Die Ururoma im Internet

Linkliste für die Online-Familienforschung

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum die Ururoma? Weil man im Internet eher Daten aus der Zeit vor der Einrichtung der Standesämter in den 1870er Jahren findet als spätere - u.a. aus Datenschutzgründen. Standesamts-Akten kann man nicht im Internet recherchieren - wobei die Ämter inzwischen ältere Akten an Archive abgeben, s.u. Für alle anderen Quellen der Familienforschung gibt es heute auch Recherchemöglichkeiten im Internet - diese Linkliste soll die Suche erleichtern.

 

Alle Webseiten und Datenbanken sind kostenlos nutzbar, sofern nichts anderes erwähnt ist.

 

Die Linkliste wird regelmäßig aktualisiert (meist im Winter, wenn die Kurse laufen - zuletzt am 12.06.2016); wesentliche Neuerungen sind gekennzeichnet.

U.a. ist neu ein Technik-Tipp zum Snipping Tool ganz am Ende.

 

Wenn Sie gern das aktuelle Kurs-Skript hätten, schicken Sie mir eine E-Mail (s.u.).

 

Die nächsten Kurse laufen voraussichtlich zwischen November 2016 und Januar 2017, die Termine werden hier angekündigt.

 

 

Anfang des Jahres erschien die aktualisierte Ausgabe 2015/2016 des Magazins  "Familienforschung - Ahnenforschung leicht gemacht - Computergenealogie für jedermann". Die Redaktion der COMPUTERGENEALOGIE (s.u.) bietet mit diesem Heft eine ideale Einstiegslektüre in das spannende Thema Familienforschung, aber auch wertvolle Informationen für fortgeschrittene Familienforscher. Auf fast 200 Seiten erfahren Sie, aus welchen Quellen sie schöpfen können, in Archiven oder im Internet, wie Sie Ihre Dokumente am besten archivieren und wie Sie ihre Forschungsergebnisse ansprechend präsentieren können. Und Sie bekommen einen Überblick über die derzeit erhältliche Software. Eine beiliegende DVD enthält Demo- und Shareware-Versionen aktueller deutschsprachiger Genealogie-Programme sowie Vorlagen für Ahnentafeln u.ä. zum Drucken und Ausfüllen (der Link oben führt zum vollständigen Inhaltsverzeichnis).

 

Das Heft ist im Buchhandel erhältlich (9,80 €). Manche Buchhändler finden es nicht auf Anhieb - es wird direkt beim Verlag bestellt und kommt innerhalb von einigen Tagen. 

 

Auf Bayern 2 lief im Dezember 2014 eine Sendung über Familienforschung in "radioWissen". Man kann sie online nachhören oder als Podcast herunterladen (rechte Maustaste, Ziel speichern unter...).

 

Rückfragen, Hinweise auf falsche Links etc. bitte an "ururoma at bayern-mail.de".

 

Viel Erfolg beim Surfen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Offline-Genealogie und Suche nach Daten aus dem 20. und 21. Jh.

  Erinnerungen und Erbstücke - nur offline, und es droht der Verlust!

  Standesämter

  Friedhöfe

  Familienanzeigen und Totenzettel

Für den Einstieg: Portale, Linklisten, Wegweiser und Helfer

  Suchhilfe: Lexika, Wörterbücher und Übersetzungen

  Portale und Linklisten

  Regionale Informationen, Vereine und Kontakte

  Suchdienste

  Blogs

  Computergenealogie, Zeitschrift und Newsletter

  Internet-Suche

Datenbanken

  Deutsche Datenbanken

    Genealogische Datenbanken

    Weitere Datenbanken mit Lebensdaten

    Datenbanken zur Unterstützung der genealogischen Forschung

  Regionale genealogische Datenbanken

  Internationale genealogische Datenbanken und Netzwerke

Nebenquellen

Kirchenbücher

  Digitalisierte Kirchenbücher (Matriken) und Zivilstandsdaten im Internet

  Kirchenbuch-Datenbanken

  Kirchenbücher und andere Quellen in Archiven und Genealogischen Forschungsstellen

  Lesehilfen für Kirchenbücher

(Digitale) Archive und Bibliotheken

  Genealogische Spezialarchive

  Archive in Deutschland

  Archive und Bibliotheken in Nachbarländern

Alte Schriften

Suche nach Orten

  Ortsdatenbanken für Deutschland in alten und neuen Grenzen

  Ortssuche international

  Historische Landkarten

  Historische Ansichtskarten u.a. Orts-Ansichten  

Literatur und Chroniken

  Genealogische Literatur

  Bibliotheken, Literaturdatenbanken, Bibliographien

  Antiquarische Bücher oder Zeitschriften kaufen

  Chroniken

Namenforschung

  Bedeutung von Familiennamen

  Namen-Verbreitungskarten

  Namen in aller Welt

Kontakt zu anderen Familienforschern

  Mailinglisten

  Foren, Newsgroups und Soziale Netzwerke

Genealogische Software

Technik-Tipps

  Snipping Tool 

  Sicher surfen und mailen

 

 

Offline-Genealogie und Suche nach Daten aus dem 20. und 21. Jh.

