Kombinationen kommen meist im sichtbaren Bereich zum Einsatz:
auf eine metallische Grundsubstanz wird eine Keramikmasse "aufgebrannt";
im Lexikonteil
("Metallkeramik")

|

kann jeder
Zahn als Brückenpfeiler herangezogen werden? |
Im Prinzip JA, wenn die
Zahnwurzel ausreichend fest im Kieferknochen verankert ist, das Zahnfleisch
einen gesunden Zustand aufweist und sich an der Wurzelspitze keine
krankhaften Prozesse befinden. Um dies festzustellen, ist vor einer
Überkronung immer eine gründliche Untersuchung verbunden mit einer
Röntgenaufnahme notwendig.
- Die Zähne sind schon von Natur aus einmal stärker und einmal weniger
fest im Kiefer verankert. Bei der Größe der Brücke ist diese
Pfeilerzahnwertigkeit
zu
berücksichtigen und eine entsprechende Anzahl von Brückenpfeilern zu
wählen
Musste der betreffende Zahn auf Grund seiner Zerstörung vor der eigentlichen
Kronenaufnahme vorbehandelt werden, so sollten bestimmte Wartezeiten
eingehalten werden, denn wenn die Brücke/Krone einmal fest mit dem Zahn verankert
ist, sind Behandlungsmaßnahmen am darunter liegenden Zahn erschwert oder gar nicht mehr möglich:
- Nach einer
direkten Überkappung
des Zahnnervs: ca. 6 Monate
- nach
Wurzelkanalbehandlungen bei krankhaften Prozessen des Nerven oder der
Zahnwurzel: Ca. 4 bis 6 Monate; Röntgenkontrolle zur Überprüfung des
Erfolgs zwingend erforderlich
- bei Implantaten: Ca. 3 bis 6
Monate (abhängig von der Methode; ggf. auch
sofortige endgültige
Versorgung); Röntgenkontrolle zur Überprüfung des Erfolgs zwingend
erforderlich
- Nach der Behandlung einer sonst symptomlosen tiefen Karies (Caries
profunda) sind i.d.R. keine Wartezeiten einzuhalten

|

Wie
läuft die
Behandlung ab?
1.Termin:
|
Bis zum fertigen Einsetzen einer Brücke vergehen
normalerweise drei Sitzungen in einer Zahnarztpraxis. Bei kleinen Brückenarten
kann u.U. auf eine Sitzung verzichtet werden; bei schwierigen anatomischen/kosmetischen Verhältnissen
und größeren Brücken können
auch noch zusätzliche Sitzungen erforderlich sein. Nach einem gewissen
Zeitabstand erfolgt dann evtl. nochmals eine Kontrolle dahingehend, ob sich
die Brücke gut in die Zahnreihe eingefügt hat und ob die
Höhe stimmt.
1.Termin:
Unter
örtlicher Betäubung
werden zunächst die
Brückenpfeiler von vorhandener Karies oder alten Füllungen befreit.
Gebiete, welche nahe an den Zahnnerv reichen, werden mit einem
speziellen Material abgedeckt und - falls notwendig - eine Aufbaufüllung gelegt. Nach
diesen vorbereitenden Maßnahmen erfolgt die eigentliche
Präparation des
Zahnes.
Eine ausführliche Beschreibung dazu finden Sie auf der Seite "Kronen",
da sich die Brückenpfeilerpräparation im wesentlichen an der
Präparation für eine Krone orientiert |
|
Zusätzlich ist auf eine parallele Ausrichtung der Brückenpfeiler
zueinander zu achten, da die Brücke aus "einem Guss" ist und
Abweichungen von der Parallelität ein Einpassen der fertigen Brücke
verhindern. Man bezeichnet dies als passende Einschubrichtung.
Bei schwierigen anatomischen Verhältnissen oder größeren Brücken kann
ein "Parallelometer"
wertvolle Dienste leisten.
Sollte ein parallele Ausrichtung nicht möglich sein, so kann versucht
werden, durch Einarbeiten eines
Geschiebes an einem der Pfeilerzähne mittels einer
Geschiebebrücke diesen Umstand zu berücksichtigen |

Bild-Klick! |
Abdrucknahme, Bestimmung der Zahnfarbe und
provisorische Versorgung sind ebenfalls ausführlich auf der Seite "Kronen"
beschrieben. |

