Homepage von Alexander Richter - Linkblog-Archiv

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19.1.2008

Eske Hicken / FR: Billig dank Kinderarbeit · Sozialstandar ds per Kommunalauftrag
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1271235 · 14.1.2008

(...) Geschätzte 300 Milliarden Euro gibt die öffentliche Hand pro Jahr für Waren und Dienstleistungen aus — das sind rund 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Als Auftraggeber befinden sich die in Finanznot geratenen Kommunen im Zwiespalt. Einerseits sind sie verpflichtet, günstig einzukaufen — andererseits wächst das Unbehagen an den sozialen Folgen dieser Politik: Pflastersteine kommen inzwischen zu einem Großteil aus Indien oder China, wo Kinderarbeit keine Ausnahme ist. Reinigungsaufträge erledigen günstige Subunternehmer, die Arbeitszeiten unterlaufen und so Tariflöhne drücken, Dienstkleidung kommt aus asiatischen Billigfabriken, wo es untersagt ist, Wasser zu trinken oder zur Toilette zu gehen. (...)

Anm.: Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der deutsche Wirtschaftsminister verbietet( dem größten Verbraucher), deutsche statt chinesische Produkte zu kaufen. Nach dem Motto: weniger Ausbeutung ist automatisch schlecht für die Wirtschaft.
Heiner Flassbeck / FTD: Wettbewerb oder Straßenkampf? · Mindestlohn und Wettbewerb, das sei wie Feuer und Wasser, sagen die meisten ökonomen. Wenn der Staat so massiv in den Markt eingreife, könne sich der Wettbewerb nicht entfalten. Das ist eine seltsame Begründung, weil es praktisch überhaupt keinen Wettbewerb ohne staatliche Eingriffe gibt.
http://www.ftd.de/wirtschaftswunder/index.php?op=ViewArticle&articleId=1048&blogId=16 · 13.1.2008
FAZ: Wirtschaftsexperten: Millionen Stellen in Gefahr
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EF962E4F44664442CAEEA424DF3B201DD~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell · 13.1.2008

(...) EU-Sozialkommissar Spidla verwies in der „Welt am Sonntag” auf die guten Erfahrungen anderer Staaten. „Alle EU-Länder, die Mindestlöhne eingeführt haben, scheinen damit zufrieden zu sein”, sagte der Kommissar dem Blatt. „Es scheint auch nicht, dass nach Einführung der Mindestlöhne die Arbeitslosigkeit gestiegen oder die Schwarzarbeit angewachsen ist.” In Großbritannien sei die Arbeitslosigkeit nach Einführung eines Mindestlohnes sogar gesunken. „Mindestlöhne können nämlich auch reguläre Beschäftigung attraktiver machen und dafür sorgen, dass Menschen Schwarzarbeit aufgeben und auf den Arbeitsmarkt zurückkehren”, sagte Spidla. In Großbritannien sei der Mindestlohn ein „erfolgreicher Bruch mit der Tradition” gewesen. (...)

TAZ: "Schon unser Vokabular ist parteiisch" · Die Auslandsnachrichten liefern uns ein verzerrtes Bild der Welt, meint der holländische Reporter Joris Luyendijk. "Objektiver" Journalismus sei zwar unmöglich. Die Medien könnten aber ihre Produktionsbedingungen offenlegen http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2008%2F01%2F12%2Fa0165&cHash=494b4232d1 · 12.1.2008

(...) Ein Beispiel: Wenn israelische Regierungen in einem Jahr zwischen 1.000 und 3.000 Palästinenser ermorden, dann bekommt das sehr viel Aufmerksamkeit. Aber wenn Russland in Tschetschenien 100.000 Leute ermordet, dann wird darüber kaum berichtet, denn es ist für einen Journalisten praktisch unmöglich, nach Tschetschenien zu gehen. Im Laufe eines Jahres finden sich in unseren Medien deshalb vielleicht drei oder vier Berichte über Tschetschenien — und 25 über Israel. Deshalb denken die Zuschauer, dass Israel wirklich ein schrecklicher Staat ist. Dabei ist Israel im Vergleich noch ein sehr anständiger Staat. (...)
(...)
(...) Für die wichtigsten Dinge gibt es keine unparteiischen Begriffe. Wenn etwa die Haltung des syrischen Präsidenten den Interessen des Westens widerspricht, dann sagt man, er sei "antiwestlich". Von einen US-Präsidenten heißt es dagegen nie, er sei "antiarabisch" oder "antiiranisch". "Anti" heißt: Er hasst uns. Wenn nicht, ist er gemäßigt. Ich bin kein Neonazi. Aber nennt man mich darum einen "gemäßigten Europäer"? Doch ein Muslim, der kein Dschihadist ist, wird als "gemäßigter Muslim" bezeichnet. Das impliziert, dass er als Extremist geboren wurde, aber diesen Extremismus hat er zum Glück gemildert. (..)