Standesämter veröffentlichen ihre Daten nicht im Internet - dort muss man offline recherchieren (s.u.). Aber es gibt viele Familiendaten aus der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart, die veröffentlicht werden: v.a. in Tageszeitungen (Familieanzeigen) und auf Friedhöfen (Grabsteininschriften). Manche dieser Daten gelangen auch ins Internet - manches aber erfährt man nur im persönlichen Gespräch.

 

 

Erinnerungen und Erbstücke - nur offline, und es droht der Verlust!

 

Die allerwichtigste Quelle - und vor allem die, die man zuallererst sichern muss - sind die Erinnerungen betagter Verwandter und Dokumente, die sie noch verwahren. Daten in Archiven sind sicher, ob man die nächste Woche oder nächstes Jahr recherchiert, ist egal. Aber die Verwandten werden irgendwann sterben - ihre Erinnerungen gehen verloren, wenn niemand sie vorher aufzeichnet (schriftlich, als Audio- oder Video-Aufnahme). Und was sie in ihren Schubladen verwahren, wissen die Angehörigen, die die Wohnung auflösen, womöglich nicht zu schätzen und werfen es ins Altpapier: Urkunden, Korrespondenz, Ansichtskartenalben (s.u., Abschnitt Orte), Fotoalben. Womöglich überlassen sie die Arbeit sogar "Entrümpelungs"-Profis. So landen Fotoalben auf Flohmärkten und Urkunden bei eBay.

 

Wer betagte Verwandte hat, sollte also unbedingt mit ihnen sprechen. Ihre Erinnerungen an Erzählungen der Eltern und Großeltern  sind u.U. sogar noch eine Brücke ins 19. Jahrhundert. Ob die Fakten und Daten alle stimmen, ist dabei nicht so wichtig, das kann man später nachprüfen - es geht um die Ereignisse, um die Menschen, wie unsere Vorfahren waren. Vor allem sollte man  gemeinsam Fotoalben anschauen und aufschreiben, wer auf den Bildern zu sehen ist, wenn sie nicht eindeutig beschriftet sind (Fotos immer nur mit Bleistift auf der Rückseite beschriften, alle anderen Stifte können Schäden verursachen). Gibt es in den Schubladen noch andere Urkunden, Erinnerungsstücke, womöglich einen Ahnenpass? Die alten Dokumente helfen ebenso wie Fotos beim Erinnern.

 

 

Standesämter

 

Standesämter gibt es seit dem 1. Februar 1870 im Großherzogtum Baden, seit 1. Oktober 1874 im Königreich Preußen sowie seit 1. Januar 1876 im restlichen Gebiet des Deutschen Reiches.

 

Sie sind auch heute für viele Familienforscher der erste Anlaufpunkt - man braucht allerdings für eine Anfrage ein konkretes Datum mit Namen, also Heirat, Geburt oder Tod eines Vorfahren. Gegen eine Gebühr bekommt man vom Standesamt ein Dokument, das sämtliche dieses Familienereignis betreffenden Daten und Personen enthält: Bei Hochzeiten auch die Eltern der Brautleute, bei der Geburt Mutter und Vater; Sterbefälle sind weniger ergiebig. Für Anfragen an Standesämter sind allerdings die Schutzfristen des Personenstandsgesetzes zu beachten, sofern man nicht (nachweisbar) direkter Nachkomme der der fraglichen Personen ist.

 

Aufgrund der Novelle des Personenstandsgesetzes vom 19.2.2007 geben die Standesämter seit 2009 ältere Personenstandsunterlagen an die jeweils lokal bzw. regional zuständigen Archive ab. Hierbei handelt es sich um Personenstandsbücher (Urkundenbücher) mit Geburts-, Heirats- und Todesfalleinträgen seit Einrichtung der Standesämter sowie um die zu diesen Fällen geführten Sammelakten mit weiteren Dokumenten.

 

Sammelakten oder Belegakten sind eine Sammlung von Dokumenten, die z.B. zu einer Heirat dem Standesamt vorgelegt wurden. Sie können wichtige Hinweise enthalten, die nicht in die Personenstandsurkunden übernommen wurden! Man sollte im Archiv stets nach eventuell vorhandenen Sammelakten fragen. Über die Frage, ob bzw. welche Sammelakten weiter in den Archiven aufbewahrt werden sollen, gibt es derzeit eine Diskussion unter den Archivaren. 