Bild-Klick!
provisorische Versorgung |
|

Brückengerüst-
einprobe2.Termin |
2.Termin:
Im Gegensatz zur Einzelkrone besteht eine Brücke immer aus mindestens
zwei Kronen, welche optimal auf dem Zahnstumpf sitzen müssen. Frühere Verfahren
probierten die Pfeilerkronen im "Rohzustand" im Mund ein, bevor nach
einem erneuten Abdruck über die eingepassten Kronen im Labor das
Brückenzwischenglied gefertigt und mit den Pfeilerkronen verlötet wurde.
Moderne Verfahren fertigen die Brücke "in einem Stück" und stellen
zunächst ein Brückengerüst her, welches zur Prüfung der Passgenauigkeit,
Spannungsfreiheit und Kontrolle der Einschubrichtung im Mund einprobiert
wird (= Gerüsteinprobe), bevor die weitere Verarbeitung (z.B.
Verblendung mit zahnfarbenen
Materialien) und Fertigstellung im Labor erfolgt.
Nur bei kleinen Brücken kann auf eine derartige Zwischeneinprobe
verzichtet werden. Bei größeren Brücken erfolgt u.U. eine nochmalige
Einprobe dann, wenn das Brückengerüst mit der Grundstruktur der Keramik
überzogen ist (durch diesen Brennvorgang können Veränderungen im
Metallgefüge auftreten), man spricht von einer Rohbrandeinprobe.
Derartige Eingriffe müssen nicht unbedingt unter
örtlicher Betäubung
erfolgen - individuell können hier aber erhebliche Unterschiede vorliegen. |

Bild-Klick!
Metallgerüst bei der
Anprobe im Mund
("Gerüsteinprobe") |
|

Eingliedern der
Brücke3.Termin |
3.Termin:
Bei kleineren Brücken kann normalerweise in
einer 3. Sitzung die Brücke definitiv eingesetzt werden. Der Eingriff
muss nicht unbedingt unter
örtlicher Betäubung
erfolgen - individuell können hier aber erhebliche Unterschiede vorliegen.
Größere Brücke werden häufig erst einmal provisorisch eingegliedert um
eventuelle Restspannungen auszugleichen und werden erst nach einiger Zeit
definitiv eingegliedert.
Weitere Sitzungen können ebenfalls noch erforderlich werden, wenn die
Zahnfarbe des Ersatzes korrigiert werden muss.
Eine ausführliche Beschreibung über das definitive/provisorische
Einsetzen und die Befestigungstechniken finden sie Sie auf der Seite "Kronen",
da sich die Vorgänge um das Eingliedern im Wesentlichen ähnlich sind.
|

Schmerzen
oder sonstige Beschwerden nach dem Einsetzen --
Eingewöhnungs-
probleme |
Wenn auch nicht die Regel: Eingewöhnungsprobleme können
auftreten und sind von mehreren Faktoren abhängig. So kann z.B. schon vor
der Behandlung der Nerv durch Karies leicht geschädigt gewesen sein und das zusätzlichen
Behandlungstrauma (Präparieren, Abdruck, Einzementieren usw.) lassen ihn nun
empfindlicher als sonst reagieren. Weiter reagiert Jeder anders auf
Eingriffe am Zahn mit mehr oder weniger starken Schmerzen. Typische
Eingewöhnungsprobleme sind:
- Temperaturempfindlichkeit
wird als das größte Problem von Patienten geschildert und kann sehr
unangenehm sein - besonders auf kalt. Solange diese
Heiß-Kalt-Empfindlichkeiten nur ein paar Sekunden anhalten, kann dies als
"normal" bezeichnet werden - nach ein paar Tagen/Wochen sollten sich diese
Beschwerden zurückgebildet haben. Wichtig ist, dass Sie das Gefühl haben,
dass die Empfindlichkeit ab- und nicht zunimmt.
Halten derartige Empfindlichkeiten aber minutenlang an, treten auch von
allein auf oder verstärken sich zusehends, so kann eine
behandlungsbedürftige Nervschädigung vorliegen. Kontaktieren Sie dann
unbedingt Ihre Zahnarztpraxis
- Spannungsgefühl, verändertes Kaugefühl
gilt als harmlos und legt sich meist innerhalb von 1 - 2 Tagen, bei
größeren Brücken können auch noch ein paar Tage mehr vergehen
- Die Brücke fühlt sich zu hoch an
auch dies kann in den ersten 1 -2 Tagen nur ein subjektives Gefühl sein,
da sich neue Zähne in der Zahnreihe befinden. Haben Sie aber das
Gefühl, dass die anderen Zähne nicht mehr richtig aufeinander beißen, so unbedingt
die Zahnarztpraxis aufsuchen. Das Kausystem reagiert äußerst empfindlich
auf Störungen in der Bisshöhe. Schon das Abschleifen von einem
Millimeterbruchteil kann hier sofortige Besserung bringen
- Die Brücke schmerzt beim Zubeißen
tut von alleine weh, Sie wachen nachts mit Schmerzen auf oder Sie haben
das Gefühl, dass der Zahn leicht beweglich ist. All dies deutet auf ein
ernsthafteres Problem hin. Zur Abklärung unbedingt und bald eine
Zahnarztpraxis aufsuchen -
Mängel an der zahnärztlichen Arbeit
Sollte die
zahnärztliche allerdings erhebliche Mängel aufweisen ("Mängelrüge"), so
ist die Erstellung eines Mängelgutachtens erforderlich. Näheres
dazu im
Zahnwissen-Lexikon
|