Manfred Kriener / TAZ: Peak Oil wird uns Beine machen · Der ölpreis knackt die 100-Dollar-Marke — und das Aroma der Endlichkeit breitet sich auch in den Vorstandsetagen der ölkonzerne aus. Das kollektive Leugnen hat ein Ende
http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2008%2F01%2F12%2Fa0156&cHash=ce60592ebc · 12.1.2008
Harald Neuber / TP: Die Unionsparteien erheben Rechtspopulismus in den laufenden Landeswahlkämpfen zum Standard · Noch bis zum Herbst 2009 müssen Christ- und Sozialdemokraten ihre politische Zwangsehe aufrechterhalten, dann erst soll über einen neuen Bundestag abgestimmt werden. Die laufenden Wahlkampagnen in Hessen, Niedersachsen, Hamburg und Bayern lassen ahnen, was uns dann erwartet: Unverhohlen greifen die Unionsstrategen derzeit in die populistische Schmuddelkiste. Und so zeigt die Scheindebatte über "Ausländerkriminalität" vor allem eines: Wer bei den kommenden Wahlen ein Fest der Demokratie erwartet, wird von einem Fest der Demagogie enttäuscht werden.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27039/1.html · 11.1.2008

(...) Das eigentliche Dilemma liegt bei den Sozialdemokraten. Sie können eine vergleichbare Politik in ihrer traditionellen Klientel nicht mehr unangefochten umsetzen, denn der Platz links der SPD wurde inzwischen erfolgreich von der Partei Die Linke und Oskar Lafontaine besetzt. So versucht die SPD-Spitze in der Auseinandersetzung mit Koch und Konsorten die Quadratur des Kreises: Sie will mit rationalen Argumenten erklären, dass es dem Rechtspopulisten mit seiner Kampagne mitnichten um eine Absicherung der inneren Sicherheit geht. Sie argumentiert mit Statistiken und dem Verweis auf die Kürzung von Planstellen im Polizeidienst. Damit aber wird sie ins Leere laufen. Nicht nur, weil das "Problem der Ausländerkriminalität" von dem Wahlkämpfer Koch ebenso hochgepuscht wird wie die Gefahr, dass deutschen Schulen von Burka-tragenden Schülerinnen überschwemmt werden. Sondern auch, weil den geschürten Emotionen nicht mit Vernunft beizukommen ist. Diese Einsicht ist hart, aber sie ist auch nötig, um den rechten Demagogen nicht das Feld zu überlassen.

Oeffinger Freidenker: Deutsche, Waffen, deutsches Geld, bleiben nicht allein in dieser Welt
http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2008/01/deutsche-waffen-deutsches-geld-bleiben.html · 6.1.2008