 

Welche Jahrgänge abgegeben werden, richtet sich nach den o.g. Schutzfristen. Im Allgemeinen gilt, dass Urkunden frei zugänglich sind:
110 Jahre nach der Geburt,

80 Jahre nach der Heirat,
30 Jahre nach dem Tod.

Bei Sammelakten muss die Schutzfrist für alle darin genannten Personen abgelaufen sein, bevor sie zugänglich werden.

 

Weitere Informationen:

"Personenstandsregister - Entwicklung, Quellenkunde, Auswertungsmöglichkeiten und Nutzung" (Folien zu einem Vortrag, auf den Link über dem Bild klicken)

 

Nach und nach stellen einzelne Archive auch zumindest Register zu Personenstandsurkunden ins Internet. Weitere Informationen findet man im GenWiki im Artikel zur jeweiligen Stadt.

 

 

Friedhöfe - offline und online

 

Grabsteine sind wichtige Datenquellen - selbst wenn oft nur Geburts- und Sterbejahr ohne Tagesdatum darauf stehen. Wenn man weiß, wo jemand bestattet wurde, kann man sich an das jeweilige Friedhofsamt wenden. Ältere Friedhofsakten wurden an Archive abgegeben (vgl. Standesämter). Die Ämter und Archive findet man im Telefonbuch oder im Internet bei der Stadt- bzw. Kreisverwaltung.

 

Das Grabstein-Projekt des Vereins für Computergenealogie hat inzwischen die deutschlandweit größte Grabstein-Datenbank aufgebaut; sie enthält Fotos der Gräber und Daten der Bestatteten. Es gibt darüber hinaus eine Linksammlung zu weiteren Friedhofs-Datenbanken im In- und Ausland.

 

 

Familienanzeigen und Totenzettel - offline und online

 

Auch in Tageszeitungen oder auf Totenzetteln werden Lebensdaten veröffentlicht. Für beides gibt es Datenbanken des Vereins für Computergenealogie. Helfer werten Tageszeitungen aus und tippen die Daten ein; viele Tageszeitungen stellen ihre Familienanzeigen aber auch selbst ins Internet - eine Recherche auf der Website einer Zeitung oder sogar in Google lohnt sich.

 

Sollte eine digitale Recherche nicht zum Ziel führen, z.B. weil das Familienereignis zu lange zurückliegt, kann man auch in Bibliotheken in alten Zeitungen recherchieren; meist liegen sie als so genannte Mikrofiches vor, eine spezielle Art von Fotos, die man an entsprechenden Lesegeräten liest. Sollte die Zeitung in nicht in einer nahegelegenen Bibliothek verfügbar sein, kann man sie evtl. per Fernleihe bestellen. Totenzettel werden schon lange von spezialisierten Sammlern katalogisiert.

 

 

Für den Einstieg: Portale, Linklisten, Wegweiser und Helfer

 

Lexika, Latein, historische Wörterbücher und Kalender-Rechner

Wer sich mit historischen Texten befasst, stößt oft auf heute nicht mehr bekannte Begriffe - Lexika helfen da weiter. Ebenso bei Abkürzungen oder lateinischen Vokabeln in Kirchenbüchern.

 

 

Wörterbücher für lebende Sprachen

Nie sollte man den Google-Übersetzer ernsthaft verwenden, v.a. nicht für Texte, z.B. Briefe, mit genealogischem Inhalt. Der Computer hat keine Ahnung von Familienforschung, Archiven etc. und übersetzt schieren Unfug (bei "normalen" Texten ist es auch nicht viel besser). Lieber sucht man in einer Mailingliste nach Sprachkundigen oder wendet sich an die Helfer in den Foren von Leo und dict.cc - bei gängigen Sprachen geht das ziemlich schnell.

 

Portale und Linklisten

 

Regionale Informationen, Vereine und Kontakte

Im GenWiki findet man in den Artikeln über Länder, Regionen oder Städte jeweils Informationen zu familienkundlichen Quellen, Archiven, Vereinen etc.; dazu gibt man einfach den Namen eines Landes, einer Region oder eines Ortes ins Suchfeld ein. Mitunter sind die Artikel noch im Aufbau und enthalten wenig Informationen - mitunter sind sie sehr ausführlich.

 

Allgemein

 

Bayern

 

Nachbarländer, ehemalige Ostgebiete u.a.

 

Suchdienste

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden verschiedene Suchdienste für Familienmitglieder oder Freunde, die durch Flucht und Vertreibung auseinandergerissen wurden. Diese Dienste arbeiten heute noch.