Mundhygiene -
auch eine Brücke will gepflegt werden! |
Da wird zuweilen angenommen, dass mit einer Brücke im
Mund nichts mehr passieren kann, da die Karies ja an Porzellan oder
Metall keinen Schaden mehr anrichten kann. Dies stimmt auch noch, denn
die Kariesbakterien brauchen organisches Material um Schaden anzurichten
- also nicht mehr putzen?
Weit gefehlt, denn Brücken haben - auch wenn sie den sichtbaren Zahn ganz
"überziehen" - eine entscheidende Schwachstelle: Der
Kronenrand. Damit wird
die Übergangsstelle zwischen dem Brückenpfeiler und natürlichem Zahn
bzw. dessen Zahnfleisch bezeichnet. Erfolgt keine gründliche Zahnpflege,
so beginnt es in dieser Region rasch wieder an zu faulen. Weiter
sammelt sich auf der Oberfläche einer Brücke - ebenso wie auf natürlichen
Zähnen -
Plaque an, welche das Zahnfleisch reizt und zu
erheblichen Entzündungen
führen kann.
Ein Hygieneproblem stellt das Gebiet unter dem Brückenglied dar: Dieses
lässt sich mit Zahnbürste oder herkömmlicher Zahnseide nur schwer
erreichen. Darunter befindlich Beläge verfaulen, reizen das Zahnfleisch
und bewirken einen
üblen Mundgeruch. Basisbrücken sind von diesem Problem besonders tangiert.
Abhilfe schaffen hier spezielle Zahnseidenarten, die am Anfang mit einer
(stumpfen) nadelähnlichen Einführungshilfe versehen sind und sich so
unter das Zwischenglied führen lassen. Ebenso bieten speziell geformte
Zahnzwischenraumbürstchen eine gute Reinigungsmöglichkeit. Im Gegensatz
dazu sind zwar Mundduschen "besser als nichts", haben aber mit Abstand
die schlechteste Reinigungswirkung in dieser Problemzone!
Zahnbürste, Zahnseide und Co. - und damit regelmäßig - sind also
unbedingt nötig, wollen Sie nicht bald die neue Brücke dem
Zahnarzt zum Ziehen überlassen!
Special:
Mundhygiene
Sollten Sie eine zahnfarbene
Verblendung aus Kunststoff haben, so achten
Sie unbedingt darauf, dass die Zahnpasta nur wenige
Abrasivstoffe
beinhaltet,
sonst blitzt nach einigen Jahren das blanke Metall durch. |