18.1.2008

Thomas Fricke / FTD: Amerika scheut das Risiko · Die USA reagieren auf ihre Rezessionsängste mit dem Ruf nach dem Staat, den sie sonst immer anderen vorwerfen — und der hierzulande als unkorrekt gilt. Ob der Staat jedoch helfen kann, hängt vom Management im Detail ab.
http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne%20Thomas%20Fricke%20Amerika%20Risiko/301974.html · 11.1.2008
Markus Sievers / FR: Fremd und ohne Chance · Jugendliche Ausländer werden von der deutschen Wirtschaft deutlich benachteiligt. Ausbildungsplätze bekommen sie nur schwer. Eine Untersuchung ergab, dass auch bessere Bildung Bewerbern mit einem Migrationshintergrund den Aufstieg nicht sichert.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1269949 · 11.1.2008
Freitag: Fakten zu Kenia
http://www.freitag.de/2008/02/08020602.php · 11.1.2008
Marie Elisabeth Müller / Freitag: Seit dem 27. Dezember ohne Mandat · Gefährliches Spiel — Kenias derzeitige Regierung ist illegal
http://www.freitag.de/2008/02/08020702.php · 11.1.2008
Henryk Alff / Freitag: David und Goliath in Astana · Kasachstan — Die neue Hauptstadt des Landes begeht ihr zehnjähriges Jubiläum und ist wie ein Moloch, der schluckt, was nicht mehr dazu gehört
http://www.freitag.de/2008/02/08020901.php · 11.1.2008
Ulrich Schulte / TAZ: Ein Leben lang gearbeitet, Rente auf Sozialhilfeniveau · Menschen in Jobs, die früher ein mittleres Gehalt garantierten, fürchten heute die Altersarmut. Eine Kindergärtnerin und ein Krankenpfleger erzählen
http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2008%2F01%2F11%2Fa0161&cHash=3af73dd417 · 11.1.2008
L. Gaede & O. Reissmann / TAZ: Dumm schlägt gut · Jugendliche werden gewalttätig, wenn ihr Bildungsgrad niedrig ist und ihre Perspektiven schlecht sind. Ob sie Einwandererkinder sind, spielt keine Rolle.
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/dumm-schlaegt-gut/?src=MT&cHash=70f23a9bf1 · 10.1.2008
FR: Stiefkind öffentlicher Dienst · Das Klischee vom faulen, verstaubten und überversorgten Bürokraten hält sich hartnäckig. Wie steht es wirklich um die "Privilegien" unserer Staatsbediensteten, fragt die FR zum Beginn der Tarifverhandlungen.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1269401 · 9.1.2008

(...) Auch der internationale Vergleich zeigt: In Deutschland sind extrem wenig Menschen in der öffentlichen Verwaltung beschäftigt. Ihr Anteil an allen Arbeitnehmern liegt gerade mal bei knapp zwölf Prozent — in Schweden ist der Anteil fast dreimal so hoch. Vielleicht ist der skandinavische Weg besser, meint der Politikwissenschaftler Berndt Keller. Denn ein superschlanker Staat bedeutet auch: weniger Lehrer und größere Klassen, weniger Polizisten und weniger Krankenpfleger.

Johannes Steffen / Arbeitnehmerkammer Bremen: Info-Grafik Sozialpolitik — Rürups »Sockelrente«
http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/doku/01_aktuell/info-grafik/2008_01_04_Sockelrente.pdf · PDF, 4.1.2008
Arno Luik / stern: Es ist Zeit für ein neues 68! · Deutschland 2008: Löhne, von denen keiner leben kann, Kinder, die vor Hunger aus den Schulbänken kippen. Von den 68ern kann man lernen, dass sich alles ändern lässt.
http://www.stern.de/politik/historie/:Die-68er-Es-Zeit-68%21/607160.html?nv=ct_cb&eid=602705 · 01-2008


13.1.2008

Matthias Becker / TP: Freiwillige vor für das Bürgeropfer! · Der Staatsrechtler Otto Depenheuer, dem Wolfgang Schäuble zugeneigt ist, propagiert das Feindstrafrecht, für das Feinde "Unpersonen" sind
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26953/1.html · 8.1.2008
Friederike von Tiesenhausen / FTD: Sozialer Aufstieg gelingt in Deutschland immer seltener · Auch wenn seit Jahren darüber in politischen Sonntagsreden lamentiert wird: Deutschland wird nicht gerechter. Die Chancen auf einen sozialen Aufstieg haben sich für begabte Kinder aus ärmeren Elternhäusern in den letzten Jahrzehnten verschlechtert. Die oberen Sozialschichten schotten sich ab.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Sozialer%20Aufstieg%20Deutschland/300762.html · 8.1.2008
Albrecht Müller / NachDenkSeiten: „Freiheit statt Sozialismus” — Westerwelle warnt vor einem Linksruck
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2877 · 8.1.2008

Die Einlassungen des FDP-Vorsitzenden auf dem Dreikönigstreffen der FDP könnte man rechts liegen lassen, weil sie von einem Realitätsverlust sondergleichen zeugen. (Siehe dazu den Auszug aus einem Bericht von SpiegelOnline im Anhang) Aber aus Erfahrung wissen wir, dass Propaganda unglaublich wirkt und auch, zumindest in gewissen Schichten, völlig gegen die Wirklichkeit das Bild von der Wirklichkeit prägen kann. Gehirnwäsche ist heutzutage möglich. (...)