 

Blogs

Blogs oder Weblogs (von Logbuch) werden auch oft als "Internet-Tagebücher" bezeichnet. Wer ein Blog führt, veröffentlicht darin Gedanken, Ideen, Vorschläge oder Diskussionsbeiträge zu einem bestimmten Thema. Besucher können dies kommentieren.

 

COMPUTERGENEALOGIE, Zeitschrift und Newsletter

 

Internet-Suche

Auch mit Hilfe der klassischen Internet-Suchmaschinen kann man genealogische Informationen finden, u.a. die Seiten anderer Familienforscher. Für den Einstieg eignet sich die kombinierte Sucheingabe eines Namens oder einer Ortschaft und Begriffen "Familienforschung" oder  "Genealogie" (ggf. auch auf Englisch). Duch die geeignete Syntax kann man die Suche gezielt steuern bzw. einschränken.

 

Datenbanken

Bei der Suche in Datenbanken muss man die Suchmaske nicht komplett ausfüllen, das hat sogar eher Nachteile. Wenn man z.B. den Namen einer gesuchten Person und die Namen der Eltern eingibt, findet man die Person nicht, wenn sie ohne die Namen der Eltern in der Datenbank steht. Besser ist es, erst mal so wenige Daten wie möglich eingeben, z.B. nur einen Nachnamen, und nur, wenn zu viele Ergebnisse kommen, auch einen Vornamen, den Eheparter oder einen Ort bzw. eine Region. Dabei sollte man ggf. auch unterschiedliche Schreibweisen eingeben, z.B. Josef und Joseph.

Das Internet ist kein Daten-Selbstbedienungsladen! Wenn Sie Daten anderer Familienforscher verwenden, nennen Sie sie als Quelle - kurz: pflegen Sie die "Daten-Ökologie".

Abschriften können (Übertragungs-)Fehler enthalten. Notieren Sie also stets in der Quellenangabe (ggf. Internet-Adresse), ob Sie eine Originalqelle gesehen haben, z.B. den Scan eines Kirchenbuchs, oder ob es sich um den Eintrag eines anderen Familienforschers oder um eine Kirchenbuch-Abschrift (v.a. bei FamilySearch, s.u.) handelt.

"Genealogie ohne Quellen ist Mythologie" (Zitat: Wulf von Restorff, Familienforscher, München)

 

Deutsche Datenbanken

Mithilfe der Metasuche lassen sich alle Datenbanken auf Genealogy.net (GenWiki) in einem Rutsch durchsuchen, das Suchergebnis ist eine Liste mit Fundstellen; mit einem Klick auf den blauen Pfeil am Ende jeder Zeile kommt man zur jeweiligen Datenbank. Alle Datenbanken mit kurzer Beschreibung findet man im GenWiki-Portal Datenbanken.

 

Genealogische Datenbanken

 

Weitere Datenbanken mit Lebensdaten


Datenbanken zur Unterstützung der genealogischen Forschung

 

Regionale genealogische Datenbanken

s.a. Digitalisierte Kirchenbücher, Kirchenbuch-Datenbanken

 

Internationale genealogische Datenbanken und Netzwerke
 

Datenbanken enthalten genealogische Daten aus Originalquellen, z.B. aus Kirchenbüchern, Zivilstandsregistern, Auswanderungs- bzw. Einwanderungsakten etc. Handelt es sich um Scans, können sie als Primärquellen gelten; Abschriften hingegen können Fehler enthalten.

Inzwischen kommt aber keine Datenbank mehr ohne eine Stammbaum-Funktion oder andere Netzwerk-Komponenten aus. D.h. dass die Nutzer ihre eigenen Daten hochladen, dadurch Kontakt zu anderen Familienforschern finden und sich mit ihnen austauschen. Wenn man diese Daten nutzt, sollte man stets bedenken, dass sie Fehler enthalten können, durch Irrtümer der anderen Familienforscher, oder weil sie selbst fehlerhafte Daten übernommen haben. Solche Daten sollte man im eigenen Bestand immer mit der entsprechenden Quelle versehen (d.h. zusätzlich zu der Quelle, die der Forscher angibt, auch dessen Name und die der Datenbank) und irgendwann in der Originalquelle (z.B. Kirchenbuch) nachprüfen; erst dann kann eine Angabe als sicher gelten.

Wenn man selbst Daten hochlädt, sollte man sich die Einstellungen zur Darstellung lebender Personen gut anschauen oder am besten keine Daten lebender Personen hochladen, sofern diese nicht ausdrücklich damit einverstanden sind. Wobei die Datenbanken lebende Personen nicht darstellen - der Ausschluss erfolgt nach unterschiedlichen Prinzipien; siehe Skript.