Bild-Klick!
mangelnde
Mundhygiene und deren Folgen |
|

Haltbarkeit und
Risiken - Gründe für einen vorzeitigen Verlust |
Wer Ihnen erzählt, dass Brücken "ewig halten", ist
unseriös und gehört in den Kreis der Marktschreier und nicht in eine seriöse
Zahnarztpraxis! Dabei sind es weniger die Materialien selbst, welche zu
einem Verlust führen, sondern folgende Punkte:
- eine schon bestehende Zahnfleischerkrankung mit Alveolarknochenverlust
("Parodontose"). Ob mit oder ohne
Brücke: Die Pfeilerzähne wären immer irgendwann verloren gegangen, wobei
die Mehrbelastung durch eine Brücke derartige Prozesse noch
beschleunigen kann
- mangelnde oder falsche Mundhygiene;
siehe vorigen Punkt
- ein
Wurzelkanal-behandelter ("toter")
Zahn als Brückenpfeiler:
derartige Zähne haben generell eine verminderte Lebenserwartung.
Erfahrungswerte gehen von etwa 10 Jahren aus - aber auch hier gibt es
starke Abweichungen nach oben und unten
- starkes Knirschen und
Pressen
- aus falscher Sparsamkeit wurden zu wenige Pfeiler in die Brücke
einbezogen, es kommt zu einer Überbelastung der Pfeilerzähne
- unzulängliche technische und zahnärztliche Arbeit
dies besonders dann, wenn der Abschluss Krone-Zahn (
Kronenrand)
mangelhaft ist oder die Indikation für eine Brücke überhaupt nicht gegeben war
Liegen keine besonderen Risiken vor, so kann besonders festsitzender
Zahnersatz sehr lange halten - dem Autor sind selbst eigene Fälle bekannt, wo dies
über 35 Jahre der Fall ist.
Wissenschaftliche Studien zur Haltbarkeit - besonders untereinander vergleichbare - sind dem
Autor nicht bekannt; Standards in der Beurteilung existieren nicht. Einen
Anhaltspunkt für Deutschland liefert eine umfangreiche Studie bei
festsitzendem Zahnersatz (Kronen,
Brücken) von Prof. Kerschbaum (Köln,
2000), welcher 34.000 Rechnung einer privaten deutschen Krankenversicherung
(DKV) in einer repräsentativen Stichprobe über 25 Jahre (1974 - 1999)
ausgewertet hat. Pro Patient wurde dabei nur eine Brücke/Krone analysiert, um die
Unabhängigkeit der Auswertung zu gewährleisten. Insgesamt wurden 4.363 Kronen
und 1.664 Brücken analysiert. Als Zielkriterium galt: Erneuerung der Kronen und
Brücken bzw. der Verlust des Pfeilerzahns = Misserfolg in dieser Zeit. Die
Studie sagt nichts darüber aus, ob der Zahnersatz nach fachlichen Kriterien
(welchen?) noch in Ordnung ist:
| Zeit nach
Eingliederung |
in Funktion (%)
|
95 %
Konfidenz-Intervall |
| Kronen |
Brücken |
Kronen |
Brücken |
| 1 Jahr |
99,8 |
99,7 |
99,6 - 100,0 |
99,4 - 100,0 |
| 5 Jahre |
94,1 |
97,5 |
92,7 - 95,5 |
96,6 - 98,5 |
| 10 Jahre |
83,3 |
86,6 |
80,9 - 85,6 |
84,3 - 88,9 |
| 15 Jahre |
68,3 |
72,2 |
65,3 - 71,3 |
69,1 - 75,3 |
| 20 Jahre |
48,4 |
50,2 |
45,0 - 51,9 |
46,6 - 53,9 |
| 25 Jahre |
28,6 |
27,7 |
25,0 - 32,1 |
24,0 - 31,4 |
Sog. "Luxusbehandlungen" (besonders aufwendige Versorgungsformen) bringen
nach dieser Untersuchung keine zusätzlichen Verbesserungen der Haltbarkeitsdauer
|
Fachbegriffe |
|
Die
verschiedenen
Brückenarten
nach ihrer äußeren Erscheinung |
Wie schon eingangs erwähnt,
kann man Brücken nach versch. Kriterien einteilen. So z.B., wie die
Pfeilerzähne überkront werden (metallfarben bzw.
zahnfarben).
Nebenstehende Grafik zeigt einen Querschnitt der äußeren Erscheinung
einer Pfeilerkrone. Das Brückenzwischenglied wird dann entsprechend
angepasst.
Häufig sind bei Brücken (aus Kostengründen) Mischformen
anzutreffen: Im sichtbaren Bereich wird zahnfarben verblendet, im
nichtsichtbaren Bereich belässt man die Metallstruktur. |