Lucas Zeise / FTD: Eine Frage der Verteilung · Ein kleines Rätsel ist es schon, warum die Mehrzahl der Aktienstrategen in Deutschland dem Dax ein sechstes positives Jahr in Folge vorhersagt. Dennoch scheint sich an der Börse langsam die überzeugung durchzusetzen, dass die Finanzkrise auch in Europa auf breiter Front die Gewinne drücken wird.
http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/300455.html · 8.1.2008

(...) Die Finanzkrise kommt dieser deutschen Regierung wie ein unabwendbares Naturereignis vor. Ihre Verursacher werden Göttern gleichgesetzt, die in unerforschlichem Ratschluss Unheil heraufbeschwören. In dieser primitiv-religiösen Weltahnung und Weltfurcht, die in Berlin vorherrscht, wäre es aussichtslos, ja sogar frevelhaft, gegen die Folgen solchen Götterhandelns anzugehen. (...)
(...) Dass es zu einer derart ausgeprägten Spekulationsblase kommen konnte, hat viele Ursachen. Zum einen haben die Finanzregulatoren sie zugelassen, zum anderen haben die Notenbanken mit niedrigen Zinsen den Kreditboom angeheizt. Drittens haben die Regierungen dem Kapitalverkehr in aller Welt freie Bahn bereitet, sie haben sich viertens gegenseitig überboten, möglichst günstige Anlagebedingungen zu schaffen. Sie haben fünftens die staatlichen sozialen Sicherungssysteme zu großen Kapitalsammelstellen umgewandelt. Nach mehreren Jahrzehnten dieser Politik hat sich die Ungleichheit von Vermögen und Einkommen in den westlichen Gesellschaften verstärkt. Die Lohnquote ist gesunken, die Quote des Einkommens aus Kapital ist gestiegen. (...)

Spiegel: Alarmstufe Rot für Eigenheimbesitzer · Horrorvision für Eigenheimbesitzer: Plötzlich steht ein Finanzinvestor vor der Tür, der den Baukredit von der Hausbank gekauft hat. Für die Betroffenen steht dann nicht selten das Haus auf dem Spiel — und womöglich die gesamte finanzielle Existenz.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,527392,00.html · 8.1.2008
s.a.: http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/0PAD47.html
Robert von Heusinger / FR: Systemfehler · Es ist grotesk, aber wahr: Amerika schlittert zusehends in die Rezession und die Europäische Zentralbank (EZB) hat nichts besseres zu tun, als vor zu hohen Lohnabschlüssen zu warnen. (...)
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1268073 · 8.1.2008
Heribert Prantl / Süddeutsche: Helden und Maulhelden · Das deutsche Jugendstrafrecht gilt als vorbildlich, denn es ist klug und individuell anpassungsfähig. Wenn Politiker es kaputtmachen, grenzt das fast an eine Straftat.
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/meinung/396/151019/ · 7.1.2008
Joseph Stiglitz / FTD: Die Zeche zahlen alle · Nach jahrelangem Leben auf Pump könnten die USA jetzt in die Rezession rutschen. Das wird Folgen für die ganze Welt haben — wenn es schlimm kommt, droht vielen Ländern Stagflation.
http://www.ftd.de/wirtschaftswunder/index.php?op=ViewArticle&articleId=1055&blogId=16 · 5.1.2008

(...) Es ist unsicher, ob die Beschäftigten weiter im Namen einer unausgewogenen Globalisierung den Rückgang ihres Lebensstandards akzeptieren. (...)

Markus Sievers / FR: Zu viel Staat
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1266982 · 5.1.2008

(...) Wer wirklich etwas gegen staatliche Subventionen für privatwirtschaftliche Arbeit tun möchte, wird auf mutige Reformen am Arbeitsmarkt nicht verzichten können. Am Ende wird eine ordnungspolitisch saubere Lösung nicht ohne Mindestlöhne auskommen. Nur sie garantieren, dass die Unternehmen ihre Personalkosten selber tragen. Nur sie ermöglichen Wettbewerb, in dem der Beste gewinnt und nicht wie heute der Anbieter, der beim Staat die Hände am weitesten aufmacht.