Man sollte aber stets zwischen Abschriften und Originalquellen (z.B. Scans von Kirchenbüchern, Urkunden etc.) unterscheiden. Abschriften können (Übertragungs-)Fehler enthalten. Tragen Sie die Daten auch stets mit der Quellenangabe ein, damit Sie unterscheiden können, woher ein Datum kommt: aus einer Datenbank oder aus einem Kirchenbuch (= Primärquelle), das Sie selbst gesehen haben. Wichtig sind immer die Quellenangaben: Bei Einträgen (von anderen Familienforschern) oder Scans in Online-Datenbanken notieren Sie die Web-Adresse.

"Genealogie ohne Quellen ist Mythologie" (Zitat: Wulf von Restorff, Familienforscher, München)

 

 

Nebenquellen

Es gibt viele weitere Quellen, in denen man Daten und v.a. weitere Informationen über das "echte Leben" von Vorfahren finden kann. Etliche "klassische" Nebenquellen, wurden in Datenbanken erfasst. Bei der Suche nach weiteren Quellen sollte man seine Fantasie spielen lassen. Was hat die Person getan, wo könnte sie Spuren hinterlassen haben? Hatte sie Grundbesitz, dann könnte es Notariatsunterlagen im zuständigen Archiv geben. War sie politisch aktiv, könnte es Zeitungsberichte geben. War ein Mann Berufssoldat, kann man militärische Quellen nutzen. War eine Person in einer Institution tätig, deren Unterlagen archiviert wurden (Ministerien, Adelshäuser, alte Firmen), könnte es  Personalakten geben. Eine lange Liste mit den unterschiedlichsten Quellengattungen finden Sie im GenWiki.

 

 

Datenbanken für Nebenquellen

 

 

Kirchenbücher und Zivilstandsregister

 

Digitalisierte Kirchenbücher im Internet sind noch immer eine Ausnahme, aber es werden täglich mehr. In den allermeisten Fällen muss man (mikroverfilmte) Kirchenbücher in Archiven oder in den Genealogischen Forschungsstellen (s.u.) der Mormonen durchsuchen. Für viele Orte gibt es so genannte Ortsfamilienbücher, die auf der Basis der Kirchenbücher zusammengestellt wurden; viele dieser OFB sind online; es handelt sich hier allerdings um Abschriften, denen man mit den entsprechenden Vorbehalten begegnen sollte!

Man sollte aber stets zwischen Abschriften und Originalquellen (z.B. Scans von Kirchenbüchern, Urkunden etc.) unterscheiden. Abschriften können (Übertragungs-)Fehler enthalten. Tragen Sie die Daten auch stets mit der Quellenangabe ein, damit Sie unterscheiden können, woher ein Datum kommt: aus einer Datenbank oder aus einem Kirchenbuch (= Primärquelle), das Sie selbst gesehen haben. Wichtig sind immer die Quellenangaben: Bei Einträgen (von anderen Familienforschern) oder Scans in Online-Datenbanken notieren Sie die Web-Adresse.

"Genealogie ohne Quellen ist Mythologie" (Zitat: Wulf von Restorff, Familienforscher, München)

 

 

Digitalisierte Kirchenbücher (Matriken) und Zivilstandsdaten im Internet (unvollständige Liste)

 

Wenn man passende Daten auf einer Kirchenbuchseite gefunden hat, sollte man diese als Quellenbeleg speichern.  Viele Viewer (also das Werkzeug, mit dem man die Bücher auf dem Bildschirm durchblättert) bieten dazu eine Speicher-Funktion an. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man das Snipping Tool nutzen.

 

Deutschland

 

Länderübergreifend

 

Ausland

 

Kirchenbuch-Datenbanken

keine digitalisierten Originale, sondern Datenbanken der einzelnen Einträge mit Suchmöglichkeit

 

Kirchenbücher und andere Quellen in Archiven und Genealogischen Forschungsstellen

 

Lesehilfen für Kirchenbücher

 

(Digitale) Archive und Bibliotheken

 

Die Bestände vieler Archive kann man online durchsuchen, um den Besuch vorzubereiten. Darüber hinaus gibt es digitale Archive. Es lohnt sich, den Begriff "Archiv" und den Namen einer Stadt oder Region in Google einzugeben, ggf. in der Landessprache.

Informationen findet man auch im GenWiki: Artikel "Archiv", Kategorie Archive, Linkliste Archive
Weitere Hinweise auf Archive findet man in GenWiki-Artikeln über (Bundes-)Länder, Städte oder Regionen; für manche Nachbarländer gibt es Archiv-Informationen auch auf deutsch.

 

Genealogische Spezialarchive


Archive in Deutschland


Archive und Bibliotheken in Nachbarländern

 

 

Alte Schriften

 

 

Suche nach Orten, Landkarten, Orts-Ansichten

Entscheidend für die Familienforschung ist nicht nur ein Name, sondern auch der dazugehörige Ort (ggf. die Pfarrei). Allgemeine Informationen zur Ortssuche, Links zu Ortslisten etc.findet man in den FAQ (häufige Fragen) zur Ortssuche.