Bild-Klick!  |
|
Die
Schwebebrücke



|
Ginge es allein nach der
Mundhygiene, so gäbe es nur diese Brückenart: Nämlich die, welche der
aus der Umwelt her bekannten am nächsten kommt. In der
Zahnheilkunde wird diese Brückenart als
"Schwebebrücke" bezeichnet, da sie in einem offenen Bogen die Zahnlücke(n)
überdeckt. Andere Bezeichnungen sprechen auch von einer "unterspülbaren"
Brücke. Im sichtbaren Bereich ist diese Brückenart kosmetisch und
funktionell (Sprechen) untauglich, da sie Lücke
nur zum Gegenbiss hin schließt, das Hauptgebiet des fehlenden Zahnes aus
hygienischen Gründen aber
frei lässt.
unter
hygienischen Aspekten das Optimum einer Brücke, da es die Selbstreinigung
des Gebisses wenig behindert und diese Brückenart der häuslichen
Zahnreinigung gut zugänglich ist
funktionell
uneingeschränkt nutzbar, sicheres, "festes" Beißgefühl
sehr gute
Langzeiterfahrungen
kosmetisch
untragbar, deshalb nur im nichtsichtbaren Bereich einsetzbar
zum Reinigen
i.d.R. nicht entfernbar
im Hohlraum
unter dem Brückenglied bleiben Speisereste hängen - eine Entfernung ist
jedoch problemlos möglich
|
Die
Basisbrücke






punktförmige Auflage = Tangentialbrücke
|
Im sichtbaren Bereich soll eine Zahnlücke nach Möglichkeit
so geschlossen werden, dass der Kunstzahn im normalen Gesprächskontakt nicht
als solcher auffällt - eine Schwebebrücke scheidet deshalb von vornherein aus. Deshalb wird die
Basis des Zwischenglieds auf das Zahnfleisch in der Lücke "aufgesetzt" - man
bezeichnet dies als "Basisbrücke".
Im Widerspruch zu diesem kosmetischen Wunsch steht die Tatsache, dass
konventionelle Brücken nicht zur Reinigung kurzzeitig herausgenommen werden
können. Je breiter diese Basis nun dem Zahnfleisch aufsitzt, umso schlechter
ist die Kontaktfläche zu reinigen -
Zahnfleischentzündungen und
übler Mundgeruch können die Folge sein, besonders dann, wenn es mit der
täglichen Zahnpflege nicht so genau genommen wird. Nach Form und Kontakt zum
Zahnfleisch unterscheidet man grob 5
versch. Auflage-Arten:
keine Auflage (Schwebeglied), bei welchem das
Brückenglied keinen Kontakt zur Schleimhaut hat
("unterspülbar"); vom hygienischen Standpunkt her optimal, aber kosmetisch und
phonetisch ungeeignet
sattelförmige
Auflage; die Auflage hat ca. die Größe des Querschnitts eines natürlichen Zahns.
Gute funktionelle und kosmetische Eigenschaften, aber nur unzulänglich zu
reinigen
modifizierte
sattelförmige Auflage; die Auflagefläche am Zahnfleisch ist zur besseren
Reinigungsmöglichkeit leicht konkav gehalten. Speisereste können sich festsetzen
bzw. ohne Hilfsinstrumente (z.B. Zahnseide,
Zahnstocher) schwere Entfernbarkeit derselben
punktförmige
Auflage ("Tangentialbrücke"; s. Abb.
li.); gute
Hygienefähigkeit, jedoch störendes Zungengefühl und leichtes Festsetzen von
(fasrigen) Speisen, unbefriedigende Kosmetik
ovalförmige
Auflage und Gestaltung des Gliedes; sehr guter kosmetischer und guter hygienischer Aspekt;
schwerer als die anderen Formen herzustellen (Größe des Ovals ist individuell
sehr verschieden).
Standard in
der Brückenversorgung; immer im sichtbaren Bereich
funktionell
uneingeschränkt nutzbar, sicheres, "festes" Beißgefühl
sehr gute
Langzeiterfahrungen
kosmetisch
untragbar, deshalb nur im nichtsichtbaren Bereich einsetzbar
zum Reinigen
i.d.R. nicht entfernbar
bei
unzweckmäßiger Gestaltung des Brückengliedes bleiben Speisereste hängen -
eine Entfernung ist jedoch manchmal mit Schwierigkeiten verbunden
 |
Implantate
als Kronenpfeiler oder Brückenpfeiler - Implantatbrücke und Verbundbrücke