Jürgen Rose / Freitag: Dienst an der Waffe, statt am Menschen · DER FALL CHRISTIANE ERNST-ZETTL · Bruch der Genfer Konventionen am Hindukusch — eine gemaßregelte Sanitätssoldatin bleibt ohne gerichtlichen Beistand
http://www.freitag.de/2008/01/08010502.php · 4.1.2008
Ingo Schmidt / Jungle World: Spekuliert wie geschmiert · Das öl wird immer teurer, der Wert des Dollars fällt, und die USA befinden sich in einer Führungskrise. An der Börse ist die Aufregung groß, doch dem Kapital macht das alles weniger aus als in den siebziger Jahren. Denn die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse haben sich seither zu seinen Gunsten geändert.
http://jungle-world.com/seiten/2008/01/11229.php · 3.1.2008

(...) Da die gewerkschaftliche Verhandlungsmacht, nicht zuletzt als Folge monetaristischer Wirtschaftspolitik, in den vergangenen drei Jahrzehnten erheblich geschwächt werden konnte, werden steigende Rohstoffkosten derzeit in Form niedrigerer Reallöhne auf die abhän­gig Beschäftigten abgewälzt, ohne die Profitmargen des Kapitals anzugreifen. (...)


12.1.2008

Arno Widmann / FR: Streubomben
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1266926 · 5.1.2008

(...) Am 3. Dezember 2007 übergab das Aktionsbündnis Landmine.de der Bundesregierung 1 020 174 Unterschriften für ein Verbot von Landminen und Streumunition. Die Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nahm die Unterschriften entgegen. Ein paar Tage später auf der Wiener Konferenz zum Verbot von Streumunition setzte sich die Bundesregierung gegen z. B. den Vertreter Norwegens energisch für die Fortsetzung der Minen-Produktion ein. (...)

Heidi Klein und Tillmann Höntzsch / junge Welt: Wo sind sie geblieben? · Kanzler, Minister und Staatssekretäre heuern mit ihrem Insiderwissen in der Wirtschaft an. Die Initiative »LobbyControl« untersucht, welchen Tätigkeiten Mitglieder der Regierung von SPD und Grünen heute nachgehen
http://www.jungewelt.de/2008/01-05/008.php · 5.1.2008
Buchholzens Wochenschauer: Aus gegebenem Anlaß: Die Akte Roland Koch zur Wiedervorlage
http://www.martin-buchholz.de/kom4_371.html · 4.1.2008

(...) Nicht, daß Sie jetzt meinen, ich hätte tatsächlich gemeint, Roland Koch sei ein Antisemit. Wie schon gehabt: Sowas kann ich gar nicht gemeint haben, weil mein Rechtsanwalt meint, daß ich sowas gar nicht meinen darf. Klares Dementi also: In diesem Punkt bin ich mal wieder überhaupt nicht meiner Meinung. (...)

Carsten Lißmann / Zeit: Handschellen für die Bundesanwälte · Der Bundesgerichtshof pfeift die obersten Ermittler zurück: Planungen von Militanten bedrohen nicht den Staat. Die Razzien vor dem G8-Gipfel waren deshalb rechtswidrig
http://www.zeit.de/online/2008/02/bgh-urteil-129a-militante-gruppe?page=all · 4.1.2008
Wolfgang Storz / Freitag: Zu viel Flucht · Mit dem Thema Mindestlohn wird die SPD nicht glaubwürdiger
http://www.freitag.de/2008/01/08010101.php · 4.1.2008

(...) Zudem laufen die Sozialdemokraten Gefahr, vom jetzigen Aufschwung in verschiedene Parteien aufgespalten zu werden — dazu gibt es bisher drei Lesarten. Die erste: Das ist gar kein Aufschwung. Die Realeinkommen sind seit Amtsantritt der großen Koalition noch einmal etwas gesunken. Und wenn es zusätzliche Arbeitsplätze gibt, dann nur schlecht bezahlte. Die zweite Lesart: Ja, das ist ein Aufschwung, aber den gibt es wegen des Investitionsprogramms der Regierung Merkel, der Exportstärke und der Weltkonjunktur. Die dritte Lesart: Diesen Aufschwung gibt es wegen Hartz IV und der Agenda 2010. (...)