 

Ortsdatenbanken für Deutschland in alten und neuen Grenzen

 

Ortssuche international

 

Historische Landkarten

Im Internet gibt es zahlreiche Quellen für historische Landkarten; oft kann man die Karten auf den eigenen PC kopieren (rechte Maustaste, "Grafik speichern unter...") und dann mit einem Bildbetrachtungsprogramm wie dem kostenlosen IrfanView (gute deutsche Anleitung und Link zum Herunterladen) einen passenden Ausschnitt herausgreifen oder die Karten verkleinern. Es kann sich auch lohnen, auf die Webseiten der entsprechenden (Landes-)Vermessungsämter und genealogischen Vereine zu schauen und v.a. in die entsprechenden regionalen Archive. Des weiteren können historische Atlanten in Buchform relevant sein.

Historische Ansichtskarten u.a. Orts-Ansichten

Das Sammeln von Ansichtskarten war früher ein verbreitetes Hobby. Es gab Ansichtskarten-Alben, in die man selbst gekaufte Karten steckte oder solche, die man zugeschickt bekam. Fragen Sie in Ihrer Familie nach solchen Alben -  die Texte Ihnen interessante Informationen über das Leben der Familie vermitteln. Und die Bilder zeigen vielleicht Orte, in denen Ihre Vorfahren lebten.

Durch das Sammeln haben sich viele historische Ansichtskarten bis heute erhalten. Sie werden von spezialisierten Händlern auch im Internet angeboten. Auf den Webseiten kann man auch gezielt nach bestimmten Motiven suchen. Manche Händler bieten einen kostenlosen Benachrichtigungs-Service für einen Dauer-Suchauftrag.

Früher waren die Motive von Ansichtskarten nicht auf die bekannten Sehenswürdigkeiten beschränkt - manchmal findet man sogar Karten von Wohnvierteln.

Auch die Google-Bildersuche liefert historische Bilder und Ansichtskarten.

Außerdem können Sie in Bibliotheken und Archiven nach historischen Bildbänden u.ä. suchen.

 

Literatur und Chroniken

 

Genealogische Literatur

Historische Werke können interessante Hinweise zur Geschichte einer Region bieten. Aber auch historische genealogische Werke sind wertvoll - mitunter haben die Autoren Quellen ausgewertet, die später im Krieg verbrannt sind oder aus anderen Gründen verloren gingen.

 

Bibliotheken, Literaturdatenbanken, Bibliographien

Die Liste nennt nur einige Beispiele - weitere Bibliotheken findet man in GenWiki-Artikeln über Städte oder Regionen (s.o.); häufig wird auf einen OPAC verwiesen - das Kürzel steht für Online Public Access Catalogue, also öffentlicher Online-Katalog. In den Katalogen kann man sich einen Überblick über die vorhandene Literatur zu einem Thema verschaffen um dann ggf. einzelne Werke antiquarisch zu kaufen (s.u.).

 

Antiquarische Bücher oder Zeitschriften kaufen

 

Chroniken

Chroniken können Auskunft darüber geben, in welcher Welt und Umwelt die Vorfahren gelebt haben.

 

 

Namenforschung

 

Bedeutung von Familiennamen

 

Namen-Verbreitungskarten

Man unterscheidet zwischen absoluter und relativer Namensverteilung: Die absolute Verteilung nennt die Zahl der Namensträger in einer Region - dabei ist die Häufigkeit in dicht besiedelten Regionen besonders hoch. Die relative Verteilung berechnet den Anteil  der Namensträger an der Bevölkerung in einem Gebiet (Postleitzahlgebiet. Telefonvorwahl-Gebiet); in diesem Fall ist die Häufung eher historisch bedingt, weist also im günstigsten Fall auf die Herkunft eines Namens und damit einer Familie hin. Im Internet kann man mit wenigen Mausklicks kostenlos Namenverbreitungskarten erstellen lassen.

Namen in aller Welt

 

Kontakt zu anderen Familienforschern

Auch in der elektronischen Kommunikation gibt es Umgangsformen - man nennt sie Netikette.

 

Mailinglisten
Mailinglisten sind "virtuelle Treffpunkte" von Familienforschern, die sich für eine bestimmte Region interessieren - und womöglich ganz woanders wohnen. Hier bekommt man Informationen und Unterstützung bei allen Fragen rund um die Familienforschung in dieser Region.