 |
Häufig gibt es Mundsituationen, bei welchen zwar Zähne
fehlen, die Zähne vor und hinter der Zahnlücke aber kariesfrei sind oder nur
eine kleine Füllung aufweisen. Typisches Beispiel dafür ist der fehlende
erste untere Backenzahn ( "Sechsjahrmolar").
Beim Lückenschluss durch eine Brücke müssen nun die beiden im Prinzip
"gesunden" Nachbarzähne erheblich beschliffen werden. Eine elegante, wenn
auch teure Alternative, bieten in solchen Fällen eingepflanzte künstliche Zahnwurzeln.
Damit lässt sich eine Brücke entweder ganz vermeiden (
Suprakonstruktion) oder
sie kann doch wesentlich kleiner gehalten werden, indem man eine größere
Zahnlücke durch den Einsatz von Implantaten "verkleinert". Kommen
ausschließlich Implantate als Brückenpfeiler zum Einsatz, so spricht man von
einer Implantatbrücke; treten Mischformen auf, so bezeichnet man
derartige Konstruktionen als
Kombinations-, Hybrid- oder
Verbundbrücke
keine oder
geringere Opferung von gesunder Zahnsubstanz, da je nach Konstruktion auf
Brückenpfeiler ganz verzichtet werden kann.
hohe Kosten
chirurgischer
Eingriff
 |
Freiendbrücke

 |
Manchmal ist zur statisch korrekten Abstützung der Brücke
vor oder nach der Zahnlücke kein natürlicher Zahn mehr vorhanden oder aber,
der zu beschleifende natürliche Pfeilerzahn ist völlig kariesfrei bzw. liegt
im sichtbaren Bereich (z.B. ein Eckzahn)
und ist so markant ausgeprägt, dass ein Beschleifen zu einer
Ankerkrone diesem Zahn erhebliche kosmetische
Nachteile bringt. Eine der Lösungen in einem solchen Fall ist die sog.
Freiendbrücke, welche an strenge Voraussetzungen geknüpft ist:
- Das Brückenglied ist mit mindestens zwei - aus statischen
Gesichtspunkten drei und mehr miteinander verblockten - Kronen verbunden
- Das Brückenglied ist höchstens einen Zahn breit - angestrebt wird die
Breite eines kleinen Backenzahns (Prämolaren)
- Die Zahnreihen von Ober- und
Unterkiefer sind sonst ohne Lücken
- Der Kaudruck vom Gegenkiefer her ist auf das Freiendglied nicht
übermäßig stark, es finden keine ausgeprägten
Fehlbelastungen statt
Alternativ werden in solchen Fällen
Implantate, Verbundbrücken oder
Klebebrücken ("Maryland-Brücke")
angewandt
|
|
Die
"sichere" Alternative:
Herausnehmbare Brücke

 |
Wenn es anatomische, kosmetische, technische und
finanzielle Umstände zulassen, so ist eine durch den Patienten
herausnehmbare Brücke das Mittel der Wahl, da sie die Vorteile des
herausnehmbaren mit dem des festsitzenden Zahnersatzes vereint. Weil sie auf
der Basis von Teleskopkronen beruht, wird sie auch als teleskopierte
Brücke bezeichnet.
Diese besonders bei größeren Brückenkonstruktionen angewandte Methode
ist gerade im parodontal leicht vorgeschädigtem Gebiss das Mittel der Wahl.
Nachteilig ist die konstruktionsbedingte (Doppelkronen) größere Dicke der
Brücke und die Tatsache, dass aus Spannungsgründen keine (oder nur bedingt)
Keramikmaterialien als Verblendung zum Einsatz kommen können.
zur täglichen
Mundhygiene herausnehmbar
bei Verlust
eines oder mehrerer Pfeilerzähne erweiterbar
Beißgefühl wie
mit einer festsitzenden Brücke
stärkere
Präparation der Pfeiler als sonst (Doppelkrone)
"Dicker" als
eine normale Brücke
da selbst
herausgenommen werden kann, wird sie von manchen Patienten Patienten nicht
als "echte Brücke" angesehen
hohe Kosten |
| |
Weniger gebräuchliche Brückenarten - Sonderformen
|
|
Klebebrücke
-
Maryland-Brücke / Adhäsivbrücke


Prinzip der K.

