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Über die Serie
Die Entstehungsgeschichte und Wissenswertes rund um die erfolgreiche
Comic-Serie
Percy Pickwick heißt eigentlich Colonel Harold Wilberforce
Clifton - unter diesem Namen wurde er 1959 vom belgischen Zeichner
Raymond Macherot erfunden. Er zeichnete aber nur 3 Episoden.
Einige Jahre später wurde die Serie von Joseph-R. Loeckx (Jo-El
Azara) übernommen, der jedoch nur eine Geschichte zeichnete: Die teuflischen Zwerge.
Ab 1971 wurde die Serie von Bob de Groot und Philippe Liégeois
(Turk) übernommen, welche die Serie als Alben weiterführten
und maßgeblich prägten. 1986 übernahm Bernard Dumont
(Bédu) für sechs Alben die Serie, 2003 schlossen sich
nach achtjähriger Pause Michel Rodrigue und Bob de Groot zusammen,
und haben seitdem 3 neuen Bände herausgebracht.

In Deutschland erschien die Serie erstmals 1973 in "Zack Parade
4", damals noch unter dem Titel "Colonel Clifton".
Ab 1981 erschien die Serie als "Percy Pickwick" regelmäßig
in YPS mit Gimmick. Die
Alben erscheinen seit 1983 bei Carlsen.
Die Serie wurde vor allem aufgrund des genialen Überzeichnung
der "typisch britischen" Lebensart durch die belgischen
und französischen Künstler ein großer Erfolg. Der
Fünf-Uhr-Tee, Scotland Yard und die Queen bekommen hier regelmäßig
ihr Fett ab. Vor allem das Künstler-Duo Turk & de Groot schufen
mit Percy Pickwick den Prototypen eines Anti-Helden, der in jedes
Fettnäppfchen tritt und seinen Spleen ungehemmt auslebt. Leider
ist dieser Witz in den letzten Folgen ein wenig in den Hintergrund
getreten, zugunsten eines eher James-Bond-mäßigen Auftritts
des Protagonisten (inkl. "Bond-Girl" Jade).
Die James-Bondisierung zeigt sich auch deutlich in der Tatsache,
dass Zeit und Geschichte bei der Darstellung von Percy Pickwick
keine Rolle mehr spielt. Er wird in den jüngsten Bänden
immer relativ jung dargestellt, obwohl er laut seiner Biografie eigentlich
mindestens 80 Jahre alt sein müsste!
Der Witz der Autoren zeigt sich aber nach wie vor in den raffiniert
aufgebauten Geschichten und der Fortführung der Tradition,
Inkonsistenzen in die Serie einzubauen. Ein Running Gag ist das
Haus des Colonels, das zwar immer gleich aussieht, Türen, Treppen
und Zimmer jedoch nach Belieben ändern.
Wir können gespannt sein, welches Abenteuer der Colonel als
nächstes mit vorbildlicher Gelassenheit meistern wird!

Skizzen aus der Feder von Michel Rodrigue
Auf der Website des belgischen Verlags der Originalserie "Clifton"
gibt es einige schöne Skizzen, die später zum Album
21: SPUR IN DIE VERGANGENHEIT wurden. Quelle: Le
Lombard
(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
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