Immer wieder bitten auch Mailinglisten-Mitglieder um "Lesehilfe", indem sie einen schwer leserlichen Text auf einer Website hinerlegen und den Link an die Liste schicken - man kann aus Sicherheitsgründen keine Dateianhänge an Mailinglisten schicken. Solche Scans oder Fotos von historischen Dokumenten kann man auf der eigenen Homepage (s.u.) verlinken oder in einem Fotoalbum oder eine "Festplatte im Netz", wie sie manche Maildienstleister ihren Kunden anbieten. Auch Fotodienste, z.B. http://www.flickr.com (kostenlos mit begrenztem Umfang, mehr Speicherplatz gegen Gebühr), http://www.bilder-speicher.de/regeln.php, http://www.bilderhoster.net/index.php?p=info bieten öffentliche Fotoalben an; bitte beachten sie die jeweiligen Regeln - Ihre Fotos liegen dann auf einem öffentlich zugänglichen Server!

Wer eine Mailingliste abonniert, sollte in seinem Mail-Programm einen eigenen Ordner dafür einrichten, um den Überblick zu behalten, und am besten einen Filter, der die  Mails gleich bei der Ankunft in diesen Ordner verfrachtet. V.a. muss man die Begrüßungsmail aufheben, die nach der Anmeldung kommt - sie enthält die "Gebrauchsanweisung" für die Liste.

 

Foren, Newsgroups, Chat,

In Foren und Newsgroups findet die Diskussion - anders als in Mailinglisten - öffentlich statt. Diese Einrichtungen werden oft mit dem Begriff "Usenet" zusammengefasst; diese Einrichtungen stammen  noch aus der Frühzeit des Internet und wurden inzwischen durch die Sozialen Netzwerke (Web 2.0) weitgehend abgelöst. In der Familienforschung (aber auch in vielen anderen Bereichen) haben Mailinglisten den Foren und Newsgroups zumindest in Deutschland viel voraus - eine Ausnahme mögen die Foren für jeden bayerischen Landkreis auf der Website des BLF sein. Zum Chat "treffen" sich die Teilnehmer in so genannten Chatrooms und "unterhalten" sich via Tastatur.

 

Homepage

Eine Homepage ist ideal um den akutellen Stand der Forschungsergebnisse zu veröffentlichen.

Der Verein für Computergenealogie stellt seinen Mitgliedern 10 MB Webspace (Speicherplatz auf einem Server) für eine genealogische Homepage zur Verfügung - und einen "Homepagecreator" als technische Unterstützung; wer nicht so großen Aufwand treiben möchte, kann auch das Angebot der "genealogischen Visitenkarte" nutzen - weitere Informationen und Anleitungen für beide Angebote hier.

Andere genealogische Vereine bieten ihren Mitgliedern andere Möglichkeiten, ihre Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, z.B. Datenbanken auf der Website des Vereins; diese werden auch über die Metasuche des Genealogieservers (genealogy.net) durchsucht (s.o.)

Bei vielen Mail-Dienstleistern oder Internet-Providern gehört Webspace für eine Homepage ebenfalls mit zum Standardangebot.

 

Genealogische Software

 

Es gibt kostenlose Programme, so genannte "Freeware". Von "Shareware" gibt es eine kostenlose Version, die entweder nur eine bestimmte Zeit lang funktioniert oder eingeschränkte Funktionen hat; die Vollversion ist kostenpflichtig. Aber auch von anderen käuflichen Programmen gibt es im Allgemeinen eine Testversion - man muss nicht die Katze im Sack kaufen. Die wenigsten Genealogie-Programme kann man im Laden kaufen (und die, die man dort kaufen kann, sind gerade nicht die empfehlenswerten...), sondern man muss sie direkt beim Autor (oft sind das keine Firmen) bzw. Hersteller bestellen oder herunterladen. Entsprechende Informationen findet man im Internet.

Es ist nicht möglich, eine allgemeine Empfehlung für ein Programm auszusprechen, da jede/r Familienforscher/in andere Ansprüche an ein solches Programm hat. Man sollte verschiedene Programme testen - die Daten kann man als Gedcom-Datei von einem Programm zum anderen transferieren (und dabei gleich testen, wie gut der Gedcom-Export bzw. -Import funktioniert). Entscheidungshilfen bei der Suche nach dem passenden Programm liefert der Artikel „Welches Programm soll ich mir kaufen?“.

 

 

Technik-Tipps

 

Snipping Tool

 

"Snipping Tool" ist eine kleine, schlichte Software, mit der man jeden beliebigen Ausschnitt von allem, was auf dem Monitor angezeigt wird, als Bild speichern kann. Beispielsweise Kirchenbuch-Seiten, wenn der Viewer der Kirchenbuch-Datenbank ein Speicher bzw. Herunterladen nicht zulässt (z.B. bei Matricula, s.o.). Oder um aus einem Gesamtbild einen Ausschnitt anzufertigen.