 |
ebenfalls nach der Entwicklungsstätte unter dem Namen
Maryland-Brücke oder nach der Befestigungstechnik als Adhäsivbrücke bekannt.
Zur Schonung der an die Zahnlücke angrenzenden Nachbarzähne werden diese
nicht überkront, sondern die Brücke ist so gestaltet, dass der fehlende Zahn
an die Nachbarzähne mittels Ätztechnik in einem aufwendigen Verfahren
"angeklebt" wird. Diese an den Nachbarzähnen ("Ankerzähnen") einen geringen
Eingriff bedingende Technik ist nur bei optimalen Bissverhältnissen
anwendbar. Nach einer Studie von 1995 an 1637 Patienten waren nach fünf
Jahren Tragedauer nur noch 66% der Brücken intakt. Eine Variante ist die
Crownless Bridge Works - Technik (CBW);
Details im Lexikon
("CBW")
Eine weitere Variante bedient sich einem faser-verstärktem Komposite;
Details im Lexikon
nur geringe
Eingriffe an der Zahnsubstanz der Pfeilerzähne
hervorragende
Ästhetik; sichtbarer natürlicher Zahn bleibt erhalten
keine
Belastung des Zahnfleisches
Besonders für
Kinder und Jugendliche geeignet
im
Frontzahnbereich nur bis zum Ersatz von zwei, im Backenzahnbereich (bedingt)
höchstens zum Ersatz von einem fehlenden Zahn geeignet
Empfindlich
im Klebeverbund durch Scherkräfte |
Ankerkrone
in Form von Inlays oder Teilkronen



 |
Hintergedanke bei diesen Brückenarten - z.B. Inlaybrücke,
Teilkronenbrücke - ist eine Substanzschonung der an die Lücke
angrenzenden Zähne (Brückenpfeiler) oder es sind kosmetische Aspekte, die
die natürlichen Zahnstrukturen weitestgehend erhalten lassen. So erfolgt die
Verankerung entsprechend durch mindestens zwei Inlays (Abb. oben) oder die
Brückenpfeiler werden in Form einer Teilkrone gearbeitet (Abb. unten)
"minimalinvasive"
bzw. substanzschonende
Präparation
eingeschränkt
kosmetische Anpassung an die Nachbarzähne (häufig schimmert das Metall durch
den Zahn durch; häufig sind die metallenen Inlay/Kronenränder leicht zu sehen; s.
Abb.)
bedingt durch
die Vergrößerung des Kronenrandes (dieser läuft nun nicht mehr nur zirkulär
um den Zahnhals herum sondern z.T. über eine ganze Zahnfläche), Anwendung
nur bei guter Mundhygiene und kariesresistentem Gebiss
statisch
nicht so stabil wie eine Vollkrone
lösen bei gesetzliche Versicherten
im Fall einer Inlaybrücke keinen Festzuschuss aus
- Teilkronen dagegen schon |
Die
Präparationsarten |
Wie schon unter der Besprechung von Einzelkronen erwähnt, soll der Übergang der
Brückenpfeiler-Krone
zum natürlichen Zahn hin so harmonisch wie möglich sein und dicht
abschließen (
Kronen: Behandlungsablauf und Kronenarten). Um hier ein Optimum
zu erreichen, bedient man sich verschiedener
Präparationssarten, die entweder
ausschließlich oder in Kombination angewandt werden.
- hohlkehlförmige Präparation
gilt heute als Standardpräparationsart und kann für die meisten
Arten von Kronen eingesetzt werden. Sie stellt einen guten Kompromiss
zwischen nötiger Entfernung von Hartsubstanz und ausreichender
Materialstärke für eine Krone dar. Haupteinsatzgebiet sind verblendete
Kronen.
Standard-Präparationsart; auch anatomisch fast immer einsetzbar
guter
Kompromiss zwischen Zahnhartsubstanzabtragung und erforderlichem Platz
zur Aufnahme einer Krone
wenig
Belastung des angrenzenden Zahnfleisches
|

  |
|
|
vertiefende Infos |
Bei dem Umfang der Materie wurden auf dieser Seite die gängigen Begriffe
allgemeinverständlich aufbereitet. Wollen Sie mehr wissen oder sich
vertiefend informieren, so schlagen Sie bitte im
Zahnwissen-Lexikon unter dem jeweiligen Begriff nach.
Leitlinie - Kronen und Brücken aus Vollkeramik (zm, 2015)
Leitfaden
"Zahnzusatzversicherungen" der KZV Baden-Württemberg |