Freitag: Wie Volksaufstände entstehen und enden · Amerika hat den Krieg im Irak verloren, sagt der einstige US-Sicherheitsberater William R. Polk
http://www.freitag.de/2008/01/08011001.php · 4.1.2008
Thomas Fricke / FTD: Neue Schubladen braucht das Land · Deutschlands Vordenker hängen daran, dass man entweder ökonomisch vernünftig ist oder sozial, liberal oder antiliberal, marktvertrauend oder staatsgläubig. Dabei wirken solche Muster anno 2008 völlig überholt.
http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/299045.html · 4.1.2008
german-foreign-policy.com: Rekorde im Abschwung
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57113 · 3.1.2008

Nach zwölf Monaten umfassender Wachstumsrekorde bereitet sich die deutsche Wirtschaft zum Jahreswechsel auf eine Verschärfung der globalen Exportkonkurrenz vor. Hintergrund sind Prognosen, denen zufolge das Wachstum in den westlichen Industrieländern sinken und eine womöglich längere Schwächephase in den Vereinigten Staaten eintreten wird. Damit steigt die Bedeutung sogenannter Schwellenländer wie Russland, Brasilien, Indien und vor allem China, deren Märkte noch deutlich stärker als bisher ins Visier der westlichen Exportfirmen geraten. Trotz der wachsenden Konkurrenz will die deutsche Wirtschaft ihre Spitzenstellung bei den globalen Ausfuhren auch im beginnenden Jahr gegen die boomenden chinesischen Exporte behaupten und ihre Ausfuhren um wenigstens sieben Prozent steigern. Bereits jetzt stützen sich die deutschen Exportzuwächse auf massive außenpolitische Einflussnahme Berlins. (...)

Informationsdienst Wissenschaft: Firmenübernahmen verringern Wettbewerb auf Technologiemärkten · Fusionen und übernahmen erhöhen nicht nur die Konzentration auf Produktmärkten und verringern damit den Wettbewerb zulasten der Nachfrager. Sie führen vielmehr auch zu einer Bündelung wichtiger Technologien beim Käuferunternehmen, was die Entwicklung konkurrierender Technologien in anderen Unternehmen blockieren kann.
http://idw-online.de/pages/de/news?id=241684 · 3.1.2008
Helmut Fend / Zeit: Schwerer Weg nach oben · Das Elternhaus entscheidet über den Bildungserfolg — unabhängig von der Schulform
http://www.zeit.de/2008/02/C-Enttaeuschung?page=all · 3.1.2008
Steffen Hebestreit / FR: Ungeachtet ihrer Herkunft
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/?em_cnt=1266005&sid=dfa1561a6eaf806d86a9ae4f0a3f7d51 · 3.1.2008
Das Erste, Panorama: Wenig Lohn, wenig Rechte — Rückkehr der Lohnsklaverei in Deutschland
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2008/t_cid-4491846_.html · 01-2008
Florian Rötzer / Telepolis: "Ohne Bertelsmann geht nichts mehr" · Ein Gespräch mit Frank Böckelmann über die stille Macht des Medienkonzerns und die Privatisierung der Politik
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18749/1.html · 9.11.2004

(...) Das Wahlvolk soll möglichst von allen historisch wichtigen Entscheidungen entlastet werden. Wichtige Fragen sind heute gerade dadurch gekennzeichnet, dass über sie NICHT abgestimmt wird. (...)


7.1.2008


Gerhard Polt: "Democracy"

Linkblog-Archiv 2007

Das Beste aus 2007



31.12.2007


Die Physik des Radlns

Da kann man nur hoffen, daß der Co-Moderator viel Humor hat. Ob der Charlie vom Billig-Radl nur eine Bremsenattrappe oder vom Motorrad die umgekehrte Bremshebelanordnung gewohnt war, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall: Beim Umstieg auf funktionierende Bremsen erstmal Vorsicht bei der Vorderradverzögerung.

30.12.2007


29.12.2007


27.12.2007


26.12.2007


Ein YouTube-Klassiker

"Der Leasingvertrag"
Ton: Gerhard Polt
Bild: Naja - nicht Gerhard Polt

25.12.2007


23.12.2007


22.12.2007


Mal was Unernstes: GIF-Anims

21.12.2007


18.12.2007


16.12.2007



15.12.2007


12.12.2007


9.12.2007


5.12.2007