 

Die folgende Anleitung bezieht sich auf Windows 7 - in wie weit sie auch für Windows 8 oder 10 gilt, kann ich nicht feststellen.

 

Das Programm finden Sie im Windows-Zubehör: Start Alle Programme → Zubehör → Snipping Tool

Wenn sie das Programm öfter brauchen, platzieren Sie es oben im Startmenü. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf "Snipping Tool", dann erscheint ein kleines Menü (Kontextmenü). Dort wählen Sie "An Startmenü anheften" oder "An Taskleiste anheften" (letzteres verbraucht aber dauerhaft Platz auf der Taskleiste).

 

Öffnen Sie das Snipping Tool auf der Bildschirmseite, von der Sie ein Bild erstellen möchten. Das Programm startet mit einem Mini-Fenster, dafür wird der Rest des Bildschirms matt. Ziehen Sie nun mit der Maus ein Rechteck um den gewünschten Bildausschnitt. Sowie Sie die Maustaste loslassen, erscheint dieses Bild im nun vergrößerten Fenster des Snipping Tool. Falls der Ausschnitt nicht stimmt, klicken Sie auf "Neu". Man kann auch andere als rechteckige Bildausschnitte wählen, klicken Sie dazu auf den Pfeil neben "Neu" und wählen Sie z.B. "ganzen Bildschirm".

 

Um das Bild zu speichern, klicken Sie auf das blaue Disketten-Symbol oder auf "Datei". Standardmäßig wird es im Format png gespeichert, d.h. mit einer guten, verlustfreien Komprimierung. Sie können auch andere Formate wählen. Mit einem Klick auf das "Kopieren" Symbol daneben kann man das Bild in die Zwischenablage kopieren und dann mit "Strg+V" in jedes beliebige Dokument einfügen. Der nächste Menüpunkt biete die Möglichkeit, das Bild direkt in den Anhang einer E-Mail zu packen (das Standard-E-Mail-Programm wird aufgerufen)

 

Das Bild lässt sich auch mit einfachen Mitteln bearbeiten, dazu klicken Sie auf eines der beiden Symbole ganz rechts im Menü. Für weitergehende Bearbeitungen ist allerdings "Irfan View" oder ein spezielles Bildbearbeitungsprogramm besser geeignet.

 

Weitergehende Informationen finden Sie hier oder indem Sie mit einer Suchmaschine z.B. nach "Snipping Tool Anleitung Windows 8" suchen.

 

 

Sicher surfen und mailen

 

Es ist wohl inzwischen selbstverständlich, kann aber gar nicht oft genug wiederholt werden: Niemals ohne ein aktuelles (!) Virenschutzprogramm und aktive (Windows-)Firewall ins Internet gehen!

 

Unabhängige Informationen und Empfehlungen bekommen Sie auf den Seiten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Beispielsweise im Kapitel "Basisschutz für Computer und Smartphone".

 

Wichtig ist auch ein vorsichtiger Umgang mit Passwörtern. Ideal sind Passwörter mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Zeichen; Genealogen können sich leicht gute Passwörter aus Namen und Daten von Vorfahren zusammenstellen (z.B. Georg-1778 oder komplizierter Valentin/Mayr-99!).

 

Dass man in E-Mails unbekannter Herkunft keine Anhänge öffnet oder die darin enthaltenen Links anklickt sollte sich auch herumgesprochen haben (vor allem wenn sie von der eigenen Bank zu kommen scheinen, denn die verschickt keine Mails an ihre Kunden, vor allem nicht, um nach PIN oder TAN zu fragen! Auch gefälschte Mails von eBay, Amazon u.ä. sind unterwegs, die Zugangsdaten "abfischen" sollen) . Am besten sucht man sich einen Mail-Provider, der die Mails schon auf dem Server auf Viren untersucht und möglichst auch den "Spam" aussortiert. Man bekommt auf Wunsch eine Mitteilung über die aussortierten Mails, um zu kontrollieren, ob etwas abgefangen wurde, was man haben möchte. Man kann dann diesen Absender auf eine "weiße Liste" setzen, so dass entsprechende Mails zukünftig durchgelassen werden. Alternativ bieten die meisten Mail-Programme auch einen "Junk Mail Filter" an, den man aber ebenso "trainieren" muss.

 

Der Internet Explorer und Outlook von Microsoft sind beliebte Angriffsziele von Menschen, die schädliche Software im Internet verbreiten. Leistungsfähige Alternativen sind der Browser Firefox und das Mailprogramm Thunderbird von Mozilla; es handelt sich um so genannte Open-Source-Software, also Software mit öffentlichem Programmcode. Sie wird von einer großen Gruppe Programmierer in gemeinsamer Arbeit ständig weiterentwickelt und verzichtet auf riskante Anwendungen. Natürlich sind diese Programme kostenlos.